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Re: Diskriminierung von Frauen auch im Musikgeschäft
#6

Benutzerinformationen
Liebe Bianca,

ich habe zwar die Szene nicht selbst gesehen, sondern nur Fotos davon, aber bei Spiegel Online und in meiner Tageszeitung wurde recht ausführlich darüber berichtet.
Zitat:
Da drängt sich mir schon auch der Vergleich von sexueller Belästigung auf, wo von den Tätern gerne ins Feld geführt wird, das Opfer wollte das so, es hätte sich ja extra aufreizend gekleidet o.ä. Argumente.

Hm... ich glaube, hier übertreibst du aber doch ein wenig. Also, um es nochmal klarzustellen, als ich sagte, ich halte JJ in diesem Fall durchaus für eine "Täterin" und nicht für ein Opfer, hätte ich vielleicht sagen sollen, dass ich damit beide meine. Ich bin überzeugt, dass diese Aktion zwischen den beiden Künstlern abgesprochen war und niemand ein "Opfer" ist.
Zitat:
Zu deiner Vermutung passt auch nicht, dass sie die geplante Hommage an XYZ (ich weiß nicht mehr wen, bin auch jetzt zu faul zum Nachschauen) ausfallen lässt, warum sollte sie das tun, wenn alles geplant war?

Falls du ihren Auftritt bei der Grammy-Verleihung meinst... den lässt sie nicht ausfallen, sondern sie wurde ausgeladen. Das ist übrigens ein Punkt, in dem man sich darüber streiten könnte, ob sie sich das nun selbst eingebrockt hat oder die bigotten US-Medien zu hart mit ihr umspringen. Aber wie gesagt, sie hat auch in der Vergangenheit mit sexuell aufgeladenen Aktionen provoziert und sollte wissen, wie die Öffentlichkeit in ihrem Land mit so etwas umgeht.
Zitat:
Und was JJ auf ihrem Busen kleben hat, ist auch ihre persönliche Sache, vielleicht hat sie das immer dort kleben?! Jemand, der Spitzenunterwäsche, Tangas oder Strapse trägt, weil er es mag, reißt sich ja auch nicht vor laufender Kamera die Sachen vom Leib, weil er diese Sachen anderen zeigen möchte

Damit könntest du natürlich recht haben... aber ganz ehrlich, es ist doch nicht dasselbe, ob man Spitzenunterwäsche trägt oder sich einen glitzernden Aufkleber auf den Busen pappt, oder?!?!
Und in meinen Augen passt das sehr gut zu einer geplanten Aktion, denn in der merkwürdigen Moral vieler ist ein Busen nicht "nackt", wenn die Brustwarze nicht zu sehen ist, also hatte sie sich entsprechend präpariert. Vielleicht hatte JJ kalkuliert, dass es ein Skandälchen wegen der Entblössung gäbe, was ihren CD-Verkauf sicherlich ankurbelt, aber nicht mehr.

Zum Schluss möchte ich noch meiner Vermutung Ausdruck verleihen, dass sie deswegen so massiv angefeindet wird, weil sie die Schwester von Michael Jackson ist, auf den ja zur Zeit kaum einer gut zu sprechen ist. Mir wurde kürzlich in einem Gespräch z.B. eine Bemerkung um die Ohren gehauen, die auf Sippenhaft hinauslief, nach dem Motto (sinngemäss), wer "Jackson" heisst, dem ist ja alles zuzutrauen. Hat mich schon ein wenig irritiert.

Aber abgesehen von dieser einen Geschichte würden mich deine negativen Erfahrungen im persönlichen Bereich schon interessieren, denn wie gesagt, grundsätzlich halte ich Gleichberechtigung immer noch für einen schönen Traum, nicht für Realität und bin ja eigentlich völlig auf deiner Seite bei diesem Thema.

Liebe Grüsse, Diana

Geschrieben: 08.02.2004
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Gast
Re: Diskriminierung von Frauen auch im Musikgeschäft
#5
Gast-Gast
Liebe Diana,<p>

das kann ich natürlich so nicht stehen lassen <p>

Zitat:

Da wäre z.B. die Rolle, die du Janet Jackson zuweist. In meinen Augen ist diese Frau eine gewiefte Geschäftsfrau, die auch bisher keine Probleme damit hatte, halbnackt auf der Bühne zu stehen und ein weiteres Mal einen kleinen Trick verwendet hat, um ihre Popularität anzuschieben. Nicht im mindesten halte ich sie für ein Opfer einer Aktion von Justin Timberlake oder wem auch immer, sondern quasi als Täterin.
<p>

Ich gebe dir Recht mit der Einschätzung der gewieften Geschäftsfrau, aber der Schluss, den du ziehst, ist m. E. nicht unbedingt schlüssig und auch fatal!<p>

Ich habe den Fernsehausschnitt gesehen und wenn diese Frau nicht SEHR gut geschauspielert hat, dann war sie erschrocken von der Aktion. Vor der Entgleisung von Timberlake haben sie recht aufreizend miteinander getanzt, das stimmt, aber mit diesem "Aufriss" hat sie nicht gerechnet.<p>

Zu deiner Vermutung passt auch nicht, dass sie die geplante Hommage an XYZ (ich weiß nicht mehr wen, bin auch jetzt zu faul zum Nachschauen) ausfallen lässt, warum sollte sie das tun, wenn alles geplant war?<p>

Deine Äußerung, Janet Jackson als Täterin, finde ich sehr gewagt!! Von mir aus kann JJ sich die Sachen auf der Bühne vom Leib reißen, auch Timberlake kann tun und lassen, was er will, solange es ihn persönlich betrifft. Aber zu sagen, sie sei ja quasi selber Schuld und habe eh ein entsprechendes Image, da muss ich doch vehement widersprechen. Ich glaube, da hat Timberlake ganz klar seine Grenzen überschritten!! Und dass es öffentlich auf Akzeptanz stößt, nach dem Motto: Die Jackson macht so was doch ständig, das wird sie jetzt auch gewollt haben, das schockiert mich noch mehr. Da drängt sich mir schon auch der Vergleich von sexueller Belästigung auf, wo von den Tätern gerne ins Feld geführt wird, das Opfer wollte das so, es hätte sich ja extra aufreizend gekleidet o.ä. Argumente.<p>

Und was JJ auf ihrem Busen kleben hat, ist auch ihre persönliche Sache, vielleicht hat sie das immer dort kleben?! Jemand, der Spitzenunterwäsche, Tangas oder Strapse trägt, weil er es mag, reißt sich ja auch nicht vor laufender Kamera die Sachen vom Leib, weil er diese Sachen anderen zeigen möchte...(nicht, dass es so etwas nicht auch gäbe )<p>

Soviel erst mal in Kürze, auch zu den anderen erwähnten Künstlern hab ich noch was zu sagen und auch zu den persönlichen Erlebnissen (da habe ich ja sogar schon Unterstützung durch Clemens erfahren!! ) ), aber gerade fehlt mir die Zeit dazu...<p>

Bis später,
Bianca

Geschrieben: 07.02.2004
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Re: Diskriminierung von Frauen auch im Musikgeschäft
#4

Benutzerinformationen
<P>Hallo Ihr lieben Frauen,</P>
<P>um nicht zu sagen, das geht mich ja gar nix an ....</P>
<BLOCKQUOTE>
<P>Zitat:
</P>
<BLOCKQUOTE>Oder findet ihr es übertrieben, wie ich meine zum Teil wirklich persönlichen Erfahrungen dargestellt habe? </BLOCKQUOTE>
<P>
</P>
<P>Zuerst mal muss ich sagen, dass ich es leider auch so empfinde wie Bianca</P></BLOCKQUOTE>
<P>und keineswegs übertrieben. (Beim JJ-Beispiel neige ich allerdings sehr zu Dianas Vermutung)</P>
<P>Sicher wird das Problem mit dem "Unbekanntheitsgrad" proportional zunehmen, das vermute ich jedenfalls. </P>
<P>Aber auch bei den wirklich weltbekannten Leuten ist diese zweigleisige Wertung für mich nicht zu übersehen.</P>
<P>Letztes selbsterlebtes &nbsp;Beispiel: Der, von mir sehr geschätzte, H.v.Veen hatte es auf seiner letzten Tour nötig eine seiner Musikerinnen verbal und handgreiflich "anzumachen" und dabei das Publikum, mit dem Satz "Ich bin doch auch nicht zu feige&nbsp;meine Eier zu zeigen!", &nbsp;so zu provozieren, dass tatsächlich jemand rief "Dann zeig sie uns doch." Worauf hin der alternde Mann die Hose öffnete. Das war kein Ausrutscher, sondern wie ich hörte Bestandteil des Programms auch anderen Ortes.</P>
<P>Ich habe dazu keinerlei Kommentar in der Rezension gefunden.</P>
<P>&nbsp;</P>
<P>Aber nun zum konstruktiven Teil - Ich werde zum Liedertreffen ein Lied einer Liedermacherin vortragen, nicht als Protest, sondern weil ich es einfach toll finde. Und weil ich ein wenig traurig bin, dass man die Frauengilde der Liedermacherei noch seltener als selten hört...</P>
<P>&nbsp;</P>
<P>Liebe Grüße von Clemens</P>
<P>&nbsp;</P>

Geschrieben: 07.02.2004
_________________
...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Re: Diskriminierung von Frauen auch im Musikgeschäft
#3

Benutzerinformationen
<P>Liebe Bianca,</P>
<P>eins vorneweg: Du schneidest da ein <STRONG>sehr</STRONG> interessantes Thema an. </P>
<P>Aber:</P>
<P>Zitat:
Oder findet ihr es übertrieben, wie ich meine zum Teil wirklich persönlichen Erfahrungen dargestellt habe?
</P>
<P>Ja, ziemlich. Wer mich näher kennt, weiss genau, dass ich eine heisse Verfechterin von Gleichberechtigung und Emanzipation bin &nbsp; aber hier möchte ich doch einige Zweifel anmelden. </P>
<P>Da wäre z.B. die Rolle, die du Janet Jackson zuweist. In meinen Augen ist diese Frau eine gewiefte Geschäftsfrau, die auch bisher keine Probleme damit hatte, halbnackt auf der Bühne zu stehen und ein weiteres Mal einen kleinen Trick verwendet hat, um ihre Popularität anzuschieben. Nicht im mindesten halte ich sie für ein Opfer einer Aktion von Justin Timberlake oder wem auch immer, sondern quasi als Täterin. Nicht falsch verstehen: ich finde das völlig legitim und amüsiere mich eigentlich vor allem über die scheinheilige Doppelmoral der US-Medien! (Wunderschöner Artikel hierzu übrigens bei <A href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,285013,00.html?PHPSESSID=95089c20606a6f801876bde4958f990b" target=_blank><A href="http://www.spiegel-online.de/?PHPSESS ... 958f990b">Spiegel Online</A></A>!)&nbsp; Aber die Tatsache, dass JJ so ein silbernes Dingsbums auf ihrem Busen kleben hatte, deutet doch auf eine vorbereitete Aktion hin... <BR></P>
<P>Zitat:
Lange Haare, lässige Kleidung, Kopfbedeckung, gepaart mit genügend Selbstbewusstsein, die teure Gitarre mit Ornamenten besticktem, ledernen Gitarrenband versehen, verschafft beim Publikum, ohne das ein Akkord gespielt wurde, Bewunderung und Anerkennung; man sieht ja den Künstler.<BR>Frauen hingegen wirken bei gleichem Erscheinungsbild eher gewöhnlich bis ordinär. Es wird angeraten, sich doch dem Anlass angemessen zu kleiden, man soll bitte möglichst auch gut aussehen, eine gute Figur machen, die fettigen Haare gewaschen haben und einfach dekorativ wirken.
</P>
<P>Ich glaube, das war einmal tatsächlich so. Inzwischen finde ich aber, dass man diese Grenze nicht mehr so eindeutig ziehen kann. Wie erklärst du sonst z.B. die Erfolge von Frauen wie Avril Lavigne, Pink oder Christina Aguilera? Um nur wahllos ein paar herauszupicken, die mir gerade in den Sinn kamen. Ich finde nebenbei bemerkt, dass die alle was können, auch wenn sie nicht in jeder Hinsicht meinen persönlichen Geschmack treffen. </P>
<P>Auch Madonna hat oft provoziert, sich "sonstwohin" gegriffen, ist natürlich dafür angefeindet worden wie männliche Künstler, die das tun auch, und schwimmt immer noch oben. Ganz oben. </P>
<P>Ganz grundsätzlich bin ich überzeugt, dass Frauen nach wie vor überall dort einen schweren Stand haben, wo sie in althergebrachte Männderdomänen einbrechen, insofern stimme ich dir schon zu. Aber deine Beispiele für das Musik-Business kann ich nicht nachvollziehen. Möglicherweise sind die Situationen, die du persönlich erlebt hast, eher geeignet, dafür als Beispiel zu dienen - was hast du denn da konkret für Erfahrungen gemacht?</P>
<P>Liebe Grüsse, Diana</P>

Geschrieben: 07.02.2004
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Re: Diskriminierung von Frauen auch im Musikgeschäft
#2

Benutzerinformationen
<P>Liebe Bianca,</P>
<P>zu diesem Thema habe ich viele Dinge zu sagen, weil aber grade keine Zeit ist erst mal nur soviel:</P>
<P>Wer ist bitte Justin Timberlake? </P>

Geschrieben: 07.02.2004
_________________
Ich denke, also bin ich...denk ich positiv, gewinn ich | thomas d....

Die Erfahrung lehrt, wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd | Reinhard Mey

www.liedermacher-forum.de | www.diekoerbers.de
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Gast
Diskriminierung von Frauen auch im Musikgeschäft
#1
Gast-Gast
Liebe Liedermacherfreunde,<p>

sicherlich ist es kaum einem von euch entgangen - die Timberlake-Aktion im Vorfeld der Grammy-Verleihung. Ich persönlich empfinde es als großen Skandal und zwar vornehmlich von Justin Timberlake, der seine Aktion mit machohafter Selbstherrlichkeit sicherlich auch noch cool und amüsant findet. Janet Jackson hingegen ist so beschämt, dass sie sich nicht mehr in die Öffentlichkeit traut, weil sie sich blamiert fühlt. Die Blamage müsste allerdings bei Timberlake liegen, aber das sagt natürlich wieder niemand, das wird dem "großen Künstler und aufgehenden Star am Pophimmel" als Starallüre verziehen.<p>

So extrem wie es Janet Jackson in diesem Fall ergangen ist, ergeht es nicht allen Frauen. Dennoch kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass auch im Musikgeschäft (wie in vielen anderen Berufssparten) die Frauen einen schweren Stand haben, und zwar über alle Genres hinweg.<br>

Meine Behauptung stützt sich auf Beobachtungen und persönliche Erfahrungen.<p>

<ol>
<li>Wenn zum Beispiel ein Herbert Grönemeyer "hab den Regen gebogen" singt, findet man das gefühlvoll und den Mann sensibel, wenn das eine Frau singen würde, zählte es vermutlich unter Kitsch.</li><br>

<li>Lange Haare, lässige Kleidung, Kopfbedeckung, gepaart mit genügend Selbstbewusstsein, die teure Gitarre mit Ornamenten besticktem, ledernen Gitarrenband versehen, verschafft beim Publikum, ohne das ein Akkord gespielt wurde, Bewunderung und Anerkennung; man sieht ja den Künstler.<br>
Frauen hingegen wirken bei gleichem Erscheinungsbild eher gewöhnlich bis ordinär. Es wird angeraten, sich doch dem Anlass angemessen zu kleiden, man soll bitte möglichst auch gut aussehen, eine gute Figur machen, die fettigen Haare gewaschen haben und einfach dekorativ wirken.</li><br>

<li>Über rudimentäre Gitarrenkünste und flache Texte mit mäßigem oder schnoddrigem Gesang sieht das Publikum schon mal mit Wohlwollen hinweg, immerhin sind es ja sensible Männerseelen, die dort ihr Innerstes offenbaren. Und ein paar anzügliche Bemerkungen über die eigene Potenz (mit einem gezielten Griff ihr wisst schon wohin) hat noch immer seine Anhänger gefunden.<br>
Lasst mal eine Frau auf der Bühne stehen, die sich ihr wisst schon wohin greift und ein Aufschrei der Entrüstung geht durch die Menge.</li></ol><p>

Nicht, dass mir der Sinn danach stünde, mich tatsächlich in etwas überspitzt dargestellter Weise zu benehmen oder gar jedem Mann ein solches Benehmen zu unterstellen, aber meine Erfahrungen (auch im Liedermachergenre) sind schon geprägt von ähnlichen Erfahrungen. Frauen wird einfach nichts zugetraut und wenn sie dann zeigen, dass sie etwas können, dann wird es nicht registriert oder entsprechend anerkannt.<p>

Schaut euch um bei den Netztipps, die ich mit ein paar wenigen Liedermacherinnen ergänzt habe. Wer schaut auf diese Seiten? Wer gibt ein positives Votum?<br>

Wie sind eure Beobachtungen? Oder findet ihr es übertrieben, wie ich meine zum Teil wirklich persönlichen Erfahrungen dargestellt habe?<br>

Gruß, Bianca


Geschrieben: 06.02.2004
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