Georg Danzer - Mama bitte wan ned

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Skywise
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Georg Danzer - Mama bitte wan ned

#1

Beitrag von Skywise » Mo 18. Jun 2018, 20:13

Ein Dialog auf Arbeit ergab, daß eine Kollegin wieder ihren Mädchennamen annimmt, "weil die Scheidung durch ist", wie eine andere Kollegin auszudrücken beliebte.
Ich: "Aha, interessant. Was ist mit dem Kind?"
Kollegin: "Da fragste mich was ..."



Georg Danzer: "Mama bitte wan ned"
Studioversion auf dem Album "Atemzüge", 1999


Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 53 Wörter


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Carsten K
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Re: Georg Danzer - Mama bitte wan ned

#2

Beitrag von Carsten K » Mo 18. Jun 2018, 22:17

Lieber Skywise,
Danke für das Georg-Danzer-Lied! :-)
Es spricht ein Thema an, das mich selbst auch persönlich berührt. Ich bin zwar ein Scheidungskind, aber mein (inzwischen erwachsenes) Kind schon. Wir haben uns damals relativ einvernehmlich ohne "Rosenkrieg" oder so voneinander getrennt, aber ich erinnere mich noch sehr gut an die Frage "Warum vetragt ihr euch nicht einfach wieder, damit wir wieder alle zusammen wären?" (sinngemäß)...
@ alle
Was sind Eure persönlichen Erfahrungen mit dem Thema?
Ich würde mich freuen, wenn hier auf die Lieder, die gepostet werden (oft von mir, ja zugegeben) Reaktionen kämen, was Ihr über die Themen dieser Lieder denkt, was sie vielleicht mit Euch persönlich mit Euch zu tun haben... Dieses tolle von Skywise gepostete Lied von Georg Danzer wäre vielleicht ein Anlass... Ich hoffe die von mir geposteten Lieder vielleicht auch... Bei den selbstgeschriebenen Songs, die Nicky hier regelmäßig postet, klappt das ja auch ganz gut, finde ich... :-)
LG cARSCHti
Dieser Beitrag enthält 164 Wörter


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moni
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Re: Georg Danzer - Mama bitte wan ned

#3

Beitrag von moni » Di 19. Jun 2018, 16:16

Die Antwort auf den Beitrag wird wohl länger.

Zu Sky: Es ist bei weitem nicht mehr so wie früher.
Mann und Frau heiraten und der Name des Mannes ist der Familienname. Selbst bei uns im kleinen Dörfchen haben wir alles was so geht.
Der klassische Familienname, der Nachname vom Mann für alle Familienmitglieder.
Der Nachname der Frau, ebenfalls für alle Familienmitglieder.
Mann und Frau behalten ihre Namen, das oder die Kinder haben den Nachnamen der Mutter oder des Vaters.
Mutter hat den ursprünglichen Namen wieder angenommen, wie in deinem Beispiel, Kind hat aber weiterhin noch den Namen des Vaters usw.
Dann gibt es die verschiedensten Schreibweisen der Nachnamen z. B. bei polnischen Familien ...nowski, ....nowska (je nachdem ob weibliche oder männliche Nachkommen) und noch einige andere Varianten bei ausländischen Mitbürgern.
Also unterschiedliche Namen sind nur für uns "Ältere" ungewöhnlich, die Jüngeren wachsen damit auf und finden das ganz normal.

Zum Lied: Ich komme aus einer "intakten" Familie, wenn man das Verheiratetsein meiner Eltern bis zum Tod meiner Mutter so sehen will.
Meine Mutter hatte keine Wahl geb. 1925. Sie war billige Arbeitskraft, die das auch immer ziemlich deutlich so gesagt bekommen hat.
Im Falle einer Scheidung zum damaligen Zeitpunkt hätte sie mit oder ohne uns, mit nichts dagestanden.
Sie hatte keinen Beruf gelernt. Die "Schande" hätte sie nicht ertragen.
Auch als wir alle aus dem Haus waren hat sie diesen Schritt nicht getan obwohl wir sie unterstützt hätten und ermutigt haben.
Als sie todkrank war gab es folgenden Kommentar: (Originalzitat)
"Da habe ich extra eine 10 Jahre jüngere Frau geheiratet und die kann mich nicht mehr pflegen wenn ich das brauche."
Ich bin nicht dafür immer gleich die Flinte ins Korn zu werfen aber auch froh darüber, dass Frauen nicht mehr in so einer Abhängigkeit zu leben brauchen.

LG Moni
die seit fast 40 Jahren den gleichen Mann liebt und ihn wieder heiraten würde
Dieser Beitrag enthält 335 Wörter


:wau:
A bas les armes!

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Re: Re: Georg Danzer - Mama bitte wan ned

#4

Beitrag von Skywise » Di 19. Jun 2018, 17:17

moni hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 16:16
Dann gibt es die verschiedensten Schreibweisen der Nachnamen z. B. bei polnischen Familien ...nowski, ....nowska (je nachdem ob weibliche oder männliche Nachkommen) und noch einige andere Varianten bei ausländischen Mitbürgern.
Also unterschiedliche Namen sind nur für uns "Ältere" ungewöhnlich, die Jüngeren wachsen damit auf und finden das ganz normal.
Och, ich kann mich damit schon arrangieren. Ich hab' mich ja auch mit dem isländischen System abgefunden. Isländer, sofern sie nicht aus anderen Ländern zugezogen sind, haben einen Vornamen und einen Vater- bzw. Mutternamen, um die Verwandtschaftsverhältnisse zu klären, aber keinen regulären Nachnamen. Vater- und Muttername ist wählbar. In Rhoihesse wär' des vum Prinzip her als wie "Des is' der Günder, de Sohn vum Schorsch".
Wenn der Sohn also Einar heißt, sein Papa wird Gunnar gerufen und seine Mutter Helga, dann ist das der Einar Gunnarsson oder wahlweise Einar Helguson. Hat er eine Schwester namens Eva, dann ist das die Eva Gunnarsdóttir oder wahlweise Eva Helgasdóttir.
Kommen vier Leute am Flughafen an, laut Ausweis der Einar Gunnarsson, die Eva Helgasdóttir, die Helga Jónsdottir und der Gunnar Kristjánsson, könnte es sich dabei durchaus um eine Familie handeln. Mit so was kann man einige Verantwortliche bei der Paßkontrolle schon mal zur Verzweiflung treiben :-D
Vorteil: bei Hochzeit oder Scheidung stellt sich so eine Frage nach dem Nachnamen natürlich nicht.

Gruß
Skywise
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Re: Georg Danzer - Mama bitte wan ned

#5

Beitrag von Nicky » Di 19. Jun 2018, 18:18

Was sind Eure persönlichen Erfahrungen mit dem Thema?
Ich würde mich freuen, wenn hier auf die Lieder, die gepostet werden (oft von mir, ja zugegeben) Reaktionen kämen, was Ihr über die Themen dieser Lieder denkt, was sie vielleicht mit Euch persönlich mit Euch zu tun haben
Hallo Carschti, eigentlich ein gute Idee, aber ich merke ja an mir selber oft, dass ich zwar eine Meinung und auch Gedanken zu verschieden Liedern habe, dann aber am Alltag scheitere, und es nicht schaffe, jedesmal etwas dazu zu schreiben. Aber diesmal überliste ich den Alltag ;-)

Meine Eltern sind auch seit über vierzig Jahren verheiratet und soweit ich es beurteilen kann auch glücklich.

Ich allerdings bin schon seit 17 Jahren geschieden und das auch sehr glücklich. Wenn es nicht mehr klappt und nicht mehr die große Liebe ist, sollte man sowas auch einfach beenden können und versuchen das kurze Leben, was man hat wirklich glücklich zu verbringen. Heutzutage sind solche "Vernunftsehen" wie von Moni beschrieben glücklicherweise nicht mehr wirklich nötig, und wen interessiert heute schon, was die Nachbarn drüber denken....oder andere sagen?

Ich würde allerdings auch kein weiteres mal heiraten. Nicht, weil ich schlechte Erfahrungen gemacht hätte, sondern weil mir der Sinn dazu irgendwie abhanden gekommen ist. Ist doch irgendwie schöner zu wissen, dass der Partner freiwillig bei mir bleibt weil er mich jetzt gerade liebt und nicht, weil er sich durch ein Stück Papier oder ein Ja-Wort vor vielen Jahren dazu verpflichtet fühlt.

Zum Thema Namen: Ich habe meinen angeheirateten Namen damals behalten. Nicht, weil er mir so unglaublich gut gefallen hat, sondern weil er für mich ein Stück meines Lebens betitelt. Ob nu geschieden oder nicht, ich habe eine schöne Zeit mit meinem Ex-Mann verbracht und das dokumentiert der dazugehörige Name ja irgendwie auch.
Ich vergleiche das auch gerne immer mit einem "Arschgeweih" dass ich mir in den 90er Jahren stechen lassen hab. Es ist schon ewig lange aus der Mode und wird heutzutage oft verlacht. Aber ich würde es mir nie weglasern lassen. Es dokumentiert die schönsten Jahre meiner Jugend in den 90 ern und gehört wie auch mein angeheirateter Name zu meinem Lebenslauf.

Alles Liebe
Nicole
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