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Aw: Linke Liedermacher
#33

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Hier noch ein Tipp:

https://www.youtube.com/watch?v=O1kB4p9RIkc

Hanns-Dieter Hüsch und Franz Hohler... Hanns-Dieter Hüsch war übrigens auch nicht nur ein begnadeter Kaberettist sondern auch Liedermacher.

Geschrieben: 22.11.2013
_________________
"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Re: Linke Liedermacher
#32

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Hallo Richard,

Zitat:

Helmut schrieb:
Ich kenne zwar von Franz Hohler nur ein paar Lieder und ein Buch, würde ihn aber als Multitalent bezeichnen. Musikkabarettist, Autor, und weil er auch eigne Lieder sang, Liedermacher.


Franz Hohler habe ich in einer Fernsehdokumentation über die Wiege der Liedermacherei in Deutschland kennengelernt, die Burg-Waldeck-Festivals. Das war zwar damals eine wilde Mischung, was da alles gesungen wurde, aber Franz Hohler sang zum Cello sein Lied Christkind Nr. 69, das ihn eindeutig als Liedermacher auswies.

Auf seiner Homepage wird er heute als Kabarettist und Schriftsteller bezeichnet, nicht als Liedermacher. Allerdings wurde er bei seinem runden Geburtstag im Frühjahr von Liedermachern seines Heimatlandes mit einem besonderen Liederabend geehrt.

Viele Grüße von Petra

Geschrieben: 22.11.2013
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
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Re: Linke Liedermacher
#31

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Hallo Richard

Da hat Franz Hohler mit einem Lied Ökologie erklärt, als noch kaum einer den Begriff "Ökologie" kannte.

Ich kenne zwar von Franz Hohler nur ein paar Lieder und ein Buch, würde ihn aber als Multitalent bezeichnen. Musikkabarettist, Autor, und weil er auch eigne Lieder sang, Liedermacher.

Danke für den Link auf das geniale "Lied"

Helmut


Geschrieben: 22.11.2013
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Re: Linke Liedermacher
#30

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Dann gab es früher noch die Bänkelsänger: "Bänkellieder (auch Bänkelsang oder Bänkelgesang) waren erzählende Lieder mit häufig dramatischen Inhalten. Der Bänkelgesang war vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert eine gesamteuropäische Erscheinung. Bänkelsänger waren damals wichtige Nachrichtenkolporteure, in Italien wurden sie cantastorie genannt. Um vom Publikum, z.B. auf dem Marktplatz, besser gesehen zu werden, stellten sie sich auf eine Holzbank, wenn sie Moritaten, Balladen und Lieder vortrugen. Zur Illustration des Geschehens dienten Tafeln, auf denen die geschilderten Szenen aufgemalt waren. Um die Spannung zu erhöhen, waren diese Bilder aber nicht chronologisch gereiht, sondern der Sänger wies mit einem Stock auf das Zutreffende." (Quelle: Wikipedia - Bänkelsang.
Diese Bänkelsänger wurden u.a. von der "Augsburger Puppenkiste" bei "Kater Mikesch" verwendet.

Wie würde man den Schweizer Franz Hohler einordnen: Liedermacher, Deutsch-Rapper, ... z.B. sein Stück Der Weltuntergang von 1973 - eines der ersten Deutsch-Raps? Minimal-Musik (eher Sprechgesang/Gedicht)?

Richard

Geschrieben: 22.11.2013
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Gast
Aw: Linke Liedermacher
#29
Gast-Gast
Hallo allerseits!

Ich möchte auch etwas zum Buch sagen. Das habe ich in diesem Sommer gekauft, als ich in Deutschland war. Das Buch ist gut für Einsteiger in das Thema der deutschen Liedermacher und der deutschen Liedermacherei. Vor allem dadurch, dass es erreichbar ist: Als ich im Buchhandel ein Buch angefragt habe, das sich mit dem Thema beschäftigt, hat man mir nur das Buch angeboten. Ansonsten nichts. Jetzt dank der Autorin kenne ich mich bisschen besser im Thema aus.
Was den Begriff Liedermacher angeht, da war ich sehr überrascht, als ich dieses Thema gelesen habe, denn vorher habe ich nur zwei Bücher über die Liedermacher gelesen (das eine ist oben besagt und das andere war von Lutz Kirchenwitz) und beide haben darauf gewiesen, dass der Bergriff von Wolf Biermann stammt.
Ich möchte "vielen Dank" allen sagen, die hier Beiträge geschrieben haben.

Geschrieben: 12.03.2011
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Re: Liedermacher
#28

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Ich finde die ganze Diskussion zum schmunzeln.
Es erinnert mich irgendwie an die Henne und dem Ei.
Da kann Mann/Frau sicher doch ein Lied machen .
Ach ja, wie war noch mal das Ursprungsthema ? ....Mal eben ein paar Minuten zurückscrollen.....

Klaus

Geschrieben: 20.07.2009
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Re: Liedermacher
#27

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Und wenn du für den selben Zeitraum "Biermann" eingibst, bekommst du zahlreiche Artikel, in denen Biermann "Singender Dichter", "Bänkelsänger", "Dichter und Sänger" oder "Balladensänger" genannt wird. Selbst Kai Hermann nennt ihn in einem Artikel vom 19.11.1965 "Bänkelsänger".

Wenn Biermann also tatsächlich den Liedermacherbegriff kolportiert hat, dann hat das zumindest bei der "Zeit" bis 1965 außer Kai Hermann niemand mitbekommen.

Habe auch mal in meinem Bücherregal gestöbert: Thomas Rothschild, der ja viel über Biermann und andere Liedermacher geschrieben hat, schreibt in seinem 1980 erschienenen Fischer Taschenbuch "Liedermacher - 23 Portraits" über Biermann: >>Der Begriff "Liedermacher" wurde einst von Wolf Biermann in Anlehnung an Bertolt Brechts Wort "Stückeschreiber" geprägt<< Mit einer Quelle kann Rothschild allerdings nicht aufwarten.

In dem ebenfalls von Rothschild 1976 herausgegebenen rororo-Band mit Essays zu Biermann: "Wolf Biermann - Liedermacher und Sozialist" findet sich auf 250 Seiten kein Wort zu dem besagten Sachverhalt. Im Anhang dieses Buches findet sich eine minutiöse Übersicht über alle bis dato in Ost und West erschienenen Artikel über Wolf Biermann. Dort ist neben den schon erwähnten Hermann-Artikeln als frühester ein Artikel von Christoph Koch "Der Liedermacher Wolf Biermann" aus "Europäische Begegnung" Nr. 6/1966 verzeichnet. Der "Stern" nennt Biermann demnach ab 1967 einen Liedermacher.

Man müsste nun mal recherchieren, ab wann die Waldecker in der Presse "Liedermacher" genannt wurden.

Gruß
*zodiak*

Geschrieben: 20.07.2009
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<°))))>< <°))))>< <°))))><
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Liedermacher
#26

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Ich hab jetzt mal im Online-Archiv der ZEIT nachgeschaut.

Der Begriff "Liedermacher" taucht in den Jahren 1946–1965 nur in drei Artikeln von Kai Herrmann auf und bezieht sich immer auf Wolf Biermann.

Geschrieben: 19.07.2009
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Re: Linke Liedermacher
#25

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Man kann's ja im Online-Archiv des SPIEGEL versuchen. Dort taucht der Begriff "Liedermacher" erstmal 1965 in einer Rezension der LP "Wolf Biermann (Ost) bei Wolfgang Neuss (West)" auf.

Ansonsten: In den alten Zeitungen findet man sicher schwer was, die dicken Zeitungsbände und Mikrofilme sollte es aber doch noch geben.

Geschrieben: 29.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#24

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Hier schweigt des Sängers Höflichkeit.

(Ganz gleich wie er sich bezeichnen mag!)


und noch ein kleines Denk-mal für Reino

Piet arbeitet, nicht erst seit gestern, in einer der größten Bibliotheken unseres Landes und dies in einer Etage, in welcher man ein gerüttet Maß an Persönlichkeit erwarten darf.

herzlich Clemens

Geschrieben: 28.06.2009
_________________
...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Re: Linke Liedermacher
#23

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Wie kommst du darauf? Noch nie was von den Zeitungsarchiven in Bibliotheken gehört?

Geschrieben: 27.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#22

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Zitat:
Was hast du für anderslautende Informationen (und bitte mit Quellennachweis)?


und

Zitat:
Ich renn doch jetzt nicht in die Bibliotheken und suche Zeitungsartikel von 1961 raus.


Bibliotheken können da mit Sicherheit nicht weiter helfen

Piet

Geschrieben: 27.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#21

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Zitat:

Marc schrieb:
Lieber Reino,

wie, wann und wo hat Wolf Biermann denn dem Begriff "Liedermacher" seinen aktuellen Gebrauch zugeschrieben? Dass er ein Pendant zum "Stückeschreiber" gesucht habe, erzählt er ja immer wieder in Interviews, aber mir ist nicht klar, wie (wann, und wo...) er diesen Begriff tatsächlich "durchgesetzt" haben will. Gibt es irgendwelche Belege oder Texte von Biermann aus der Zeit? Oder Zeitungsberichte, die sich auf Biermann berufen, wenn sie von "Liedermachern" sprechen?

Liebe Grüße,
Marc

Ich renn doch jetzt nicht in die Bibliotheken und suche Zeitungsartikel von 1961 raus.
Aber was ist wohl nach unserer Erfahrung mit den Medien die wahrscheinlichere Version:

A) Da taucht ein Sänger mit Gitarre auf, nennt sich Liedermacher, mehrere Zeitungen drucken das, andere schreiben das ab, wieder andere verwenden den Begriff auch für andere bärtige Sänger mit Gitarre.

B) Da taucht ein Sänger mit Gitarre auf, nennt sich Liedermacher, das wird aber ignoriert, obwohl er der erste und bekannteste seiner Zunft ist. Dann tauchen andere Sänger mit Gitarren auf, es entsteht eine wahre Sänger-Plage. Schließlich gräbt ein Journalist das Grimm'sche Wörterbuch aus, findet den Begriff "Liedermacher" und, Heureka!, die anderen Journalisten schreiben alle von ihm ab.

Geschrieben: 26.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#20

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Ich würde Biermann dieses "Verdienst" auch nicht unbedingt streitig machen wollen. Jedenfalls wenn es stimmt, was ich vermute, daß der Begriff "Liedermacher" vor 1961 viele Jahrzehnte lang außer Gebrauch war.
Wobei der damals bewußt schlicht gewählte Begriff ja heute von einigen (wie Wenzel) eher als Todesurteil verstanden wird. Heute wirkt "Liedermacher" nicht nur schlicht, sondern auch veraltet, aber sich so altmodisch zu benennen, kann ja auch wieder seinen Charme haben.

Jürgen

Geschrieben: 25.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#19

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Lieber Reino,

wie, wann und wo hat Wolf Biermann denn dem Begriff "Liedermacher" seinen aktuellen Gebrauch zugeschrieben? Dass er ein Pendant zum "Stückeschreiber" gesucht habe, erzählt er ja immer wieder in Interviews, aber mir ist nicht klar, wie (wann, und wo...) er diesen Begriff tatsächlich "durchgesetzt" haben will. Gibt es irgendwelche Belege oder Texte von Biermann aus der Zeit? Oder Zeitungsberichte, die sich auf Biermann berufen, wenn sie von "Liedermachern" sprechen?

Liebe Grüße,
Marc

Geschrieben: 25.06.2009
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Re: Linke Liedermacher
#18

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Ich bin echt sprach- und ratlos , wir sind scheinbar einer Meinung...und trotzdem habe ich das Gefühl, hier wird aneinander vorbeigeredet.

@Petra. Vielen Dank, dass Du diesen Beitrag aus der "Versenkung" geholt hast. Der Autor belegt sehr treffend, dass es schon lange vor Wolf Biermann (auch so bezeichnete) Liedermacher gab und das Wolf Biermann den Begriff in den sechziger Jahren auf seine Art und Weise geprägt hat.

Herzliche Grüße
Piet

Geschrieben: 24.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#17

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Aber eben genau das, was ich behauptet habe.
Daß es das Wort "Liedermacher" früher schon gab, hat nichts mit seinem aktuellen Gebrauch zu tun und widerlegt auch nicht Biermanns Kreationsprozeß.
Gutenberg hat auch den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden, obwohl es das in China schon vorher gab.

Geschrieben: 24.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#16

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Zitat:

Reino schrieb:
Wenn du das schon zum Mythos (und von wegen "nicht totzukriegen" als inhaltlich falsch) erklärst: Was hast du für anderslautende Informationen (und bitte mit Quellennachweis)?


In einem Kommentar zum Begriff Liedermacher in unserem Lexikon hat Nils seinerzeit auf die ev. akademie tutzing verwiesen. Da steht Einiges zur Geschichte des Begriffs 'Liedermacher'.

Viele Grüße von Petra

Geschrieben: 24.06.2009
_________________
Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
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Re: Linke Liedermacher
#15

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Zitat:

Reino schrieb:
Christof Stählin nannte sich Poet, das paßte wenigstens.

... und zeitweise auch mal schlicht "Sänger", was auch gepaßt hat.

Zitat:
Am hartnäckigsten hält sich "Barde", vor allem wohl wegen Trubadix und dem Nürnberger Bardentreffen. Als Degenhardt anfing, war er noch ein Bänkelsänger.

"Protestsänger" gab es mal laut diversen Promo-Blättern und Albentexten recht häufig, allerdings war das zu einem Zeitpunkt, als man ohnehin im deutschsprachigen Musiksektor versuchte, Krankheiten zu heilen, indem man ihnen neue Namen gab ... nichts gegen den Begriff "Protestsänger", höchstens gegen die Maschinerie, die versucht hat, Interpreten mit Schlagworten zu vermarkten, denen sie schon beim ersten Hinhören nicht gerecht wurden.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 11.06.2009
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"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"
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Re: Linke Liedermacher
#14

Kein Avatar
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Mit Barde kann ich mich anfreunden.

Geschrieben: 11.06.2009
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Musik Gadget Shop
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Re: Linke Liedermacher
#13

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Zitat:

Gesch schrieb:
wer einen bessern Begriff hat, mag ihn verwenden - völlig wurscht, ob es ein selbst erfundener ist...

Hat damals doch jeder Dritte (auch die, die sich völlig zu Unrecht von dem desavouierenden Begriff Liedermacher distanzieren wollten). Durchgesetzt hat sich von den Neu-Schöpfungen oder -Komposita meines Wissens nichts. Christof Stählin nannte sich Poet, das paßte wenigstens. Am hartnäckigsten hält sich "Barde", vor allem wohl wegen Trubadix und dem Nürnberger Bardentreffen. Als Degenhardt anfing, war er noch ein Bänkelsänger.

Geschrieben: 09.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#12

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Hallo,
wem nützt die Wahrheit oder behauptete Unwissenheit...?

In Zeiten, in denen sich auch Leute "Liedermacher" haben nennen lassen, die gar nicht alle ihre Lieder selber "gemacht" haben, oder andere zwar Lieder "gemacht" haben, ohne sie selbst zu singen..., andere wiederum erfolgreich, wenn auch unabsichtlich (unterstell ich mal) den Begriff durch eigene Unzulänglichkeiten in der Qualitätswahrung bei gleichzeitigem Bühnendrang entwertet haben (so jedenfalls ist häufig zu hören, und da wird auch was dran sein)...

wer einen bessern Begriff hat, mag ihn verwenden - völlig wurscht, ob es ein selbst erfundener ist...
herzlich
Gerd

Geschrieben: 08.06.2009
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Re: Linke Liedermacher
#11

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Hallo Reino,

Zitat:
sondern von Biermanns Abwandlung des von Brecht geprägten "Stückeschreibers".


Diese Behauptung stellst Du ganz ohne Quellennachweis auf?

Ich halte Biermann für sehr kreativ, aber Ausgangspunkt war die Behauptung, er wäre der Wortschöpfer. Wenn es das Wort schon im 19. Jahrhundert gab, kann er nicht der Wortschöpfer gewesen sein.

Vielleicht hat er den Begriff ja auch aus dem Grimm'schen Wörterbuch.


Herzliche Grüße
Piet

Geschrieben: 08.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#10

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Das ist dann aber genauso falsch wie die mittlerweile von der FIFA anerkannte Behauptung, die Chinesen hätten den Fußball erfunden (der chinesische Fußball hatte nicht das geringste mit dem englischen Fußball zu tun, auf dem das heutige Spiel basiert).
Und der Begriff Liedermacher im heutigen Gebrauch stammt eben nicht aus dem Grimmschen Wörterbuch, sondern von Biermanns Abwandlung des von Brecht geprägten "Stückeschreibers".

Geschrieben: 08.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#9

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Danke Piet,

potzblitz, ich bin begeistert von meinem Gedächtnis

Gruß
Michael

Geschrieben: 08.06.2009
_________________
Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.

Franz Josef Degenhardt
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Re: Linke Liedermacher
#8

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Hier der Link zur Onlineausgabe des von Dir zitierten Werkes.


Liedermacher bei Gebr. Grimm

Herzliche Grüße
Piet

Geschrieben: 08.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#7

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Reino schrieb:
Zitat:
Wenn du das schon zum Mythos (und von wegen "nicht totzukriegen" als inhaltlich falsch) erklärst: Was hast du für anderslautende Informationen (und bitte mit Quellennachweis)?


Das Grimm'sche Wörterbuch. Buchstabe L. Hab's grad nicht hier, aber wenn ich mich recht erinnere taucht der Begriff bei Tieck und Wieland schon auf.

Geschrieben: 08.06.2009
_________________
Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.

Franz Josef Degenhardt
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Re: Linke Liedermacher
#6

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Zitat:

Marc schrieb:

Zitat:
Der Begriff "Liedermacher" ist eine Wortschöpfung Wolf Biermanns aus dem Jahre 1961.


Na, das liest Wolf Biermann sicher gern ! Manche Mythen sind einfach nicht tot zu kriegen.

Wenn du das schon zum Mythos (und von wegen "nicht totzukriegen" als inhaltlich falsch) erklärst: Was hast du für anderslautende Informationen (und bitte mit Quellennachweis)?

Geschrieben: 08.06.2009
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Re: Linke Liedermacher
#5

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Ihr Lieben,

"Linke Liedermacher" ist für den Fachkundigen ganz amüsant. Amüsant, weil es voll von Fehlern steckt, über die man eigentlich nur schmunzeln kann. So liest man beispielsweise auf Seite 9:

Zitat:
Der Begriff "Liedermacher" ist eine Wortschöpfung Wolf Biermanns aus dem Jahre 1961.


Na, das liest Wolf Biermann sicher gern ! Manche Mythen sind einfach nicht tot zu kriegen. Gut oder sachkundig informiert wird man mit dem Buch also nicht. Zudem macht der sehr trockene, pseudo-wissenschaftliche Stil der Autorin absolut keinen Spaß beim Lesen.

Sehr empfehlen kann ich hingegen das 2008 erschienene Büchlein "Born to be wild - Die 68er und die Musik". Es ist gut recherchiert und liest sich sehr unterhalsam. Zwar legt der Autor Daniel Gäsche einen deutlichen Schwerpunkt auf die anglo-amerikanische Folk-Bewegung, aber auch bezeichnende Kapitel wie "Musik im Zeichen der Burg - Politische Lieder auf der Burg Waldeck" oder "Spiel nicht mit den Schmuddelkindern" sind sehr interessant, auch für Insder. Zudem beinhaltet das Buch unter der Rubrik "Fünf Fragen an..." kurze Interviews mit dem Meyster, Heinz Rudolf Kunze u.v.a.

Liebe Grüße,
Marc

P.s.: Und wenn ihr noch etwas Geduld habt... ich kenn da jemanden, der gerade seine Examenarbeit zum Thema "Das politische Lied in Deutschland nach 1945" schreibt !

Geschrieben: 07.06.2009
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Re: Linke Liedermacher
#4

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VORSICHT - OFF TOPIC

Zitat:

mir ist bewusst... sonst antwortest Du schneller .


Sagen wir mal: meistens.

Mir hat er einmal eine PN von November 2003 im April 2006 beantwortet.

Zitat: Soll noch einer sagen, ich beantworte meine PNs nicht, tsssssss....

Lieber Jürgen, ich weiß, das ist nachtragend, aber das war so lustig, das kann ich nicht vergessen.

LG Petra

Geschrieben: 07.06.2009
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wenn man folgendes bedenkt:
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wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
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