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zuletzte youtube-hochladungen
#1

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ihr lieben,
zwei zentrale lieder, die ich seit geraumer zeit in fast jedem konzert spiele, hatte ich versäumt, eher hochzuladen. das hab ich nun unlängst nachgeholt. es sind diese
mutters worte
https://youtu.be/Dci2cr_gLsw
manche tage
https://youtu.be/tCm_BTlCc_A

herzlich
gerd

Geschrieben: 22.03.2017 10:43
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Bilanz meiner "Küchenkonzerte" auf der "Liedertour" im März 2017
#2

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Ihr Lieben,

ich bin heute mit reichlich Glücksgefühlen von meiner „mitteldeutschen Akustiktour“ zurückgekommen, in deren Rahmen ich - ganz unabhängig von wechselnder Besucherzahl - neun wunderbare Konzerte in ganz unterschiedlichen Lokalitäten geben durfte:

In einer urigen Wiskey-Bar in Delitzsch, in der schönen Alten Schlosserei in Leipzig, auf Schloss Goseck, wo das Konzert kurzfristig wegen Bauarbeiten in der Schloss-Schenke ins Vereinsheim des Heimatvereins verlegt werden musste, im Gemeindesaal der Stadtkirche in Bad Schmiedeberg, in der kleinen Kirche von Zuckelhausen im Leipziger Stadtteil Holzhausen, im gediegenen Kulinarium des Hotels Querfurter Hof in Querfurt, im beeindruckenden Rittersaal des Schlosses Herrenbreitungen, im Erdgeschoss der Diele des Kulturhofs in Tröchtelborn, wo das Publikum auch auf den Stufen der Treppe und der Galerie bis in die erste und zweite Etage oberhalb des Bühnenplatzes saß und das Konzert auch optisch über einen Spiegel verfolgen konnte, und schließlich im gemütlichen Cafe Ringelnatz in Witzenhausen. Zum Abschluss gab es – außerhalb der Küchenkonzerte-Tour – noch ein privates Konzert im wunderbaren Veranstaltungsraum in einem umgebauten Hühnerboden in Eisleben.

Meinem extra zusammengestellten Konzertprogramm hatte ich den Titel „Ich wünsche gute Unterhaltung“ gegeben und hab mich in den rund 70- bis 90minütigen Konzerten der Küchentour und dem über zweistündigen Abschlusskonzert am „roten Faden“ entlang gehangelt, was ich denn in einem Konzert unter „guter Unterhaltung“ verstehe, nämlich Lieder, die auch mal eine eher nachdenkliche Stimmung erzeugen, neben anderen, die die Möglichkeiten bieten, befreiend zu lachen. Es waren viele politische Lieder dabei, die ich als Reaktionen auf aktuelle Geschehnisse geschrieben habe, aber auch Kinderlieder, Liebeslieder und Lieder, die über das Älterwerden reflektieren – Lieder, mit denen ich den Anstoß dafür geben möchte, das Leben lieben zu lernen.

Das Publikum war, je nach Veranstaltungsort, sehr unterschiedlich, aber überall interessiert und wohlwollend und hat schließlich erfreulich viel Beifall gespendet, sodass ich den Eindruck mitnehmen konnte, dass sich meine Vorstellung von „guter Unterhaltung“ weitestgehend mit den Vorstellungen meiner Zuhörer gedeckt hat. In manchen Räumlichkeiten war eher die Nutzung einer Verstärkeranlage ratsam, in anderen wiederum war es nicht erforderlich. Bei beiden Varianten war eine große Nähe zum Publikum immer gewährleistet.

Was Frank Oberhof für „die Liedertour“ da von Leipzig aus seit Jahren an Konzerttouren organisiert, ist eine tolle Sache, die einem Künstler, der in den Genuss kommen darf, hier mitzuwirken, ein unglaublich bereicherndes Erlebnis bietet. Die lokalen Veranstalter der Konzerte sind durchweg von der Idee dieser Konzertreihe begeisterte Gastgeber, die sich sehr engagieren und zum Teil „ein Bein ausreißen“, um sowohl die Gastkünstler, als auch ihr Publikum ein wunderbares Kulturereignis erleben zu lassen.

Wer sich für die Programme interessiert, findet sie auf der Webseite „Die Liedertour“. Ich kann Leuten mit Interesse an Liedermachern und deren Kunst, die die Gelegenheit hätte, Konzerte dieser Veranstaltungsreihe zu besuchen, nur dringend empfehlen, diese Gelegenheiten auch zu nutzen.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 19.03.2017 18:25
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Konzerte Frühjahr 2017
#3

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Ihr Lieben,
ich freue mich, für März ein kleine Tournee im Rahmen der "Liedertour" durch den Westen Sachsens, den Norden Thüringens und den Süden Sachsen-Anhalts ankündigen zu können...
hier die Termine

DI | 07.03.17 | 20:00 | DELITZSCH | Altstadtkneipe No.2 | tiefgestapelt
MI | 08.03.17 | 20:00 | LEIPZIG | Alte Schlosserei | Leipziger Küchenkonzerte
DO | 09.03.17 | 20:00 | GOSECK | Schloss-Schenke | Gosecker Schenkenkonzerte
SA | 11.03.17 | 19:30 | BAD SCHMIEDEBERG | Stadtkirche | Haus- & Hofkonzerte
SO | 12.03.17 | 17:00 | LEIPZIG-Holzhausen | Kirche Zuckelhausen | Kirche & Lied
MO | 13.03.17 | 20:00 | QUERFURT | Kulinarium Querfurter Hof | Montags-Kaminkonzerte
DI | 14.03.17 | 20:00 | BREITUNGEN (Werra) | Schloss Breitungen | Dienstagskonzerte
MI | 15.03.17 | 20:00 | TRÖCHTELBORN | Kulturhof | Dielenkonzerte
DO | 16.03.17 | 19:30 | WITZENHAUSEN | Ringelnatz | Küchenkonzerte

Details zu der Veranstaltungsreihe und den Veranstaltern hier

herzlich
Gerd

Geschrieben: 02.02.2017 23:10
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
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Aw: Zur Einstimmung auf Trump im Weißen Haus
#4

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Ihr Lieben,
für diejenigen, die lieber Texte lesen als Lieder hören:

Darm und Hirn
Die alte Leier
Geheimdossier

herzlich
Gerd

Geschrieben: 15.01.2017 23:29
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Zur Einstimmung auf Trump im Weißen Haus
#5

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Ihr Lieben,
am nächsten Freitag, 20.1., beginnt das, was sich viele nicht vorzustellen gewagt haben: Die USA bekommen einen neuen Präsident. Was ist von ihm zu erwarten? Wird er die USA trumponieren, als Trumponade ausreichen, die Hohlräume in den Köpfen seiner Wähler auszustopfen? Wird er auf einem Trumpolin zu Höhenflügen ansetzen, die ihn außerhalb aller Realitäten katapultieren - wenn er dort nicht schon längst ist? Ist er mehr als eine Trumpensau, die seine Wähler zufriedenzustellen vermag? Ein Trumpeltier, ohne Rücksicht? Man muss sicherlich auf allerhand gefasst sein und darf sich nichts vormachen.

Ich hab mit drei Liedern reagiert:

1. der Versuch einer Erklärung, wie es kommen konnte, dass er gewählt wurde:
"Darm und Hirn"
2. eine Klarstellung aus nachvollziehbaren Gründen
"Die alte Leier"
3. "Geheimdossier" - der Versuch einer Darlegung dessen, was hätte strikt geheim bleiben sollen, aber nicht geheim blieb - wobei es sich durchaus um "Fake-News" handeln könnte, aber schließlich sind wir ja im postfaktischen Zeitalter, sodass die Tatsachen-Qualität dessen, was behauptet wurde, doch eigentlich irrelevant ist...

Viel Vergnügen
herzlich
Gerd

Geschrieben: 15.01.2017 19:46
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Aw: Gerhard Schöne - Ich bin dein Hund
#6

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lieber carschti,
mein "schönes" lieblingslied ist dieses:
wellensittich und spatzen
hier

herzlich
gerd

Geschrieben: 10.01.2017 10:17
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Aw: silvester 2016
#7

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lieber helmut,
ich könnnte mich auch vorstellen, dass der von böller-resten geplagte nachbar dafür die merkel verantwortlich macht... weil die die flüchtlinge doch gerufen hat. oder china. schliesslich kommen böller und schlauchboote von den chinesen...
herzlich
gerd

Geschrieben: 02.01.2017 10:41
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Aw: silvester 2016
#8

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Ihr Lieben,
und nun ist der Song "Silvester 2016" auch hör- und sichtbar...

Geschrieben: 01.01.2017 16:39
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silvester 2016
#9

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ihr lieben,
so hab ich es erlebt...

Silvester

Böller fliegen krachend um die Ohren,
als wäre man im Bombenhagel ganz verloren.
Raketen steigen zischend ganz hoch in die Luft,
zwischendurch ein Rohrkrepierer bloß verpufft.
Am Himmel platzen helle Sterne, falln herunter.
In allen Farben machen sie den Himmel bunter.
Und irgendetwas knattert lang nochh hinterher,
bedrohlich laut wie ein Maschinengewehr.

Ich mag nicht sagen, was ich fühle, was ich denk,
und seh mein Leben, dass ich lebe, als Geschenk,
und denk, wie es wohl einem Menschen gehen mag,
der kurz vorher im Ziel von Luftangriffen lag.

Um mich herum wird Sekt in Gläser eingegossen -
dort, wo so mancher herkam, wird auch heut geschossen.
Und mancher, der erst schwer verwundet wurde, stirbt,
und einer, der darüber singt, den Spaß verdirbt.
Um mich herum lässt man mit Freude Gläser kingen.
Was mag das neue Jahr uns wohl so alles bringen?
Muss man sich Deckung suchen und auch angstvoll fliehn?
Oder genügt es schon, sich wärmer anzuziehn?

Ich mag nicht sagen, was ich fühle, was ich denk,
und seh mein Leben, das ich lebe, als Geschenk,
und denk, wie es wohl einem Menschen gehen mag,
der kurz vorher im Ziel von Bombenhagel lag.

Manche ein zweites Mal sich Sekt in Gläser gießen,
und andere hörn nicht auf, Raketen hoch zu schießen.
Dazwischen knallt mal lauter ein Kanonenschlag -
es ist Silvester - dazu ich nichts sagen mag.
Man wünscht ein frohes neues Jahr und alles Gute...
Wie ist den Heimatlosen wohl grad jetzt zumute,
die man als Bombenleger für verdächtig hält -
ob denen das Silvesterfeuerwerk gefällt?

Ich mag nicht sagen, was ich denke, was ich fühl,
seh gut gelaunte Menschen, tauche ins Gewühl.
Mit manchen stoß ich an und drück sie an die Brust
und rette unter Freunden mir die Lebenslust.

Copyright 2016 Gerd Schinkel

Geschrieben: 01.01.2017 12:29

Bearbeitet von Gesch am 01.01.2017 15:40:22 Grund (optional): korrektur
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Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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guten rutsch ins jahr 2017
#10

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ihr lieben
ich wünsche allen eine glatte rurschparie -
natürlich im übertragenen sinne...

mein ausblick aufs wahljahr 2017

AUSBLICK WAHLJAHR 2017

Nach Silvester: Januar.
Kaum begonnen - Trump schon da.
Pappnasig der Februar,
war wohl auch schon „fröhlichar“…
Komm der März mit Wahlkampfsschreck
Deckung suchen - dann fliegt Dreck.

So vergeht rasch ein Quartal -
steht ein Bier so lang, wirds schal
aber wenn der Winter geht,
die Sonne immer höher steht.

Folgt April - April, April
zeigt euch eher laut statt still!
An Rhein und Ruhr wählt man im Mai
seid mal besser mit dabei
Und im Juni wird man sehn,
wie wir durch den Sommer gehn

So vergeht rasch ein Quartal
wählt man falsch, dann wirds fatal
Aber wenn der Frühling geht,
die Sonne schon am höchsten steht.

Im Juli heiße Urlaubszeit,
überall nur Wahlkampfstreit.
Gestritten wird auch im August
mit Lügen, Leidenschaft und Lust.
Dann die September-Depression -
verdienter Wahlverlierer-Lohn

So vergeht rasch ein Quartal
im Jubel und im Jammertal.
der Sommer heizt den Wahlkampfstreit
die Sonne gönnt sich heiße Zeit.

Oktober dann verlorne Wochen -
Wahlversprechen schnell gebrochen.
Novembernebel, trist und grau -
regiert ein Mann? Regiert ne Frau?
Dezember – kahl die Bäume stehn.
Der Wind wird frisch. Ist Schnee zu sehn?

Und so vergeht auch dies Quartal:
stürmisch kalt, mit dicken Schal.
der Herbst bestreut mit Laub das Land -
Laubbläser rauben den Verstand.

herzlich
gerd


Geschrieben: 30.12.2016 11:13
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Aw: Knut Kiesewetter (1941–2016)
#11

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Ihr Lieben, wirklich eine traurige Nachricht, die mich auch besonders trifft, hatte ich doch als junger Nachwuchs-Liedermacher in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre in Knut einen sehr entgegenkommenden Produzenten meiner beiden Langspielplatten gefunden. So wie mich hat er eine ganze Reihe Liedermacher produziert, aber nur wenige konnten den Erfolg erzielen, den sie und er sich erhofft hatten. Dies jedenfalls war die Bilanz, die er bei unserem letzten Wiedersehen zog. Knut hatte mir 1977 auf seinem Fresenhof sein Studio plus Techniker zur Verfügung gestellt und versierte Musiker wie John O'Brien-Docker und Manfred Jaspers für die Aufnahme meiner Lieder für meine erste LP "Kein Grund zur Aufregung" verpflichtet - sicher in meinem Falle keine lohnende Investition, im Unterschied zur Produktion der ersten LP von Hannes Wader. Ebenso war sicher auch 1979 die "sparsamerer" Produktion meiner zweiten LP "Abrechnung" ohne Studiomusiker eine Fehlinvestition. Aber er war das doppelte Wagnis eingegangen, und dafür danke ich ihm. Auch meinen spektakulärsten Auftritt verdanke ich ihm, als er bei einem Großkonzert in Köln Ende der Siebziger Jahre krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel und den Veranstaltern empfahl, diese Programmlücke mit mir zu füllen. So hatte ich die Ehre, damals in einem Bühnenprogramm mit Konstantin Wecker und Wolf Biermann zu spielen - und konnte es kaum fassen. Nach meinem Berufsstart im Journalismus hatten wir uns dann aus den Augen verloren. Meine Festanstellungen erlaubten keine intensiveren musikalischen Ausflüge mehr. Noch im letzten Spätsommer hatte ich ihn - nach Jahrzehnten, in denen wir keinerlei Kontakt hatten - erstmals bei einem Besuch in Garding wiedergesehen. Etwa zwei Stunden hatten wir draußen am Gartentisch gesessen und über vergangenen Zeiten geredet, wobei ich mehr der Part des Zuhörers und Stichwortgebers übernommen hatte, denn nach meinem Eindruck schien ihm die Fähigkeit des Zuhörens genauso weitgehend verloren gegangen zu sein wie das echte Interesse an anderen Menschen, die ihm nicht ganz nahestanden. Über den Verlust seiner Frau Regine kam er offenbar nicht hinweg. Es war ein Wiedersehen, das mich ziemlich deprimiert hatte, denn nach meinem Eindruck saß ich bei einem bitteren alten Mann, dem die Lebensfreude, wenn nicht gar der Lebenswille abhanden gekommen war, und der sich nur noch daran erfreuen konnte, denjenigen nachzugranteln, von denen er zu wissen glaubte, sie hätten ihn über den Tisch gezogen. Ich hatte mich sehr nachdenklich von ihm verabschiedet. Ich hoffe, nun hat er seinen Frieden gefunden. herzlich Gerd

Geschrieben: 28.12.2016 23:07
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Aw: Frohe Weihnachten
#12

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lieber carschti, liebe nicole,
ich wünsch euch viel spass beim biermann - ich hab seine biografie kurz vor weihnachten mit begeisterung beinah in einem rutsch gelesen. mich hat sie gefesselt, nicht nur durch den inhalt, sondern auch durch den schreibstil.
und sie hat mir manche distanz, die aus seiner eitelkeit erwachsen wachsen war, relativiert.
herzlich
gerd

Geschrieben: 26.12.2016 11:04
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Aw: Frohe Weihnachten
#13

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lieber helmut,
lied ist unterwegs
und ich bin es jetzt auch....
herzlich
gerd

Geschrieben: 24.12.2016 09:09
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Frohe Weihnachten
#14

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Ihr Lieben,

da ich ab morgen früh über die Feiertage unterwegs sein, will ich vorher doch noch - mit Augenzwinkern - meinen Festtagsgruß erbringen.

WEIHNACHTSMUFFEL

Ich habe im Advent kein’ Bock auf Weihnachtspop und Weihnachtsrock,
auf Weihnachtsschnulzen, Weihnachtsschmalz – da krieg ich nur n dicken Hals,
Weihnachtssäuseln, Weihnachtsschlager, Weihnachtsquäler, Weihnachtsplager,
im Weihnachtszoff und Weihnachtsstreit, Weihnachtsoberflächlichkeit,
Weihnachtssongcontest schon leid - oh du schöne Weihnachtszeit.

Weihnachtsglitzer, Weihnachtsglanz, Weihnachtsramsch und Weihnachtsgans,
Weihnachtsbraten vorbestellt, Weihnachtsurlaub, Weihnachtsgeld,
Weihnachtswunsch, Weihnachtspapier, Weihnachtspunsch, Weihnachtsbier,
Weihnachtsessen, Weihnachtsgäste, Weihnachtsvöllerei und Reste,
unentrinnbar weit und breit – oh du schöne Weihnachtszeit.

Weihnachtseinkauf, Weihnachtsschnäppchen, Weihn.-glühwein, Weihn.-häppchen
Weihnachtswerbung, Weihnachtsbaum, Fenster voll mit Weihnachtsschaum,
Weihnachtslieder, Weihnachtsabend, alle gut gegessen habend,
Weihnachtskitsch und Weihnachtsquatsch, Weihnachtsglück in Schnee und Matsch,
ausgebreitet, weit und breit – oh du schöne Weihnachtszeit.

Weihnachtsfeier, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsstress und Weihnachtsdruck,
Weihnachtsschimmer, Weihnachtsahnung, Weihnachtswahnsinn, Weihnachtsplanung,
Weihnachtsfilm, Weihnachtsprogramm, Weihnachtsrummel und –tamtam,
Weihnachtskerzen, Lichterketten, Weihnachtswäsche in den Betten,
unerträglich weit und breit – oh du schöne Weihnachtszeit.

Spekulatius, Weihnachtsplätzchen, zum Weihnachtsschmaus das Weihnachtslätzchen,
Weihnachtsstolln, Weihnachtsservietten, Weihnachten nicht mehr zu retten,
Weihnachtsausflug, Weihnachtsflucht, Weihnachtsmärkte, Weihnachtssucht,
Weihnachtspanik, Weihnachtssendung, Weihnachtskarten und Weihnachtspfändung,
unverforen weit und breit – oh du schöne Weihnachtszeit

Weihnachtskugel, Weihnachtskrippe, Weihnachtskater, Weihnachtsgrippe,
Weihnachtsfrost und Weihnachtsfieber, für Weihnachtsschnee den Weihnachtsschieber
Weihnachtsüberdruss und -dosis, zu Weihnachten kommt auch noch Doris,
Weihnachtsgedichte und -geschichten, Weihnachtsdienst und Weihnachtsschichten.
Weihnachten an dem’s nicht schneit – oh du schöne Weihnachtszeit.

Weihnachten total beliebig, Weihnachten in der Karibik,
Weihnachten für die Familien, Weihnachten mal auf Sizilien,
Weihnachten in heißen Süden, Weihnachten tiefblau ermüden,
Weihnachten die Luft verpesten, Autofahrt von Süd nach Westen,
weihnachtlich Gemütlichkeit – oh du schöne Weihnachtszeit.

Weihnachtssuff und Weihnachtsrausch, nach Weihnachten Geschenkumtausch,
Weihnachtsenttäuschung, Weihnachtsfrust, abgewürgte Weihnachtslust,
Weihnachtskram zu gar nichts nütze, rote Weihnachtszipfelmütze,
Weihnachtslichter, Weihnachtsmüll, Weihnachtslärm, Weihnachtsidyll,
Weihnachten so voll wie breit – oh du schöne Weihnachtszeit.

Weihnachtsteller, Weihnachtssterne, verlogen ham sich alle gerne,
Weihnachtsmänner schwer beladen, klettern hoch an den Fassaden,
stille Nacht in jedem Kaufhaus – bloß schnell weg - mach dass du abhaust.
Irgendwo, weit weg im Dunkeln siehst du echte Sterne funkeln,
keiner, der ins Ohr dir schreit: oh du schöne Weihnachtszeit.

frohes und friedliches Fest

herzlich
Gerd

Geschrieben: 23.12.2016 22:44
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Aw: zum lkw-anschlag auf dem berliner breitscheid-platz
#15

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Ihr Lieben,

ich hätte nicht gedacht, dass mein Lied so eine intensive Diskussion anstoßen könnte und freue mich darüber.

Nun möchte ich - vielleicht zur "Abrundung" - die angesprochenen religionskritischen Aspekte mit einem Lied ergänzen, zu dem ich nachfolgend den Text von einem Lied aus meinem Zuflucht-Programm einsetze. Helmut kennt es ja bereits von meinem Konzert in Rosenheim. Leider ist die Datei zu groß, sodass ich sie nicht hochladen kann...


UNGLAUBEN

Kann man das Menschenrecht gezielt mit Füßen treten
und danach inbrünstig Gott preisen, zu ihm beten?
Dass man die Hände, die erst quälen, falten kann...
Was fängt ein Gott mit solchen Gläubigen denn an?

Kann man für Gott mit Mord und Folter missionieren?
Wie gottgefällig kann man Menschen massakrieren?
Wenn sich ein Bombenwerfer fromm vor Gott verbeugt,
wie kann er glauben, dass er Gott so überzeugt?

Wie kann man gottesfürchtig Menschenleben nehmen
und danach beten, anstatt sich dafür zu schämen?
Wie kann man glauben, dass ein Gott das noch belohnt?
Dass er mit Strafe fromme Scharfschützen verschont?

Wer vergewaltigt, wie glaubt der, ihm würd' verziehen,
wenn er mit Gottvertrauen betet auf den Knien?
Glaubt einer, der sich mitten unter Menschen stellt,
den Sprengstoffgürtel zündet, dass dies Gott gefällt?

Wer glaubt, Gott ließe sich so preisen und verehren
und unterstellt, Gott würd' sich dagegen nicht wehren
und sich an Unglauben von dieser Art nicht stört
und die Gebete frommer Killer noch erhört?

Wer glaubt, er könnt' mit Blutvergießen Gott gefallen,
statt in der Glut der tiefsten Hölle aufzuprallen,
der ist verdammt, verflucht, verfallen und verlorn -
es wäre besser, wär' er gar nicht erst geborn...

Copyright 2016 Gerd Schinkel

Herzlich
Gerd


Geschrieben: 23.12.2016 22:37
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Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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zum lkw-anschlag auf dem berliner breitscheid-platz
#16

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ihr lieben,
aus aktuellem anlass...
ein lied mit dem titel "üble nachrede"
herzlich
gerd

Geschrieben: 20.12.2016 22:58

Bearbeitet von Gesch am 20.12.2016 23:13:27 Grund (optional): rechtschreib-korrektur im titel
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Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
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Dylan-Porträt "Sag erst ma nix"
#17

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Ihr Lieben,

morgen ist in Stockholm die feierliche Übergabe der Nobelpreise an die Preisträger 2016. Nicht dabei sein kann oder will Bob Dylan, der mit dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt wurde. Er werde sich, so war zu lesen, von Patty Smith vertreten lassen.

Nach Bekanntgabe der Entscheidung des Nobelpreiskomitees in der ersten Oktober-Hälfte hatte er sich einen halben Monat Zeit gelassen, um darauf zu reagieren und es schien zunächst, als habe es ihm die Sprache verschlagen.

Diese Verweigerung einer raschen Reaktion brachte mich auf die Idee zu meinem Dylan-Porträt, das nun - rechtzeitig vor der feierlichen Übergabeveranstaltung - fertig geworden ist.

Es heißt "Sag erst ma nix", füllt als eine Art Hörbuch mit Musik und Zwischentexten zwei CDs, auf denen auch als "Pausenlieder" nach dem ersten Teil und "Zugaben" nach dem zweiten Teil ein paar ergänzende, von mir übertragene Lieder von Bob Dylan zu hören sind.

Die Ausgangslage für das Porträt/Liederprogramm ist diese:

Bob Dylan bekam am 13. Oktober 2016 den Literatur-Nobelpreis zuerkannt. Dazu schwieg er bis zum Monatsende.

Seit Anfang der Sechziger Jahre hat Dylan die Entwicklung der populären Liederlyrik weltweit so sehr beeinflusst, dass es kaum überschätzt werden kann.
Mit dem Preis für Dylan rückt auch eine der ältesten Varianten der Dichtkunst enger ins Blickfeld.

Es ist die Kunst derer, die sich besonders strengen sprachlichen Ausdrucksformen unterwerfen, in denen Metrik und Reime eine wichtige Rolle spielen. Durch die Verbindung von Sprache mit Musik hat sich eine Dichtkunst entwickelt, die verbunden mit einem gekonnten, eigenständigen Vortragsstil besonders die Gefühle anspricht.

Erinnert sei an früheste Werke diese Dichtkunst, etwa von Homer, oder an die griechische Mythologie, in der man einem Sänger namens Orpheus nachsagte, er habe mit seinem Gesang seine verstorbene Geliebte Eurydike - wenigstens vorübergehend - der Gewalt des Totenreiches entreißen können.

Nun ist Bob Dylan unbestritten kein begnadeter Sänger und kein unumstrittener Künstler. Und doch hat er diese Variante der Liederdichtkunst in den vergangenen fünf Jahrzehnten entscheidend geprägt. Als er mit Anfang Zwanzig in New York auftauchte, war er einer von vielen, die in der Nachfolge des legendären Folksängers Woody Guthrie mit Gitarre in den Kaffeehäuser des Szene-Stadtteils Greenwich Village Lieder singend ein paar Dollar verdienen wollten.

Ein anderer Sänger war Phil Ochs, kein halbes Jahr älter und deutlich politischer. Als Konkurrenten im Wettstreit, die sich immer wieder herausforderten, noch bessere Lieder zu schreiben, verbrachten sie viel Zeit miteinander, bis ersichtlich wurde, dass Dylan der Künstler mit mehr Erfolg und Einfluss werden sollte. 1965 kam es aus wohl eher lächerlichem Anlass zum Zerwürfnis.

Erst acht Jahre später kreuzten sich künstlerisch ihre Wege nur noch einmal. Inzwischen war Bob Dylan ein bewunderter Weltstar, und der erfolglose Phil Ochs ein gescheiterter Sänger, der seine Depressionen im Alkohol ertränkte. Drei Jahre danach nahm er sich im Frühjahr 1976 das Leben.

(Über Phil Ochs gibt es von mir unter dem Titel "Die Jagd nach Ruhm und Ehre" ein Porträt-Programm als musikalisches Hörbuch über drei CDs. Ich habe es - deutlich gekürzt - 2016 beim Pfingstfestival auf der Burg Waldeck gespielt. Das Dylan-Porträt "Sag erst ma nix" könnte auch als eine Art Ergänzung des Ochs-Porträts gesehen werden.)

Stellen wir uns vor, irgendwo hat der verblichene Phil Ochs Mitte Oktober 2016 von der Nobelpreis-Würdigung Dylans erfahren. Er überwindet alten Groll und es gelingt ihm in Dylans "Schweigezeit", eine direkte Verbindung in Dylans Kopf herzustellen. Ochs will an alte Zeiten erinnern, Missverständnisse ausräumen, Dylan zur Rede stellen, aber auch mit einem Dylan-Song der Travelling Wilburys ehrlich gratulieren…

...aber Dylan sagt erst ma nix...

Nobles Schweigen auf penetrante Fragen
an einen maulfaulen Nobelpreisträger -
ein monologischer Dialog,
durchsetzt mit ein paar recykelte "Zimmerman's Liedern".

Zögerliche Versuche behutsamer Annäherungen
an ausgesuchte kreative Phasen von Bob Dylan
mit Hilfe eines fiktiven Gesprächs zwischen ihm und Phil Ochs,
der auch an verschiedene Lieder des Literatur-Nobelpreisträgers erinnert.

Aus den Fingern gesogen von
Gerd Schinkel.

Bei Interesse gerne melden

herzlich

Gerd



Geschrieben: 09.12.2016 14:01
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Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
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Aw: John Lennon -Imagine
#18

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Danke, cArschti, für den Link

hier ein Versuch, der zumindest singbar ist...

STELL DIR VOR „Imagine“ John Lennon

Stell dir vor, es gibt kein’ Himmel.
Versuch’s, es ist nicht schwer.
Und unten keine Hölle,
nur Firmament, nicht mehr.
Und stell dir vor: Die Menschen
leben nur für heut.

Denk die Welt dir ohne Staaten.
Das ist leicht, du merkst es schon.
Kein Grund, zu morden und zu sterben,
und es gibt keine Religion.
Stell dir mal vor, die Menschen
leben friedlich und versöhnt...

Du, hu huhuhu –
sag mir ruhig, ich bin ein Träumer –
aber ich bin nicht allein.
Ich hoff’, auch du wirst noch mit uns träumen,
und die Welt wird einig sein.

Stell dir vor, es gibt kein’ Reichtum.
Vielleicht gelingt dir’s ja.
Also kein Grund für Gier und Hunger –
jeder ist für jeden da.
Und stell dir vor: Die Menschen
teilen sich die Welt...

g.sch

herzlich
Gerd

Geschrieben: 09.12.2016 13:22
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Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: bob dylan erhält den literaturnobelpreis 2016
#19

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ihr lieben,

bob dylan hat - wie schon mancher der literaturnobelpreisträger vor ihm - seine teilnahme an der feierlichen zeremonie zur preisverleihung abgesagt und auf andere verpflichtungen verwiesen. vielleicht gehen ihm auf seiner "never ending tour" die konzerte für seinen fans vor und er mag niemanden, der sich karten gekauft hat, enttäuschen - oder er hat schlicht und einfach auf so eine "nobelfeier" keine lust.

mein dylan-porträt-programm steht und heisst "sag erst ma nix". es ist ein monologischer dialog, bei dem phil ochs, der längst verblichene konkurrent auf den new yorker coffee-house-bühnen und den kungebungs-podien der bürgerrechtsbewegung, aus dem jenseits dem literatur-nobelpreisträger gratuliert und ihm lästige, respektlose fragen stellt. weil die aber unbeantwortet bleiben, verweist ochs dann auf einige ausgewählte songs von dylan. diese wurden von mir in die deutsche sprache übertragen. die aufnahme der lieder und der zwischentexte für eine doppel-cd folgt.

herzlich
gerd

Geschrieben: 16.11.2016
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
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Aw: ansagen/zwischentexte/moderationen
#20

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Ihr Lieben,

ich habe Eure Postings mit Interesse gelesen und will noch mal meine eigene Unsicherheit darüber einräumen, meinem Publikum zu viel Zwischentext zuzumuten. Ich gehöre selbst nämlich tendentiell eher zu denjenigen, die als Konsumenten während eines Konzertes lieber den Liedern lauschen als den "Bühnen-Dampfplauderern". Bei manchen werde ich das Gefühl nicht los, sie versuchen mutmaßlich mit Witzchen und Mätzchen ihr Programm unterhaltsamer zu machen, als es nach ihrem eigenen Eindruck nur mit ihren Liedern wäre. Und schließlich wurde doch Eintritt für ein Konzerterlebnis bezahlt und nicht dafür, dass annähernd die Hälfte der Zeit mit Geschwätz gefüllt wird.

Konzeptionelle Programme, die eher längeren monothematischen Radiosendungen entsprechen, abwechselnd mit Wortbeiträgen und Musik, die auch noch aufeinander Bezug nehmen, und bei denen der "Unterhaltungsfaktor" eigentlich gar keine Rolle spielt (obwohl ja immer wieder zu hören ist, dass ein Publikum im Konzert "unterhalten" werden will), werden nicht so häufig live auf Bühnen präsentiert. Ich merke, dass ich wachsenden Spaß daran entwickle - vielleicht kommt der "Radiomann" wieder durch, auch wenn ich während meines Berufslebens eher mit kurzen Darstellungsformen (Berichte, Kommentare, Nachrichtenminuten) zu tun hatte.

Die Gründe von Künstlern, sich nicht nur mit Liedern zu präsentieren, sondern auch "zwischen den Liedern" mit dem Publikum zu kommunizieren, kenn ich und kann ich nachvollziehen. Ich habe lange Zeit in meinen "normalen" Programmen, die nicht nach einem inhaltlich eher monothematischen Konzept aufgebaut waren, darauf vertraut, dass mir spontan zu den Liedern schon was einfallen wird: zur Entstehungsgeschichten, dem inhaltlichen Zusammenhang, zu erlebten Reaktionen usw.

Und dabei hab ich mich dann auch oft gefragt, ob das denn überhaupt irgendwen im Publikum interessiert, und ob nicht die Lieder selbst schon genug über sich mitteilen. Dieses Unbehagen bin ich auch nicht losgeworden, als ich mich an durchdachten und ausformulierten Zwischentexten bei meinen normalen Programmen versucht hatte und dabei dann auch noch das Gefühl bekam, mich in den Möglichkeiten zu spontanen Reaktionen einzuengen.

Deshalb mein Interesse an Antworten, die Eure eigene Erwartungshaltung als Konzertgänger und Konsumenten von Bühnenprogrammen wiedergeben.

Bei meinen Konzeptprogrammen versuche ich die live-Präsentation entsprechend der Hörbuch-Aufnahme zu halten. Denn ich möchte - auch meiner eigenen Erwartung als Konzertgänger und Tonträger-Käufer entsprechend - Künstler, die mich live überzeugt haben, auch gerne mit dem gekauften "Erinnerungsstück" so daheim wiederhören, wie sie mir noch im Ohr klingen... Wie oft enttäuschen leider bei Konzerten gekaufte Tonträger, wenn sie dann daheim abgespielt werden, weil nicht das zu hören ist, was man erwartet hat. Also, lieber Helmut, beim Konzert sind meine Zwischentexte nicht länger als auf den Hörbuch-CDs.

Jedenfalls nehme ich mal die bislang geposteten Reaktion eher als Ermutigung, mich durch Mahner und Warner, es mit Zwischentexten nicht zu übertreiben, nicht kirre machen zu lassen. Das Dylan-Programm wird also formal-konzeptionell nicht anders als die Vorgänger. (Dein Interesse, liebe Nicole, hab ich vermerkt...)

Aber vielleicht gibt es ja doch Konzertgänger, die sich durch längere Überleitungen zwischen Liedern in ihrer Begeisterung über das Konzerterlebnis mit ihren Lieblingskünstlern ausgebremst fühlen und lieber auf das "Zwischengelaber" verzichten wollen.

Das Publikum, das unbekannte Wesen...
und die Fans, die unberechenbaren Wesen...

herzlich
Gerd

Geschrieben: 03.11.2016
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ansagen/zwischentexte/moderationen
#21

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ihr lieben,
gegensätzliche reaktionen aus dem publikum machen mich neugierig und deshalb wäre ich froh über eure empfehlungen:
(ich finde leider die "umfrage-funktion" nicht mehr, sonst hätt ich dieses posting dort geschrieben).

ich habe als reaktionen auf mein "zuflucht"-programm, bei dem ich zwischen den liedern längere zwischentexte zum themenkomplex des folgenden liedes von manchmal 2 bis 3 minuten vortrage, von manchen leuten gehört, dies sei zu textlastig und zu schwer verdaulich, andere wiederum haben gerade darauf sehr positiv reagiert.

ich hab ja in allen drei konzept-programmen (zum jakobsweg, zu phil ochs und nun zur migration) längere und manchmal auch lange zwischentexte, die mehr sind als einfache ansagen. ich sitze derzeit an einem vierten konzeptprogramm über bob dylan als empfänger des literatur-nobelpreises. deshalb wäre ich besonders an euren antworten interessiert.

riskiere ich mit längeren zwischentexten, die immer noch kürzer als die lieder bleiben, eine publikumsüberforderung?
mögt ihr in konzerten von euren lieblingskünstlern längere verbindende sätze zwischen den liedern hören oder lieber kurze knappe ansagen und dafür mehr lieder? oder - wie es manche künstler ja auch machen - gar keine zwischenansagen?...

herzlich
gerd

Geschrieben: 01.11.2016
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Aw: "Zuflucht - willkommende Lieder"
#22

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Ihr Lieben,
wer sich den "Spaß" antun möchte, das komplette Hörbuch meines Programms "Zuflucht - willkommende Lieder" tatsächlich im Netz nachzulesen, kann dies inzwischen auch, und zwar hier.

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 27.10.2016
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"abgelaufen" - Lieder vom Jakobsweg
#23

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Ihr Lieben,
weil ich mal wieder einen Auftritt mit meinem Programm "abgelaufen - eigenfüßige Lieder vom Jakobsweg" vor mir habe, und zwar am Sonntag, 13. November 15 Uhr in Köln in einem Senioren-Zentrum im Uni-Center - gewissermaßen also ein Heimspiel... - hier mal für mein Unterforum eine kurze Vorstellung des Programms:

Was ist der Weg? Der Fortbewegungspfad dorthin, wo man hin will? Zu einem Ziel wo auch immer? Nah oder weit? Ist der Weg schon das Ziel? Oder das Ziel etwa im Weg? Welcher Weg führt zum Ziel? Zielt der Weg womöglich daneben?

Wer auf den Jakobsweg geht, ist auf der Suche. Mit Fragen im Gepäck und will unterwegs Antworten finden. Wer Schritt vor Schritt setzt, setzt sich auseinander: Mit sich selbst, seinen Nächsten, mit Gott und der Welt. Er hat so seine Gedanken - und denkt sich sein Teil.

Ich bin Ende August 2014 auf den Jakobsweg gegangen, bin 160 Kilometer auf den sieben Schlussetappen gelaufen. Rentner haben Zeit. Ich verknüpfe inzwischen das, was ich 34 Jahre als Journalist hauptberuflich gemacht habe, mit dem, was all die Jahre zurückstehen musste: Mit Musik: Ich besinge nun in aktuellen eigenen Liedern das, was passiert und was mir passiert.

Damit mich keiner falsch versteht: Ich hab gehofft, dass mir der Jakobsweg Anregungen für Lieder gibt, hab aber nicht nach Stoff gesucht, um anklagende oder scharfe kritische Lieder zu schreiben. Ich wollte mich nicht unerkannt unter vermeintlich durchgeknallte Gottesfürchtige mischen, um sie anschließend hämisch lächerlich zu machen. Ich wollte gucken, was da passiert, und sehen, ob dabei auch was mit mir passiert, und falls ja, was.

Unterwegs bin ich immer wieder stehengeblieben, hab meine Eindrücke und Gedanken in Stichworten festgehalten, meine Gefühle erspürt, meine Empfindungen bestaunt, und gleich nach der Rückkehr aus Santiago de Compostela meine Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse zu knapp 30 Liedern verarbeitet: Nachdenklich und verunsichert, einsichtig und aufgebracht, leutselig und neugierig, nachsichtig und spöttisch, erschöpft, trotzig und stolz auf das Geschaffte.

Davon will ich berichten, Euch mitnehmen, dran teilhaben lassen, Euch meine Erinnerungen erzählen, mit Euch meine Bewertungen nachempfinden, meine Gefühle zurückrufen und Euch Lieder vorsingen... Euch so unterhalten... - vielleicht auch auf den Weg schicken... auf Euren Weg...

Wer mag, kann das komplette Programm auf meiner Webseite nachlesen, und zwar hier

herzlich
Gerd



Geschrieben: 27.10.2016
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Aw: Wer ist wohl der größte, erfolgreichste, beste Liedermacher?
#24

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liebe nicole, lieber helmut,
macht mich nicht verlegen... ich bin ganz sicher nicht der grösste derjenigen, die ihre eigenen lieder singen (weil es sonst keiner tut... 😉), auch nicht der längste, der erfolgreichste schon gar nicht, und der beste hat gerade den nobelpreis bekommen ... da misch ich höchstens unter der grasnarbe mit, und wenn ein paar meiner lieder gefallen und vielleicht einige unter die haut gehen, bin ich schon zufrieden - und auch stolz. und kreativere und fleissigere liedermacher gibt es sicher auch.
herzlich
gerd

Geschrieben: 14.10.2016
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bob dylan erhält den literaturnobelpreis 2016
#25

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gerade vernommen - gratulation!
kaum ein anderer hat so sehr die songlyrik geprägt wie er...
ich gönne ihm den preis sehr. er hat ihn mehr als verdient!!!
herzlich
gerd

Geschrieben: 13.10.2016
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Aw: "Zuflucht - willkommende Lieder"
#26

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Das Programm "Zuflucht - willkommende Lieder" wird auch am Samstag, 29. Oktober um 20 Uhr in einem privaten Hauskonzert in Bonn-Bad Godesberg zu hören sein, und zwar ebenfalls mit den "Kanuten".

Interessenten können den genauen Ort und die Anmeldeadresse bei mir erfragen.

Das ungekürzte musikalische Hörbuch "Zuflucht - willkommende Lieder" mit 74 Liedern und gesprochenen Zwischentexten ist bei mir erhältlich.

Herzlich

Gerd

Geschrieben: 12.10.2016
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"Zuflucht - willkommende Lieder"
#27

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Gerd Schinkels aktuelles Programm „Zuflucht – willkommende Lieder“ am Sonntag, 23. Oktober 2016 beim Woody Guthrie Festival in Münster

Gerd Schinkel gibt am Sonntag, 23. Oktober um 19 Uhr das Abschlusskonzert des diesjährigen Woody Guthrie Festivals Münster. Und anders als zunächst geplant, ist er nicht solo auf der Bühne zu erleben, sondern seine „Kanuten“ – Wolfgang Kassel aus Düsseldorf (Gitarre, Banjo, Akkordeon, Mundharmonika), gewe Spiller aus Bonn (Bass und Tuba) sowie als neuer „Wassersportler“ fest eingestiegen ist der Ruderer Chris Biederwolf aus Celle (Mandoline, Slide-Guitar, Banjo, Mundharmonika)

Zum zehnten Mal findet vom 21. - 23. Oktober im Bennohaus das Woody Guthrie Festival Münster statt. Seit 2007 präsentieren sich hier Liedermacher, Bands und Chöre, die sich den Migranten, den Gewerkschaften und dem Antifaschismus zugehörig fühlen und an den Aktionen ihrer Bewegungen teilnehmen. Die Gäste sind eingeladen – zum Zuhören und Mitmachen!

Hier die Übersicht über das Programm des Woody Guthrie Festivals:

Freitag, 21.10.2016 20.00
Den Auftakt des Woody Guthrie Festivals in Münster machen am Freitagabend, 21.10. um 20 Uhr das Duo Contraviento und Claudia Lahn mit ihrer Revue „¡Ay, Carmela!“. Die Revue wurde im Jahr 2011 für das Woody Guthrie Festival entwickelt. Sie erinnert an die Internationalen Brigaden, die vor 80 Jahren – zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs – aus vielen Ländern nach Spanien kamen, um die Republik gegen den Militärputsch der Generäle um Franco zu verteidigen. Die Revue „¡Ay, Carmela!“ bringt uns Lieder, Bilder und Gedichte aus dieser Zeit nahe; viele davon sind heute noch im Kampf gegen den Faschismus präsent. Eintritt: 8 Euro.

Samstag, 22.10.2016 14.00
Am Samstagnachmittag (14 – 18 Uhr) findet im Bennohaus Münster eine öffentliche Konferenz zum Thema „Wie bunt will Westfalen sein – Kultur und Migration in unserer Region“ statt. Veranstalter ist die Fraktion DIE LINKE im Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Weitere Infos dazu gibt es dort. Die Konferenz ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenfrei.

20.00
Doppelkonzert Michael Zachcial / Chor Signale
Michael Zachcial von der Gruppe „Die Grenzgänger“ präsentiert Auszüge aus dem Programm „Die Schiffe nach Amerika“. Er nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise durch die deutsche (Auswanderer-)Geschichte. Für dieses Programm erhielt die Gruppe den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. (www.folksong.de)
Seit über vierzig Jahren engagiert sich der Chor „Musiktheater Signale e.V.“ für die Unterstützung von Projekten, die Menschen in benachteiligten Regionen der Welt in die Lage versetzen, ihre Lebensbedingungen in selbstverwalteten und demokratisch strukturierten Prozessen nachhaltig zu verbessern. Der Chor Signale engagiert sich aktuell auch in der Flüchtlinghilfe. Ein Aktions-Chor im besten Sinne des Wortes. (www.signale-ev.de)
Eintritt: 10 Euro

Sonntag, 23.10.2016 18.00
Mitsingabend: Wie in jedem Jahr gibt es auch diesmal beim Woody Guthrie Festival das Angebot, selbst zu singen - Songs und Lieder, die sich mit Emanzipation, Frieden und der Situation von Migranten beschäftigen. Jede und Jeder, die gern singen, sind willkommen. Textblätter werden gestellt.

19.00
Am Sonntagabend, 23.10. präsentiert der Kölner Liedermacher Gerd Schinkel (der in der Web-Ankündigung des Festivals zunächst versehentlich als „Düsseldorfer“ bezeichnet wurde…) ab 19 Uhr sein Programm „Zuflucht - Willkommende Lieder“. Das Programm ist eine Reaktion auf die politische Entwicklung in Europa, speziell in Deutschland. Es geht um die verstärkte Migration von Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten, die bei ihrer Flucht vor Tod, Leid, Elend, Folter und Hunger ihr Leben riskieren, nur um weit entfernt von ihrer Heimat ein Ziel zu erreichen, an das sie ihre Hoffnungen knüpfen. Schinkel schreibt seit 1970 eigene Lieder. Seine Gitarre spielt er verblüffend abwechslungsreich mal folkig im Fingerpicking-Stil, mal in rockiger Schlagtechnik, mal bluesig im Groove, melodisch, rhythmisch und perkussiv.

Das Woody Guthrie Festival Münster wird vom Rosa-Luxemburg-Club Münster in Kooperation mit dem ver.di –Ortverein Münster, dem FolkTreff Münster und der Fraktion Die LINKE im LWL veranstaltet.

Geschrieben: 12.10.2016
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Aw: Migrationslieder
#28

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hallo ihr lieben,
na, da hat sich der kraftakt ja schon gelohnt. und falls, lieber clemens, tatsächlich ein kontakt zu ner flüchtlings-initiative zustande käme, wäre das ja prima. und deine notizen zu meinem jakobsweg-programm würden mich schon als hörerecho interessieren...
und was du, liebe nicole, alles so im netz findest... die konzertkritik von dieter wasilke, dem prohrammplaner des venner folkfrühlings, hatte mich sehr gefreut, aber auch verlegen gemacht, denn so eine anerkennung und würdigung ist ja nicht selbstverständlich. für das ochs-programm hatte ich auch schon pfingsten auf der waldeck grossen zuspruch bekommen. reinknien in ein thema zahlt sich offenbar aus.
ich danke euch fürs interesse. bestellungen werden prompt erledigt.
herzlich
gerd

Geschrieben: 30.09.2016
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"Zuflucht - willkommende Lieder"
#29

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Ihr Lieben,

ich wollte mal - für den, den es interessiert - eine Erklärung für meine Forums-Passivität in den letzten Wochen und Monaten geben. Ich hatte mir einen kreativen Kraftakt vorgenommen und hab diesen nun gestemmt.

Das Thema "Migration" beschäftigt mich ja schon eine ganze Weile, und nun hab ich ein durchkonzeptioniertes Konzept-Programm daraus gemacht. Dabei habe ich auf Lieder aus meinem gesamten Repertoire zurückgegriffen, darunter auch ein paar "recykelte" Lieder, also von mir gecoverte Songs, die ich aber in die deutsche Sprache geholt habe.

Dieses Programm biete ich nun unter dem Titel "Zuflucht - willkommende Lieder" sowohl als Konzert an, als auch auf Tontägern, und zwar mit den Zwischentexten, also gewissermaßen als musikalisches Hörbuch in zwei Versionen:
einmal in der Kurzform auf 2 CDs (15 €),
und einmal in der Langversion über 5 CDs (25 €).
Das Begleitheft (88 Seiten, DIN A 5, 5 €) umfasst alle Lieder der Langversion.

Damit habe ich nach dem Porträt-Programm über Phil Ochs, das es komplett auf drei CDs plus zwei Begleithefte (Textheft und Biografie von Phil Ochs in Prosa, zusammen 25 €) gibt, und nach dem Programm "abgelaufen - eigenfüßige Lieder vom Jakobsweg" (Doppel-CD mit Liedern und Zwischentexten plus Begleitheft für 20 €) mein drittes Konzeptprogramm, das in einer speziellen Form des "musikalischen Hörbuchs" erhältlich ist.

Die Preise erklären sich aus dem Umfang der Waren und der Arbeit, die ich hineingesteckt habe, auch wenn nicht alle Lieder in den letzten Monaten entstanden, sondern schon älteren Datums sind. Nun kann ich erst mal wieder durchatmen, denn die "Besessenheit" von dem neuen Projekt hat nun nach Abschluss der Arbeiten ein wenig nachgelassen.

Natürlich würde ich mich über Interesse freuen. Falls also jemand Kontakt zu Initiativen hat, die sich mit Flüchtlingsarbeit befassen, wäre ich dankbar für Kontaktvermittlung. Meine "Premiere" mit dem Programm in seiner aktuellen Version hatte ich gestern, und es war sowohl für das Publikum, als auch für mich eine bewegende Erfahrung, weil eine ganze Reihe der Lieder offenbar nicht nur mir beim Vortrag unter die Haut gehen.

Das Programm "Zuflucht" setzt sich mit einer Fülle von Aspekten auseinander, die in der öffentlichen Diskussion rund um das Thema Migration eine Rolle spielen. Das Programm hat nun, nachdem ich es ja schon beim Folkfrühling in Venne im Mai aufgeführt hatte, seine vorläufige Endfassung gefunden und geht beispielsweise sogar schon auf die ganz aktuellen Schwierigkeiten von CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ein, sich mit einem hierzulande Fußball spielenden und ministrierenden Senegalesen abzufinden...

Bei Interesse bitte melden.

Herzlich

Gerd

Geschrieben: 29.09.2016
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Aw: Migrationslieder
#30

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Liebe Nicole,

danke für Deine netten und motivierenden Zeilen und die Neugierde, mal im Internet zu googeln, wie denn meine Lieder so woanders ankommen.

Ja, das Festival "Folkfrühling" in Venne war in diesem Jahr für mich schon besonders: Ich hatte mich erst gar nicht für die Teilnahme beworben, war dann aber gefragt worden, ob ich zum Thema des Festivals "Menschenwürde" aktuelle Lieder beisteuern könnte, und als ich dies bestätigt hatte - mit Verweis auf die von Dir besprochene CD "Zuflucht" (die übrigens inzwischen auf eine Doppel-CD angewachsen ist...) - kam der Vorschlag von den Veranstaltern, dieses Programm doch in Auszügen ins Festival einzubringen.

Danach kam dann noch von den Veranstaltern die Idee, meine Lieder mit einer Lesung zu kombinieren, in der vier Autoren im Seniorenalter aus ihren Texten über ihre Kriegs- und Nachkriegserfahrungen mit Flucht, Vertreibung und Integrationsproblemen vorlesen. Mich hat sehr gefreut, dass diese Konzeption und das gemeinsame Programm so einen Anklang gefunden hat. Schade, dass außer Mario (der auch beim großen Finale ein Lied zum Festival-Thema beigesteuert hat) meines Wissens nach niemand aus dem Forum in Venne dabei gewesen ist - oder sollte ich mich täuschen?

Herzlich
Gerd

Geschrieben: 12.05.2016
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