Gerücht in Dresden - Recky Reck singt und spielt

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Clemens
...hat schon mal ein LT organisiert
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Gerücht in Dresden - Recky Reck singt und spielt

#1

Beitrag von Clemens » Mo 10. Nov 2008, 03:18

Da habe ich also herausgefunden, was es mit dem Gerücht auf sich hat.
"Zum Gerücht" heißt die Kneipe in Dresden-Laubegast, welche sich Recky für seinen ersten Auftritt in Sachsens Landeshauptstadt gewählt hat.
Eigentlich hatte ich einen anderen Termin, an welchen ich auch dienstlich gebunden war. In einer der Kirchen, welche ich technisch betreue, fand eine Filmaufführung zum Gedenken an die Reichskristallnacht statt. Neben dem Dienst an der Technik hätte ich auch persönlich nicht darauf verzichtet.
Als dieser Teil des Abends vorbei war, herrschte tiefe Betroffenheit in mir. Eigentlich keine Gemütsverfassung um in ein bereits begonnenes Konzert zu platzen.
Ich entschloss mich trotzdem hinzugehen. Wenigstens "Flagge zeigen", wenn da schon einer von Bonn angereist kommt.
Eine kleine Straße nahe der Elbe, welche ich noch nie betreten hatte, eine der vielen Dresdner Kneipen, welche ich noch nicht kannte. Laute Discomusik schlug mir mit einem Schwaden Rauch entgegen. Hier dürfen sie noch rauchen... - ich nahm es gelassen.
Vom Wirt erfuhr ich, das Recky tatsächlich im Hause wäre und auch schon einen Teil des Programms gesungen hätte. Wenig später lief er an mir vorbei ohne sich aufhalten zu lassen. Von dem Ort zurückgekehrt, welchen er später im Konzert noch erwähnen sollte, konnte Recky nicht umhin meine markanten Züge dem Forum zuzuordnen. Er würde auch gleich mit dem zweiten Drittel des Programms beginnen.
Ich lugte schon mal nach den zwei Akustik-Gitarren. Es waren eine Guild und eine 12saitige Gibson. Dazu gab es eine Ukulele und eine Muhdharmonika im Gestell.
Alle Instrumente fanden Verwendung und das in guter Manier. Als sich die Ukulele unter dem Spiel verstimmte, und Recky am Ende des Liedes dafür um Verzeihung bat, meinte einer der Zuhörenden: "Ach, du hast das mit deiner Stimme gut ausgeglichen."
Insgesamt überwogen die rockigen Lieder , von denen mir besonders "Schlangen" und "Seventeen-Seventy" ins Ohr gingen. Englische Rocksongs kamen beim Publikum besser weg als die (O-Ton Recky) Lagerfeuerversion von "Dein ist mein ganzes Herz". Spontane Reaktion aus dem Publikum: "Deine eigenen Songs sind besser! - echt stark für 'nen Altbundi." Letztere Bezeichnung war nun wiederum unserem "Exhauptstadt-Künstler" völlig neu, aber er fand sie nett. So könnte er doch seine Band nennen "Recky und die Altbundis".
Bei soviel Begeisteung könnte man ja nun auch etwas die Hosen runterlassen - in Liedform versteht sich.
Also erfuhren wir, dass Recky den Herbst hasst und warum; dass er, wie seine Katze zu deren Lebzeiten, sich nie entscheiden kann.
Am Ende wird nach Zugabe verlangt und wir sind froh, dass Recky sich nicht lange bitten lässt.
Ich, der ich sonst eher den stillen melancholischen Liedern zugetan bin, habe die Gratwanderung zwischen teils zart berührendem Text und rockiger Musik als Bereicherung empfunden, welche ich mir auch gut für unsere Liedertreffen vorstellen kann.
Mal sehen ob ich noch ein Foto herzaubern kann...:
herzlich Clemens
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