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Leser in diesem Thema:   1 Anonyme(r)




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Aw: Ein Gedicht
#44

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In Ordnung, ich überlasse den Anfang einer Person, die nicht unweigerlich vom Luft-Verkehr redet und bei Vögeln an so fliegende Dinger mit Federn denkt...

Geschrieben: 17.06.2015
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...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Aw: Ein Gedicht
#43

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Zitat:
Beim Dialog ist die Sache eindeutig (oder zweideutig?)


Verehrtes Clemensken,

für Zweideutiges bist du doch unser erster Ansprechparter?


Geschrieben: 17.06.2015
_________________
Ich habe eine Lösung, aber sie passt nicht zum Problem...

I kiss better than I cook
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Aw: Ein Gedicht
#42

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Zitat:
Aber wenn man vorher nicht weiß, wer sich beteiligt, müsste etwa klar sein wie es ablaufen soll. Einer fängt an und wer gerade Lust und einen witzigen Einfall hat macht weiter?


Ja, so in der Art. Aber das Versmaß und Reimschema des Beginners sollte eingehalten werden-sonst wird es unharmonisch. Und man sollte in etwa erkennen und auch einhalten, wohin die Reise geht.

Sag ich mal so...

Geschrieben: 17.06.2015
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Ich habe eine Lösung, aber sie passt nicht zum Problem...

I kiss better than I cook
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Aw: Ein Gedicht
#41

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Zitat:
amori schrieb:
Ich hätte mal eine Idee für euch - ein Gemeinschaftsgedicht.


Liebstes aller Nettekinder!

Wieso bitte Euch? - Raushalten gibt es nicht

Beim Dialog ist die Sache eindeutig (oder zweideutig?) . Aber wenn man vorher nicht weiß, wer sich beteiligt, müsste etwa klar sein wie es ablaufen soll.
Einer fängt an und wer gerade Lust und einen witzigen Einfall hat macht weiter? Trifft das Deine Vorstellung?


Geschrieben: 17.06.2015
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...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Aw: Ein Gedicht
#40

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Ich hätte mal eine Idee für euch - ein Gemeinschaftsgedicht. Ich fand da was in meinem Archiv. Eine spontan "ermailte" Koproduktion amori/Zodiac.

Ich hoffe, ich krieg keinen Ärger, von wegen Copyright

Also:

Ranunkeln

A: es blühen die ranunkeln im hellen und im dunkeln
der märz der märz
stiehlt sich ins herz
lass uns ein wenig schunkeln

Z:Doch warte ab, wenn erst im Mai
Uns blühen die Trombonen
Dann fliegen wir auf der Schalmei
Gen West, wo Irre wohnen

A: dann sind wir bunt, dann sind wir frei
und tanzen wilde reigen
das leben ist dann einerlei
wenn sich die tulpen neigen

Z: „Literati – Literata“
Wars, was wir nächtens sangen
Und weit und breit war niemand da
Uns wieder einzufangen-

A: ...und die runenschrift zu deuten
die sich in spiralen dreht
die eingeritzt auf unsren häuten
im märzenbecherduft verweht

Na, dann....legt mal los!

Geschrieben: 17.06.2015
_________________
Ich habe eine Lösung, aber sie passt nicht zum Problem...

I kiss better than I cook
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Aw: amori rex gedichte
#39

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Zitat:
Habe letztens im Laden überlegt ob ich mir einen Gedichtband von Rilke zulegen sollte. War eine Gesamtausgabe - ob sich das lohnt?


Aber Hallo! Natürlich lohnt sich Rilke. Unbedingt. Und Celan.

Geschrieben: 17.06.2015
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Ich habe eine Lösung, aber sie passt nicht zum Problem...

I kiss better than I cook
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Aw: amori rex gedichte
#38

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Zitat:

Bardou schrieb:
... seis drum - beleben ist alles!


so ist es! ist doch schön, dass man hier wieder mehr zu lesen bekommt. Habe letztens im Laden überlegt ob ich mir einen Gedichtband von Rilke zulegen sollte. War eine Gesamtausgabe - ob sich das lohnt?
Kenne Rilke nicht wirklich außer einigen Sachen wie z.b. die Lieder vom Club der Toten Dichter

Geschrieben: 17.06.2015
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Aw: amori rex gedichte
#37

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...ich hatte zufällig die alten Zeilen von Amori und Rex gelesen und mich mal kurz inspirieren lassen... mir fiel erst später auf, dass das Jahre zurückliegt... seis drum - beleben ist alles!

Geschrieben: 17.06.2015
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Aw: Schwarzes Hemd
#36

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Danke Bardou

Die "gestutzte Eiche" hatte ich schon mal hier veröffentlicht. Eigentlich wollte ich den Beitrag wieder löschen. Das hat aber nicht funktioniert. Egal, dann lasse ich es stehn.

Wenigstens ist das Forum wieder belebt worden und Bardou hat gleich mal ein Gedicht reingestellt.

Noch'n Gedicht? Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

Liebe Grüße, Marianne

Geschrieben: 17.06.2015
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At the risk of offending an atheist: God bless you.

Leonard Cohen
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Schwarzes Hemd
#35

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Der Mann im schwarzen Hemd
war mit noch fremd,
steht nur so da und schaut,
bewegt sich und erregt mich
ohne einen Laut.

ich ließ es zu,
mich zu berühren,
mit leichter Hand,
mich zu verführen,
streck mich entgegen.

Willenlos gewollt,
leg ich mich dichter an ihn dran,
der schwarze Mann
beginnt sein Spiel aus Lust,
als hätte ich`s gewusst,
teil ich mit jedem Atemzug
sein auf und ab und hin und her,
wir atmen schwer.

Nur jetzt nicht stoppen,
mach mit mir,
was du dir denkst, und lenkst
berührend meine Hand
in kraus - schwarz - tiefes Wunderland.

Wie ich mich sehne jederzeit
zu aufgewühlter Zärtlichkeit
bereit im Sturm zu brechen
dich über mich gebeugt
zu fühlen, spüren
eins zu werden, - wir

um kurz nach vier
sinkt meine Sonne,
du bist fort,
verschwunden,
ohne jedes Wort.

Fehlt` dir das Licht
du Schatten meiner selbst,
gäb es dich nicht!
Ich will dich hell erleuchten.

M.W.




Geschrieben: 17.06.2015
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Aw: Ein Gedicht
#34

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Mal wieder ein Gedicht.

Dieses ist mir heute begegnet und auch ich bin immer wieder (trotz allem) verliebt in die verrückte Welt:

Zitat:
Gestutzte Eiche


Wie haben sie dich, Baum, verschnitten
Wie stehst du fremd und sonderbar!
Wie hast du hundertmal gelitten,
Bis nichts in dir als Trotz und Wille war!
Ich bin wie du, mit dem verschnittnen,
Gequälten Leben brach ich nicht
Und tauche täglich aus durchlittnen
Roheiten neu die Stirn ins Licht.
Was in mir weich und zart gewesen,
Hat mir die Welt zu Tod gehöhnt,
Doch unzerstörbar ist mein Wesen,
Ich bin zufrieden, bin versöhnt,
Geduldig neue Blätter treib ich
Aus Ästen hundertmal zerspellt,
Und allem Weh zu Trotze bleib ich
Verliebt in die verrückte Welt.


Hermann Hesse, Juli 1919

Geschrieben: 16.06.2015
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Leonard Cohen
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Aw: Ein Gedicht
#33

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Mal wieder ein Gedicht von Emerenz Meier (1874 - 1928), der Dichterin aus dem Bayerischen Wald, die nach Amerika auswanderte und aus wirtschaftlicher Not später nicht mehr dichten konnte.

Das Gedicht kam wohl von Herzen:
Zitat:

Geld

Ich wünsche denen, die ich liebe, Geld
Vor allen andern Gütern dieser Welt.
Denn wer keins hat, dem bleiben auch die andern
stets fern, und mag er sich zu Tode wandern. -
Es hält dir Freunde und Geliebte treu
Und macht dich schaffensfroh und wahr und frei.
Der Schlüssel ist's, ins Leben einzudringen,
Das Seil, sich dran emporzuschwingen.

Die Armut ist ein bodenloser Sumpf,
Wer drein versenkt, er müht sich, bis er stumpf
Ein Wurm nur mehr, kriecht seinen schmalen Steg,
Und kaum ein Schaf springt über ihn hinweg,
Das ihm nicht blökend zu verspüren gäbe,
Welch eine Kraft in seinen Beinen lebe.

Da sagen sie mit tugendspitzem Mund,
Der Reichtum mache niemand glücklich und
Was Gold ist, wird den Weg zur Münze finden. -
Sie mögen doch erst selbst als Wurm sich winden
Und unter Tritten um Erlösung beten,
Bis man wie mich sie vollends totgetreten!


Liebe Grüße, Marianne

Geschrieben: 16.05.2013
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Re: Ein Gedicht
#32

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Jawoll!!!!
(Na siehste ,geht doch!)

LG
Annette

Geschrieben: 16.11.2008
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Ich habe eine Lösung, aber sie passt nicht zum Problem...

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Re: Ein Gedicht
#31

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Hallo ihr zwei

hab ein bissel gebastelt und die 3. Strophe "neu erfunden". Denke, jetzt passt es besser zusammen.Diese 2 öminösen Zeilen allerdings sind und bleiben etwas schwierig. Aber wer an den Tantiemen beteiligt werden will... guckt mal rauf:

....

Seh dich steh´n im schwarzem Hemd
das kenn ich doch – was treibst du Kopf?
Öffnest einfach einen Knopf?
und, was siehst du? viel krauses Haar?
- oh jaaa!


Bald schon wirst du weitergehen,
Gern hätte ich noch mehr gesehen.
Pirsche dichter mich heran,
damit ich besser gucken kann,
- oh Mann!


usw.

LG
Rex2005

Geschrieben: 16.11.2008
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Re: Ein Gedicht
#30

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oh siegrun,

lass dich nicht irritieren!
es ist und bleibt dein gedicht!

aber sollte es ein hit werden, is ja wohl klar, dass die tantiemen aufgeteilt werden!
clemens und ich sind ja nicht zum spaß hier...


liebe grüße
annette

Geschrieben: 03.11.2008
_________________
Ich habe eine Lösung, aber sie passt nicht zum Problem...

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Re: Ein Gedicht
#29

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Mensch mensch mensch! , wenn man mal 5 Minuten nicht online ist ....

Aber gut, da ich eh grad von einem nächtlichen Ausflug zurück bin und nicht ratzen kann, kann ich mir auch einen Kopf um die Holperstolperstellen machen. Wollte ich eigentlich auf die lange Bank schieben ....

Zitat:
Amori schrieb:
sind verändert meine Sinne.

ja, nee. Würde ich schon so lassen wollen. Vielleicht mit Satzzeichen, damit es klarer wird.
an und dann – glaub, dass ich spinne!
Wie verändert meine Sinne!


Zitat:
Clemens schrieb:
Was siehst Du? Kräuselt Haar sich da? - oh jaaah!

diese Variante würde ich Anettes vorziehen. Eventuell :
Was siehst Du? Kräuselt etwa Haar sich da? - oh jaaah! ???

Die 3. Strophe könnte man weglassen oder den anderen Strophen anpassen, muss dazu mein anderes Ich befragen

Auf jeden Fall Danke euch beiden für eure Vorschläge!

@Anette
Das diese Chose singbar ist, glaube ich aber doch nicht. War auch gar nicht so gedacht. Aber sollte es ein Hit werden, dann .. ja dann!!!!

LG
Rex2005

Geschrieben: 03.11.2008
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Re: Ein Gedicht
#28

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na siehst du siegrun,

sag ich doch: dat ding is jut!
und während "die liebreizende" nur schwafelt, gibt unser haus-und hofdichter wenigstens handfeste tipps!

ich würde auch nur kleinigkeiten ändern:

Fantasie

Seh dich wieder aus der Ferne
wie schon so oft. Ich seh dich gerne
an und dann – glaub, dass ich spinne
sind verändert meine Sinne.

Seh dich steh´n im schwarzem Hemd
das kenn ich doch – was treibst du Kopf?
Öffnest einfach einen Knopf?
Und Was siehst du? Kräuselt sich da
Haar - oh jaaa!


Meine Augen leuchten heller
Mit den Fingern werd ich schneller
Deine Haut – ist die wohl braun?
Das Hemd ist auf! Mein Blick nun kecker
- lecker !

Weiter will ich gar nicht denken
Doch die Hände lenken
ohne dass ich´s je gewollt
ganz von allein sich eine Bahn
- im Wahn.

Hör´ dich meinen Namen rufen
Ist mir ganz und gar nicht recht!
werd nun auch noch dunkelrot
Was hilft mir jetzt in meiner Not?
Was ging mir da bloß durch den Sinn?
Nur Gespinn!?

den dritten vers habe ich nicht verstanden und kurzerhand gestrichen-mir fehlt er nicht

jetzt würde ich mir noch einen von den jungs mit den klampfen wünschen, der dieses freche teil mal eben zur passenden musik singt. das ungleichmäßige versmaß ist doch eine herausforderung!

liebe grüße
annette

Geschrieben: 02.11.2008
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Re: Ein Gedicht
#27

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Hallo Siegrun,
Auch von mir noch einmal ein lobender Schubs.
Die Sünde war es wert ausgekramt zu werden. Ich lese sehr gern und sehr viele Gedichte.
Deines hat mir besonders viel Spaß gemacht. Ich mag der sehr hoch geschätzten und liebreizenden Annette nur ungern widersprechen, aber ich fürchte es wird nach Änderung für Dich beim Gefühl des "Verschlimmbesserns" bleiben.
Dieses Gedicht berührt mich so angenehm spaßig, weil es so hingeschrieben ist, wie es aus Dir herausdrängte. Ich hab das Gefühl, da hat Dich Deine forsche Art ein bisserl selbst überfahren. Das Gesamtbild hat soviel Reiz, dass es mich die Stolperstellen gelassen hinnehmen lässt.

Ein Beispiel:
Zitat:
Was siehst du? Kräuselt sich da Haar? - oh jaaa!


Mit einer kleinen Umstellung wäre der "Unreim" "Haar - Ja" zu retuschieren.

Was siehst Du? Kräuselt Haar sich da? - oh jaaah!

Nun lies beide Zeilen laut für Dich. OK, die geänderte reimt sich,
Aber ist es noch Deine? Oder kommt das zu "gekünstelt" daher?

Herzliche Grüße von Clemens

Geschrieben: 02.11.2008
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Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Re: Ein Gedicht
#26

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Am schwarzen Hemd darf es nicht scheitern !

Gib alles !

LG
Annette

Geschrieben: 30.10.2008
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Re: Ein Gedicht
#25

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Hallo Anette

Danke für die Blumen! Tja, das mit dem Holpern ist so eine Sache, beginnt ja immer dann, wenn ganz einfach die handwerklichen Fähigkeiten fehlen. Das "Werk" ist vor ungefähr 3 Jahren aus einer Laune heraus entstanden, da hatte ich so eine Phase mit wirren Gedanken , die sich relativ leicht und schnell in Reime fassen liessen. Als die Phase vorbei war, waren auch Ideen und Reime weg und seitdem vertreibe ich mir die Zeit hier im Forum oder Chat . Kann auch nicht gerade behaupten, dass Verslein schreiben zu meinen Hobbys gehört, daher ist das mit dem Drübergehen auch so eine Sache. Alle Möglichen Varianten, die ich "damals" probiert habe, gingen eher in Richtung Verschlimmbesserung. Vielleicht sollte ich damit warten, bis mir dieser Typ im schwarzen Hemd nochmal erscheint? (Ist wirklich ein leckeres Kerlchen)

LG
Rex2005

Geschrieben: 30.10.2008
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Re: Ein Gedicht
#24

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Manno Siegrun-

das muss ich doch wieder nach oben schubsen!
Ganz klasse gemacht!

Das Reimschema ist originell und das Thema witzig umgesetzt.
An ein, zwei Stellen holperts etwas.

Würde es sich nicht lohnen, da noch mal drüberzugehen?
Wäre echt schade drum, wenn du es wieder versenkst!



Liebe Grüße
Annette

Geschrieben: 30.10.2008
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Re: Ein Gedicht
#23

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hab Schubladen nach Sünden durchkramt

Fantasie

Seh dich wieder aus der Ferne
wie schon so oft. Ich seh dich gerne
an und dann – glaub, dass ich spinne
wie verändert meine Sinne.

Seh dich steh´n im schwarzem Hemd
das kenn ich doch – was treibst du Kopf?
Öffnest einfach einen Knopf?
Was siehst du? Kräuselt sich da Haar?
- oh jaaa!

Wie soll das denn jetzt weiter gehn?
Bleibst doch sicherlich nicht stehn.
Doch bevor du mich erblickst
Ist der zweite aufgeschnippst

Meine Augen leuchten heller
Mit den Fingern werd ich schneller
Deine Haut – ist die wohl braun?
Das Hemd ist auf! Mein Blick nun kecker
- lecker !

Weiter will ich gar nicht denken
Doch die Hände lenken
ohne dass ich´s je gewollt
ganz von allein sich eine Bahn
- im Wahn.

Hör´ dich meinen Namen rufen
Ist mir ganz und gar nicht recht!
werd nun auch noch dunkelrot
Was hilft mir jetzt in meiner Not?
Was ging mir da bloß durch den Sinn?
Nur Gespinn!?


Geschrieben: 25.10.2008
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Re: Ein Gedicht
#22

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Hallo

in einem Krimi war eine Strophe eines Gedichtes zu lesen, hab´s ergoogelt - und gleich wieder meine Leselücken entdeckt. Kann mich nicht erinnern, von dem Dichter schon einmal gelesen zu haben.

(Friedrich Hebbel)
Ich und Du

Wir träumten voneinander
Und sind davon erwacht.
Wir leben, um uns zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.

Du tratst aus meinem Traume,
Aus deinem trat ich hervor,
Wir sterben, wenn sich Eines
Im andern ganz verlor.

Auf einer Lilie zittern
Zwei Tropfen, rein und rund,
Zerfließen in Eins und rollen
Hinab in des Kelches Grund.

LG
Rex2005

Geschrieben: 26.08.2008
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Re: Ein Gedicht
#21

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Lieber Clemens,

der Kandidat hat 100 Punkte!

Da erkennt man doch gleich den Fachmann. :daumen:

Liebe Grüße

Marianne

Geschrieben: 12.08.2008
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Leonard Cohen
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Re: Ein Gedicht
#20

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Liebe Marianne,
vermutlich meinst Du

"Ich bin aus jenem Holze geschnitzt"

als das alte Lied und als das neue dann

"Allein"...


Liege ich da richtig?

herzlich Clemens

Geschrieben: 12.08.2008
_________________
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Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Re: Ein Gedicht
#19

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Hallo Amori!

Zitat:
An welche RM-Lieder du dabei denkst ?
Ich zumindest muss passen, der absolute Kenner seines Gesamtwerkes
bin ich ja nicht gerade.
Aber ich bin gespannt auf die Antwort.


Hm, es ist natürlich Gefühlssache. Vielleicht errät es noch jemand.

Das erste Lied ist ein sehr altes und das zweite ein neues.

Liebe Grüße

Marianne

Geschrieben: 12.08.2008
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Leonard Cohen
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Re: Ein Gedicht
#18

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Hallo Marianne,

ja, Hesse ist auch als Lyriker nicht zu verachten !
An welche RM-Lieder du dabei denkst ?
Ich zumindest muss passen, der absolute Kenner seines Gesamtwerkes
bin ich ja nicht gerade.
Aber ich bin gespannt auf die Antwort.

Ich habe gerade den Thread nochmal ganz gelesen und bin wieder begeistert, wie viele Texte unserer Dichter und Denker aus der Schublade geholt wurden.
Habt ihr noch mehr davon ? Oh biiiittte- schaut doch mal nach !


Liebe Grüße
Annette

Geschrieben: 12.08.2008
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Re: Ein Gedicht
#17

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Hallo liebe Leseratten!

Ich schmökere zur Zeit in dem Sammelband "Bäume" (Betrachtungen und Gedichte von Hermann Hesse).

Zwei schöne Gedichte sind mir untergekommen, die mich auch an Lieder von Reinhard Mey denken lassen.

Zitat:


Gestutze Eiche

Wie habem sie dich, Baum, verschnitten,
Wie stehst du fremd und sonderbar!
Wie hast du hundertmal gelitten,
Bis nichts in dir als Trotz und Wille war!
Ich bin wie du, mit dem verschnittnen,
Gequälten Leben brach ich nicht
Und tauche täglich aus durchlittnen
Roheiten neu die Stirn ins Licht.
Was in mir weich und zart gewesen,
Hat mir die Welt zu Tod gehöhnt,
Doch unzerstörbar ist mein Wesen,
Ich bin zufrieden, bin versöhnt,
Geduldig neue Blätter treib ich
Aus Ästen hundertmal zerspellt,
Und allem Weh zu Trotze bleib ich
Verliebt in die verrückte Welt.



Zitat:


Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war,
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.



Na? An welche Mey-Lieder musste ich wohl denken?

Liebe Grüße

Marianne

Geschrieben: 11.08.2008
_________________
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Re: Ein Gedicht
#16

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Mit Schreiben vom 09.10.07 erhielt Alexander Amelkin die Bestätigung, dass sein Gedicht 'Der Yuppie-Blues' zum Abdruck in die Edition 2007 der Brentano-Gesellschaft Frankfurt/M. mbH, Redaktion der Frankfurter Bibliothek aufgenommen wurde.

Die Frankfurter Bibliothek ist ein Werk zur Dokumentation deutscher Dichtung und eine Auslese deutschsprachiger Schriftsteller, die von bedeutendsten Literatur- und Forschungseinrichtungen wie der Österreichischen Nationalbibliothek Wien angekauft wird. Die Deutsche Bibliothek weist sie als Nationalbibliothek Deutschlands ebenfalls nach. Sie ist auch in den Staatsbibliotheken zu Berlin, Hamburg und München, in der Schweizerischen Landesbibliothek, in der Französischen Nationalbibliothek und in der weltgrößten Bibliothek, der Library of Congress in Washington D.C. eingestellt. (Quelle: www.brentano-gesellschaft.de)

Augsburger Allgemeine (Bayern, Deutschland) über Yuppie-Blues von Alexander Amelkin: "Diese Minidramen werden auf dem Spaziergang ganz verschiedenartig in Szene gesetzt, mal als Performance, mal im Tanz, mal als gespielter Dialog und mal als gesungener Yuppie-Blues." (Quelle: AZ, 28.07.2006, Seite: 28)

http://www.pr-inside.com/de/mit-schre ... s-zum-abdruck-r259922.htm

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Geschrieben: 23.10.2007
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Re: Ein Gedicht
#15

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Ein kleiner Versuch im Dichten meinerseits.


Wie von Sinnen

Als wie auf Alkoholika.
Benebelt Sinne und Verstand.
Die Liebe ist ein Rausch, wohl war!
Und setzt mein Inneres in Brand.

Beginn ganz zaghaft zu Probieren,
scheu ob der Wirkung, die da folgt,
um kurz drauf mehr zu konsumieren.
Will mehr davon. Der Engel Gold.

Mein Blick wird trübe, seh’ nur Gutes.
Rosarot erscheint die Welt.
Mir wachsen Flügel. Frohen Mutes
flieg’ ich davon gen Himmelszelt.

Doch die Ekstase währt nur kurz.
Zu hoch, zu weit bin ich geflogen.
Wie Ikarus, droht mir der Sturz.
Ich lande unsanft. Hart der Boden.

Nach dem Rausche grüßt der Kater
und mein Blick wird langsam klar.
Dem Kotzen folgt so gleich Theater.
Ich lieg’ in meiner Breche dar.

Das ist, was einem letztlich währt.
Man fühlt sich kraftlos, matt und leer
und lernt nicht draus. Es läuft verkehrt.
Ich sag wie oft nur „Nimmermehr“.


Gruß Unkrauts Sascha

Geschrieben: 26.07.2007
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