QUOTE - gute Idee oder nur Zote ?

Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
Diskutiere mit uns über die richtigen Wege und falsche Entwicklungen. Was sollte sich ändern, was darf sich nicht ändern? Welche Rolle spielen wir Konsumenten? Was kann die Politik tun?

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Nordlicht
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QUOTE - gute Idee oder nur Zote ?

#1

Beitrag von Nordlicht » Mo 9. Feb 2004, 23:16

Hallo, Ihr Lieben !

Es ist mittlerweile rund 8 Jahre her, daß sich Heinz- Rudolf Kunze öffentlich zu der Meinung verstieg, daß zur „Rettung“ des deutschen Musikmarktes eine Quote einzuführen sei, die es z.B. den Rundfunkanstalten vorschreibt, daß in- und ausländische Produktionen im Programm nach einem bestimmten Schlüssel zu spielen sind. Mittlerweile gibt es entsprechende Beispiele aus Frankreich, und nach eigenem Bekunden (der Musikindustrie) hat dies den französischen Produktionen und Musikern gut getan.
In der NDR- Talkshow, die kürzlich mit der Anwesenheit zweier bekannter Liedermacher geehrt wurde, war sich Herr Mey nicht zu schade dazu, diesen uralten Quatsch mit Soße noch einmal aufzuwärmen und dann allen Ernstes forderte, man solle einmal überlegen, ob dies nicht eine wirkungsvolle Methode wäre, dem „deutschen Liedgut“ wieder zu mehr Geltung zu verhelfen.
Gottlob gab es auch noch einen Herrn Hoffmann, der dieser Meinung bei aller Freundschaft sehr differenziert und letztlich dezidiert ablehnend gegenüberstand. Denn eines dürfte uns ja allen klar sein: Mit Zwang ist noch nie etwas erreicht worden. Für den (einigermaßen mündigen) Endverbraucher kann es doch nur ein Kriterium geben, Musik zu hören – oder eben auch nicht: das ist die Qualität in musikalischer und / oder textlicher Hinsicht.
Ich bin immer wieder befremdet, wie sehr sich Künstler, die ansonsten als aufgeschlossene Freigeister gelten wollen und sich ihre Liberalität quasi in die Haut tätowieren lassen, Kampagnen unterstützen, mit denen sie sich am Ende doch nur selbst ins Fleisch schneiden. Gerade ein Herr Mey liegt ja nicht zum ersten Male schwer daneben, wirbt er doch schon seit einigen Jahren für „Copy kills Music“, ein Projekt, daß sich gegen Medienkopien und Musik aus dem Internet wendet, weil dies wohl verarmte Künstler in den totalen Ruin treiben wird. Daß hier nur die (zweifelsfrei lukrativen) Pfründe der Industrie- Giganten geschützt werden sollen, dürfte mittlerweile auch der letzte Musik- Konsument gemerkt haben. Nicht, weil es die Möglichkeit des Saugens aus dem Internet gibt, sind Plattenverkäufe stagnierend oder rückläufig. Vielmehr hat hier die (eben nicht vorhandene) Qualität erheblichen Einfluß. Dazu kommt die Preispolitik der CD- Produzenten, die ihre Produkte um ein Vielfaches überteuert in den Handel bringen. Da ist das Kopieren letztlich nur eine Art Selbstverteidigung des Verbrauchers.
Die Macht der Konzerne wurde dabei wieder deutlich, als die „verbesserten“ Gesetze zum Urheberrechtschutz in Kraft treten. Heutzutage wird jeder kriminalisiert, der sich von einer (kopiergeschützten und daher klanglich meist miserablen) CD eine Sicherheits- Kopie brennt, auf der er den Kopierschutz „knackt“ und damit den Klang verbessert. Inwieweit das nun dem einzelnen Künstler nutzt, das steht in jeder Beziehung in Frage.
Ich war jedenfalls nach dem Ansehen der NDR- Talkshow einigermaßen erstaunt darüber, wie sehr sich Herr Mey mit seinen Ansichten und Äußerungen von jener „Freigeist- Haltung“ der vergangenen Jahre entfernt hat und wie sehr er damit aus meinem persönlichen Denkmuster entschwindet. Das hat nichts mit seiner Haltung zu Internet- Fan- Seiten zu tun, sondern eben mit...siehe oben.
Wer so vehement meint, eine „Quote für deutschsprachige Musik“ könne allen Ernstes dazu beitragen, daß mehr deutsche Lieder im Radio gespielt werden, der wird nach meiner Meinung zu Recht wenig bis garnicht im Radio gespielt. Und das sage ich, obwohl dabei Leute wie z.B. Klaus Hoffmann gleich mit den „Bach runtergehen“.
Übrigens: ein so offensichtlich grenzdebiler Mensch wie Daniel Küblböck fiele ja auch unter die Quote... Und das ist noch ein Grund mehr, deutlich NEIN in Richtung eines Herrn Mey zu rufen...
Eure Meinung dazu würde mich natürlich interessieren. Vielleicht bin ich ja nicht der Einzige, der RM jetzt auch einmal auf der thematischen Schiene „angreifen“ möchte.
In diesen Sinne viele Grüße aus Oberösterreich,
ANDREAS.

(...der sich bei diesem Thema richtig ereifern könnte...)
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#2

Beitrag von Skywise » Di 10. Feb 2004, 03:58

"Die Industrie" - das ist so ein Schlagwort, das von den Medien (ich weiß, auch ein Schlagwort) aufgeworfen wurde, vielleicht ohne daß länger darüber nachgedacht wurde, was sich überhaupt dahinter verbirgt. Hinter jeder einzelnen CD, die auf den Markt gebracht wird, steht ein echter Mordsapparat, der erst mal finanziert werden will, seien es die Künstler, die Anwälte, die Fotografen, die Marketingabteilungen, die LKW-Fahrer, die CD-Händler, die Sekretärin des obersten Plattenbosses oder was weiß ich noch wer - alle die sind mit betroffen, wenn man sich eine CD aus dem Internet zerrt statt sie zu kaufen. Da hängen Menschen dahinter, Arbeitsplätze noch und nöcher, die ja in Zeiten wie diesen richtig kostbar sind ... Musikziehen aus dem Internet ist in jedem Fall nichts Anderes als Diebstahl, fertig. Und wenn man es genau betrachtet, dann war es auch nie legal. Durch die neue Gesetzgebung wurde das lediglich noch einmal präzisiert, das ist alles.
Von kopiergeschützten CDs halte ich trotzdem nichts - die zweitgrößte Fehlentwicklung der Musikindustrie in den letzten 20 Jahren, wenn man mich fragt. Aber das ist ein anderes Thema. Kommen wir zurück zur Quotenfrage ...
Ich finde es interessant, daß "die Industrie" *seufz* im Bereich Deutschquote mittlerweile (acht Jahre später) anscheinend nicht mehr ein so starker Befürworter ist. Wir gehen eine gute Woche zurück, schauen auf die Nachrichten und entdecken, daß Tim Renner, seines Zeichens Musikmanager bei Universal, von seinem Brötchengeber an die Luft gesetzt wurde. Okay, wer ist Tim Renner? Tim Renner zeichnet sich dafür verantwortlich, daß aus der deutschen Polydor ein Unternehmen wurde, das sich sehen lassen kann - immerhin wandelte er es von einem reinen Schlagerlabel um in einen Pool für innovative Musiker. Und auch das mittlerweile recht sattelfeste Label Motor Music wurde von ihm gegründet. Er gab dem "Nachwuchs" eine Chance, wovon vor allem deutsch(sprachig)e Interpreten wie Element Of Crime, Götz Alsmann, Rammstein, Philip Boa oder die Beginner profitierten. Die USA-Zentrale wollte anscheinend die Rendite erhöhen und mehr auf internationale Superstars wie Mariah Carey (*ürgs*), U2, Sting, Eminem etc. setzen, doch Renner hat sich nicht von seinem Vorhaben abbringen lassen ... was ihn den Job gekostet hat. Vermutlich wird in der nächsten Zeit sich einiges bei Universal ändern - ich schätze mal, daß ein Global Player den Job kriegen wird und dann geht es den kleinen, weniger erfolgreichen Bands an den Kragen, scheißegal, welchen künstlerischen Wert sie haben.
Daraus lese ich zwei Dinge ab. Erstens - "die Industrie" steht anscheinend nicht mehr hinter der Deutschquote. Zweitens - Tim Renner hat es anscheinend in den letzten Jahren richtig gemacht, denn es kann mir keiner weismachen, daß es sich von den von mir genannten "Nachwuchs"-Interpreten um lauter unbekannte Namen handelt.
Würde es mehr Leute wie Renner geben, dann könnte man sich im Prinzip die Diskussion um die "Deutschquote" schenken, denn es kommt nicht nur darauf an, aufgrund irgendeiner Quote irgendwelche deutsche Titel zu spielen, sondern auch, dem musizierenden Nachwuchs eine Chance zu geben, überhaupt gespielt zu werden. Es geht darum, innovative Bands und Interpreten mit Substanz zu fördern, dann kommt der Rest schon von ganz alleine. Immerhin haben es die meisten Interpreten von Motor Music ja auch ohne die Deutschquote geschafft. Ein paar Manager, die sich in der deutschen Musikszene mal wirklich umhören und schauen, was die Leute denn so spielen und können, sind im Augenblick nach meiner Auffassung sehr viel wichtiger als irgendeine Quote.
Ich muß zugeben, daß ich mir auch ursprünglich von Castingsendungen wie "Popstars" oder "Deutschland sucht den Superstar" etwas versprochen hatte, weil sie eine Plattform darstellten. Gut, zugegeben, wenn ich mir das Endergebnis ansehe, dann weiß ich, daß diese Hoffnung naiv war, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen :-)
Übrigens - noch zwei kleine Anmerkungen zur Raubkopieren- / Tauschbörsen-Thematik:
- Einer der richtig großen Musikgiganten (EMI) hat ebenfalls finanzielle Probleme, wie in "der Presse" zu lesen war. Sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: EMI, der Musikgigant, der normalerweise die richtig großen Selbstläufer wie Queen, die Beatles ... oder jetzt auch Reinhard Mey unter Vertrag hat. Das Problem bei der Geschichte: jeder andere Musikgigant hat ein paar Labels mit einer eigenen Organisation laufen, die er im Zweifelsfall abstoßen kann. EMI hat das jedoch nicht. Das heißt, wenn es dort einmal eng wird, dann geht's gleich ans Eingemachte und der Gigant wäre weg vom Fenster. Das würde automatisch bedeuten, daß gut 20 % der jetzigen Alben bis auf weiteres nicht mehr erhältlich wären. Keine schöne Vorstellung, wie ich finde. Aber vielleicht bald Realität, wenn sich die Leute die Sachen immer noch aus dem Netz ziehen.
- Ich persönlich halte es mit dem guten alten Adam Smith, der - grob umrissen - gesagt hat, daß der Mensch im allgemeinen ein kleiner, fauler, egoistischer, mieser Drecksack ist, der nur auf seinen eigenen Vorteil lauert. Darauf habe ich die Theorie aufgebaut, daß die CD-Preise mittlerweile bei 1 Euro pro Stück liegen könnten und es würde immer noch genügend Leute geben, die sich die Sachen aus dem Internet ziehen würden, einfach deshalb, weil sie sich sagen "Den einen Euro, den kann ich mir auch noch sparen ..." und weil es für sie schlicht bequemer ist: man geht in die Tauschbörse, sucht sich den Titel, klickt ihn an, kocht Kaffee und kann die Musik nur ein paar Minuten später bei einer schönen heißen Tasse genießen. Ja, ein sehr pessimistisches Menschenbild, das gebe ich zu. Aber auch eines, was ich leider als sehr realistisch einschätze.
Gruß
Skywise
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#3

Beitrag von migoe » Di 10. Feb 2004, 10:51

Hallo Andreas,
schon lange nix "richtiges" mehr von Dir gelesen, deshalb freue ich mich über diesen überaus interessanten Beitrag, zu dem ich aber meinen Senf dazugeben möchte.
Ich denke, Du hast nicht so eine schlechte Meinung über die Musikindustrie und Herrn Mey im Besonderen, wie es aus Deinem Beitrag gelesen werden könnte, und manche Deiner Sätze sind vielleicht überspritzt und bewußt provokativ, dennoch werde ich direkt dazu Position beziehen:
In der NDR- Talkshow, die kürzlich mit der Anwesenheit zweier bekannter Liedermacher geehrt wurde, war sich Herr Mey nicht zu schade dazu, diesen uralten Quatsch mit Soße noch einmal aufzuwärmen und dann allen Ernstes forderte, man solle einmal überlegen, ob dies nicht eine wirkungsvolle Methode wäre, dem „deutschen Liedgut“ wieder zu mehr Geltung zu verhelfen.
Dein Verhältnis zu Mey ist wohl sehr gespalten? Zum einen siehst Du die Sendung geehrt durch die Anwesenheit von Reinhard Mey, auf der anderen Seite gibt es doch nur "Quatsch mit Soße" von sich...???
Soweit ich mich erinnern kann geht es Mey bei seiner Forderung nicht darum, unbedingt eine Quote einzuführen, sondern sich damit auseinander zu setzen, wie man es in Deutschland schafft deutschsprachige Musik (und nicht "deutsches Liedgut") wieder populärer zu machen.
Dies ist natürlich auch etwas, daß Mey und anderen Liedermachern zugute kommen würde - doch ihm zu unterstellen, dies sei der einzige Grund für ihn sich an der Aktion aktiv zu beteiligen ist doch etwas oberflächlich betrachtet. Er sagte in der Sendung ja selber, daß er in seinem Alter nicht mehr darum kämpfen muß im Radio gespielt zu werden, denn seine Alben sind schon direkt bei der Veröffentlichung Erfolge und laufen wie warme Semmeln - und über die Tourneen muß ich hier doch nicht noch schreiben, oder?
Nein, Mey und die anderen "alten Säcke" (Mey-Zitat) haben das alles hinter sich, doch sie denken auch an die jungen Künstler, die in ihrer Muttersprache Musik machen und damit oft nicht ins Radio oder bei Viva/MTV usw. gespielt werden, wiel sie alleine aufgrund der verwendeten Sprache nicht "international" kompatible Musik machen - somit haben sie es nicht nur international (womit sicher die meisten Bands/Künstler leben könnten) schwer, sonder auch im eigenen Land! Das ist das Problem und muß gelöst werden - eine Quote könnte, muß aber nicht DIE Lösung sein.

Ich war jedenfalls nach dem Ansehen der NDR- Talkshow einigermaßen erstaunt darüber, wie sehr sich Herr Mey mit seinen Ansichten und Äußerungen von jener „Freigeist- Haltung“ der vergangenen Jahre entfernt hat und wie sehr er damit aus meinem persönlichen Denkmuster entschwindet.
Lieber Andreas, ist jemand denn kein "Freigeist" mehr, wenn die Meinung, die er vertritt auf einmal eine andere ist als die eigene - und bisher waren die Dinge, die Mey sagte und tat wohl "freigeistiger"...und bist DU denn jetzt der "Freigeist" und Mey nicht mehr?

Nicht, weil es die Möglichkeit des Saugens aus dem Internet gibt, sind Plattenverkäufe stagnierend oder rückläufig. Vielmehr hat hier die (eben nicht vorhandene) Qualität erheblichen Einfluß. Dazu kommt die Preispolitik der CD- Produzenten, die ihre Produkte um ein Vielfaches überteuert in den Handel bringen. Da ist das Kopieren letztlich nur eine Art Selbstverteidigung des Verbrauchers.

Nun, aus Sicht der Künstler kann es nichts mit Selbstverteidigung zu tun haben, wenn sich potenzielle Kunden die Ware einfach "klauen" anstatt den Künstler angemessen dafür zu bezahlen. Kann es denn wirklich sein, daß ein solches Argument dafür herhalten muß, wenn es darum geht zu begründen, warum jemand Musik, die er gerne hören möchte kostenlos (und illegal) aus dem Netz saugt und sich vehement weigert, dafür zu bezahlen? Nein, so kann es nicht richtig sein. Auch ich bin gegen Kopiergeschützte CDs, die nicht mehr in jedem Player laufen und bei manchen Geräten sogar störende Geräusche verursachen. Auch ich bin für ein unkompliziertes System Musik zu kaufen, auch ich möchte möglichst wenig dafür ausgeben - und 15 Euro scheinen mir auch nicht zuviel zu sein, schließlich habe ich von einer guten CD viele Jahre und Jahrzehnte noch etwas.
Ich denke, die Plattenindustrie stellt sich selber ein Bein damit, daß sie immer mehr "Schikanen" aufbaut, um den Kunden die eigene Dienstleistung schmackhaft zu machen - und ich denke, man könnte billiger und zielgruppenorientierter Musik verkaufen - z.B. über das Internet. Dazu gibt es ja auch schon einige sehr gut geeignete Beispiele, wie es geht, doch bis das ganze "hoffähig" ist wird wohl noch ein bißchen Zeit vergehen.
Künstler sollten aber nichts destro trotz immer noch selber entscheiden, wie die eigene Dienstleistung an den Mann gebracht wird - und Ausreden wie "zu teuer", "schlechte Qualität" usw. sollten nicht als Begründung dafür herhalten, warum die Musik eher geklaut als gekauft wird.

Übrigens: ein so offensichtlich grenzdebiler Mensch wie Daniel Küblböck fiele ja auch unter die Quote... Und das ist noch ein Grund mehr, deutlich NEIN in Richtung eines Herrn Mey zu rufen...
Wieso fiele Daniel Küblböck denn unter solche eine Quote? Soweit ich informiert bin hat er bisher nur englischsprachige Lieder veröffentlicht:
"Positive Energie" (Album)
erschienen am 16.06.2003 (BMG)
1. Heartbeat 3:22
2. You drive me crazy 3:53
3. Love is in the air 3:39
4. I don't wanna live another life 3:24
5. Love of my life 3:41
6. Little satellite 4:05
7. Heartbreaker 4:15
8. Pretty woman 2:52
9. Rock'n'Roll Hero 3:47
10. Life is too short 3:33
11. Call me Mr. Lover 4:03
12. Superman 3:10
13. Everytime you go away 3:55
Bei diesem Punkt hätte ich auch noch eine Frage an alle, die so ähnlich denken wie Du bei dem Namen Küblböck:
Ist es denn wirklich so, daß jemand, weil er sich so gibt wie er ist und halt so ist wie Daniel Küblböck, wirklich so abgestempelt und negativ betitelt werden muß, nur weil er in den Medien so dargestellt wird wie Herr Küblböck? Auch ich habe eine Meinung zu dem Phänomen "Daddy Blue" - und trotzdem fällt es mir schwer ein letztendliches Urteil über diese Art Künstler zu fällen, weil sie so, wie sie sich verhalten wahrscheinlich so verhalten wie ich es tun würde, wäre ich an ihrer Stelle - es gibt ja nicht nur einen "Daddy Blue", gerade in der heutigen Situation, wo jeder Sender seine eigene Casting-Show hat...
Um auch diese Ängste zu entkräfigen:
Viele Produktionen von Dieter Bohlen (z.B. Modern Talking), Ralph Siegel (z.B. Lulu) oder Frank Farian (z.B. Milli Vanilli) hätten in Zukunft übrigens auch nicht mehr Chancen wie Lieder von Künstlern und Bands, die ausschließlich in deutscher Sprache produzieren -> dabei darf man aber nicht übersehen, daß sich Scheiße in deutscher Sprache auch verkaufen läßt!!!
Ich habe eigentlich noch einige Dinge auf der Zunge liegen, krieg die aber im Moment nicht so eingetippt, wie ich es mir vorstelle, abgesehen davon muß ich jetzt Schluß machen...werde mich noch mal zu Wort melden...
Liebe Grüße nach Österreich an Serafina und das Nordlicht :-)
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Liebe Grüße aus Rothenburg

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#4

Beitrag von Michael » Di 10. Feb 2004, 18:18

Hallo,
diese ganze Quotendiskussion, die wir ja hier beiweitem nicht zum ersten Mal führen, finde ich teilweise etwas strange. Ich habe die Talh-Show mit RM auch gesehen und muss mich immer wieder darüber wundern, dass er doch manchmal etwas naiv wirkt. Es glaubt doch keiner im ernst, dass eine Quote eine Erhöhung der QUALITÄT bringen würde. Es würde nur - ich habe das an anderer Stelle schon mal gesagt - nur die üblichen Verdächtigen begünstigen. Und eine Quote für den Anton aus Tirol brauche ich wirklich nicht.
Am ärgerlichsten finde ich, dass sich RM vor den Karren dieser dubiosen Organisation für deutsche Sprache spannen lässt. Irgendwer sollte ihm mal sagen, dass er sich seine Freunde ein bisschen besser aussuchen sollte.
Michael
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.
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#5

Beitrag von Nordlicht » So 28. Mär 2004, 22:22

Lieber skywise !
Ich weiß, ich weiß, es gehört eigentlich nicht zum "ursprünglichen" Thema, aber Deine Ansicht über den "Diebstahl" beim Musik aus dem Internet konnte ich schon bislang nicht recht teilen, und seit einigen Tagen bin ich mir 100- %- ig sicher: Alles nur Gerede ! Denn am 22. März erschien in den "Oberösterreichischen Nachrichten" folgender Artikel:
>>> DIE "MUSIKPIRATEN" SIND ZU UNRECHT FEINDBILDER DER MUSIKINDUSTRIE
Die Musikindustrie wird nicht müde, das Internet zum Sündenbock für die Umsatzeinbrüche auf dem CD- Markt zu stempeln. Eine neue Studie zeigt, daß es so einfach nicht ist.
Musiktauschbörsen - von Napster über Gnutella bis Kazaa - sind seit Jahren die Feindbilder der Plattenindustrie und auch mancher Musiker. Die Konsumenten würden sich die Musik nur mehr gratis aus dem Internet downloaden, lautet der ewig gleiche Vorwurf. Die Folge: Die CD- Umsatzzahlen rasselten in den vergangenen Jahren in den Keller. Die Schuld liegt also an den Internet- Usern, den "Musikpiraten" ?
Damit macht es sich die Industrie zu einfach, wie die Music Download- Studie der Technischen Universität Freiburg zeigt. Bei der Befragungn von mehr als 2000 Online- Nutzern hat sich herausgestellt, daß zwischen Schein und Sein ein großes Loch klafft. Ein Beispiel: Jeder zweite Internet- Nutzer gab an, sich immer noch ein bis drei Alben pro Monat zu kaufen. Der Grund: Durch die Nutzung der Tauschbörsen verstärkt sich das Hör- und Konsumverhalten. Ein Indiz dafür ist, daß jeder dritte Befragte sagte, jetzt mehr Künstler und Gruppen zu kennen. Mehr als die Hälfte der "Musikpiraten" kauft heute mehr Alben als zuvor.
Die Einführung der kostenpflichtigen Downloadplattformen als Maßnahme gegen die Musikpiraterie zeigt wenig Erfolg. Die Forscher glauben wissen auch, warum: 75 Prozent der Befragten meinten, sie seien nicht ausreichend darüber informiert worden. Zudem wird der zu hohe Preis - 90 bis 99 Cent pro Song - kritisiert. Ein Großteil der Befragten würden maximal 10 bis 49 Cent pro Titel bezahlen.
(Reinhold Gruber) ANDREAS.
:wink:

(...der sich dann bis zum Mai langsam wieder abregen wird...)
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#6

Beitrag von greymagicvoice » Mo 29. Mär 2004, 22:06

Hallo an alle,
will mich gar nicht weiter über Sinn, Unsinn, Gefahr, Moral usw. von Downloading vs. Kaufen verbreiten. Nur mal zum Gucken einen Link, auf dem das ganz gut funktioniert, wie ich mir das Musikgeschäft im Netz (und vielleicht der Zukunft?) vorstelle. Sind zwar nicht so sehr bekannte Künstler, aber insgesamt doch tolle Musik und wird immer mehr.
Schaut mal hier: www.magnatune.com
Viel Spaß wünscht
Stephan
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#7

Beitrag von Nordlicht » Sa 12. Mär 2005, 05:07

Halli - Hallo !
Ich weiß: eigentlich steht dieser Beitrag unter einer falschen Überschrift, und ich bin der Meinung, daß wir eine Diskussion über Raubkopierer schon einmal an anderer Stelle geführt haben, leider weiß ich nicht mehr, wo. Aber nachdem sich die Quotendiskussion im Anschluß an das Bundestagsausschußspektakel erwartungsgemäß und - natürlich - ergebnislos im Sande verlaufen ist, bleibt noch die Musik- Industrie, die sich ob der angeblich unendlich vielen "illegalen" Downloads einen Wolf jammert. Zum Beweis dieser Behauptung werden uns, den Verbrauchern, immer wieder Kronzeugen in Form von notleidenden Song- Schreibern und Interpreten präsentiert.
Um so interessanter war da doch ein Beitrag im "Spiegel" (10/2005). Im Gespräch waren die Heftmacher mit den Musikerinnen Judith Holofernes ("Wir sind Helden") und Annette Humpe (Ex- "Ideal"). Und bei Annette Humpe, die auch als Produzentin einen tiefen Einblick in die Gegebenheiten der musikalischen Industrie hatte und hat, fiel mir eine hochinteressante Aussage auf, die da lautet:
"Ich habe das Internet erst durch meinen Sohn kennen gelernt. Wäre ich in seinem Alter (Anm.: 12), würde ich mir CDs auch brennen. Die sind einfach viel zu teuer ! Jahrelang haben die Plattenfirmen nur Musik produziert, die auf das Taschengeld von Pubertierenden zielte, und die über 40- Jährigen sollten brav weiter Phil Collins kaufen. Dafür wird die Industrie jetzt bestraft, und ich finde das gerecht !"
Oooo- ha ! Nun ist Frau Humpe mittlerweile auch schon 52 (...wie die Zeit vergeht... :-( ) und somit nicht unbedingt im Verdacht einer Sponti- Attitüde. Umso aufschlußreicher finde ich diese Sätze, die dazu beitragen könnten, die maßlose Verfressenheit der Unternehmen wenn schon nicht zu beenden, so doch wenigstens einzudämmen.
Nun warte ich auf den Künstler, der endlich einmal deutliche Worte gegen das schon mehrfach industriefreundlich abgeänderte und verschärfte Urheber- Recht wettert.
Liebe Grüße aus Oberösterreich sendet
ANDREAS.

(...der im Dienst Zeit zum Lesen und Schreiben hat...) :piep:
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#8

Beitrag von Reino » Mo 7. Apr 2008, 04:20

Ich finde es schon erstaunlich, welch seltsames Verständnis von Künstlern, ihrer Arbeit und dem Entgelt, das ihnen dafür zusteht, hier teilweise zum Ausdruck kommt.
Die Quote ist kein Instrument zur Qualitätssteigerung (sonst müßte es eine Quote für gute Musik – wer auch immer bestimmt, was darunter fällt – geben). Sondern es soll der absurden Situation entgegen wirken, daß die Amerikaner durch ihr Kaufverhalten bestimmen, welche Musik bei uns im Radio gespielt wird (die US-Charts werden rauf und runter gedudelt, ohne daß ein deutscher Hörer mitbestimmen kann, was in diese Charts kommt). Ich kenne den aktuellen Anteil deutschsprachiger bzw. in Deutschland produzierter Musik nicht, aber er liegt bei einigen Sendern und erst recht Formaten verdammt niedrig. Die verbleibenden 60–90 % der vom Rundfunk abgeführten Abgaben für GEMA und Leistungsschutzrechte gehen alle ins Ausland und somit deutschen Autoren und Interpreten verloren.
Nun kann man sagen, die Künstler sollen sich ihr Geld bei Live-Auftritten verdienen (sollte man aber nicht. Wer nicht im Radio gespielt wird, hat geringe Chancen auf lukrative Liveauftritte). Diese Chance haben aber die Autoren nicht. Sie sind (wenn sie nicht "im Nebenberuf" aufführende Künstler sind) auf Tantiemen angewiesen. Und die werden ihnen durch Radioboykott und Raubkopien gestohlen. Die Ausrede, es würden nur die bösen Musikkonzerne abgestraft, ist einfach nur dumm.
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#9

Beitrag von Recky » Do 3. Jul 2008, 10:14

Moin,
dieser Thread ist zwar schon etwas älter, aber ich habe ihn gerade erst gefunden und meine, auch noch meinen Senf dazugeben zu müssen...
Man muß zwei parallele, aber deutlich verschiedene Diskussionen unterscheiden: Quote für deutschsprachige Musik und Quote für in Deutschland produzierte Musik. Ich gehe davon aus, daß Leute wie Reinhard Mey erstere unterstützen, aus kulturellen Gründen sozusagen. Es gibt eine Menge Leute, allerdings hauptsächlich etablierte Produzenten und Indie-Labels, die einfach eine Quotierung für Musik fordern, die hierzulande produziert wird. Davon würden natürlich u.a. auch Bohlen und Co. profitieren.
Ich denke schon, dass eine Quote für deutschsprachige Musik die Qualität steigern könnte, da die Sender, die tendenziell "bessere" Musik spielen, gezwungen wären, erheblich mehr einheimisches Repertoire zu playlisten. Momentan spielen die öffentlich-rechtlichen Sender ca. 7% deutschsprachige Musik, und das hauptsächlich im Rahmen von thematischen Abendsendungen. Tagsüber hört man wirklich fast keine deutschen Songs - und ich toure quer durch Deustchland und bin nachhaltig fasziniert davon, wie viele Kacksender es gibt!
Es ist natürlich klar, dass die Plattenfirmen gar kein Interesse an solchen Quoten haben. Das Sagen haben inzwischen eh nur noch die in den USA und London sitzenden BWLer und Marketingstrategen, und die brauchen schnellen Umsatz, und zwar weltweit. Daher werden erstens keine nur regional aktiven Künstler mehr aufgebaut (Grönemeyer und Westernhagen durften sich noch mehrere gefloppte Alben erlauben bevor der erste Hit kam; heutzutage bekommt ein neuer Künstler eine bis zwei Singles zugestanden), zweitens werden am liebsten internationale (und damit zu 95% amerikanische) Künstler global vermarktet, weil die eben überall funktionieren.
Was die Plattenkonzerne dabei komplett übersehen, ist die Tatsache, dass Musik viel mit der Identifikation des Zuhörers (und Käufers) mit dem Künstler und dessen Output zu tun hat. Und hier merkt man ganz deutlich, dass hierzulande deutschsprachige Künstler viel mehr Hardcore-Fans anziehen, als diejenigen, die sich der englischen Sprache bedienen (in Deutschland oft schlecht und damit belanglos), bzw. aus den USA importiert werden. Eine über einen längeren Zeitraum aufgebaute, feste Fanbasis zahlt sich auf lange Sicht aus, aber genau das passt überhaupt nicht mehr zum Geschäftsmodell der Konzerne, die nur von Quartal zu Quartal denken. Deshalb kümmern die sich auch am liebsten um Teenie-Musik, denn zwei Quartale später sind die Fans den Künstlern entwachsen und neue Gesichter müssen her. Daher gibt es immer mehr (auch unbekanntere) Künstler, die überhaupt keinen großen Plattendeal mehr WOLLEN! Was hätten sie auch davon, ausser (zum Glück nicht zurückzahlbare) Schulden beim Label, wenn sie nicht schnell einige 10000 CDs verkaufen?
Reino hat auch richtig bemerkt, dass deutschen Künstlern eine wichtige Verdienstgrundlage fehlt, wenn 93% der im Radio gespielten Musik aus dem Ausland kommt. OK, die GEMA wird von Schlagerfuzzis verwaltet und die haben eh ihre Plattformen zum Geldverdienen, so dass wenig Einsatz zur Quote von diesem Verein zu erwarten ist. Allerdings haben ganz viele hervorragende deutsche, österreichische und schweizerische Künstler keine "Multiplikationsplattform" für ihre Musik, was sich natürlich auch auf ihre Konzertgagen auswirkt. Ein Teufelskreis, und daher bin ich vehement für eine Radioquote.
Zum Thema illegales Downloaden und Raubkopieren: Es ist wahr, dass gerade Newcomer davon profitieren können, wenn ihre Musik kostenlos weltweit verbreitet wird. So können sie eine breite, globale Fanbasis erobern. Uns deutschsprachigen Leuten nützt das allerdings nicht viel. Für uns kann das bedeuten: Statt 3000 Kopien pro Album verkaufen wir nur 500, dabei könnten wir die Kohle gut gebrauchen, wenn man bedenkt, wie beschissen die Gagen sind und wie abgezockt die Spritpreise. Glücklicherweise sind die Fans im Liedermacher- und Kabarettumfeld (in denen ich mich zumindest ein wenig auskenne) tendenziell keine großen Selbstbrenner, sondern halten gern ein Originalprodukt in Händen. Aber auch hier sind nicht alle so drauf - ich kenne viele Gutverdienende, die Musik stehlen, weil es eben geht. Wenn ich ihnen sage, es sei das gleiche wie Stehlen im Supermarkt, sehen sie mich an als hätte ich nicht alle Tassen im Spind ("der Reck nervt total mit seinem Feldzug gegen's Brennen - bloß weil er selbst so'n hungerleidender Musiker ist"). In Deutschland ist die Rate privaten illegalen Downloadens und Kopierens übrigens besonders hoch im weltweiten Vergleich; traditionell wird der populären Musik als Kunstform sehr wenig Wert beigemessen. Das zeigt sich schon in der sozialen Einstufung eines freiberuflichen Musikers.
So, das reicht erst mal...
Tschüss
Recky
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#10

Beitrag von Rex2005 » Do 3. Jul 2008, 11:05

hier ein Artikel zur Entwicklung in Frankreich seit Einführung der Quote.
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#11

Beitrag von Skywise » Do 3. Jul 2008, 16:11


Recky schrieb:
Zum Thema illegales Downloaden und Raubkopieren: Es ist wahr, dass gerade Newcomer davon profitieren können, wenn ihre Musik kostenlos weltweit verbreitet wird. So können sie eine breite, globale Fanbasis erobern.
Soweit der Plan, allerdings bin ich immer noch am Zweifeln, ob das wirklich so eintreten wird. Einerseits muß man sich in diesem Zusammenhang nahezu 100%ig auf die Mund-zu-Mund-Propaganda verlassen (oder auf das technische Gegenstück). Und andererseits weiß ich nicht, inwiefern das einem einzelnen Interpreten nutzt, wenn er zwanzig Fans in Sydney, vierzehn Fans in Tokio, achtzehn in Mülheim an der Ruhr, dreizehn in Glasgow und vier in Los Angeles sitzen hat. Der Streufaktor ist einfach immens.
In Deutschland ist die Rate privaten illegalen Downloadens und Kopierens übrigens besonders hoch im weltweiten Vergleich; traditionell wird der populären Musik als Kunstform sehr wenig Wert beigemessen. Das zeigt sich schon in der sozialen Einstufung eines freiberuflichen Musikers.
Lohnt sich das überhaupt, den sozial einzustufen? :-D
Ne, ist schon richtig und sei hiermit auch unterschrieben.
Gruß
Skywise
Dieser Beitrag enthält 173 Wörter


"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
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JuergenF
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QUOTE - gute Idee oder nur Zote ?

#12

Beitrag von JuergenF » Sa 16. Aug 2008, 21:33

Holger Saarmann zur "Quote" (ungefähr genauso alt wie dieser Thread...)
Holger Saarmann zur Deutsch-Quote
Wer Holger Saarmann ist, geht ebenfalls aus seiner Stellungnahme hervor.
Jürgen
Hallo Jürgen, habe den Link präpariert, sodass er jetzt direkt funktioniert. :wink: LG Petra
Dieser Beitrag enthält 43 Wörter


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14.11.12 Hannes Wader in Kirchheim/Teck, Stadthalle
21.2.13 Uta Köbernick in Bietigheim Bissingen, Rommelsmühle
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