Technische Probleme mit den Einloggen über das Usermenü.

Was ist geschehen?

Für die Forensoftware wurde ein neues Update eingespielt. Dabei wurden von den Entwicklern einige Funktionen geändert, die für mehr Sicherheit beim Umgang mit Login Daten sorgen sollen. Dafür müssen aber einige Teile der Webseite umprogrammiert werden, die von Modulen verwendet werden, die auf die Änderungen am Hauptprogramm noch nicht eingestellt wurden. Dies betrifft leider auch das Login Eingabefeld in Usermenü, wenn Du ausgeloggt bist.

Muss ich jetzt ein neues Passwort anfordern, um mich einloggen zu können?

Nein, es ist nur momentan nicht möglich, sich über das Usermenü einzuloggen.

Wie kann ich mich denn auf dem Forum Einloggen?

Bitte klicke links oben über der Eingabemaske auf das Wort "Anmeldung" und gibt Deine Login Daten in den entsprechenden Feldern ein.

War der Schutz meiner persönlichen Daten zu jeder Zeit gegeben?

Das Update hatte keine Auswirkung auf irgendwelche Daten. Es wurde lediglich ein Programmteil geändert, welches sicherstellen soll, dass sich niemand mit den Daten eines anderen Users (z.B. eines Admins oder Moderators) Einloggen kann, obwohl er dafür nicht die Zugangsberechtigung hat.

Was muss ich jetzt noch tun / beachten?

Du kannst mir etwas Zeit geben, damit ich eine Lösung für dieses Problem finde. Ich habe mich bereits an die Entwickler gewandt und hoffe, sie können mir schnell helfen.

Ich habe dazu noch Fragen.

Bitte melde Dich in diesem Fall direkt über das Kontaktformular bei mir.

08.05.2019, migoe | www.liedermacher-forum.de

Gunter Gabriel - "Wer einmal tief im Keller saß" Ansichten eines Rebellen

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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Schmuddelkind
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Gunter Gabriel - "Wer einmal tief im Keller saß" Ansichten eines Rebellen

#1

Beitrag von Schmuddelkind » Mo 19. Jan 2009, 18:03

So der Buch und CD Titel des im März 2009 erscheinenden Werkes vom "Strassenhund". Amazon hat dazu schon folgende Ankündigung laufen:
"Glück? Was ist das überhaupt? Irgendwie suche ich immer noch danach." (Gunter Gabriel)Wie kann ein Mensch, der einmal so erfolgreich war, so dermaßen abstürzen? Das ist die Frage, die den jungen Reporter Oliver Flesch 1996 dazu bewegt, ein Interview mit Gunter Gabriel zu verabreden - in einer Kneipe im Hamburger Dammtorbahnhof. Nun schien alles klar: Wer sich frühmorgens in einer Bahnhofskneipe verabredet, nimmt sein Frühstück flüssig zu sich - oder? 10 Jahre später - Gunter Gabriel ist mittlerweile eine Kultfigur der Subkultur - besucht ihn derselbe Reporter auf seinem Hausboot, und Gunter Gabriel erzählt ihm sein Leben mit all den Höhen, Tiefen und Brüchen von wahrhaft biblischen Ausmaßen.
Mittlerweile hat Gunter ja einige bemerkenswerte Alben vorgelegt, wie z.B. "Strassenhund", das Tennesee Projekt "Gabriel singt Cash" oder "Gunterwegs", auch denke ich gerne an den Song " Ich lieb die Bullen zurück", der damals sogar von einigen Radiostationen nicht gespielt wurde. Auch wenn Gabriel ein absoluter Aussenseiter ist, halte ich ihn dennoch für einen sehr talentierten Songschreiber, auch wenn seine Texte nicht immer dem allgmeinem "guten Geschmack" entsprechen, das war übrigens bei Cash auch nicht anders, geliebt von seinen Fans, aber gehaßt vom Nashville Establisment..............und was meint Ihr zu Gunter G., dem deutschen Johnny Cash?????
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Skywise
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Gunter Gabriel - "Wer einmal tief im Keller saß" Ansichten eines Rebellen

#2

Beitrag von Skywise » Mo 19. Jan 2009, 18:48


Schmuddelkind schrieb:
und was meint Ihr zu Gunter G., dem deutschen Johnny Cash?????
Daß man ihn nicht als "deutschen Johnny Cash" bezeichnen sollte. Erstens, weil das so klingt, als ob jedes Land einen Johnny Cash haben kann. Zweitens, weil es so klingt, als wäre Gunter "Ihr seid doch bestimmt schwul, oder?" Gabriel nichts weiter als die Kopie eines amerikanischen Country-Stars. Paßt irgendwie beides nicht ...
Gruß
Skywise
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Gunter Gabriel - "Wer einmal tief im Keller saß" Ansichten eines Rebellen

#3

Beitrag von UweX » Mo 19. Jan 2009, 20:22

Ich würde ihn eher als den deutschen Gunter Gabriel sehen. Aber vielleicht sehe ich das ja zu extrem :-D
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#4

Beitrag von Skywise » Mo 19. Jan 2009, 20:49


UweX schrieb:
Ich würde ihn eher als den deutschen Gunter Gabriel sehen. Aber vielleicht sehe ich das ja zu extrem :-D
Und was hältst Du von Johnny Cash, dem amerikanischen Gunter Gabriel? :-D
Gruß
Skywise
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#5

Beitrag von zodiak » Mo 19. Jan 2009, 21:42

Skywise schrieb:

Zweitens, weil es so klingt, als wäre Gunter "Ihr seid doch bestimmt schwul, oder?" Gabriel nichts weiter als die Kopie eines amerikanischen Country-Stars. Paßt irgendwie beides nicht ...


Eines amerikanischen Country-Stars, der auf dem Album "American III: Solitary Man" mit der Coverversion von "Would You Lay With Me" einen Mann aufwertete (nämlich David Allan Coe), der mit "Nigger Fucker" oder "Move `Em Niggers North" Songs geschrieben hat, die an offenem Rassismus schwer zu überbieten und überhaupt nicht zu ertragen sind.
Gruß
*zodiak*
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Schmuddelkind
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Gunter Gabriel - "Wer einmal tief im Keller saß" Ansichten eines Rebellen

#6

Beitrag von Schmuddelkind » Mo 19. Jan 2009, 22:09


zodiak schrieb:
Skywise schrieb:

Zweitens, weil es so klingt, als wäre Gunter "Ihr seid doch bestimmt schwul, oder?" Gabriel nichts weiter als die Kopie eines amerikanischen Country-Stars. Paßt irgendwie beides nicht ...


Eines amerikanischen Country-Stars, der auf dem Album "American III: Solitary Man" mit der Coverversion von "Would You Lay With Me" einen Mann aufwertete (nämlich David Allan Coe), der mit "Nigger Fucker" oder "Move `Em Niggers North" Songs geschrieben hat, die an offenem Rassismus schwer zu überbieten und überhaupt nicht zu ertragen sind.
Gruß
*zodiak*

Hallo Zodiak,
ja, das siehst du richtig, aber wer da von den Sing/Songwritern in den USA alles miteinander kann und befreundet ist, ist erstaunlich und für uns Europäer schwer nachvollziehbar, nun das rührt zum Teil auch daher das Cash sich zeitlebens mit den ganz schweren Jungs (Knast, Drogen etc. ) identifizieren konnte, was ihm in breiten Teilen der Bevölkerung Abscheu entgegenbrachte, auch mit Coe (einen mehrfachen Mörder) hatte er auch keine Berührungsängste......trotzdem bleibt Cash für mich ein echter und wahrhaftiger Teil amerikanischer Opposition, der eben auch umstritten war, er wollte auch gar nicht immer verstanden und akzeptiert werden, aber geht es Gabriel nicht ebenso? Er schwankt für mich zwischen Primitivität, einen guten Talent fürs Songsschreiben, Sucht etc. und sucht auch die "Underdogs" als seine Verbündete, eine Eigenschaft die er übrigens mit Cash teilt..........
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Reino
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Gunter Gabriel - "Wer einmal tief im Keller saß" Ansichten eines Rebellen

#7

Beitrag von Reino » Mo 19. Jan 2009, 23:04

Nun schreibt Gabriel sein Zeug nicht alles selbst. Und es ist für die Songschreiber keine wirklich küntlerisch befriedigende Aufgabe, so zu schreiben, als hätte der Meister selber die Feder geschwungen.
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Skywise
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#8

Beitrag von Skywise » Di 20. Jan 2009, 09:39

Schmuddelkind schrieb:
trotzdem bleibt Cash für mich ein echter und wahrhaftiger Teil amerikanischer Opposition, der eben auch umstritten war, er wollte auch gar nicht immer verstanden und akzeptiert werden, aber geht es Gabriel nicht ebenso? Er schwankt für mich zwischen Primitivität, einen guten Talent fürs Songsschreiben, Sucht etc. und sucht auch die "Underdogs" als seine Verbündete, eine Eigenschaft die er übrigens mit Cash teilt..........
Schon, aber ich habe große Probleme damit, Gabriel als "echten und wahrhaftigen Teil deutscher Opposition" zu sehen. Er mag ein eigenwilliger Einzelgänger sein. Und einer, der in erster Linie Klischees für Klischee-Liebhaber beackert und das Ergebnis als das "wahre Leben" verkauft. Und höchstwahrscheinlich einer, der sich selbst wichtiger nimmt (oder vielleicht auch nahm) als er eigentlich ist (oder war). Aber eine "Opposition"?
Gruß
Skywise
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#9

Beitrag von zodiak » Di 20. Jan 2009, 14:19


Schmuddelkind schrieb:
Hallo Zodiak,
ja, das siehst du richtig, aber wer da von den Sing/Songwritern in den USA alles miteinander kann und befreundet ist, ist erstaunlich und für uns Europäer schwer nachvollziehbar, nun das rührt zum Teil auch daher das Cash sich zeitlebens mit den ganz schweren Jungs (Knast, Drogen etc. ) identifizieren konnte, was ihm in breiten Teilen der Bevölkerung Abscheu entgegenbrachte, auch mit Coe (einen mehrfachen Mörder) hatte er auch keine Berührungsängste......trotzdem bleibt Cash für mich ein echter und wahrhaftiger Teil amerikanischer Opposition, der eben auch umstritten war, er wollte auch gar nicht immer verstanden und akzeptiert werden, aber geht es Gabriel nicht ebenso? Er schwankt für mich zwischen Primitivität, einen guten Talent fürs Songsschreiben, Sucht etc. und sucht auch die "Underdogs" als seine Verbündete, eine Eigenschaft die er übrigens mit Cash teilt........

Hi Schmuddelkind,
ob Coe nun ein mehrfacher Mörder ist oder nicht, wollen wir mal dahin gestellt sein lassen - er selber brüstet sich zwar damit, aussagekräftige Dokumente dazu konnte er jedoch nie liefern.
Wir sollten zwei Sachverhalte auseinander halten. Die von dir angesprochenen Kooperationen zwischen Vertretern unterschiedlicher Lager und Kulturen gehen völlig in Ordnung, auch Cashs Engagement für ethnische Minderheiten und Outlaws ist nur zu begrüßen. Eine dunkelrote Grenze ist für mich aber dort erreicht, wo jemand mit der Popularität eines Johnny Cash einen landesweit bekannten und ausgewiesenen Rassisten covert - und sei es nur mit einem Liebeslied. Das sind aus meiner Sicht die absolut falschen Signale.
Und da sind wir bei Gunter Gabriel (dem man, wollte man ihn mit Johnny Cash vergleichen, doch des Guten eindeutig zu viel täte) und seinen ausgrenzenden Stammtisch-Statements wie das von Sky zitierte oder seiner Beschimpfung von Arbeitslosen: "...Ihr habt ja so viel Zeit, sonst wärt ihr ja nicht am Nachmittag schon hier..."
Primitivität kann niemals ein Kriterium für Qualität sein.
Gruß
*zodiak*
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Schmuddelkind
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Gunter Gabriel - "Wer einmal tief im Keller saß" Ansichten eines Rebellen

#10

Beitrag von Schmuddelkind » Di 20. Jan 2009, 17:39

Weiß den jemand von euch, wie es zu dem "Tennesee Projekt" mit Cash in Hendersonville gekommen ist? Zwischen Cash und Gabriel muß es ja eine langjährige Verbindung gegeben haben? Auch erschließt mir nicht ganz, warum Gabriel dann diesen musikalischen Nachruf auf Cash veröffentlicht hat, der für mich sehr glaubwürdig klingt. Weiterhin weiß ich das er Cash nicht nur einmal in USA besucht hat.
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#11

Beitrag von Schmuddelkind » Di 20. Jan 2009, 18:21


Reino schrieb:
Nun schreibt Gabriel sein Zeug nicht alles selbst. Und es ist für die Songschreiber keine wirklich küntlerisch befriedigende Aufgabe, so zu schreiben, als hätte der Meister selber die Feder geschwungen.

Hallo Reino,
kannst du deine These vom Liederklau auch mit konkreten Beweisen untermauern??????????
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Skywise
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#12

Beitrag von Skywise » Di 20. Jan 2009, 19:20


Schmuddelkind schrieb:
Weiß den jemand von euch, wie es zu dem "Tennesee Projekt" mit Cash in Hendersonville gekommen ist? Zwischen Cash und Gabriel muß es ja eine langjährige Verbindung gegeben haben?
Angeblich seit 1978. Angaben Gabriel. Angeblich soll sich aus diesem Treffen eine Freundschaft entwickelt haben. Angaben Gabriel. Und irgendwann, nach einigen Fehlschlägen über die Jahre, hat 2003 dann Cash junior, das Kleingeld sozusagen, ein paar Musiker organisiert und dann wurde im Cash-eigenen Studio diese Hommage aufgenommen. Größtenteils Angaben Gabriel.
Wenn ich so auf den "Angaben Gabriel" rumreite, dann will ich nicht unbedingt in Frage stellen, daß eine Verbindung zwischen den beiden bestand. Ich finde es nur ziemlich sonderbar, daß der eine (Gabriel) zwar Lieder des anderen (Cash) übersetzt und interpretiert hat, der andere (Cash) sich aber nie des Materials des einen (Gabriel) bedient hat, obwohl er ansonsten doch so ziemlich jeden seiner als Musiker aktiven Freunde in der eigenen Discographie verewigt hat. Am deutschen Text wär's doch bestimmt nicht gescheitert - Johnny Cash war doch nicht auf den Mund bzw. den Dichtergriffel gefallen und was das musikalische Niveau und die Textideen von Gunter Gabriel angeht, hat Johnny Cash selbst schon viel größeren Scheißdreck eingespielt. Will sagen: ich habe das unbestimmte Gefühl, daß der eine unter "Freundschaft" nicht unbedingt dasselbe verstanden hat wie der andere. Vorsichtig ausgedrückt.
Auch erschließt mir nicht ganz, warum Gabriel dann diesen musikalischen Nachruf auf Cash veröffentlicht hat, der für mich sehr glaubwürdig klingt.
Sollte ja kein Nachruf sein, sondern eine Hommage. Daß Johnny Cash drei Wochen nach den Aufnahmen seiner Frau in die Kiste gefolgt ist, wie er das hoffentlich auch zu Lebzeiten immer artig gemacht hat, war ja nicht vorhersehbar (also - das DASS schon, aber das WANN halt nicht).
Gruß
Skywise
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#13

Beitrag von Reino » Di 20. Jan 2009, 22:08


Schmuddelkind schrieb:
Hallo Reino,
kannst du deine These vom Liederklau auch mit konkreten Beweisen untermauern??????????
Liederklau war gar nicht gemeint. "Sein Zeug" sind die Lieder, die er singt. Ich hab keine Ahnung, wer als Autor angegeben ist.
Beim "Celler Seminar", dem Texterförderseminar der GEMA-Stiftung, gab es halt zu meiner Zeit die Aufgabe, für Gabriel zu schreiben. Und das eben nicht (wie das anderswo üblich ist) zu Übungszwecken, sondern als Auftragsproduktion.
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#14

Beitrag von Schmuddelkind » Mi 21. Jan 2009, 19:57

Danke für eure fachliche Unterstützung! Sehe das ganze jetzt etwas klarer! Es hat sich daraus aber noch eine Frage ergeben: Ist diese Praxis Songs im Auftrag schreiben zu lassen, gängige Praxis auch in der deutschen Liedermacherszene, oder beschränkt sich das auf wirkliche Einzelfälle?
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Reino
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#15

Beitrag von Reino » Do 22. Jan 2009, 02:17

Gunter Gabriel ist ja auch kein Liedermacher. In Schlagerkreisen ist das üblich, auch bei Leuten, die selber schreiben (z.B. Wolfgang Petri). Und auch Klaus Lage hat ja vielfach Lieder seines Produzenten Diether Dehm gesungen (z.B. "Monopoly" und "Tausend mal berührt"). Wobei Lage insofern ein Sonderfall ist, als daß er sich mittlerweile einbildet, die Sachen selber geschrieben zu haben.
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#16

Beitrag von Reino » Do 22. Jan 2009, 08:00

Bei "Faust auf Faust" stammt der Text von einem gewissen N. Heirel, was von hinten nach vorne ganz wie "Lerryn" (Künstlername von Diether Dehm) klingt.
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#17

Beitrag von Holgi » So 25. Jan 2009, 12:44

Die Verbindung zu Johnny Cash stelle ich mir so vor, dass Gabriel diese vielleicht gesucht hat und Cash sich dem nie verschlossen hat. Als echte Freundschaft würde ich das nicht sehen, sondern eher als berufliche Verbindung. Das "House of Cash" wurde ja von unzähligen Musikern aus aller Welt frequentiert. Das sind bestimmt nicht alles enge Freunde gewesen.
Zum Beispiel kann "Tom Astor" laut seiner Homepage damit aufwarten, dass er als einziger Europäer (!) ein Duett mit Johnny Cash eingesungen hat und zusammen mit den "Highway-Men" Johnny Cash, Willie Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings auf einer Bühne gestanden hat. Das ist für mich schon etwas enger, als das was Gabriel von sich macht. Und ich würde einen Tom Astor bestimmt nicht für einen Repräsentanten der Country-Musik halten, sondern für eine Perversion dieser Musikrichtung (Ähnlich der deutschen Volksmusik, die mit der eigentlichen Bedeutung "Volks"-Musik nichts gemein hat).
Ich denke aber, Cash hätte solche Projekte auch mit einem Busch-Sänger aus Afrika gemacht.
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Schmuddelkind
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#18

Beitrag von Schmuddelkind » So 25. Jan 2009, 21:19

Guten Abend Holgi,
das mag schon sehr stimmen, was du über die "Freundschaft" von Gabriel zu Cash schreibst, Tom Astor ist für mich trotzdem nicht "näher" dran an Cash als Gabriel. Cash hat wohl gerne mal, wie du es schon erwähnt hast, einem Musiker einen Gefallen getan. Cash war ja auch nicht mit den Highwaymen wirklich befreundet, außer mit Waylon Jennings. Mit den andern war es eine Partnerschaft auf Gegenseitigkeit. Mir ging es aber bei diesem ganzen Thema darum, nicht in aalglatten intellektuellen Erklärungsversuchen Gunter Gabriel als Nichtliedermacher zu diskreditieren, sondern etwas Positives an seiner Art zu schreiben (alles hat er ja nicht schreiben lassen!) und seiner Interpretation zu belassen, etwas, was ihm trotz seiner rauhen Art auch zusteht. Ich habe die Musik von Gunter Gabriel übrigens über meinen Vater kennengelernt, der sein Leben lang Fernfahrer war und oft auf diesen Truckerfestivals gewesen ist. Da mein Vater ürsprünglich Bergmann gewesen ist, bekam ich durch ihn ein Gefühl für die Musik der einfachen Arbeiter und Nichtstudierten dieser Gesellschaft. Viele Texte von Gabriel gefallen mir heute sehr gut, weil sie das Leben beschreiben, das mein Vater geführt hat, und das für mich ein Stück Lebenswirklichkeit darstellt, die ich intellektuell gar nicht erklärt haben möchte.
Um euch noch ein bißchen zu ärgern, habe ich gleich auf YOUTUBE noch ein passendes schönes Video zum Thema gefunden
Na, dann, viel Spaß!
Schmuddelkind

edit
Und um Dich noch ein bißchen zu ärgern, nehme ich den Link gleich wieder raus. Tut mir ja Leid, aber solange nicht klar erkennbar ist, daß das verlinkte Video auf youtube zumindest ansatzweise vom Rechteinhaber genehmigt ist (Einstellung erfolgte z. B. durch eine Plattenfirma, einen Sender oder einen Künstler direkt), gefährden solche Links die rechtliche Sicherheit des Liedermacher-Forums.
Nichts für ungut.
Gruß
Skywise
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Holgi
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#19

Beitrag von Holgi » Mo 26. Jan 2009, 09:57

Tom Astor ist für mich trotzdem nicht "näher" dran an Cash als Gabriel.
Eben! Ich will damit ja auch klar machen, dass sogar Leute, die nicht näher dran sind, mehr aufweisen. Da kann Herr Gabriel noch so oft heraus heben, dass er mit Cash befreundet war. Ich glaube es ihm nicht. Aber das muss ja auch jeder für sich selbst entscheiden.
Ich höre G. Gabriel auch gerne, wenn er mal im Radio gespielt wird (Z.B. "Es ist nicht alles schlecht, was früher einmal gut war" oder so ähnlich).
Das Du eine besondere Beziehung zu seiner Musik hast, durch Deinen Vater, kann ich absolut nachvollziehen.
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Schmuddelkind
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#20

Beitrag von Schmuddelkind » Di 27. Jan 2009, 18:46

Danke Holgi für die versöhnlichen Worte, kam gut an bei mir und damit belassen wir es jetzt auch dabei....schönen Abend noch! ;-)
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