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Aw: Ich lese zur Zeit...

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Hallo zusammen,

ich lese zur Zeit mal wieder ein paar alte "Micky Maus" - Hefte aus den Jahren 1976-1982. Dank einer Internetverkaufsplattform konnte ich mal irgendwann diese Jahrgänge vervollständigen, nachdem mir von damals viele Hefte fehlten oder sie in einem sehr schlechten Zustand waren.

Am liebsten habe ich immer die Geschichten mit Donald Duck, Tick, Trick und Track, Onkel Dagobert, Gustav Gans, den Panzerknackern, Mac Moneysac, Klaas Klever und Gundel Gaukeley gelesen. Und davon am liebsten die Fortsetzungsgeschichten wie z.B. "Die Hungerblockade" oder "Die sieben Städte von Cibola".

Die Micky- und Goofy-Geschichten haben mich fast nie interessiert. Etwas bereue ich es, daß ich Ende der 80er Jahre ca. 30-40 "Lustige Taschenbücher" auf dem Trödelmarkt verscherbelt habe. Aber die Hefte habe ich von damals eben noch.

In den "Entenhausen Edition" - Donald - Bänden, die es seit einigen Jahren gibt, sind viele Geschichten aus den Anfangszeiten noch einmal verlegt worden. Und in manchen Arztpraxen liegen heute ja auch aktuelle Micky Maus Hefte, wo ich auch immer wieder gerne reinschnuppere.

Interessant dabei ist, wie in die Comics die Sprache und manche Sprüche und Zitate aus den jeweiligen Epochen eingeflossen sind. Ich erinnere mich an Zeiten der Neuen Deutschen Welle, wo dann in irgendeiner Sprechblase "Völlig losgelöst" zu lesen war.

Was mich an mir selber stört, ist, daß ich heutzutage viel mehr auf den Text fixiert bin und diesen meistens relativ zügig durchlese. Das passiert unbewußt, daß ich immer schneller werde, bis ich es merke und mich mal wieder ausbremse. Früher hatte ich mir viel mehr Zeit genommen, auch die Bilder mit allen Details zu betrachten. Vermutlich schlägt da zu sehr der Alltag durch, in möglichst wenig Zeit möglichst viele Informationen aus einem Text zu ziehen. Mein Fazit daraus: ich achte bewußter darauf, die Geschichten mit Muße zu genießen und mitzuerleben in Schrift und Bild .

Viele Grüße
Georg


Geschrieben: 19.07.2017 15:07
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"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
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Aw: Ich lese zur Zeit...

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Ihr Lieben,
ich lese zur Zeit, bzw. habe schon zu Ende gelesen: „Zwischen zwei Leben“ ein Buch von Guido Westerwelle.
Ich bin nie ein großer Westerwelle Fan gewesen, sondern habe ihn eher neutral beobachtet. Einige Dinge fand ich gut, andere eben nicht. Das ist meine Ansicht zu sehr vielen Politikern.

Was Guido Westerwelle allerdings von den anderen Politikern unterscheidet ist, dass er sich durch seine Leukämieerkrankung sehr gewandelt hatte. Aus dem „arroganten Großmaul“ ist ein demütiger, dankbarer Mensch geworden, der nach seiner Erkrankung erstaunliche andere Prioritäten gesetzt hat. Schade, dass sein Leben nach dieser Erkenntnis zu schnell zu Ende ging.
Für mich als angehende Krankenschwester war es nicht nur interessant zu lesen, wie sich der Politiker Westerwelle verändert hat, sondern auch wie diese Krankheit aus Sicht eines Patienten erlebt wird. Und da ist es völlig egal, was man in seinem 1. Leben mal war....

Meine nächste Station in meiner Ausbildung wird die Hämatologie sein. Und ich bin mir sicher, dass dieses Buch dazu beigetragen hat die Dinge nochmal aus anderer Sicht zu sehen......

Das Buch ist recht einfach geschrieben und mit seinen 250 Seiten auch nicht außergewöhnlich dick. Auf jeden Fall aber zu empfehlen, weil es lange nachklingt......

Alles Liebe
Nicole

Geschrieben: 08.06.2017 18:31
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Aw: Ich lese zur Zeit...

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"Edelweißpiraten" von Fritz Theilen aus dem Jahr 1984.

Das Buch habe ich vor ca. 15-20 Jahren irgendwann mal gelesen, und nun in einem Antiquariat wiederentdeckt.

Fritz Theilen beschreibt in dem Buch seine Zeit als Jugendlicher in Köln zur NS-Zeit. Die Hitlerjugend rigoros ablehnend und bereits aus dem Deutschen Jungvolk rausgeworfen, fand er Gleichgesinnte, mit denen er sich regelmäßig traf. Einige der Gruppen bzw. deren Angehörige nannten sich "Edelweißpiraten", sie entstammten ideologisch der 1933 verbotenen Bündischen Jugend. Im November 1944 wurden einige Mitglieder der "Ehrenfelder Gruppe" ohne Gerichtsurteil in Köln-Ehrenfeld öffentlich gehenkt.

Die Edelweißpiraten kämpften jahrzehntelang nach dem Krieg um öffentliche Anerkennung ihrer Rolle als Widerstandskämpfer. Von den Behörden und auch von weiten Teilen der Bevölkerung wurde ihr Handeln allerdings kritisch beäugt. Um nicht von der Gestapo geschnappt, verhört und gefoltert zu werden, lebten einige in der Illegalität. Um zu überleben, klauten sie demzufolge auch Lebensmittel. Sie halfen Juden, desertierten Soldaten und geflohenen Zwangsarbeitern, sie verteilten Flugblätter und versuchten, Nachschubtransporte für die Front zu sabotieren.

Seit den 80er Jahren wurden sie nach und nach rehabilitiert. Als Widerstandskämpfer wurden sie zwar teilweise anerkannt, dennoch gab es dazu immer wieder Diskussionen, ob sie wirklich Widerstandskämpfer oder eher Kriminelle waren. Zu dieser Zeit schrieb Rolly Brings das Lied "Edelweißpiraten", welches durch die Bläck Fööss in einer gekürzten Form und mit veränderter Melodie zu höherer Bekanntheit gelangte. Die offizielle Anerkennung als Widerstandskämpfer erfolgte letztendlich erst im Jahr 2005.

Franz-Josef Degenhardts Lied "Die Ballade vom Edelweißpiraten Nevada-Kid" befasst sich ebenfalls mit diesem Thema.

Im Jahr 2004 kam ein Film mit dem Titel "Edelweißpiraten" von Niko von Glasow ins Kino. Edelweißpirat Jean Jülich begleitete die Arbeiten an Drehbuch und Film. Ich fand es klasse, daß das Thema auch in einem Film aufgenommen wurde, jedoch fand ich die Umsetzung des Films sehr schlecht. Im Vordergrund des Films stand eher eine Liebes-Dreiecks-Geschichte. Die Motive und die Handlungen der Edelweißpiraten rückten dabei stark in den Hintergrund. Wirklich schade, wie ich finde. Das Thema ist so vielschichtig, daß da viel mehr geschichtliche Aspekte und sogar Fakten hätten beleuchtet werden können.

Fritz Theilen überlebte unter anderem, weil ihm keine unmittelbare Zugehörigkeit zu den Edelweißpiraten nachgewiesen werden konnte. Andere Edelweißpiraten fürchteten nach dem Krieg Repressalien und verschwiegen ihre Zugehörigkeit. Erst in den 70er Jahren begann eine mediale Aufarbeitung der Geschehnisse um die Edelweißpiraten. Fritz Theilen gehörte zu den Ersten, die sich in der Öffentlichkeit dazu äußerten.

In der Berliner Zeitung gibt es einen zusammenfassenden Artikel: =>Berliner Zeitung - Edelweißpiraten

Georg

Geschrieben: 04.05.2017 10:56
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#99

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Zitat:

Charlotte schrieb:
Hallo Westwind,

dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.

LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.


Ich las neulich besagtes Buch "In eisige Höhen" von Jon Krakauer. Es war sehr beeindruckend.

Der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer nahm 1996 an einer von mehreren zeitgleich stattfindenden Expeditionen auf den Mount Everest teil und wurde Zeuge der dramatischen Umstände, unter denen einige Bergsteiger ums Leben kamen.

Neben den erschütternden Ereignissen umreißt Krakauer aber auch die Geschichte der ersten Everest-Besteigungen. Die abgedruckten Photos lassen einen Flachland-Tiroler wie mich nur erahnen, um welche Dimensionen es sich handeln mag, in die sich die Bergsteiger vorwagen.

Der Ausgang der Katastrophe ist bekannt, der 2015 erschienene Film "Everest" war ein kommerzieller Erfolg und belebte noch mal die Verkaufszahlen des Buches.

Krakauer beschreibt die kommerziellen Expeditionen, bei denen auch unerfahrene Bergsteiger, die physisch und psychisch den Herausforderungen teilweise nicht gewachsen sind, von Bergführen möglichst bis auf den Gipfel begleitet werden, zwar mit einer gewissen journalistisch kritischen Distanz, aber er kann sich der Faszination der Bergwelt doch nicht entziehen.

Ich fand das Buch sehr beeindruckend. Mit der Bergsteigerei in solchen Höhen kann ich selber nicht viel anfangen, aber ich kann ansatzweise nachvollziehen, was manche Menschen antreibt, solche Herausforderungen anzugehen und die eigenen Grenzen auszuloten. Mir persönlich reichte es vollkommen, mal auf den Gran Cir am Grödner Joch in Südtirol "geklettert" zu sein. Und wenn ich dann den ein oder anderen Hügel mit dem Rad erklimme, genieße ich auch das Gefühl, den Berg ohne abzusteigen erklommen zu haben .

Den Film werde ich mir nicht anschauen. Da habe ich mir den Trailer angeschaut, und das war für mich abschreckend genug.

Das Buch hingegen kann ich - auch bzw. insbesondere auch für Nicht-Bergsteiger - empfehlen.

Georg

Geschrieben: 22.04.2017 13:08
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#98

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.... „Die Oktave – Das Urgesetz der Harmonie“ von Hans Cousto.

Ausgehend von den Zusammenhängen einer Oktave und den Obertonfrequenzen geht es in dem Buch hauptsächlich um Schwingungen, wie sie im Makro- und im Mikrokosmos wirken, wie sie gezielt verwendet werden und wo sie im Alltag und natürlich auch in der Musik erscheinen.

Der Autor schwingt den Bogen über unser Sonnen- und somit Planetensystem und irdische Zusammenhänge in physikalischem und (bio-)chemischen Bereichen (u.a. Akupunktur) über musikalische Aspekte im westlichen und asiatischen Raum bis hin zur Mythologie, Sexualität, Religionen und zu Chakren.

Obwohl es so viele unterschiedliche Bereiche anschneidet, ist das Buch doch relativ kompakt gehalten und ist an einigen Stellen schon ziemlich wissenschaftlich.

Ich habe eine Ausgabe der 4.Auflage aus dem Jahr 1992. Inzwischen wurde der Inhalt noch überarbeitet und ergänzt.

Weitere Beschreibungen sowie das Buch in Form einer pdf-Datei finden sich unter Die_Oktave bei Planetware



Geschrieben: 26.01.2017 11:15
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#97

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….

„Scham – die tabuisierte Emotion“ von Stephan Marks.

In dem Buch werden zunächst verschiedene Arten von Scham klassifiziert, beschrieben und anhand von Beispielen dargestellt, wie sie jeweils erlebt bzw. bewußt provoziert werden.

Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, in wie vielen Bereichen des Lebens Schamgefühle sowohl individuell als auch gesellschaftlich auftreten, bzw. in der Geschichte der Menschheit in verschiedenen Kulturen damit umgegangen wurde.
Beim letzten Teil des Buches bin ich noch nicht angelangt, aber laut Überschrift geht es um den konstruktiven Umgang mit Scham.

Gespickt mit sehr vielen Beispielen und Statistiken ist das Buch aus meiner Sicht sehr lesenswert. Der Autor scheint sich wirklich Mühe gegeben zu haben, Informationen aus so vielen unterschiedlichen Quellen gesammelt zu haben, hält sich aber mit eigenen Ansichten auch nicht zurück. Es entsteht leicht der Eindruck, daß Scham das dominierende Gefühl im menschlichen Zusammenleben sein könnte. Andererseits schimmern Aspekte der Psychologie in den Beispielen auch immer mit durch.

In einem Buch können nicht alle Themen behandelt und beschrieben werden. Mir fehlt bisher aber bei dem Thema Scham in dem Buch bisher aber komplett der Querverweis zum Thema Angst. Vielleicht vermisse ich es, weil ich erst vor kurzem Fritz Riemanns „Grundformen der Angst“ gelesen habe. Es hängt ja Vieles zusammen, und es ist aus meiner Sicht immer schwierig, aus allen Zusammenhängen ein Thema herauszufiltern, wie es hier geschieht. Es gibt zwar ein umfangreiches Quellenverzeichnis, aber es wird (bisher) nicht explizit auf andere Literatur verwiesen.

Wie auch immer, ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.


Noch ein Nachtrag zu „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, was ich zuvor las. Das Buch werde ich eventuell nochmal lesen müssen, um es irgendwie schätzen zu können. Irgendwie finde ich da keinen Zugang. In die düstere Stimmung, die der Autor gefühlt in fast jedem dritten Satz aufzubauen versucht, kann ich mich nicht reinversetzen, die kommt bei mir einfach nicht an. Ich dachte immer noch, da passiert noch irgendwas an spannenden Dialogen oder Beschreibungen, wenn schon mal ständig vom „Grauen“ die Rede ist, aber irgendwann war dann einfach Schluss.

Gruß Georg


Geschrieben: 11.01.2017 09:55
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#96

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.... "Herz der Finsternis" von Joseph Conrad.

Manche Bücher wie "Animal Farm", "Childhood's End", "Of Mice and Men" oder "Watership Down" lese ich lieber im Original, aber bei diesem Buch habe ich mich doch für die deutsche Übersetzung von "Heart of Darkness" entschieden.

Dabei frage ich mich, warum wir in der Schule nicht mal solche Sachen gelesen haben. Neben "Faust" mußten wir für mich so uninteressantes Zeug wie "Fräulein von Scuderi", "Woyzeck", "Mutter Courage", "Maria Stuart", "Kleider machen Leute" oder "Der gute Mensch von Sezuan" lesen. Weitere Werke habe ich sicherlich verdrängt. Natürlich war das teilweise auch Weltliteratur, aber damals für mich eben stinklangweilig, wo es bestimmt auch andere Literatur gegeben hätte, die mich mehr interessiert hätte. Aber Schule ist eben ein Thema für sich.

Wie auch immer: Über "Herz der Finsternis" wurde ich irgendwann mal nur durchs Hörensagen aufmerksam. Das Buch stand seit Jahren auf meiner Liste. Es geht kurz gesagt um die Ausbeutung der Bodenschätze Afrikas (Belgisch-Kongos) und die Unterdrückung der Einheimischen zu Hochzeiten des Kolonialismus. Bin erst am Anfang des Buches und kann somit noch keine Inhaltsangabe liefern.

Zitat:

Charlotte schrieb:

dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.


Ja, "In eisigen Höhen" wird eines meiner nächsten Bücher sein. Den Film habe ich nicht gesehen, er interessiert mich auch erstmal nicht. Frühestens, wenn ich das Buch gelesen habe.

Gruß
Georg

Geschrieben: 14.12.2016 00:15
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#95

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... mal wieder "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist.

Nachdem kürzlich eine hochgelobte Verfilmung im Fernsehen gesendet wurde, die mich aber etwas enttäuscht hat, habe ich die Novelle, die als Reclam-Heftchen in meinen Regalen schlummerte, wieder mal herausgeholt.

Vor Jahrzehnten hat mich die Geschichte schon fasziniert. Die Geschichte eines Mannes, dem Unrecht geschehen ist und der zuerst alles versucht, sein Recht legal zu bekommen und der, nachdem er es nicht bekommt, vollkommen maßlose Rache nimmt. Er greift zur Selbstjustiz und wird zum Mordbrenner. Zum Schluss bekommt er Gerechtigkeit, aber zu welchem Preis?

Eine Geschichte, die alt ist und immer wieder neu.

Liebe Grüße, Marianne

Geschrieben: 10.12.2016 13:01
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Leonard Cohen
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#94

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Hallo Westwind,

dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.

LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.

Geschrieben: 09.11.2016
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#93

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Ich lese gerade den Roman LEBT von ORKUN ERTENER, der eigentlich TV-Krimi-Drehbuchautor (mehrere Tatorte und Grimme-Preis für "KDD-Kriminaldauerdienst") und Ehemann einer früheren Marburger Kollegin ist... Ich hab das Buch vor ein paar Wochen gekauft, als ich in Marburg war (wo Orkun Ertener studiert hat). Liegt das Buch auch in Buchhandlungen anderer Städte aus? Würde mich echt interessieren, hier in Berlin hab ich es noch nirgendwo gesehen...

Jedenfalls, es geht u. a. um jüdisch-muslimische Kultur im heute "christlichen" Thessaloniki (Griechenland) und um die deutsche Geschichte (Kriegsverbrechen) dort... Sehr spannend und sehr bewegend, auch wenn ich den Einstieg in den Roman (Wer ist wer? Wo bin ich gerade?) schwierig fand. Doch das Einlesen lohnt sich, und der Roman ist mehr als Krimi-Drehbuch oder -Serie...

Geschrieben: 03.11.2016
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#92

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Ich las innerhalb der letzten 4 Tage:

Reinhold Messner: Der nackte Berg (Nanga Parbat).
Das Buch habe ich verschlungen und finde es sehr beeindruckend.

Gruß
Georg

Geschrieben: 03.11.2016
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#91

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Ich lese zur Zeit:

"Laufen, Essen, Schlafen" von Christine Thürmer.

Die Autorin beschreibt in dem Buch ihre Erlebnisse während ihrer monatelangen Wanderungen auf dem "Pacific Crest Trail" (4277km), dem "Continent Divide Trail" (4900 km) und dem "Appalachian Trail" (3508 km).

Das Buch hat mich gepackt ich schau mir parallel dazu auch in den Mediatheken Dokumentationen über die Trails an. Beeindruckend.


Irgendwann vor diesem Buch las ich "Tosende Stille" von Janice Jakait, der Frau, die über den Atlantik gerudert (!) ist.

Ich bewundere den Mut der Menschen, die monatelang so radikal aus dem gewohnten Leben ausbrechen und teilweise ihre Jobs aufgeben, um solche extremen Dinge zu tun. Meine erste Frage wäre immer, wie sie sich das leisten können und ob sie keine Miete bezahlen müssen. Vielleicht wirkt es auf mich auch nur so radikal, weil ich es selbst noch nie probiert habe....

Aber scheinbar geht alles, wenn man nur wirklich will.

Viele Grüße,
Georg

Geschrieben: 30.09.2016
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#90

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Zitat:
Er hat sich als Zuschauer ins Plenum gesetzt und seine Eindrücke aufgeschrieben, nicht mehr und nicht weniger.


Genau das ist es, was ich nicht als enorme Leistung empfinde. Es befremdet mich, dass er sich nicht bemüht hat, sein Urteil. das er ja gefällt hat, auf andere Art und Weise zu begründen. Die Zeit hätte sinnvoller genützt werden können.

Ich hab den Eindruck, da will einer mit einem Blick durchs Schlüsselloch das Geschehen im Zimmer zu einem Buch verarbeiten.

Geschrieben: 28.11.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#89

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Zitat:

Eigentlich sollte auch Willemsen wissen, dass die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen gemacht wird und dass das Plenum nur eine Schauveranstaltung ist. Wer nur nach diesen Schauveranstaltungen urteilt, kann meiner Meinung nach kein objektives Buch schreiben.


Wer behauptet denn, daß Willemsen das nicht weiß ?
Und wo gibt es einen Anspruch auf Objektivität ?

Er hat sich als Zuschauer ins Plenum gesetzt und seine Eindrücke aufgeschrieben, nicht mehr und nicht weniger. Den Ausschüssen konnte er ja nunmal nicht beiwohnen.

Geschrieben: 28.11.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#88

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Lieber Georg

Zugegeben, ich kenne das Buch nicht. Ich finde es aber sehr befremdlich, wenn sich ein politisch interessierter Mensch überhaupt ein Jahr lang in den Reichstag setzt und andererseits daraus seine Rückschlüsse auf die Parlamentarier und ihre Arbeit zieht.

Eigentlich sollte auch Willemsen wissen, dass die parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen gemacht wird und dass das Plenum nur eine Schauveranstaltung ist. Wer nur nach diesen Schauveranstaltungen urteilt, kann meiner Meinung nach kein objektives Buch schreiben.

Einem Liedermacher sei dies zugestanden, einem Journalisten nicht.

Liebe Grüße
Helmut

Geschrieben: 28.11.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#87

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Ich lese gerade Roger Willemsen: "Das Hohe Haus".

Roger Willemsen hat sich ein Jahr lang als Zuhörer auf die Besuchertribüne des Berliner Reichstages gesetzt, was ich an sich schon als eine enorme Leistung ansehe, und dann über seine Eindrücke ein Buch geschrieben. Einige Seiten habe ich noch zu lesen, aber irgendwie stellt sich mir jetzt schon immer mehr die Frage, wer es überhaupt noch verdient hat, von mir gewählt zu werden.

An einer Stelle im Buch zieht er folgenden Vergleich:
"So entwickeln sich die Abgeordneten allmählich zu Charaktermasken. Wie die handelnden Personen im Kasperletheater erfüllen sie die Aufgaben ihrer Rollen-Charaktere: Gretel, Polizist, Teufel, Hanswurst, Krokodil."

Natürlich fiel mir gleich das entsprechende Lied von Reinhard Mey ein, der es damals so formulierte:
Du glaubst, da regier‘n Menschen mit Charakter und Profil,
Doch wenn du hinsiehst, sind‘s Gretel und Kasperle, Großmutter, Wachtmeister und Krokodil.


Roger Willemsen beschreibt aber nicht nur das Verhalten der Politiker während der Debatten, sondern zieht auch Vergleiche zu dem, was jeweils zu den Debatten-Themen in den Medien geschrieben steht oder gesendet wird, oder schaut auch mal auf politische Ereignisse und Aussagen aus der Vergangenheit.

Insofern ein für mich lesenswertes Buch, das meine Zweifel an der Seriosität des Bundestags-Palamentes allerdings eher bestärkt als entkräftet.

Geschrieben: 27.11.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#86

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Doktor Sleep von Stephen King, die Fortsetzung von Shining. Ob es gut ist, sag ich dann noch. Bin erst auf Seite 80. :)


Geschrieben: 25.11.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#85

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.... Lonesome Traveller von Jack Kerouac.

Besser gesagt, ich versuche es auf Englisch zu lesen.

Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Reisen Ende der 50-er in USA, Mexiko, Marokko, Frankreich und England beschreiben.

Jack Kerouac ist ein Pioneer der Beat-Generation (literarisch) und ich habe ihn in einer Sammlung von Reisebeschreibungen über Südfrankreich entdeckt. Sein berühmtestes Buch war wohl On the Road.

Und hier ein Zitat von ihm, das mir besonders gefällt:

Zitat:
Some people are so poor.
All they have is money.


Liebe Grüße, Marianne

Geschrieben: 21.11.2015
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Leonard Cohen
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#84

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Ihr Lieben,
ich kehr dann auch mal wieder zum eigentlichen Thema zurück…..

Ich lese zur Zeit „We shall overcome“ die Biographie von Joan Baez.
Das Buch ist aus den achzigern und beim lesen so mancher Zeile habe ich mich gefragt, ob Joan Baez das heute knapp dreißig Jahre später alles auch noch so sieht, bzw. so schreiben würde.
Wohl ein Grundproblem bei Leuten, die Ihre Biographie schon in recht jungen Jahren schreiben……
Aber trotzdem ist es ein Buch, prall gefüllt mit Begegnungen und Offenbarungen, die vermutlich nicht jeder Künstler so von sich Preis geben würde. Mit jeder Seite die ich lese wächst meine Bewunderung für diese „Künstler-Legende“
Ein spannendes Leben und eine spannende Frau.

Alles Liebe
Nicole

Geschrieben: 01.10.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#83

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Was lese ich zur Zeit, weil ich aufgrund aktueller Ereignisse darauf verfallen bin, dieses Buch wieder in die Hand zu nehmen?

Von Paul Watzlawick:

"Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien"


Liebe Grüße

Barde

P.S
Nach dieser Niederschrift an einen unbekannten Ort verreist

Geschrieben: 30.09.2015
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Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was du verstehst.
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#82

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@Gesch: wo dir doch rex schon soviel tierisches wissen zutraut bring ich doch auch gleich mal ein tier ins spiel.
"Manchmal ist sein wissen teilen auch einfach nur wie perlen vor die saeue werfen... "
ich kannte t.bayer auch nicht. Kann mich aber trotzdem drueber freuen, wenn mich jemand ueber was aufklaert, das ich nicht kenne. danke
Das leben kann manchmal so einfach sein....
Liebe gruesse
Nicole

Geschrieben: 30.09.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#81

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Hallo Rex,

vielen Dank für den interessanten Lektüre-Tipp!

Lieben Gruß!
Marc

PS.: Vielen Dank auch an Helmut für die bewegende Erinnerung!
PPS.: Und vielen Dank an Gerd für die Teilhabe an Deiner intellektuellen Selbstbefriedigung!

Geschrieben: 30.09.2015
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#80

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dann eben nich, liebe tante, heiraten wir eben den onkel, dann sind wir auch verwandt...
soviel zum thema zusammenwachsen...
is wohl schwieriger, als willy vermutet hat, wenn schon versuche, zum ausgleich eingestandener defizite bzw wissenslücken, über westliedermacher vergangener zeiten aufzuklären, quasi als einmischung in die pflege der eigenständigen kultureller identitäten zurückgewiesen wird. wird mir bei dir nicht mehr unterlaufen...

Geschrieben: 30.09.2015
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#79

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Hallo Gesch
Zitat:

.... dass jemand mit interesse an liedermachern thommie bayer nicht kennt, ist für mich nur erklärbar durch die tatsache der späten geburt oder als folge eingeschränkter kultureller sozialisation.

mein Interesse an der Liedermacherei betreibe ich nicht als Hochleistungssport und meine kulturelle Sozialisation ist auch mit Sicherheit nicht eingeschränkt. Ich hatte in diesem Thread lediglich (und vor allem kurz ) etwas zu dem Buch schreiben wollen. Mir war nicht klar, dass jemand wie du hier einen geballten Aufsatz über die Einordnung des Schriftstellers in die LM-Szene erwartet. Falls jemand unter so einem Thread alles über Katzen, Katzenrassen, Katzennamen, Katzenkrankheiten, Katzenallergien etc dokumentarisch aufgelistet erwartet , den verweise ich denn schon mal vorsorglich auf Wikipedia, das Web und ...fragt Geisch, kulturell sozialisiert , tierisch sicher auch

LG
Rex2005

Geschrieben: 30.09.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#78

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Ich möchte euch erzählen, dass ich bei Thommie Bayer ganz andere Assoziationen habe:

Ich erlebte Thommie Bayer am 26. September 1980 in einer Münchner Kleinkunstbühne irgendwo in der Nähe vom Rosenheimer Platz.

Es war für uns für längere zeit das letzte Konzert. Kurze Zeit später wurde unsere 1. Tochter geboren.

Warum ich das Datum so genau weiß? Während der Vorstellung hörten wir ständig Autos mit Martinshörner vorbeifahren. Auf dem Nachhauseweg hörten wir im Autoradio, dass auf dem Oktoberfest ein Bombenattentat statt gefunden habe.

Ich weiß zwar noch, dass Thommie Beyer seine bekannten Lieder gespielt hat, mehr aber nicht mehr, das Andere ist mir aber im Gedächtnis geblieben.

Thommie Bayes LP "Abenteuer" hab ich immer noch zuhause.

Übrigens, vor ein paar Jahren las ich von Thommie Bayer "Das Aquarium". Hat mir gut gefallen


Geschrieben: 30.09.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#77

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hallo rex,
gerade dieser tage ist ja wieder viel die rede davon, wie gut zusammengewachsen ist, was zusammen gehört, wie willy brandt seinerzeit dozierte. dass jemand mit interesse an liedermachern thommie bayer nicht kennt, ist für mich nur erklärbar durch die tatsache der späten geburt oder als folge eingeschränkter kultureller sozialisation. ich nehme mal an, dass du dich bei wikipedia oder google zu informieren wusstest und inzwischen mehr in erfahrung bringen konntest, sofern du es wolltest. es gab in den 70er jahren in ergänzung der namhaften barden degenhardt, süverkrüpp, mey, wader, hüsch, neuss und biermann sicher zwei dutzend (wenn nicht drei oder vier), die dieses genre der liedermacherei im westen des deutschsprachigen mitteleuropa mehr oder weniger peripher bereichert haben (biermann rechne ich mal im westen dazu, weil er offiziell ja im osten nichts veröffentlichen durfte). thommie bayer gehörte genauso dazu wie beispielsweise bernhard lassahn, der sich ebenfalls als schriftsteller profilieren konnte, ferner etwa jürgen slopjanka, frank baier, erich virch, fred ape, burkhard ihme oder - ganz peripher - meine wenigkeit..., bekannter waren da schon walter mossmann, christof stählin, schobert und black, joana, ulrich roski, irgendwann auch konstantin wecker und klaus hoffmann, dann waren da noch lerryn, lothar von versen, ulrik remy, günter gall, thomas felder, buki aus freiburg, der liederschmidt, bernd köhler (schlauch), ekkes frank, knut kiesewetter, fredl fesl oder willy michl, um das spektrum mal breiter zu ziehen und die kollegen aus österreich oder der schweiz grundlos gänzlich unerwähnt zu lassen. in der ag song waren, glaub ich, mehrere hundert in der kartei... sky hätte viel zu spielen und kaum zeit für newcomer, was sicher nicht sinnvoll wäre. jeder von ihnen hat hörenswerte lieder gesungen. wer sich in einer bestimmten zeit für das genre interessiert hat, kennt die namen wohl auch noch und es lohnt sich sicher mal zu schauen, wer noch aktiv ist...
herzlich
gerd

Geschrieben: 30.09.2015
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Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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#76

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"Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin" - von Thommie Bayer.

Ich hatte mir das Buch in einem Laden eher aus Mangel an Zeit für längeres Suchen einfach vom Grabbeltisch gegriffen. Der rote Umschlag stach ins Auge, das Buch klein und handlich und der Titel auch nicht uninteressant.
Laut Umschlag ist der Bayer Maler, Liedermacher und Schriftsteller. Thommie Bayer ist ja denn doch eher ein Allerweltsname, da fragt man doch den, der es wissen muss - und wie vermutet, hat Sky natürlich schon mal was vom Bayer im Plattenbau gespielt und für die nächste Sendung notiert (Plattenbau-Hörer wissen, dass man bei Sky Musikwünsche abgeben kann, dazu ist nur rechtzeitiges Erscheinen im Chat erforderlich )

Kurzum - das Buch ist das, was man leichte Lektüre nennt, liest sich gut weg und das Lesen macht Spaß. Habe mich zwar zu Anfang etwas erschrocken, als eine sprechende Katze ins Spiel kam aber die Geschichte driftet dadurch nicht ins Alberne ab. Katzenfreunde wird´s gefallen, die Katze heißt übrigens Isso, vom Erzähler so genannt, weil sie auf seine Fragen oft mit: "is so" antwortet. Man kann in diese Geschichte eine Menge hineinpacken, von großen philosophischen Gedanken über´s Leben, Verdrängen von Problemen, Einsamkeit usw. Man kann aber auch einfach nur der leichten Erzählweise folgen und in die beschriebene Landidylle eintauchen. Allemal gut für ein gemütliches Stündchen auf der Gartenliege in der Herbstsonne ...
Bayer hat einen kurzweiligen Schreibstil, wenn seine Songtexte auch so sind, lohnt es sich vielleicht auch seine Lieder zu hören ...

LG
Rex2005

Geschrieben: 29.09.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#75

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..."Herbstblond" von Thomas Gottschalk

Vielleicht ist es so, dass man am meisten Spaß an dem Buch hat, wenn man in den 50-ern geboren wurde. Und vielleicht noch besser, wenn man in Bayern (im Großraum München) aufgewachsen ist. Ich weiß es nicht!

Das Buch ist locker, flockig geschrieben. Nicht zu ernst, aber echt. Er erzählt von seiner Kindheit und Jugend im oberfränkischen Kulmbach, als Sprössling einer niederschlesischen Flüchtlingsfamlie. Auch ernste Momente werden nicht ausgelassen. Dann wie er zum "Studieren" nach München gekommen ist, aber von Anfang versucht hat, beim Bayerischen Rundfunk reinzukommen.

Viele Dinge fallen einem wieder ein, die man schon ein bisschen vergessen hatte. Auch wenn ich keine Bravo-Leserin war und Perry Rhodan noch nie zu meiner bevorzugten Literatur gehörte, gibt es manches Deja-Vu.

Tatsache ist, dass wir (Benny und ich) sehr viel Spaß an Thommys Biographie haben. Er gehörte ja seit dem 70-er Jahren zu unserem Alltag und brachte angenehm frischen Wind ins Radio. Sendungen wie "Pop nach Acht", "Thommys Radioshow" usw. haben uns durchs junge Erwachsenenleben begleitet. Er war mir so vertraut, dass ich ihn beinahe mal gedankenlos mit "Servus" begrüßt hätte, wie er mir in München mal über den Weg gelaufen ist.

Ich erinnere mich heute noch an seine Sprüche und kleinen (unsinnigen) Gedichte. Gab es morgens die Schlagzeile, dass Gorbatschow und Reagan sich treffen, eröffnete Gottschalk seine Sendung am Nachtmittag mit: "Macht bei uns das Wetter Zoff, kommt nach Reagan Gorbatschow". Ja, man muss nicht alles so ernst nehmen.

Später haben wir alle zwei Wochen seine Fernsehsendung "Na sowas" im bayerischen Rundfunk angeschaut. Und wir waren enttäuscht, als er "Wetten dass..?" übernahm. Damit hatte er etwas von seinem Wesen aufgegeben. Aber er hat es ja dann doch gut gemacht.

Gottschalk hat viel zu erzählen. Er hat alles getroffen, was Rang und Namen hat. Das Buch liest sich flüssig. Er ist nicht nur ein guter Entertainer, er kann auch gut schreiben. Er war und ist ein bodenständiger Typ.

Liebe Grüße, Marianne




Geschrieben: 18.06.2015
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Leonard Cohen
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#74

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Hallo Marianne,

die Autorin sagt mir definitiv etwas, ich habe auch schon mal Werke von ihr begonnen zu lesen, meistens aber nicht das Durchhaltevermögen bis zum Ende gehabt. Meine Lieblingsautorin ist und bleibt Agatha Christie - ihre Kriminalromane habe ich nach der Autobiografie "Meine gute alte Zeit" noch mal gelesen, unter einem ganz anderen Blickwinkel - wobei ich sicher viele, aber immer noch nicht alle Krimis kenne. Im Moment bleibt mir leider nicht viel Zeit zum Lesen, außer natürlich die Fachliteratur für meine Abschlussarbeit! Aber ich freue mich schon auf den Sommerurlaub, allein schon bei der Fahrt wird ein schönes Buch verschlungen!

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 19.05.2015
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#73

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Liebe Leseratten!

Lange habe ich nichts mehr in dieses Forum geschrieben. Darum ...schubs, schubs... nach oben damit.

Zur Zeit lese ich mal wieder ein Buch von meiner geliebten Daphne du Maurier. Es heißt "Das Geheimnis des Falken" und wurde 1965 veröffentlicht.

Es ist keines ihrer berühmten Werke (wie Rebecca, Meine Cousine Rachel, Jamaica Inn usw.) aber nichts desto trotz empfehlenswert. Gewohnt spannend und anspruchsvolle englische Literatur.

Zitat:
Die spätestens seit "Rebecca" weltberühmte Erfolgsautorin beweist auch in ihrem neusten Roman ihre meisterliche Kunst der spannenden Unterhaltung. Die Geschehnisse in einer italienischen Kleinstadt, in der sich dramatische Ereignisse der Verganhenheit auf seltsame Weise wiederholen, verdichten sich zu einer beklemmenden Atmosphäre von Angst und Schrecken... In der Vergangenheit des italienischen Städtchens Ruffano liegt die Wurzel des Verhängnisses für Armino, den ein spontaner Entschluß in die Heimat zurückführt. Er hatte geglaubt, in einer alten römischen Bettlerin sein ehemaliges Kindermädchen wiederzuerkennen, und blitzartig war in ihm die Erinnerung an seine Kindheit in dem Universitätsstädtchen mit der Renaissance-Atmosphäre wach geworden. Er kann nicht wissen, dass sein bislang in ruhigen Bahnen verlaufenes Leben nun auf schicksalhafte Weise mt dem der alten Bettlerin verbunden wird, dass er sich in Ereignisse verstrickt, die mit seiner eigenen Familie zusammenhängen und mit jeder Stunde seines Aufenthalts geheimnisumwitterter und unergründlicher werden.


Quelle: Lovely Books

Ich würde dem Buch 5 von 5 Sternen geben. Kennt es jemand?

Liebe Grüße, Marianne

Geschrieben: 17.05.2015
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Leonard Cohen
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