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Chanson (frz. Lied) bezeichnet im deutschen Sprachraum ein im französischen Kulturkreis verwurzeltes, liedhaftes musikalisches Genre, das durch einen Sänger oder eine Sängerin sowie instrumentale Begleitung gekennzeichnet ist. Ab dem 19. Jahrhundert als klar konturierte, „typisch“ französische Variante der internationalen Popkultur präsent, diffundierte das Chanson in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker in Richtung Pop, Rock sowie andere zeitgenössische Stile aus.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 01.06.2018 | Foto ©by Pixabay.com

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#1

Beitrag von Rex2005 » So 18. Jul 2010, 21:27

Un truc de passage - Ein Reiseflirt
Paroles et Musique: Lynda Lemay 2000 "Du coq à l'âme"
Der Mann war Franzose, die Frau war Russin
Beide reisten durch Amerika
Beide warteten auf den selben Bus
Fast ohne Gepäck, wie Obdachlose
Sie fanden an der Haltestelle
Eine neue seltsam schöne Sprache
beinah Französisch und beinah Russisch
Und das Englisch, was sie gelernt hatten
Während der Fahrt, im Verlaufe
angenehmer verführerischer Plaudereien
wusste das Paar genau, dass es nur
ein Reiseflirt war, der Vergessenheit geweiht
Der Mann war Franzose, die Frau war Russin
Ihre zwei ruhelosen Wesen hatten nur ein Verlangen
Er stellte sich vor, ihren Körper von der
engsitzenden Bluse zu befreien
Sie hielt sich an das Erforschen der Muskeln
dieses wilden abgehärteten Mannes
Es gab zwei Halts dann eine Endstation
ein Schlafsack für zwei einige Leiber
Bis zum Morgen schliefen der Mann und seine Venus
beide als Geiseln des schlafenden Anderen
Aber aus Respekt vor ihrer Abmachung
war die mögliche Erpressung nicht erlaubt
Wie abgesprochen, sollte es nie mehr
als ein Reiseflirt sein, der Vergessenheit geweiht
Der Mann war Franzose die Frau war Russin
ohne Kindereien sind beide weiter gereist
jeder seinen Weg, jeder in seinem Bus
beide ein wenig niedergeschlagen
Die Frau vertrieb die hartnäckige Erinnerung
an ihre kurzen Reise durch Amerika
Doch der Reiseflirt, der Vergessenheit geweiht
wuchs in ihrem Unterleib
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#2

Beitrag von Rex2005 » So 18. Jul 2010, 21:29

Benabar ist zwar Mariannes Revier, aber ich hab mich mal getraut :-)
Paresseuse - Faulenzerin
Manche Vormittage ändert sie ihren Zeitplan,
stellt sich vor, was sie tun muss und sagt sich ... ach nein
Sie faulenzt
in Zeitlupe schleicht sie von der Kaffeemaschine zum Fenster
sie würde gerne eine CD hören aber man müsste sie ihr bringen
und nichts eilt
Madame faulenzt in Paris
sie trödelt, sie bummelt herum
Ihre Hoheit liebäugelt heute
mit dem Gedanken ins Schwimmbad zu gehen
Sie geht die Straße runter, es ist 16 Uhr, sie geht langsam
setzt sich auf eine Bank, um den längsten Weg zu erkunden
die langsamste Strecke
Die Metro, warum nicht. Aber es gibt gerade keine Streiks
und für den Bus ist es zu früh um im Stau stehen zu bleiben
also gut
Sie zieht eine Schaukel als Verkehrsmittel vor
man bewegt sich von vorn nach hinten von früh bis spät
Sie verlängert über eine Grünanlage
Es ist Schließzeit, als sie an die Kasse kommt
Sie macht sich Vorwürfe wegen der paar Minuten, die sie zu spät ist
Ein wenig später ging sie nach Haus
man darf sich nicht auf sein Glück verlassen, morgen schwört sie
wird sie den Weg besser einschätzen, um ganz sicher nicht zu spät zu kommen
nicht auf gut Glück
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#3

Beitrag von fille » Mo 19. Jul 2010, 16:56

Hallo Siegrun,
danke für die Übersetzung.
Das Einzige, was mir spontan auffällt: ist Madame nicht eine Mademoiselle?
In Deutschland stirbt das Fräulein aus, aber in Frankreich legt man noch Wert darauf.
Liebe Grüße
Marianne
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#4

Beitrag von Rex2005 » Mo 19. Jul 2010, 20:07

ist Madame nicht eine Mademoiselle?

Tja, das ist eine gute Frage! in der Zeile heißt es Mademoiselle paresse à Paris - aber aus dem Text selbst geht ja nicht wirklich hervor, ob "sie" ein Fräulein oder eine Frau ist. Und da man mit "Madame" im Deutschen Frau oder Fräulein eher einen negativen Touch verpasst, (" Madame, beliebt zu scherzen" ;-) ) hatte ich mich dafür entschieden.
Petra, kannst du der "Madam" im Text ein e anhängen?
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#5

Beitrag von fille » Mo 19. Jul 2010, 21:46

Hallo Siegrun,
ich glaube schon, dass Mademoiselle richtig ist. Aber im übertragenen Sinne passt Madame natürlich auch.
Liebe Grüße
Marianne
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#6

Beitrag von Rex2005 » Sa 24. Jul 2010, 20:50

Une fille de l´est - Ein Mädchen aus dem Osten
Auteur : Jean-Jacques Goldman
Compositeur : Jean-Jacques Goldman
Weil unsere Himmel so finster sind
Und wir vom Meer so weit entfernt
Haben wir das Blau in unseren Augen
das sich in unserem Blick verliert
Vielleicht, weil uns die Sonne
monatelang vergisst,
mögen wir das Gold wie in Marseille
das wir in unserem blonden Haar tragen
Ich komme aus einem Land, von einem Horizont, einer Grenze
Das nach Krieg klingt, nach unendlichem Winter
Und wenn du mich kennenlernen willst
Wenn du mich wirklicht gut verstehen willst
Ich bin mit jedem Wort, jeder meiner Gesten
Ein Mädchen aus dem Osten
Hier erfrieren Körper vor Kälte
Aber die Hitze kann dich verbrennen
Bei uns ist alles intensiv und stark
Hier gibt es keine halbe Sachen
Und alle diese Kreuze, alle diese Gräben
kennt man hier als den Preis des Lebens
Die Sinnlosigkeit der Kriege
Weil auf beiden Seiten Soldaten gefallen sind
Ich komme aus einer Gegend, einer Sprache, einer Geschichte
die nach alten Zeiten klingt, nach Kampf und Erinnerung,
Die mich zur Welt gebracht hat
Die mich geformt hat, wie ich bin
im Grunde Heimat und Charakter für die, die ich bleibe!
Ich gehöre zu diesen würdevollen Leuten
Die immer still und aufrecht stehen
Für die ein Wort ein Wort ist
Für die das Wort "Versprechen" noch einen Sinn hat
Und wenn du verstehen kannst wer ich bin,
wenn ich liebe oder hasse
werde ich dir die wahre, einfache und ehrliche Liebe
eines Mädchens aus dem Osten schenken
ein Mädchen aus dem Osten.
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#7

Beitrag von fille » Mo 2. Aug 2010, 21:38

Salut liebe Chansonfreunde,
eine gute Idee von Siegrun, dieser Übersetzungsthread.
Da grabe ich doch mal wieder Bénabar/Dis-lui oui aus.
2005 haben wir dieses Chanson übersetzt. Schon eine Weile her.
Liebe Grüße
Marianne
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#8

Beitrag von Rex2005 » Fr 6. Aug 2010, 19:41

Nach "une fille de l´est" nun "Il me dit que je suis belle" - beides Lieder gesungen von Patricia Kaas , regelmäßig zu hören auf Radio Liederlicht ;-)
Er sagt mir, dass ich schön bin - Il me dit que je suis belle
Auteur : Sam Brewski, Cmpositeur : Sam Brewski
Wenn es der Zeit überdrüssig wird
nur noch totgeschlagen zu werden
keine Sekunde mehr vergeht
in den eintönigen Lebensläufen
wenn aus Kummer Argwohn wird,
es nie mehr Tränen gibt
dann wird aus Verdruss Misstrauen
Man lernt sich abzufinden
kommen düstere Stunden
in denen sich endlich alles entfachen kann
in denen uns bleibt, unsere Träume zu spinnen
wenn das Leben nicht mehr als nur Dunkelheit ist
Er sagt mir, dass ich schön bin
und dass er nur auf mich wartet
Er sagt mir, dass ich diejenige bin
die für seine Arme gemacht ist
Er berührt mich mit Worten,
die es nicht gibt
für immer und voller Zärtlichkeit
und ich höre nur seine Stimme
Den Blicken der Leute auf den Boulevards
ausweichen, sie für Luft halten
mit einem Blick, der durch sie hindurch geht
Lernen die Augen zu wenden
von den Leuten die sich lieben
all denen ausweichen, die zu zweit gehen
die sich küssen bis sie atemlos sind
Gibt es einen Abend, einen Moment
an dem man sich sagt, all die zärtlichen Worte,
die Wutausbrüche sind nicht für mich bestimmt?
Aber in meinen Träumen habe ich ein Recht darauf
Er sagt mir, dass ich schön bin
und dass er nur auf mich wartet
Er sagt mir, dass ich diejenige bin
die für seine Arme gemacht ist
Lügen und dummes Zeug
das ein Kind nicht glauben würde
Aber die Nächte sind meine Kirchen
und in meinem Träumen glaube ich daran
Er sagt mir, dass ich schön bin
Ich sehe hn zu mir eilen
Seine Hände streifen mich und ziehen mich fort
Es ist schön wie im Kino
so viel Verrat, so viel Leid
Mein Drehbuch schreibt es gar nicht vor
Er sagt mir, dass ich die Königin bin
und dumm von mir, ich glaube daran
Hmm, dumm von mir, ich glaube daran
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#9

Beitrag von Skywise » Fr 20. Aug 2010, 20:58

Ich will auch :-D
Dobet Gnahoré - Khabone-n'daw
Musik und Text: Dobet Gnahoré & Colin Laroche de Féline
[gesungen in Wolof, einer Sprache des Senegal]
Inzest
Warum arme Kinder leiden lassen?
Warum ihr Leben zerstören?
Warum ihnen ihre Rechte versagen?
Warum ihr Vertrauen mißbrauchen?
Und von ihrer Unschuld profitieren?
Warum ihr Leben verschwenden?
Nur für ein gottloses Vergnügen?
Genug Inzest.
Genug Pädophilie.
Ihr solltet euch schämen
Nach einem solchen Verbrechen.
Versteckt euch in einem schwarzen Loch
und kehrt nie wieder zurück.
Wir müssen ihnen die Hoffnung zurückgeben.
Wir müssen ihre Zukunft schützen.
Ihnen zeigen, daß es schöne Dinge im Leben gibt.
Und sie vor diesen Albträumen schützen.
Sie sind so jung.
Genug Inzest.
Genug Pädophilie.

Gruß
Skywise
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"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"

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#10

Beitrag von Rex2005 » Fr 20. Aug 2010, 22:06

Hallo Sky
ist ja klar das dir "normale" Sprachen zu langweilig sind :-)
Mir hat ein Senegalese, mit dem ich ein paar Monate Deutsch gebüffelt habe ( also er Deutsch, ich Französisch) mal was auf Wolof erzählt. Klingt gar nicht mal so fremdartig und die Sprache ist natürlich gaaaaaaaanz leicht zu lernen - sagt der Senegalese. :roll:
Ich hoffe mal, dass du genug Zeit für ein paar mehr Übersetzungen hast.
:hutzieh:
LG
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#11

Beitrag von fille » So 5. Sep 2010, 22:29

Danke Siegrun!
Meine Feder ist ein wenig mörderisch
gegen diese Leute, die ich nicht sehr mag
in mancher Hinsicht glaube ich ...
dass ich auch zu denen gehöre

Na sagen wir er gehört teilweise dazu. Geändewagen und grün wählen passt. Sarko mag er aber nicht.
Und wir gehören auch dazu. Weil wir ARTE mögen und ich habe heute mein Fahrrad auch den Berg raufgeschoben..... ;-)
Irgendwie ist es doch ein Lied, über das man immer wieder reden kann. :-D
Ach, was macht eigentlich der Gute? Er bereitet wohl wieder Projekte vor, laut seinem Forum.
Liebe Grüße
Marianne

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#12

Beitrag von Rex2005 » So 5. Sep 2010, 22:36

Es war einmal vor langer langer Zeit, da schwafelten wir über Renaud und Delerm und blieben bei "Les Bobos" hängen, heute lief´s im Liederlicht:
Les bobos
Man nennt sie Intellogammler
oder einfach Bobo für die Kenner
In den Liedern von Vincent Delerm
findet man sie in jedem Reim wieder
Sie sind eine neue Klasse
Nach den Wohlstandsbürgern und Prols
Nicht weit weg von den Spießern aber mit mehr Klasse
Ich werde sie Ihnen beschreiben
sind ein wenig Künstler, ja, das trifft es schon
aber ihre Leidenschaft ist ihr Job
in der Informatik, den Medien
sind stolz darauf, viele Steuern zu zahlen
Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos
Sie leben in den schönen Vierteln
oder im Vorort, aber in einem Loft
mit dazugehörenden Ateliers,
ist angesagter (higher) als die Avenue Foch
die Kinder sind gut erzogen,
Sie haben "Der kleine Prinz" mit 6 Jahren gelesen
gehen in Privatschulen
Wo man kein Gesindel findet
sie rauchen einen Joint von Zeit zu Zeit,
machen ihre Einkäufe auf den Bio-Märkten
fahren Geländewagen, aber am liebsten
schieben sie ihr Fahrrad
Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos
Sie lesen Houellebecq oder Philippe Djian,
die Inrocks und Télérama,
Ihr Buch auf dem Nachttisch ist ein Surand
daneben der Ikea-Katalog.
Sie mögen die japanischen Restaurants und das koreanische Kino
verbringen ihren Urlaub am Kap Ferret
die Côte d'Azur ist „out“
Sie sehen vor allem ARTE
Canal Plus, der ist für die Spießer
Ausser für die die Spiele der PSG
und ab und zu einen kleinen Porno
Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos
Sie hören auf ihrer HiFi-Anlage
Frankreich-Info den ganzen Tag
Alain Bashung, Françoise Hardy
Und na klar Gérard Manset
Sie mögen Desproges ohne zu wissen
dass Desproges sie verabscheute
Bedos und Jean Marie Bigard,
auch wenn sie sich schämen, es zu sagen
Sie mögen Jack Lang und Sarkozy
Aber wählen immer die Grünen
Sie beten den Bürgermeister von Paris an,
Ardisson und seinen Kumpel Marco
Les bobos, les bobos
Les bobos, les bobos
Die Frau kleidet sich bei Diesel ein
und der Mann bekommt Rabatte von Kenzo
für seinen Tip-Top-Kaschmirmantel
Zadig & Voltaire, ich sage „Bravo“
Sie gehen oft in die Museen,
die Kunstgalerien, die alten Bistros
trinken eiskalten Manzana und hören dazu Manu Chao
Meine Feder ist ein wenig mörderisch
gegen diese Leute, die ich nicht sehr mag
in mancher Hinsicht glaube ich ...
dass ich auch zu denen gehöre
Houllebeq und Philippe Dejan => Schriftsteller
Alain Bashung, Françoise Hardy => Sänger
Avenue Foch = Boulevard in Paris
Deproges - Humorist der seht bissig war
PSG => Paris St Germain
Zadig & Voltaire => Voltaire= Schriftsteller, Zadig Figur eines Buches Voltaires
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#13

Beitrag von Rex2005 » So 5. Sep 2010, 22:39

ups, da hab ich noch was rangehängt und nun ist Mariannes Beitrag vorgerutscht. :-( Wird Zeit, dass diese Änderungsfunktion mal wieder geändert wird. MIGOE????
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#14

Beitrag von Rex2005 » Mi 12. Sep 2012, 21:16

weil ich´s immer wieder gern auf Radio Liederlicht höre :-)
La robe et l'échelle - Das Kleid und die Leiter
M+T Francis Cabrel
Du trugst dein dünnes Kleid
ich die Leiter zum Kirschbaum
du wolltest als Erste hinauf
und dann
Gab es so viel Möglichkeiten
Dinge zu sagen ohne zu reden
und als du wußtest, was zu tun ist
hast du´s getan
Ein Lächeln, eine zarte Hand
und das leicht durchschaubare Spiel
Diese Früchte in den Stofffalten
die hin und her schwingen
Es ging nicht um das Hochsteigen
doch die Füße auf der ersten Sprosse
spürte ich den abfallenden Mantel
der Kindheit
Wir haben nichts in Marmor geritzt
aber ich gebe zu, oft daran zu denken
jedes Mal wenn ich höre, dass einen Baum
gefällt wird
Ein Baum ist schnell gespalten
das Holz hat jemand verkauft
als er wusste, wie schwer es mir fiel
herunterzuklettern
Übrigens bin ich runtergeklettert
von all diesen leicht durchschaubaren Spielen
Diesen Früchten in den Stofffalten
die hin und her schwingen
Ich fand andere Dinge zu tun
und bin anderem Lächeln begegnet
Aber nie so einem erhellenden
Augenblick
So schnell wie die Zeit vergeht
ist es ein Wunder, dass nichts das Wesentliche auslöscht,
alles verschwindet in bedeutungslose Dunkelheit
alles, bis auf dieses Fieber und die Süße
Alles ist im All verschwunden
Das Lachen, das Kleid, der Baum und die Leiter
So schnell wie die Zeit vergeht
nichts, nichts löscht das Wesentliche aus.
Ich fand andere Dinge zu tun
und bin anderem Lächeln begegnet
Aber nie so einem erhellenden
Augenblick.
Und von dem Boden auf dem wir stehen
verbringen wir unser sterbliches Leben
mit dem Suchen dieser Türen, die in den Himmel
führen.
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#15

Beitrag von Rex2005 » Mi 12. Sep 2012, 21:33

und gleich noch eins, weil er schon vor der Tür steht:
Oktober - Octobre
Paroles et musique de Francis CABREL aus dem Al bum "un samedi soir sur la terre" 1994
Die Äste werden unter dem Wind krachen
Der Nebel wird in seinem wei ßen Rock herunterkommen
Überall werden Blätter liegen
auf den Steinen
Der Oktober wird sich rächen
Die Sonne wird kaum scheinen
Unsere Körper werden sich unter Wolle verstecken
Verloren in deinen Halstüchern
wirst du abends
den eingeschlafenen Oktober
am Brunnen begegnen
Auf den eisernen Gartentischen
stehen leere Blumenvasen herum
und die Wolken fangen sich in den Fernsehantennen
Ich werde dir Blumen und
farbige Tischdecken schenken
damit der Oktober uns nicht fängt
Wir werden ganz hoch auf die Hügel klettern
um zu sehen, was alles der Oktober beleuchtet
Meine Hände in deinem Haar
Schal für zwei
Vor den Leuten, die sich
auf Parkbänken angelehnt haben
wird es bestimmt Menschen geben, die sich erinnern
und Wolken in Fernsehantennen fangen
Ich werde dir Blumen und
farbige Tischdecken schenken
damit der Oktober uns nicht fängt
Und wahrscheinlich werden wir
Zeichnungen auf dem Tau der Fenster sehen
Ihr werdet draußen spielen
wie die Kinder aus dem Norden
Vielleicht wird der Oktober bleiben
Ihr werdet draußen spielen
wie die Kinder aus dem Norden
Vielleicht wird der Oktober bleiben.
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#16

Beitrag von Rex2005 » Do 12. Mär 2015, 23:21

ein Text, den ich zusammen mit Dany übersetzt habe.
L'encre de tes yeux - Das Blau deiner Augen
Paroles et Musique: Francis Cabrel 1980
"Fragile"
Weil wir nie zusammen leben werden
weil wir verrückt sind, weil wir allein sind
Weil es so viele sind
Die uns verurteilen
Ich möchte dir trotzdem sagen
All das, was ich schreiben konnte
habe ich im Blau deiner Augen gefunden.
Ich habe die Ketten nicht gesehen, die du trugst
so sehr gewünscht, dich wiederzusehen
dass ich meine darüber vergessen habe
Wir träumten von Venedig und der Freiheit
Ich möchte dir trotzdem sagen
All das, was ich schreiben konnte
Hat mir dein Lächeln diktiert
Du wirst lange in meinen Träumen sein
Du wirst immer da sein, wo die Sonne aufgeht
Und wenn ich dich einmal vergessen sollte
Ich möchte dir trotzdem sagen
All das, was ich schreiben konnte
wird lange Zeit ein Hauch Sehnsucht sein
Aber weil wir nie zusammen leben werden
weil wir verrückt sind, weil wir allein sind
Weil es so viele sind de uns verurteilen
Ich möchte dir trotzdem sagen
All das, was ich schreiben konnte
habe ich im Blau deiner Augen gefunden
Dieser Beitrag enthält 201 Wörter



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#17

Beitrag von Gesch » Mo 16. Mär 2015, 09:12

Hallo liebe Rex, hallo liebe Mitlesenden,
dieses Lied von Francis Cabrel gehört auch seit Jahren zu meinen Favoriten - der Inhalt ist sehr anrührend, und die Melodie ist es auch. Deshalb hatte ich auch Ende der 90er Jahre den Drang, die Melodie und einen deutschsprachigen Inhalt, der sich nah ans Original anlehnen sollte, miteinander zu verbinden. Ich hatte deshalb auf der Grundlage einer Prosaübersetzung, die ich mir erbeten hatte, eine Nachdichtung versucht, die sich mit der Melodie verbinden lassen sollte - um so nicht nur eine Inhaltsangabe zu haben, sondern wieder ein Lied...
Natürlich ist eine Nachdichtung keine Übersetzung, und es gibt immer unbefriedigende Unzulänglichkeiten, wenn man detailgetreu am Original festhalten will. Denn die Schablone der Melodie, in die ein neuer, anderssprachiger Text ja reinzupassen hat, ist nun mal vorgegeben. Und die deutsche Sprache hat ja nun auch ihre Regeln und Wörter haben ihre richtigen und wichtige Betonungen bei der Aussprache, die ich nicht ignorieren wollte. Also muss man auch mal den Mut zur Lücke aufbringen und möglicherweise die eine oder andere schöne Formulierung, an der man in der Prosaübersetzung festhalten kann, aufgeben. Aber manchmal ist es der Versuch ja wert...
Hier ist mein singbare Versuch. Vielleicht gibt es ja Leute, die Vergnügen daran haben.
Das Blau deiner Augen "L'encre de tes yeux"
Francis Cabrel
Weil unsre Leben unvereinbar sind,
weil wir verrückt, allein, und weil die andern viele sind,
kann die Moral auf ihrer Seite stehn.
Drum sag ich dir, und glaub es mir:
Was ich auch schrieb, soviel Papier,
schrieb ich im Blau, das deine Augen ziert.
Von deinen Ketten hab ich nichts geahnt,
vergaß sogar, wie viel Verbot vor zuviel Liebe warnt.
Venedig, Freiheit - unser schöner Traum.
Nun sag ich dir, und glaub es mir:
Was ich auch schrieb, soviel Papier,
hat mir dein Lächeln in die Hand diktiert.
Du wirst noch lang durch meine Träume gehn,
von dort, wo früh die Sonne aufgeht, kommst du immer her.
Wenn ich dich jemals doch vergessen mag,
sag ich dir nun, und glaub es mir:
Was ich auch schrieb, soviel Papier,
schrieb ich aus Sehnsucht, die sich nie verliert.
Weil unsere Leben unvereinbar sind,
weil wir verrückt, allein, und weil die andern viele sind,
kann die Moral auf ihrer Seite stehn.
Drum sag ich dir, und glaub es mir:
Was ich auch schrieb, soviel Papier,
schrieb ich im Blau, das deine Augen ziert.
herzlich
Gerd
Dieser Beitrag enthält 412 Wörter


Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.


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#18

Beitrag von Barde » Do 2. Apr 2015, 14:26

Kann mich mal jemand aufklären, ob es wirklich eine Erlaubnis des Urhebers braucht, wenn ich ein Lied übersetze und diese Übersetzung aufführe, bzw. aufführen lasse. Ich habe ein englischsprachiges Lied übersetzt und die Sängerin möchte es gerne auf ihre Webseite nehmen. Besten Dank für Eure Infos.
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#19

Beitrag von Skywise » Do 2. Apr 2015, 16:43

Fragen wir mal die Quelle.
UrhG
§ 23 Bearbeitungen und Umgestaltungen
Bearbeitungen oder andere Umgestaltungen des Werkes dürfen nur mit Einwilligung des Urhebers des bearbeiteten oder umgestalteten Werkes veröffentlicht oder verwertet werden. [...]

Ah ja. Eine Übersetzung *ist* natürlich eine Bearbeitung. Ein "Stellen" auf eine Internetseite *ist* eine Veröffentlichung.
Ausnahmeregelungen in dieser Richtung: keine.
Wenn der/die Urheber natürlich bereits seit 70 Jahren unter der Erde weilen sollte/n - vergiß den §23, denn dann würde das Urheberrecht grundsätzlich nicht gelten.
Gruß
Skywise
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#20

Beitrag von Barde » Do 2. Apr 2015, 20:44

Und hier wieder mal ein Dank an unsere "lebende und wandelnde Enzyklopädie" :-) Eine ähnliche Information hatte ich auch bekommen und mich daher verwundert, dass hier ganz offen - veröffentlicht - wird. Deshalb fragte ich hier nach. Oder interpretiert Ihr dies so, dass eine schriftliche Veröffentlichung Eurer Übersetzung in diesem Forum noch keine Veröffentlichung ist? Diese Frage ist nicht provokativ gemeint. Ich suche eben nur eine Möglichkeit, meiner ehemaligen Gesangslehrerin die Möglichkeit zu geben, eine Demo des Liedes mit meiner Übersetzung (gesungen) auf ihre Webseite zu stellen. Die betreffenden Urheber haben im Übrigen noch nicht das Zeitliche gesegnet. Evtl. würde ich mal einen Kontaktversuch starten. Hat jemand eine Ahnung, ob eine Bearbeitung, sprich Übersetzung, eine Kostenpflicht gegebenüber den Originalurhebern beinhaltet?
Liebe Grüße
Barde :barde:
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