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Re: TV-Tipp: ARTE-Reihe "Get Up Stand Up"
#2

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Danke Dir Marc für diesen Hinweis.
Das hört sich ja enorm spannend an. Also noch mehr Videokassetten kaufen!

Maren

Geschrieben: 28.11.2003
_________________
"Laß die Zweifel in den Schuhen und begib Dich in Gefahr."Zodiak
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TV-Tipp: ARTE-Reihe "Get Up Stand Up"
#1

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Hallo zusammen!

Vor einiger Zeit entfachte hier die Diskussion, ob sich die Lieder mit der Zeit verändert hätten. Der Sender ARTE wird eine sechsteilige Reihe über "Musik im Dienste des Widerstandes" zeigen. Es wird auch der Frage nachgegangen, welche Kraft politische Musik beispielsweise heute noch haben kann -Im Zeitalter von "Starsearch" und "Superstar".

Die Sendetermine von "Get Up Stand Up":

Samstag, den 29. November, Teil 1 & 2, 22.30 Uhr
Dienstag, den 02. November, Teil 3, 23.15 Uhr
Teil 4 - 6 jeweils an den folgenden Dienstagen


Music, Massen, Manifeste

"Get Up Stand Up" - ARTE-Reihe über Pop und Politik
Was wäre die Welt ohne Bob Dylan, ohne Marvin Gaye, ohne Jimi Hendrix? Wie weit wäre es mit der Demokratie ohne John Lennon, Bob Marley oder Bruce Springsteen? Wüssten wir noch, was APO und Studentenrevolten sind, wenn es Hannes Wader, die "Scherben" und Rio Reiser nie gegeben hätte?

Morgen Abend stehen sie alle wieder auf - die Pop-"Chaoten" und Politrocker, die Liedermacher und Antikriegspoeten. In ihrer sechsteiligen Musikdokumentation gehen Rudi Dolezal und Hannes Rossacher einem Phänomen nach, das untrennbar verbunden ist mit den Umwälzungen und politischen Auseinandersetzungen der letzten 100 Jahre: Musik im Dienste des Widerstands. Gegen Krieg und Rassenhass, Volksverdummung und Umweltzerstörung, Rechtsextremismus und sexuelle Diskriminierung. Musik als Protest. Popstars als Rädelsführer gegen die Ungerechtigkeit. Die aufwändig und akribisch recherchierte Reihe bringt uns nicht nur die Heroen von einst wieder ins Gedächtnis, sondern führt den beinahe wissenschaftlichen Nachweis, dass alle Bewegung von unten, alle Freiheitskämpfe und Klassenschlachten bis heute ihren Nachhall in den Songs und legendären Konzerten ihrer Zeit fanden. Von Joe Hill, dem singenden und hingerichteten Protest-Poeten der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung, bis Woodstock. Von Pete Seeger mit seinem "We shall overcome" bis zum "Concert for Bangladesh".

"Ein Plakat sieht man einmal, versteht die Botschaft und vergisst es wieder", parliert ein emphatischer Kris Kristoffersen, dem der Irak-Krieg heute genauso aufstößt wie seinerzeit das Gemetzel in Vietnam. "Doch einen Song vergisst du nie! Denn er vermittelt dir das Gefühl jener Zeit, wie es rumorte in deinem Inneren, und du erinnerst dich plötzlich an all deine Leidenschaften und Begegnungen, die dir heute kein Geschichtsbuch mehr vermitteln kann."

Das ist auch der besondere Vorzug dieser Musikdokumentation. Zu Wort kommen nämlich nicht nur die ergrauten Barden von ehedem, sondern Politiker und Schauspieler, Journalisten und Produzenten, die die musikalischen Ausbrüche und ihren historischen Background ohne Larmoyanz kommentieren. Mit einem sicheren Gespür für die Dramatik der jeweiligen Ereignisse, ergründen Dolezal und Rossacher die Triebkräfte der musikalischen Massenbewegungen und spannen den Bogen bis in unsere heutige Zeit. Und zurecht fragen sie, welche politische Kraft die Musik beispielsweise in Deutschland noch haben kann - angesichts von "Starsearch" und "Superstar".

Darüber lohnt es nachzudenken. Sechs Stunden lang. Wenn "MC5" über die Bühne fegen oder "Rage Against The Machine" Gewehrsalven aus ihren Gitarren feuern. Direkt in den Kopf. Mitten ins Herz. efka


Quelle: SVZ Online

Weitere Infos: ARTE-TV Programm

Geschrieben: 28.11.2003
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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