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Aw: Biographie: Das ganze schrecklich schöne Leben
#2

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Hallo Michael,

mein Fazit fällt sehr ähnlich aus.

Zitat:

Michael schrieb:
Das Buch ist ungewöhnlich deshalb, weil es das Leben Weckers aus drei Perspektiven erzählt: Aus seiner eigenen, der seines Jugendfreundes, Fahrers, Merchandisers und "Willy"-Vorbildes Günter Bauch und der seines Mitarbeiters und "Hinter den Schlagzeilen"-Redakteurs Roland Rottenfußer.


Weckers Passagen: Kennt man, hat man - wenn man Weckers Wirken ein wenig verfolgt - so oder so ähnlich schon oft an anderer Stelle gelesen oder gehört. Rottenfußers Beiträge: Diese Art der Vergötterung hielt ich beim Lesen kaum aus. Es fiel mir schwer, mein Augenmerk auf den durchaus interessanten Gehalt zu lenken. Zuletzt habe ich mich dabei ertappt, wie ich Rottenfußers Seiten eher flüchtig überschlagen habe; für mich keine geeignete Form der Darstellung in einer Biographie. Bauchs Perspektive: Fand ich großartig, hat mich sowohl sprachlich als auch inhaltlich sehr angesprochen. Schon während der Lektüre dachte ich: Eine Biographie aus einem Guss aus der Feder Bauchs hätte mich mehr gefesselt.

Nächste Woche werde ich Wecker übrigens im kleinen Rahmen solo sehen, darauf freue ich mich.

Lieben Gruß!
Marc

Geschrieben: 25.07.2017 16:43
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Biographie: Das ganze schrecklich schöne Leben
#1

Benutzerinformationen
Guten Tag,

aus Anlass seines 70. Geburtstags ist eine Biographie von Konstantin Wecker erschienen: "Das ganze schrecklich schöne Leben". Das wisst ihr natürlich, aber es hat sich bisher noch keiner zur Lektüre geäußert, also fang ich an.

Das Buch ist ungewöhnlich deshalb, weil es das Leben Weckers aus drei Perspektiven erzählt: Aus seiner eigenen, der seines Jugendfreundes, Fahrers, Merchandisers und "Willy"-Vorbildes Günter Bauch und der seines Mitarbeiters und "Hinter den Schlagzeilen"-Redakteurs Roland Rottenfußer. Das ist gar keine schlechte Idee, besonders die Beiträge von Günter Bauch sind ausgesprochen gut, die Freundschaft zu Wecker ist in jeder Zeile zu spüren aber sie sind mit Augenzwinkern geschrieben. Jedenfalls waren sie für mich die spannendsten Beiträge, weil man hier mal wirklich hinter die Kulissen und hinter den Menschen Wecker blicken kann. Bei Roland Rottenfußer bin ich ein bisschen kritischer. Gut finde ich seine Textanalysen, gerade der frühen Werke. Er ist ein profunder Kenner von Weckers Welt und zeichnet dessen Entwicklung anhand seiner Songs sehr gut nach. Weniger gut finde ich die bei ihm im Lauf des Buches immer weniger im Zaum gehaltene Verehrung Weckers. Da wird er - vor allem, wenn es um die jüngere Zeit geht - doch zu sehr zum Propheten, zum politisch unanfechtbaren Durchblicker verklärt.

Und Weckers Beiträge selber? Nun ja, die sind so wir wir es kennen: Interessant und klug und sie sparen nicht mit Selbstkritik. Etwas ermüdent sind aber die philosophischen Ausführungen mit ellenlangen Zitaten irgendwelcher Buddhistischen oder sonstwelcher Mystiker, die sich immer um Selbsterkenntnis, Liebe und Gelassenheit drehen und mir ehrlich gesagt nicht weiterhelfen. Vielleicht habe ich eine zu große Distanz zu dieser Art von Esoterik.

Trotz der Einschränkungen ein absolut lesenswertes Buch.

Michael

Geschrieben: 25.07.2017 15:11
_________________
Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.

Franz Josef Degenhardt
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