Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Hein & Oss – Liedermacherlegenden aus Pirmasens

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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Petra
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Hein & Oss – Liedermacherlegenden aus Pirmasens

#1

Beitrag von Petra » So 1. Apr 2007, 03:44

Dass ich seit 1991 den Wohnort mit Hein und Oss Kröher, den Zwillingen aus Pirmasens, teile, weiß ich erst, seit sie mir 2004 als Mitorganisatoren des Jubiläumsfestivals auf Burg Waldeck aufgefallen sind. In Pirmasens selbst sind mir ihre Namen nie untergekommen. Aber bei meinem letzten Job bei der Messe in Pirmasens sah ich ein Plakat – Hein und Oss geben ein Konzert, nein, nicht in Pirmasens, sondern etwas außerhalb, aber nur 25 km entfernt.
Also, gleich eine Karte geordert und gespannt abgewartet. Ich hatte keine Ahnung, was mich genau erwartete. Die beiden sind zwar hoch dekoriert für ihr künstlerisches Schaffen, aber es war wirklich das erste Mal, dass ich von einem öffentlichen Auftritt hörte. 50 Minuten vor Konzertbeginn fuhr ich los, das schien mir ausreichend. Den Auftrittsort Fischbach bei Dahn erreicht man nach einer kurvenreichen Fahrt durch den Pfälzer Wald. Die 30 Parkplätze direkt beim Haus waren bereits belegt, sodass ich das Auto etwas weiter entfernt abstellen musste. Die Namensliste mit den Kartenvorbestellungen war so lang, dass ich beinahe übersehen wurde. Dann ging aber doch alles klar. Der Saal war für etwa 170 Gäste bestuhlt und zu gut zwei Drittel gefüllt, als ich ankam. Letzten Endes sind etwa 20 Plätze frei geblieben. Die meisten Besucher befanden sich bereits in ihrer zweiten Lebenshälfte, aber das hatten sie ja mit den Kröhers gemeinsam, immerhin feiern die Zwillinge Heinrich und Oskar im September ihren 80. Geburtstag.
Das Saallicht wurde pünktlich gedämpft, der Veranstalter richtete ein paar Begrüßungsworte an uns, dann betraten Hein und Oss die Bühne. Es ging gleich gut los - die beiden wollten gleichzeitig mit der Begrüßung beginnen, dann überließ Oss dem etwas älteren Hein den Vortritt. Nachdem ich nur in der 7. Reihe einen freien Platz gefunden hatte, habe ich mir nicht viele Illusionen darüber gemacht, was ich an diesem Abend zu sehen bekommen würde. Die beiden rüstigen Herren überraschten mich aber, denn sie absolvierten fast das ganze Programm im Stehen. Auch die kräftigen Stimmen ließen keineswegs einen Schluss auf das fortgeschrittene Alter der Künstler zu.
Das Programm hieß Hein und Oss – Fernweh und Freiheit, Songs und Chansons
Die beiden haben die ganze Welt bereist, entsprechend international ist ihr Repertoire gefärbt. Es begann mit einem Text von Joseph von Eichendorff, der auf eine französische Jagdweise gesungen wurde. Desweiteren verschwimmt meine Erinnerung, weil ich mal wieder dachte, das könnte ich mir alles schon einigermaßen merken. Das hat sich natürlich als Irrtum herausgestellt. Es war aber eine Mischung aus alten Wander-, Handwerks-, Soldaten- und politischen Liedern. Das Lied Der Weg nach Jütland haben sie besonders gerne gesungen, denn es handelte davon, wie sich Soldaten versammelt haben, um nach Jütland in den Krieg zu ziehen. Als sie dort ankamen, war der Krieg vorbei, alle sind am Leben geblieben. :-) Zu jedem Stück hat einer der beiden interessante historische Hintergründe zum Besten gegeben. Am Anfang sangen sie zu zweit und beide spielten Gitarre. Im weiteren Verlauf sang auch mal nur der eine und mal der andere solo und ließ sich von seinem Bruder auf der Gitarre begleiten. Auch ein oder zwei à-cappella-Stücke waren dabei. Die beiden haben sich in ihrem Leben auch intensiv der Seemannslieder angenommen, und so spielte Hein zu zwei Stücken die Begleitung auf dem Schifferklavier. Beim ersten Lied war die Handschlaufe kaputt gegangen, aber sie hatten noch ein Ersatzinstrument dabei. *staun* Oss sang alleine, versuchte aber das Publikum zu animieren, den Refrain mitzusingen. Das hat auch gar nicht mal so schlecht geklappt. Das zweite war ein sogenannter Rundgesang (?), es musste jede Zeile, die Oss vorsang, vom Publikum nachgesungen werden. Da musste man ganz schön aufpassen, denn er legte ein ziemliches Tempo vor. Bei den politischen Liedern wurden Könige verspottet oder auch mal die Bürger, oder es wurde dem Hass auf die Kriegsherren Ausdruck verliehen. Am meisten begeisterte in der ersten Hälfte das Lied Gefährtin Gitarre. Der Text kommt ursprünglich aus dem Russischen, wurde von Hartmut König ins Deutsche übertragen und von Hein Kröher vertont. Nach elf Liedern gab es eine Pause.
Die Pause nutzte ich, um schnell noch ein paar Notizen zu machen, bevor alles aus dem Gedächtnis verschwand. Danach hielt ich Papier und Stift griffbereit, was mir allerdings ein paar schräge Seitenblicke einbrachte.
Die zweite Konzerthälfte war noch etwas publikumswirksamer als die erste. Warum eigentlich? :gruebel: Ich glaube, dass die Stücke etwas melodischer waren, teilweise hatten sie auch populäre Melodien. Meine Notiz zum ersten Lied nach der Pause: 'Hall. Amerika' :-o Wenn ich mich recht erinnere, hieß es Halleluja, Amerika, wir kommen und handelte von dem, was deutsche Auswanderer mitnahmen, um sich in der neuen Welt wieder so richtig schön deutsch einrichten zu können. Halt so klischeehafte Dinge wie Formulare oder Urkunden zum Beispiel.
Es folgte Gringo-Pass. Der Text ist von Hein Kröher, auch die Musik, allerdings in Anlehnung an ein tradtionelles Shanty. Das Lied entstand an dem verwunschenen Grenzübergang von Arizona nach Mexiko. Drei achtzeilige Strophen lang geht es um die Landschaft, Indianer, Lagerfeuer und Wüstenwind. Vor der vierten Strophe spricht Hein folgende Worte: "Diese drei Strophen – die können Sie vergessen. Sie sind nur eine Entrade, ein Vorspiel, das Präludium für die einzig wichtige Gringo-Pass-Strophe – und die kommt jetzt:"
Und so fängt sie an: ;-)
Das Indiomädchen an Mexiko's Grenz'
Träumt noch heut' von den Burschen aus Pirmasens.
Das müsst Ihr Euch mal vorstellen: Da stehen zusammen 158 Jahre auf der Bühne und der Saal johlt. :-D
Danach gab es ein Spottlied zur Melodie von Ein Jäger aus Kurpfalz. Wer in diesem speziellen Fall als Zielscheibe herhalten musste, weiß ich nicht mehr.
Zum anschließenden Lied steht im Booklet der CD: 'Das bekannteste Lied des neuen Katalonien befeuerte die Autonomiebewegung der größten spanischen Provinz mit der Hauptstadt Barcelona. Es steht am Beginn der Zeit nach Francos Tod 1976.' Hein berichtete, dass Oss den Text ins Deutsche übertragen und von dem spanischen Künstler viel Lob dafür bekommen hat. Der Titel ist Der Pfahl. Der Inhalt in etwa: Gemeinsam sind wir stark. Die letzten beiden Strophen:
Ich drücke hier, und Du ziehst weg,
gemeinsam kriegen wir den Pfahl vom Fleck,
werden ihn fällen, fällen, fällen,
werfen ihn morsch und faul zum Dreck. /
Erst wenn die Eintracht uns bewegt,
haben wir ihn bald umgelegt.
Und er wird fallen, fallen, fallen,
wenn sich jeder von uns regt.
Der Vortrag war sehr beeindruckend.
Danach kam ein Walfängerlied. Darin gelingt es den Seeleuten nicht, den Wal zu fangen. Er schleudert das Boot mit seinem Schwanz in die Luft und die Männer ertrinken. Wir hörten die Originalfassung auf Englisch, den Titel weiß ich nicht mehr.
Bei Gelobt sei das Gras musste ich an die Signatur von Rex denken und damit an Tino Eisbrenner. (:wink:) Der Originaltitel heißt God bless the grass, Text und Musik sind von Malvina Reynolds, deutsche Textbearbeitung: Oss Kröher/Lothar Sauer. Der Inhalt: Das Gras und die Wahrheit sind stärker als alles andere.
Die nächste Melodie wird immer wieder gern genommen. Originaltitel City of New Orleans, Text und Musik: Arlo Guthrie, deutscher Text: Hein Kröher. Vor Jahren machte Rudi Carrell daraus Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? Heute hörte ich Servus Europa, ein Wandervogellied. Die Kröhers verbinden eine unangenehme Erinnerung damit: Sie befanden sich auf ihrer Reise zwischen Nîmes und Alès und wurden ausgeraubt. Bis auf die Gitarren war alles weg. Hein spricht die beiden Orte deshalb deutsch aus: 'Nimm alles.' ;-)
Nun brachten uns die beiden ein Zigeunerlied zu Gehör. Einzelheiten sind leider keine bei mir hängen geblieben.
Frage an die Franz-Josef-Degenhardt-Fans: Singt Väterchen Franz auch den Zaunkönig? Hein Kröher sagte, dass Degenhardt den Text geschrieben und ihm die Vertonung überlassen hätte. In der dritten Strophe kommt 'Hoyna Tsyäuna' vor. Unter diesem Namen (auf hochdeutsch Heiner Zigeuner) hat Hein Kröher eine Kolumne in der Pirmasenser Zeitung, in der er Geschichten in Mundart erzählt.
Jetzt wurden wir aufgefordert, alle gemeinsam das Schlusslied zu singen: Die Gedanken sind frei.
Nach heftigem Schlussapplaus, einige im Publikum gaben auch standing ovations, ließen sich die Brüder nicht lange bitten und kamen noch einmal auf die Bühne zurück. Wir hörten noch Ade nun, zur guten Nacht und sangen dann gemeinsam das Bürgerlied. Danach wurde es hell im Saal, das war unmissverständlich das Ende.
Andere Autogrammjäger konnte ich keine entdecken, aber da ich eine CD gekauft hatte, machte ich mich alleine auf die Jagd. Als erstes erwischte ich Oss und schlug das Booklet bei Der Pfahl auf. Ich musste schmunzeln, denn er schrieb 'Oss & Hein, herzlich'. Nun schlug ich das Booklet bei Der Zaunkönig auf und bat Hein um seine Unterschrift. Dann musste ich grinsen, denn er schrieb: 'Hein + Oss'. Tja, so ist das halt, wenn man von Beruf Zwilling ist.
Viele Grüße von Petra
P. S. Das war übrigens ein Konzert der unteren Preisklasse: 7 €, aber gut angelegtes Geld. :daumen:
Dieser Beitrag enthält 1545 Wörter


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wenn man folgendes bedenkt:
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Anke70
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Hein & Oss – Liedermacherlegenden aus Pirmasens

#2

Beitrag von Anke70 » So 1. Apr 2007, 10:19

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, liebe Petra! Ich finde es total spannend und beeindruckend, dass man noch in dem Alter eine solche Show abziehen kann und wünschte mir, ich wäre dabei gewesen! 'Vielleicht ist in Pirmasens doch mehr los, als hier... :hüpf:
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Hein & Oss – Liedermacherlegenden aus Pirmasens

#3

Beitrag von Rex2005 » So 1. Apr 2007, 10:34

Hallo Petra,
russisches Volkslied und der Name Hartmut König ließen mich aufhorchen und so hab ich mich ins www auf Entdeckungsreise begeben :-)
Hier gibt es von den beiden HerrenHörproben und Downloads , - "Gefährtin Gitarre" in die Suchfunktion eingeben.
Konnte das Lied trotzdem nicht "identifizieren" und den Text nicht im Web entdecken. Muss mal meine alten DT64- Liederbücher durchgucken. Der Hartmut König war der König der Singegruppen, Mitglied im Oktoberclub. Ich fand ihn als Sänger dort gar nicht schlecht. Später als Kulturfunktionär hat er aber wohl einigen das Leben schwer gemacht. Da du den Tino erwähnt hast ... auch in seinem Buch kann mein ein Episödchen über den König nachlesen. :-D
Die beiden betagten Herren gefallen mir richtig gut!
LG
Rex2005
Anm: grad gesehen, dass es kein russisches Volkslied ist (obwohl es sich schwer danach anhört) sondern nur ein russischer Text - das macht das suchen schwerer :-(
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Petra
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#4

Beitrag von Petra » So 1. Apr 2007, 15:27

Hallo Siegrun,

Anm: grad gesehen, dass es kein russisches Volkslied ist (obwohl es sich schwer danach anhört) sondern nur ein russischer Text - das macht das suchen schwerer :-(

nein, das ist kein Volkslied, die Musik stammt ja von Hein Kröher. Der Text ist von Jewgenij Jewtuschenko. In Russland ist ja wohl die Balalaika das führende Instrument. Im Booklet der CD ist nachzulesen:
Die Gitarre war in Russland bis nach dem Zweiten Weltkrieg nur in der Zigeunermusik populär. Die Musik der Beatles trug sehr viel zu ihrer Beliebtheit auch in Russland bei..
Viele Grüße von Petra
P. S. Deine oben angegebenen Hörproben und Downloads sind gebührenpflichig? Das spare ich mir natürlich, ich habe ja die CD ;-) - übrigens die letzte von 17, die es von den beiden gibt.
Dieser Beitrag enthält 133 Wörter


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Hein & Oss – Liedermacherlegenden aus Pirmasens

#5

Beitrag von JuergenF » So 1. Apr 2007, 15:38

Wow, ich bin beeindruckt, von allem...den Jungs und deinem Bericht! Der macht Appetit. Und da man mit 79 schon mal an die Rente denken kann, sollte ich mich vielleicht beeilen, die beiden noch auf der Bühne zu sehen.
Äh, zum Zaunkönig...Petra, kannst ja mal hier reinhören, ob es dieselbe Fassung ist. Irgendwo war FJD auch als Komponist ausgewiesen (für diese Version die er auf "Nocturn" singt), muß ja aber nicht stimmen.
Der Zaunkönig
Danke und liebe Grüße
Jürgen
Dieser Beitrag enthält 87 Wörter


Wo ich hin will :-)
14.11.12 Hannes Wader in Kirchheim/Teck, Stadthalle
21.2.13 Uta Köbernick in Bietigheim Bissingen, Rommelsmühle
15.3.13
Annett Kuhr in Landau, Kreuz und Quer
3.5.13 Holger Saarmann, Tübingen

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#6

Beitrag von Petra » So 1. Apr 2007, 20:58

Hallo Jürgen,

Äh, zum Zaunkönig...Petra, kannst ja mal hier reinhören, ob es dieselbe Fassung ist. Irgendwo war FJD auch als Komponist ausgewiesen (für diese Version die er auf "Nocturn" singt), muß ja aber nicht stimmen.

danke für diesen Link. Ich habe versucht zu vergleichen, da das aber bei Degenhardt so ganz anders klingt, hatte ich etwas Schwierigkeiten damit. Man muss aber wissen, wen man fragen kann. (Danke, Carsten. :haende:)
Aaaalso, so wahnsinnig melodisch klang mir das Lied bei Hein Kröher eigentlich nicht, aber es ist immer noch viiiiiiel melodischer als bei Degenhardt selbst. Degenhardt spricht ja mehr, als dass er singt und vor allen Dingen sehr viel schneller als Hein Kröher. Was man bei dem Link hören kann, ist die zweite Strophe des Liedes. Die Textstelle 'wenn der Jumbo einschwebt' hat Hein richtig dargestellt, das wäre bei Degenhardts Tempo gar nicht möglich gewesen.
Ich habe mir also Hilfe geholt und habe erfahren, dass bei dem Link die Gitarre im 4/4-Takt spielt, aber es wird gegen den Takt phrasiert gesungen. :-o Ich bin ja heilfroh, dass ich Dir das nicht erklären muss, denn den Link kennst Du ja bereits. :schwitz:
Oss Kröher hat seinen Bruder aber im 3/4-Takt auf der Gitarre begleitet, und auch Hein hat im 3/4-Takt gesungen. Das erklärt, dass es sich wesentlich melodischer angehört hat. Außerdem beantwortet es Deine Frage: Es handelt sich also tatsächlich um eine andere Fassung.
Viele Grüße von Petra
Dieser Beitrag enthält 259 Wörter


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#7

Beitrag von Petra » Mi 11. Apr 2007, 00:44

Aus dem Osterurlaub zurückgekehrt, habe ich in der Zeitung einen Artikel mit Bild über den Auftritt dieser beiden Herren gefunden. Überschrift: "Dass wir in der Pfalz leben, ist eine Gnade."
Hier der letzte Abschnitt des Artikels:
Dennoch zieht es sie auch mit fast Achtzig immer noch in die Ferne. Im PZ-Gespräch kündigten sie eine drei Wochen dauernde Reise mit acht Konzerten durch Brasilien an. Zum Staatsakt des Hambacher Festes treten sie am 26. Mai auf. Am ersten Mai sind sie im Mußbacher Herrenhof mit einem abendfüllenden Programm zu hören.
Alle Achtung :hutzieh:, ganz schön rege die Herrschaften.
Viele Grüße von Petra
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#8

Beitrag von Mario » Mi 11. Apr 2007, 08:24


Petra schrieb:
Alle Achtung :hutzieh:, ganz schön rege die Herrschaften.
Viele Grüße von Petra

Der Achtung kein Abbruch, aber ich weis von einer ganzen Menge "junger" Künstler, dass sie sich lieber mit Freunden in den Garten setzen würen und Musik machen würden. Nur ab und an auch noch das große Publikum spüren, aber wegen des Geldes ist es andersherum.
Es gibt eine ganze Menge verstorbener Künstler für deren Kinder Freund Hilfsaktionen starten, damit die Ausbildung gesichert ist.
Trotzdem Hut ab, andere lassen sich dann durchfüttern.
Mario
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#9

Beitrag von Petra » Do 12. Apr 2007, 09:22

Hallo Mario,
meinst Du damit, dass sie evtl. nur auftreten, um ihr Auskommen zu haben? Dazu müsste es aber nicht eine Reise nach Brasilien sein, die muss ja schließlich auch erstmal finanziert werden.
Viele Grüße von Petra
Dieser Beitrag enthält 40 Wörter


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#10

Beitrag von Mario » Do 12. Apr 2007, 11:32

Bezogen auf Hein&Oss will ich gar nichts sagen, da ich nichts weiß - meine Anmerkung war nur genereller Art, die, wie gesagt, der Bewunderung für Eigeninitiative und Agilität auch im hohen Alter keinen Abbruch tun sollte. Ich wollte nur ein wenig vor "verklärter Sicht" warnen :keineidee:
Und übrigens: Mit der richtigen Vorbereitung kannst du (oder ich, oder wer auch immer) mit deutschen Volksliedern zur Gitarre eine Reise in die USA finanzieren und sogar noch Geld mit nach Hause bringen. Versuche mal in Deutschland mit deutschen Volksliedern eine Tour zusammenszustellen (ich meine nicht Musikantenstadl Gedudel). Und mit Arbeiterliedern kann ich mir auch vorstellen, dass gewisse Parteien, denen Hein& Oss nahestehen auch Reisefinanzierungen nach Brasilien übernehmen.
Aber wie schon gesagt: Ich weiß es nicht.
Mario :gitarre2:
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