Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
Diskutiere mit uns über die richtigen Wege und falsche Entwicklungen. Was sollte sich ändern, was darf sich nicht ändern? Welche Rolle spielen wir Konsumenten? Was kann die Politik tun?

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KerstinKatharina
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#1

Beitrag von KerstinKatharina » So 6. Jan 2008, 09:50

Mir fehlt mein" Peter Cornelius - und jetzt frag ich mich ob er überhaupt unter "Liedermacher" läuft?
Um Wikipedia zu zitieren:
"Liedermacher
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Begriff Liedermacher bezeichnet im deutschsprachigen Raum einen Sänger, der Musik und Texte seines Programms überwiegend selbst geschrieben oder originär bearbeitet hat.
Der Vortrag eines Liedermachers basiert im Kern auf eigener Interpretation und musikalischer Begleitung. Auch wenn die Aufführung gelegentlich mit einer Begleitband erfolgt, liegt meist großes Gewicht auf dem anspruchsvollen, oft witzig-kritischen Text."
Was sagen die Experten?
Liebe Grüße
Kerstin
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Mario
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#2

Beitrag von Mario » So 6. Jan 2008, 10:49

Hallo Kerstin,
herzlichst willkomen im Liedermacher-Forum.
Deine Frage ist schon oft, in den unterschiedlichsten Kreisen, mit den untershciedlichsten Ergbnissen, diskutiert worden.

Was sagen die Experten?


Also, wenn ich mich als Experte bezeichnen darf???????:
Ich fange unten bei den Füßen an und höre auf dem Kopf auf. Oder eigentlich andersherum, als Liedermacher fange ich beim Kopf (im Kopf?) an und höre bei den Füßen auf, wenn diese die Rhythmen, die meine Hände (mittendrin) erzeugen, in Tanzschritte umsetzen. Aber genau genommen ist das bei den nicht Liedermachern auch so. Die Ohren hören, die Augen sehen, das Gehirn verarbeitet, die Hände klatschen und die Füße tanzen.
Wo fängt also der Liedermacher an und wo hört er auf.
Die Definition mit den Texten, die etwas bedeuten sollen (hab' ich jetzt mal etwas verändert), ist doch schon recht gut. Die Veränderung (weg von witzig-kritisch) wird anderen Diskussionen geschuldet, wo z.B. der Unterschied zwischen Liedermachern und Liedermachings damit begründet wird, dass die Liedemachings eben nicht kritisch, weltverbessernd sein wollen (sind sie aber doch, ätsch).
Also, mein Tip, denk nicht zuviel darüber nach, sondern handel einfach danach: Jeder der seine Lieder selbst macht, macht Lieder - ist also Liedermacher. Danach kannst du je nach deinem Gusto die Unterscheidung machen in traditionelle Liedermacher (so wie Mey, Wader, Wecker, Dompke (hihi, das bin ich), in neue Liedermacher (Petri, de Bourgh, Westernhagen, und jetzt fällt mir der Name von dem, der nach 1000mal zoom gemacht hat nicht ein) oder in unerkannte Liedermacher (Rolling Stones bzw. die einzelnen Personen von Ihnen , Beatles etc).
Oder du machst es dir noch einfacher und hörst einfach was dir gefällt. Wenn du dann hier über einen schreibst und alle sind empört, weil es kein Liedermacher ist (wird nicht passieren), dann kann die Diskussion ja noch mal geführt werden:-D
Mario
P.S. aber Peter Cornelius als Liedermacher zu bezeichnen ist sicher richtig:
Peter Carl August Cornelius (* 24. Dezember 1824 in Mainz; † 26. Oktober 1874 ebenda) war ein deutscher Komponist und Dichter. -- hat getextet ud komponiert, also Lieder gemacht.
Peter Cornelius, (* 29. Januar 1951 in Wien) ist ein österreichischer Sänger, Komponist, Texter und Gitarrist. Hat getextet und komponiert, also Lieder gemacht.

PPS. Ich habe mich übrigens oft gefragt, ob ein Reinhard Mey, wenn er mit großem Orchester und/ oder Band spielt noch unter Liedemacher läuft - aber wer außer mir, würde das anzweifeln?
Oder ein Hannes Wader, wenn er Schubert singt?
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Rex2005
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#3

Beitrag von Rex2005 » So 6. Jan 2008, 11:05

Hallo Kerstin
ja, es ist ein unerschöpfliches Thema!
Im hiesigen Mediamarkt findet man Mey unter Schlager einsortiert, Wader und Wecker unter Rock/Pop, Gerhard Schöne unter Ostrock - die Sparte Liedermacher fehlt gänzlich - und ich find´s auch ganz gut so. Immerhin stolpern doch so einige junge und weniger junge Leute über Musike jenseits der Hitlisten.
Wie Mario sagt, Liedermacher ist einer der Lieder macht und sie zu Gehör bringt ob nun allein oder mit Band ist mir zumindest völlig egal.
Fremdkompositionen sind ja auch nicht unbedingt Schnulzen (also durchaus klasse Songs dabei) aber in jedem Fall sind´s Lieder, die mal gemacht wurden ....
Tja, und Cornelius - was hat er gemacht, als der Caffee fertig und ausgetrunken war?
LG
Rex2005
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#4

Beitrag von Doro1100 » So 6. Jan 2008, 11:26

Hallo Kerstin!
Mir fehlt mein" Peter Cornelius - und jetzt frag ich mich ob er überhaupt unter "Liedermacher" läuft?

Wenn ein Name hier im Forum gar nicht oder nur am Rande auftaucht,
heißt das noch lange nicht, dass derjenige kein Liedermacher ist. Wir sind hier bei weitem nicht vollständig! !
Jeder kann seine(n) Lieblings-LiedermacherIn vorstellen: Konzertberichte schreiben, Neuigkeiten übermitteln, CD-Rezensionen schreiben etc. etc.
Also wenn Du meinst, dass Peter Cornelius auf keinen Fall fehlen darf, dann ändere das durch Deine Mitarbeit hier! :-)
Im übrigen gibt es in unserem Lexikon
eine kurze und knappe Definition für Deine Frage, die (soweit ich mich erinnere) das Ergebnis einer ausführlichen Diskussionsrunde gewesen ist.
Viele Grüße
von Doro
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"Musik ist ein Bohrer. Du kannst damit Löcher machen in menschliche Herzen.
Wo `n Loch ist, kann was rein. Oder raus."

(Gerhard Gundermann)

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KerstinKatharina
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#5

Beitrag von KerstinKatharina » So 6. Jan 2008, 11:30

@ Mario,
herzlichen Dank... Somit sind alle Fragezeichen für mich wieder Vergangenheit. Bisher hatte ich mir diese Frage nie nicht gestellt. Bis mir auffiel, dass es hier keinen Peter Cornelius, geb. 1951 ;-) gibt.
Ich oute mich jetzt gleich mal - ich höre einfach gerne:
Peter Cornelius
STS
Rainhard Fendrich
Wolfgang Ambros (aber nur ganz ab und an)
@ Rex,
nachdem der Kaffee fertig war? Das kennt ja jeder, genau so wie "Du entschuldige i kenn di..."
Aber da gibt´s noch mehr... viiiieeeel mehr. Und für mich, liegt ja immer im Auge des Betrachters, nein im Ohr des Höhrers, auch besseres.
Liebe Grüße
Kerstin
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#6

Beitrag von migoe » So 6. Jan 2008, 13:32

Hallo Kerstin,
Peter Cornelius gehört ganz sicher zu den ganz großen Liedermachern und es ist wirklich merkwürdig, dass es hier auf dem Liedermacher-Forum noch keinen Thread über ihn gegeben hat :?:
Ich oute mich jetzt gleich mal - ich höre einfach gerne:
Peter Cornelius
STS
Rainhard Fendrich
Wolfgang Ambros (aber nur ganz ab und an)


Was Deinen Musikgeschmack und die Künstlerauswahl angeht, gibt es keinen Grund, sich zurückzuhalten :-D Lauter tolle Künstler, von denen ich auch jeweils mindestens eine Platte/CD besitze.
Ich freue mich auf weitere Beiträge von Dir - vielleicht möchtest Du die Alben von Peter Cornelius im Liedermacher-Archiv rezensieren?
migoe
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Liebe Grüße aus Rothenburg

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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#7

Beitrag von Helmut » So 6. Jan 2008, 13:41

Nachdem mich diese Frage während das Mittagessens beschäftigt hat, möchte ich meinen unkonventionellen Senf dazu geben.
Wo fängt der "Liedermacher" an
Bei Degenhart und Reinhard Mey.
Ich finde, der Begriff hat eine gewaltige Wandlung erfahren, die mir jedes Jahr wieder am Bardentreffen bewußt wurde:
Gab es in den 70-er Jahren maximal 4 Mikros für 2 Stimmen und 2 Gitarren (ich erinnere mich an Heinz Ruolf Kunze, der einen Gitarristen aus seiner Band mitbringen konnte und seine Lieder umarrangieren musste), treten mittlerweile Boy-Groups (Viva Voce), County-Musiker oder Cover-Bands auf. Das liegt natürlich auch daran, dass in die Liedermacherei andere Stilrichungen einflossen und somit die Grenzen aufgeweicht wurden. Was solls.
... und wo hört er auf?
Da wandle ich ein Lied von Milly Michl ab und schreibe "ois is Liedermacher".
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Marc
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#8

Beitrag von Marc » So 6. Jan 2008, 15:32

Hallo zusammen,
Mario schrieb:
Danach kannst du je nach deinem Gusto die Unterscheidung machen in traditionelle Liedermacher (so wie Mey, Wader, Wecker, Dompke (hihi, das bin ich)

Deine Liste "traditioneller" Liedermacher ist witzig: Wo und wie würdest Du dann die Lieder von Reinmar, Wolfram von Eschenbach oder Walther von der Vogelweide einordnen (die - immerhin - einige Jahrhunderte vor Mey, Wader & Wecker ihre Lieder schrieben und zur Klampfe vortrugen)?
Mario schrieb:
Ich habe mich übrigens oft gefragt, ob ein Reinhard Mey, wenn er mit großem Orchester und/ oder Band spielt noch unter Liedemacher läuft

Ganz gleich ob Liedermacher, Singer-Songwriter oder Auteur-Compositeur-Interprète: Über das Arrangement ihrer Lieder können sie jedenfalls nicht definiert werden. Das Arrangement ist viel mehr eine Frage der "persönlichen Handschrift", wie es Reinhard Mey mal treffend in einem Interview ausdrückte.
Mario schrieb:
Ich habe mich übrigens oft gefragt, ob [...] ein Hannes Wader, wenn er Schubert singt [noch unter Liedermacher läuft].

Der Fall ist doch glasklar: Nein! Nicht umsonst heißt die Platte "Hannes Wader singt Schubert" und nicht "Hannes Wader schreibt und komponiert wie Schubert" (oder so ähnlich). Natürlich ist Hannes Wader Liedermacher, aber als Interpret von Schubert-Liedern fungiert er eben doch "nur" als Interpret.
Katrin schrieb:
Im hiesigen Mediamarkt findet man Mey unter Schlager einsortiert, Wader und Wecker unter Rock/Pop, Gerhard Schöne unter Ostrock - die Sparte Liedermacher fehlt gänzlich - und ich find´s auch ganz gut so.

Hm. Das sehe ich anders: Wenn schon Schubladen (ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass wir uns vom Schubladendenken befreien können!), dann doch wenigstens kleine Schubladen! Reinhard Meys Alben unter Schlager einzusortieren, halte ich für vermessen (womit wir wieder bei der alten Grundsatzdiskussion wären: Wo liegen die Grenzen zwischen Schlager und literarischem Chanson). Ebenso würde ich nie auf die Idee kommen, nach Wecker & Wader unter "Rock/Pop" zu suchen. Klar - Hannes, der alte Rocker...
Helmut schrieb:
Ich finde, der Begriff [des Liedermachers] hat eine gewaltige Wandlung erfahren

Inwiefern? Der "Liedermacher" zeichnet sich nach wie vor durch drei primäre Eigenschaften aus: Er ist Autor, Komponist und Interpret seiner Lieder. Als sekundäre Eigenschaft gilt allgemeinhin eine gewisse "literarische Qualtität", die ihn vom Schlager (fließend) abgrenzt. Ganz grob definiert.
Helmut schrieb:
Boy-Groups (Viva Voce), County-Musiker oder Cover-Bands

Wobei Cover-Bands wiederum rein gar nichts mit dem Begriff des "Liedermachers" zu tun haben :-). Der Einfluss anderer Stilrichtungen hat generell nichts mit der "Sparte" Liedermacher zu tun (das ist zu vergleichen mit dem unterschiedlichen Arrangements der Lieder, s.o.).
Liebe Grüße,
Marc
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
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Skywise
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#9

Beitrag von Skywise » So 6. Jan 2008, 15:56

Mario schrieb:
Ich habe mich übrigens oft gefragt, ob [...] ein Hannes Wader, wenn er Schubert singt [noch unter Liedermacher läuft].

Der Fall ist doch glasklar: Nein! Nicht umsonst heißt die Platte "Hannes Wader singt Schubert" und nicht "Hannes Wader schreibt und komponiert wie Schubert" (oder so ähnlich). Natürlich ist Hannes Wader Liedermacher, aber als Interpret von Schubert-Liedern fungiert er eben doch "nur" als Interpret.
Hmjein. Also - sicherlich fungiert er hier in erster Linie als Interpret, und gerade zu dieser Scheibe muß man wohl auch nicht mehr sagen.
Allerdings gibt es durchaus Liedermacher - Frank Baier wäre da auszugsweise zu nennen, und auch Hein & Oss, Liederjan oder Zupfgeigenhansel sehe ich gerne in dieser Schublade -, die sich älterer Sachen noch einmal annehmen und praktisch mit den Stimmen von damals aktuelle Situationen betrachten. Ist natürlich die Frage, ob die Herstellung eines solchen Zusammenhangs nicht auch etwas mit "Liedermachen" zu tun hat ...
Katrin schrieb:
Im hiesigen Mediamarkt findet man Mey unter Schlager einsortiert, Wader und Wecker unter Rock/Pop, Gerhard Schöne unter Ostrock - die Sparte Liedermacher fehlt gänzlich - und ich find´s auch ganz gut so.

Hm. Das sehe ich anders: Wenn schon Schubladen (ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass wir uns vom Schubladendenken befreien können!), dann doch wenigstens kleine Schubladen! Reinhard Meys Alben unter Schlager einzusortieren, halte ich für vermessen (womit wir wieder bei der alten Grundsatzdiskussion wären: Wo liegen die Grenzen zwischen Schlager und literarischem Chanson). Ebenso würde ich nie auf die Idee kommen, nach Wecker & Wader unter "Rock/Pop" zu suchen. Klar - Hannes, der alte Rocker...
Du wirst lachen ...
Trackliste Sampler "Pop 2000", CD 7 "Rock 02":
[01] Die Skeptiker: Deutschland halt‘s Maul (2:52)
[02] Guano Apes: Open Your Eyes (Single Version) (3:07)
[03] Abwärts: Alkohol (5:17)
[04] Jane: Out In The Rain (5:36)
[05] Hannes Wader: Heute hier morgen dort (2:58)
[06] Rammstein: Du hast (Single Version) (3:54)
[07] Doro Pesch: Do You Like It (Album Version) (3:05)
[08] Tocotronic: DIe Welt kann mich nicht mehr verstehn (1:37)
[09] Birth Control: Gamma Ray (Single Version) (9:44)
[10] Phillip Boa & The Voodoocult: Kill Your Ideals ‘94 (4:41)
[11] Die Toten Hosen: Pushed Again (3:51)
[12] BAP: Waschsalon (2:25)
[13] Hanns-Dieter Hüsch / Franz Josef Degenhardt / Wolfgang Neuss / Dieter Süverkrüp: Für wen wir singen (2:06)
[14] Floh de Cologne: Fließbandbaby, manchmal träum ich (4:35)
[15] Udo Lindenberg: Horizont (4:05)
[16] Sandow: Born In The G. D. R. (3:29)
[17] Puhdys: Ikarus (4:43)
[18] Wolf Biermann: So soll es sein - so wird es sein (6:02)
[19] H-Blockx: Risin‘ High (3:24)
Die Zusammenstellung dieses Samplers erfolgte übrigens durch Herbert Grönemeyer ;-)
Gruß
Skywise
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"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

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Helmut
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#10

Beitrag von Helmut » So 6. Jan 2008, 18:01

Hallo Marc
Wobei Cover-Bands wiederum rein gar nichts mit dem Begriff des "Liedermachers" zu tun haben . Der Einfluss anderer Stilrichtungen hat generell nichts mit der "Sparte" Liedermacher zu tun (das ist zu vergleichen mit dem unterschiedlichen Arrangements der Lieder, s.o.).
Ich hab versucht, die Vielfalt zu beschreiben, die mir nach meinem subjektiven Empfinden in den letzten drei Jahren auf dem Bardentreffen begegnet ist. Ich hab das nicht gewertet.

Helmut schrieb:
Ich finde, der Begriff [des Liedermachers] hat eine gewaltige Wandlung erfahren
Inwiefern? Der "Liedermacher" zeichnet sich nach wie vor durch drei primäre Eigenschaften aus: Er ist Autor, Komponist und Interpret seiner Lieder. Als sekundäre Eigenschaft gilt allgemeinhin eine gewisse "literarische Qualtität", die ihn vom Schlager (fließend) abgrenzt. Ganz grob definiert.
So in etwas würde ich es heute auch definieren.
Kann es sein, dass du so jung bist, dass du gar nicht verfolgen konntest, wie sich der Begriff "Liedermacher" in den letzten 40 Jahren gewandelt hat? Anfang der 70er Jahre erwartete man von einem Liedermacher ein einfaches Arrangement. Für den Großteil einer Musikergruppe galt ja deine Definition (Autor, Komponist, Interpret) nicht. Heute sieht man das anders.
Gruß
Helmut
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#11

Beitrag von fille » So 6. Jan 2008, 19:12

Hallo Liederfreunde!
Bei Degenhart und Reinhard Mey.


Da muss ich mal wieder mein Körnchen Salz zugeben. Wo fangen Liedermacher an?
Bei Woody Guthrie und Bob Dylan - Bei Brel und Brassens - bei Aristide Bruant!
Ein Liedermacher muss auch nicht IMMER seine Musik selber schreiben. Das Wichtigste ist der Text.
Liebe Grüße
Mairanne
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#12

Beitrag von Mario » So 6. Jan 2008, 19:23

Siehste Kerstin,
genau diese "Angst" hatte ich. Jeder sagt etwas, zitiert und am Ende ist die Diskussion sehr breit (und an vielen Stellen fachlich sehr fundiert), aber helfen tut sie dir gar nichts.
Also hör dir an was du möchtest und wenn es für dich Liedermacher sind, dann sind sie's halt (aus meiner Ansicht aber mit der Einschränkung, dass sie tatsächlich ihre Lieder selbst gemacht haben, ob ganz allein, oder auf der Grundlage eines anderen Liedes sei eine extra Diskussion).
Gruß
Mario
P.S. Der Begriff Liedermacher taucht zum ersten mal im Umfeld der Waldeck und Reinhard Mey und Hannes Wader auf.
Aber bitte, jetzt keine Diskussion zum Unterschied von Liedermachern, Minnesängern und singer/ Songwritern:-D
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#13

Beitrag von Petra » So 6. Jan 2008, 19:40

Hallo Kerstin,
da hast Du ja was losgetreten. *g* Und ich dachte, zu dem Thema hätten sich alle irgendwann irgendwo schon mal alles von der Seele geschrieben. :-D
Hallo Mario,

..., aber helfen tut sie dir gar nichts.

mir scheint, Kerstin hat sich lediglich etwas gewundert, dass es hier, wo über so viele Liedermacher diskutiert wird, nirgends von 'ihrem' Peter Cornelius gesprochen wird. Und da hat sie sich halt überlegt, was ihm wohl fehlen könnte, dass man hier nichts von ihm wissen will.
@Kerstin: Doro hat es ja schon gesagt: Wir sind hier keineswegs vollständig. Ganz früher mal ging es nur um Reinhard Mey. Seit die Seite 'Liedermacher-Forum' heißt, werden ständig Informationen zusammengetragen, wir sind selbst überrascht, was das für ein weites Feld ist. Wer einen Künstler hier vertreten sehen will, stellt ihn vor. Insofern bist Du als Cornelius-Fan dafür prädestiniert, ihn uns etwas näher zu bringen. Migoe hat ja schon vorgeschlagen, dass Du Rezensionen für das Liedermacher-Archiv schreiben könntest. Wenn Du hier mitmischen willst, kannst Du aber auch noch was anderes machen. Man könnte beispielsweise ein Cornelius-Forum einrichten, das Du moderierst. Keine Angst, das ist nur ein Vorschlag, wir wollen Dich nicht gleich mit Haut und Haar verspeisen. Wir können niemanden zum 'Arbeiten' zwingen, wenn Du nur zum Vergnügen vorbeischauen willst, ist das auch okay (aber ist das ein Vergnügen für Dich, so ganz ohne Peter Cornelius? ;-))
Viele Grüße von Petra
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#14

Beitrag von Helmut » So 6. Jan 2008, 19:55

Bei Woody Guthrie und Bob Dylan - Bei Brel und Brassens - bei Aristide Bruant!
"Liedermacher" ist ein Wort aus der Deutschen Sprache, also hab ich die genannnt, die als erste so bezeichent wurden. Zu Zeiten von Woody Guthrie gab es den Begriff noch gar nicht.
Sogar Degenhart ist schon grenzwertig.
Ich schütte mal weiteres Öl ins Feuer und frage, ob Haindling und Falko Liedermacher sind/waren.
Mario, finde ich, hat es so auf den Punkt gebracht:
Jeder sagt etwas, zitiert und am Ende ist die Diskussion sehr breit (und an vielen Stellen fachlich sehr fundiert), aber helfen tut sie dir gar nichts.
Also hör dir an was du möchtest und wenn es für dich Liedermacher sind, dann sind sie's halt
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#15

Beitrag von Marc » So 6. Jan 2008, 19:58

Hallo ihr Lieben,
Skywise schrieb:
Allerdings gibt es durchaus Liedermacher - Frank Baier wäre da auszugsweise zu nennen, [...] die sich älterer Sachen noch einmal annehmen und praktisch mit den Stimmen von damals aktuelle Situationen betrachten.

Hmm, meinst Du wirklich? Ich sehe die Definition des Begriffs "Liedermacher" tatsächlich enger und orientiere mich eher an den Franzosen, die "ihre" Liedermacher als "Auteur-Compositeur-Interprète" bezeichnen. Treffender Weise ist mir auf der Internetseite von Frank Baier (ich kenne seine Musik leider nicht) als erstes der Begriff "Volkssänger" entgegengesprungen. Das klingt leicht angestaubt, käme meinem Verständnis aber nahe. Auch Hannes Wader empfinde ich auf den Platten "Volkssänger", "Hannes Wader singt Shanties" oder auch "Hannes Wader singt Volkslieder" eher als "Volkssänger" denn als typischen "Liedermacher" - oder, ganz ohne Wertung ausgedrückt - einfach als "Interpreten".
fille schrieb:
Ein Liedermacher muss auch nicht IMMER seine Musik selber schreiben. Das Wichtigste ist der Text.

Auf den Text legt der Liedermacher nach meinem Verständnis auf jeden Fall den Schwerpunkt. Dass der Text "das Wichtigste" sei, sehe ich allerdings nicht so. Musik und Text empfinde ich eher als schwer trennbare Einheit. Ist ein "Liedermacher", der die Musik zu seinen Texten nicht selbst komponiert, nicht eher ein Lyriker? Der Umkehrschluss, einen Komponisten, der zwar Musik komponiert, aber keine Texte schreibt, ebenfalls als "Liedermacher" zu bezeichnen, ist doch auch schwierig :-).
Helmut schrieb:
Kann es sein, dass du so jung bist, dass du gar nicht verfolgen konntest, wie sich der Begriff "Liedermacher" in den letzten 40 Jahren gewandelt hat?

Hey, ich bin seit Anbeginn an Mitglied im Liedermacher-Forum, da bekommt man so einiges mit ;-)! Außerdem hab ich einige Seminararbeiten an der Uni dazu verfasst :-)!
Helmut schrieb:
Anfang der 70er Jahre erwartete man von einem Liedermacher ein einfaches Arrangement.

Ist das wirklich so? Dann käme ich in der Tat ins Schleudern mit meinem Verständnis. Dann wäre Reinhard Mey in der Erwartungshaltung der 70er Jahre also kein typischer Liedermacher gewesen!? Die Arrangements der Lieder von Reinhard Mey in den 70er Jahren sind doch alles andere als "einfach" im Sinne von "sparsam"!?
Mario schrieb:
Also hör dir an was du möchtest und wenn es für dich Liedermacher sind, dann sind sie's halt

Ja :-)! Eigentlich ist doch nur eines wichtig: Musik muss uns berühren!
Mit diesem Fazit klinke ich mich aus der Diskussion aus :-),
Marc
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#16

Beitrag von fille » So 6. Jan 2008, 20:06

Hallo Helmut!
"Liedermacher" ist ein Wort aus der Deutschen Sprache, also hab ich die genannnt, die als erste so bezeichent wurden. Zu Zeiten von Woody Guthrie gab es den Begriff noch gar nicht.


Den Begriff gab es nicht, aber trotzdem waren sie es. Wir sprechen in diesem Forum ja nicht nur von "Liedermachern" im deutschsprachiger Raum, sondern wir sehen auch über die Grenzen (und Zeiten) hinweg.
Wir hatten schon mal eine Mammut-Diskussion darüber, welcher Liedermacher die meisten anderen beeinflusst hat. Schau mal da!
Liebe Grüße
Marianne
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#17

Beitrag von fille » So 6. Jan 2008, 20:11

Hallo Marc!
Dass der Text "das Wichtigste" sei, sehe ich allerdings nicht so. Musik und Text empfinde ich eher als schwer trennbare Einheit. Ist ein "Liedermacher", der die Musik zu seinen Texten nicht selbst komponiert, nicht eher ein Lyriker?

Das ist eine Überlegung wert... Renaud zum Beispiel schrieb am Anfang die Musik zu vielen seiner Chanson selbst. Aber nie alle!
Jetzt schreibt er fast keine Musik mehr, sondern seine Freunde wie Bucolo. Auf der anderen Seite schreibt er viele Texte für andere. Ist er jetzt kein "Liedermacher" mehr? Allerdings bezeichnet er sich selbst als Poet.
Liebe Grüße
Marianne
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#18

Beitrag von KerstinKatharina » So 6. Jan 2008, 20:17


Petra schrieb:
mir scheint, Kerstin hat sich lediglich etwas gewundert, dass es hier, wo über so viele Liedermacher diskutiert wird, nirgends von 'ihrem' Peter Cornelius gesprochen wird. Und da hat sie sich halt überlegt, was ihm wohl fehlen könnte, dass man hier nichts von ihm wissen will.

Viele Grüße von Petra

Ja, genau, ich hab mich nur gewundert... Cornelius war und ist für mich ein Liedermacher und angemeldet hatte ich mich weil ich eine Frage zu Rainhard Fendrichs Liedern hatte.
Die schon beantwortet ist! Und dann hat´s mir hier halt gefallen ..... :-)


Petra schrieb:
@Kerstin: Doro hat es ja schon gesagt: Wir sind hier keineswegs vollständig. Ganz früher mal ging es nur um Reinhard Mey. Seit die Seite 'Liedermacher-Forum' heißt, werden ständig Informationen zusammengetragen, wir sind selbst überrascht, was das für ein weites Feld ist. Wer einen Künstler hier vertreten sehen will, stellt ihn vor. Insofern bist Du als Cornelius-Fan dafür prädestiniert, ihn uns etwas näher zu bringen. Migoe hat ja schon vorgeschlagen, dass Du Rezensionen für das Liedermacher-Archiv schreiben könntest. Wenn Du hier mitmischen willst, kannst Du aber auch noch was anderes machen. Man könnte beispielsweise ein Cornelius-Forum einrichten, das Du moderierst. Keine Angst, das ist nur ein Vorschlag, wir wollen Dich nicht gleich mit Haut und Haar verspeisen. Wir können niemanden zum 'Arbeiten' zwingen, wenn Du nur zum Vergnügen vorbeischauen willst, ist das auch okay (aber ist das ein Vergnügen für Dich, so ganz ohne Peter Cornelius? )


Liebe Petra,
ja also, nöööööö - weil ich gar kein Fan in diesem eigentlichen Sinn bin. Womit ich jetzt keine Diskussion über "Fan" auslösen will. Ich hab einfach nicht genug Ahnung. Ich hör ihn einfach mit am allerliebsten. Kann ich trotzdem zum Vergnügen bleiben????
Herzliche Grüße
Kerstin
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#19

Beitrag von Petra » So 6. Jan 2008, 20:33


Kann ich trotzdem zum Vergnügen bleiben????

Na, logisch. :-D
Unter unseren weit über 1000 Mitgliedern befinden sich bestimmt viele 'Karteileichen'. Dann gibt es eine ganze Menge, die einfach nur mitlesen und sich nie zu Wort melden. Wenn Du also weiterhin ab und zu einen Diskussionsbeitrag schreibst, tust Du schon mehr als die meisten. Das Vergnügen soll ja ein Vergnügen bleiben. Diejenigen, die hier mitarbeiten, tun das ja auch nicht im Schweiße ihres Angesichts, sondern weil es ihnen Spaß macht. :-) Jeder entscheidet selbst, welche Dosis er sich verordnet. *g*
Viele Grüße von Petra
Dieser Beitrag enthält 96 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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Helmut
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Wo fängt der "Liedermacher" an und wo hört er auf?

#20

Beitrag von Helmut » So 6. Jan 2008, 22:45

Hallo beinand
@Marc
Ist das wirklich so? Dann käme ich in der Tat ins Schleudern mit meinem Verständnis. Dann wäre Reinhard Mey in der Erwartungshaltung der 70er Jahre also kein typischer Liedermacher gewesen!? Die Arrangements der Lieder von Reinhard Mey in den 70er Jahren sind doch alles andere als "einfach" im Sinne von "sparsam"!?
Es ist wirklich so. In der Zeit, in der der Begriff Liedermacher entstand, stand Mey allein (oder höchstens zu zweit) auf der Bühne. Die Platten wurden selbstverständlich aufwendiger (Schreibweise aus der Zeit über ide ich gerade scheibe) arrangiert.
Wenn in den 70er Jahren ein Liedermacher angekündigt wurde, konnte man davon ausgehen, dass einer allein mit Klampfe (oder ausnahmsweise mt Klavier) auf der Bühne stand. Oder haben deine Recherchen etwas anderes ergeben?
@ Marianne
Den Begriff gab es nicht, aber trotzdem waren sie es. Wir sprechen in diesem Forum ja nicht nur von "Liedermachern" im deutschsprachiger Raum, sondern wir sehen auch über die Grenzen (und Zeiten) hinweg.
Reden wir aneinader vorbei? Nach meinem Sprachverständnis heißen englischsprachige Liedermacher Singer-Song-Writer, französische Chansonnier, und deutschsprachiige Liedermacher gibt es erst, seitdem es den Begriff dafür gibt.
Wie gesagt, nach meinem Verständnis. Wenn die allgemeine Sprachregelung anders ist, ist ein Großteil meiner Beiträge hinfällig und ich habe kein Problem, mich von mir zu distanzieren (was Oettinger kann, kann ich schon lange).
Deinen verlinkten Thread hab ich schon vor Monaten gelesen, die Mitmachlust musste aber erst reifen.
Grüße
Helmut
Dieser Beitrag enthält 254 Wörter


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