2. Hildesheimer Chansonfestival

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Marc
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#1

Beitrag von Marc » Sa 14. Aug 2004, 13:17

Hallo zusammen!
Pünktlich zum Auftakt des zweiten Hildesheimer Chansonfestivals wurde das Wetter kühler und ungemütlicher. Die Veranstalter hielten jedoch (für mich völlig unverständlicher Weise!) am Standort Marktplatz fest und wichen nicht auf den Saal im benachbarten Hotel "Le Méridien" (einem der Inititatoren) aus. Vorsichtshalber hätte man sich Regenjacke und Pullover mitnehmen sollen.
Die "Bühne" des dreitägigen Chansonfestivals besteht aus einem ca. drei mal fünf Meter offenem Zelt, welches mit Bierkästen befestigt wurde (vermutlicher Grund: Das Einbecker Brauhaus unterstützt die Veranstaltung). Drei Gitarrenhalter und ein Klavier finden unter dem Zelt ihren Platz. Gegen 18.30 Uhr beginnen einige Künstler mit dem Soundcheck, was sich jedoch als schwierige Aufgabe erweist: Tobende Kinder spielen so ausgelassen und laut, dass die zwei kleinen Musikboxen der Veranstaltung kaum mithalten können. Manch ruhiges Lied wird so im Laufe des Abends völlig unter dem Geräuschpegel von Gesprächen, Kindern und zustoßenden Gläsern untergehen. Die Akustik ist enttäuschend schlecht. Eine intime Atmosphäre zwischen dem Künstler und dem Publikum ist von vornherein ausgeschlossen, da der Abstand von der Bühne zu den Tischen etwa 20 Meter beträgt.
Jurymitglied Stefan Sulke kommt derweil ganz leger in Jeans für einen kurzen Augenblick aus dem Hotel heraus um sich das Treiben anzusehen, diskutiert mit anderen Jurymitgliedern im Stehen und raucht eine Pfeife, geht dann aber wieder ins Hotel.
Um 19.15 Uhr soll das Festival beginnen und inzwischen haben sich doch noch allerhand Schau- und Hörlustige an die Tische der Gastronomen am Marktplatz gesetzt. Da es keine Sitzmöglichkeiten ohne Bewirtung gibt (!), ergattere ich mir die einzige Parkbank auf dem Marktplatz und höre und sehe von dort aus zu. Um kurz vor halb acht erscheint eine unsicher wirkende Person auf dem Platz, spricht ins Mikrofon und ich höre etwas wie "Wir müssen leider etwas später anfangen". Nun gut. Kurze Zeit später setzt sich der erste Künstler ans Klavier. Leider kann ich nur seinem Klavierspiel folgen, auf den Text kann ich mich bei der wilden Geräuschkulisse nicht konzentrieren... ich kann nur ahnen, welches Talent sich dort die Mühe gibt! Die Jury hat derweil ihren unscheinbaren Tisch in einer der hinteren Reihen vor dem Hotel in Beschlag genommen, von wo aus sie den Vorträgen aufmerksam folgen wollen -Wie das von diesen Plätzen aus möglich sein soll, bleibt für mich unbegreiflich. Während die Lieder des ersten Künstlers mehr oder weniger total untergehen, unterhält sich Sulke mit anderen Jurymitgliedern, trinkt aus seinem Glas und verschwindet nach ein paar Minuten für kurze Zeit wieder im Hotel -Während eines Auftritts...
Nach einer knappen Stunde wird es zunehmend kühler, ein Kind schreit weil es sich den Kopf auf dem Steinpflaster aufgeschlagen hat und ich gebe den Abend schließlich für mich auf. Schade, von dem zweiten Hildesheimer Chansonfestival hatte ich mehr erwartet!
Viele Grüße von Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
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Holtzwurm
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#2

Beitrag von Holtzwurm » Sa 14. Aug 2004, 17:06

Hallo Marc,
... uups, das klingt ja recht frustriert ... Da ich aus verschiedenen Gründen auch gerne in Hildesheim wäre jetzt, habe ich das Wetter an diesem WE schon mit "Stirnfalten" beobachtet und gerade heute noch eine Mail geschrieben, in der ich die Hoffnung ausdrücke, dass "ihr" in HI nicht ertrinkt ... (womit ich eben sämtliche Künstler, Jury-Mitglieder und Besucher meine).
Die Umstände, die du da ansonsten so beschreibst, klingen ja leider auch nicht so toll. Weißt du, ob es letztes Jahr anders war - sprich, warst du dabei? Würde mich echt interessieren. Das Problem "Geräuchkulisse" hat man wohl bei Open Air immer - zumindest dann, wenn es mitten in der Stadt auf einem Marktplatz stattfindet - man kann ja leider den Kindern das Spielen und damit eben auch sich äußern (was bei kleinen Kindern leider meist in der Lautstärke geschieht, die alles andere übertönt ...) nicht verbieten ... Ich kenne das auch, hab selbst schon so manches Mal unter solchen Umständen Musik gemacht (aber zum Glück nie alleine und nicht als "Liedermacher" :-) ).
Das Ganze kann für die Teilnehmer trotzdem noch was Gutes haben, glaube ich, denn sie werden zumindest mal wahrgenommen. Bis ein "Newcomer" dann irgendwo einen Durchbruch hat, dauert's ja meistens leider etwas länger.
Freilich würde ein richtiges Sommerwochenende sicher für einen besseren Rahmen sorgen - aber vielleicht auch für noch mehr schreiende Kinder :-). Die Anfrage an die Technik bleibt sicherlich auf jeden Fall bestehen - die ist unabhängig von Wetter und Kindern und sollte mit Sicherheit besser durchdacht werden. Darf ich deine "Kritik" an Stephan Sulke weitergeben? Ich denke, es wird ihn interessieren.
Lieben Gruß,
Holtzwurm
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Maren
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#3

Beitrag von Maren » Sa 14. Aug 2004, 22:57

Hallo Holtzwurm,
ich muß jetzt mal ganz unqualifiziert auf Deinen Beitrag antworten. Ich sitze hier und pumpe!!! Ich bin stocksauer. Woher nimmst Du das Recht, so über Kinder zu sprechen? Hast Du selber welche? Anscheinend nicht, denn sonst würdest Du Dich da ein wenig sensibler verhalten. Wie hältst Du als Christin das denn mit Mk 10???
Klar machen Kinder Geräusche. Aber das sollte doch wohl eher als Zukunftsmusik denn als Krach gesehen werden. Und: Woher sollen Kinder denn Kulturgeschmack entwickeln, wenn nicht dadurch, dass sie an solche Veranstaltungen herangeführt werden?
Was soll diese Haltung: Kinder – ja bitte, aber nicht so laut. Es ist eine Schande, dass ich mich in diesem unseren Lande eher schämen muß, weil ich vier potentielle Steuerzahler großziehe, statt hocherhobenen Hauptes durch die mir und meinen Kindern platzmachende Menge in Würde an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen zu können. SO würden meine Kinder Toleranz lernen. Und wenn die Erwachsenen ihnen nicht durch ihr Gequatsche bei solchen Konzerten einen derartigen Freiraum und ein so schlechtes Vorbild geben würden, dann könnten sie auch mehr lernen.
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Holtzwurm
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#4

Beitrag von Holtzwurm » Sa 14. Aug 2004, 23:22

Hey, Maren, ... jetzt mach aber auch mal halblang bitte!
Ich hab' nicht die Kinder generell angegriffen (wobei ich durchaus auch der Meinung bin, dass sie nicht nur Toleranz, sondern auch Rücksicht lernen sollten - aber das ist sicher ein anderes Thema). Nein, ich habe keine Kinder, aber genügend Umgang mit ihnen, dass ich durchaus eine Meinung dazu haben darf.
Und eine solche Veranstaltung sehe ich halt zuerst mal aus der Sicht der Künstler, die dort auftreten. Ich kann mir sehr gut vorstellen (weil ich es aus eigener Erfahrung auch kenne) wie es ist, wenn jemand (mutterseelenallein) auf der Bühne steht und Musik macht und diese eigentlich dem Publikum, das im übrigen vermutlich auch genau deswegen gekommen ist, rüberzubringen, aber auf Grund der allgemeinen Geräuschkulisse (die nicht nur, aber auch aus Kindergeschrei besteht) selbst merkt, dass davon so gut wie nichts ankommt. Und das finde ich einfach schade.
Ein Chansonfestival ist in erster Linie eben für die Musik da - und nicht, damit sich die Kinder lautstark austoben können.
Du stellst mein Christsein in Frage, nur weil ich Kindern nicht unbegrenzt alles zugestehe ... Wie würdest du es finden, wenn im Gottesdienst alle Kinder die ganze Zeit durch die Kirche rennen, "kriegen" spielen und schreien, während der Pastor predigt oder der Chor singt? Das wäre sicher auch kein geeigneter Rahmen dafür - und das hat mit Diskriminierung von Kindern überhaupt nichts zu tun. Aber alles an seinem Platz. Und ein Konzert ist - ebensowenig wie ein Gottesdienst - kein Kinderspielplatz. Zumindest sollten die Eltern einfach aus Respekt vor den Künstlern und auch den Zuhörern, die eigentlich wegen der Musik gekommen sind, ihre Kinder wenigstens so weit ruhig halten, dass ein Zuhören und überhaupt ein Rüberbringen der Musik noch möglich ist.
Ich weiß, dass das für Kinder langweilig ist, vielleicht wäre noch besser zu überlegen, dass ich - auch in meinem eigenen Interesse, damit ich etwas davon habe - als Mutter oder Vater ohne Kinder zu einer solchen Veranstaltung gehe. Oder würdest du in ein Konzert von RM oder Sulke oder wem auch immer mit kleinen Kindern gehen? ... ich vermute mal, nicht, weil dann weder du noch die Kinder etwas davon haben - und weil du in einem Konzert in geschlossenem Raum vermutlich auch nicht möchtest, dass deine Kinder dort während des Konzertes "auffallen" - oder? Und wo ist denn der Unterschied?
Trotzdem liebe Grüße,
denn gerade als Christen sollten wir uns auch
mit unseren gegenseitigen Meinungen stehen lassen können,
Holtzwurm
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Maren
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#5

Beitrag von Maren » Sa 14. Aug 2004, 23:50

Hallo Lisa.
Zunächst mal habe ich Dein Christsein nicht in Frage gestellt sondern Dich nur darauf hingewiesen.
Dann: Ja!!! Ich bin gegangen und ich gehe auf Konzerte von RM mit kleinen Kindern. Das heißt, jetzt sind sie ja nicht mehr so klein. Aber im nächsten Jahr werde ich mit allen zu RM gehen. Das hat unter anderem den Grund, daß ich es wichtig finde, daß Kinder den Umgang mit einem Konzertbesuch lernen. Zum anderen liegt es daran, daß ich gar nicht hätte gehen können, wenn ich nicht mit Kindern gegangen wäre. Und: Nein, sie fallen nicht auf, sie spielen auch nicht in der Kirche fangen.
Ich frage mich aber auf der anderen Seite, warum die Veranstalter so wenig Respekt (den Du von den Kindern und deren Eltern forderst) vor den Teilnehmern des Festivals haben, daß sie sie gnadenlos solch einer Kulisse aussetzen. Wie ich Oliver verstanden habe, hat er sich da einer Jury gestellt. Wenn aber der Bericht von Marc authentisch ist (und ich habe nach meinen Erfahrungen mit Marcs Beiträgen keinen Anlass etwas Anderes anzunehmen) dann war doch wohl die Jury auch nicht sonderlich an den potentiellen "Newcomern" interessiert. Warum gab es denn nicht die Möglichkeit, diese für die Künstler nervenaufreibende "Prüfungssituation" durch eine Veranstaltung IN einem Gebäude zu entsschärfen??
Da haben die Zuschauer, auch die minderjährigen, wohl nur ein Übriges getan.
Wenn ein solches Festival auf einem Marktplatz stattfindet, dann ist solch eine Volksmenge mit allen Geräuschen, die sie produzieren zwar auf der einen Seite ein Segen aber für Künstler, die sich erst noch platzieren wollen wohl eher eine unangemessene Feuerprobe.
Ich bin mir sicher, bei einer solchen Veranstaltung drinnen, wären auch nicht so viele Kinder dabei gewesen, schon alleine, weil alle Eltern inzwischen wissen, daß Kinder dabei nicht erwünscht sind.
So, genug von Kindern und ihre Kontraproduktivität bei kulturellen Veranstaltungen
Maren
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#6

Beitrag von migoe » So 15. Aug 2004, 00:10

Hallo Freunde,
ich kann die Enttäuschung von Marc gut nachvollziehen. Alle Punke zusammengenommen verderben einem wahrscheinlich so ziemlich jeden Spaß an so einem Ereignis. Für mich das größte Problem bzw. die unverzeihlichste "Sünde" überhaupt ist, wenn die Veranstalter es nicht schaffen die Soundanlage ausreichend zu dimensionieren.
Wenn man ein Festival veranstaltet, dann macht man sich Gedanken darüber, wieviele Besucher wohl kommen und sorgt dann auch für eine entsprechend ausgerüstete Musikanlage. Dabei müssen Veranstalter eines Liedermacherfestivals natürlich immer auch berücksichtigen, daß die Leistung der Anlage bzw. die Abstimmung auf die angebotene Musikrichtung erfolgen muß. Wenn das im richtigen Maß geschieht können sich die Leute ruhig auch während ruhigen Liedern miteinander unterhalten und die spielenden Kinder am Rand stören auch nicht - denn diese "Störgeräusche" wurden von Anfang an mitbedacht. Wenn dies nicht gelingt muß man sich für das nächste Mal Gedanken darüber machen, wie man das verbessern kann.
Ich werde mich in den kommenden Tagen mal umschauen, ob es irgendwo Pressestimmen zu dem Hildesheimer Chansonfestival gibt und wie die Aussagen da sind. Bin sehr gespannt, ob Marc's Bericht "repräsentativ" ist...
Maren und Marc stellen sich ja die Frage, warum nicht nach innen ausgewichen wurde. Das können sicher nur die Verantwortlichen vor Ort beantworten - aber ich bin mir sicher, die hatten sehr gute Gründe nicht "auszuweichen". Die Planung eines Open Air Festivals ist ja immer auch mit der Frage verbunden "Wie wird das Wetter?" und bestimmt macht man sich im Vorfeld Gedanken darüber, wie man reagiert, wenn es unwettert oder einfach nur regnet. Manche Veranstaltungen lassen sich nicht so leicht nach drinnen verlegen...
Das Wetter hat an diesem WE auch in Rothenburg viele Menschen unglücklich gemacht. Momentan läuft hier das Taubertal Festival und in den letzten Jahren war das Wetter IMMER hervorragend. Leider hat es dieses Jahr in den letzten 2 Tagen mehr geregnet als die 20 Tage davor. Das trübt zwar etwas die Stimmung, aber Spaß macht es natürlich trotzdem.
Leider konnte ich heute Abend Michael Mittermeier nicht live mitbekommen, weil ich wegen dem Wetter nur am Nachmittag mit Paul im Tal war - naja, vielleicht wann anders...:-D
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Liebe Grüße aus Rothenburg

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Holtzwurm
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#7

Beitrag von Holtzwurm » So 15. Aug 2004, 09:45

Hallo Maren,

Und: Nein, sie fallen nicht auf, sie spielen auch nicht in der Kirche fangen.


... genau das meine ich! Dann hast du deine Kinder vernünftig erzogen, so dass sie wissen, wie sie sich wo zu benehmen haben. Ich stelle die Anfrage ja auch nicht an die Kinder, die - mindestens bis zu einem gewissen Alter (und um dieses handelt es sich vermutlich vor allem) - nichts dafür können, weil sie es gar nicht wissen können, sondern eigentlich an die Eltern.

Ich frage mich aber auf der anderen Seite, warum die Veranstalter so wenig Respekt (den Du von den Kindern und deren Eltern forderst) vor den Teilnehmern des Festivals haben, daß sie sie gnadenlos solch einer Kulisse aussetzen.

Das habe ich auch getan - okay, ich habe nur die Technik wirklich angesprochen, die ich für äußerst fragwürdig halte nach Marcs Bericht (mehr kann ich dazu nicht sagen, da ich ja selber leider nicht dabei sein kann). Sicherlich stelle ich die Anfrage auch an den Veranstalter, der - zumindest augenscheinlich - die Möglichkeit hatte, in den Saal des Hotels auszuweichen (wobei auch solche Mutmaßungen mit Vorsicht zu genießen sind, wenn man es nicht wirklich weiß).

Wie ich Oliver verstanden habe, hat er sich da einer Jury gestellt. Wenn aber der Bericht von Marc authentisch ist (und ich habe nach meinen Erfahrungen mit Marcs Beiträgen keinen Anlass etwas Anderes anzunehmen) dann war doch wohl die Jury auch nicht sonderlich an den potentiellen "Newcomern" interessiert.

Ich wüsste auch nicht, warum ich an Marcs Bericht zweifeln sollte, aber nur weil er einmal schreibt, dass "Herr Sulke während eines Auftritts einmal ins Hotel ging", finde ich es auch wiederum sehr gewagt, daraus zu schließen, dass die Jury nicht sonderlich an den Newcomern interessiert ist. Er hat nicht geschrieben, wie lange er dort blieb, wieviele andere Jury-Mitglieder noch da waren - und wenn sie sich während eines Beitrages unterhalten, könnte es doch immerhin sein, dass sie sich über den Beitrag unterhalten ...
Ich will damit weder die Jury in Schutz nehmen (die ich mit Ausnahme einer einzigen Person überhaupt nicht kenne) möchte aber auch keine voreiligen Schlüsse aus wenigen Aussagen schließen.
Ich hatte auch nie vor, generell Kinder und ihre "Geräusche" anzugreifen, auch wenn ich keine eigenen habe, ich habe lediglich das kommentiert, was ich aus Marcs Bericht rausgelesen habe - und ich konnte seinen Frust halt sehr gut nachvollziehen. Mir wäre es genauso gegangen.
Zum Schluss - ich finde es schade, dass wir uns deswegen hier so "fetzen", eigentlich war - wie du im Grunde auch schon angedeutet hast - das Thema "Kinder und deren Erziehung" wohl kaum Thema dieses Threads ... - und ich denke immer noch, dass jeder einfach auch seine Meinung haben und auch sagen dürfen sollte.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Holtzwurm
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#8

Beitrag von Maren » So 15. Aug 2004, 13:39

- und ich denke immer noch, dass jeder einfach auch seine Meinung haben und auch sagen dürfen sollte. KLAR. Ich behalte ja auch meine!
Und als Gefetze habe ich das nicht empfunden. Löwen sind vielleicht mit ihren Zärtlichkeiten etwas ruppiger als Würmchen - seien sie auch aus noch so hartem Holtz ;-)))
Nichts für ungut
Maren, die heute mit zwei ihrer Kinder Geburtstag feiert und sich gerade freut, daß die Lasagne im Ofen ist und die Gäste noch nicht da sind
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#9

Beitrag von Holtzwurm » So 15. Aug 2004, 20:17


Und als Gefetze habe ich das nicht empfunden. Löwen sind vielleicht mit ihren Zärtlichkeiten etwas ruppiger als Würmchen
... manche Würmer sind halt besonders harmoniebedürftig ;-)
Ich hoffe, die Lasagne hat geschmeckt - und die Geburtstagsfeier ist nicht im Regen ersoffen ;-)
Wurm grüßt Löwin 8-)
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#10

Beitrag von Holtzwurm » So 15. Aug 2004, 20:30

Hallo Marc,
... jetzt endlich mal zurück zum eigentlichen Thema :-D
Warst du noch mal dort? Wenn ja, würde mich ein weiterer Bericht wirklich interessieren, von der Veranstaltung generell, und auch von Stephan Sulkes Konzert am Sonntagabend, falls du dabei warst.
Viele Grüße,
Holtzwurm
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Michael
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#11

Beitrag von Michael » Mo 16. Aug 2004, 09:42

Hallo, Ihr Streithähne!
Ich war am Wochenende auch in Hildesheim, konnte aber leider nicht zum Festival wegen des 90. Geburtstags von meinem Opa. Allerdings klingt das, was Marc berichtet sehr nach dem typisch Hildesheimerischen Organisationstalent. (Ich komm ja auch von da weg).
Dafür spricht auch, dass ich in keinem Hildesheimer Medium eine größere Würdigung dieses Ereignisses gefunden habe. Auf Hildesheim.de war's nicht mal im Veranstaltungskalender, dabei wurde früher mal alles, was mit dem Marktplatz zu tun hat, breit gewalzt und jeder Nagel im Knochenhaueramtshaus ausführlich besungen. Alles ein bisschen seltsam. Trotzdem würde mich auch interessieren, wie's an den anderen Tagen weiter gegangen ist. Jedenfalls hab ich mal wieder ein Sulke-Konzert verpasst, obwohl's ja umsonst gewesen wäre. Damit scheine ich kein Glück zu haben. Ich stehe aber auch noch ein bisschen unter dem Eindruck des Simon und Garfunkel-Konzerts vor drei Wochen und da hätte Sulke schwer gegen anzukämpfen gehabt, gerade unter diesen Bedingungen. (Er sollte in Hildesheim mal das "Vier Linden" ins Auge fassen).
Michael
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
Franz Josef Degenhardt

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2. Hildesheimer Chansonfestival

#12

Beitrag von Holtzwurm » Mo 16. Aug 2004, 11:06

Hallo Michael,
*** grins *** du scheinst ja keine gute Meinung von deiner Heimatstadt zu haben :-D.
Und unter all diesem Umständen wird für mich die Frage, wie es da so weitergegangen ist, immer interessanter :-).
Dass du wieder mal ein Sulke-Konzert verpasst hast, ist aber wirklich "tragisch" :-) - aber am 17. Oktober hättest du die Gelegenheit in Offenbach (das ist doch von FfM nicht so weit weg, oder?) - und ansonsten guck einfach ab und zu mal auf www.stephansulke.com - da werden die Konzerttermine veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.
Das "Vier Linden" in HI werde ich Stephan Sulke gerne mal empfehlen - das Problem ist allerdings, dass normalerweise nicht der Künstler sich aussucht, in welcher Stadt und Örtlichkeit er auftritt, sondern eingeladen wird. Und für die Örtlichkeiten ist dann auch der Veranstalter zuständig ...
Ich kann dir auf jeden Fall empfehlen, dran zu bleiben und wirklich mal Sulke live zu erleben - auch seine Konzerte hinterlassen bei seinem Publikum einen bleibenden Eindruck :-)
Lieben Gruß,
Holtz-Streithahn (ääh - Wurm) :hammer:
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2. Hildesheimer Chansonfestival

#13

Beitrag von Oliver73 » Mi 18. Aug 2004, 12:34

Hallo,
da ich ja an dem Festival teilgenommen habe, wollte ich auch nur kurz meine Meinung dazu sagen. Wir als Teilnehmer haben uns eigentlich alle dort sehr wohlgefühlt, das Hotel war gut und die Betreuung ebenso. Von daher konnten wir uns also absolut nicht beschweren. Auch die Entscheidungen der Jury waren meiner Meinung nach völlig in Ordnung und transparent. Das Niveau war ebenso sehr hoch, vor allem am Samstag haben hervorragende Musiker gespielt und das Wetter war da auch wesentlich besser.
Ansonsten gab es natürlich Kleinigkeiten, wie z.b. die Kinder um die hier so heftig diskutiert wurde. Eine Künstlerin hatte den Kindern sogar vor ihrem Auftritt Bonbons angeboten damit sie woanders spielen. Man kann da dem Veranstalter und den Kindern aber keinen Vorwurf machen finde ich. Eher den Eltern, ich meine der Marktplatz war ja gross genug und wenn ich Kinder hätte und merken würde das die wirklich stören, kann man sie auch bitten woanders
zu spielen, oder nicht?
Ansonsten fand ich die veranstaltung sehr schön, hab zwar nicht gewonnen, aber jede Menge Erfahrungen gesammelt.
Oliver
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#14

Beitrag von Holtzwurm » Mi 18. Aug 2004, 12:52

Hallo Oliver,
danke für deinen objektiven Bericht, der den Blick endlich wieder auf das Eigentliche wendet :-). Das hat mich jetzt echt gefreut; und ich hab auch schon von anderer Seite gehört, dass es super gewesen ist.
Jaja, die Kinder - eigentlich bei diesem Ding nur eine "Randerscheinung", haben sie die Wellen ganz schön hoch schlagen lassen ... Was Kinder so alles können ;-)
... auf welchem Platz bist du denn gelandet?
Lieben Gruß,
Holtzwurm
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#15

Beitrag von Oliver73 » Mo 23. Aug 2004, 15:25

....den genauen Platz weiss ich nicht, aber von den Punkten her zu urteilen ziemlich genau in der Mitte. Aber wie gesagt, für mich geht das Ergebnis und die Bewertung der Jury voll in Ordnung
Oliver :-)
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