Liedermacher, wo man geht und steht... sogar im Urlaub!

Chanson (frz. Lied) bezeichnet im deutschen Sprachraum ein im französischen Kulturkreis verwurzeltes, liedhaftes musikalisches Genre, das durch einen Sänger oder eine Sängerin sowie instrumentale Begleitung gekennzeichnet ist. Ab dem 19. Jahrhundert als klar konturierte, „typisch“ französische Variante der internationalen Popkultur präsent, diffundierte das Chanson in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker in Richtung Pop, Rock sowie andere zeitgenössische Stile aus.
Quelle: Wikipedia mit Stand vom 01.06.2018 | Foto ©by Pixabay.com

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Diana hat dieses Thema gestartet
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Liedermacher, wo man geht und steht... sogar im Urlaub!

#1

Beitrag von Diana »

Ihr Lieben!
Nun sind wir ja schon fast eine Woche aus dem Urlaub zurück, aber mir brennt noch etwas unter den Nägeln, was ich hier im Forum erzählen wollte...
Also, René und ich haben ja eine Woche auf Amrum verbracht, und da fährt man normalerweise hin, um auszuspannen, die gute Luft zu geniessen, über den Kniepsand zu wandern, gut zu essen... naja, Urlaub halt. Nicht wahr, Doro? :-D
Trotzdem haben wir gleich nach Ankunft neugierig das "Amrum aktuell" studiert, das Veranstaltungsprogramm der Insel, das für je eine Woche erscheint. Und was sehen wir dort: 4.10., 20 Uhr, Ian Bruce, schottischer Folksänger. Na, das war doch was für uns, also schnell Karten besorgt und dann sassen wir am Dienstag abend gespannt im "Haus des Gastes" von Nebel. :-)
Erwartet haben wir einen Sänger, der schöne alte schottische Volksweisen darbietet... was wir bekamen, war ein waschechter "Liedermacher", nämlich einer, der vor allem jede Menge selbstgeschriebene songs präsentierte, und das auf eine witzige und sehr unterhaltsame Art! Um es kurz zu machen: es war ein wundervoller Abend mit tollen Liedern, der viel zu schnell herumging.
Ian Bruce hatte zwei Gitarren auf der Bühne und null elektrische Verstärkung. Ob er das immer so macht, oder ob es daran lag, dass er die richtige Fähre verpasst hatte und so erst auf den letzten Drücker zum Konzert erschien, habe ich nicht ganz verstanden. Jedenfalls hat er problemlos mit seiner Stimme den Raum, der mit ca. 150 Menschen dicht und auf den allerletzten Platz besetzt war, füllen können. Dies hat er besonders eindrucksvoll bei zwei Stücken gezeigt, die er acapella dargeboten hat.
Ein paar Brocken Deutsch spricht Ian Bruce zwar, dennoch hat er den Abend auf Englisch moderiert... naja, sagen wir in der Sprache, die Schotten für Englisch halten. :-D
Leider habe ich mir keine CD mitgenommen... ich war ein wenig erschlagen von der grossen Zahl an unterschiedlichen CDs, die Ian Bruce in der Pause aus seinem Koffer holte - welche sollte ich nehmen? :-( Und dann fand ich 18 €/CD auch einen gepfefferten Preis... jetzt ärgere ich mich zwar ein wenig, aber glücklicherweise kann man in alle seine Lieder auf seiner Webseite reinhören.
Und da Ian Bruce regelmässig durch Deutschland tourt, werde ich hoffentlich noch eine Gelegenheit bekommen, mir die eine oder andere CD zu kaufen. In Berlin war er allerdings zwei Tage vor Amrum... das wird also noch ein bisschen dauern. :cry:
In seinem Programm hat er vor allem die Lieder seiner aktuellsten CD "The Demon's Dance" vorgestellt, die kann man auch alle gleich auf der Startseite seiner Homepage hören - sehr empfehlenswert!
Gruss, Diana
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Diana hat dieses Thema gestartet
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Liedermacher, wo man geht und steht... sogar im Urlaub!

#2

Beitrag von Diana »

Hallo!
Eben war ich mal wieder auf der Homepage von Ian Bruce, von dem ich hier ja schon mal so geschwärmt habe... ;-)
Er ist im Januar in Deutschland unterwegs (Tourplan) und vielleicht hat ja der eine oder andere Lust, falls ein Konzert in seiner Nähe stattfindet. Ich kann es wirklich heiss empfehlen! :hammer:
(Nein, ich kriege keine Provision! ;-))
Auf der Homepage kann man in die meisten songs reinhören, das lohnt sich wirklich.
René und ich gehen hier in Berlin am 25.1. hin, falls jemand mitkommen mag, würden wir uns freuen.
Gruss, Diana
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#3

Beitrag von Diana »

Hallo Ihr Lieben!
Keine Ahnung, ob sich hier überhaupt jemand dafür interessiert :-D aber vor einer Woche waren René und ich nun auf dem Konzert von Ian Bruce hier in Berlin.
Veranstaltungsort war der "Alte Dorfkrug Lübars". Ja, richtig, ungefähr da, wo Herr M. in B. lebt, sozusagen "um die Ecke" (für Berliner Verhältnisse, Petra, nicht wahr!? ;-) ) Da Lübars eine ganze Ecke von Steglitz weg ist, einmal quer durch die ganze Stadt, wollte ich telefonisch Tickets für uns reservieren... das war dann ein wenig abenteuerlich... "Wie heisst der? Wann soll das sein? Hier bei uns?... :-o
Naja, schliesslich war das auf der Webseite von Ian Bruce so angegeben, also beharrte ich, und nach einigen Nachfragen in den Hintergrund konnte mir der freundliche Mensch am Telefon dann schliesslich doch die Tickets reservieren, puh.
Für Berliner Verhältnisse ungewöhnlich früh sollte das Konzert bereits um 19 Uhr beginnen, was aber mitten in der Woche und bei ca. 1 Std. Anfahrt auch den Vorteil hat, dass man nicht so spät ins Bett kommt. :-D Lübars ist ein richtiges kleines Dorf am nördlichen Stadtrand von Berlin und der Dorfkrug war leicht zu finden und wunderbar urig. Als wir eintrafen, machte Ian Bruce gerade den Soundcheck und wir setzten uns an die reservierten Plätze. Da aber ausser ihm und uns auch einige andere Gäste noch schnell etwas essen wollten vor dem Konzert, was dann doch nicht ganz so schnell ging, verzögerte sich der Beginn des Konzerts, aber dann ging es endlich los.
Als erstes bat er die etwas verstreut sitzenden Gäste weiter weg von der "Bühne", doch ihre Stühle zu nehmen und näher ranzurücken. Dann fragte er, ob wir Wert darauf legen würden, dass er die aufgebaute PA nutzt, er würde lieber darauf verzichten. Die Anwesenden, die bereits wussten, dass er mit seiner Stimme auch spielend einen doppelt so grossen Raum ohne Verstärkung füllt, stimmten zu - die anderen wirkten verunsichert. ;-)
Wie wir es schon auf Amrum erlebt hatten, verflog dann die Zeit unglaublich schnell, während Ian Bruce auf seine unnachahmliche Art spontan, so wie es ihm einfiel, einen song nach dem anderen sang und sie dabei jeweils mit kleinen Geschichten anmoderierte. Mitten im ersten Teil riss die Saite einer der beiden Gitarren - wenn ich das richtig gesehen habe, dann hatte er eine mit Nylonsaiten und eine mit Metallsaiten, die auch deutlich unterschiedlich klangen und zwischen denen er ständig wechselte - und so musste er zunächst mit einer Gitarre weitermachen. Leider hatte er offenbar niemanden dabei, der schnell die Saiten wechseln konnte, so dass er das dann selbst in der Pause machen musste. So hat er also vor allem Lieder gespielt, für die die verbliebene Gitarre besser geeignet war - da er sich ohnehin nie eine Setlist macht, sondern singt, was ihm in den Kopf kommt oder aus dem Publikum zugerufen wird, war das wohl kein grosses Problem. :-D
Die Interaktion mit dem Publikum ist einfach phänomenal... er animiert zum Mitsingen, indem er vor dem song erstmal den Refrain mit dem Publikum "übt". Anfangs traute sich keiner so recht, aber mit der Zeit haben die meisten der ca. 30-40 Anwesenden mitgesungen, war einfach eine tolle Stimmung. :-) Schliesslich brachte er uns bei den Zugaben sogar dazu, dass wir alle aufstanden, den jeweiligen Nachbarn an die Hand nahmen und uns hin und her wiegten... war bestimmt ein nettes Bild. :-D
Ich kann nicht so gut beurteilen, wie es um die spieltechnischen Qualitäten von Ian Bruce steht, aber das, was er auf der Gitarre macht, unterstreicht jedenfalls seine unglaubliche Stimme hervorragend. Die wirkt allerdings auch ohne Begleitung, was er mit 2 a-capella-Stücken unter Beweis gestellt hat - dass die meisten im Raum genauso eine Gänsehaut hatten wie ich, war unübersehbar!
Die Themen, von denen Ian Bruce singt, stammen aus dem Alltag, es geht um Liebe und Leid, Freundschaft und auch sehr oft um die Natur. Obwohl er seinen ganz eigenen Stil hat, ist die Musik der schottischen Folklore sehr nah, was sich auf den CDs stärker bemerkbar macht, da dort neben mehreren Gitarren vor allem Instrumente wie Fiddle, Akkordeon, Tin Whistle und Bodhran zum Einsatz kommen. Solo ist es ja "nur" Stimme und Gitarre, aber das reicht ja eigentlich schon vollkommen aus. :-)
Vielleicht habe ich ja doch jemanden neugierig gemacht!? ;-)
Gruss, Diana
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ISMA70
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#4

Beitrag von ISMA70 »

Hallo Diana, :wink:
du hast mich sogar sehr neugierig gemacht. Wenn Ian Bruce mal hier in der Umgebung wäre, würde ich sehr gerne in sein Konzert gehen.
Liebe Grüße aus Koblenz!
Marion
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#5

Beitrag von Diana »

Hallo Marion!
du hast mich sogar sehr neugierig gemacht

Das freut mich... schau doch gelegentlich mal in seinem Tourplan nach! :-)
Liebe Grüsse, Diana
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Petra
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#6

Beitrag von Petra »

Hallo Diana,
Keine Ahnung, ob sich hier überhaupt jemand dafür interessiert :-D aber vor einer Woche waren René und ich nun auf dem Konzert von Ian Bruce hier in Berlin.

na klar ist das interessant - genau für solche Dinge haben wir doch dieses Forum. :-)
sozusagen "um die Ecke" (für Berliner Verhältnisse, Petra, nicht wahr!? ;-) )

Ich habe es kapiert - könnte also durchaus sein, dass es ein bisschen weiter ist als die Strecke vom Südrand bis zum Nordrand von Pirmasens. *g*
.....die meisten der ca. 30-40 Anwesenden.....

Hast Du eine Ahnung, wie diese relativ vielen Leute dahin gefunden hatten? Diese Frage bewegt mich, seit ich Liedermacher persönlich kenne, denen ich gerne mal in Pirmasens zu einem Auftritt verhelfen würde. Aber wie kriegt man das Publikum dahin? :gruebel: Außer natürlich durch eine teure Werbekampagne... Ihr beide hattet den Termin ja von der Website des Künstlers, aber darauf alleine kann man sich ja nicht verlassen...
Vielleicht habe ich ja doch jemanden neugierig gemacht!? ;-)

Danke, der Bericht ist sehr appetitanregend. :-) Schon wieder ein Tourplan, den ich im Auge behalten muss. Es kommt noch so weit, dass ich nur noch sporadisch zu Hause bin. ;-)
Viele Grüße von Petra
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
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wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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#7

Beitrag von Diana »

Liebe Petra!

sozusagen "um die Ecke" (für Berliner Verhältnisse, Petra, nicht wahr!? ;-) )

Ich habe es kapiert - könnte also durchaus sein, dass es ein bisschen weiter ist als die Strecke vom Südrand bis zum Nordrand von Pirmasens. *g*

Ich habe gerade mal www.map24.de befragt: es sind ca. 7,5 km vom Haus des Herrn M. bis nach Lübars, und angeblich braucht man dafür eine Viertelstunde. Das ist tatsächlich ungefähr so wie vom "Rickenbacker's" zu uns. :-D
.....die meisten der ca. 30-40 Anwesenden.....

Hast Du eine Ahnung, wie diese relativ vielen Leute dahin gefunden hatten?

Ähm... "relativ viele"? Ich fand's schon recht mager... :roll:
Also, ich denke, einige kannten Ian Bruce offensichtlich schon und kamen ganz gezielt. Bei anderen könnte ich mir vorstellen, dass der Effekt "Hey, bei uns auf dem Dorf ist was los, da geh'n wir mal hin" gezogen hat. Wie gesagt, Lübars liegt ganz im Norden von Berlin, also relativ weit weg von der City, ist ein richtiges kleines Dorf, das von Feldern umgeben ist und vermutlich ist da sonst nicht allzuviel los. Am Dorfkrug hingen Plakate und so wurden wohl einige darauf aufmerksam. Eine Werbekampagne gab es offenbar nicht, und mein erster Anruf, bei dem ich die Tickets reserviert habe, machte auf mich auch den Eindruck, als wenn selbst "der Veranstalter" sich nicht besonders reingehängt hat... :-(
Leider habe ich auch keine Ahnung, wie man so ein Konzert am besten aufziehen kann - aber hier im Forum müsste es doch Leute geben, die sich damit auskennen!? :gruebel:
Liebe Grüsse, Diana
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Petra
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#8

Beitrag von Petra »

Hallo Diana,
Ich habe gerade mal www.map24.de befragt: es sind ca. 7,5 km vom Haus des Herrn M. bis nach Lübars, und angeblich braucht man dafür eine Viertelstunde. Das ist tatsächlich ungefähr so wie vom "Rickenbacker's" zu uns. :-D

jetzt habe ich auch mal einen Routenplaner konsultiert: Vom südlichen Stadtrand von Pirmasens, wo ich wohne, bis zum anderen Ende der Stadt sind es knapp 9 km, dafür werden 14 Minuten veranschlagt. Bei Euch ist das 'um die Ecke', bei uns ist es das Ende der Fahnenstange. :-D
Ähm... "relativ viele"? Ich fand's schon recht mager... :roll:

Das kommt nun tatsächlich auf den Blickwinkel an. Mir liegt halt immer noch das Mini-Festival in Trebur im Magen, das auch bezüglich des Publikums dem 'Mini' alle Ehre machte. Ich selbst war auch nicht dort, sonst wären es doppelt so viele Zuhörer gewesen. ;-)
Viele Grüße von Petra
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