es werden weniger

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Mario
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es werden weniger

#1

Beitrag von Mario » Fr 17. Aug 2012, 22:25

doch glücklicherweise rücken inzwischen neue hinterher.
Heute habe ich die Ehre gehabt, einen Liedermacher der Nachgründerzeit zu Grabe zu tragen. Vielleicht haben ihn auch enige wenige, der hier mitschreibenden und -lesenden gekannt (Gesch? Reino?).
Einige zeit, so zwischen 1970 und 1990 ist Ingo Dompke in Folkclubs aufgetreten - dann hat er sich anderen Dingen gewidmet, die ihn nun mit zerstörter Leber zurückgelassen haben.
Vllt. lade ich in den kommenden Tagen mal ein oder zwei seiner Lieder in den Hörsaal.
Mario
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12 Töne, 24 Buchstaben, viel Gefühl im Bauch - ein neues Lied ist entstanden

Reino
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es werden weniger

#2

Beitrag von Reino » Fr 17. Aug 2012, 23:10

Ich würde Folkclubs nicht pauschal von der Schuld an zerstörten Lebern freisprechen.
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Gesch
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#3

Beitrag von Gesch » Sa 18. Aug 2012, 13:03

Hallo Mario,
die Namensgleichheit legt eine Frage nahe, die nur Du beantworten kannst...
ich habe Ingo Dompke nicht in Erinnerung, weder von Konzerten, noch aus der Szene, noch von Tonträgern - aber das will nichts heißen, weil
zum einen die Erinnerung ohnehin nachlässt, zumindest partiell und der Einfluss darauf, welcher Teil gerade betroffen ist, eher schmal ist,
zum anderen habe ich mich eigentlich absichtlich stets an der Peripherie der Szene bewegt (auch wenn ich genug Selbstbewußtsein habe, mich mitten in die Szene hineingehörig zu fühlen), weil ich Einflüsse auf meine Lieder-Schreiberei von außerhalb der Szene für spannender hielt,
und dann waren bei mir ab 76 Examensvorbereitungen unter wachsendem Erfolgsdruck und ab 79 die Vollzeit-Berufstätigkeit mit Festanstellung im Journalismus bis heute und noch bis kommenden Sommer ausgesprochen bremsend, was meine Möglichkeiten anging, mich zeitaufwendig in der Szene der Folkclubs zu tummeln. Dass mir so manche Begegnung mit namhaften oder eher (vielleicht nur mir) unbekannt gebliebenen Kollegen entgangen sein könnte, mag sein. (Ob Folkclubs für zerstörte Lebern mitverantwortlich gemacht werden können, kann ich nicht beurteilen. Hab nie viel getrunken...)
Musikalisch hat mich ohnehin eigentlich immer mehr interessiert, was die Kollegen im Ausland (angefangen bei Dylan - Phil Ochs hatte sich ja dann schon bald das Leben genommen... - bis hin zu John Hiatt) für stilprägende Vorgaben gemacht oder wie sie ihren Einfluss auf die Entwicklung des Genres (Singer/Songwriting) ausgeübt haben.
Das hängt vielleicht einfach auch damit zusammen, dass ich sehr viel mit den Augen parallel mache, wenn ich Musik höre - und wenn ich beispielsweise lese, kann ich keine Musik mit deutschen Texten ertragen, weil ich dann zu häufig den Faden verliere und Absätze mehrfach lesen muss. Sowas nervt eben negativ ... Dann laufen im Hintergrund eben Singer/Songwriter, deren Lieder mich dann aufmerken lassen, wenn sie bei mir - zunächst mal musikalisch - positiv einen Nerv treffen.
Aber, um jeden guten Vertreter des Genres ist es schade. Ist sicher ne gute Idee, mal posthum was von ihm in den Hörsaal zu stellen.
Herzlich
Gerd
Dieser Beitrag enthält 353 Wörter


Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


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