Und welche CD's hat das Christkind euch gebracht?

Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
Diskutiere mit uns über die richtigen Wege und falsche Entwicklungen. Was sollte sich ändern, was darf sich nicht ändern? Welche Rolle spielen wir Konsumenten? Was kann die Politik tun?

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Rene87
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Und welche CD's hat das Christkind euch gebracht?

#21

Beitrag von Rene87 » Di 2. Jan 2007, 12:56

Wir haben einige Konzerte aufgenommen und angeschaut. Bruce Springsteen hat mir sehr gut gefallen und natürlich Johnny Cash. Besonders die Stellen, wo er alleine mit Gitarre aufgetreten ist. Er hatte einfach eine tolle Ausstrahlung.

Das haben wir auch. Und Bruce Springsteen gefiel mir auch mit am besten. Johnny Cash natürlich auch. Alle anderen habe ich NOCH nicht geguckt. Das wird die Tage gucken (so ein HD-Rekorder ist ganz nützlich habe ich festgestellt). Elton John habe ich als Frezeit-Pianist auch angeschaut und war wieder hin und weg. Einfach toll.
Aber es ist eigentlich schon schade mit Johnny Cash. Immerhin war er talentiert und hatte irgendwie das gewisse Etwas in Stimme und Ausstrahlung und ich glaube ohne Drogen, hätten wir ihn noch lange gesund erleben dürfen.
Gruß
René
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fille
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Und welche CD's hat das Christkind euch gebracht?

#22

Beitrag von fille » Di 2. Jan 2007, 21:21

Hallo Micha!
Du wirst lachen, aber im tiefsten Osten gab es bei mir Fredel Fesl und Biermösl Blosn.

Auweia! Übst du dich in Fremdsprachen? :-D
Fredl Fesl mag ich unbandig gern! Er hat einmal erzählt, dass er schon in der Schule der Kasperl war und der Lehrer zu ihm gesagt hat: "Du konnst schon an Blödsinn macha - aber glaub' ja ned, dass'd damit amal a Geld verdiena konnst." Ja, so kann man sich täuschen! ;-)
Später ist immer mit der Gitarre in die Kleinkunstbühnen von München gegangen. Er hat sich damit den Eintritt gespart, weil er gesagt er hat, er wäre einer von den Musikern. Eines Abends ist der Künstler ausgefallen und man hat ihm gesagt: "Fredl, jetzt bist dran!" Da ist er auf die Bühne und wusste nicht, was er singen sollte. Er hat zuerst mal dem Publikum eine lange Story erzählt, um die Zeit zu überbrücken. So macht er das heute noch.

Die Biermösl-Blosn (Well-Buam) ist eine bayerische Kultband hier aus der Region, die auch den Kabarettisten Gerhard Polt begleiten. Sie entstammen der Familie Well. Es gibt auch noch die Wellküren (die Schwestern - machen Musikkabarett). Es waren insgesamt 15 (!) Kinder, die alle musikalisch erzogen wurden. Einer der Brüder ist Rektor der Grundschule hier am Nachbarort.

Liebe Grüße
Marianne
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Petra
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Und welche CD's hat das Christkind euch gebracht?

#23

Beitrag von Petra » Di 2. Jan 2007, 22:34


fille schrieb:
Seine [Johnny Cashs] Drogensucht war eine Tablettensucht. Bis zu 100 Tabletten am Tag hat er geschluckt. Morgens Aufputschmittel und abends Schlafmittel :-(
In einem Film über Elvis Presley, den ich vor längerer Zeit gesehen habe (Titel??), wurde von einer ähnlichen Mixtour berichtet. Er hat auch die damals blutjunge Priscilla damit 'behandelt', die - solches Zeug überhaupt nicht gewöhnt - daraufhin tagelang bewusstlos war. Hatten die keine Ahnung von der verheerenden Wirkung oder hat es niemanden interessiert?
Viele Grüße von Petra, die befürchtet, dass es immer noch Musiker gibt, die nicht sehr viel vernünftiger sind.
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#24

Beitrag von Rene87 » Di 2. Jan 2007, 22:54

In einem Film über Elvis Presley, den ich vor längerer Zeit gesehen habe (Titel??), wurde von einer ähnlichen Mixtour berichtet.
Zwar ist sein Tod mehr oder weniger ja auch ungeklährt, aber laut der Ärzte hatte Elvis bei der Obduktion 14 Drogen im Körper. Allein in den letzten 31 Lebensmonaten hat Dr. Nichopolous ihm 19000 Tabletten verschrieben; allein um einschlafen zu können, brauchte Elvis pro Jahr 5100 Tabletten - pro Tag rund 14 Stück. Außerdem waren noch Amphetamine, Beruhigungstabletten, Betäubungsmittel. In der Biografie war ne kleine Tabelle drin, die echt erschreckend war:
1975:
1296 Amphetamine
1891 Beruhigungstabletten
910 Betäubungsmittel
1976:
2372 Amphetamine
2680 Beruhigungstabletten
1059 Betäubungsmittel
1977:
1790 Amphetamine
4996 Beruhigungstabletten
2019 Betäubungsmittel

Nur falls es noch jemand interessieren sollte. Und du hast ganz recht Petra, es sind noch viele junge und vor allem gute Musiker, die das gleiche Nachmachen. Anscheinend nicht schlau geworden aus solchen Fällen oder noch der Glaube an den Zufall, dass es bei denen selbst nicht so endet.
Gruß
René
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#25

Beitrag von fille » Mi 3. Jan 2007, 22:18

Hallo Petra, hallo René!
Außerdem waren noch Amphetamine, Beruhigungstabletten, Betäubungsmittel.

Cash und Presley haben nicht nur Bühne und Garderobe geteilt. Sie haben wohl auf ihren gemeinsamen Tourneen auch die Tabletten geteilt. Im Film wurde das ganz gut dargestellt: "Elvis nimmt die auch!"
Diese Tabletten waren nicht nur legal, sondern sie wurde geradezu als Wundermittel gefeiert. Die Aufputschmittel waren den übermüdeten Musikern gerade recht, um über die Runden zu kommen.
Es gab sogar einen Arzt, der die Pillen nach Konzerten kostenlos an Musiker verteilte. Was man vielleicht noch wusste: Die Tabletten machten schnell süchtig!
Cash wurde verhaftet, als er eine größere Menge illegal in Mexiko einkaufte und er musste eine Nacht ins Gefängnis. Später wurde er mehrmals verhaftet, weil er im Rausch randalierte, aber auch einmal wegen Blumenpflückens in der Nacht. Insgesamt war er 9-mal im Gefängnis.
Während seiner Tablettensucht war er nur noch Haut und Knochen
"I walk the line" hat er übrigens für seine erste Frau geschrieben.

Ich glaube auch, dass seine gesundheitlichen Probleme eine späte Rache seines Körpers war.
Liebe Grüße
Marianne
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