Aktuell online: 11, davon Mitglieder 0 und Besucher: 11 [ Keine Mitglieder online! ]
Klicke das Banner an um zur Startseite zu gelangen
Willst Du Dich neu auf dem Liedermacher-Forum anmelden?
Liebe Besucher des Liedermacher-Forums, leider haben wir seit Mitte 2015 - also schon fast 2 Jahre! - eine sehr hohe Zahl an sogenannten Spam-Anmeldungen zu ertragen. Die Zahl der automatisiert vorgenommenen ungültigen Anmeldeversuchen ist mittlerweile so hoch, dass die Zeit, die es braucht, um die echten von den falschen Anmeldungen zu prüfen in keinem Verhältnis steht. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, die Anmeldungen / Registrierung von neuen Mitgliedern nur noch nach persönlicher Anfrage zu ermöglichen. Solltest Du also Interesse an einer Teilnahme hier auf dem Liedermacher-Forum haben, dann verwende bitte das Kontaktformular zur Registrierung. Ich melde mich dann so schnell wie möglich per Mail bei Dir. --- Webmaster migoe ---


Leser in diesem Thema:   1 Anonyme(r)




(1) 2 »


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#31

Kein Avatar
Benutzerinformationen

"Die "III" bezieht sich auf die beiden früheren Versionen"

Hallo Marc!

Da hätte ich natürlich auch selbst drauf kommen können.
Aber vielleicht bin ich es nicht, weil ich mich mit dem frühen Wader noch gar nicht richtig befasst habe.
Ja, ich gestehe, ich bin ein Spätzünder. Habe Wader tatsächlich erst 2006 mit dem "Mal angenommen"-Album für mich entdeckt. Davor kannte ich ihn zwar auch schon, aber nur wie sonst alle auch ("Ach, der mit Heute hier-morgen dort..."). Und so sind mir viele frühen Sachen von ihm noch immer verborgen geblieben.
Kenne zwar ein paar Lieder, habe aber komischerweise nicht die gleichen Empfindungen wie beim "späteren" Hannes. Liegt es vielleicht an der Stimme? Die klingt ja heute ganz anders, wärmer, tiefer. Der frühe Hannes kommt mir dagegen eher "meckerig", "schnippisch" vor. Also, da fehlen mir echt die korrekten Bezeichnungen, fällt mir gerade nichts anderes ein. Deshalb träume ich auch insgeheim noch von einem weiteren Album, auf dem er alte Sachen nochmal neu aufnimmt mit seiner heutigen Stimme. So ein Album "Neue Bekannte Teil 2", das wärs!!!
Das er in Celle einer älteren Dame eine Wunsch erfüllt hat finde ich sehr schön. Ich denke mal das lief im Hintergrund ab? (Die Wunschäusserung).Finde das nämlich schrecklich wenn sich Leute was durch Zwischenrufe wünschen. Würde ich mich aus Respekt vorm Künstler auch nicht trauen.
Aber bei einer älteren Dame bin ich natürlich auch gnädig.

Lieben Gruß an alle: Olliwutzi

Geschrieben: 25.04.2016
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#30

Benutzerinformationen
Ihr Lieben,

kleinere technische Probleme und kleinere Patzer, die Hannes sichtlich ärgerten (das Publikum nicht, im Gegenteil) sowie ein teilweise recht reserviertes Publikum machten Hannes' Auftritt in der gut besuchten Celler CD-Kaserne sicherlich nicht zu einem seiner stärksten dieser Frühjahrs-Tournee, aber ein schöner Abend war es allemal. Meine Highlights: Das Bürgerlied, Dat du min Leevsten büst als spontan vorgezogene Zugabe auf speziellen Wunsch einer älteren Dame und Trotz alledem III - nach längerer Pause wieder im Programm - als Zugabe. Leider nicht mehr im Programm: Kleine Stadt.

Im Herbst geht's weiter...!

Lieben Gruß aus Hannover!
Marc

Geschrieben: 23.04.2016
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#29

Benutzerinformationen
Hallo Olliwutzi,

Zitat:

olliwutzi schrieb:
Umso erfreuter war ich das es dann in Berlin, quasi aus dem nichts, "Trotz alledem III" gab. Weiß eigentlich jemand was die römische 3 bedeuten soll? Ich habe jedenfalls noch nirgends etwas von Trotz alledem I oder II gehört...


Die "III" bezieht sich auf die beiden früheren Versionen: Trotz alledem I wäre dementsprechend die Aufnahme auf dem Album Volkssänger (1975), Trotz alledem II die Aufnahme auf Hannes Wader singt Arbeiterlieder (1977).

Ich freue mich auf Hannes' Konzert heute Abend in Celle!

Lieben Gruß!
Marc

Geschrieben: 22.04.2016
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#28

Kein Avatar
Benutzerinformationen
Hallihallo!
Auch von mir gibt es noch einen kleinen Bericht zur Frühjahrstournee von Hannes Wader. Werde auch versuchen auf die anderen Nebenthemen, die sich in diesem Thread entwickelt haben, einzugehen. Nachdem 2015 ja mein Wader-Rekordjahr mit sagenhaften 3 Konzerten war, muss in diesem Jahr das Konzert am 20.04 in der Berliner Uni der Künste reichen. Und wie immer war es ein beeindruckendes Erlebnis.
Hannes wieder bestens gelaunt und strahlend.
Was mir auffiehl: Obwohl "Sing" ja immer noch sein aktuelles Studioalbum ist, sind doch schon wieder einige Lieder daraus verschwunden. Nun gut, es ist ja auch nicht mehr die Sing-Tournee, sondern einfach Hannes Wader live 2016.
Ausserdem hatte ich jetzt schon ein paar Jahre nichts mehr vom Album "Mal angenommen" gehört. Das ist ja immer noch mein Lieblingsalbum von Hannes, wenn es sich auch seit dem letzten Jahr ein Kopf an Kopf-Rennen mit "Sing" liefern muss. Auch auf seinem großartigen Livealbum fand kein Lied von diesem Tonträger einen Platz.
Umso erfreuter war ich das es dann in Berlin, quasi aus dem nichts, "Trotz alledem III" gab.
Weiß eigentlich jemand was die römische 3 bedeuten soll? Ich habe jedenfalls noch nirgends etwas von Trotz alledem I oder II gehört...
Das die Tickets so teuer waren hatte ich inzwischen schon wieder vergessen, es war halt nur einen kurzen Aufreger wert.
Zum Thema Konzertsäle: Da bin ich ganz unempfindlich. Ausser in der Hamburger Fabrik (anderes Thema an anderer Stelle) kann ich Hannes überall sehen. Licht aus und Vorhang auf (falls vorhanden..) und schon tauche ich ein in die Welt der Klänge und Töne. Da vergesse ich auch den Saal drumherum. Zu stehenden Ovationen kam es nur angedeutet. Hannes war mal wieder zu schnell weg. Auch dieses Thema hatten wir schon...
Ein rundum gelungener Abend.
Nächstes Jahr bin ich wieder dabei wenn es heisst:
Hannes hier-Hannes dort....

Olliwutzi

Geschrieben: 22.04.2016
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#27

Benutzerinformationen
Songs an einem Sommerabend!

Ich freue mich wieder riesig auf den wunderschönen Abend vor dem Koster Banz mit Klaus Hoffmann, Konstantin Wecker und vielen, vielen anderen wunderbaren Künstlern! (Natürlich vermisse ich schmerzlich Reinhard Mey!)

Wen von euch werde ich am Freitag, den 1.Juli in Bad Staffelstein
sehen?
Dieses Event ist für mich jedes Jahr einfach ein Muss!

Liebe Grüße!

Michaela

Geschrieben: 05.03.2016
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#26

Benutzerinformationen
Vor allem ist es eine Frage von Sprachkenntnis. Wer nicht zweisprachig aufgewachsen ist, kann eine Übersetzung eigentlich gar nicht beurteilen.
Welcher Text ist denn besser: "Good old Ed" oder "Der guade oide Franz", "C'était une bonne année je crois" oder "Ich denk' es war ein gutes Jahr", "Approche ton fauteuil du mien" oder "Rück' deinen Sessel zu mir her" (Lied zur Nacht). Und das sind Lieder, die der Autor selber übersetzt hat. Bei "Bon soir mes amis" hat Reinhard Mey es zumindest fertiggebracht, daß sich keine Zeile reimt, was im Französischen schon ein Kunststück ist.

Wer ein Faible für schlechte Übersetzungen hat, sollte sich mal Christopher und Michael anhören.

Und ein ganz besonderes Thema sind Übersetzungen, die sich um den Inhalt überhaupt nicht kümmern. An das fiktive "Moorsoldaten"-Beispiel nahe heran kommt "Komm komm, sag uns deinen Traum" (Text Frank Dostal, gesungen von Nana Mouskouri) nach der Melodie von "We shall not be moved".

Geschrieben: 03.03.2016
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#25

Benutzerinformationen
Hallo Gerd,

Zitat:

Gesch schrieb:
Das Lied hat im Originaltext eine solche Emotionalität, die mich wirklich bis ins Innerste ergriffen hatte. Daher fand ich es auch eher befremdlich, als ich die deutschsprachige Version hörte, in der Hannes von den schönen Erinnerungen an die Zeiten in seinem Ferienhaus im Elsaß singt, und in der die ganze Konfliktspannung des Originaltextes, die einen großen Teil der Emotionalität ausmacht, verloren ist.

herzlich
Gerd


Ich kannte das Original auch schon lange vor den übersetzten Versionen, und meistens kann ich mit Übersetzungen von Liedern, die ich im Original kenne, nicht viel anfangen.

"The town I loved so well" kannte ich zuerst von den Dubliners, dann von Noel McLoughlin, und erst viel später habe ich "Kleine Stadt" kennen gelernt, wo ich mich gefreut hatte, die Melodie wiederzuerkennen, aber was mit dem ursprünglichen Lied nichts zu tun hatte.

Aber ein anderes Beispiel ist "Green Fields of France / No man's Land" von Eric Bogle. Bei der Straßenmusik singe ich nach wie vor lieber das Original als die Version von Hannes Wader ("Es ist an der Zeit"), weil da aus meiner Sicht, wie Du auch sagst, mehr Emotionalität rüberkommt und weil mir Hannes' Version dieses Liedes - ich übertreibe jetzt etwas, aber im Grundgedanken ist es das, was ich meine - zu schroff, plakativ und pathetisch ist, im Vergleich zum Original, muß ich dazusagen. Wenn ich nur Hannes' Version kennen würde, würde ich das Lied eventuell als Meisterwerk ansehen, so aber bleibt immer ein Beigeschmack.

Ich bin oftmals mit den Übersetzungen, selbst wenn versucht wird, sich am Original zu orientieren, nicht einverstanden, weil, genau wie Du sagst, die (ursprünglichen) Emotionen oftmals nicht so in Worte gefasst werden, wie es im Originaltext der Fall ist.

Wieder ein anderes Lied ist "Carrickfergus", wo es auch eine relativ frei übersetzte Version von Hannes Wader ("Das Meer ist tief") gibt, und eine zwar emotionale, aber textlich eher primitive Version von "Piano has been drinking", und dazu noch andere Versionen.

Ganz schlimm fand ich allerdings die Zeit der 60/70er Jahre, als aus sehr vielen sehr guten (Folk-)Songs dann billige Schlager gemacht wurden. Oder auch aus anderen populären Songs, und sei es "You got it" von Roy Orbison, wo Juliane Werding dann ca. 20 Jahre später ein unsägliches "Du schaffst das" gemacht hat.

Gerade aus Liedern, wo Künstler Text und Musik selber schreiben, und beides aufeinander abstimmen, wirken Übersetzungen auf mich oftmals weniger gelungen, weil das Gesamtpaket nicht mehr stimmig ist.

Es gibt aber sicherlich auch genug Beispiele, wo die Übersetzung richtig gut gelungen ist, bzw. wo aus manch einfach gestricktem Text durch eine Übersetzung erst ein Lied richtig zur Entfaltung kam und emotionaler wird.

Da sind wir wieder bei Geschmack und Wahrnehmung

Viele Grüße
Georg

Geschrieben: 03.03.2016
_________________
"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#24

Benutzerinformationen
Lieber Viktor,
den feststehenden Begriff "Pick-Up-Band" kannte ich nicht - danke für den Hinweis.
Den Medley, den Du ansprichst, kenn ich nicht.
herzlich
Gerd

Geschrieben: 03.03.2016
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#23

Benutzerinformationen
Hallo alle zusammen,


Gerd, ich verstehe diese Befremdlichkeit gut, die Du in Anbetracht des Originaltextes herausstellst.
Ich persönlich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Hannes' Version vor dem Original kannte. So konnte ich aber die Melodie auch unbefangen kennen lernen und war von Anfang an begeistert und fand, dass sie mit dem Text grandios zusammenpasst. Dieses Erlebnis könnte jemand mit "Vorwissen" natürlich gar nicht haben; insofern bin ich ganz froh über meine damalige Bildungslücke.
Kennst Du das Medley vom Wader/Taylor-Album, bei sich Originalstrophen mit Hannes' Text abwechseln? Falls ja, was ist Deine Meinung? Ich persönlich empfinde es als einen interessanten Episoden-Stil von zwei verschiedenen Geschichten - aber ich bin ja auch, wie gesagt, unbefangen, hehe...

Noch eine kleine Fußnote. Ich spiele nur ungern den Besserwisser, aber bei Übersetzungen aus dem Englisch bin ich immer sehr pingelig:
"and I played in a small pick-up band" hast Du übersetzt mit: "als ich bei einem Auftritt mit einer Band über eine kleine Verstärkeranlage gespielt habe". Nun ist es aber so, dass eine "pick-up band" nichts mit dem Tonabnehmer an der Gitarre zu tun hat, sondern ein feststehender Begriff ist für eine locker zusammengewürfelte Band aus losen Verabredungen entstanden, ohne wirklich feste Mitglieder.


Reino, ich bin ja auch ein großer Freund der GEMA-Datenbank und finde die Ergebnisse Deiner Recherche sehr interessant, dass weder die deutsche noch die französische Version von Hannes eingetragen sind. Vielleicht steckt wirklich etwas Rechtliches dahinter, aber eigentlich würde ich ja denken, wenn eine Veröffentlichung auf CD kein Problem ist, sollte es gar keine Probleme geben...
Ein kleiner Hinweis übrigens: Deine vermeintlichen Links zu konkreten Suchergebnissen führen allesamt immer nur zur Suchmaske an sich.


Um noch eine kleine Anmerkung beizusteuern: Als ich "Kleine Stadt" 2005 zum ersten Mal live hörte, machte Hannes sogar ein kleines Medley mit seiner hier schon erwähnten französischen Version daraus (die damals ja noch relativ frisch war). Auf dieser Tour hingegen rundum deutscher Text, was mir persönlich besser gefällt, denn ich kann kein Französisch


Viele Grüße,
Viktor

Geschrieben: 03.03.2016
_________________
...
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#22

Benutzerinformationen
Ihr Lieben,
ich habe das Lied "The Town I Loved So Well" jahrelang in den 90ern und in den ersten Jahren nach dem Jahrtausendwechsel immer - in englischer Sprache - in der Bar auf einem Campingplatz an der französischen Atlantikküste mit meiner damaligen "Urlaubsband" - den "Elderly Brothers And Sisters", Musiker aus England, der Republik Irland, Nordirland und Schottland - , aber auch solo gespielt und gemerkt, wie emotional es für mich war, und auch für die Zuhörer, besonders aus der Republik Irland und für manche aus Nordirland.

Und ich bin auch gewarnt worden, nicht zu erwarten, dass ich mit diesem Lied den militanten nordirischen Protestanten oder ebenso Engländern damit Freude machen könnte, die der Ansicht waren, dass hinter jedem katholischen Nordiren ein IRA-Sympathisant steckt.

Das Lied hat im Originaltext eine solche Emotionalität, die mich wirklich bis ins Innerste ergriffen hatte. Daher fand ich es auch eher befremdlich, als ich die deutschsprachige Version hörte, in der Hannes von den schönen Erinnerungen an die Zeiten in seinem Ferienhaus im Elsaß singt, und in der die ganze Konfliktspannung des Originaltextes, die einen großen Teil der Emotionalität ausmacht, verloren ist.

Ich kriege dieses Gefühl nicht unterdrückt und stelle mir vor, man würde etwa auf die Melodie der "Moorsoldaten" ein fröhliches Wanderlied machen... so ähnlich jedenfalls fühlt es sich für mich an, wenn ich die deutsche Fassung von "The Town I Loved So Well" und ihre Verklärung der schönen alten Zeiten höre...

Vielleicht ist es für Euch auch nachvollziehbar...
Ich habe versucht, den Originaltext mal in Prosa zu übertragen:

The Town I Loved So Well –
ein Lied über die nordirische Stadt Derry,
die von den Protestanten und den Engländern
Londonderry genannt wurde/wird.

1
Ich werde sie in meiner Erinnerung immer vor Augen haben,
diese Stadt, die ich so sehr geliebt hab.
Dort, wo wir im Hof des Gaswerks mit dem Ball gespielt
und durch all den Rauch und Gestank hindurch gelacht haben.
Wo wir durch den Regen nach Hause gelaufen sind,
die dunkle Straße entlang, am Gefängnis vorbei,
und den Brunnen hinter uns gelassen haben.
Das waren in mancher Hinsicht glückliche Zeiten,
in dieser Stadt, die ich so sehr geliebt hab.

2
Früh morgens hat die Sirene der Textilfabrik die Frauen
aus der nahen und ferneren Umgebung zur Arbeit gerufen,
während die arbeitslosen Männer die Rolle der Mütter übernahmen,
die Kinder fütterten und danach dann den Hund trainiert haben.
Und wenn die Zeiten mal härten wurden,
und es kaum noch genug für uns gab,
haben wir es ohne zu klagen durchstanden,
denn ganz tief in uns hat ein Stolz wie Feuer gebrannt,
in dieser Stadt, die ich so sehr geliebt hab.

3
Immer hing Musik in der Luft über Derry ,
wie eine Sprache, die jeder von uns verstehen konnte.
Ich erinnere mich genau an den Tag,
an dem ich meine erste Gage bekam,
als ich bei einem Auftritt mit einer Band
über eine kleine Verstärkeranlage gespielt habe.
Da hab ich meine Jugend verbracht, und ich sag euch die Wahrheit:
Ich war traurig, als ich da weggezogen bin.
Denn dort hatte ich das Leben kennengelernt
und meine Frau gefunden,
in der Stadt, die ich so sehr geliebt hab.

4
Bei meiner Rückkehr, wie haben da meine Augen gebrannt,
als ich dann gesehen habe, wie man eine Stadt
in die Knie zwingen konnte,
durch bewaffnete Fahrzeuge und ausgebombte Kneipen
und das Tränengas, das in jedem Luftzug zu riechen war.
Nun hat die Armee auf den Hof des Gaswerks ihren Stützpunkt,
und der verdammte Stacheldraht wird höher und höher gezogen…
all ihre Panzerfahrzeuge und Gewehre,
mein Gott, was haben sie ihr angetan,
der Stadt, die ich so sehr geliebt habe.

5
Die Musik ist inzwischen Vergangenheit, aber die Leute halten durch,
mag ihr Trotz auch angekratzt sein, er ist ungebrochen.
Sie werden nichts vergessen, denn ihre Herzen
sind darauf ausgerichtet,
dass morgen schon bessere Zeiten anbrechen
und es auch wieder Frieden geben wird.
Und was gewesen ist, wird abgehakt
und was man gewonnen hat, hat man gewonnen,
und das Verlorene ist verloren und zwar für immer.
Mir bleibt, nur dafür zu beten,
dass es mal eine strahlenden Neuanfang geben wird
für die Stadt, die ich so sehr geliebt hab.


herzlich
Gerd

Geschrieben: 03.03.2016
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#21

Benutzerinformationen
Zitat:

Reino schrieb:
Es ist natürlich möglich, daß Hannes seinen Text nicht bei der GEMA melden konnte, weil er nicht die Genehmigung hatte (sowas ist auch schon Thomas Felder mit "Universal Soldier" und Schöntges/Kannmacher mit "16 tons" passiert).

Grad noch das gefundeen:
Petite Ville (K: Phil Coulter / frz. T: Wader/ V: Four Seasons Music) (auf "...und es wechseln die Zeiten", 2004). Hörprobe.
Ich wußte gar nicht, daß Hannes ins Französische übersetzt hat. Und ebenfalls nicht in der GEMA-Datenbank aufgeführt (dafür findet man "Kleine Stadt" auch unter diesem Titel, warum auch immer).

Zitat:
Sowas ist ja keine verläßliche Quelle (da stehen fast immer die Interpreten und nicht die Autoren).

QED

Geschrieben: 02.03.2016
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#20

Benutzerinformationen
Zitat:
Westwind schrieb:
Petras Information, daß Die Kröhers gemeint waren, war mir auch neu. Ich war immer davon ausgegangen, daß es Einheimische gewesen wären, die mitgesungen haben.


Für mich waren es schon die Freunde und Sangeskollegen, die gemeint waren, aber Oss schreibt ja, er und sein Bruder würden direkt angesungen. Evtl. waren sie der 'harte Kern' und es kamen halt immer wieder andere Freunde dazu, die gerade Zeit hatten und in der Gegend waren.


Zitat:
Marc schrieb:
Ich fand's recht lesenswert, dieser Schreibstil voller Pathos hatte für mich durchaus seinen Reiz. Übrigens liest Oss am 6. April in der Stadtbücherei St. Ingbert aus "Fahrende Sänger" vor.


Und noch pathetischer wird er es vortragen, ich höre es förmlich im Geiste. St. Ingbert ist von Pirmasens einen Katzensprung (oder zwei) entfernt, aber ich lebe ja inzwischen in Freiburg.
(Ich bin im Kapitel 'Meine Wende – die Schule ruft' und finde, dass es gerade etwas leichter lesbar wird. Interessant ist das Buch allemal.)

Viele Grüße von Petra

Geschrieben: 02.03.2016
_________________
Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#19

Benutzerinformationen
Zitat:

Reino schrieb:
Beschwören kann ich's nicht, weil ich auch nur die kölsche Fassung im Netz finde. Sind aber die einzigen, die in der GEMA-Datenbank genannt sind. Auch unter der Suchoption "Kleine Stadt; Interpret: Wader".


Die Höhner-Version kannte ich auch noch nicht. Aber zu F.M.Willizil - Zeiten (die beste Höhner-Zeit für meinen Geschmack) haben die Höhner ja immer noch oft wie schon zu Anfangszeiten auf irische bzw. international bekannte Melodien zurückgegriffen und kölsche Texte dazu geschrieben. Ein anderes Beispiel wäre "Zeiger an der Uhr", was "Les moulins de mon coeur" bzw. "Windmills of my mind" musikalisch entspricht.

Wie auch immer: die Höhner- und Wader-Texte unterscheiden sich komplett, jeder hat es scheinbar für sich adaptiert.

Geschrieben: 02.03.2016
_________________
"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#18

Benutzerinformationen
Zitat:

Petra schrieb:

P. S. Der Text ist von 'De Höhner'??.

Beschwören kann ich's nicht, weil ich auch nur die kölsche Fassung im Netz finde. Sind aber die einzigen, die in der GEMA-Datenbank genannt sind und zu denen ich was finde (Peter Paul Paulsen kann ich nicht zuordnen). Auch unter der Suchoption "Kleine Stadt; Interpret: Wader".

Sowas ist ja keine verläßliche Quelle (da stehen fast immer die Interpreten und nicht die Autoren).
Es ist natürlich möglich, daß Hannes seinen Text nicht bei der GEMA melden konnte, weil er nicht die Genehmigung hatte (sowas ist auch schon Thomas Felder mit "Universal Soldier" und Schöntges/Kannmacher mit "16 tons" passiert).

àÀ propos GEMA-Datenbank: Kennt jemand noch dieses Lied? Da durfte der Autor nicht seinen eigentlichen Namen verwenden.

Geschrieben: 02.03.2016
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#17

Benutzerinformationen
Hallo zusammen,

Zitat:

Helmut schrieb:
Zu Wader würde ich gerne gehen, der kommt aber nicht in den Südosten.


Am 16.04. tritt Hannes in Erding auf und am 17.04. in Simbach am Inn.

Zitat:
Reino schrieb:
Das Lied ist von Phil Coulter, der deutsche Text von "De Höhner". Wie ist der Zusammenhang mit Hein & Oss?


Oh, Wissenslücke (...dass ich die Version der Höhner nicht kannte). Hannes' (freie) Übertragung von Coulters "The Town I Loved So Well" ist 2001 auf dem Album "Wünsche" erschienen, die schönste Version ist sicherlich die auf "Mey - Wader - Wecker". Im Lied wird die "Hostellerie au Cygne" im elsässischen Wissembourg erwähnt, wo sich Hannes - ein bis drei Mal im Jahr - mit alten Freunden traf und trifft, Hein und Oss gehörten dazu.

Zitat:

Petra schrieb:
Ich lese gerade das Buch 'Fahrende Sänger' von Oss Kröher.


Ich fand's recht lesenswert, dieser Schreibstil voller Pathos hatte für mich durchaus seinen Reiz. Übrigens liest Oss am 6. April in der Stadtbücherei St. Ingbert aus "Fahrende Sänger" vor.

Lieben Gruß!
Marc

Geschrieben: 02.03.2016
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#16

Benutzerinformationen
Zitat:

Reino schrieb:
Zitat:

Marc schrieb:
"Kleine Stadt" (in Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Hein Kröher

Das Lied ist von Phil Coulter, der deutsche Text von "De Höhner". Wie ist der Zusammenhang mit Hein & Oss?


Petras Information, daß Die Kröhers gemeint waren, war mir auch neu. Ich war immer davon ausgegangen, daß es Einheimische gewesen wären, die mitgesungen haben.

Passend dazu ein paar Worte von Hannes Wader in einem Interview aus dem Jahr 2004:

Zitat:
Auf der "Wünsche"-CD singe ich "Die kleine Stadt." Die liegt konkret im Elsass kurz hinter der französischen Grenze und da treffen wir uns seit mehr als 35 Jahren, seit der Zeit des Folkfestivals auf der Burg Waldeck. Zum Beispiel die Brüder Hein und Oss Kröhner aus der Pfalz, die sind auch schon Mitte 70, treten immer noch auf. Inzwischen organisiere ich das und immer, wenn meine Tournee irgendwo im Süden endet, fahre ich da hin. Den Gasthof hat der Wirt mittlerweile an die Jungen übergeben, die vor 35 Jahren noch so klein waren, aber jetzt auch schon erwachsene Kinder haben. Es hat Zeiten gegeben, wo wir es kaum einmal im Jahr geschafft haben, uns zu treffen. Aber jetzt, wo wir alle älter werden, machen wir es öfter. Es wird auch nicht mehr so viel gesungen.


Hier der Link zum Interview:
Wader_Interview

Schön, daß manche Lieder immer wieder ins Gespräch kommen

Geschrieben: 02.03.2016
_________________
"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#15

Benutzerinformationen
Hallo,

ich lese gerade das Buch 'Fahrende Sänger' von Oss Kröher.

Darin schreibt er:

Zitat:
Im Lied von der "Kleinen Stadt" beklagt Hannes unsere Vergänglichkeit auf Deutsch und Französisch. Darin singt er uns zwei Sangesbrüder (Hein & Oss) direkt an: "...mit euren Lügengeschichten und Liedern."


Bisher wusste ich auch nicht, dass damit die Kröhers gemeint sind, aber zum Treffpunkt Wissembourg war es wahrscheinlich schon wegen seiner Nähe zu Pirmasens gekommen, wo die Zwillinge zu Hause sind/waren.

Viele Grüße von Petra

P. S. Der Text ist von 'De Höhner'?? Vielleicht stellt Wader einfach für sich mit dieser Textstelle die Verbindung zu den Kröhers her.

Geschrieben: 02.03.2016
_________________
Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#14

Benutzerinformationen
Zitat:

Marc schrieb:
"Kleine Stadt" (in Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Hein Kröher

Das Lied ist von Phil Coulter, der deutsche Text von "De Höhner". Wie ist der Zusammenhang mit Hein & Oss?

Geschrieben: 02.03.2016
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#13

Benutzerinformationen
Vielleicht muss ich meine Aussage etwas relativieren. Ich gestehe, dass mein letztes Mey-Konzert schon ein Erlebnis war, ich hätte aber nicht das Gefühl, etwas versäumt zu haben, wenn ich nicht dort gewesen wäre.

Ich komm natürlich schon ins Grübeln, warum ich so anders (etwa pervers?) bin.
Vielleicht, weil es meine Frau genau so sieht und wir uns gegenseitig bestärken. Vielleicht weil es eine Zeit gab, in der wir wegen der Kinder kaum in Konzerte gehen konnten und deshalb die Alternative Konserve schätzen lernten. Vielleicht, weil man da den Künstler näher sieht. Vielleicht sind wir -wie geschrieben- kopfgesteuert.

Vielleicht liegt es auch daran, dass wir mehr ins Kabarett als zu Liedermacher gehen. Und wenn wir uns entscheiden, ob wir zu einem Künstler gehen, dessen Programm wir schon im Fernsehen gesehen haben oder einem relativ unbekannten, dann entscheiden wir uns für den Unbekannten. Mich reizt das Unbekannte und da nehm ich auch schlimme Locations in Kauf.
Ich könnte mir nie vorstellen, das gleiche Tournee-Programm öfter anzusehen. nur um zu sehen, ob es an einem anderen Ort anders wirkt.
Zu Wader würde ich gerne gehen, der kommt aber nicht in den Südosten.

Komisch, gerade bei Gruppen mag ich die Videos nicht so. Immer dann, wenn ich in ein Gesicht hineinschauen will, wird umgeschnitten.


Geschrieben: 02.03.2016
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#12

Benutzerinformationen
Ich persönlich bevorzuge ja eher möglichst kleine Locations, wenn ich mir richtig gute Konzerterlebnisse erhoffe, jedenfalls was LiedermacherInnen oder KünstlerInnen betrifft, die alleine oder zu zweit auf der Bühne sind. Hier in Berlin gibt es z. B. das Zebrano-Theater, wo vielleicht gerade mal (wenn überhaupt) 100 Leute reinpassen, da bekommt man viel unmittelbarer mit, was auf der Bühne passiert, als wenn das ganze in einer großen Halle stattfinden würde.

Einen Hannes Wader oder einen Reinhard Mey gibt es in so kleinen Locations wahrscheinlich nicht mehr zu erleben (was die beiden vielleicht selbst bedauern, könnte ich mir vorstellen), einen Manfred Maurenbrecher, einen Sebastian Krämer oder eine Uta Köbernick aber durchaus...

Andererseits, Reinhard Mey hat mich gerade mit seiner Bühnenpräsenz bei seinem letzten Konzert im Berliner Tempodrom (wirklich keine sehr ansprechende Halle mit keiner besonders guten Akustik) zutiefst beeindruckt, und es ist sicherlich auch eine große Kunst, ein großes Publikum unter schwierigen (Hallen-)Bedindungen - alleine auf der Bühne mit seiner Gitarre - derart in seinen Bann ziehen zu können...

Geschrieben: 01.03.2016
_________________
"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#11

Benutzerinformationen
Hallo zusammen,

warum's immer Brezeln gibt? Na, weil das Salz durstig macht und das den Getränkeverkauf ankurbelt, würde ich schätzen
Wenn Du den Ort für die leckersten Brezeln kennst, Marc, kann ich zum Ausgleich direkt den für die schlechtesten hinterherliefern: Das Kieler Schloss. Ein schöner Saal, aber unter Brezeln verstehen die dort keinen weichen Laugenteig, sondern dieses harte trockene Salzstangengebäck, nur in etwas dicker . Die wollen das mit dem Durstigmachen wohl perfektionieren.

(Also für mich übertrifft das CCH die Bremer Halle 7 in puncto Atmosphäre auf jeden Fall. Es ist vielleicht kein ästhetischer Meisterbau, aber für meinen Geschmack als Ganzes deutlich einladender. Und der Saal 1 hat einen guten Sound, niedrige Bühne, bequeme Sitze...)

Helmut, Deine Aussage hat mich ebenfalls stark verwundert, dass Du aus einer "Konserve" genau so viel ziehen kannst wie aus dem "Echten". Ich würde eigentlich intuitiv behaupten wollen, dass Du etwas verpasst, aber das ist natürlich falsch gedacht, denn Dir scheint es ja nichts auszumachen...
Bei mehrköpfigen Bands kann ich die Attraktivität von Video-Aufnahmen noch am ehesten verstehen, wenn aus verschiedenen Blickwinkeln eine Abwechslung geboten wird, die man mit einem paar Augen im Konzert gar nicht aufnehmen würde. Aber da die berühmte Atmosphäre nicht konserviert werden kann, kann es für mich persönlich trotzdem im Idealfall maximal "anders gut", nie gleich gut sein.

Wir haben uns ganz schön vom eigentlichen Thema entfernt, aber wat soll's...

Viele Grüße,
Viktor

Geschrieben: 01.03.2016
_________________
...
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#10

Benutzerinformationen
Ihr Lieben,

Zitat:
Westwind schrieb:
Ich bin gerne zeitig und oftmals viel zu früh vor einem Konzert am Ort, genieße es, am Verkaufsstand zu stöbern, mir noch in Ruhe ein Getränk zu gönnen, im Foyer herumzuschlendern. Damit stimme ich mich immer schon etwas auf das Konzert ein.


Für mich gehört zur Einstimmung noch eine Brezel dazu! Warum gibt es bei Konzerten eigentlich immer Brezeln? Die leckersten kann man übrigens in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle bekommen... die nicht nur wegen der Brezeln einen Konzertbesuch wert ist...

Zitat:
Westwind schrieb:
In diesen Bau gehe ich nicht zu einem Konzert. Erst recht nicht zu Reinhard Mey. Da fahre ich dann lieber mal 100km.


Ich habe in vermeintlich hässlichen Konzertsälen auch gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel in der turnhallenähnlichen Rattenfänger-Halle in Hameln, wo ich zuletzt Reinhard Mey gesehen habe. Die Akustik war fantastisch...!

Zitat:
Westwind schrieb:
Sehr ungemütlich finde ich auch den in schwarz gehaltenen Saal des Berliner Tempodroms.


Für einen Saal der Größenordnung finde ich das Tempodrom eigentlich recht ansprechend, zumal der halbrunde Saal - ähnlich wie der Circus Krone in München oder die Tonhalle in Düsseldorf - etwas mehr Nähe schafft. Außerdem finde ich die Dachkonstruktion ziemlich beeindruckend...

Zitat:
Viktor schrieb:
Mein persönliches Negativbeispiel ist die seelenlose, metallerne, quarderförmige, schlechtbelüftete Halle 7 in Bremen, in der ich Reinhard Mey drei (?) Mal gesehen habe, bevor wir uns endgültig dazu entschieden, stattdessen lieber immer nach Hamburg zu fahren.


Hm, bietet das CCH wirklich mehr Atmosphäre?

Zitat:
Helmut schrieb (an anderer Stelle):
Interessant, was ich von euch bezüglich Konzertsäle zu lesen bekommen. Mir ist das Problem absolut neu.


Als Problem würde ich das nicht bezeichnen... Beobachtungen...

Zitat:

Helmut schrieb (an anderer Stelle):
Für mich macht es auch keinen Unterschied, ob ich das Konzert live erlebe oder zuhause vor der Glotze.


Im ernst? Die Aussage überrascht mich, zumindest von jemandem, dem Musik wichtig ist. Letztens meinte eine Bekannte, zu verreisen sei ihr nicht wichtig, sie könne genauso gut eine Reisedoku im Fernsehen ansehen. Darauf fiel mir nichts anderes ein, als: Na, wenn's wenigstens in HD ist...

Lieben Gruß!
Marc

Geschrieben: 01.03.2016
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#9

Benutzerinformationen
Hallo Marc, hallo Georg, liebe Wader-Freunde,

die Frage nach dem Konzertsaal ist wirklich ein spannendes Thema. Mir geht es da wie Euch: Es ist definitiv einer von vielen Faktoren beim Konzerterlebnis.
Mein persönliches Negativbeispiel ist die seelenlose, metallerne, quarderförmige, schlechtbelüftete Halle 7 in Bremen, in der ich Reinhard Mey drei (?) Mal gesehen habe, bevor wir uns endgültig dazu entschieden, stattdessen lieber immer nach Hamburg zu fahren.
Aber ich habe auch ein Beispiel positiver Überraschung auf Lager: Kürzlich war ich bei Bodo Wartke in der MuK Lübeck, wo momentan wegen Renovierungsarbeiten alle Veranstaltungen vom Konzertsaal ins Foyer verlegt werden (!). Die äußeren Bedingungen machten mich also vorher zunächst entsprechend skeptisch, aber letztlich war's ein toller Abend, auch wenn die Umwälzungsanlage etwas gebrummt hat und die Beleuchtung vielleicht ein bisschen merkwürdig war. Will sagen: Manche Künstler haben da vielleicht eine gewisse Resilienz.

Marcs Berichten von diesem Tourabschnitt ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Ich persönlich - vorher nichts von der Setlist wissend - war von allen drei Neuerungen total begeistert. "Kleine Stadt" und "Traumtänzer" ließen mich ganz nostalgisch an meine ersten Wader-Konzerte 2005 zurückdenken. Und "Die bessere Zeit" ist eines meiner Lieblingslieder und war für mich eine riesen Überraschung. Ich habe mich gefreut, dass in Hinblick auf die globale Herausforderung des Klimawandels sogar der "...steht auch in unserer Macht"-Refrain vorkam. Musikalisch musste ich mich in Hannes' Solo-Darbietung des Songs erst warmhören, denn ich habe die "fette" Version vom Album "Auftritt" so häufig gehört, dass meine Ohren da eine gewisse Erwartungshaltung hatten. Da wünsche ich mir glatt, dass das Lied im Herbst wieder im Set ist - auch, damit ich nochmal bei der abgefahrenen Akkordfolge auf die Finger schauen kann.

Zitat:
Marc schrieb:
(Fußnote: Liest Hannes einige Zwischentexte mittlerweile auch ab?)

Interessant, dass Du das sagst, denn so etwas Ähnliches hatte ich auch überlegt!
Meine Theorie ist, dass er Stichworte zum Entlanghangeln stehen hat, ja. Er kam manchmal ins Erzählen, blickte auf sein Display und setzte dann neu an, um zu einem markanten Element der Ansage zu kommen, beispielsweise vor "Hotel zur langen Dämmerung": "Um es kurz zu machen: Ich habe diese Nacht --- Also, das war reiner Sauerstoffmangel, dass ich da --- Naja, gut, also, ich habe es überlebt." Gehe stark davon aus, dass Sauerstoffmangel aufm Display stand, aber ist nur eine Theorie

Über was für Kleinigkeiten man sich als häufiger Konzertbesucher doch für Gedanken macht. Schön, dass wir uns hier unter Gleichgesinnten austauschen können.

Viele Grüße
Viktor

PS: Marc, die Freude war ganz auf meiner Seite. Ich melde mich die Tage noch per E-Mail

Geschrieben: 29.02.2016
_________________
...
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#8

Benutzerinformationen
Lieber Marc,

das Thema "verschiedene Konzertsäle" finde ich sehr interessant. Für mich hat während eines Konzerts weniger der jeweilige Saal als vielmehr mein Platz darin (vorne, hinten) sowie das Publikum Einfluß auf meinen Musikgenuß - während des Konzerts wohlgemerkt. Je weiter vorne ich sitze, desto besser, weil ich den Musikern auch immer gerne auf die Finger schaue. Aber zu einem Konzert gehört für mich neben der eigentlichen Musik und Darbietung auch das gesamte Ambiente, und da gibt es Säle und Veranstaltungsorte, die ich meide, und welche, wo ich mich richtig wohl fühle. Ich bin gerne zeitig und oftmals viel zu früh vor einem Konzert am Ort, genieße es, am Verkaufsstand zu stöbern, mir noch in Ruhe ein Getränk zu gönnen, im Foyer herumzuschlendern. Damit stimme ich mich immer schon etwas auf das Konzert ein.

Wenn ich dann im Saal weiter hinten sitze, kann es schon sein, daß bis zu Konzertbeginn die Umgebung meine Stimmung beeinflusst, so daß ich mich sauwohl fühle oder mir der Saal eben doch nicht so gefällt.

Ich ziehe mal ein paar Vergleiche anhand von Reinhard Mey Konzerten: In Düsseldorf kam er früher immer in die Tonhalle, wo auch viele andere Konzerte stattfanden, die mit interessierten.
Das Foyer im Erdgeschoss fand ich irgendwie immer ungemütlich, der Konzertsaal befindet sich über dem Foyer. Aber als ich mal innerhalb eines Monats dort zu drei oder vier Konzerten war, habe ich ihn fast als mein zweites Wohnzimmer angesehen. Den Saal fand ich sehr gemütlich, und trotz der Größe wirkte er auf mich, vielleicht aufgrund des Rundbaus wie z.B. im Circus Krone, wo es auch Publikumsplätze hinter der Bühne gibt, immer sehr überschaubar.

Den Dresdener Kulturpalast in Kastenform fand ich auch immer klasse, obwohl es da Sitzplätze gab, schräg hinter der Tontechnik zum Beispiel, die für mich unzumutbar gewesen wären. Ob es nun am Saal oder an der Mentalität des Publikums lag, kann ich nicht sagen, aber ich hatte immer den Eindruck, daß das Publikum in Dresden wesentlich verhaltener, wenn nicht sogar gehemmter war. Natürlich könnte ich auch sagen konzentrierter und bedächtiger. Standing Ovations für Reinhard Mey sind hier in Dresden nicht selbstverständlich und habe ich bisher glaube ich erst einmal erlebt.

Dieses Phänomen - ein verhalteneres Publikum - habe ich wesentlich extremer bei Dubliners- und Chris de Burgh-Konzerten beobachten können, wo ich auch entsprechende Vergleiche ziehen konnte, wobei ich da natürlich sagen muß, daß aufgrund der oftmals fehlenden Englischkenntnisse der ältere Teil des Publikums in Dresden die Texte eben oftmals nicht verstehen konnte.

Aber zurück zum Einfluß der Säle auf meinen Konzertgenuß: Die Messehalle in Dresden, die seit dem Umbau des Kulturpalastes auch von vielen Unterhaltungskünstlern oder eben Liedermachern
gebucht wird, boykottiere ich konsequent, so wie auch Herman van Veen es macht, der nach der damaligen Schließung des Kulturpalastes nicht in die Messehalle umziehen wollte und seitdem nicht mehr in Dresden gespielt hat. Reinhard Mey und Bodo Wartke mit "Swingende Notwendigkeit" gastierten dort. In diesen Bau gehe ich nicht zu einem Konzert. Erst recht nicht zu Reinhard Mey. Da fahre ich dann lieber mal 100km.

Sehr ungemütlich finde ich auch den in schwarz gehaltenen Saal des Berliner Tempodroms. Das wirkt alles kalt und steril. Ich war irgendwann Anfang oder Mitte der "Nuller Jahre" mal dort zu einem RM-Konzert, war glaube ich sogar ein Tour-Abschluß-Konzert, und ich saß ziemlich weit hinten oben. Das Konzert war in Ordnung, aber nicht so überwältigend, daß ich dort noch mal unbedingt hinmüßte, wenn ich RM während der Tour schon woanders gesehen habe.

Auf die Nuancen bei der Stimmung im Publikum in den verschiedenen Sälen achte ich nicht bewußt, da müssen mir manche Begebenheiten wie oben erwähnt schon deutlich auffallen, um da Unterschiede festmachen zu können. Zumal die eigene Wahrnehmung natürlich auch jeweils von der eigenen Stimmung abhängig sein kann. Wenn neben oder vor mir ständig gequatscht oder mit Bonbonpapier geraschelt wird, oder vor mir im abgedunkelten Saal manche Leute ständig mit ihren Smartphones Photos machen, so daß mich das helle Display ablenkt, dann kann es schon passieren, daß mir das gesamte Konzert weniger gefällt und ich diese Stimmung auch auf das Gesamtpublikum projiziere.

Bei Hannes Wader fällt mir noch ein, daß ich - auch Anfang der Nuller Jahre - mal in Mönchengladbach zu einem Konzert war in der Kaiser-Friedrich-Halle. Ich saß auf der Empore ziemlich weit hinten, habe unten aber noch sehr viele freie Plätze gesehen. Es war damals "mein" erstes Konzert von Hannes, so daß ich Stimmungen im Publikum nicht wirklich deuten konnte. Es war sehr ruhig in der großen Halle und aus meiner Sicht sprang der Funke nicht über. Ganz anders habe ich das hier in Dresden vor 2 Jahren erlebt, wo ich in der ersten Reihe saß und wo der (kleinere) Saal voll war. War letztendlich aber auch nur meine Wahrnehmung.

Soviel für heute von meinen Erlebnissen

Viele Grüße
Georg

Geschrieben: 27.02.2016
_________________
"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#7

Benutzerinformationen
Ihr Lieben,

Setlist in der gut besuchten Bremer Glocke wie gehabt, Hannes bei sehr guter Stimme (Fußnote: Liest Hannes einige Zwischentexte mittlerweile auch ab?).

Für mich immer wieder spannend zu beobachten: Wie unterschiedlich Publikümmer (?) doch sein können. In Bremen empfand ich es bemerkenswert enthusiastisch und jung (das heißt studentisch oder jedenfalls noch lange nicht ergraut). Im Vergleich dazu: In Hildesheim oder Göttingen (beides immerhin Uni-Städte!) fällt mir bei diversen Liedermacher-Konzerten (Wader, Wecker,...) immer wieder auf, wie klein der Anteil dieser jüngeren Konzertgänger ist. Wie kommt das?

Was ich auch immer wieder erstaunt feststelle: Wie viel Einfluss - für mich - der Konzertsaal auf das Konzert nimmt. Klar, wenn das Saallicht erlischt, vergisst man schnell die karge Stadthalle aus den 70er Jahren, in der man gerade sitzt, aber: Ob man in einem kuscheligen Theater wie dem Aegi in Hannover sitzt, einem ehrwürdigen Konzertbau mit guter Akustik wie der Glocke in Bremen oder einem muffig riechenden Audimax wie in Hildesheim, in dem am Morgen noch Klausuren geschrieben worden sind - das nimmt für mich doch großen Einfluss auf das "Erlebnis Konzertbesuch". Geht's Euch ähnlich?

Schönes Wochenende!
Marc

PS: Schön, Dir in Bremen mal wieder begegnet zu sein, Viktor!

Geschrieben: 27.02.2016
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#6

Benutzerinformationen
Ihr Lieben,

gelungener Tourneestart im ausverkauften Audimax in Hildesheim am 23. September 2016 - ein kurzer Rückblick: Neben zahlreichen Liedern, die auch auf dem aktuellen Live-Album "Hannes Wader Live" zu finden sind, hatte Hannes zu meiner großen Freude erneut "Schau, wie die Nacht" von Bellman und "Les copains d'abord" von Georges Brassens im französischen Original im Programm. Vom Album "Nicht nur ich allein" (1983) sang er - zu meiner großen Überraschung - "Die bessere Zeit". Ebenfalls neu im Programm (im Vergleich zur Herbsttournee 2015): "Kleine Stadt" (in Erinnerung an den kürzlich verstorbenen Hein Kröher - das ging mir sehr nahe...) und - sehr energisch! - "Traumtänzer".

Standing Ovations und lang anhaltender Applaus nach der letzten Zugabe ("Sag mir, wo die Blumen sind") - schön war's! Freitag geht's für mich in Bremen weiter...

Lieben Gruß!
Marc

Geschrieben: 24.02.2016
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#5

Kein Avatar
Benutzerinformationen
Ebenfalls Hallo, ihr zwei!

Danke für eure Ausführungen.
Eventim ist mir schon ein Begriff, ist mir auch schon öfters aufgefallen.
Gab auch mal einen interessanten Bericht auf Deutschlandfunk oder DeutschlandradioKultur (die beiden verwechsel ich leider immer, habe leider auch keinen link dahin).
Der Film ist denn auch super gemacht und hat mich auch nicht überrascht. Die üblichen Verschleierungstaktiken und Firmengeflechte, nichts genaues weiß man nicht, gepaart mit einer ausgeprägten Nicht-Auskunftsfreude...alles schon erlebt und gehört, auch in anderen Bereichen.
Aber immerhin: Verbraucherschützer und Bundeskartellamt sind dran, das Ergebnis bleibt abzuwarten. Und wohltuend zu sehen, dass es auch noch andere Methoden und Meinungen gibt (Z.B.Clueso und Berthold Seliger, Konzertagent).
Ob nun aber Eventim beim Hannes-Konzert in Berlin die Finger drin hat kann ich nicht sagen, will ja auch nichts falsches behaupten. Mein Kumpel in Berlin hat die Karten direkt an der Kasse der Uni der Künste gekauft, und die hatt nur an vier Tagen in der Woche für drei Stunden geöffnet. Also kein Online-Verkauf und auch keine "offizielle" Vorverkaufsstelle, und trotzdem ein so hoher Preis.
Letztenendes muss man sich halt immer wieder selber fragen: Will man das noch bezahlen, soll man lieber verzichten? Echt schwierig das ganze, wenn man denn nun mal Fan ist.
Immerhin gibt es bei Hannes noch keine VIP-Karten oder Premium-Gedöns oder "Meet & greet" und allerlei mehr, von dem ich bei anderen Künstlern schon hörte. Wer auf sowas reinfällt ist selber Schuld. Seinen "Star" trifft man entweder beim Einkaufen oder an der Bushaltestelle, also durch Zufall. Aber bestimmt nicht durch einen gekauften Backstagezutritt, oder so.
Und ein positives Beispiel sei auch noch von mir erwähnt, auch wenn man denken möchte ich mache Schleichwerbung:
Für das Dritte Wahl-Konzert am 05.12. in Lübeck zahle ich nur 15 Euro, und da ist auch noch eine tolle Vorband dabei.
Und wer mir jetzt sagen will, man könne doch eine völlig unbekannte Band nicht mit Hannes Wader vergleichen, dem antworte ich:
Auch diese Band lebt von der Musik und muss irgendwie klarkommen. Aber auch nach über 26 Jahren "on the road" kalkulieren die immer noch so knapp, dass es sich nun wirklich jeder leisten kann.
Hoffe nur, das ich nicht missverstanden werde.
Wegen mir sollte jeder gutes Geld verdienen.
Von der Ticketverkäuferin als erstes Glied in der Kette bis zur Putzfrau, die hinterher wieder den Saal zum blitzen bringt.
Aber kein Geld für irgendwelche Konzerne mit "Phantasiegebühren" und
monopolartigem Geschäftsgebaren!

Gruß vom Olli

Geschrieben: 27.10.2015
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#4

Benutzerinformationen
Hallo Ihr zwei,

ja, das mit den Ticketpreisen ist so eine Sache. Diese Schwankungen finde ich irgendwie sehr spannend - als häufiger Konzertbesucher beobachtet man das Ganze ja immer unfreiwillig. Eines Tages werde ich wohl das von Dir angesprochene Buch mal lesen, Marc (Du hattest es zuvor schon einmal in einem Thread erwähnt, glaube ich) und danach vielleicht schlauer sein

Zitat:

olliwutzi schrieb:
Wer bestimmt nochmal die Preise?
Der örtliche Veranstalter, die Halle (Universität der Künste)?

Ich denke, das ist immer der örtliche Veranstalter (was manchmal allerdings auch dieselbe Firma sein kann wie die Halle selbst), in Berlin also die New Berlin Konzerte & Events GmbH. Aber der muss sicherlich eine große Zahl an Faktoren berücksichtigen, etwa auch wieder die Miete für die Halle. Und bei alledem sind die von Marc erwähnten "Ticketing"-Gebühren ja noch gar nicht drin. Der Grundpreis soll in Berlin z.B. in der besten Kategorie 38,00 € betragen und nach Vorverkaufs- und CTS-Gebühr sind das bei koka36 dann schon 44,50 € und bei Eventim noch ein Euro mehr.

Für Hannes Wader in der besten Platzkategorie dürfte das meiste, was wir pro Karte in den letzten Jahren zahlen mussten, auch um die 45 Euro gewesen sein, nämlich diesen Sommer in Bad Zwischenahn. Und das geringste (wenn man mal nicht mehr als fünf Jahre zurückgeht) 27,50 Euro (genau 25 Euro + 10% Vorverkaufsgebühr, kein Cent mehr) in Stadthagen 2013 - das war an gar kein großes Ticketsystem angeschlossen.

Zitat:

Marc schrieb:
Im Zusammenhang mit Ticketpreisen wird vor allem und immer wieder - musikgenreübergreifend - Eventim heftigst kritisiert

Oh ja, vor einer Weile habe ich diesen Beitrag vom ZDF gesehen, in dem Eventim auch gründlich auf den Zahl gefühlt wird. AC/DC Fans (?) erzählen da von mir zuvor noch unbekannten Abzock-Möglichkeiten von erzwungenem Premium-Versand. Der Autor von "Das Geschäft mit der Musik" kam gegen Ende auch zu Wort, wenn ich mich recht erinnere...

Zum eigentlichen Thema: Die Frühjahrs-Tourdaten gefallen mir, denn Norddeutschland ist mal wieder gut versorgt. In Bremen werde ich auf jeden Fall dabei sein. Lübeck und Lüneburg wären auch erreichbar, aber man will ja nicht übertreiben

Viele Grüße
Viktor

Geschrieben: 26.10.2015
_________________
...
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#3

Benutzerinformationen
Hallo Olliwutzi,

Zitat:

olliwutzi schrieb:
Wer bestimmt nochmal die Preise?


Im Zusammenhang mit Ticketpreisen wird vor allem und immer wieder - musikgenreübergreifend - Eventim heftigst kritisiert (wer tiefer in die Materie eintauchen möchte, dem empfehle ich die Lektüre von Berthold Seligers Buch "Das Geschäft mit der Musik - Ein Insiderbericht"). Manche Künstler (oder besser gesagt Konzertagenturen) - darunter Reinhard Mey oder auch Bodo Wartke - versuchen daher mittlerweile, ihre Tickets ganz oder zumindest teilweise über alternative Anbieter zu vertreiben.

Lieben Gruß!
Marc

Geschrieben: 25.10.2015
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
Drucke Melden


Aw: Konzerte Frühjahr 2016
#2

Kein Avatar
Benutzerinformationen
Bin in Berlin dabei mit ein paar lieben Menschen die da wohnen.
Aber die Karten sind ganz schön teuer!
Wer bestimmt nochmal die Preise?
Der örtliche Veranstalter, die Halle (Universität der Künste)?
Bitte nicht falsch verstehen!
Ich bin immer bereit für gute Qualität gutes Geld zu zahlen.
Aber ein Unterschied von rund 8 Euro zu den letzten von mir besuchten Konzerten verursacht bei mir schon ein bischen Unbehagen...
Oder liegt es daran, dass Berlin arm aber sexy ist?

Mit Gruß: Olliwutzi

Geschrieben: 24.10.2015
Drucke Melden








[Erweiterte Suche]



Login

Mitgliedsname:

Passwort:

Autologin

Passwort vergessen?

Registrieren

Weitere Optionen...
Was gibts Neues?
  H  W  M 
Forenbeiträge323156
Heute · Woche · Monat
cms: xoops | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss