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Leser in diesem Thema:   1 Anonyme(r)






Aw: Nicole Oelmüller: "Steiniger Weg" (CD-Besprechung)
#6

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Liebe Nicole,

Lieferung ist angekommen, herzlichen Dank! *Kritik* kommt bestimmt, aber erstmal möcht ich es "setzen lassen".

Geschrieben: 15.11.2017 12:25
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Aw: Nicole Oelmüller: "Steiniger Weg" (CD-Besprechung)
#5

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Zitat:

Nicky schrieb:
hallo janek,
ich lass dir gerne ein exemplar zukommen. schick mir einfach deine adresse per pn. ich bastel gerade an einer homepage, wo man dann irgendwann auch die texte lesen kann und mal reinhören kann. ist aber noch in arbeit und frisst gerade etwas mehr zeit als ich habe.

alles liebe
nicole


Post!

Geschrieben: 11.11.2017 14:10
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Aw: Nicole Oelmüller: "Steiniger Weg" (CD-Besprechung)
#4

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hallo janek,
ich lass dir gerne ein exemplar zukommen. schick mir einfach deine adresse per pn. ich bastel gerade an einer homepage, wo man dann irgendwann auch die texte lesen kann und mal reinhören kann. ist aber noch in arbeit und frisst gerade etwas mehr zeit als ich habe.
qualitätsmässig ist die cd noch weit von dem entfernt, was hier einige leute aus dem forum machen. ich bin was das lieder schreiben, singen und gitarre spielen angeht noch anfänger. aber es macht mir spass und ich teil es gerne und freu mich, wenn sich andere dafür interessieren
alles liebe
nicole

Geschrieben: 31.10.2017 14:06
_________________
...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Aw: Nicole Oelmüller: "Steiniger Weg" (CD-Besprechung)
#3

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Moin -

liest sich interessant, und ich würde gern mal reinhören, find aber nix...

Geschrieben: 31.10.2017 12:00
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Aw: Nicole Oelmüller: "Steiniger Weg" (CD-Besprechung)
#2

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liebe anne,
vielen lieben dank für deine tolle kritik.
ich freue mich riesig, dass dir meine lieder gefallen haben und vor allem auch darüber, dass du dir soviel arbeit mit der cd besprechung gemacht hast.
das motiviert mich weiter zu machen
alles liebe
nicole

Geschrieben: 30.10.2017 13:29
_________________
...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Nicole Oelmüller: "Steiniger Weg" (CD-Besprechung)
#1

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“Niemals Nummer eins”? - Von wegen! Über das erste - und hoffentlich nicht einzige! - Nummer 1-Album von Nicole Oelmüller: “Steiniger Weg”

Wenn Reinhard Mey singt “Welch ein Geschenk ist ein Lied” - wie groß ist dann erst das Geschenk einer ganzen - und nicht-kommerziellen - CD? In ihrem liebevoll gestalteten Booklet mit sämtlichen Liedertexten und kleinen Entstehungsgeschichten auf “Steiniger Weg” (2017) äußert sich Nicole Oelmüller wiefolgt:

Diese CD ist unverkäuflich und für Liederfreunde gemacht, die sich für meine Texte und Lieder interessieren und über meine musikalischen Unzulänglichkeiten hinweg hören können.

Unzulänglichkeiten?! Das scheint doch etwas übertrieben, denn auch wenn es sich nicht um ein abgemischtes, hochprofessionelles Studioalbum handelt, sind die Lieder mit Tiefe sehr angenehm zu hören und können locker mit anderen CD-Aufnahmen “mithalten”. Außerdem gab es bei der Gitarrenbegleitung die Unterstützung und Ermutigung eines Vollprofis, Gerd Schinkel, bei dem sich die Künstlerin natürlich herzlich bedankt. Bescheiden wünscht sie sich, dass ihre Lieder, die ihr persönlich so wichtig sind, Gehör finden.

Doch die eigentlich ausnahmslos autobiografischen Texte über gesellschaftlich betrachtet wichtige und grundlegende Themen verdienen mehr als nur Gehör, nämlich Resonanz. Deswegen sei nun das Augenmerk auf die 16 verschiedenen, in den letzten sieben Jahren entstandenen Liedern im einzelnen gerichtet - ohne sie in eine Chronologie hineinzwängen zu wollen:

Was ihnen allen gemeinsam ist, ist die ruhige, balladenartige Vertonung. Die Texte erstrecken sich von Naturbeschreibungen und persönlichen Liebesliedern bis hin zu (über)lebenswichtigen Themen, meist anhand von Einzelschicksalen. Angefangen hat wohl alles mit dem -auf der CD vorletzten - Lied “Unsichtbar” (2010/Überarbeitung 2015), das den Entschluss nach einem Konzert des wohl größten Idols, das einen leider aber nicht wahrnimmt, eigene musikalische Spuren zu hinterlassen, unterstreicht: “Ich lerne Gitarre, Noten, Akkorde, ich bin auch mal dran. Ich werde berühmt für große Hall’n, du wirst seh’n und dann - bin ich dein Idol, dein Star, doch für dich nie unsichtbar.” Eine Entscheidung, die bewundernswert ist - ob mit zunehmender Bekanntheit allerdings sicher sein kann, dass sich unter den vielen Zuhörern auch - undabsichtlich- einmal unsichtbare befinden werden, bleibt fraglich...

Zu den ruhigen, angenehmen Naturballaden zählen sowohl “Herbstgarten” (2015) als auch “Königin im Winter” (2016), eine Liebeserklärung an die Insel Sylt, auf der nicht nur dieses Lied von Nicole Oelmüller entstand. Auch “Unbekannt verzogen” (2016) über das besondere Ereignis, eine Flaschenpost zu finden, die aber nicht an einen selbst, sondern an eine Frau gerichtet ist, die man nicht kennt, doch die ihre Familie zu verlassen haben scheint, wurde dort zeitnah festgehalten und in einem Lied verewigt - nachdem die Flaschenpost wieder zurück ins Meer geworfen wurde, wo sie eines Tages hoffentlich von der richtigen Leserin gefunden wird.

Nicole Oelmüller greift viele ernste Themen in ihren Liedern auf, Begegnungen, die sie selbst berühren und bewegen, dankbare Erinnerungen, die Aussicht auf Verbesserung. Letzteres wird wohl am stärksten in “Kleine Chance” (2014) deutlich, das ihrem “Patenkind” aus einem ehrenamtlichen Projekt für Kinder und Jugendliche aus sozial und emotional vernachlässigten Familien gewidmet ist: Während zunächst die Frage gestellt wird, wer sich um solch ein Kind mit all seinen Problemen und familiären Belastungen schert, heißt es im Schlussrefrain: “Ich will für dich da sein, ich pass auf dich auf. Nütz deine kleine Chance auf ‘nen helleren Lebenslauf.” Denn diese Chance existiert, auch wenn jeder Mensch an seinen “Narben” (2016), ob nun sichtbar, oder weil seelischer Natur, unsichtbar, erkennt, dass es im Leben einiges zu ertragen und überwinden gibt. Besondere Menschen, die einen begleiten, können eine große und langfristig anhaltende Hilfe sein, wie das rührende Dankeslied an den früheren Klassenlehrer “Herr K.” (2015) belegt: “Ob er ahnt, wie er mich prägte mit allem, was er damals tat? All die Jahre in Gedanken fragte ich nach seinem Rat.”

Wie schnell es allerdings auch geschehen kann, dass man sich plötzlich am Rande des eigenen Lebensweges wiederfindet, beschreiben die Lieder “Dunkle Stunden”(2015), “Ausgebrannt” (2016) und “Andere Welt”(2017): Ersteres beschäftigt sich mit dem Phänomen der Depression, wobei aus eigenen Erfahrungen aus ehrenamtlicher Arbeit in einem Heim für psychisch kranke Frauen geschöpft wird. Zweiteres beinhaltet das schier immer weiter verbreitete Burnout, gerade in sozialen Berufen, und ist deshalb allen Menschen gewidmet, “die gerade dabei sind, wieder ihren Weg zu finden auf der Autobahn des Lebens”, und letzteres behandelt ein Thema, mit dem sich jeder über kurz oder lang als Betroffener oder Angehöriger auseinandersetzen muss: dem Thema “Alter und Demenz”. Einerseits ist das Gedächtnis für das Hier und Jetzt verloren, andererseits existieren noch sehr frühe Erinnerungen weiter und letztlich ist dem Betroffenen doch irgendwie das Dilemma bewusst, ohne es zu wollen anderen zur Last zu fallen, was nicht selten eine Todessehnsucht mit sich zieht...

“Steiniger Weg” hat aber natürlich nicht ausschließlich ernste und düstere Themen zum Inhalt. Die wohl charmanteste Absage für das jährliche “Liedertreffen” (2015) enthält das gleichnamige Lied, das trotz der eigenen Traurigkeit darüber, einmal aus beruflichen Gründen nicht mit von der Partie sein zu können, beschwingt und positiv klingt, weil es ganz einfach die schönen Facetten des Treffens an sich beleuchtet. Zumal die “Computermaus” für den Austausch bis zum nächsten Treffen einen gewissen Trost spendet...
“Geschafft” (2015) fällt durch seine flotte Begleitung besonders auf und erscheint als eine Art “Druckventil” bei der beruflichen Neuorientierung, die ein gutes Ende nimmt (was sich im Vorfeld ja aber leider nicht voraussagen lässt). Weil das “Liebeslied” (2015) einen so persönlichen Text hat, wagt sich die Rezensentin an keine Interpretation und möchte es an dieser Stelle einfach bei dem Kommentar belassen, dass dies eine sehr schöne Ballade geworden ist.

“Niemals Nummer eins” (2015), das Resümee über das Leben als ständig Zweite, mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet, ist für jeden, der Nicole Oelmüllers CD einmal angehört hat, wohl Geschichte... Es ist ein Nummer 1-Album, und es läuft außerhalb jeglicher Konkurrenz! Schließlich gibt es eben auch wichtigeres im Leben, was das rockige “Ja, nein, vielleicht” (2014) verdeutlicht, denn manchmal ist Zeit so kostbar, was sich am ehesten erkennen lässt, wenn diese fehlt, z.B. um eine Antwort zu erhalten, auf die Frage, ob der Schwarm einen auch mag... Der Brief im Ferienlager bleibt unbeantwortet, da der Junge bei einem Unfall im See ertrinkt.

Steine - sie gehören auf unserem Lebensweg einfach dazu, ob wir uns an ihnen stoßen, darüber stolpern oder darin ein Stück Vergangenheit eines uns liebenswerten Gegenübers lesen können: “Ich wünscht ich könnte auch ein Stein in deinem Bild des Lebens sein” - Mit ihren Liedern schenkt Nicole Oelmüller ihren Zuhörern gleich mehrere Teile aus ihrem “Mosaik des Lebens” (2016).

Hut ab vor diesen Liedern, da gehen Ohren und Herz auf! Wer “Steiniger Weg” selbst nicht kennt, aber nun Interesse bekommen hat, es sich anzuhören, wendet sich am besten an die Künstlerin persönlich- er wird nicht unsichtbar bzw. ungehört bleiben.
Auf hoffentlich weitere Lieder, Begegnungen und viele kleine Mosaiksteinchen freut sich

Anne Drerup
(freie Autorin und Rezensentin beim Online-Kleinkunstmagazin “Ein Achtel Lorbeerblatt)


Geschrieben: 26.10.2017 20:47
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