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Aw: Christian Grote - MACHT MUSIK!
#1

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Irgendwo auf halber Strecke zwischen Hamburg und Berlin liegt inmitten der Altmark das kleine 150-Seelen-Dorf Krumke. Ich war dankbar, dass Chrizz auf seinem Weg zwischen den Metropolen hier kurz Station gemacht hat. Als Rahmen für seinen Auftritt hatten wir die "Osterburger Literaturtage (OLITA)" gewählt und der Veranstaltungsort war das idyllische Kavaliershaus im Schlosspark von Krumke.

Im Vorfeld waren alle erst skeptisch. Die Mädels von der Bibliothek waren erst nicht so begeistert: "Ein Liedermacher zu den Literaturtagen?" Auch Chrizz hatte Bedenken: "Ich bin doch nur ein Amateur und stehe da jetzt zwischen Dieter Birr und dem Theater-Intendanten im Programmheft...".

Ich hatte den Vorteil: Ich kannte alle. Chrizz natürlich. OLITA kenne ich gut. Das Osterburger Publikum erlebte ich schon bei vielen Konzerten und Lesungen. Deshalb hatte ich allen garantiert: Lasst uns das machen, das wird passen!

Und, was soll ich sagen: Natürlich passte es! Es passte sogar wunderbar. Wir konnten am 23. September 52 Zuhörer im Kavaliershaus begrüßen - der Laden war damit nahehzu ausverkauft. Die Inhaber, Annegret und Enrico, hatten ihr Haus wieder sehr liebevoll hergerichtet und für Chrizz ein kleines Wohnzimmer aufgebaut, in dem er sich von Anfang an sehr wohl gefühlt hat. Als Hommage an OLITA hatte er ein paar Lieder weggelassen (schade) und dafür ein paar mehr Gedichte und lustige Rezitationen eingebaut.

Alles kam beim Publikum sehr gut an. Chrizz brillierte als feinsinnig wortwitziger Rezitator, als schauspielerisch gekonnt präsentierender Entertainer, als gefühlvoller Balladensänger und als Liedermacher mit dem Zeigefinger auf den Puls der Zeit zeigend sowieso. Die Gäste waren beeindruckt von der Vielfältigkeit des Programms, vom Tonumfang und der Stimmgewalt des Sängers.

Sogar Chrizz war beeindruckt, als ein Gast gezielt ein Stück aus seinem Repertoire als Zugabe wünschte. Zeigte dieser damit, dass er sich vorher im Internet genauestens informiert hatte, auf wen er an diesem Konzertabend treffen sollte. Der Saal tobte, spätestens nach der internationalen Adaption von "Horch, was kommt von draußen rein". Erst nach fast einer halben Stunde Zugaben erlaubte ihm das Publikum, endlich mal einen der roten Sessel in seinem Wohnzimmer zu benutzen.

So aufgekratzt gab es nach dem Konzert noch eine Stunde lang nette Gespräche im Kavaliershaus. Und auch nach Stendal zurückgekehrt haben wir den Abend noch in gemütlicher Runde lange nachklingen lassen.

Danke Chrizz für die Idee, ganz Deutschland mit deiner Kunst zu beglücken und vor allem für diesen wundervollen musikalisch-literarischen OLITA-Abend.

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Geschrieben: 24.10.2017
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Aw: Pete Seeger ist gestorben
#2

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Pete Seeger hat mir das Gitarre spielen beigebracht. Oder zumindest dafür gesorgt, dass ich nicht aufgegeben habe zu üben, bis ich seine Lieder spielen und singen konnte. Und dabei wussten wir damals überhaupt nicht, dass es ihn gibt! Er sang zu uns mit den Stimmen vieler Künstler, die durch seine Musik oft bekannter wurden, als er selbst. Dass es Seeger-Lieder waren, die wir da an den Lagerfeuern und bei Jugend-Treffen gesungen haben, erfuhr ich erst viel später.

Für uns war es eine Möglichkeit, englischsprachige Lieder ohne Angst auch öffentlich vorzutragen. Es waren schließlich Freiheitslieder, quasi Volkslieder. Ja, so wie man bei den meisten Volksliedern nicht weiß, woher sie kommen, hätte keiner von uns den Ursprung von "If I had a hammer" nennen können. Ich kann mich nicht erinnern, von diesen Stücken jemals eine Note, einen aufgeschriebenen Text oder eine Grifftabelle gesehen zu haben. Wir saßen nächtelang zusammen und schauten uns gegenseitig auf die Finger und auf den Mund. Ach Pete, wie schön war die Jugend mit dir!

Ich bin traurig, dass wieder ein ganz Großer die Klampfe gegen die Harfe eingetauscht hat. Aber ich bin auch sicher, dass er dort, wo er jetzt ist, sein Publikum finden wird.

_______________

Ich singe, weil ich hoffe, Glaube hat nichts mit Hass zu tun.
Ich singe, weil ich hoffe, die Rastlosen werden mal ruhn.
Ich singe, weil ich hoffe, die Geknechteten werden befreit.
Ich singe, weil ich weiß, alles ändert sich mit der Zeit.

[Thomas Stein]

Geschrieben: 29.01.2014
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