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(1) 2 3 4 ... 13 »


Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#1

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Ihr Lieben,

ich halte gar nichts davon, mit zweierlei Maß die Qualität von Liedern mit der Wahrheitsmesslatte zu bewerten. Ich nehme Lieder als Lieder, und Biografien als Biografien und erwarte nicht, dass Liedermacher - egal ob Profis oder Amateure - sich in jedem "Ich"-Lied autobiografisch äußern.

Hat jemand ernsthaft geglaubt, Hannes Wader hätte die in Ich-Form erzählten Geschichten vom Schwein Monika, vom Tankerkönig oder vom Putsch oder von demjenigen, der sich noch so viel vorgenommen hatte, selbst erlebt? Sie waren genial erdacht, genauso wie viele in Ich-Form geschriebene Romane. Es ist eben eine Stilform, die zur Verfügung steht, aber nicht immer eine Selbstoffenbarung, die zur Lektüre wird.

Nicoles Lied über die Frau mit den sieben Kiez-Katzen ist ein grandioses "Bild", das sie entworfen hat, auf dem sie dieser erdachten Frau Erlebnisse, Erfahrungen, Aussehen und Eigenschaften andichtet, die sie sich vielleicht von vielen verschiedenen Personen zusammengeklaubt hat. Ist doch in Ordung - das Lied ist klasse - oder verliert "ihr Bild" an Qualität, nur weil es nicht mit der Wahrheit übereinstimmt. Einer bildet seine Phantasie mit Pinselstrichen ab, ein anderer mit Worten. Wenn das Ergebnis plastisch vor Augen steht oder wenn die Worte Bilder im Kopf entstehen lassen, ist es doch gelungen.

Ich finde es auch nicht bedauerlich, wenn sich jemand als Liedermacher von Fall zu Fall vorbehält, ob er in der Ich-Form schreibt, oder distanzierter in der Bildbeschreibung Sympathie oder Ablehnung gegenüber beschriebenen Personen oder Sachverhalten deutlich macht. Hauptsache ist doch, dass sich im Kopf der Zuhörer beim Anhören was bewegt - und nicht nur die Frage, ob denn der Sänger/die Sängerin das alles wirklich so erlebt hat.

Es gibt ja auch ne Menge Sängerinnen und Sänger, die nur Lieder anderer Autoren interpretieren - da spielt es dann doch auch keine Rolle, ob, und wenn ja, wer da das im Lied Geschilderte erlebt haben mag.

Ganz egal, ob Klaus Hoffmann mal eine Gerda, wie er sie besungen hat, mal kennenlernen konnte - man kann sich vorstellen, wie sie getanzt hat - oder hätte... auch wenn jemand anders dieses Lied singt.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 19.04.2018 21:24
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Projekt "entwaffnende Lieder"
#2

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Ihr Lieben,
mal ein aktueller Blick in meine Liederwerkstatt:

Ich bin vor einigen Wochen auf ein Projekt der US-Singer/Songwriterin Mary Gauthier gestoßen, das mich fasziniert hat. Mir war die Sängerin von ein paar früheren Platten bereits als Roots-Sängerin bekannt, die mit sparsamen Arrangements unter die Haut gehende Lieder zu schreiben versteht.

Mary Gauthier hatte sich in einer Liederschreib-Werkstatt mit Veteranen der US-Army aus dem Irak-Krieg und deren Angehörigen dem Versuch gewidmet, die Traumata dieser Kriegsteilnehmer und die Erfahrungen ihrer Angehörigen mit den tramatisierten Heimkehrern in Liedern zu verarbeiten. Heraus kam dabei die CD Rifles & Rosary Beads, die ich mir aus den USA bestellt habe. Manche Kritiker halten sie schon jetzt für den wichtigsten Tonträger, der mutmaßlich in diesem Jahr in den USA erschienen ist/sein wird.

In den vergangen beiden Wochen habe ich die elf Lieder ins Deutsche zu übertragen versucht, hab dabei Anregungen erhalten, die in eigene Lieder zu diesem Themenkomplex mündeten und Mary Gauthiers Lieder - wie ich finde - gut ergänzen.

Es ist gewiss kein unterhaltsames oder fröhliches Programm, und ich bin mir auch nicht sicher, ob es überhaupt komplett konzerttauglich ist, weil es eher Betroffenheit als Fröhlichkeit bewirkt. Aber in Zeiten, in denen die Herrscher waffenstarrender Nationen wieder mit den Ketten rasseln, ist es vielleicht ein kleiner Beitrag, ohne Kriegserklärung Erklärendes zum Krieg zu schreiben und zu singen, um so größere Friedenssehnsucht auch bei denen zu wecken, die Krieg - wie ich - nur aus der Tagesschau kennen.

Doch dass Krieg uns mittlerweile doch hautnah rückt, erleben wir an den Menschen, die bei uns Schutz und Zuflucht gesucht und einige ja auch gefunden haben. Hinzu kommen die posttraumatischen psychischen Schäden, mit denen mittlerweile auch junge deutsche Soldaten von ihren Kriegseinsätzen zurückgekehrt sind und mitten unter uns leben. So gesehen wäre dieses Programm mit "entwaffnenden Lieder" vielleicht etwas für den Volkstrauertag... Aber eine CD ist natürlich auch in Arbeit.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 08.04.2018 20:19
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Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#3

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na ja, liebe Nicole,

wenn mir jemand mit so viel Lerninteresse auf die Lieder machenden Finger gucken möchte, und sich damit zufrieden gibt, dass ich meine Karten auf den Tisch lege und offenbare, wie ich es handhabe - ohne daraus eine allgemein gültige Methode ableiten zu wollen -, dann darf ich mich auch darüber freuen, wenn meine Tipps und Tricks, Wege und Umwege auch in der Anwendung einer "Kollegin" Wirkungen zeigen, die wiederum zu Lob und Beifall führen.

Mach weiter so - und du wirst Deine eigenen Tipps und Trick, Wege und Umwege zu Liedern finden, die Dich zufrieden stellen. Ich freue mich auf die Ergebnisse.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 08.04.2018 19:49
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Aw: Eure Lieder und die Geschichten dahinter
#4

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liebe nicole, lieber helmut,
ihr habt ja offenbar einen riesenspass schon bei der vorbereitung eures gemeinsamen hauskonzerts. ich find es toll, was ihr da erarbeitet und wie ihr euch gegenseitig zu kreativen schüben treibt. vergesst nicht, das konzert mitzuschneiden!!!
und dann hoff ich auf eine kopie.
herzlich
gerd

Geschrieben: 27.02.2018 22:56
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Aw: professionelles Video
#5

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hallo zusammen,
ebenso wie die sz hat auch die faz aus meinem lied zitiert.
http://www.faz.net/aktuell/gesellscha ... n-zum-opfer-15383284.html

und auch in der regionalpresse wurde es erwähnt.
http://www.stadt-spiegel-moenchenglad ... -zur-252-ck-aid-1.7311843

inzwischen hab ich - nach dem abriss - den schluss der veränderten situation „angepasst“...

die rwe-planung sieht vor, noch mehr dörfer samt kirchen abzureissen - für eine überflüssige stromerzeugung durch braunkohleverfeuerung, die klimaschädlich ist und den meeresspiegel ansteigen lässt und damit den fortbestand von küstennahem lebensraum bedroht, also dort die natur mit menschen und tieren gefährdet...

und in den koalitionsverhandlungen streicht man die klimaziele...

unfassbar...

herzlich
gerd

Geschrieben: 11.01.2018 11:26

Bearbeitet von Gesch am 11.01.2018 14:36:26 Grund (optional): links funktionstüchtig machen
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Aw: professionelles Video
#6

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danke für den hinweis, lieber helmut, die lektüre wäre mir sonst entgangen. ich habe noch sonntag bei einer mahnwache am immerather dom gesungen und auch gestern zwischen 9 und 12.30 uhr das lied etwa ein dutzend mal gespielt, trotz beinah erfrierender finger. dann hiess es, die polizei habe erklärt, dass angesichts der besetzenden greenpeace-aktivisten heute nichts mehr passieren werde. deshalb hatte ich meine gitarre eingepackt und bin heimwärts gefahren, um den stuttgarter familienzweig samt koreanischen schwestern vor der rückfahrt in den süden zu verabschieden. daheim las ich bei twitter, dass die polizei die besetzung von dom und bagger beendet hätte und der abriss begonnen habe. frevel bleibt frevel. hab über den abriss schon neues liedgut... ich merke, dass ich radikalisiert werde, ohne eigenes zutun...
herzlich
gerd

Geschrieben: 09.01.2018 16:15
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Aw: professionelles Video
#7

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N'Abend noch mal, lieber Helmut, lieber Carschti,

Klar hätt ich das Lied inhaltlich breiter anlegen können - wollt ich aber nicht, weil der Zweck und der Zusammenhang des Liedes für mich thematisch enger gefasst sinnvoller gewesen sind. Nicht Kapitalismus-Kritik war meine Absicht, sondern - wie gesagt - Widerstand oder zumindest Widerspruch gegen Heimatzerstörung aus Profitinteresse.

Der Braunkohletagebau ist ein aussterbender Wirtschaftszweig, so oder so, nicht nur im rheinischen Revier. Das Gebot der Stunde wäre Strukturwandel, doch solange sich RWE und dessen Aktionäre in zahlreichen Kommunen NRWs an gewesene Profite klammern und den Beschäftigten was vormachen, sie hätten noch eine Zukunft, tut sich nicht genug für diejenigen, die längst noch nicht am Ende ihres Berufslebens angekommen sind und Perspektiven brauchen. Aber die Beschäftigten (früher sagte man Arbeiter) in diesem Wirtschaftszweig sind nicht die ersten, denen man durch Werksschließungen den Boden unter den Füßen wegzieht. Das ist tragisch, aber tragisch finde ich auch, dass hier Gewerkschaftler ihren Kampf um Sicherung der Arbeitsplätze in einem klimaschädlichen Industriezweig ohne Rücksicht auf diejenigen führen, die in küstennahen Regionen der Welt oder auf Inseln um ihr Überleben fürchten müssen, weil der Meerespegel schneller ansteigt, als es noch vor nicht allzulanger Zeit erwartet wurde.
Die Heimatregion Rheinisches Braunkohle hat eh seit Jahrzehnten ihr Gesicht immer weiter selber entstellt - unübersehbar, auch für diejenigen, die dort ihren Lebensunterhalt verdient haben. Gebäude mögen da zweitrangig sein, Waldgebiete nach Ansicht mancher Leute vielleicht auch, aber Menschen sollten in der Lage sein, selbst Verantwortung für sich zu erkennen und sich entsprechend mitgestalterisch zu verhalten.

Der Hambacher Forst kann sich selbst ebensowenig wehren wie der Dom von Immerath gegen den Sand, den RWE in die Augen der Menschen streut mit der Behauptung, die Braunkohle sei unverzichtbar. Sie ist heute schon von gestern, und wer für die Arbeitnehmer hier Perspektiven erschließen will, muss andere Wege gehen, als auf Fortsetzung der Umweltzerstörung und Klimaschädigung zu setzen. Sonst kommt hier irgendwann womöglich auch ein tschechischer Investor und übernimmt den Tagebau mit vollmundigen Versprechen, während er trickreich mit entsprechenden Vertragsformulierungen seine Verhandlungspartner auf der Verkäuferseite über den Tisch zieht und sich aus jeder Verantwortung für Folgeschäden davonstiehlt. Dem Rheinischen Braunkohlerevier muss ja nicht dasselbe passieren wie den Lausitzer Seen...

Dann wäre echt Gute Nacht - und nicht wie jetzt nur der Tageszeit bzw Nachtzeit geschuldet...

Insofern hat das Lied eben seinen Zusammenhang und seinen Zweck im Widerstand.
LG
Gerd

Geschrieben: 23.12.2017 00:12
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Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
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Aw: professionelles Video
#8

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Lieber Marc, liebe Luise, lieber Helmut,

danke für Eure Rückmeldungen.
@ Marc: mir geht es echt genauso mit der Vorstellung, der Ort, in dem ich meine biografischen Wurzeln habe, würde aus Profitinteresse platt gemacht... Das rheinische Braunkohlegebiet ist riesig und auf großen Arealen, die längst rekultiviert sind, stehen mehr oder weniger seelenlose Neubauflecken (@Helmut: "seelenlos" mein ich jetzt nicht theologisch...) Was mich an diesem Ausschürfungswahn auch so fuchsig macht, ist die absehbare Endlichkeit der Verwendung von Braunkohle zur Stromerzeugung, weil die klimaschädlichen Folgen zu offensichtlich sind und der Druck auf die Bundesregierung größer wird, die eigenen klimaentlastenden Ziele ernster zu nehmen.

@ Luise: am Abriss des Immerather Doms lässt sich in der Tat nichts mehr ändern, aber vielleicht doch noch der Rest des einmaligen Hambacher Forstes erhalten mit seiner einzigartigen Bewaldung aus Hainbuchen und Stieleichen, zwischen denen im Frühjahr Millionen von Maiglöckchen wachsen. Es ist nicht nur schade um diese für die Region einzigartige Kirche. Es sind hier schon zahlreiche Ortschaften dem Erdboden gleichgemacht worden (mit ihren Sakralbauten), eh dann die Bagger den Erdboden tiefschürfend aufgerissen haben bis auf eine mehrere hundert Meter tiefe Sohle, um an die Braunkohle zu kommen.
Die Grünen üben sich mal wieder in einem Eiertanz und sind mutig und deutlich dagegen, wenn sie nicht selbst in der politischen Verantwortung stehen - ähnlich wie "Die Linke" in Brandenburg, die alle Proteste der Bundes-Linken gegen den Braunkohleabbau mit ihrer Landespolitik zum Schutz von Arbeitsplätzen im Lausitzer Braunkohlerevier in ein tonloses und unehrliches Flöten verwandeln, statt sich über einen Strukturwandel Gedanken zu machen.

@Helmut: ach Du alter Poltergeist wider den Klerikalismus. Mach mal halblang mit der grundsätzlichen Klerus- und Religionskritik in diesem Zusammenhang. Die Kirche war schließlich mit ihren Bauwerken, die sie entstehen ließ, nicht nur ausbeuterisch dabei, das Volk auszupressen, sondern hat so manchen armen Tagelöhnern in schwierigen Zeiten durch Arbeit auch Lohn und Brot gegeben, sonst wären kaum Leute von weither gekommen, um sich dort zu verdingen, selbst wenn es für eine Entlohnung weit unter dem heutigen Mindestlohn gewesen sein dürfte. Die Ansprüche waren wohl auch noch nicht so hochgeschraubt wie heute und Gewerkschaften gab es auch noch nicht.
Hätte ich ein Lied des Inhaltes singen sollen, dass es gut sei, wenn diese Kirche nun abgerissen werde, weil auch sie (bei ihrer Erstellung Ende des vorletzten Jahrhunderts) mit blutigem oder kriminell erpresstem Geld aus dem Vermögen des Erzbistums finanziert wurde? Oder mich für einen grundsätzlichen Abriss aller Kirchengebäude einsetzen sollen?
Ich bin mit nicht sicher, ob sich genügend Aufträge zahlungskräftiger Bauherren und -damen profaner Gebäude gefunden hätten, um dem darbenden Volk genug Erwerbstätigkeit bieten zu können. Aber das werden Forscher, die diese Jahrhunderte genauer unter die Lupe genommen haben, besser beantworten können, wie es gewesen wäre, hätte man sich die Kirche(n) weggedacht.

Ich sehe mich nicht im Schulterschluss mit den Taliban, die vor Jahren die Buddhastatuen in Afganistan zertrümmert haben, weil sie diese für gottlose Ketzerwerke hielten. Bei Protesten gegen Auswüchse des Klerus a la Tebartz van Elst bin ich genauso dabei wie beim Levitenlesen gegen hochrangige Kleriker, wie es Franziskus dieser Tage im Vatikan vorgemacht hat. Er hat meinen Respekt und ich gönne ihm ein langes Leben, denn ich könnte mir vorstellen, dass andere sich Gedanken darüber machen, wie sie es verkürzen können. Aber in meinem Lied zum Dom von Immerath ging es nicht um Kirchen- oder Klerikerschelte, sondern um Widerstand gegen Heimatzerstörung aus Profitinteresse, bei der Menschen entwurzelt werden, die dagegen wenig ausrichten können. Ich hätt es auch besser gefunden, wenn sich die katholische Kirche mit deutlicherem Widerstand der Zerstörungswut von RWE - nicht erst beim Immerather Dom - entgegenstemmt hätte. Aber solange wollt ich nicht mehr warten...

Auch nichts für ungut, lieber Helmut. Gruß an Gitta.
Geht ihr mit den Enkeln in die Christmette? Da kann man in viele strahlende Kinderaugen gucken, die das hell erleuchtete Innere des Sakralbaus bestaunen... Falls nicht - Euch entgeht was...

herzlich
Gerd

Geschrieben: 22.12.2017 16:48
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professionelles Video
#9

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Ihr Lieben,
vielleicht gefällt Euch, was die Firma "Goldblick tv" aus meinem neuen Lied "Der Dom von Immerath" gemacht hat, das ich vor einer Woche geschrieben habe. Ich hatte die Urversion in meinem Kanal hochgeladen und bereits wenige Stunden danach die Anfrage, ob ich bereit wäre, bei einer "Verfilmung" mitzuwirken.

Es geht in dem Lied um die alte Dorfkirche der Ortschaft Immerath am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler im rheinischen Revier zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach. Der ganze Ort, der schon seit geraumer Zeit nicht mehr bewohnt wird, weil die Bewohner in einen neuen Ort umgesiedelt wurden, um dem Braunkohleabbau nicht im Wege zu sein, wird in diesen Wochen platt gemacht. Am 8. Januar 2018 soll der Abriss der früher denkmalgeschützten Kirche Sankt Lambertus, die in der Region nur "der Dom von Immerath" hieß, folgen.

Ich hatte dieses Lied auch unter dem Eindruck einer Führung durch den Hambacher Forst geschrieben, wo sich Umweltaktivisten aus vielen Ländern der kompletten Rodung des letzten Restes des alten Waldgebietes entgegenstemmen, das seit der Eiszeit immer bewaldet gewesen ist. Auf der Führung hatte ich vom Abrisstermin in Immerath erfahren und mir den Dom zunächst nur auf Fotos angesehen und war beeindruckt von seiner Erhabenheit.

Ich hatte schließlich nach den Dreharbeiten im verlassenen Ort darum gebeten, auch eine musikalisch schlichtere Videoversion zu erhalten, die hier zu sehen ist.

Ich halte den Abriss, genauso wie den weiteren Abbau von Braunkohle für die Erzeugung von Strom, der exportiert wird, angesichts des Klimawandels und der existenziellen Bedrohung von Menschen, die durch einen Anstieg des Meeresspiegels ihre Heimat verlieren, für einen Frevel. Auch der überflüssige Zerstörung der Heimat hier bei uns zum Abbau von Braunkohle, während die Braunkohle als Energielieferant immer mehr in Frage gestellt wird, ist aus meiner Sicht frevelhaft.

Geschrieben: 21.12.2017 17:54
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Aw: Konzertankündigung
#10

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ihr lieben,
dominik plangger gastiert am donnerstag, 4.januar, auch in köln in unserer besenkammer und am samstag, 6. januar in einem privatkonzert in bonn. wer interesse hat, dabei zu sein, kann sich gerne bei mir melden. das kölner konzert ist allerdings schon ausgebucht.
herzlich
gerd

Geschrieben: 11.12.2017 17:00
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Aw: Hannes und die Moorsoldaten
#11

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hallo michael und alle, die noch geschrieben haben,
diese einfachste erklärung würde mich am ehesten überzeugen. der verzicht auf eine strophe, die einem einfach nicht zusagen will, wäre ja nur konsequent. sie wegzulassen, verfälscht das lied ja nicht und wäre künstlerische freiheit des interpreten.
herzlich
gerd

Geschrieben: 06.12.2017 21:27
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Aw: Homepage Nicole Oelmüller
#12

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liebe amori,
was lehrt uns das für den singsang? deutlich singen statt zu nuscheln....
klartext allein im schriftbild kann verwirrung nicht verhindern... ich hoffe, mein gebiss hält noch ne weile....
herzlich
gerd

Geschrieben: 10.11.2017
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Aw: Homepage Nicole Oelmüller
#13

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liebe amori,
könnt sein, dass die lösungsbemühung bei deinem scroll-problem an deinem pc ansetzen muss. ich hab die von dir beschriebenen schwierigkeiten nicht,
und beim „klugscheissmodus“ 😉 die treffsicherheit nicht zu checken ist auch ungünstig: die textpassage in dem lied „unbekannt verzogen“, auf die du dich mutmasslich beziehst, lautete - kann man nachlesen -: „in hörnum und auch westerland“ (nicht „auf“ westerland, wie du vielleicht herausgehört haben könntest...)
also an der stelle keine beanstandung...
herzlich
gerd

Geschrieben: 09.11.2017
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lieder zur weltklimakonferenz 2017
#14

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ihr lieben,
am 4. november beginnt unter der präsidentschaft der fidschi-inseln in bonn die so genannte „weltklimakonferenz 2017“. deutschland hat die ausrichtung übernommen. ob die delegierten der teilnehmenden staaten viel gegen die ignoranz der regierungen ausrichten können, die den klimawandel trotz aller offenkundigen beweise immer noch bestreiten und sich weigern, nachhaltige gegenmassnahmen zu unterstützen, ist zu bezweifeln.
es wird am rande der konferenz eine fülle von veranstaltungen geben, die von organisationen ausgerichtet werden, die offiziell nicht an der konferenz teilnehmen können. unter anderem sind dies auch zwei grössere demonstrationen: jeweils samstag am 4.11. und am 11.11.
ich freue mich, dass ich, wie mir mitgeteilt wurde, bei der kundgebung am 11.11. mit meinen liedern dabei sein kann, und hab aus diesem anlass aktuell reagiert:

klimawandel
https://youtu.be/ufRlYDlT54U

fazit
https://youtu.be/AOkGqXCvYwo

herzlich
gerd

Geschrieben: 25.10.2017
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Aw: Christian Grote - MACHT MUSIK!
#15

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ihr lieben,
chrizz traf gestern von schlitz kommend in köln ein, um die besenkammer zu bespielen. es fanden sich 24 hörwillige menschen ein, die vorher von chrizz noch nie was gehört hatten und sich bereitwillig von seiner liedermacher-qualität überzeugen liessen. es war die übliche besenkammer/wohnzimmeratmosphäre, konzentriert und leise während der lieder und freigiebig in der anschliessenden beifallsbekundung. beginn war 20 uhr und konzert-ende gegen 22.30 uhr. mein abschlusslied „wiedersehen“, an das sich manche vielleicht vom lt erinnern, haben wir zusammen gespielt, aber danach dauerte der abend noch mit gutgelaunten zuhörern bis nach 1 uhr. wir konnten ja ausschlafen...
danke chrizz, für das tolle konzert.
herzlich
gerd

Geschrieben: 19.10.2017
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Aw: Christian Grote - MACHT MUSIK!
#16

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lieber chrizz,
wir freuen uns auf dein besenkammerkonzert am 18.10. in köln und haben auch schon ein paar platzreservierungen... herzlich
gerd

Geschrieben: 03.09.2017
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Aw: Konzerte Herbst 2017
#17

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hallo,
und wer dann ab winter lieder live hören will, die hannes wader geschrieben hat, sollte sie lernen und selber singen... auch so würdigt man den "volksliedermacher"...
herzlich
gerd

Geschrieben: 29.08.2017
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Finale (Epistel für Hannes Wader)
#18

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Ihr Lieben,

Hannes Wader war für mich Anfang der 70er Jahre das richtige Vorbild zur richtigen Zeit, weil er damals in mir, nach erster Annäherung an die Folkmusik, die Begeisterung nicht nur für die Kunst des Liedermachens geweckt hat, sondern auch für seine spezielle Spielweise auf der Gitarre. Ich will mich so bei ihm bedanken.

Finale (Epistel für Hannes Wader)

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 26.08.2017
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#19

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lieber helmut,
ich halte es für eine illusion, zu glauben, ein nach ansicht der veranstalter doch erfolgreiches bardentreffen liesse sich durch eine petition zurück auf den weg in richtung seiner anfänge lenken, als das bardentreffen noch ein treffen der barden gewesen ist.

eine chance dafür, dass auf einem treffen von tatsächlichen barden - also wirklichen liedermachern - unter einem motto "gegenwind" tatsächlich nur lieder zu hören sind, die wenigstens einen hauch von gegenwird erkennen lassen, gibt es nur, wenn sich andere veranstalter an anderem ort mit interessierten zuhörern und künstlern zusammenfinden, um in realistischem kleinkunstrahmen etwas neues zu starten.

doch dafür ausreichenden "rückenwind" zu bekommen, halte ich kaum für wahrscheinlich.
herzlich
gerd

Geschrieben: 23.08.2017
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Aw: protestauftritt gegen das bahnprotzprojekt stuttgart 21
#20

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hallo olaf,
meinen nächsten auftritt bei der montagskundgebung der gegner des bahnprotzprojektes "stuttgart 21" hab ich planmässig am 20. november. beginn der musik 17.50 uhr, offizieller kundgebungsstart 18.00 auf dem schlossplatz. aber schau sicherheitshalber vorher noch mal auf die von mir angegebene webseite, ob es bei dem ort bleibt oder die kundgebung woanders stattfindet.

herzlich
gerd

Geschrieben: 16.08.2017
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protestauftritt gegen das bahnprotzprojekt stuttgart 21
#21

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ihr lieben,

am 14.8.2017 hatte ich mal wieder vier lieder auf der montagskundgebung der gegner des bahnprotzprojektes stuttgart 21 gespielt. die kundgebung wurde gefilmt und ins internet gestellt.

gleich zu beginn sind meine ersten beiden lieder zu hören und zu sehen:

"wenn die mehrheit schweigt" gegen rechtsradikale und ihre symathisanten hierzulande und gegen solche, die in den usa trump mitgewählt haben. in charlottesville gewütet haben und von trump mit nachsicht gehätschelt werden.

das zweite lied ist meine deutsche version "kriegsherrn der welt" des dylan-liedes "masters of war", gewidmet den kriegstreibern aus dem weissen haus und in nordkorea.

die lieder 3 und 4 folgen nach einer rede etwa 12-15 minuten später:

"gesellschaftsspitzen" zu den dieseldunstbetrügern an den spitzen von vw, daimler und bmw

sowie "das dobrind" zum csu-kompetenzbolzen an der spitze des verkehrsministeriums...

wer den mitschnitt sehen möchte, kann es hier.

https://www.bei-abriss-aufstand.de/201 ... -381-montagsdemo-am-14-8-

herzlich
Gerd Schinkel




Geschrieben: 15.08.2017
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#22

Benutzerinformationen
lieber carschti,
ich kann dich nur zur bewerbung ermuntern. achte auf die terminangaben auf der webseite des bardentreffens zu den bewerbungsfristen. für die strassenbühne gibt es kurz vor dem festival eine kurze zeitspanne für interessenten. in diesem jahr lief die bewerbungsfrist mitte juli und damit etwa zwei wochen vor dem festival ab. wichtig ist zu wissen, dass es auf dieser bühne keine stromversorgung gibt und man nur eine verstärkung nutzen kann, die mit batterie läuft. mir schien in diesem jahr dort eine recht mickrige und schwer einstellbare anlage zur verfügung zu stehen. ich hab sicherheitshalber meine eigene benutzt, denn da weiss ich, wie ich sie einstellen muss. ganz ohne anlage wird es schwer, sich gegen batterie-verstärkte strassenmusiker durchzusetzen, die ohne bühne strassenmusik machen.
herzlich
gerd

Geschrieben: 07.08.2017
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#23

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liebe nicole, lieber philipp,
viele dank für die lobenden zeilen. es sind solche ermunternden reaktionen, die mich mit meinen liedern immer wieder die öffentlichkeit suchen lassen, auch wenn manche bühnen nicht die optimalen bedingungen bieten. ich hab den auftritt genossen - und eure reaktionen auch...
herzlich
gerd

Geschrieben: 06.08.2017
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Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#24

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lieber georg,

bevor ich mich für das bardentreffen beworben habe, stach mir das "gegenwind"-motto ins auge und schien mir, insbesondere für mich und meine thematischen liederzugänge, ausgesprochen einladend, wenn man nicht gar auffordernd zu sein.

ich muss zugeben, wohl etwas oberflächlich in der recherche gewesen zu sein, was denn mit dem motto "gegenwind" gemeint und umfasst war.

und ich räume ein, wohl in meiner phantasie überfordert gewesen zu sein, denn mir wäre nicht im traum eingefallen, einen zusammenhang zwischen "gegenwind" und "blasmusik" zu vermuten - was vielleicht bei einem liedermacher nicht verwunderlich ist, der seinen stärkeren akzent eher auf inhalte/texte als auf musik legt.

mir wäre auch neu, dass blasinstrumente vorrangig "gegen wind" geblasen werden. und falls doch: zu welchem zweck?

ein alternatives motto hätte insofern für geblasene musik auch "pustekuchen" lauten können. das wäre dann sicherlich auch kein etikettenschwindel gewesen...

aber es mag ja ein fehler sein, an ein explizit herausgestelltes motto fokussierte erwartungen zu knüpfen. sowas nennt man dann wohl "lehrgeld". aber auf falsche fährten lass ich mich eigentlich auch ungern locken. aber letztlich war ich auch mit dem eingeschränkten angebot an "gegenwind-liedern" zufrieden....

herzlich
gerd

Geschrieben: 01.08.2017
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persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#25

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Ihr Lieben,

gleich vorweg: ich hab mich sehr über alle Forumsmitglieder gefreut, die am Samstag zum meinem Auftritt auf der Straßenbühne in der Karolinen Straße gekommen sind. Bekannte Gesichter vermitteln immer so ein wenig den Eindruck eines Heimspiels, was bei einer Nervosität, die ja immer da ist, auch wenn sie nicht sichtbar ist, beruhigend wirken kann.

Meinen vierten Auftritt bei einem Bardentreffen (nach 2013, 2014 angekündigt als Solist, und 2015 mit den Kanuten) halte ich nun für meinen erfolgreichsten. Ich habe mit dem „Kanuten“ Chris Biederwolf als musikalischen Begleiter an der Mandoline auf der Bühne viel Spaß gehabt. Das nach unserem Eindruck vergleichsweise große Interesse an unserem Konzert, das ja erst sehr spät detailliert angekündigt wurde (weil das Programm Straßenmusikbühne nicht im gedruckten Festivalprogramm zu finden ist, sondern nur auf einem Beiblatt steht) hatte uns sehr überrascht. Vielleicht lag es ja auch nur daran, dass die Auftrittszeit 18 Uhr am Samstag offenbar optimal gewesen sein muss, weil es wenig Überschneidungen mit attraktiveren Programmangeboten gab.

Ob sich nun 40, 60, 80 oder 100 Leute eingefunden hatten und diese überwiegend sogar die ganze 45-minütige Auftrittszeit dabei geblieben waren, kann ich nur schwer abschätzen und möchte mich auch nicht festlegen. Ich nehme an, dass eher eine niedrigere Zahl zutreffend ist. Entscheidender war für mich das offensichtliche Interesse der Anwesenden an meinen Liedern, die ich bewusst zum Festivalmotto „Gegenwind“ ausgesucht hatte. Und ich habe auch den Eindruck, dass meine Auswahl richtig gewesen ist. Diesen Rückschluss erlauben jedenfalls das registrierte Echo und die nachdrücklich verlangte Zugabe.

Wir haben folgendes Programm gespielt:
01 Das Dobrind (über Verkehrsminister Dobrind von der CSU, der – wenn sie denn tatsächlich kommen sollte - nicht nur als „Erzwinger“ der Maut in die Analen eingehen dürfte, sondern auch als äußerst fürsorglicher Schutzengel der betrügerischen Automobilindustrie)
02 Bescheuert (über Dobrinds Nachfolger im Amt des CSU-Generalsekretärs, Andreas Scheuer, und dessen Phobie vor Fußball spielenden ministrierenden Senegalesen)
03 Müller (über den Regensburger Dompfaffen, der es in Rom mit Benedikts Hilfe bis zum Leiter der Glaubenskongregation brachte, obwohl er gewiss als Schutzpatron von Kindesmisshandlern im Umfeld der Regensburger Domspatzen eine vielversprechende Zukunft in der Scheinheiligenriege vor sich haben dürfte).
04 Wenn die Mehrheit schweigt (über Pegida und die Pegida-Versteher, die Vorbehalte haben, den „besorgten Bürgern“ mit klarem Widerspruch auf die braunen Zehchen zu treten)
05 Geh, Flüchtling, geh (meine Übertragung des Woody Guthrie-Liedes „Deportee“ mit inhaltlicher Verlagerung des besungenen Problems von Kalifornien nach Afrika, bzw Europa)
06 Der getürkte Putsch (über türkische Putscherfahrungen, -mutmaßungen und –wahrnehmungen)
07 Wahrheiten (über ausufernde Gutgläubigkeiten)
08 Die alte Leier (über den Vorwurf des Antiamerikanismus, der von Trump-Verteidigern reflexartig geäußert wird, sobald sie Kritik an ihrem Idol vernehmen…)
09 Momente (zur Ermutigung, sich auch nicht durch Terror den Lebensmut und die Lebensfreude nehmen zu lassen)
Zugabe: Wiedersehen (zur Hoffnung, sich wiederzusehen)

Ich habe mir erlaubt, bei den Festivalplanern im Kulturdezernat des Stadt Nürnberg mit der Bitte anzuklopfen, ob ich für einen nächsten Auftritt nicht die Chance erhalten könnte, auf einer Bühne mit Stromversorgung und professioneller Verstärkeranlage zu spielen, da in der suboptimalen Verstärkung ohne Stromversorgung auf der Straßenbühne aus meiner Sicht das einzige Manko meines Auftritts lag.

Alles in allem aber war es für mich ein gelungenes Konzert.
Falls jemand ergänzende oder auch andere Eindrücke gewonnen haben sollte, würde ich sie hier gerne lesen…

Herzlich
Gerd



Geschrieben: 31.07.2017
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Aw: R. I. P. Andrea Jürgens
#26

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ihr lieben,
tja, wenn sich ein "wolf" ein schafsfell überstülpt und seine zähne stumpf sind, kommt er schon mal nicht ungeschoren davon... aber immerhin haben die ergüsse ja tantiemen gebracht... dann kann man sogar fröhlich "darum liebe ich euch beide" flöten und dabei an die erfolgreiche minderjährige interpretin denken und an die gema-ausschüttung... gute nacht, freunde...
herzlich
gerd

Geschrieben: 23.07.2017
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Nürnberger Bardentreffen
#27

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Ihr Lieben,

um denjenigen, die zum Bardentreffen nach Nürnberg kommen, vorzeitig eine weitere Konzertoption anzubieten, die nicht im ausgedruckten Programmheft steht, hier ein Hinweis auf die Straßenmusik-Bühne in der Karolinenstraße vor der Sparda-Bank.

Wer mag kann dort am Samstag, 29. Juli zwischen 18 und 19 Uhr ein Konzert von mir erleben, das ich folgendermaßen angekündigt habe:

"Gerd Schinkel singt deutlich deutschsprachig Klartext, nimmt kein Blatt vor den Mund, reagiert liederlich schneidend oder scharf, spitzt zu oder spießt auf, gibt ungefragt seinen Senf dazu - nicht nur auf Nürnberger Rostbratwürstchen. Es gibt was hinter die Löffel: Dem rechten Mob, linken Krawallmachern, betrügerischen Abgas-Täuschern, Stromkonzern-Managern, die dem Planeten Erde die Zukunft nehmen, Politikern im Schlepptau von Verbrechern in Nadelstreifen, allen, die sich für unfehlbar halten..."

Ich freue mich über jeden, der kommt...

herzlich
Gerd

Geschrieben: 19.07.2017
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Aw: beschimpfungen im netz
#28

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lieber detlef,
auf deine schlussbemerkung respektiere ich dein copyright für einen song - wunderbar!!!
lieber carschti,
falls es pascal weber tatsächlich als autor der beschimpfung geben sollte - könnte ja sein - , müssten ihm die ohren klingeln...
liebe nicole, I like likes like your like

herzlich
gerd

Geschrieben: 26.06.2017
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beschimpfungen im netz
#29

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ihr lieben,

aus gegebenem anlass hier ein neuer text aus dem urlaub:

bumerang

ein pascal weber schreibt zum lied von mir ein' kommentar.
das lied gefällt ihm nicht, wird aus sei'm youtube-eintrag klar.
das lied beschreibt, wie flüchtlinge vor krieg und qual gefloh'n.
und pascal schreibt als kommentar nur einfach "hurensohn"... -

ein pascal weber schreibt ein einzges wort zum lied von mir.
mit solchem lied ich manchmal solche eintragung riskier.
als reaktion schreibt pascal "hurensohn" in mein kanal -
und schreibt nicht, wo solln menschen hin, die fliehn vor krieg und qual.

ja, pascal weber hat ersichtlich reichlich phantasie -
doch dass menschen auf der flucht riskiern zu sterben,
das versteht er nie.

ein lied - und pascal weber kommentiert mit einem wort,
das zweifelsfrei belegt, bei ihm ist der verstand verdorrt.
er schreibt in mein' youtube-kanal nur "hurensohn" hinein.
gemeint kann nur als absender er selbst gewesen sein.

pascal weber meint mit "hurensohn" vermutlich mich -
merkt jedoch nicht, er beschreibt damit alleine sich.
zwischen ihm und mir besteht ein riesen unterschied:
er nennt sich selber "hurensohn" - ich schreib für ihn dies lied...

ja, pascal weber hat ersichtlich reichlich phantasie -
doch dass menschen auf der flucht riskiern zu sterben,
das versteht er nie.

ob's pascal weber wirklich gibt, ob einer ihn erfand?
sein name überm eintrag "hurensohn" geschrieben stand.
mein lied hab ich nicht ausgedacht, nein, es beschreibt, was war.
zu meinem lied schrieb pascal weber so ein' kommentar.

du wirst den kommentar nicht finden - ich hab ihn geblockt.
mit pascal diskutier ich nicht, denn der ist zu verstockt.
mein lied ist nicht erfunden, weil ich sowas nicht erfind -
doch anonyme netzverschmutzer arme würstchen sind.

herzlich
gerd

Geschrieben: 25.06.2017
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Aw: aus gegebenem anlass: menschenkette
#30

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danke, lieber detlef!!!

herzlich
gerd

Geschrieben: 20.06.2017
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