Dean Reed - ein Amerikaner in der DDR

Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
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Rex2005
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Dean Reed - ein Amerikaner in der DDR

#1

Beitrag von Rex2005 » Di 30. Jan 2007, 22:26

Hallo
da Dean Reed in den letzten Tagen öfter in der Presse erwähnt wird, stelle ich ihn kurz vor:
Dean Reed wurde 1938 in Denver /Colorado geboren, studierte 2 Jahre Meteorologie. Um sich das Studium zu finzanzieren sang er in Lokalen, erhielt später Plattenverträge.

Ab 1962 gab er Konzerte in Lateinamerika, hier beginnt er sich politisch zu engagieren. Er wurde Mitglied des Weltfriedensrates, unterstützte Aktionen gegen den Vietnam-Krieg, in Chile und überall da wo es politisch „brannte“.
1966 geht er nach Italien und arbeitet dort auch als Schauspieler.
Er war er in verschiedenen Filmen zu sehen, so unter anderem
1970 als Partner von Yul Brunner in der Westernkomödie "Adiós Sabata" ( wird am 11.2. auf der ARD mal wieder wiederholt)
1972 siedelte er in die DDR über. Hier spielte er in einigen DEFA-Produktionen mit u.a. in „El Cantor“ einem Film über Victor Jara, wofür er auch das Drehbuch schrieb und Regie führte.
Hauptsächlich war Dean Reed aber Sänger, vor allem politischer Lieder, komponierte und textete auch selbst. Er sang in Englisch, Spanisch und Deutsch.
Er gab Konzerte für Chile, in den USA, Argentinien, Großbritannien, Nikaragua, Panama, Venezuela, Österreich, Schweden, Finnland, Bulgarien, Palästina, im Libanon und anderen Ländern. Vor allem in lateinamerikanischen Ländern , in der Sowjetunion und logischerweise auch in der DDR war er sehr populär. Es gab wohl kaum eine Posterwand von der er nicht strahlte. (War aber auch ein lecker Kerlchen ;-) )
1986 starb Dean Reed. Der Umstand seines Todes ist ungeklärt. Er errtrank obwohl er ein guter Schwimmer war ... Ein Stoff aus dem Legenden entstehen. So gibt es die wildesten Gerüchte um seinen Tod. Am wahrscheinlichsten jedoch ist, dass er Selbstmord beging, da er an Depressionen litt.
Seit einigen Jahren bemühte sich Tom Hanks um die Filmrechte, um Dean Reeds Leben zu verfilmen. Inzwischen hat er diese auch erworben, wann und ob er dieses Projekt verwirklicht ist aber bisher nicht bekannt.
Diese Homepage wurde ihm zu Ehren und zum Gedenken eingerichtet, es gibt sehr viele Details aus seinem Leben, viele Bilder und Songs zu hören. Die Seite ist in mehreren Sprachen lesbar und so gibt es auch ein internationales Forum.
Am 14. Februar 2007 hat der Dokumentarfilm "Dean Reed - Der Rote Elvis" auf der Berlinale Premiere. „Der rote Elvis“ – nun ja, mir schmeckt diese Betitelung nicht und ich wüsste auch nicht, dass er zu Lebzeiten so bezeichnet wurde.
Alles in allem ist er als Sänger ein Typ mit großer Ausstrahlung und politischen Engagemant gewesen, hatte aber auch einen Hang zum "Spinner" - wenn man an seinen Auftritt beim "Kessel Buntes" denkt, wo er auf einem Pferd auf die Bühne geritten kommt, dabei Gitarre spielt und singt ... (auf den bekannten Clip-Seiten zu bewundern ). Als Schauspieler war er wohl eher Mittelmaß.
auf der HP :
"Es reicht nicht aus, nur Lieder zu singen, Gedichte zu schreiben oder Bilder zu malen; es ist darüber hinaus erforderlich, aktiv am Kampf für den Weltfrieden teilzunehmen und seine Kunst, sein Leben all denjenigen Menschen zu widmen, die für ihre nationale Befreiung und Unabhängigkeit eintreten."
Rex2005
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