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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#9

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"... und dann hab ich mir ein Klappfahrrad gekauft und bin durchs schöne Sauerland gefahren, ziemlich bergige Gegend übrigens..." Diese Ansage von Reinhard Mey (auf der Live-LP von 1970) habe ich als Kind rauf und runter gehört, als er seinen "Germano-Western" ankündigt... Welches Lied? Ihr eingefleischte Reinhard-Mey-Fans werdet es wissen, aber seine Ansage beschreibt nicht im mindesten den Inhalt des Liedes, das auch für sich selbst stehen könnte, ohne jede Ansage... Diese Doppel-LP, wegen der ich überhaupt erst (sehr früh in meinem Leben) Reinhard-Mey-Fan geworden bin, ist ein (wenn nicht DER) Maßstab für mich, wie ein gutes Live-Konzert ablaufen könnte, Lieder, die für sich sprechen, incl. richtig guter Ansagen. Ich würde nichts davon "wegschneiden", wenn ich meine Plattensammlung auf mp3 speichern täte, ebenso wenig wie aus der Doppel-LP des Kölner Biermann-Konzerts 1976, bevor er aus der DDR ausgebürgert wurde. Auch da sprechen die Lieder natürlich für sich, aber was dieses einzigartige Konzert ausmacht, ist Biermanns Interaktion mit dem Publikum, finde ich...

Und dann bin ich endlich auch da, wo ich eigentlich hin wollte, und worum es in diesem Thread eigentlich geht, nämlich um Live-Konzerte oder Live-Auftritte, und nicht um Ton- oder Bildaufnahmen solcher...
Live auf der Bühne (egal ob "nur unterhalten" oder "ernsthafte Botschaften" vermitteln wollen) bedeutet immer, in direkte Interaktion mit dem jeweiligen Publikum (das ich vorher vielleicht nicht kenne, wenn ich in "fremder Umgebung" spiele) zu treten und mich idealeweise auch darauf einzulassen... Bei großen Konzerten in großen Hallen ist diese direkte Interaktion mit dem Publikum schwierig, weil man auf der Bühne vielleicht noch die Reaktionen der "Masse" wahrnehmen kann, aber eher nicht die Zwischenrufe, -fragen, -anmerkungen von irgendwem aus dem Publikum (Ausnahme Biermann Köln 1976)... Bei "kleineren Auftritten" in "kleineren Locations", wie ich sie in der Regel habe, ist das anders. Ich schaue meinem Publikum in die Augen und sehe, wie sie auf das, was ich auf der Bühne mache, reagieren. Und ich kann/muss spontan reagieren, wenn aus dem Publikum Zwischenrufe, -fragen, -anmerkungen kommen, während ich auftrete...

Manfred Maurenbrecher soll in einem Hoyschrecke-Workshop zum Thema "Ansagen" übrigens dazu geraten haben, in der Ansage eines Songs nicht den Inhalt des Songs rezitieren, sondern eine eigenständige Geschichte dazu zu erzählen... Ich kann das zwar nicht belegen (hab ich bloß erzählt bekommen), denn ich war bei dem Workshop (leider) nicht dabei, aber ich kann dem nur zustimmen...

Geschrieben: 03.11.2016
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#8

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Ihr Lieben,

ich habe Eure Postings mit Interesse gelesen und will noch mal meine eigene Unsicherheit darüber einräumen, meinem Publikum zu viel Zwischentext zuzumuten. Ich gehöre selbst nämlich tendentiell eher zu denjenigen, die als Konsumenten während eines Konzertes lieber den Liedern lauschen als den "Bühnen-Dampfplauderern". Bei manchen werde ich das Gefühl nicht los, sie versuchen mutmaßlich mit Witzchen und Mätzchen ihr Programm unterhaltsamer zu machen, als es nach ihrem eigenen Eindruck nur mit ihren Liedern wäre. Und schließlich wurde doch Eintritt für ein Konzerterlebnis bezahlt und nicht dafür, dass annähernd die Hälfte der Zeit mit Geschwätz gefüllt wird.

Konzeptionelle Programme, die eher längeren monothematischen Radiosendungen entsprechen, abwechselnd mit Wortbeiträgen und Musik, die auch noch aufeinander Bezug nehmen, und bei denen der "Unterhaltungsfaktor" eigentlich gar keine Rolle spielt (obwohl ja immer wieder zu hören ist, dass ein Publikum im Konzert "unterhalten" werden will), werden nicht so häufig live auf Bühnen präsentiert. Ich merke, dass ich wachsenden Spaß daran entwickle - vielleicht kommt der "Radiomann" wieder durch, auch wenn ich während meines Berufslebens eher mit kurzen Darstellungsformen (Berichte, Kommentare, Nachrichtenminuten) zu tun hatte.

Die Gründe von Künstlern, sich nicht nur mit Liedern zu präsentieren, sondern auch "zwischen den Liedern" mit dem Publikum zu kommunizieren, kenn ich und kann ich nachvollziehen. Ich habe lange Zeit in meinen "normalen" Programmen, die nicht nach einem inhaltlich eher monothematischen Konzept aufgebaut waren, darauf vertraut, dass mir spontan zu den Liedern schon was einfallen wird: zur Entstehungsgeschichten, dem inhaltlichen Zusammenhang, zu erlebten Reaktionen usw.

Und dabei hab ich mich dann auch oft gefragt, ob das denn überhaupt irgendwen im Publikum interessiert, und ob nicht die Lieder selbst schon genug über sich mitteilen. Dieses Unbehagen bin ich auch nicht losgeworden, als ich mich an durchdachten und ausformulierten Zwischentexten bei meinen normalen Programmen versucht hatte und dabei dann auch noch das Gefühl bekam, mich in den Möglichkeiten zu spontanen Reaktionen einzuengen.

Deshalb mein Interesse an Antworten, die Eure eigene Erwartungshaltung als Konzertgänger und Konsumenten von Bühnenprogrammen wiedergeben.

Bei meinen Konzeptprogrammen versuche ich die live-Präsentation entsprechend der Hörbuch-Aufnahme zu halten. Denn ich möchte - auch meiner eigenen Erwartung als Konzertgänger und Tonträger-Käufer entsprechend - Künstler, die mich live überzeugt haben, auch gerne mit dem gekauften "Erinnerungsstück" so daheim wiederhören, wie sie mir noch im Ohr klingen... Wie oft enttäuschen leider bei Konzerten gekaufte Tonträger, wenn sie dann daheim abgespielt werden, weil nicht das zu hören ist, was man erwartet hat. Also, lieber Helmut, beim Konzert sind meine Zwischentexte nicht länger als auf den Hörbuch-CDs.

Jedenfalls nehme ich mal die bislang geposteten Reaktion eher als Ermutigung, mich durch Mahner und Warner, es mit Zwischentexten nicht zu übertreiben, nicht kirre machen zu lassen. Das Dylan-Programm wird also formal-konzeptionell nicht anders als die Vorgänger. (Dein Interesse, liebe Nicole, hab ich vermerkt...)

Aber vielleicht gibt es ja doch Konzertgänger, die sich durch längere Überleitungen zwischen Liedern in ihrer Begeisterung über das Konzerterlebnis mit ihren Lieblingskünstlern ausgebremst fühlen und lieber auf das "Zwischengelaber" verzichten wollen.

Das Publikum, das unbekannte Wesen...
und die Fans, die unberechenbaren Wesen...

herzlich
Gerd

Geschrieben: 03.11.2016
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#7

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Zitat:

Nicky schrieb:
(Ich schneide also nichts weg, wie Helmut es macht)


Bei Mey oder Schinkel schneid ich nichts weg. Ich meinte Zwischentexte, die zwar lustig sind, aber mit dem Lied nichts zu tun haben und die nach dem 3. (oder 1.) Mal hören nur noch lästig sind.
Gemacht hab ich das bei Carschti und Weiherer.

Liebe Grüße

Geschrieben: 03.11.2016
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Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#6

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Lieber Gerd,

wenn ich deine Frage richtig verstanden habe, dann geht es dir nicht ausschließlich um die Moderationslänge deiner Programme, sondern eher darum, was wir auch bei anderen Künstlern oder insgesamt gerne mögen, oder?

Trotzdem möchte ich in diesem Zusammenhang erst nochmal etwas zu deinen Programmen schreiben. Ich finde, dass z.B. das „Ochs-Programm“ dadurch so gut gelungen ist, eben weil du ganz viel Moderation/Zwischentext drin hast. Das gilt finde ich, für alle deine Konzept-Programme. (Ich melde hiermit auch schon mal Interesse an dem neuen Dylan-Programm an )

Aber auch bei anderen Künstlern geht es mir so, dass ich Zwischentexte, Anekdoten und Geschichten gerne zwischen den Liedern mag. Auch gerne lang.....Länger als die eigentlichen Lieder...... Klaus Hoffmann ist ja auch so ein Geschichtenerzähler, bei dem ich mir auch das 500. mal die dazugehörigen Texte zum jeweiligen Lied anhöre. Auch bei Reinhard Mey mag ich es gerne. (Ich schneide also nichts weg, wie Helmut es macht)

Probleme habe ich nur bei Zwischentexten, die mir vor dem Lied den Inhalt des Liedes erklären. (Dann hab ich irgendwie das Gefühl, dass ich mir das Lied dann auch sparen kann, wenn es zum Verständnis vorher eine Erklärung braucht).

Und auch bewusst lustige Geschichten mag ich nicht all zu oft auf Live CD´s hören. Ich finde, es reicht, wenn ich im Konzert oder beim erstmaligen CD hören drüber gelacht habe. Ich kann selten zweimal über den gleichen Gag lachen.

Ganz suspekt sind mir Künstler, die gar nichts zwischen ihren Liedern sagen, sondern nur die Lieder hintereinander weg spielen. Dann kann ich mir auch ein Studioalbum anhören...... (Was mich gerade an mein gruseliges erstes Dylan-Konzert erinnert)

Also zusammenfassend, Ich mag gerne Zwischen- und Moderationstexte. Gerne auch sehr lang.

Liebe Grüße
Nicole

Geschrieben: 02.11.2016
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#5

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Lieber Gerd

Ich kenn die "Zuflucht" nur von deinen CD, leider nicht live.
Obwohl es cd gibt, bei denen ich mir dadurch neue gemacht habe, indem ich die Ansagen herausgeschnitten habe, finde ich bei dir die Ansagen von der Länge her passend. Ich denke, dass dadurch die Aufmerksamkeitsspanne erhöht wird.

Wenn die live-Texte die Länge haben wie auf der CD, würde ich sie nicht kürzen.

Herzlich
Helmut

Geschrieben: 02.11.2016
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#4

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Hallo Gerd,
mit Empfehlungen halte ich mich gern zurück, aber ich sage Dir gern an, wie es mir mit "Zwischentexten" im Allgemeinen und mit Deinen (soweit ich deren kundig bin) im Speziellen geht...

Mir sind die Überleitungen und die eingestreuten Anekdoten sehr wichtig. Zum einen stellen sie tatsächlich manchmal einen sehr persönlichen Berührungspunkt dar, des weiteren können sie den Inhalt eines Konzertes unterstreichen und sogar den Roten Faden führen. Selbst, wenn ich weiß, dass der Künstler bestimmte Textpassagen in allen Konzerten einer Tour benutzt, ist doch die Situation dabei nie die gleiche (geschweige denn die selbe ). Ich erinnere mich gut daran, das von cARSCHti genannte Lied mindestens zweimal mit "Japanansage" gehört zu haben, aber das hat meiner Zwerchfell-Überlastung auch bei der Wiederverwendung keinen Abbruch getan, zumal es situationsbedingt völlig "neu" rüber kam.

Eigentlich fällt mir auf Anhieb nur ein negatives Beispiel ein. Dabei handelt es sich um meine letzte Konzertbegegnung mit, dem eigentlich von mir sehr hoch geschätzten, H.van Veen. Er sang und musizierte brilliant, aber er benahm sch zwischendurch wie ein seniler Gockel, was auf mich sehr unangenehm und peinlich wirkte.

Zu Deinen Zwischentexten kann ich eigentlich nur bezüglich des Jacobsweges etwas sagen, weil ich mir dieses Hörbuch oft und intensiv zu Gemüte geführt habe. In diesem Fall empfinde ich das ganze als einen Guss. Die Texte sind ausgewogen und nicht länger als nötig. Ohne diese Wort-Führung hätte ich vermutlich nicht annähernd eine CD am Stück angehört. Das tue ich bei "puren" Lied-Tonträgern eines Künstlers allerdings ohnehin selten. Durch den Hörbuch-Charakter entsteht aber ein Gefühl der Spannung. Ich will wissen, wie es weiter geht, welcher Gedanke den gerade beleuchteten ablöst.
Beim Jakobsweg (mag man auch über einzelne - eben Deinen Erfahrungen und Empfindungen entsprungenen - Schlussfolgerungen geteilter Meinung sein) ist es Dir ausgesprochen gut gelungen den Bogen zu spannen, ohne ihn für mein Empfinden zu "überspannen".
Ich kann mir gut vorstellen, sollte ich mich denn jemals auf den Pilgerweg begeben, diese Tonträger im Reisegepäck zu haben - Deinem mahnenden Rat folgend natürlich nur als Datei in einem winzigen MP3-"Player"...

Herzlich Clemens


Geschrieben: 01.11.2016
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...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#3

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Ich glaube da kann man nicht richtig oder falsch fest machen, da kommt es immer auf das Vorhaben an.

Spiele ich vor "meinem" Publikum kommt es schon mal gut an wenn ich zwischen den Liedern Gschichten erzähle

Werde ich gebucht, wo nicht "mein" Stammpublikum zuhört, wo ich vielleicht sogar fremd bin, ist es vielleicht eher kontraproduktiv wenn ich zuviel zwischen den Liedern quatsche. Da ist es besser mit wenig Pause die Lieder zu reihen. so nach dem Motte - "ich lasse meine Lieder sprechen"

Die Frage die man sich stellen muss ist: "Was erwartet sich das Publikum ?"
Ist sicher nicht immer leicht zu beantworten ...

Auf alle Fälle sollten Plapper Pausen nicht dazu dienen die eigene Unsicherheit und eventuell sogar fehlende Professionalität zu überbrücken, dass merkt der Zuhörer und kommt niemals gut

Geschrieben: 01.11.2016
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www.peter-duerer.at
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#2

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Lieber Gerd,
spannendes Thema, wie ich finde, und Danke, dass Du das hier einbringst!

... wobei Ansagen und Moderationen für mich noch mal was anderes sind als "Zwischentexte", z. B. wenn ich auf der Bühne ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte vortrage, die dann im Grunde denselben Status haben wie ein Lied, das ich vielleicht vortrage...

Aber was ich zwischen dem, was ich vorher eingeübt habe (Lied, Gedicht, Kurzgeschichte) dem Publikum erzähle, das ist mir im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden. Zugegeben, ich erzähle oft dasselbe (das gibt mit auch Sicherheit auf der Bühne), aber ich kann diese Ansagen und Moderationen eben auch von Publikum zu Publikum variieren, damit versuchen, das jeweilige Publikum für mich zu gewinnen, auf die Lieder, Gedichte oder Kurzgeschichten einstimmen, die ich dann vortragen werde... Jedenfalls für mich als Bühnenkünstler auch ein spannender Anreiz, mir auch kurz vor einem Auftritt zu überlegen: Was sage ich denen gleich, wenn ich dieses oder jene Lied singe?

Beispiel: Im Sommer hatte ich einen Auftritt bei der Offenen Bühne in Frankfurt (Oder). Ich war früher da und bin noch durch die Stadt geschlendert, um irgendwo was essen zu gehen. Dabei entdeckte ich ein Restaurant, das mit Altbier und seinen entsprechenden rheinischen Gerichten warb, und ich war dann auch dort essen...
Eine Steilvorlage: Am Abend beim Konzert habe ich dem Publikum erzählt, ich als Wessi sei am Nachmittag in der Ossi-Metropole Frankfurt (Oder) unterwegs gewesen und habe mich (wegen dieses Altbier-Restaurants) fast richtig heimisch - so wie in Düsseldorf - gefühlt. Damit hatte ich das Publikum schon mal gewonnen und konnte mit meiner üblichen Japan-Ansage, die ich bringe, wenn ich "Suzanne" singe, fortsetzen...

Ich glaube, übrigens nicht, dass das Publikum von guten Ansagen überfordert ist, im Gegenteil. Das Reinhard Mey-Konzert vor 2 Jahren war für mich vor allem auch dadurch genial, was er zwischen seinen Liedern erzählt hat. Allein für die Lieder hätte ich mir ja auch bloß seine CD kaufen müssen...
Und Nobelpreisträger Bob Dylan? Der verzichtet bei seinen Live-Konzerten weitgehend auf Ansagen oder Moderationen, kommt, spielt seine (zugegeben genialen) Lieder runter, und geht wieder... Ich glaube, dessen Publikum ist eher überfordert, von seiner Ignoranz, seinem Desinteresse gegenüber seinen Fans... Aber das ist ein anderes Thema... ;-(

Jedenfalls für heute mal so viel dazu...
cARSCHti

Geschrieben: 01.11.2016
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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ansagen/zwischentexte/moderationen
#1

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ihr lieben,
gegensätzliche reaktionen aus dem publikum machen mich neugierig und deshalb wäre ich froh über eure empfehlungen:
(ich finde leider die "umfrage-funktion" nicht mehr, sonst hätt ich dieses posting dort geschrieben).

ich habe als reaktionen auf mein "zuflucht"-programm, bei dem ich zwischen den liedern längere zwischentexte zum themenkomplex des folgenden liedes von manchmal 2 bis 3 minuten vortrage, von manchen leuten gehört, dies sei zu textlastig und zu schwer verdaulich, andere wiederum haben gerade darauf sehr positiv reagiert.

ich hab ja in allen drei konzept-programmen (zum jakobsweg, zu phil ochs und nun zur migration) längere und manchmal auch lange zwischentexte, die mehr sind als einfache ansagen. ich sitze derzeit an einem vierten konzeptprogramm über bob dylan als empfänger des literatur-nobelpreises. deshalb wäre ich besonders an euren antworten interessiert.

riskiere ich mit längeren zwischentexten, die immer noch kürzer als die lieder bleiben, eine publikumsüberforderung?
mögt ihr in konzerten von euren lieblingskünstlern längere verbindende sätze zwischen den liedern hören oder lieber kurze knappe ansagen und dafür mehr lieder? oder - wie es manche künstler ja auch machen - gar keine zwischenansagen?...

herzlich
gerd

Geschrieben: 01.11.2016
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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