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Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
Diskutiere mit uns über die richtigen Wege und falsche Entwicklungen. Was sollte sich ändern, was darf sich nicht ändern? Welche Rolle spielen wir Konsumenten? Was kann die Politik tun?

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Helmut
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#21

Beitrag von Helmut » Mo 7. Apr 2008, 17:46

Hallo Reino
Ich war von 1977 bis weit in die 80er Jahre jeweils an allen Tagen dabei. In den 90er Jahren konnte ich aus familiären Gründen nicht kommen (dazu kam, dass meiner Frau und mir die neue Form weniger zusagte). 2005 hab ich das Bardentreffen neu entdeckt und bin seit dem wieder regelmäßig vertreten.
Dass damals Lerryn wegen Gagen initiativ wurde, habe ich mitbekommen. Infos, besonders aus dem Hintergrund, würden mich schon sehr interessieren.
Gruß
Helmut
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Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.

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Reino
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#22

Beitrag von Reino » Mo 7. Apr 2008, 18:30

Lerryns Initiative lief über die AG Song (die er ja selber 1974 gegründet hatte, aus der er sich aber schnell zurückzog, als sein Vorschlag, die AG Song der SPD-Jurgendorganisation "Die Falken", deren 2. Vorsitzender Lerryn war, anzuschließen, abgelehnt wurde).
Die AG Song war (und da kommt "meine Rettungsaktion" ins Spiel) entscheidend dafür, daß das Bardentreffen überhaupt stattfand (zumindest: ein zweites Mal stattfand).
Das erste Bardentreffen war als Wettbewerb ausgeschrieben worden, bei dem es außer Unterkunft nur ein paar Sachpreise zu gewinnen gab (so gewann Thomas Felder ein Fahrrad, Dietrich Neumann eine 2X5-Watt-Stereoanlage).
Da sich nur etwa 7 Liedermacher beworben hatten, wandte sich der Veranstalter (war das nicht das Tourismus-Büro) hilfesuchend an Stephan Rögner ("Mr. AG Song").
Ich schlug dann vor, Nürnberg einfach als Veranstaltungsort eines AG-Song-Treffens zu nutzen. Mehr als Unterkunft, Versammlungsräume und Auftrittsmöglichkeiten hatten uns andere kommunale Veranstalter auch nicht zu bieten.
So kam es. Über 30 Liedermacher bevölkerten die Nürnberger Innenstadt, wir bekamen Essensmarken für Nürnberger Bratwürste und einen Raum für unsere Mitgliederversammlung in einem Gewerkschaftshaus. Den Wettbewerb gewann überraschend Klaus-Gerhard Rau (als kleinstes gemeinsames Übel) und der städtische Fotograf machte 8 Fotos von mir und Rainer Baasner (ein Foto von mir auf der Hauptbühne am Albrecht-Dürer-Platz zierte dann auch einige Jahre eine Werbebroschüre des Tourismus-Büros).
In den folgenden Jahren versuchte die AG Song dann, ihren Einfluß für die Interessen der Liedermacher geltend zu machen. So war der Wettbewerb sicher nicht im Sinne der Künstler (es waren immerhin die politischen 70er Jahre!). Ab 1978 war Wettbewerb dann gestrichen. Gagen gab es aber weiterhin keine (und meiner Erinnerung nach auf keine Fahrtkostenerstatten, da würd ich aber keinen Eid ableisten).
Lerryn brachte dann das Thema bei der AG Song aufs Tapet. Die Mitgliederversammlung unterstützte die Forderung nach einer Mindestgage von 300 DM für Auftritte bei kommunalen Veranstaltern (bei einem Liedermacher-Treffen 1979 in Frankfurt schloß sich auch Karsten Voigt als Podiumsredner einer Gagenforderung an, allerdings nur in der Höhe, die die Volkshochschule an Referenten bezahlt – ob er das wirklich duchgerechnet hatte oder nur als passenen Vergleich empfand, weiß ich nicht). Das Ergebnis war: Nürnberg zahlte fortan Gagen, meinte nun aber im Gegenzug, selber bestimmen zu müssen an wen. Die (sicher ein breites Stil- und Qualitätsspektrum abdeckenden) Liedermacher, die das Bild der ersten vier Treffen bestimmt hatten, wurden nicht mehr eingeladen.
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migoe
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#23

Beitrag von migoe » Mo 7. Apr 2008, 21:54

Da ich selber (ganz unbescheiden und maßlos übertrieben) 1976 das Bardentreffen gerettet habe, hab ich viele angenehme und skurile Erinnerungen, aber auch einiges zu erzählen, was die Besucher nie erfahren haben.
Falls es jemand interessiert ...

Ja, hier! Bitte erzähl weiter...mich interessiert das sehr! Sicher ist das Bardentreffen heute nicht mehr vergleichbar mit dem Bardentreffen von 1975 - aber heute ist ja auch die Welt eine andere!
Du bist herzlich eingeladen, zum Liedertreffen 2008 nach Üdersee zu kommen. Dort findet das Liedertreffen statt, welches bereits eine 8jährige Tradition hat und bisher jährlich in einer anderen Stadt von anderen Organisatoren geplant und durchgeführt wurde. Das ist etwas ganz "Eigenartiges" und gibt es so nur hier auf dem Liedermacher-Forum :-D. Hier gibt es auch keine Gage für die Liedermacher und alle finden es gut, dabei zu sein, auch wenn man nicht auf einer großen Bühne auftritt - dafür hat man aber ein dankbares und wirklich interessiertes Publikum.
Und im August schaffe ich es vielleicht auch mal wieder auf das Bardentreffen...
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Liebe Grüße aus Rothenburg

migoe | www.liedermacher-forum.de
...
Manche Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.

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Saitenzuppler
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#24

Beitrag von Saitenzuppler » Do 8. Mai 2008, 13:41

Ein herzliches Hallo in die Runde !
Klar kenne ich das "alte" Bardentreffen noch... bin da selbst einige Male in einer Ecke gestanden und habe geträllert...
... und danach gings dann meist noch in's Zündholz zu Fipps auf ein Sandwich und ein Bier... oder in's Gregor Samsa...
Das ist halt die Gnade der frühen Geburt !
Kurz zu mir (da brandneu hier):
Gitarre und Gesang verhaftet seit nunmehr 38 Jahren (wenn sich jemand noch an so'nen langhaarigen Bubi in der Hauptbahnhofunterführung erinnert, der seelenvoll "Don't think twice.." geschmettert hat - das könnte ich gewesen sein, so um die 1976 rum...).
Nach dem Fall des Meister-Zwanges hab' ich dann meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und bin Gitarrenbauer geworden.
Tolles Forum hier ! ... und ach ja, hallo Mario !
Gruss, Martin
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Petra
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#25

Beitrag von Petra » Do 8. Mai 2008, 14:56

Hallo Martin,
offenbar bist Du der Martin Wieland, den Mario in einem anderen Thread in den höchsten Tönen gelobt hat. Demzufolge ist Dein Nick 'Saitenzuppler' Untertreibung hoch zehn. ;-)
Ich darf Dich hiermit herzlich willkommen heißen :haende:, ich freue mich, dass Du hergefunden hast.
Viele Grüße von Petra

P. S. Gerade habe ich festgestellt, dass Mario schon früher über Martin geschrieben hat und zwar am 21.06.2007 (getreu dem Motto 'Steter Tropfen höhlt den Stein. *g*):

Hallo Marianne,
wenn ihr nach Nürnberg fahrt, sollte Benni unbedingt bei einem exzellenten Gitarrenbauer (Martin Wieland) vorbeischauen. (Meine nächste Klampfe wird eine modifizierte Juanita sein von Martin sein).
Brauchst auch keine Angst haben, dass er das Geld für die Rückfahrt ausgiebt - Martin ist so ausgelastet, dass er nur auf Bestellung baut und da kann Benni dann noch eine Weile sparen :-)
Mario
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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Saitenzuppler
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#26

Beitrag von Saitenzuppler » Do 8. Mai 2008, 21:13

Hallo Petra,
na das ist ja mal eine schöne Begrüssung, danke !
Der Nick - naja, ich treibe mich in einigen Foren auch beruflich rum, da ist der Nick dann eindeutiger - aber hier bin ich eigentlich privat, als jahrzehntelanger Singer/Songwriter/Liedermacher-Fan...
Was natürlich nicht heisst, dass ich auch hier mal den einen oder anderen Tipp geben kann...
Ich bin allerdings musikalisch eher von der anglo-amerikanischen Fraktion - mit Ausnahmen wie Hannes Wader, F.J. Degenhardt und ein paar andere.
Aber die all-time-favorites sind Cohen, Arlo Guthrie + Papa Woody, John Prine, John Hiatt, Townes Van Zandt, Guy Clark !!, natürlich Dylan...
aber auch zeitgenössische Songwriter wie Biber Herrmann, Markus Rill etc. - es gibt wieder richtig gute Leute...
Gruss, Martin
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#27

Beitrag von Doro1100 » Do 8. Mai 2008, 21:46

Hallo Martin,
auch von mir ein herzliches Willkommen bei uns im Forum.
Von Gitarren verstehe ich leider weniger als nix! ;-)
....aber auch zeitgenössische Songwriter wie Biber Herrmann, Markus Rill etc. - es gibt wieder richtig gute Leute...

Aber...Biber Herrmann find ich total klasse! Den hab ich Ende letztes Jahr eher durch Zufall entdeckt als er zusammen mit W.L. in Mainz gespielt hat.
Nachträglich hab ich mir seine CD gekauft und hoffe ihn bald noch mal auf einem Solo-Konzert erleben zu können. Sehr schöne Musik und das NICHt in deutsch - bei mir eher die Ausnahme ;-)
Viele Grüße nach Bayern
von Doro

P.S Hier geht's zu Biber Herrmann

@Skywise
Aha! Hast Du am 09.10.08 schon was vor? Siehe HDJ :-D
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"Musik ist ein Bohrer. Du kannst damit Löcher machen in menschliche Herzen.
Wo `n Loch ist, kann was rein. Oder raus."

(Gerhard Gundermann)

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Saitenzuppler
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#28

Beitrag von Saitenzuppler » Do 8. Mai 2008, 23:01


Doro1100 schrieb:
Aber...Biber Herrmann find ich total klasse! Den hab ich Ende letztes Jahr eher durch Zufall entdeckt als er zusammen mit W.L. in Mainz gespielt hat.


Hi Doro,
Der Biber ist nicht nur ein hervorragender Musiker und Songwriter (mein absoluter Liebling ist "No One Else Does"), er ist auch einer der feinsten und natürlichsten Menschen die ich kenne... vorletzten Montag haben wir in meiner Werkstatt auf Teufel komm' raus gejammt.. es war klasse !
Und ich freu' mich riesig, dass ich seine zukünftige Gitarre bauen darf !
Gruss, Martin
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Mario
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#29

Beitrag von Mario » Fr 9. Mai 2008, 10:40

Hallo Martin,
sei aufs herzlichste hier gegrüßt (habe dich sofort an deinem Avatar erkannt - Grüß big Daddy schön von mir). Es scheint ja doch eine große Familie zu sein, die in unterschiedlicher Inensität in den unterschiedlichsten Foren rumwuselt.
Aber du hast doch hoffentlich bei der Aufzählung deiner wenigen deutschen Lieblingsliedermacher einen vergessen (ich will den Namen hier nicht nennen, weil den Mario hier noch viele kennen :gruebel: ).
Übrigens, mit der neuen Befestigung des Steges hat meine Gitarre total an Klang gewonnen - ich muss nur demnächst noch einen Furnierstreifen unter den Knochen legen, denn wenn ich etwas gewaltiger in die Saiten greifen scheppert die G Saite so ein klein wenig.
Wenn ich das nächste mal in Herbsruck bin, kommt da nochmal ein neuer Knochen rein, kannst ja schon mal eine Kuh mit der richtigen Nahrung aufpeppeln, damit für deutsceh Musik kein argentinischer Knochen verwendet werden muss (obwohl, wir sind je eigentlih international ausgerichtet).
Mario
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12 Töne, 24 Buchstaben, viel Gefühl im Bauch - ein neues Lied ist entstanden

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Saitenzuppler
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#30

Beitrag von Saitenzuppler » Fr 9. Mai 2008, 12:42

Ha ! Mario ! Schön dich zu lesen... :-D
Wir machen das mit dem Knochen einfach so: Du rufst rechtzeitig an, ich werde dann mal im Zuge der lokalen "Heimat-auf-dem-Teller"-Bewegung ein 600 Gramm T-Bone-Steak von einem ortsansässigen Rindvieh (jawoll, die gibt's hier :roll: ) verdrücken und mir den Knochen einpacken lassen. Der kommt dann auf die Bandsäge... ;-)
Lieben Gruss, Martin
P.S. Wie war's denn bei Peter ?
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