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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Zitat:
ich nehme an, Du meinst dieses Biermann-"Hurenlied", das mir jedenfalls bei Deinem Posting gleich in den Sinn kam, 


ja auch. das ist aber nur eins von vielen.
ich hatte mal das vergnügen einen ganzen abend lang marie biermann mit den huren- und hafenliedern zu erleben. und obwohl ich natürlich weiss, dass das nicht ihre geschichten sind, bringt sie die lieder doch sehr authentisch rüber. (auch) das talent hab ich leider nicht.

ich glaube, die "problematik" des ver-oder erkennens von wahrheit oder dichtung liegt eher in den texten, die man dem betreffenden interpreten auch im wahren leben zutrauen würde. vermutlich auch ohne "ich-form"
liebe grüsse.
nicole

Geschrieben: Heute 06:48
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Liebe Nicole,

ich nehme an, Du meinst dieses Biermann-"Hurenlied", das mir jedenfalls bei Deinem Posting gleich in den Sinn kam, das ich 1986(?) live von Wolf Biermann hören durfte, und das mir sehr gut gefiel und gefällt. Die Version seiner Tochter Marie von Aber Küssen habe ich gerade eben erst gehört, auch sehr schön, zumal sie von Siegfried Gerlich auf dem Klavier begleitet wird, aber das ist eine andere Geschichte...

Wenn Marie Biermann, den Text in Ich-Form gesungen hatte, lautete er in etwa so:

"Ich schaffe an auf'm Autostrich am Fischmarkt in Altona
Ich frier' mir die nackten Äpfel ab im eisigen Janua'
Ich schaffe an auf'm Autostrich und spare mir Stück für Stück
Die Kohle zusammen für später, das goldene Eheglück

Kalt knarrt das Knie, wenn der Westwind weht
Aber dafür stinkt auch der Fisch
Nicht ganz so doll wenn ein Freier winkt
Die sind ja so wählerisch

Die woll'n ne Prinzessin mit Jungfernhaut
Für lumpige dreißig Mark
Die stehlen mir deine kostbare Zeit
Und quasseln mir Seelenquark

Die schlimmsten Schweine kommen mir mit
Moral: "Sie keuchen, mein Kind!
Verkauf sich nicht auf dem Fischmarkt,
Wo die Schweine auf Achse sind!"

Ja, da so'n Typ in seinem klapp'rigen Ford
Oder'n Geizkragen fett im Benz
Sie knall'n ihre Knüppel in zweiten Gang
Als wären es ihre Schwänz

Tja, ihre Notdurft verrichten sie
Sie schlagen ihr'n Samen ab
Und wer mal da war, der hält sein' Schwanz
Nicht mehr für ein' Zauberstab

Ich kleines Mädchen für wenig Geld
Ob sie clean sind oder breit
Ich weiß genau, was Liebe ist
Ich weiß im Leben Bescheid

Ich finger den Herrn die Hosen auf
Und habe ne Engelsgeduld
Wenn wer ein verrücktes Extra braucht
Es ist ja nicht seine Schuld

Ich mache für Geld die Beine auf
Aber niemals mein Menschengesicht
Ich mache des Herrn wohl dies und das
Aber Küssen? Das gibt es nicht!"


Nur wenig umgetextet, aber vorgestellt, Marie Biermann würde den Text so in Ich-Form präsentieren, würde ihr ernsthaft irgendwer unterstellen, am Fischmarkt in Altona auf dem Autostrich anschaffen zu gehen? Doch wohl eher nicht, oder?

Liedtexte in Ich-Form sind selbstverständlich nicht die eigene Biografie (mein Name ist übrigens auch nicht "Matula"), und ob ein Lied in Ich-Form geschrieben wurde oder nicht, ist bestimmt kein "Qualitäts-Kriterium" eines Songs... Überhaupt, wer bestimmt eigentlich bei einem Lied über dessen "Qualität"? Verkaufzahlen, Klicks im Internet, die Meinung von MusikkritikerInnen oder Jury-Mitgliedern bei irgendwelchen Wettbewerben? Das wiederum wäre wiederum ein anderes Thema...

Liebe Grüße
cARSCHti


Geschrieben: Heute 00:00
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Lieber Gerd,

ich kann allem, was du geschriebenem, hast zustimmen. Wenn aber eines unserer Themen "so bin ich eben" heißt, dann muss ich nachfragen, ob das für das entsprechende Lied auch gilt.

Nicole hat meine Nachfrage erwartet und, wir müssen unser Programm nicht umwerfen, meine Einschätzung war richtig.

Jedenfalls, ich freu mich auf Nicole und ich glaube (oder hoffe), ein Wohnzimmer voll Leute tut das auch.

Gruß vom Inn
Helmut

Geschrieben: Gestern 22:08
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Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Hallo zusammen,

Zitat:

Gesch schrieb:
Hat jemand ernsthaft geglaubt, Hannes Wader hätte die in Ich-Form erzählte[...] Geschichte[...] vom Schwein Monika [...] selbst erlebt?


Zumindest ist Hannes mal mit Monika aufgetreten (vgl. Foto im Anhang)!

Lieben Gruß!
Marc

PS: Perspektive hin oder her, Deinen Text finde ich stark, Nicole, aber das Frauenbild, wessen auch immer, von wann auch immer... nee...!

Datei anhängen:



jpg  Hannes & Monika.jpg (56.19 KB)
34_5ad8f52e953ce.jpg 450X612 px

Geschrieben: Gestern 22:00
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Ihr Lieben,

ich halte gar nichts davon, mit zweierlei Maß die Qualität von Liedern mit der Wahrheitsmesslatte zu bewerten. Ich nehme Lieder als Lieder, und Biografien als Biografien und erwarte nicht, dass Liedermacher - egal ob Profis oder Amateure - sich in jedem "Ich"-Lied autobiografisch äußern.

Hat jemand ernsthaft geglaubt, Hannes Wader hätte die in Ich-Form erzählten Geschichten vom Schwein Monika, vom Tankerkönig oder vom Putsch oder von demjenigen, der sich noch so viel vorgenommen hatte, selbst erlebt? Sie waren genial erdacht, genauso wie viele in Ich-Form geschriebene Romane. Es ist eben eine Stilform, die zur Verfügung steht, aber nicht immer eine Selbstoffenbarung, die zur Lektüre wird.

Nicoles Lied über die Frau mit den sieben Kiez-Katzen ist ein grandioses "Bild", das sie entworfen hat, auf dem sie dieser erdachten Frau Erlebnisse, Erfahrungen, Aussehen und Eigenschaften andichtet, die sie sich vielleicht von vielen verschiedenen Personen zusammengeklaubt hat. Ist doch in Ordung - das Lied ist klasse - oder verliert "ihr Bild" an Qualität, nur weil es nicht mit der Wahrheit übereinstimmt. Einer bildet seine Phantasie mit Pinselstrichen ab, ein anderer mit Worten. Wenn das Ergebnis plastisch vor Augen steht oder wenn die Worte Bilder im Kopf entstehen lassen, ist es doch gelungen.

Ich finde es auch nicht bedauerlich, wenn sich jemand als Liedermacher von Fall zu Fall vorbehält, ob er in der Ich-Form schreibt, oder distanzierter in der Bildbeschreibung Sympathie oder Ablehnung gegenüber beschriebenen Personen oder Sachverhalten deutlich macht. Hauptsache ist doch, dass sich im Kopf der Zuhörer beim Anhören was bewegt - und nicht nur die Frage, ob denn der Sänger/die Sängerin das alles wirklich so erlebt hat.

Es gibt ja auch ne Menge Sängerinnen und Sänger, die nur Lieder anderer Autoren interpretieren - da spielt es dann doch auch keine Rolle, ob, und wenn ja, wer da das im Lied Geschilderte erlebt haben mag.

Ganz egal, ob Klaus Hoffmann mal eine Gerda, wie er sie besungen hat, mal kennenlernen konnte - man kann sich vorstellen, wie sie getanzt hat - oder hätte... auch wenn jemand anders dieses Lied singt.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: Gestern 21:24
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Hallo Carschti,

Zitat:
Jedenfalls hast Du mit Deinem Lied (hier im Forum) Diskussionen angeregt, und das ist ja der eigentliche Sinn der Sache, wenn man Lieder macht, oder?


Genau, Diskussionen und Gespräche und Auseinandersetzungen mit Liedern sind doch das beste, was einem Liederschreiber passieren kann. Dafür schreibe ich Und darüber freue ich mich

Allerdings will ich auch nochmal drauf hinweisen (mittlerweile sind ein paar PN´s zum Thema eingetrudelt) das natürlich nicht alle Lieder in der "Ich-Form" nicht der Wahrheit entsprechen. Natürlich gibt es auch Themen, und Geschichten, die genauso, oder so ähnlich passiert sind.

Ein bisschen kenn ich das von mir ja auch, dass ich denke, das viele Dinge über die andere gesungen haben der Wahrheit entsprechen. Ich erinnere mich gerade dran, dass ich Doris im letzten Jahr in Hamburg gefragt habe, wie heftig sie das Auto von Chrizz geschrottet hat, weil eine Strophe bei "Da liebe ich dich durch" davon handelte usw. Wenn ich mich recht erinnere war sie es gar nicht.... Ist eben nicht so, das jeder Liedermacher sein Tagebuch vertont. Auch das finde ich zwar interessant, aber eine Mischung von Wahrheit und Phantasie gefällt mir eben auch. Bei vielen Liedern (eben auch von Forumsmitgliedern) würde es mich auch interessieren, wieviel Wahrheit drin steckt, und was alles so dazugezaubert wurde. Vielleicht mag der eine oder andere seine Vorgehensweise ja hier auch mal lüften, oder wenn nicht hier, dann beim LT. Fände ich spannend

Am Wochenende werde ich übrigens mal wieder auf dem Kiez sein und mir ein aktuelles Bild davon machen
Zum Thema Hurenlieder fällt mir auch noch Biermann ein. Der hat auch so einige Hurenlieder, die Marie Biermann übrigens auch wunderbar und sehr glaubhaft singt. Gefällt mir sogar noch besser, als wenn Biermann selbst sie singt

Ziemlich sonnige Grüße aus Hamburg
Nicole

Geschrieben: Gestern 19:28
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Jedenfalls hast Du mit Deinem Lied (hier im Forum) Diskussionen angeregt, und das ist ja der eigentliche Sinn der Sache, wenn man Lieder macht, oder?

„Besonders auffällig ist aber der Umgang der Paulianer untereinander. Herzlich, manchmal auch hart und deutlich aber doch immer irgendwie liebevoll. Da hilft einer dem anderen, weil man sich untereinander eben noch kennt und jeder weiss, wer sein Nachbar ist.....und all die blinkenden alten Neonreklamen.....und einfach die Geschichte, die St. Pauli hat und die man heute auch noch dort findet, wenn man einfach nur in die richtigen Ecken guckt.“ Damit hast Du genau das ausgedrückt, was ich selbst sagen wollte, Nicole, nämlich das, was ich an St. Pauli so schätze und warum ich immer wieder gerne da bin...

Dass das Leben der Sexarbeiterinnen auf der Reeperbahn und ihren Seitenstraßen in der Vergangenheit (vor 20, 50, 100 Jahren) so viel besser war als heute, glaube ich allerdings nicht. Brecht, Wedekind oder Tucholsky haben sich als Künstler jedoch dieser Thematik gewidmet und sich mit den Menschen beschäftigt, die Sexarbeiterinnen oder „Huren“ ebenso sind wie jeder andere Mensch, und das ist heutzutage vielleicht selten geworden, gerade auch unter uns LiedermacherInnen. Gut, dass Du mit Deinem Lied ein Gegenbeispiel setzt, Nicole!



Geschrieben: 18.04.2018 23:20
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Ihr Lieben,

in der Tat schreibe ich gerne Lieder in der "Ich-Form", weil sie irgendwie persönlicher wirken, auch wenn man mir die Lebensgeschichte von besagter Dame vermutlich in der Ich-Form nicht abnehmen würde.

Allerdings habe ich als Reaktion auf die Lieder die auf der CD sind, von vielen Leuten gehört, dass sie diese Texte alle für wahre Münze nehmen. Einige fragten besorgt, ob ich wirklich einen Burnout hätte, wie es um meine Depressionen steht und ob ich noch Kontakt zu dem Mann hätte, der dann doch die andere geheiratet hat usw. Und viele haben mir zurück geschrieben, dass sie die CD doch sehr persönlich, wenn nicht sogar zu persönlich finden.

Dabei habe ich doch damals - obwohl in Ich-Form geschrieben- bei vielen Liedern nur meine Beobachtungen bei anderen geschildert. Die Begleittexte im CD Booklet waren alle wahr und ehrlich, aber bei den Liedern an sich hab ich mir doch einige künstlerische Freiheiten genommen, wie es vermutlich jeder macht, der Lieder oder auch Romane schreibt.

In den Liedern steckt ein großer Teil von mir, aber nicht immer meine persönliche Geschichte und nicht immer die Wahrheit bis ins kleinste Detail. Immer,wenn ich dass erwähnt hatte, habe ich gemerkt, wie enttäuscht die Leute waren, weil sie glaubten, mich doch durch diese CD besser zu kennen. Selbst mein Vater sagte damals nach dem ersten hören der CD "Kind, wir haben überhaupt nichts mitgekriegt von deinen Depressionen.". Äh..... ich hatte ja auch keine, sondern hab über jemanden geschrieben, den ich kenne der Depressionen hat.....

Kurzum, irgendwie wurde mir das zu anstrengend ständig verkannt zu werden. Und darum bemühe ich mich nicht mehr so viel in Ich-Form zu schreiben und vor allem auch nicht mehr soviel ganz persönliches reinzunehmen. Mal sehen, ob es mir auf Dauer gelingt

Zum Thema St. Pauli finde ich es noch wichtig zu sagen, dass mich diese ganzen komischen Menschen, die auf dem Kiez ihren Junggesellenabschiede feiern und die Kegelclubs, die verschämt kichernd aus irgendwelchen Sexshops kommen oder aber eben auch die Huren, die den Männern schon im vorbeigehen zwischen die Beine greifen, obwohl sie Hand in Hand mit ihrer Ehefrau über den Kiez schlendern auch nerven. Ja, auch das ist St. Pauli heutzutage.
Aber da gibt es auch noch die anderen, wenn man genau hinschaut. Die stolzen Huren (meist eher im Alter um die 60), die nett mit den Männern umgehen und vermutlich schon alles erlebt haben, was es zu erleben gibt, die Koberer, die teilweise schon um die 80 sind und die Touris auf charmante Weise in die einschlägigen Lokale kobern wollen, die alten, die am Abend aus den Fenstern raus hängen um dem bunten treiben zuzusehen, die alten Theater mit den roten Plüschsesseln, usw. Besonders auffällig ist aber der Umgang der Paulianer untereinander. Herzlich, manchmal auch hart und deutlich aber doch immer irgendwie liebevoll. Da hilft einer dem anderen, weil man sich untereinander eben noch kennt und jeder weiss, wer sein Nachbar ist.....und all die blinkenden alten Neonreklamen.....und einfach die Geschichte, die St. Pauli hat und die man heute auch noch dort findet, wenn man einfach nur in die richtigen Ecken guckt.
Ach, ich könnte noch ewig weiter schreiben. Aber vielleicht mach ich das nächste Lied einfach über St. Pauli

Liebe Grüße
Nicole

Geschrieben: 18.04.2018 17:24
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Liebe Nicole,

ein toller Text und eine tolle Idee. Die Sache mit der Ich-Form, die Carschti aufgebracht hat finde ich zwar sehr reizvoll, aber auch extrem schwierig. Ich glaube, ich wäre dran gescheitert.

Es ist schon recht mutig, gerade weil du an eine Zeit zurückerinnerst, als der Kiez noch ein ganz anderer war. Heute befremdet einen diese Sichtweise eher, so wie es auch Marc ergangen ist. Aber vor hundert Jahren haben die großen Dichter (Brecht, Wedekind, Tucholsky) Hurenlieder geschrieben und diesem Beruf ihre Ehre erwiesen. Da fiel einem das aber auch leichter.

Michael

Geschrieben: 18.04.2018 12:47
_________________
Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.

Franz Josef Degenhardt
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter

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Liebe Nicole,

es schmeichelt mir, dass Du glaubst, ich könnte Dein Lied "1000mal besser" rüberbringen als Du, aber wenn Du schon selbst beim LT bist, hoffe ich, dass Du Deine eigenen Lieder selbst rüberbringst... Kleiner Tipp, vesetz Dich in die Frau, über die Du singst, und versuche das Lied so zu singen, wie sie es selbst singen würde. Du hast diese Frau persönlich kennengelernt, gehört, wie sie spricht, und vielleicht kannst Du Dir vorstellen, wie sie dieses Lied singen würde...

Überhaupt, der Text käme authentischer rüber, wenn Du ihn in ICH-Form geschrieben hättest, finde ich. So ist der Blick irgendwie distanziert, aus der Sicht der Krankenschwester, die dieser Frau in ihrem Job begegnet ist, und deren Lenensgeschichte sie vielleicht betroffen gemacht hat - oder aus meiner Sicht als Sozialpädagoge, der diese Frau vielleicht nach ihrem Krankenhausaufenthalt betreut und sich Fragen stellt wie "Was könnte ich tun, um diese arme alte Frau von ihrem Dreck und den sieben Katzen zu befreien, damit sie glücklicher wird?" (Wäre sie ohne den Dreck und die Katzen tatsächlich glücklicher???) Oder aus der Sicht des Pflegers, die sie pflegen muss, dann gleich wieder weiter zum nächsten Patienten muss und leider keine Zeit hat, sich die die spannende Lebensgeschichte dieser fast 90jährigen Frau anzuhören... Man könnte auch allen Sichtweisen der jeweiligen Berufe ein Lied widmen, aber wirklich spannend finde ich in diesem Zusammenhang eher die Sichtweise dieser Frau selbst, so schräg sie vielleicht klingen mag...

Tja, und der Hamburger Stadteil St. Pauli. Mal ganz abgesehen von dem Fußballclub am Millerntor, mich ärgert es immer, wenn dieser Kiez auf Herbertstraße, Straßenstrich und Striplokale reduziert wird. Es gibt da auch weitaus Schlimmeres wie z. B. Musicals, zu denen nicht nur Touristen aus der Lüneburger Heide mit Reisebussen gekarrt werden, um sich hinterher in der Herbertstraße, auf dem Straßenstrich oder in den Striplokalen zu amüsieren... All das gibt es auf St. Pauli, unbestritten, aber es gibt eben auch viele Menschen dort, die mit all diesen Übeln selbst noch nie was zu tun hatten, aber gerade dort gern leben, nicht weg wollen, weil es St. Pauli eben auch ausmacht, dass man dort so sein kann, wie man ist, egal wie die jeweilige Lebensgeschichte gewesen sein mag... Das schätze ich an St. Pauli.

Sorry Nicole, ich wollte Dein Lied mit meinem Posting auch nicht runtermachen, im Gegenteil, toll, dass Du Lieder über Themen und Menschen schreibst, die Dir wichtig sind, und das ist die Hauptsache!

Liebe Grüße
Carschti

Geschrieben: 17.04.2018 23:16
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Lieber Marc, lieber Helmut,
ich freue mich, dass der Text zu Überlegungen anregt
Es ist tatsächlich so, wie Helmut das Lied aufgenommen hat. Es sind die Worte und Gedanken der Frau.

Nun muß man bedenken, das das ganze vor knapp 60 Jahren stattgefunden hat. Da lief das noch etwas anders auf dem Kiez. Da haben den Job nicht irgendwelche Osteuropäische Damen gemacht, die das Elend zuhause nach Hamburg hat kommen lassen, sondern da waren die verruchten Frauen noch stolz auf ihren "Beruf". Und rückblickend auch stolz auf ihren Körper. ("früher war alles besser") Die Gute geht langsam auf die 90 zu und hadert heute mit ihren Körper. Sie würde auch nie von sich sagen, das sie "Stripperin" war, sondern sie nennt es "Schönheitstanz an der Stange" Also Strippen auf altmodisch

Aber insgesamt merkt man schon, das die alten Bewohner von St. Pauli schon von nem anderen Schlag sind. Die lieben ihren Kiez und alles was darin passiert oder eben vor 60 Jahren passiert ist.

Da kann man Geschichten hören.... Eine wunderbare Fundgrube. Man muss nur tief genug graben

@ Marc: ich habe auch direkt an Carschti denken müssen. Der würde das 1000 mal besser rüberbringen

Liebe Grüße
Nicole

Geschrieben: 17.04.2018 20:11
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Hallo Marc

Ich hab das so gelesen, wie wenn das die Worte der alten Frau wären. Für mich ist das Lied schlüssig, Nicole singt, was ihr erzählt wird.

Ich bin gespannt, was Nicole antwortet.

Gruß



Geschrieben: 17.04.2018 19:46
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Liebe Nicole,

ich mag skurrile Lieder! Manche Beschreibungen Deines Liedes finde ich großartig („Das Gefühl von Nerzen auf der Haut, schmiegt sich ein Kätzchen eng an sie“), und doch lässt mich der romantisch-verklärte Blick auf das „Berufsleben“ der alten Dame etwas irritiert zurück. „Die Reeperbahn war toll“? „Ein jeder lief ihr hinterher, kannt´ keine Einsamkeit“? „Den Busen stolz geschwellt?“ Irgendwie ist das mit meinem Männer- und Frauenbild nicht kompatibel.

Lieben Gruß aus Hannover!
Marc

PS: Dass ich das Lied beim LT unbedingt hören möchte, muss ich nicht extra erwähnen!? Seltsam, aber irgendwie würde ich mich über eine Interpretation des Liedes von Carschti freuen.

Geschrieben: 17.04.2018 19:25
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und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Ihr Lieben,
anbei mein Lied zum Sonntag
Zugegeben, eines der derberen Art.
In meinem Job lernt man unglaublich viele Menschen kennen und wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt sie kennen zu lernen (die Zeit gibt es in meinem Job leider viel zu selten) dann kann man spannende Lebensgeschichten erfahren. Das folgende Lied besteht allerdings aus den Geschichten von zwei verschiedenen Frauen, die ich zusammen gemixt habe.
Die eine hat die Katzen, die andere war die Stripperin. Doch beide wohnen sie auf St. Pauli, da, wo die spannendsten Geschichten in Hamburg zu finden sind.

Alles Liebe
Nicole


mit sieben katzen auf dem kiez


um sechs uhr früh, da steht sie auf und schleppt sich zum wc
die beine woll´n schon lang nicht mehr der rücken tut ihr weh
und schaut sie in den spiegel rein dann wird ihr schwer ums herz
sie war mal eine schöne frau trug ketten und auch nerz
es war´n die wilden sechziger da war sie jung und schlank
zog nächtelang im striplokal nicht nur die brüste blank
die männer damals liebten sie und schwang sie mit dem po
dann steckten sie ihr scheine zu sie lieferte die show

doch heute lebt sie ganz verarmt und faltig, dick und krank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank

was war das für ne heiße zeit sankt pauli so verrucht
und sie war mittendrin dabei von männern oft besucht
und lichter, glitzer überall die reeperbahn war toll
aus jedem schuppen drang musik und sie war sehnsuchtsvoll
sie war umgarnt und sehr gefragt im rotlicht zu der zeit
ein jeder lief ihr hinterher kannt´ keine einsamkeit
die herbertstraße, ihr revier verdiente hier das geld
im fenster sich zur schau gestellt den Busen stolz geschwellt

doch heute lebt sie ganz verarmt und faltig, dick und krank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank

heut bleibt ihr nur noch das gefühl von nerzen auf der haut
schmiegt sich ein kätzchen eng an sie ist ihr das fell vertraut
und manchmal an nem guten tag da schminkt sie sich im bett
sie fühlt sich wie sie früher war und lächelt dann kokett
so wie sie´s auch schon damals tat sah´n ihr die männer zu
ist´s auch schon sechzig jahre her sie kannte kein tabu
im schummerlicht erfüllte sie wohl jedem seinen traum
in strömen der champagner floss bereut hat sie es kaum

doch heute lebt sie ganz verarmt und faltig, dick und krank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank

um zehn uhr kommt der pfleger dann und hilft ihr ambulant
zu waschen und auch aufzustehn und ist dabei charmant
sie sitzt dann vor ihm nackt und dick die brüste hängen tief
sie kann ihm nicht den kopf verdrehn und schaut sie auch lasziv
doch eines macht sie heute noch sie zieht sich niemals an
liegt nackt in ihrer wohnung rum und hofft es kommt ein mann
wie damals als sie jung und schön sich um die stange wand
im striplokal hier auf dem kiez noch nicht so abgebrannt

denn heute lebt sie ganz verarmt und faltig dick und krank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank
mit sieben katzen auf dem kiez im dreck und im gestank

Geschrieben: 15.04.2018 13:07
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na ja, liebe Nicole,

wenn mir jemand mit so viel Lerninteresse auf die Lieder machenden Finger gucken möchte, und sich damit zufrieden gibt, dass ich meine Karten auf den Tisch lege und offenbare, wie ich es handhabe - ohne daraus eine allgemein gültige Methode ableiten zu wollen -, dann darf ich mich auch darüber freuen, wenn meine Tipps und Tricks, Wege und Umwege auch in der Anwendung einer "Kollegin" Wirkungen zeigen, die wiederum zu Lob und Beifall führen.

Mach weiter so - und du wirst Deine eigenen Tipps und Trick, Wege und Umwege zu Liedern finden, die Dich zufrieden stellen. Ich freue mich auf die Ergebnisse.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 08.04.2018 19:49
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denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Liebe Anja,
vielen lieben Dank für dein Lob. Hab ich mich drüber gefreut
Ich hatte das Lied mittlerweile auch schon wieder irgendwie aus den Augen verloren.
Mittlerweile ist schon wieder das nächste „geboren“ und irgendwie hat man dann doch immer wieder nur Augen für das gerade neue-

Lieber Helmut,
ich freue mich schon drauf, auch dieses Lied bei unserm kleinen Konzert zu spielen.
Wer hätte Anfangs gedacht, das unsere Themen so gut harmonieren?

Liebe Petra,
ich hatte mir damals gar nichts dabei gedacht, als ich mein Avatar reingesetzt hatte. Ich dachte nur, das das Foto gut zu nem Liedermacherforum passt. Hätte ich damals gewusst, dass daraufhin alle denken, ich könnte Gitarre spielen und singen, hätte ich mich niemals zu meinem ersten LT gewagt.
Aber da haben viele Dinge über die Jahre gut ineinander gespielt.
Clemens, der mich damals beschnackt hat mich mit ihn auf eure Bühne zu trauen, euer herzlicher Applaus, obwohl ich vor Angst auf der Bühne fast gestorben wäre, Gerd, der mir beim LT in Görlitz damals das Liederschreiben beigebracht hat und das Wissen, dass ich mich jedes Jahr aufs neue auf die Bühne trauen kann und mir eurer herzlichen Reaktion sicher sein darf, egal wie gut oder schlecht ich singe Und natürlich die Nachrichten und Mails die mich regelmäßig von euch erreichen mit Lob und Kritik an meinen neuen Texten.
All das, lässt mich den Spass am schreiben nicht verlieren. Auch wenn jedes Lied aufs neue ein Kampf ist
Und Petra, was wäre die Welt ohne Prosa? Lass uns doch teilhaben

Alles Liebe
Nicole

Geschrieben: 30.03.2018 20:01
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Hallo Anja,

Du hast Recht, schwere Unterlassungssünde.

Liebe Nicole,

wie war das doch 2011 bei Deinem ersten Liedertreffen? Deinem Avatar glaubten wir entnehmen zu können, dass Du mit Liedern auftrittst. Dabei hattest Du nicht einmal vor, beim LT-Konzert aktiv mitzumachen. Wie gut, dass wir Dich überzeugt haben.

Und heute schreibst Du tatsächlich Lieder und ich bewundere Deine Fahigkeit, Gedanken in elegante Reime zu fassen. Bei mir kommt immer nur Prosa raus.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich finde den Text sehr gelungen. Und der Kenner merkt sofort, wen Du meinst, auch ohne den freundlichen Hinweis unter der Überschrift.

Liebe Grüße von Petra

Geschrieben: 30.03.2018 17:15
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
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Nachdem ich mit Nicole unser Gemeinsamens Wohnzimmerprojekt plane, muss ich ihr nicht schreiben, was ich von ihren Liedern halte, vor allem nicht bei denen, die wir ins Programm nehmen.

Außerdem gilt bei mir der der alt-pädagogische Leitspruch: Nicht geschimpft ist Lob genug.




Geschrieben: 30.03.2018 16:32
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Huch, wieso hat noch niemand was zu Nickys Text geschrieben? Ein schöner Text! Man merkt, dass Du ihn sehr bewunderst, den Konstantin Wecker.

Geschrieben: 30.03.2018 13:32
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Da ist man mal ein paar Tage nicht im Forum.....

@ Gerd: Ich will mal versuchen es mitzuschneiden. Kopie kriegste dann natürlich. Freut mich, dass es dich interessiert. Schade, dass du es in diesem Jahr nicht zum LT schaffst.

@ Clemens & Helmut: Das ihr zwei es aber auch schafft, in welchen Thread auch immer euren (un)- glaubenskrieg zu führen....

@ Carschti: Helmut berichtete, dass wir "ausverkauft" sind beim Wohnzimmerkonzert. (hat er dir aber vermutlich auch schon geschrieben) Aber ich würde mich wirklich freuen, wenn du uns beim LT zuschauen magst.

@ Helmut: Über den LT Charakter mach ich mir keine Sorgen. Soll ja kein Vorkonzert oder so sein, obwohl ich die Vorkonzerte auch immer gerne mochte. Nur ein Angebot am Tage. Wer kommen mag kommt, der Rest nicht.....

@ Alle: Nu aber auch noch nachfolgend ein Text, der zu Thread passt Die Idee kam mir, als ich vor einiger Zeit die neue Biografie von Wecker gelesen habe. Eine kleine Hommage an Konstantin Wecker.

liedermacher
(für Konstantin Wecker)

er tanzt auf den silben
verdreht jedes wort
er spielt mit den reimen
sieht themen sofort
schon immer ein kämpfer
in liedern ganz laut
doch viele der verse
gehn unter die haut

er haut in die tasten
versprüht energie
mal wütend mal zärtlich
doch voll Poesie
mal kunstvoll gescheitert
mal uferlos dumm
gelernt doch aus fehlern
für sein Publikum

das unrecht besingen
dagegen zu sein
die kraft in den worten
mit deutlichen NEIN
ob gegen die Nazis
ob rechts-politik
ob umweltzerstörung
hat alles im blick

doch schreibt er auch lieder
der ruhigeren art
er kann auch mal leise
mal liebevoll zart
dann schweigt auch der laute
im publikum still
weil lieder berühren
sowie er es will

er denkt mit dem herzen
und ist aktivist
liebt revolutionen
doch bleibt parzifist
für mich ist er vorbild
hätt gern sein talent
bei ihm kannst du lernen
wie man für musik brennt

Geschrieben: 03.03.2018 19:15
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Liebe Nicole, lieber Helmut,
klingt äußerst spannend, was Ihr da vorhabt! Falls in Eurem Wohnzimmer, Helmut, noch ein Platz für mich frei ist, ich eine günstige Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe und vielleicht eine Mitfahrgelegenheit am nächten Tag zum LT finde, bin ich gerne dabei!
Wenn Ihr Euer Werk dann noch beim LT selbst vortragt, umso besser, den "Charakter des LT" würde das in meinen Augen bestimmt nicht kaputt machen, im Gegenteil... Ich erinnere mich jedenfalls gern an die LT-Konzerte von Stephan Graumann, Christian Grote u. a. ...
Aber Wohnzimmer-Konzerte sind nochmal was ganz besonderes, war vor kurzem bei einem mit Bastian Bandt in Stephan H's Wohnzimmer, und das war nochmal ganz was anderes als ein Bastian Bandt-Konzert auf einer "öffentlichen" Bühne, das ich vorher mal erleben durfte.
LG cARSCHti

Geschrieben: 28.02.2018 22:13
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Lieber Clemens

Dein Interesse freut mich (wahrscheinlich auch Nicole). Wir haben das Projekt nicht geheim gehalten, darum gibt es bereits etliche Interessenten.
Wir werden beim LT schauen, ob wir ein "Wohnzimmer" finden, in dem wir das ganze Projekt irgendwann tagsüber wiederholen können. Wir wollen den Charakter des LT damit nicht kaputt machen, dass Treffen und Gespräche nicht mehr im Vordergrund stehen, andererseits freut sich jeder über Zuhörer.

Gruß
Helmut

Geschrieben: 28.02.2018 12:55
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Lieber Helmut,
Zitat:
Mich erstaunt, welche Zufälle es gibt:


Tja, da könnte man doch glatt vom Unglauben abfallen...

Ich liebe den Zu-Fall und freue mich an dem was mir zufällt. Wenn das dann über unser Verstehen, hinausgeht, wenn es , abgesehen von der gemachten Erfahrung über das Beweisbare hinausgeht, dann hat das für mich schon etwas von glauben, dass es nicht pure Zufälligkeit ist.
Ich freue mich auf unser LT und diesmal besonders auf Dich. Natürlich hoffe ich auch etwas von der Nord-Süd-Kooperative aufgetischt zu bekommen.

Geschrieben: 28.02.2018 12:23
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...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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liebe nicole, lieber helmut,
ihr habt ja offenbar einen riesenspass schon bei der vorbereitung eures gemeinsamen hauskonzerts. ich find es toll, was ihr da erarbeitet und wie ihr euch gegenseitig zu kreativen schüben treibt. vergesst nicht, das konzert mitzuschneiden!!!
und dann hoff ich auf eine kopie.
herzlich
gerd

Geschrieben: 27.02.2018 22:56
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Liebe Nicole

Mich erstaunt, welche Zufälle es gibt:

Ich suche und entscheide mich für ein 10. (Oder Zugabe) Gedicht, das ich allerdings aktualisieren muss, schicke es dir und dann bastelst du gerade an einem Lied, das zu meinem Gedicht passt.

Elbe und Inn, Watt und Wendelstein, eigentlich nur ein Katzensprung.

Gruß Helmut

Geschrieben: 27.02.2018 13:11
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Lieber Helmut,

ich finde, das war eine tolle Idee von dir und ich freue mich schon riesig auf unser gemeinsames Projekt, das immer mehr Form annimmt. (Besonders dank deines Einsatzes)

Am meisten hab ich gestaunt, wie viele gemeinsame Themen wir haben. Aber auch wie viele tolle Gedichte du hast.

In Vorfreude....
Nicole

Geschrieben: 25.02.2018 08:51
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Liebe Leute

Vielleicht sollte ich hier mal bekannt machen, warum ich mich auf der Seite von Nicole so gut auskenne:

Nicole und ich planen am 9.5. -einen Tag vor dem LT- bei uns

Kleinkunst im Wohnzimmer "Elbe trifft Inn"

10 Themen - 10 Lieder - 10 Gedichte (10 Gäste, hoffentlich)

Und da gilt es, dass wir Lieder und Gedichte aufeinander abstimmen.

Gruß Helmut

Geschrieben: 24.02.2018 11:30
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Danke Helmut, für deine Wegbeschreibung zu meinem digitalen Zuhause ........

..............................

.......und danke Anja, für deine Zeilen. Ich freu mich, dass dir das Lied gefällt

Ich hatte den Thread irgendwie ganz aus den Augen verloren. Aber schön, dass du ihn wieder hervorgekramt hast. Vielleicht können wir ihn ja weiter reanimieren....

Liebe Grüße
Nicole

Geschrieben: 23.02.2018 23:40
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Danke Helmut, habs hinbekommen.
Hei, das ist schön geworden!! Danke Nicole fürs Posten (wenn auch schon einige Zeit her).

Geschrieben: 23.02.2018 19:54
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Hallo Anja

Auch da kann ich dir helfen:
https://nicole-oelmueller.jimdo.com
Der komplette Link klappt nicht, (wegen Umlaut) da musst du auf Hörproben gehen.

Gruß Helmut

Geschrieben: 23.02.2018 13:51
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