Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

Stell uns Deinen Lieblingskünstler vor, informiere uns über seine neue CD oder schreibe einen Konzertbericht. In diesem Forum kannst Du das tun, auch wenn es für Deine/n Liedermacher/in (noch) kein eigenes Forum gibt.

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fille
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#1

Beitrag von fille » So 27. Aug 2006, 10:47

Guten Morgen!
Ich weiß nicht in welche Schublade ich diese Frage stecken soll. Der Gedanke ist beim Hören einer Johnny-Cash-CD gekommen.
Ich weiß auch nicht, wie man es am besten ausdrückt. Es erinnert ein bisschen an die unseligen Sendungen, der zur Zeit so in sind.
Aber wir sind ja eine Gruppe mit einem anderem Geschmack....
Was meint ihr? Wer ist wohl der erfolgreichte, beste, größte Liedermacher? Wer hat am meisten dazu beigetragen, die Musikwelt dieser Sparte zu prägen?
Ich meine jetzt nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit.
Man könnte es eigentlich sowieso in drei Kategorien einteilen.
Hier mal meine Meinung:
Deutschland: Reinhard Mey (Vorsicht! Ist vielleicht nicht objektiv ;-))
Europa: ???
Weltweit: Bob Dylan (Leonard Cohen?)
Ehrlich gesagt glaube ich, dass Bob Dylan der erste Platz zusteht! Kein anderer hat wohl die Musikwelt so geprägt.
Und weil selbst Johnny Cash Lieder von ihm gesungen hat, kam mir diese Idee....
Liebe Grüße und schönen Sonntag
Marianne
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Rene87
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#2

Beitrag von Rene87 » So 27. Aug 2006, 13:38

Hallo Marianne,
toller Beitrag. Wollte auch erst einen ähnlichen Beitrag schon des längeren starten, hab mich aber einfach nicht getraut, da ich mich doch nicht so auskenne und dachte vielleicht landet man da auf dem Hinterteil, weil es wirklich schon geglieder ist. Aber anscheinend ja nicht. Umso mehr freu ich mich über diesen Beitrag.
Da ich ja als kompletter Fremdling in die Welt der Liedermacher eintauchen durfte (nur durch Bodo Wartke hier her kam), muss ich wirklich sagen, dass in Deutschland auf jeden Fall Reinhard Mey ganz weit oben steht. Aus dem einfachen Grund: Den kennt jeder und jeder kennt seine Lieder. Ob groß, ob klein oder einer der nur Heavy-Metal hört kennt Lieder von ihm.
Konstantin Wecker, Hannes Wader und Co. sind zwar auch populär, werden aber kaum noch von den jüngeren Menschen gekannt. Und wenn man sie namentlich nennen kann (so wie es mir ging), dann kennt man aber kaum Lieder von denen.
Weltweit könnte Bob Dylan wirklich ganz oben stehen, mir würde sonst aber auch kaum jemand einfallen, der so bekannt ist. Kenn zwar noch weitere wie Joan Baez, Don McLean, Donovan, Ralph McTell und Neil Young. Mein Favourit wäre aber wahrscheinlich Cat Steevens , weil ich seine Musik sehr gern höre, was bei Bob Dylan manchmal nicht der Fall ist (weil er nicht der beste Sänger ist).
Aber Europa würde mich leider nichts einfallen, da ich nur die englisch sprachige und deutsche Liedermacherszene kenne.
Gruß
René
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#3

Beitrag von Guest » So 27. Aug 2006, 15:18

- und ein paar Namen fall'n mir ein
(zu den bereits genannten):

Brassens
Brel
Fabrizio De André
Kevin Johnson
Gordon Lightfoot

X.
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fille
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#4

Beitrag von fille » So 27. Aug 2006, 16:15

Brassens
Brel
Fabrizio De André


Ja, das ist mir auch schon durch den Kopf gegangen! Brassens und Brel werden bestimmt in ganz Europa und nicht nur in Deutschland interpretiert. Die beiden können sich wohl den 1. Platz teilen.
Ich muss gestehen, dass ich Fabrizio de André nicht kenne :rotwerd: @Xanthippe magst du ihn hier nicht mal vorstellen. Ein Italiener - das wäre mal was anderes. Ich habe gleich im Internet geforscht, aber wenn du etwas von ihm weißt, wäre es sehr interessant, uns an deinem Wissen teilhaben zu lassen. Ich mag gerne mal italienische Musik.
...was bei Bob Dylan manchmal nicht der Fall ist (weil er nicht der beste Sänger ist)

Finde ich auch. Andere singen seine Songs besser.
Bob Dylan ist so stolz auf seine Folkrock-Songs aus den Anfängen seiner Karriere, dass er sie covern würde, wenn es nicht seine eigenen wären. Der "Blowin' In The Wind"-Star ist nicht überrascht, wie viele Künstler seine Klassiker neu aufgenommen haben - weil es eben einfach großartige Songs sind. Dylan: "Meine alten Songs haben etwas. Ich glaube, meine Songs wurden so oft gecovert wie 'White Christmas' oder 'Stardust'. Es gibt eine Liste mit mehr als 5.000 Aufnahmen.

Wikipedia:
Für viele Musiker ist Bob Dylan ein prägender Einfluss gewesen. Dies sind unter anderem Van Morrison, The Beatles, Steely Dan, Bruce Springsteen und Nick Cave. Auch der deutsche Musiker Wolfgang Niedecken und der österreichische Liedermacher Wolfgang Ambros, der einige der frühen Songs Dylans ins Deutsche übersetzt hat, zählen Bob Dylan zu ihren erklärten Vorbildern.
Bob Dylan gilt neben Randy Newman, Bruce Springsteen und seinem gleichaltrigen Kollegen Paul Simon, mit dem er 1999 eine gemeinsame US-Tournee bestritt, als der bedeutendste lebende amerikanische Musiker.

Liebe Grüße
Marianne
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Petra
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#5

Beitrag von Petra » So 27. Aug 2006, 16:42

Hallo Marianne,
Ein Italiener - das wäre mal was anderes. Ich habe gleich im Internet geforscht, ...

warum in die Ferne schweifen? Ein Blick in unsere Netztipps lohnt sich doch immer .... ;-)
Viele Grüße von Petra
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)

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Rene87
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#6

Beitrag von Rene87 » So 27. Aug 2006, 17:12

Für die interessierten unter euch...
Fabrizio de André bei wikipedia.de
Fondazione Fabrizio de André Seite einer Stiftung an der Universität von Siena zur Erforschung und Publikation des Werkes von Fabrizio de André.
Centro Studi Fabrizio de André Projekt der Fondazione Fabrizio de André und der philosophischen Fakultät der Universität von Siena zur Erfassung des Gesamtwerks von Fabrizio de André (ital.)
Via del Campo Projektseite über Fabrizio de André mit vielen Hintergrundinformationen. (ital., franz., span., ung.)
Faber de André Umfangreiche private Projektseite mit zahlreichen Daten und Fakten sowie vollständiger Diskographie. (ital.)
Fabrizio Deutsche Übersetzungen vieler Liedtexte von Fabrizio de André auf einer privaten Webseite. (deutsch)
Gruß
René
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#7

Beitrag von Guest » So 27. Aug 2006, 19:27

Fabrizio De Andrés (den seine Freunde Faber nannten) bekanntestes Lied in Deutschland war,
denke ich,
"Fiume Sand Creek"
das hat er mal in "Wetten, dass?" gespielt.
(und "Andrea")
Schade, dass er nicht mehr lebt.

X.
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Karodame
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#8

Beitrag von Karodame » So 27. Aug 2006, 19:59

hm
warum ist eigentlich noch nicht Billy Joel genannt worden?
Ich hab zwar absolut keinen Plan, was er alles geschrieben hat, aber ich stolper öfter mal über seinen Namen, wenn ich auf der Suche, nach dem Autor von einigen wunderbaren Songs, wie "And so it goes"(kenne bis jetzt nur die acapella-Versionen) bin. :daumen:
Oder gilt er nicht als Liedermacher?:gruebel:
liebe grüße
karo
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(Gerhard Schöne)

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Rex2005
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#9

Beitrag von Rex2005 » So 27. Aug 2006, 21:03

Hallo,
ich glaube, dass man diese Frage so überhaupt nicht beantworten kann :gruebel: Wann ist ein Sänger groß, erfolgreich, wann ist einer der Beste und warum?
Groß und erfolgreich, weil er in den Medien mehr als andere erscheint - wenn ja, dann warum? Liegt´s an den politischen Aussagen der Songs oder an der Verkäuflichkeit der Songs oder nur eines Images? Ist sicher eine ganz schwierige Frage, weil man auch Liedermacher noch in Kategorien einteilen könnte oder in diesem Fall sogar müsste.
Für mich ist ein ganz Großer z.B. Kurt Demmler. Den "Ossis" jenseits der 40 J. sicher gut bekannt. Er hat unzählige Lieder getextet, komponiert und selbst gesungen. Fast jede Band, jeder Sänger/in in der DDR hat Songs oder Texte von Demmler genutzt, egal ob Schlager, Rock/Pop, politisches Lied - ganz einfach, weil er soviel geschrieben hat, dass er die beim besten Willen nicht alle selber hätte singen können oder aber die Songs in großen Arrangements viel besser rüberkommen. Stern Meißen, Renft, Karat, Nina Hagen, Oktoberklub... tja, wo steckt man so einen hin????
hier nur ein Teil seiner Texte, die er vor der Wende geschrieben hat.
Aber durch die Antworten auf diese Frage, werden sicher noch viele Namen genannt und man wird auf neue interessante Leute gestubst.
LG
Rex2005
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fille
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#10

Beitrag von fille » So 27. Aug 2006, 21:47

Hi!
Ich glaube, dass man diese Frage so überhaupt nicht beantworten kann Wann ist ein Sänger groß, erfolgreich, wann ist einer der Beste und warum?

Es geht mir überhaupt nicht um Sänger, sondern um Liedermacher, Chansonniers oder Singer/Songwriter. Damit meine ich Leute, die Lieder geschrieben haben und damit Musikgeschichte. Wie eben z. B. Bob Dylan, Leonard Cohen, Woody Guthrie, Brassens, Brel und (für Deutschland) Reinhard Mey.
Ich dachte bei meinen Kategorien an Leute die eben entweder in Deutschland, in Europa oder weltweit bekannt sind. Deren Lieder überall von Straßenmusikanten gesungen werden und das in vielen Sprachen.
Ich bin sicher, dass Brassens und Brel in Schweden genauso bekannt sind, wie in Ungarn oder Griechenland. Mey kennt man nur in Deutschland und den frankophonen Ländern (darum habe ich ihn für Deutschland genannt).
Dylan ist einfach einer der größten. Viele, viele haben seine Lieder gecovert. Sie sind universelle Volkslieder geworden (z. B. Rolling Stone). Er war sogar schon für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen.
Liebe Grüße
Marianne
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#11

Beitrag von Guest » So 27. Aug 2006, 21:54

Mey kennt man auch in den Niederlanden, in der Schweiz, in Österreich.
Demmler, den ich persönlich schätze, ist in den alten Bundesländern und im benachbarten Ausland nicht bekannt.
Gruß,
X.
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Rex2005
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#12

Beitrag von Rex2005 » So 27. Aug 2006, 22:17

Hallo Marianne

Es geht mir überhaupt nicht um Sänger, sondern um Liedermacher, Chansonniers oder Singer/Songwriter. Damit meine ich Leute, die Lieder geschrieben haben und damit Musikgeschichte. Wie eben z. B. Bob Dylan, Leonard Cohen, Woody Guthrie, Brassens, Brel und (für Deutschland) Reinhard Mey.


Das ist das Dilemma dieser Frage! :-D Ich kenne zwar die Namen und sicher auch einige Lieder. der o.g. Aber was sind "nur" bekannte Lieder/ Liedermacher und welche haben wirklich Musikgeschichte geschrieben. - Ich weiß, ich bin gemein :-D
Frag mal jemand in Deutschland, der sich nicht für Liedermacher interessiert, nach Reinhard Mey. Den kennen viel viel weniger als den Namen Bob Dylan. Fragst du, wer das Lied "Über den Wolken" kennt - das kennen sicher die meisten Deutschen, zumindest wenn sie es vorgespielt bekommen. Nach seinen anderen Liedern brauchst du aber schon gar nicht fragen, die kennt kaum jemand (von der Fraktion, die sich nicht für Liedermacher interessiert wohlgemerkt)
Fragst du nach einem Titel von Bob Dylan ... dann kommen die meisten ins Schleudern obwohl der Name bekannt ist....
Mey ist für mich keiner, der Musikgeschichte geschrieben hat. Er ist mit dem, was er macht seit Jahren erfolgreich, ja. Aber reicht das, um zu sagen, dass er Musikgeschichte geschrieben hat?? hm, ja... ich glaube ich muss mir schon wieder mal den Kochtopf überstülpen - bitte nicht so dolle hauen, bin sensibel :-?
LG
Rex2005
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#13

Beitrag von fille » So 27. Aug 2006, 22:18

@X.
Mey kennt man auch in den Niederlanden, in der Schweiz, in Österreich.

Ja natürlich! Wenn ich es mir recht überlege, deckt er doch mit Gesamtdeutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien und den Niederlanden einen großen Teil Europas ab.
:wink:
Marianne
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#14

Beitrag von Guest » So 27. Aug 2006, 22:45

@Rex
Es ist aber doch so, dass man sich in diesem Forum für Liedermacher interessiert! Darum kennen sehr viele auch Reinhard Mey, selbst wenn sie ihn nicht mögen. Ich kenne auch andere Lieder außer "Über den Wolken". Und ganz bestimmt hat Reinhard Mey neben Degenhardt und Hannes Wader (Liedermacher)Musikgeschichte (mit)geschrieben, zumindest in den alten Bundesländern.

Gruß,
X.
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StephanH
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#15

Beitrag von StephanH » So 27. Aug 2006, 22:57

Hallo,
ich denke schon das Reinhard Mey Musikgeschichte geschrieben hat. Auch seine Lieder tauchen in vielen deutschen und französischen Musikschulbüchern auf.
Sogar in den ganz ganz alten Bundesländern, wie Brandenburg, kennt man Ihn schon eine Weile. ;-)
Gruß Stephan
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Skywise
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#16

Beitrag von Skywise » So 27. Aug 2006, 23:33


fille schrieb:
Es geht mir überhaupt nicht um Sänger, sondern um Liedermacher, Chansonniers oder Singer/Songwriter. Damit meine ich Leute, die Lieder geschrieben haben und damit Musikgeschichte. Wie eben z. B. Bob Dylan, Leonard Cohen, Woody Guthrie, Brassens, Brel und (für Deutschland) Reinhard Mey.
Da wäre ich vorsichtig.
Einerseits, weil ich spontan gar nicht weiß, wo Reinhard Mey Musikgeschichte geschrieben haben soll. Nichts gegen Reinhard Mey, wirklich nicht, aber wenn man mal eine musikhistorische Bilanz seines Schaffens ziehen würde, sähe er ziemlich alt aus, denn wirklich Revolutionäres hat er in seiner Musik nicht vermittelt und auch die Texte, die wirklich mal in musikdidaktischen Büchern diskutiert wurden, kann man erstens an einer Hand abzählen und zweitens heute nur noch bedingt für den Unterricht gebrauchen: "Annabelle, ach Annabelle", "Kaspar", "Abscheuliches Lied für abscheuliche Leute (Im Warenhaus)" und "Diplomatenjagd". Darüber hinaus muß er sich bereits seit seiner Anfangszeit immer wieder mal gefallen lassen, eher in die Richtung "Schlagersänger" abgeschoben zu werden. Ich hab' hier einige Bücher liegen, die sich explizit mit "Liedermachern" beschäftigen, denen Reinhard Mey allerdings höchstens ein abfälliger Halbsatz wert ist.
Wie gesagt - nichts gegen Reinhard Mey, aber ein rauher Ton-Steine-Scherben-Schrei wie "Macht kaputt, was euch kaputt macht!" hat musikhistorisch wahrscheinlich weit mehr Gewicht als das meiste, das Reinhard Mey zustande gebracht hat.
Andererseits wäre ich vorsichtig, weil an dieser Stelle die Arbeitsweise bzw. die Absicht eines Liedermachers unter den Tisch fällt. Es gibt Liedermacher, die einfach für einen Protest oder eine Kundgebung ein Lied verfassen. Das Lied ist im Grunde genommen für die Tonne, in dem Augenblick, da der Interpret wieder zu Hause angekommen ist und sein Instrument in die Ecke stellt. Die Aussage wurde gemacht, sie kam an oder nicht, morgen hat sich die Welt weitergedreht, da kann das Lied veraltet sein. Es gibt viele Singer/Songwriter, die auf diese Weise arbeiten. Nicht alle ziehen sich für zwei Jahre in ihr Hinterstübchen zurück und arbeiten Lieder aus, die auf Haltbarkeit, Perfektion oder Eingängigkeit bedacht sind. Es gibt Liedermacher, von denen keine oder nur wenige Tonträger erschienen sind - weil ihre Themen einfach zu tagespolitisch waren ... oder aufgrund der schnellen Entstehungszeit einfach zu sperrig (oder zu schlecht), um sie auf Tonträger festzuhalten. Solchen Leuten kann musikhistorisch keine Bedeutung zukommen, weil sie es nicht darauf angelegt haben, bedeutungsvoll zu sein. Sie wollten ihre Meinung kundtun - und damit genug der Ambition.
Ich dachte bei meinen Kategorien an Leute die eben entweder in Deutschland, in Europa oder weltweit bekannt sind. Deren Lieder überall von Straßenmusikanten gesungen werden und das in vielen Sprachen.
Franz Schubert - einer der besten Liedermacher überhaupt :-D
Dylan ist einfach einer der größten. Viele, viele haben seine Lieder gecovert. Sie sind universelle Volkslieder geworden (z. B. Rolling Stone). Er war sogar schon für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen.
Och, wer schon alles für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde ... das wäre für mich kein Gütesiegel.
Ich glaube, es waren die Bob-Dylan-Fans, die anläßlich seiner "30th Anniversary Concert Celebration" dafür gesorgt haben, daß Bob Dylan bei mir einen sehr schweren Stand hat. Viele seiner Botschaften scheinen nicht angekommen zu sein, auch bei den eigenen Anhängern nicht. Vielleicht liegt das auch an Dylan selbst, der sich selten zu Wort meldet und wenn, widersprüchliches Zeug von sich gibt ...
Ich weiß nicht richtig, was ich von Dylan zu halten habe. Daß er gute Lieder schreiben kann, will ich ihm nicht absprechen. Aber vielleicht das Talent, eine Botschaft gut rüberzubringen ...
Gruß
Skywise
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"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#17

Beitrag von fille » Mo 28. Aug 2006, 06:33

Guten Morgen!
Franz Schubert - einer der besten Liedermacher überhaupt

Gute Antwort! Wir sollten nicht nur im engen Rahmen unseres Daseins denken.
Wie gesagt, es geht hier nicht um Vorlieben! Ich finde auch, dass Reinhard Mey der Platz zumindest für Deutschland zusteht. Zumindest für die Jetztzeit (wem denn bitte sonst?)
Schubert ist natürlich bekannter und rückt ihn weiter nach hinten - wenn wir einen größeren Zeitrahmen betrachten.
Schönen Tag noch
Marianne
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Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?

#18

Beitrag von Guest » Mo 28. Aug 2006, 09:24

@Skywise
- welche Liedermacher haben denn in Deinen schlauen Liedermacherbüchern die ganzen Sätze gekriegt?
Gruß,
X.

Wenn schon Franz Schubert, warum nicht auch
Anton Holzapfel? Ist ja alles erst über 200 Jahre her ...
Dieser Beitrag enthält 34 Wörter



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#19

Beitrag von Guest » Mo 28. Aug 2006, 09:56

Herman van Veen?
X.
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Skywise
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#20

Beitrag von Skywise » Mo 28. Aug 2006, 10:19


Xantippe schrieb:
- welche Liedermacher haben denn in Deinen schlauen Liedermacherbüchern die ganzen Sätze gekriegt?
Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Ludwig Hirsch, Rainhard Fendrich, Franz Hohler, André Heller, Walter Moßmann, Franz Josef Degenhardt, Bettina Wegner, Schneewittchen, Schmetterlinge, Floh de Cologne, Hanns Dieter Hüsch, Wolf Biermann, Gerhard Schöne, Lerryn (= Dieter Dehm), Konstantin Wecker, Hannes Wader, Knut Kiesewetter, Stephan Sulke, Ulla Meinecke, Volker Lechtenbrink, Lothar von Versen, Klaus Hoffmann, Ina Deter, Hein & Oss, Dieter Süverkrüp, Ulrich Roski, Manfred Maurenbrecher, Stefan Krawczyk, Christof Stählin, Schobert & Black, Dietrich Kittner, Herman van Veen.
Unter anderem. Weitere kann ich Dir bestimmt nennen, wenn ic hwieder zu Hause am Schreibtisch sitze ;-)
Wenn schon Franz Schubert, warum nicht auch
Anton Holzapfel? Ist ja alles erst über 200 Jahre her ...
Holzapfel wohl weniger. Aber warum nicht gleich den Volksmund?
Gruß
Skywise
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Herman van Veen - "Die Clowns"

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