CD-Preise und ihre Gestaltung

Der Musikmarkt in Deutschland ist im Wandel und das hat Auswirkungen auf alle Künstler/innen in allen Bereichen.
Diskutiere mit uns über die richtigen Wege und falsche Entwicklungen. Was sollte sich ändern, was darf sich nicht ändern? Welche Rolle spielen wir Konsumenten? Was kann die Politik tun?

Beschreibung © by migoe | Foto © by Pixabay.com
Antworten
Benutzeravatar
Lennart
Beiträge: 35
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 21:22

CD-Preise und ihre Gestaltung

#1

Beitrag von Lennart » Fr 24. Feb 2006, 13:31

Liebe Leute,
ich möchte mal was zu den CD-Preisen sagen, weil im Thread rund um die Gesetzesvorlage der Phonoindustrie eine Meinung geäußert worden ist, die mir aufgestoßen ist, weil ich sie als eindeutig zu undifferenziert empfand.
Wir selbst, also ich mit meinem Duo, produzieren ja nur Kleinserien, aber trotzdem muss jeder Produktion ja eine Rentabilitätsberechnung vorausgehen.
Das eine einzelne CD im Presswerk bei Kleinserien einen maximalen Produktionspreis von 2,- Euro hat ist erst mal richtig. Das ist schon der Preis, wenn man ein aufwändiges vollfarbiges, 16-seitiges Booklet dabei hat.
Allerdings muss so eine CD auch erst mal aufgenommen werden. Ein halbwegs professionelles Studio kostet selten unter 500,- Euro/Tag. An einem Tag nimmt man, wenn man sich richtig Mühe gibt, selten mehr als einen Song auf. Bei 14 Liedern auf einer Platte, sind das weitere 7000,- Euro. Dann kommt noch die Zeit des Mischens drauf, veranschlagt mit grob 2000,- Euro. Dazu dann noch das Mastering, was auch noch mal 500,- Euro betragen kann. Bei einer Kleinserie von 1000 CDs kommt man also auf 9,50 Euro pro CD für die gesamten Studiokosten.
Da man ein Booklet besser nicht selber bastelt, sondern einen Grafiker dran lässt, der, wenn er schnell ist, zwei Tage daran arbeitet gehen hier locker weitere 800,- Euro durch, kommt also zu weiteren 0,80 Euro pro CD.
Oft sind in Booklets auch Photos zu finden. Ein professioneller Fotograf kostet weitere 200,- Euro, also 20 Cent pro Scheibe.
Als nächstes kommen Vertriebswege hinzu. Hier gehen oft auch noch mal 2,- Euro pro CD bei drauf.
Ich habe garantiert noch einen Kostenfaktor vergessen, aber eine durchweg professionelle Produktion kostet jetzt schon mal 14,50. Da hat jetzt weder eine Plattenfirma noch ein Künstler dran verdient.
Glücklicherweise haben wir einen bekannten mit einem semiprofessionellen Studio, einen Freund der Grafiker ist, einen bekannten der professionell fotografiert, usw. Aber selbst bei unserer Kleinproduktion von 500 Stück, die wir bei der letzten CD hatten, haben wir 2000,- Euro ausgegeben. Da wir dieses Geld auslegen müssen, müssen wir zusehen, dass wir das schnell wieder reinkriegen. Jetzt könnte man ja sagen, prima, so günstig wie die Produktion war (4,- Euro pro Platte), könnte man die ja für nen Fünfer verkaufen. Machen wir aber nicht. Denn wir wissen, dass wir innerhalb des ersten Jahres höchstens 150 Platten verkaufen, und dass dann schon eine gewisse Marktsättigung für uns einsetzt. Das heißt, jede weitere verkaufte CD ist mit einem Auftritt erarbeitet, der meistens auch plus-minus-Null kalkuliert ist. Also verkaufen wir die Platte zu 12,- Euro, und wenn mir da irgendjemand Wucher vorwirft, bloss weil ich das Geld, was ich auslege auch wieder raushaben möchte finde ich das dreist.
Soviel zur Kleinserie. Auf der anderen Seite ist klar, das oben kalkulierte Fixpreise sich bei Marktüblichen Großproduktionen locker vierfach kalkulieren lassen. Das heißt, die Fixkosten liegen oft bei etwa 50.000 Euro. Die Presswerkkosten dafür nur etwa bei 0,50 Euro/CD, weil es ja eine Großserie ist. Sagen wir mal, wir machen eine Hunderttausender-Auflage, dann sind wir bei 1,00 Euro pro CD. Jetzt bekommt das Management seinen Anteil (vielleicht auch ein Euro), das Label (vielleicht auch ein Euro), die GEMA (muss gezahlt werden, bei Pressung, bei 14 Liedern auch etwa ein Euro), die Musiker (selten mehr als ein Euro), der Plattenladen (oft leider nur 0,50 Euro), evtl. Gastmusiker (nochmal 50 Cent für alle zusamen) und der Großvertriebspartner (weitere 0,50 Euro).
Diese CD kostet jetzt also 6,50 Euro. Und da geb ich jedem Recht, der sagt mehr als 10 Euro sei Wucher.
Und dann gibt es auch noch die Megaproduktionen der Megastars, die wieder nach ganz anderen Spielregeln laufen. (Der angesprochene Michael Jackson gehört da wohl oder übel zu.)
Und dann kommen wir zum typischen Kundenverhalten. Der normale unaufgeklärte Kunde meint, wer berühmt sei, dürfe mehr kosten, als derjenige der noch keinen Namen habe. Wir, die kleinen, müssen unsere möglichen Preise an denen orientieren, die die großen machen. Wenn also eine Ärzteplatte für 16,00 Euro im Laden steht, muss ich da fast schon ein bißchen froh drüber sein, denn andernfalls könnte ich meine 12,- Euro kaum durchsetzen.
In der zweiten Jahreshälfte werden wir dann wahrscheinlich auch noch anfangen mit einem Vertriebspartner zusammenzuarbeiten. Und schwupps kostet unsere CD dort 14,-, vielleicht sogar 15,- Euro, weil wir es uns nicht leisten können, unsere "Schuldentilgung" pro CD zu mindern.
Ich weiß, dass der ganze Beitrag eindeutig außerhalb des eigentlich diskutierten Themas liegt, aber es war mir wichtig, hier mal eine Lanze für die Preisgestaltungen von CDs, gerade auch von unbekannten Künstlern zu brechen.
Viele der angeführten Zahlen, sind nicht belegt, scheinen mir aber realistisch zu sein. Bei einigen weiß ich eben besser, bei anderen weniger gut bescheid.
Dieser Beitrag enthält 833 Wörter



Benutzeravatar
Petra
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 2842
Registriert: Di 4. Mär 2003, 21:36
Kontaktdaten:

CD-Preise und ihre Gestaltung

#2

Beitrag von Petra » Fr 24. Feb 2006, 14:51

Hallo Lennart,
Ich weiß, dass der ganze Beitrag eindeutig außerhalb des eigentlich diskutierten Themas liegt, ....
na und??? Du hast doch einen separaten Thread eröffnet. Für mich sind Deine Ausführungen jedenfalls sehr interessant.
Und dann kommen wir zum typischen Kundenverhalten. Der normale unaufgeklärte Kunde meint, wer berühmt sei, dürfe mehr kosten, als derjenige der noch keinen Namen habe.
Ich fürchte, damit hast Du Recht.
..., und wenn mir da irgendjemand Wucher vorwirft, bloss weil ich das Geld, was ich auslege auch wieder raushaben möchte finde ich das dreist.
Ich kann mich ja täuschen, aber das hat niemand getan, glaube ich. Es ging ja um die 'Großen', deren Produktionskosten pro Stück durch Massenproduktion wesentlich geringer sind.
Wir, die kleinen, müssen unsere möglichen Preise an denen orientieren, die die großen machen. Wenn also eine Ärzteplatte für 16,00 Euro im Laden steht, muss ich da fast schon ein bißchen froh drüber sein, denn andernfalls könnte ich meine 12,- Euro kaum durchsetzen.
So besch...... ich das finde, aber ich fürchte, da hast Du schon wieder Recht. :-(

Viele Grüße von Petra
Dieser Beitrag enthält 196 Wörter


Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

Benutzeravatar
Rex2005
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1359
Registriert: Mo 26. Sep 2005, 22:00

CD-Preise und ihre Gestaltung

#3

Beitrag von Rex2005 » Fr 24. Feb 2006, 15:31

Hallo Lennart,
solche Zahlen interessieren mich immer, schon von berufswegen :-D:-D
Kleinserien sind also 1000 Stk - und die wollen auch erst mal verkauft werden! Da gehört schon einiges dazu und die Vorleistung muss ja auch erst mal verdient sein.
Ich selber bin nun absolut kein CD-Sammler - ich glaube, ich kann meine CDs noch an 2 Händen abzählen. Die wenige Musike, die ich mir mal leiste, kann deshalb auch gerne 16 € kosten.
Bei Preisen ist es ja oft auch so, dass billig mit weniger gut gleichgesetzt wird. Deshalb ist es absolut richtig, wenn Liedermacher (oder auch andere Künstler) ihre CDs eben nicht billiger anbieten als andere. Ob gut oder nicht gut regelt sowieso der Markt - sprich Konzerte oder CDs selber.
Insofern ist die ganze Diskussion um Urheberrechte gerade auch für die ganz kleinen "Stars" (oder Glühwürmchen) wichtig, weil jede schwarzgebrannte CD doch ziemlich wehtun müsste. Sicher kann man da auch mit Kanonen auf Spatzen schießen und die Frage der Kontrollierbarkeit spielt auch noch eine Rolle.
Ich habe z.B. eine CD in einem Webshop entdeckt, die ganz frech mit falschem Label und falschem Komponisten angeboten ist. Keine Ahnung ob der Shop dadurch denkt, dass sich so die Verkaufszahlen erhöhen lassen, wenn zur gleichen Zeit die CD bei Amazon mit richtigen Angaben verkauft wird. Wer macht letztendlich bei solchen "Mätzchen"
den Gewinn?
LG
Rex2005
Dieser Beitrag enthält 233 Wörter



Benutzeravatar
ranef
Beiträge: 47
Registriert: Mi 3. Mär 2004, 09:43

CD-Preise und ihre Gestaltung

#4

Beitrag von ranef » Fr 24. Feb 2006, 15:37

Da kann ich fast 100%ig mitgehen. Leider.
herzlich Ralph
Dieser Beitrag enthält 10 Wörter



Benutzeravatar
Nordlicht
Beiträge: 645
Registriert: So 16. Feb 2003, 22:31

CD-Preise und ihre Gestaltung

#5

Beitrag von Nordlicht » Sa 25. Feb 2006, 00:44

Lieber Lennart !
Ich weiß, daß auch ich eine Meinung vertrete, die Dir als zu "undifferenziert" erscheint und Dir deswegen aufstößt, deswegen hier zur Klarstellung:
Meine Kritik an der Preisgestaltung bezieht sich ausschließlich auf die Preise der großen Hersteller (EMI, Sony etc.pp) und auch hier im Wesentlichen auf die Produktionen der "etablierten" und damit meist auflagenstarken Künstler - zu denen ich unzweifelhaft auch Herrn M. aus B. zähle.
Ich bin mir durchaus bewußt, daß Kosten steigen müssen, je kleiner die Auflage wird. Ich kenne sog. "audiophile CD´s" zu Preisen jenseits der 100 - Euro - Grenze, die ihren Preis aufgrund der hervorragenden technischen Qualität in klanglicher Hinsicht ohne jede Diskussion durchaus wert sind, aber in Auflagen der von Dir erwähnten Größenordnung erscheinen. Durch den enormen Produktionsaufwand dieser Scheiben, verbunden mit der "Rarheit", erklärt sich dieser Preis.
Wenn ich aber Produktionen sehe, die trotz ihrer schlechten künstlerischen und oftmals auch technischen Qualität in zig- tausendfacher Stückzahl zu Preisen von fast 20 Euro angeboten werden, dann schwillt mir der Kamm. Ich gebe allerdings zu, daß zu den Preisen nicht unwesentlich die manchmal verschlungenen Vertriebswege, aber auch die unqualifizierten Dispositionen des Zwischenhandels beitragen, denn deren Handels- und Gewinnspannen sind z.T. schwindelerregend und für einen Kaufmann, wie ich einer bin, nicht wirklich nachvollziehbar.
Wenn "kleine" Künstler ihre CD´s zu Preisen von 12 oder 14 Euro auf den Markt bringen, dann kann ich das natürlich gutheißen, zumal ich gern bereit bin, diese Künstler auch finanziell auf ihrem Weg zu unterstützen. Solltest Du mit Deinem Duo aber irgendwann einmal der Maxi- Super- Oberhammerhitparadenstürmer werden und Dich bei der "EMI" (z.B.) ansiedeln, dann wirst auch Du Dich meiner Kritik in dieser Hinsicht stellen müssen.
;-);-);-)
Letztlich gönne ich Dir diesen Erfolg natürlich. Never give up, dann klappt´s vielleicht mal ! (Allerdings mußt Du Dir darüber im Klaren sein, daß ich mich dann als "Schwarzbrenner" betätigen würde...)
In diesem Sinne liebe Grüße aus Oberösterreich,
ANDREAS.

(...der "Reiche" nicht reicher machen, "Arme" aber auch nicht schröpfen will...)
Dieser Beitrag enthält 359 Wörter


"But as long as I can see the morning,
in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
in drifting hearts, so far away."

(''Book of golden stories''/ RUNRIG)

Benutzeravatar
Rex2005
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1359
Registriert: Mo 26. Sep 2005, 22:00

CD-Preise und ihre Gestaltung

#6

Beitrag von Rex2005 » Sa 25. Feb 2006, 08:59

Hallo Andreas,
nun muss ich mal knuffen.

Nordlicht schrieb:
Wenn ich aber Produktionen sehe, die trotz ihrer schlechten künstlerischen und oftmals auch technischen Qualität in zig- tausendfacher Stückzahl zu Preisen von fast 20 Euro angeboten werden, dann schwillt mir der Kamm.


Es ist doch so, dass jeder CDs auf den Markt bringen kann , zu welchem Preis auch immer. Die "Großen" sind ja auch nicht von allein groß geworden und wenn sie ihre Preise durchgesetzen können, dann ist das zumindest legal und Sinn und Zweck ihres Gewerbes. Insofern muss man ja nichts kaufen, was einem zu teuer und qualitativ nicht gut erscheint. Solange aber die Nachfrage nach "Trällertüten" so groß ist, wird sich daran auch nichts ändern. Das die Nachfrage durch riesige Werbungskampagnen usw gesteuert wird, kann auch nicht verboten werden und ist auch legal. Aber selbst da muss man nun mal auch jedem Käufer das Recht zugestehen, zu kaufen, was seinem Geschmack oder Gehirn entspricht.

Wenn "kleine" Künstler ihre CD´s zu Preisen von 12 oder 14 Euro auf den Markt bringen, dann kann ich das natürlich gutheißen, zumal ich gern bereit bin, diese Künstler auch finanziell auf ihrem Weg zu unterstützen.


Das ist der Punkt, wo´s mich, wenn ich Liedermacher wäre, ganz gewaltig würgen würde!
Kaufst du CDs von "kleinen Künstlern" weil dir die Kunst gefällt - oder aus Mitleid, weil wenn die CDs so billig sind, können sie sich ja noch nichts anderes leisten und du als edler Ritter musst die Künstler unterstützen? - Dann mach doch eher eine Benefiz-Veranstaltung für Lennart und Co! Ich glaube nicht, dass diese Leute unterstützt werden wollen. Ihre Musik soll gefallen!!
Aber wehe, du wirst ein großer, dann brauchst du mein Geld für die CD nicht mehr oder ist die Musik ist schlechter, weil sie etabliert sind ??????
Wer will den letztentlich sagen, wieviel ein Sänger, Produzent, wer auch immer an einer CD verdienen darf? Fragt irgendeiner danach, was bei einem Konzert eines R.M. oder eben eines "kleinen" überbleibt? Trotzdem zahlt jeder ohne zu murren die 50 € Eintritt oder mehr obwohl ein RM keine Werbung mehr nötig hat also eigentlich billiger als "kleine" sein müsste....

Solltest Du mit Deinem Duo aber irgendwann einmal der Maxi-Super- Oberhammerhitparadenstürmer werden und Dich bei der "EMI" (z.B.) ansiedeln, dann wirst auch Du Dich meiner Kritik in dieser Hinsicht stellen müssen.


ja warum denn? - Warum gehst Du einer Arbeit nach, bei der Du Geld verdienst und nimmst nicht aus lauter Solidarität mit denen, die keine schlechtere Arbeit machen, nur keine "richtige" haben, einen 1-€ Job an ???? (Falls es das in Ö gibt!). Lehnst du Gehaltserhöhungen ab???
Und wenn Du Lennarts CDs, - wenn er denn mal ein "Großer" ist- schwarzbrennen willst - wie soll sich irgendwann mal gute Musik gegen diese Trällertüten durchsetzen??????? (ich muss hier mal anmerken, dass ich Lennarts Lieder (noch) nicht kenne) Das ist doch genau der Punkt, um den es schlicht und ergreifend bei den Urheberrechten geht. Es werden hier nicht nur die Rechte der "Großen", auch der "Kleinen" geschützt.
LG
Rex2005
Dieser Beitrag enthält 535 Wörter



Benutzeravatar
Lennart
Beiträge: 35
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 21:22

CD-Preise und ihre Gestaltung

#7

Beitrag von Lennart » Sa 25. Feb 2006, 11:22

Hallo allesamt,

Petra schrieb:
Hallo Lennart,
Zitat:
Ich weiß, dass der ganze Beitrag eindeutig außerhalb des eigentlich diskutierten Themas liegt, ....
na und??? Du hast doch einen separaten Thread eröffnet. Für mich sind Deine Ausführungen jedenfalls sehr interessant.

Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich habe diesen Beitrag erst als Antwort zum Urheberthread geschrieben, dann aber beschlossen, dass er einen eigenen Thread wert ist.
Nordlicht schrieb:

Meine Kritik an der Preisgestaltung bezieht sich ausschließlich auf die Preise der großen Hersteller (EMI, Sony etc.pp) und auch hier im Wesentlichen auf die Produktionen der "etablierten" und damit meist auflagenstarken Künstler - zu denen ich unzweifelhaft auch Herrn M. aus B. zähle.


Hernn M. aus B. zähle ich jedenfalls nicht in den Bereich der Megaproduktionen à la Jackson. Lediglich zur Großproduktion. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass Reinhard viel mehr als einen Euro pro verkaufte CD verdient. Der Rest "versackt" leider irgendwo auf den Zwischenwegen.
Nordlicht schrieb weiterhin:

Wenn ich aber Produktionen sehe, die trotz ihrer schlechten künstlerischen und oftmals auch technischen Qualität in zig- tausendfacher Stückzahl zu Preisen von fast 20 Euro angeboten werden, dann schwillt mir der Kamm. Ich gebe allerdings zu, daß zu den Preisen nicht unwesentlich die manchmal verschlungenen Vertriebswege, aber auch die unqualifizierten Dispositionen des Zwischenhandels beitragen, denn deren Handels- und Gewinnspannen sind z.T. schwindelerregend und für einen Kaufmann, wie ich einer bin, nicht wirklich nachvollziehbar.

Das würde mich mal interessieren, wieso gerade ein Kaufmann die Handels- und Gewinnspannen nicht nachvollziehen kann ... :-o Vielleicht kannst Du uns ja ein paar tiefere Einblicke ermöglichen.
Nordlicht schrieb außerdem:
Wenn "kleine" Künstler ihre CD´s zu Preisen von 12 oder 14 Euro auf den Markt bringen, dann kann ich das natürlich gutheißen, zumal ich gern bereit bin, diese Künstler auch finanziell auf ihrem Weg zu unterstützen. Solltest Du mit Deinem Duo aber irgendwann einmal der Maxi- Super- Oberhammerhitparadenstürmer werden und Dich bei der "EMI" (z.B.) ansiedeln, dann wirst auch Du Dich meiner Kritik in dieser Hinsicht stellen müssen.


Da wir deutschsprachige, textzentrierte Musik machen wird es für uns nie einen globalen Markt geben. Das heißt auch, dass wir nie Megaseller werden können. Sollte es zufällig klappen und unsere Platten sich gut verkaufen, dann sehe ich im deutschsprachigen Raum für uns einen maximalen Markt von, sagen wir mal 10.000 Platten pro Jahr. Das klingt nach einer ganzen Menge, aber wer von Euch wäre mit 10.000 Euro Jahresgehalt geteilt durch zwei Personen zufrieden?
Rex2005 schrieb:

Und wenn Du Lennarts CDs, - wenn er denn mal ein "Großer" ist- schwarzbrennen willst - wie soll sich irgendwann mal gute Musik gegen diese Trällertüten durchsetzen??????? (ich muss hier mal anmerken, dass ich Lennarts Lieder (noch) nicht kenne) Das ist doch genau der Punkt, um den es schlicht und ergreifend bei den Urheberrechten geht. Es werden hier nicht nur die Rechte der "Großen", auch der "Kleinen" geschützt.


Unser Duo empfinde ich als Bindeglied zwischen Liedermacher und Liedermaching. Manches geht mehr in die eine, manches mehr in die andere Richtung. Wir bedienen uns gelegentlich einer Wortwahl, die zum Beispiel RM erröten lassen würde, wenn er sie sänge, bringen aber m.E. damit viel besser auf den Punkt was wir sagen wollen.
Wahrscheinlich wird vielen von Euch unsere Musik eher weniger gefallen. Dafür aber hat RM sich schon positiv über uns geäußert, was mich sehr erfreut hat. :-)
Das Urheberrecht als solches ist ja erst einmal ein netter Versuch, dass geistige Eigentum eines Kreativen zu schützen. Dummerweise zieht es so viel nach sich. Denn man muss trotzdem noch sehr genau überlegen, wie man seinen Rechtsschutz durchsetzen möchte. Die klassische Methode mit GEMA und GVL ist äußerst problematisch. Wir sind bewusst nicht in der GEMA, so dass wir keine Lizenzgebühren für die Verbreitung unserer eigenen Lieder zahlen müssen. (Das ist sonst der Fall, egal ob bei der CD-Pressung, dem kostenlosen Download auf der HP oder dem Verschenken unter Freunden.)
Auch viele Kneipen trauen sich gar nicht mehr Live-Musik-Veranstaltungen durchzuziehen, weil die GEMA dann immer gleich mit einer hohen Rechnung ankommt, die oft nicht eingespielt werden kann. Das heißt, es ist auch positiv nicht in der GEMA zu sein, wenn man Auftritte haben möchte und noch keinen Namen hat, der garantiert in jeder deutschen Stadt Publikum zieht.
Aber mal gesetzt der Fall, jemand würde ein Lied von uns hören, umarrangieren und auf Platz eins der deutschen Charts positionieren. (Ich behaupte, dass wir zwei drei Lieder dabei haben, mit denen man das machen könnte.) Dann wären wir plötzlich in der Pflicht zu beweisen, dass wir das Lied geschrieben haben, was praktisch unmöglich ist. Und einen Anwalt können wir uns sowieso nicht leisten. Also kann es passieren, dass wir eines Tages mal großes Pech haben und sich irgendein Arschloch mit unseren Songs eine goldene Nase verdient. Selbst ein Lied bereits auf CD veröffentlicht zu haben, schützt uns nicht. Es ist dann zwar nachweisbar, wann wir dieses Stück definitiv fertig geschrieben und veröffentlicht haben, aber wir können nicht beweisen, dass wir vor dem Chartproduzenten drauf gekommen sind.
Als wirklichen Schutz möchte ich das Urheberrecht (ob mit oder ohne Novellierung) unter diesen Bedingungen ungern bezeichnen.
Soweit so gut, ich freue mich über die umfangreiche Beteiligung an diesem Thread und wünsch Euch alles Gute,
Lennart
Dieser Beitrag enthält 926 Wörter



Benutzeravatar
Nordlicht
Beiträge: 645
Registriert: So 16. Feb 2003, 22:31

CD-Preise und ihre Gestaltung

#8

Beitrag von Nordlicht » Sa 25. Feb 2006, 21:41

Liebe Freunde !
Puuuhaaa, da habe ich ja wieder einmal etwas angerichtet... Meine einzige Entschuldigung im Moment ist, daß ich vielleicht ob der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr ganz auf Höhe sprachlicher Perfektion gewesen bin.
Zunächst mal: Wenn ich jemandem auf die Füße gestiegen sein sollte, dann bitte ich um Entschuldigung. Das lag nicht in meiner Absicht. Vielleicht kann ich mit ein paar Erläuterungen, Ergänzungen, Feinheiten meine Aussagen ein wenig präzisieren. Alsdann:
Siegrun schrieb:
...nun muss ich mal knuffen...

Das ist schon OK so, das kann ich ab, zumal, wenn es in einer lieben Form geschieht... Abgesehen davon geschieht´s mir hier ja zu Recht. :-D
...Es ist doch so, dass jeder CDs auf den Markt bringen kann , zu welchem Preis auch immer. Die "Großen" sind ja auch nicht von allein groß geworden und wenn sie ihre Preise durchgesetzen können, dann ist das zumindest legal und Sinn und Zweck ihres Gewerbes...

Stimmt, da sind wir uns einig. Es ist gleichzeitig aber genauso, daß ich diese CD´s nicht kaufen muß. Und ich werde das auch nicht tun, wenn ich als Gegenleistung für mein Geld ein Produkt erhalte, dessen Preisgestaltung mir nicht eingeht. Denn Großauflagen liegen in den reinen Produktionskosten im Cent- Bereich. Selbst, wenn ich vernünftige Gewinn- Margen für Zwischen- und Endhandel dazufüge, lande ich keinesfalls bei 15 oder mehr Euro. Und wenn diese CD´s dann zusätzlich klanglich grottenschlecht und vielleicht sogar noch mit (obendrein schädlicher) Kopierschutz- Software "verseucht" sind, dann ist mir diese Tatsache diesen Preis schlicht nicht wert.
...Kaufst du CDs von "kleinen Künstlern" weil dir die Kunst gefällt - oder aus Mitleid, weil wenn die CDs so billig sind, können sie sich ja noch nichts anderes leisten und du als edler Ritter musst die Künstler unterstützen? - Dann mach doch eher eine Benefiz-Veranstaltung für Lennart und Co! Ich glaube nicht, dass diese Leute unterstützt werden wollen. Ihre Musik soll gefallen!!...

Na klar, keine Frage. Wenn mir die Musik NICHT gefällt, hat sich das Thema ohnehin erledigt, weil sich die Kauf- Frage da für mich weder bei 2 noch bei 20 Euro stellt.
"Mitleid" spielt diesbezüglich ohnehin keine Rolle. Dies umso mehr, seit ich einen kleinen Einblick in die Lage von Sängern habe, die mit diesem Tun ihren Lebensunterhalt mehr schlecht als recht verdienen. (Und deren Produktionen sind mir eben weit mehr Geld wert als die "industriellen" Produkt, mit denen ich letztlich nur zu einem verschwindend kleinen Teil den Künstler für seine Kunst "entlohne", sondern die Infrastruktur von anonymen Unternehmen finanziere !)
Ich glaube aber schon, daß "diese Leute" Unterstützung - und sei es eben nur mit einem Obolus - gerne annehmen. Es hat, wie gesagt, nichts mit "Mitleid" zu tun, sondern mit einer Art von Wertschätzung.
...Aber wehe, du wirst ein großer, dann brauchst du mein Geld für die CD nicht mehr oder ist die Musik ist schlechter, weil sie etabliert sind ??????...

Weder - noch. Nur da ist in aller Regel jetzt der bereits zitierte "Großkonzern" beteiligt, und es greifen die bereits zitierten Bedenken meinerseits. Versteh mich bitte richtig: Ich werte damit nicht den Künstler oder seine Kunst ab.
...Warum gehst Du einer Arbeit nach, bei der Du Geld verdienst und nimmst nicht aus lauter Solidarität mit denen, die keine schlechtere Arbeit machen, nur keine "richtige" haben, einen 1-€ Job an ???? (Falls es das in Ö gibt!). Lehnst du Gehaltserhöhungen ab???

1.) Um meinen Lebensunterhalt zu sichern - und um mir hin und wieder eine CD, die mir gefällt, leisten zu können. Wenn dies dem Künstler, der darauf angewiesen ist, nützt: Umso besser !
2.) Weil es weder den Arbeitslosen noch mir letztlich nützen würde und dadurch auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden. (Die erwähnten Jobs gibt es in A - noch - nicht...)
3.) Nein, natürlich nicht.
...Das ist doch genau der Punkt, um den es schlicht und ergreifend bei den Urheberrechten geht. Es werden hier nicht nur die Rechte der "Großen", auch der "Kleinen" geschützt...

Es werden, so wie die Dinge z.Zt. liegen, die Rechte der "Großen" nicht nur auf Kosten der "Kleinen" geschützt, es werden auch überwiegend nur die Rechte der "Großen" geschützt, weil diese es für notwendig erachten und ihre entsprechenden Vorstellungen den maßgebenden Politikern quasi zur "Absegnung" vorkauen.

Lennart schrieb:
...Und ich kann mir kaum vorstellen, dass Reinhard viel mehr als einen Euro pro verkaufte CD verdient. Der Rest "versackt" leider irgendwo auf den Zwischenwegen...

Na ja, Herr M. verkauft bestimmt genügend Tonträger, um mit einem solchen Erlös auch sorgenfrei leben zu können. (Was ich ihm durchaus gönne !) Das "Versacken" findet eben auf der Ebene "Vertrieb" und "Zwischenhandel" statt.
...Das würde mich mal interessieren, wieso gerade ein Kaufmann die Handels- und Gewinnspannen nicht nachvollziehen kann ...

Gerade weil ich diese Handels- und Gewinnspannen nachvollziehen kann, kann ich nicht nachvollziehen, warum eine CD in einem Preisbereich verkauft werden muß, der fast 100 % höher liegt als der, in dem seinerzeit die produktionstechnisch erheblich aufwendigeren LP´s verkauft wurden. (Die kosteten in aller Regel zwischen - umgerechneten - 8 bis 10 Euro !) Denn: wenn der Herstellungspreis sinkt, kann der Verkaufspreis doch logisch nachvollziehbar nicht um fast das Doppelte steigen. Das ist der Punkt, an dem ich nicht mehr mitkomme.
...dann sehe ich im deutschsprachigen Raum für uns einen maximalen Markt von, sagen wir mal 10.000 Platten pro Jahr...

OK, das zähle ich natürlich NICHT zu den Mega- Sellern, keine Frage. Meine "Kritik" bezog sich eigentlich auch mehr auf das Verhalten der Verlage, weniger auf das Gebaren der Künstler. Na klar, für den entsprechenden Aufwand sind 5000 Euro p.a. nicht wirklich der Hit, keine Frage. Ich wäre sehr dafür, daß dieser Anteil zu Lasten des Gewinns der Verlage erheblich gesteigert wird.
Ich schrieb von den "kleinen" Künstlern und möchte abschließend betonen, daß sich das wirklich nicht auf die Qualität des Erzeugnisses oder gar des Künstlers selbst bezog. Manch "Großer" macht sicherlich mehr schwer erträglichen Mist, manch "Kleiner" hätte sicherlich mehr Beachtung verdient. Ich - und das ist mein Fazit - bin aber nicht gewillt, mit meinem Geld für eine CD die Marketing- Abteilung eines Großkonzerns zu finanzieren. Dem Künstler gebührt der Lohn, nicht dem Konzern. Nur so bitte ich meine Haltung interpretieren zu wollen.
Wenn ich mich etwas mißverständlich ausgedrückt habe, dann nochmals meine Bitte um Pardon. Vielleicht war es nicht mein bester Tag...
:-D:-D:-D
Damit liebe Grüße aus Oberösterreich,
ANDREAS.

(...der das Urheberrecht nach wie vor hauptsächlich als Schutz der "Großen" ansieht und es daher als ungerecht empfindet...)
Dieser Beitrag enthält 1134 Wörter


"But as long as I can see the morning,
in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
in drifting hearts, so far away."

(''Book of golden stories''/ RUNRIG)

Benutzeravatar
Rex2005
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 1359
Registriert: Mo 26. Sep 2005, 22:00

CD-Preise und ihre Gestaltung

#9

Beitrag von Rex2005 » Sa 25. Feb 2006, 22:01


Nordlicht schrieb:
Gerade weil ich diese Handels- und Gewinnspannen nachvollziehen kann, kann ich nicht nachvollziehen, warum eine CD in einem Preisbereich verkauft werden muß, der fast 100 % höher liegt als der, in dem seinerzeit die produktionstechnisch erheblich aufwendigeren LP´s verkauft wurden. (Die kosteten in aller Regel zwischen - umgerechneten - 8 bis 10 Euro !) Denn: wenn der Herstellungspreis sinkt, kann der Verkaufspreis doch logisch nachvollziehbar nicht um fast das Doppelte steigen.
........
Das ist der Punkt, an dem ich nicht mehr mitkomme.


tja, das ist doch nun aber das 1x1 des Kapitalismus! der Preis wird bestimmt durch Angebot und Nachfrage - ganz einfach. Wenn dieser überhöhte Preis nicht Gewinn für die Konzerne bringen würde, würden die ihn ganz schnell runtersetzen. Aber es funktioniert scheinbar sehr gut und im CD-Geschäft kann nicht mal von einer Monopolstellung einer oder zweier Firmen ausgehen. Da braucht man nicht mal ein BWL-Studium, um das zu verstehen. :-D
Solange die Nachfrage nach grottenschlechter Musik nicht durch offizieller CD-Käufe in Richtung guter Musik verschoben wird, wird sich kaum etwas ändern... Denn schließlich sind Verkaufszahlen das A und O des Marktes für Charts, Listung in Läden usw. Also Andreas: keine CDs schwarzbrennen! kaufen, weniger kaufen aber dafür doch kaufen!
LG
Rex2005
Dieser Beitrag enthält 213 Wörter



Benutzeravatar
migoe
Webmaster
Webmaster
Beiträge: 1518
Registriert: Sa 1. Feb 2003, 13:00
Alter: 43
Kontaktdaten:

CD-Preise und ihre Gestaltung

#10

Beitrag von migoe » So 26. Feb 2006, 20:25

Liebe Leute,
das Thema ist sehr interessant und ich beschäftige mich (nicht nur aus beruflichen Gründen) regelmäßig damit. In einer früheren Ausgabe der PC-Zeitschrift c't ging der Autor eines Beitrages genau an dieses Thema ran.
Eigentlich geht es ja darum, wie viel ein Lied als Download bei einem der legalen Musikhändler im Internet kosten darf. Die Redaktion der c't vertritt in diesem Artikel die Ansicht, daß es auch für die Musikindustrie letztlich von Vorteil wäre, wenn ein einzelnes Lied im Download nicht mehr als 0,50 € kosten darf, wenn die Firmen ernsthaft den Versuch unternehmen wollten diese Form des Musikverkaufs zu etablieren. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich der Artikel jedoch auch mit der herkömmlichen Art Musik zu vertreiben.
Der Artikel ist mittlerweile online zu finden und ich empfehle es allen, die gerne etwas mehr Hintergründe zur Preisgestaltung von Musik-CDs der großen Plattenfirmen kennen wollen, diesen Artikel durchzulesen. Sehr hilfreich fürs Verständnis ist die beigefügte Grafik...
c't Artikel: fair, fairer, fünfzig - der richtige Preis für einen legalen Musikdownload...
Im Anschluß an die Veröffentlichung dieses Artikels in der c't 12/2004 wurde eine Aktion ins Leben gerufen, wo die c't einen selbstproduzierten Song für 0,50 € zum Download anbot, um festzustellen, ob Menschen bereit sind dieses Geld spontan auszugeben, um ein Lied legal runterladen zu können. Auf der Webseite wird auch auf das Ergebnis dieser Aktion eingegangen - ich war überrascht vom Ergebnis... ;-)
migoe
Dieser Beitrag enthält 257 Wörter


Liebe Grüße aus Rothenburg

migoe | www.liedermacher-forum.de
...
Manche Menschen wollen lieber durch Lob ruiniert als durch Kritik gerettet werden.

Benutzeravatar
Lennart
Beiträge: 35
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 21:22

CD-Preise und ihre Gestaltung

#11

Beitrag von Lennart » So 26. Feb 2006, 22:41

Moin Migoe,
danke, dass du auf diesen informativen Artikel hingewiesen hast. Ich war ja mit der Mehrzahl meiner Zahlen eigentlich ganz gut dabei.
Ich möchte davor warnen, die vermeintlich hohen Anteile der Plattenläden, Distributionswege und Labels anzugreifen. Die Gewinne sind dadurch nicht unbedingt riesig, weil hier, wie auch in dem Artikel erwähnt, das physische Produkt unterwegs ist, gelagert werden muss, Pleiten abfangen muss, riesige Mengen an Platten "rumliegen" müssen usw.
Blöd nur, dass ich in dem Artikel nicht zum Ergebnis des Versuchs gekommen bin. Vielleicht kannst du das, selbstverständlich in eigenen Worten, nochmal kurz an dieser Stelle zusammenfassen. Würde mich sehr freuen.
Gruß,
Lennart
Übrigens ist jeder Künstler der einen eigenen, GEMA-geschützten Song auf seiner eigenen Homepage zum kostenlosen Download anbietet auch mit 25 Cent pro Download dabei. Das ist der Hauptgrund, warum viele keine Downloads mehr anbieten (können) und, bei zufälligem technischen Know-How, auf Streams ausgewichen sind. Schade, schade, aber die GEMA weiß halt, wie sie die "kleinen" klein hält.
Dieser Beitrag enthält 175 Wörter



Antworten