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Aw: Meine Impressionen von der Haiti-Konbit 2017 (+ Konzertankündigung)
#1

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Keine Frage, dass ich zu TiCorns Konzert am 10.2.2018 nach Hamburg fahren werde! Die wunderbaren Fotos zum Bericht folgen bald, ich muss sie noch verkleinert kriegen...

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: Gestern 22:33
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Meine Impressionen von der Haiti-Konbit 2017 (+ Konzertankündigung)
#2

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Von bezaubernder Musik, der Vernetzung von Kulturen, Kinderschuhen auf dem Tisch und ganz viel Lebensfreude

Meine Impressionen von der HAITI KONBIT 2017 (die Haiti Konbit ist ein jährliches Fest organisiert von der Haiti-Med. e.V. für Haitianer und Haitifreunde im Gemeindesaal der Schlosskirche Düsseldorf-Eller)

14. Oktober 2017, ein sonniger Samstag
Schon lange hatte ich mich auf diesen besonderen Tag gefreut: Nicht nur, um meine Mutter, die mich dieses Jahr erstmals zur Haiti-Konbit begleitete, mit meiner Begeisterung für die haitianische Kultur anzustecken, sondern auch, weil ich dank einer Übernachtungsmöglichkeit in direkter Umgebung einmal wirklich bis zum Ende der Veranstaltung würde bleiben können, ohne mir Sorgen zu machen, in der Dunkelheit noch mindestens zwei Stunden Zug nach Hause zu fahren.

Letzte Vorbereitungen zum Herbstfest
Wir machten uns so zeitig auf den Weg, dass die Hinweisschilder auf den Gemeindesaal in Düsseldorf-Eller noch gar nicht aushingen, und so lief ich zunächst zielsicher an der richtigen Einfahrt vorbei, fand dann aber schließlich doch noch mein Ziel, wo uns Percussionist Donald Holtermanns aus der Band TiCorn & Friends herzlich empfing. Die Musiker und Tänzer waren noch voll und ganz mit dem Bühnenaufbau und Soundcheck beschäftigt, aber eine kurze freudige Begrüßung kam gleich von allen Seiten – ob schon lange miteinander bekannt oder gerade erst kennengelernt!

Wie auch in den Jahren zu vor kümmerte ich mich um den CD-Stand, der durch die zahlreichen Überraschungsgäste mit ihren musikalischen Projekten – und dann auch neuen Tonträgern! - stetig anwächst. Als dieser aufgebaut war, blieb noch genug Zeit, um mit Veronika die von mir vorher vermissten Hinweisschilder auf die Haiti-Konbit aufzuhängen und die Einfahrt ein wenig zu schmücken.

Eine Ankunft in „Rot und Blau“
Gerade als wir die Bänder in rot und blau, den Farben der haitianischen Flagge, aufgehängt hatten, fuhr der neue haitianische Botschafter, Monsieur Dr. Alexandre, mit einer Delegation aus Berlin vor. Er begrüßte auch mich mit herzlichen Worten, von denen ich leider kaum etwas verstand, da sich „mein Creole“ auf wenige Liedtexte und Ausdrücke beschränkt. Soviel konnte ich aber der Gestik und Mimik entnehmen, dass sich der Botschafter auf das Fest freute und das Event sehr wertschätzte. Glücklicherweise verlief die Kommunikation während des Festes hauptsächlich auf Französisch und manchmal sogar Deutsch, sodass meine Mutter und ich mühelos daran teilhaben konnten.

Nach und nach kamen immer mehr Gäste, das Foyer füllte sich mit fröhlichen Menschen, die sich – teilweise seit einem Jahr! – wiedersahen, aber auch schnell Kontakte zu neuen Teilnehmern knüpften. Ich freute mich dieses Jahr besonders darüber, Paula Iten aus der Schweiz neu kennenzulernen, die viele Jahre auf Haiti gelebt hat und nun Vorsitzende einer Organisation ist, die ganzheitliche und nachhaltige Hilfe für Haiti zum Ziel hat. Es war spannend, ihren Erzählungen zu folgen, und Fotos von den jeweiligen Projekten zu sehen. So dient die Haiti-Konbit doch jedes Jahr aufs Neue auch der Vernetzung von Kulturen und der Bündelung von Engagement zum Erhalt derselben.

„Schrei der Muschel“
Als schätzungsweise alle Gäste eingetroffen waren, sollte das facettenreiche Bühnenprogramm beginnen: Eine Trommlergruppe, die Familie Malbranche, zu der sich auch schnell Donald gesellte, gab das Signal für alle, sich einen Platz im Saal zu suchen. Wer sich noch etwas draußen in der Sonne aufhielt, wurde von Camille (aus der 3. Generation der Haitianer in Deutschland) durch den „Schrei der Muschel“ herbeigerufen.

Es folgte Jennie Clérette mit einer beeindruckenden Rezitation eines Gedichts in deutscher Sprache unter der Begleitung ihres Vaters Guillaume Sévère an der Gitarre.

Daraufhin gab es ein paar kurze Begrüßungs- und Dankesreden von Dr. Alexandre und weiteren Ehrengästen, bevor mit der bekannten Sängerin und Songwriterin TiCorn („petite Cornelia“ Schütt) und ihrer Band, sowie weiteren Überraschungsgästen, Renes BBWI aus London und Don Pelo aus München, der musikalische Teil des Abends eingeläutet wurde.

Facettenreiches Programm

Das Besondere am Programm 2017 war, dass es diesmal nicht nur die Sänger und Musiker, sondern auch die Tänzerinnen Zsuzsa Parrag und Annett Hofmann von Anfang an gemeinsam gestalteten: Gleich zum ersten Lied „ Nan guinen“ von TiCorn kamen sie mit einem Lichtertanz bis zur Bühne. Das Publikum ließ sich sofort in den Bann der bezaubernden Klänge und dem Rhythmus Yanvalou ziehen und nahm die Schwingungen auf. Vor allem die Kinder strahlten in großer Lebensfreude. Ob TiCorn mit ihren vielseitigen Begleitmusikern Brahm Heidl und Donald Holtermanns nun ruhigere Songs wie „Peleren“ (Pilger) oder schwungvolle wie „Pa kitem dejo“ oder „Haiti rise up“ interpretierte, der lebhafte Applaus spornte alle Künstler an.

Große Begeisterung begleitete auch Renes BBWI mit „Latin Jazz“, dem Liebeslied „Marylin“ sowie „Jistis Pou Yo“ (Gerechtigkeit für euch) und Don Pelo mit „The Envelope“, „Different Man“ und seinem Hit „Jah, Jah protect us“, bei dem kräftig mitgesungen wurde. Alle Programmpunkte wurden ineinander verflochten, spontan getragen von der gesamten Band und mit Tanzelementen untermalt.

Die Tänzerinnen ließen es sich auch nicht nehmen, ZuschauerInnen mit auf die Tanzfläche zu ziehen und so konnte das Publikum u.a. auch die mitreißende Tanzeinlage von Juliana aus Hamburg bestaunen.

Für viele Lacher sorgte, dass TiCorn für ihr traditionelles „Choucoune“, Gina Laforest von der haitianischen Botschaft in Berlin ihrer Schönheit wegen auf die Bühne bat und mit ihr gemeinsam den Song performte. Natürlich ließ sich Gina nicht andichten, untreu wie die angebetete Choucoune zu sein, doch sie wurde den Abend gerne noch neckend „Choucoune“ genannt. Beim abschließenden Rara „Gade d'lo“ hielt es schließlich keinen einzigen mehr auf seinem Stuhl, die Tanzfläche war restlos ausgefüllt und die Stimmung auf ihrem Höhepunkt, als sich spontan eine Polonaise formte. Als kleine Zugabe sangen dann alle gemeinsam das ersehnte „Haiti chérie“.

Kulinarische Reise und ab auf die Tanzfläche...

Mittlerweile freuten sich alle auf das Abendessen, und bei guten Gesprächen und unter großem Lob der haitianischen Köchinnen, die das Menü seit Tagen schon vorbereiteten, für die kulinarischen Genüsse wurden landestypische Köstlichkeiten, wie Süßkartoffeln, Reis mit Bohnen, Maniok, würziges Geflügel und vieles mehr, verspeist. Ich probierte von allem ein wenig und könnte gar nicht sagen, was mir nun am besten schmeckte, es war alles sehr lecker. „Wenn dieser Nachtisch keinem gehört, nehme ich ihn gerne! Ich muss schließlich noch tanzen, da kann ich einen zweiten vertragen!“, sagte meine Tischnachbarin.

Wer sich weiter unterhalten oder CDs und Kunstgegenstände erwerben wollte (Don Pelo hatte eigene Gemälde mitgebracht und Paula Iten Schmuck, der auf Haiti hergestellt worden war), zog sich ins Foyer zurück. Alle anderen tanzten ausgelassen zu der aufgelegten Musik des DJ Jean-Luc, der wie auch schon die Bühnenkünstler vom fantastischen Sound von Kai unterstützt wurde, im Saal. Plötzlich und unvermittelt stellte der kleine Moyo seine Schuhe auf den Tisch, den er selbst kaum überblicken konnte: „Ich will jetzt tanzen!“ Sein Wunsch wurde ihm prompt erfüllt, denn seine Mutter brachte ihn – ohne Schuhe, die waren schließlich beim Tanzen überflüssig! – auf die Tanzfläche.

Ausklang
Bei so viel guter Unterhaltung merkt man gar nicht, wie die Zeit verfliegt. Glücklicherweise wurde kurzerhand ein „Sammeltransport“ zum Hotel organisiert, und mit den lieben Menschen, die ebenfalls dort unterkamen, konnten wir die wunderbare Veranstaltung während eines gemeinsamen Frühstücks mit den Vorstandsmitgliedern noch einmal Revue passieren lassen.

Besonders herzlichen Dank an die Vorstandsmitglieder von Haiti-Med e.V., die uns dazu einluden.

Wir hoffen, dass dieses gelungene Fest auch wieder viele zu Spenden angeregt hat. Informationen zu Hilfsprojekten der Haiti-Med e.V. finden Sie auf ihrer Website.
Wir freuen uns bereits jetzt auf die Haiti-Konbit im nächsten Jahr, am Samstag, den 6. Oktober 2018, in Düsseldorf-Eller, Schlossallee 8!

Das bedeutet aber nicht, dass mich Haiti, seine Musik, die Sprache und seine Projekte nicht auch das ganze Jahr über begleiten: Wer in Hamburg lebt, halt gleich doppeltes Glück, denn er kann sowohl dem sich regelmäßig treffenden Haiti Club Hamburg beitreten, wie auch TiCorns Konzert am 10.Februar 2018 im BIB Hamburg Altona besuchen. Auch wenn es eine längere Anreise bedeutet, das ist es mir wert, ich werde mir das Konzert nicht entgehen lassen!

Anne Drerup, freie Autorin und Rezensentin beim Online-Magazin „Ein Achtel Lorbeerblatt“, Copyright November 2017

Geschrieben: Gestern 22:31
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Aw: EAL grüßt das Liedermacher-Forum.
#3

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Hallo David,

schön, dass du dich hier meldest - bedeutet das, dass man dir wieder Rezensionen und Konzertberichte fürs Lorbeerblatt schicken kann? Zwischenzeitlich hab ich ein paar - längst noch nicht alle, die ich wollte und sollte, aber ich arbeite weiter daran! - geschrieben, und da ich eine Zeit lang Rike nicht erreichte, um sie ins Lorbeerblatt zu setzen, hab ich sie dann eben einfach hier im Forum gepostet, oder für die Websites der Künstler frei gegeben oder... was eben gewünscht war.

Was mich betrifft, war für mich längst alles wieder "auf 0 gestellt", da ich ja sowohl mit den Liedertrefflern als auch mit einigen aus der EAL-Redaktion befreundet bin und das soll auch so bleiben! Schreiben werde ich so oder so, gerne für EAL, aber auch eben für alle anderen, die das wünschen und dann irgendwo veröffentlichen können/wollen. Kurzbewertungen liegen mir nicht, aber dafür schaffe ich dann nicht so viele Besprechungen. Deshalb ist es aber trotzdem gut, wenn es von denen weitergemacht wird, die das gut können.

Vielleicht ist es ja eine gute Idee, Berichte/Rezensionen sowohl bei EAL als auch hier im Forum und auf weiteren Plattformen online zu stellen, weil es dann einfach mehr Menschen erreicht... Doch das sollten vor allem die entscheiden, deren Musik besprochen wird!

Bis zum Jahresende hab ich noch genug CDs zur Besprechung da... danach kann wieder was geschickt werden, da gebe ich dir (oder wer das verteilt?) mal meine aktuelle Postadresse...

Viele liebe Grüße,

Anne

PS @ Helmut: Ich fand es sehr gut, dass wir beim Liedertreffen unmittelbar nach dem EAL-Forums-Zwist miteinander gesprochen haben. Ich hatte da keinen Rochus mehr und hätte auch gar nichts erwartet, hatte dann aber das Gefühl, dass wir uns richtig verstanden haben und sich jeder wertgeschätzt und akzeptiert fühlen konnte. Direkt miteinander zu reden und das nicht über einen Forumsthread auszutragen, scheint meiner Ansicht nach besser zu funktionieren...

Geschrieben: Gestern 22:04
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Aw: Wer nicht fragt bleibt dumm
#4

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Tja, dann zitier ich hier mal Wilfried Schmickler: "Ich weiß es doch auch nicht!"
Passt damit vielleicht als Ergänzung in Chrizz' Lied "Wer weiß" - oder die Experten geben uns hier eine Antwort!

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 10.11.2017 14:16
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Aw: Homepage Nicole Oelmüller
#5

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Liebe Nicole,

die Homepage ist sehr schön geworden, KLASSE!
@ Uwe: Na, es hindert sicherlich keinen daran, das Kontaktformular auch als Buchungsanfrage zu verwenden, wenn man ein Konzert mit Nicky organisieren möchte, oder?

Viele liebe Grüße,
eure Anne

Geschrieben: 09.11.2017 10:20
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Aw: Christian Grote - MACHT MUSIK!
#6

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Liebe Petra,

davon weiß ich nichts - ich vermute aber, dass wir diesbezüglich auf die LIVE-CD bzw. -DVD von Chrizz warten müssen...

Geschrieben: 08.11.2017 17:03
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Aw: Christian Grote - MACHT MUSIK!
#7

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Liebe Petra,

den Wunsch erfülle ich doch gerne.

Hier nun also: "Wer weiß":


"Da liebe ich dich durch":


"ABC-Perpetuum":


"Unreimliche Romanze":


Viel Freude beim Anschauen und Dank an Susan fürs Aufzeichnen!
Herzliche Grüße,
Anne


Geschrieben: 08.11.2017 12:23
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Aw: Christian Grote - MACHT MUSIK!
#8

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Hallo, ihr Lieben!

Schon längst wollte ich vom großartigen Konzert von Chrizz in Rheinbach berichten - es war am 30. Oktober - aber wie es im Leben so spielt, kam mir immer was dazwischen: Entweder war ich krank oder ich musste etwas anderes wichtiges erledigen und bin dann wieder nicht dazu gekommen. Das ist auch der Grund, warum sich einige noch ein wenig gedulden müssen, bis die CD-Besprechungen fertig werden... Aber dann werden sie eben auch richtig gut, versprochen!

Also, der Konzerttag: Bereits um die Mittagszeit kam Chrizz mit seinem Tour-Auto in Rheinbach an und wir unternahmen erst mal einen kleinen Spaziergang in die "Big City" und zum Gemeindesaal, damit er sich seine Location einmal anschauen konnte und die Büchereileiterin beruhigt war, dass das Konzert auch wirklich stattfinden kann (In den Tagen davor kam nämlich ab und zu die besorgte Anfrage: "Und Sie sind sicher, dass Herr Grote auch kommt und nicht erkältet ist oder so?" Dank eurer Tourbeiträge hier im Forum war ich mir da aber ganz sicher!)

Das Engagement von allen Seiten und der Raum sorgten gleich für gute Stimmung, und wir sollten um 17 Uhr zum Aufbau wieder da sein. Zeit genug, um noch etwas zu Mittag essen zu gehen, zu quatschen... ich hielt dabei immer mein Handy im Auge, weil meine Freundin Petra aus Berlin, die sich zur Zeit aber in Dortmund und Troisdorf bei Verwandten/Freunden aufhielt, auch zum Konzert und zum Übernachten kommen wollte. Gegen halb drei war sie dann auch bei uns und wir konnten Tee trinken und meine selbstgebackenen Ananas-Muffins verspeisen. Danach setzten Chrizz und ich noch eine spontane Generalprobe an, denn ich durfte an diesem denkwürdigen Abend (Ausruf der Organisatoren: "Wir stehen auf einem Tour-T-Shirt!") auch ein paar Mal mit auf die Bühne! Übrigens auch mit dem ABC-Perpetuum, Amori, und das geht eigentlich nur auswendig, sobald man drüber nachdenken muss, stolpert man, und bringt dann so was wie "yps, ixilon", wie mir Chrizz erzählte!.

Innerhalb von kurzer Zeit verwandelte sich der Gemeindesaal durch kleine Tischgruppen mit Stühlen, Blumen, Kerzen, Chrizz CD-Aufstellern und kleinen Knabbereien in eine wohlige Atmosphäre. Weil es auch ein Klavier gab, nutze Chrizz dies für "2 is besser". Wir probten noch einmal vor Ort und hätten dabei für ähnlich verrückt gehalten werden können wie die "Gutschi!Gutschi!"-Eltern, mit unserer Einbläu-Aktion: Egal, was da steht: süßer, kleiner, süßer kleiner! (Zweistimmiger Refrain bei "Wer weiß")

Um 19.30 Uhr ging das Konzert los, das mit 32 Zuhörern und einer Reporterin vom Generalanzeiger, die allerdings nur für den Anfang blieb, nicht schlecht besucht war. Zur großen Freude gab es mit Mari, Susan, Felix und Holger auch ein Mini-LT, die Zuhörer setzten sich ansonsten aus ganz verschiedenen Leuten zusammen: Chorkollegen, meiner Family, Bekannte und mir völlig Unbekannte, die also auf die Plakatwerbung hin gekommen waren. Nur von meinen Kolleginnen aus der Schule hatte es keine geschafft, aber die werden sich ärgern, nachdem ich ihnen nun ein paar Videos, die Susan von unseren Duetten gemacht hat, zugesendet habe... Wenn es gewünscht wird, stelle ich auch entsprechende Links hier rein!

Es wurde sehr viel gelacht, die Songauswahl war super, und auch die ernsteren Themen kamen nicht zu kurz. Ich glaube, meine Mutter favorisierte "Na und" wegen des überdeutlichen "P!" besonders. Ich schreibe mal alle Titel auf, an die ich mich gut erinnere: "Der will nur spielen!", "Gutschi,Gutschi!", "Willkommen auf der Erde", "Zauberer" "Zeit für Helden" (mit neuer Strophe), "Wer weiß" (Duett), "Du musst immer einmal mehr aufstehn", "Na und?", "Oldenburg","2 is besser" "Da liebe ich dich durch" (Duett - von meinem Schwager in spe wurde mir daraufhin glatt eine Liebesgeschichte angedichtet, also hat der Gesang wohl überzeugt! Doris braucht sich aber keine Sorgen zu machen, ich hab's gleich richtig gestellt!), "Sie", natürlich auch die lustigen Varianten around the world von "Horch, was kommt von draußen rein", "Kindergebet"...

Als Zugaben gab es dann das "ABC-Perpetuum" und "Unreimliche Romanze", ebenfalls zu zweit gesungen und mit vielen Lachern, und als Zugabe der Zugabe gab es auf allgemeinen Wunsch einer einzelnen Organisatorin noch das "Schlusslied".

Es war sooooo schön - und dann so schnell vorbei! Chrizz' CD-Kontigent, das während der Tour schon sehr geschrumpft war, reichte bei weitem nicht aus, und so wird er in den nächsten Tagen noch eine lange Bestellliste aus Rheinbach erhalten. Viele packten selbstverständlich mit an, um den Raum aufzuräumen, ich bekam noch einen Blumenstrauß überreicht und wir machten einige Fotos - von denen ich leider noch nichts hier reinstellen kann, weil sie mir noch nicht alle geschickt wurden, und dann muss ich auch erst mal rauskriegen, wie ich sie vom Handy auf den Laptop bekomme.

Bei mir zu Hause quatschten wir noch eine ganze Weile und tranken Tee. Am nächsten Morgen gab es dann ein großes Frühstück - soll ja keiner sagen, dass der letzte Tourneetag ein Reinfall war! - und Chrizz machte sich gegen 11 Uhr auf den Weg nach Hause. Petra blieb noch bis nachmittags und so konnten wir uns das Städtchen mit Glasmuseum etc. ansehen und noch gemeinsam etwas zu Mittag essen.

Solche Konzerte dürfte es öfter geben! Also, ich organisier gerne wieder was, und Chrizz kann ohne Frage gerne wiederkommen, laut Rückmeldung war seine Darbietung genauso gut wie die unseres Meysters!

Sobald ich Zeit finde, wird auch noch ein Artikel für Lokalpresse und Bücherei-Homepage geschrieben... aber jetzt rufen erst noch ein paar andere Pflichten!

Mit ganz herzlichen und musikalischen Grüßen!
Eure Anne

Geschrieben: 07.11.2017 12:13
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Nicole Oelmüller: "Steiniger Weg" (CD-Besprechung)
#9

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“Niemals Nummer eins”? - Von wegen! Über das erste - und hoffentlich nicht einzige! - Nummer 1-Album von Nicole Oelmüller: “Steiniger Weg”

Wenn Reinhard Mey singt “Welch ein Geschenk ist ein Lied” - wie groß ist dann erst das Geschenk einer ganzen - und nicht-kommerziellen - CD? In ihrem liebevoll gestalteten Booklet mit sämtlichen Liedertexten und kleinen Entstehungsgeschichten auf “Steiniger Weg” (2017) äußert sich Nicole Oelmüller wiefolgt:

Diese CD ist unverkäuflich und für Liederfreunde gemacht, die sich für meine Texte und Lieder interessieren und über meine musikalischen Unzulänglichkeiten hinweg hören können.

Unzulänglichkeiten?! Das scheint doch etwas übertrieben, denn auch wenn es sich nicht um ein abgemischtes, hochprofessionelles Studioalbum handelt, sind die Lieder mit Tiefe sehr angenehm zu hören und können locker mit anderen CD-Aufnahmen “mithalten”. Außerdem gab es bei der Gitarrenbegleitung die Unterstützung und Ermutigung eines Vollprofis, Gerd Schinkel, bei dem sich die Künstlerin natürlich herzlich bedankt. Bescheiden wünscht sie sich, dass ihre Lieder, die ihr persönlich so wichtig sind, Gehör finden.

Doch die eigentlich ausnahmslos autobiografischen Texte über gesellschaftlich betrachtet wichtige und grundlegende Themen verdienen mehr als nur Gehör, nämlich Resonanz. Deswegen sei nun das Augenmerk auf die 16 verschiedenen, in den letzten sieben Jahren entstandenen Liedern im einzelnen gerichtet - ohne sie in eine Chronologie hineinzwängen zu wollen:

Was ihnen allen gemeinsam ist, ist die ruhige, balladenartige Vertonung. Die Texte erstrecken sich von Naturbeschreibungen und persönlichen Liebesliedern bis hin zu (über)lebenswichtigen Themen, meist anhand von Einzelschicksalen. Angefangen hat wohl alles mit dem -auf der CD vorletzten - Lied “Unsichtbar” (2010/Überarbeitung 2015), das den Entschluss nach einem Konzert des wohl größten Idols, das einen leider aber nicht wahrnimmt, eigene musikalische Spuren zu hinterlassen, unterstreicht: “Ich lerne Gitarre, Noten, Akkorde, ich bin auch mal dran. Ich werde berühmt für große Hall’n, du wirst seh’n und dann - bin ich dein Idol, dein Star, doch für dich nie unsichtbar.” Eine Entscheidung, die bewundernswert ist - ob mit zunehmender Bekanntheit allerdings sicher sein kann, dass sich unter den vielen Zuhörern auch - undabsichtlich- einmal unsichtbare befinden werden, bleibt fraglich...

Zu den ruhigen, angenehmen Naturballaden zählen sowohl “Herbstgarten” (2015) als auch “Königin im Winter” (2016), eine Liebeserklärung an die Insel Sylt, auf der nicht nur dieses Lied von Nicole Oelmüller entstand. Auch “Unbekannt verzogen” (2016) über das besondere Ereignis, eine Flaschenpost zu finden, die aber nicht an einen selbst, sondern an eine Frau gerichtet ist, die man nicht kennt, doch die ihre Familie zu verlassen haben scheint, wurde dort zeitnah festgehalten und in einem Lied verewigt - nachdem die Flaschenpost wieder zurück ins Meer geworfen wurde, wo sie eines Tages hoffentlich von der richtigen Leserin gefunden wird.

Nicole Oelmüller greift viele ernste Themen in ihren Liedern auf, Begegnungen, die sie selbst berühren und bewegen, dankbare Erinnerungen, die Aussicht auf Verbesserung. Letzteres wird wohl am stärksten in “Kleine Chance” (2014) deutlich, das ihrem “Patenkind” aus einem ehrenamtlichen Projekt für Kinder und Jugendliche aus sozial und emotional vernachlässigten Familien gewidmet ist: Während zunächst die Frage gestellt wird, wer sich um solch ein Kind mit all seinen Problemen und familiären Belastungen schert, heißt es im Schlussrefrain: “Ich will für dich da sein, ich pass auf dich auf. Nütz deine kleine Chance auf ‘nen helleren Lebenslauf.” Denn diese Chance existiert, auch wenn jeder Mensch an seinen “Narben” (2016), ob nun sichtbar, oder weil seelischer Natur, unsichtbar, erkennt, dass es im Leben einiges zu ertragen und überwinden gibt. Besondere Menschen, die einen begleiten, können eine große und langfristig anhaltende Hilfe sein, wie das rührende Dankeslied an den früheren Klassenlehrer “Herr K.” (2015) belegt: “Ob er ahnt, wie er mich prägte mit allem, was er damals tat? All die Jahre in Gedanken fragte ich nach seinem Rat.”

Wie schnell es allerdings auch geschehen kann, dass man sich plötzlich am Rande des eigenen Lebensweges wiederfindet, beschreiben die Lieder “Dunkle Stunden”(2015), “Ausgebrannt” (2016) und “Andere Welt”(2017): Ersteres beschäftigt sich mit dem Phänomen der Depression, wobei aus eigenen Erfahrungen aus ehrenamtlicher Arbeit in einem Heim für psychisch kranke Frauen geschöpft wird. Zweiteres beinhaltet das schier immer weiter verbreitete Burnout, gerade in sozialen Berufen, und ist deshalb allen Menschen gewidmet, “die gerade dabei sind, wieder ihren Weg zu finden auf der Autobahn des Lebens”, und letzteres behandelt ein Thema, mit dem sich jeder über kurz oder lang als Betroffener oder Angehöriger auseinandersetzen muss: dem Thema “Alter und Demenz”. Einerseits ist das Gedächtnis für das Hier und Jetzt verloren, andererseits existieren noch sehr frühe Erinnerungen weiter und letztlich ist dem Betroffenen doch irgendwie das Dilemma bewusst, ohne es zu wollen anderen zur Last zu fallen, was nicht selten eine Todessehnsucht mit sich zieht...

“Steiniger Weg” hat aber natürlich nicht ausschließlich ernste und düstere Themen zum Inhalt. Die wohl charmanteste Absage für das jährliche “Liedertreffen” (2015) enthält das gleichnamige Lied, das trotz der eigenen Traurigkeit darüber, einmal aus beruflichen Gründen nicht mit von der Partie sein zu können, beschwingt und positiv klingt, weil es ganz einfach die schönen Facetten des Treffens an sich beleuchtet. Zumal die “Computermaus” für den Austausch bis zum nächsten Treffen einen gewissen Trost spendet...
“Geschafft” (2015) fällt durch seine flotte Begleitung besonders auf und erscheint als eine Art “Druckventil” bei der beruflichen Neuorientierung, die ein gutes Ende nimmt (was sich im Vorfeld ja aber leider nicht voraussagen lässt). Weil das “Liebeslied” (2015) einen so persönlichen Text hat, wagt sich die Rezensentin an keine Interpretation und möchte es an dieser Stelle einfach bei dem Kommentar belassen, dass dies eine sehr schöne Ballade geworden ist.

“Niemals Nummer eins” (2015), das Resümee über das Leben als ständig Zweite, mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet, ist für jeden, der Nicole Oelmüllers CD einmal angehört hat, wohl Geschichte... Es ist ein Nummer 1-Album, und es läuft außerhalb jeglicher Konkurrenz! Schließlich gibt es eben auch wichtigeres im Leben, was das rockige “Ja, nein, vielleicht” (2014) verdeutlicht, denn manchmal ist Zeit so kostbar, was sich am ehesten erkennen lässt, wenn diese fehlt, z.B. um eine Antwort zu erhalten, auf die Frage, ob der Schwarm einen auch mag... Der Brief im Ferienlager bleibt unbeantwortet, da der Junge bei einem Unfall im See ertrinkt.

Steine - sie gehören auf unserem Lebensweg einfach dazu, ob wir uns an ihnen stoßen, darüber stolpern oder darin ein Stück Vergangenheit eines uns liebenswerten Gegenübers lesen können: “Ich wünscht ich könnte auch ein Stein in deinem Bild des Lebens sein” - Mit ihren Liedern schenkt Nicole Oelmüller ihren Zuhörern gleich mehrere Teile aus ihrem “Mosaik des Lebens” (2016).

Hut ab vor diesen Liedern, da gehen Ohren und Herz auf! Wer “Steiniger Weg” selbst nicht kennt, aber nun Interesse bekommen hat, es sich anzuhören, wendet sich am besten an die Künstlerin persönlich- er wird nicht unsichtbar bzw. ungehört bleiben.
Auf hoffentlich weitere Lieder, Begegnungen und viele kleine Mosaiksteinchen freut sich

Anne Drerup
(freie Autorin und Rezensentin beim Online-Kleinkunstmagazin “Ein Achtel Lorbeerblatt)


Geschrieben: 26.10.2017 20:47
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Aw: Konzerthinweis und Nachlese
#10

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Liebe Luise,

da bist du ja ganz schön deiner Zeit voraus, mit einem Konzertbesuch am 8. Oktober
Danke für den Radiohinweis, ich hab schon mal ausprobiert, sowohl Livestream als auch Mediathek kriege ich am Computer eingestellt. Und da steht auch was davon, dass man sich Sendungen aufnehmen kann...

Viele liebe Grüße,
deine Anne

Geschrieben: 21.09.2017 18:07
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Aw: Es geht weiter: "Lieder auf Banz" 2017 - Wer ist dabei?
#11

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Hallo Georg,

weil Luise mir von der Ausstrahlung erzählt hat, hab ich "Lieder auf Banz" im Livestream angeschaut. Sehr schön - wäre eine Überlegung wert, im nächsten Jahr hinzufahren, wenn das bei mir geht, zumal dann ja auch noch Bodo Wartke angekündigt ist...
Von den Newcomern hat mir Fee Badenius mit Abstand am besten gefallen. Von Marcel Brell finde ich persönlich, kenne ich bessere Lieder von seinem Album "Alles gut, solang man tut". "Einfach" von Willy Astor finde ich auch stark. Der Hammer. Und Konstantin Wecker - ein würdiges Finale. Hoffe, damit hab ich nicht allzu viel verraten, für die, die es noch in der Mediathek anschauen wollen...

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 15.08.2017 16:15
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Aw: Pippo Polina Trio: Il sole che verra - In Dachau und ich bin dabei
#12

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Liebe Marianne,

die CD ist wunderschön - viel Freude beim Reinhören!
Ich kenne sie von Luise, die war nämlich auf einem Konzert von Pippo und hat die CD gleich mitgebracht. Hoffe, er tritt auch mal bei uns in der Nähe auf!

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 25.06.2017 11:13
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Aw: RiHam - Escape
#13

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Hallo RiHam,

willkommen im Liedermacherforum !
Wie du siehst, gibt es hier einiges zu entdecken und die Möglichkeit, sich über Musik auszutauschen. Sei aber bitte nicht enttäuscht, wenn es mit Antworten manchmal etwas dauert - ich wollte mir z.B. genügend Zeit nehmen, deinen Song anzuhören, aber davon bleibt im Alltag nicht genug...
Sehr schöner Song, Respekt!
Wenn ich ganz ehrlich sein darf, gefällt mir die ungemasterte Version aber viel, viel besser: Deine Stimme und der Text kommen dort richtig zur Geltung, und bei dem anderen finde ich den Klatsch-Beat eher störend! Ist aber natürlich auch Geschmackssache...
Mach auf jeden Fall weiter, ich bin gespannt auf weitere Lieder!

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 17.06.2017 09:47
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Aw: Neu hier...
#14

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Sehr schön, gefällt mir, hab gleich in ein paar Lieder/ Videos reingehört. Nach Wien kann ich so ohne weiteres nicht, zumal zu diesem Datum bei uns die Ferien enden, aber wenn du eine CD oder einen Konzertmitschnitt oder so etwas hättest, könnte ich dir gerne eine Rezension schreiben...
Vielleicht wäre auch das Liedertreffen was für dich???

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 07.04.2017 15:36
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#15

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Liebe Luise,

freut mich sehr, dass dir die Besprechung gefällt! Mein CD-Exemplar könnte ich auf jeden Fall zum LT mitbringen, aber vielleicht meldet sich Uwe ja auch noch an...

In dem Thread der christlichen Liedermacher stand genau die gleiche Rezension. Dort hatte ich sie zuerst gepostet. Dann hatte mich Uwe selbst gebeten, sie zu "verschieben", wozu ich aber nicht die nötigen Rechte hatte. Also hab ich sie noch einmal gepostet mit dem Hinweis, dass der alte Thread gelöscht werden dürfte, was Georg auch prompt erledigt hat - danke dafür!
Es ist also Absicht, dass sich der alte Thread nicht mehr öffnen lässt - denn da steht jetzt nix mehr drin.

Bis ganz bald und viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 07.04.2017 15:22
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CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#16

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„An mir liegt's nicht“ - vielleicht aber am „Meinungsbunker“ oder an „Rita Lynn“?!

Uwe X bewegt mit seinem neuen Album frisch aus dem Release-Konzert (11.02.2017)

Zugegeben, wenn man die starken neuen Lieder von Uwe X. (Schäfer) nicht erst auf dem Release-Konzert, sondern bereits bei einem Release-Release-Konzert Mitte Januar genießen durfte, wäre es wohl kaum zu viel verlangt, dass die CD-Besprechung wie geplant zur Veröffentlichung fertig ist...war sie aber eben leider nicht!
Die Entschuldigung dafür liefert – praktischerweise – direkt der Albumtitel „An mir liegt's nicht“ - dann schon eher am Alltagsstress und an Zeitmangel. Doch was lange währt, wird endlich gut – und zum Glück haben Lieder und CDs ja kein Verfallsdatum!

Auch in seinem fünften Album bleibt der engagierte Pfarrer und Liedermacher seinem individuellen Stil treu: einer Mischung aus Blues, Folk und Rock, aussagekräftigen Texten, einer guten Prise Humor, den Instrumenten, die er selbst spielt (Gitarre, Irische Bouzouki, Bluesharp, Footpercussion), sowie seinem Bandkollegen Jojo Walter am Bass. Neu sind Hanjo Gäbler am E-Piano sowie die Stimme von Hannah Tinkybell in mehrstimmigen Passagen, und es gibt erstmals ein Cover unter den zehn neuen Songs, was sonst eigentlich gar nicht Uwe X.'s Ding ist (man erinnere sich nur an „Hömma, wenn ich du wär, dann wär ich lieber ich!“): Doch bei Carsten Cullas „Verlorene Söhne“ (oder wie es im Heimatdialekt des Ennepetalers so schön hieße „Wechgekommene Blagen“) stimmt einfach die Identifikation zu 100 Prozent - „Genau so hätte ich über das Thema auch geschrieben, ein großartiges Lied von Carschti!“, kommentiert Uwe X seine Wahl. Inhaltlich handelt es von dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn, allerdings eher noch aus „psychologischer“ Perspektive.
Religiösen Bezug, wahrscheinlich schon von Berufs wegen, haben dann noch zwei weitere Songs: das ruhige und stimmungsvolle „Bei Dir zuhause“, das die Dankbarkeit, sich bei Gott geborgen zu fühlen, ausdrückt, und das rockige und selbstironische Titelstück „An mir liegt's nicht“, das an die Haltung des betenden Pharisäers gegenüber dem Zöllner angelehnt ist. Frei nach dem Motto: Die Welt könnte so viel schöner sein, wenn alle so wären und sich so korrekt verhalten würden wie ich!

Mit viel Schwung und mal mehr, mal weniger Country-Stil, aber immer sehr eingängig, kommen „Rita Lynn“, eine ironisch-witzige Lobeshymne auf das wohl bekannteste Beruhigungsmittel bei ADHS, und „Nach leer kommt implodier'n“ daher. Letzteres hat eine sehr gute und lebensnahe Message, gerade bei Workaholics oder Menschen mit Helfersyndrom: „Mehr geben, als man hat, nein, das kann nicht funktionier'n // denn nach voll kommt leer, und nach leer kommt implodier'n!// Was and're von dir woll'n, das ist lange keine Pflicht, // gib fröhlich, was du kannst, doch vergiss dich dabei nicht!“ Auf das Implodieren kam Uwe Schäfer laut Ansage übrigens durch sein persönliches Unwort des Jahres: „Leergut – na, wenn meine Flasche Bier leer ist, dann ist das gar nicht gut! Doch dann hab ich überlegt, was wohl passieren würde, wenn ich versuchte, aus der leeren Flasche immer weiter zu trinken – die würde implodieren, also ist es dann doch gut, wenn ich merke, wann sie leer ist!“

Im Kontrast zu diesen sehr humorvollen Stücken stehen „Gnadenloser Richter“, ein Blues mit hervorstechender Basslinie und Bluesharp im Zwischenspiel, das sich mit dem Auflehnen gegen den eigenen, inneren Richter und Zensor befasst und diesen letztlich rauswirft, und „Meinungsbunker" , das sich dann mehr den schädlichen Einflüssen von außen zuwendet: Es plädiert für mehr Toleranz im Gegensatz zu starren, festgezurrten Meinungen und Haltungen, die absolut gesetzt werden und damit ausgrenzen. Man sollte sich nicht in solche Meinungsbunker zurückziehen, und vor allem anderen, die sich daraus befreit haben, nicht die Luft zum Atmen nehmen. Hinterfragen, reflektieren, sich weiter entwickeln, Fragen zu lassen, wäre die sinnvolle Alternative.

Auch Liebeslieder dürfen auf dem neuen Album nicht fehlen: „Sinn gehabt“ beschäftigt sich humorvoll mit der Frage, was denn geworden wäre, wenn man denn Maler, Barde, Eismann oder Erfinder wäre und in jeder Rolle seine Liebste verwöhnte – was allem gemeinsam ist: „Ich hätte nicht umsonst gelebt, denn mein Leben hätte Sinn gehabt.“ Die Situation, wenn einen die Liebe schlagartig, wie ein Blitz überkommt, beschreibt die Rockballade „Schmetterling“, die analog zum „Feel-good-Movie“ als „Feel-Good-Song“ bezeichnet werden könnte, textlich wie musikalisch: „Schmetterlinge aus dem Paradies // starten durch, wenn der Amor seine Pfeile verschießt, // wenn die Sehnsucht kommt, alle Tränen vergießt, // wenn man überfließt und es so genießt!“

„Wenn du traurig bist“ spendet durch seinen Refrain Trost und die Gewissheit, nicht allein zu sein. Musikalisch setzt Uwe X dies durch unterschiedliche Tonarten und Rhythmen in Strophen und Refrain um. Als Bonustrack hat der Liedermacher „Tanzen auf Scherben“ ausgewählt und neu aufgelegt. Ein tiefgründiger Song, der auf jeden einzelnen, insbesondere aber sicherlich auf die Schutzsuchenden anwendbar ist: die Kinder und Mädchen, die Uwe X zusammen mit Schlussstrich e.V. aus der Kinderprostitution bringen will. Das gesamte Album widmet er daher Triveni Acharya, einem „Engel der Barmherzigkeit. Gemeinsam mit ihrem mutigen Team rettet sie Tausende von Mädchen aus der Zwangsprostitution und ermöglicht ihnen ein neues Leben.“

Wer ein Konzert von Uwe X besucht oder eine CD kauft, tut damit gleichzeitig ein gutes Werk, da der Erlös Schlussstrich e.V. zugute kommt, und sowohl bei organisatorischen Aufgaben der ehrenamtlich wirkenden Mitglieder sowie ganz konkret für Maßnahmen vor Ort und in Einzelfällen benötigt und eingesetzt wird.
Alle Texte zum neuen Album sowie Konzerttermine finden sich, wie gewohnt, auf der Website www.uwex-musik.de

Anne Drerup




Geschrieben: 01.04.2017 17:47
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Aw: A Star is born
#17

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Herzlichen Glückwunsch!
Matilda sieht bezaubernd aus!
Alles Gute für die gesamte Family!

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 11.03.2017 19:06
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Aw: Interview mit Katja Ebstein bei München.tv
#18

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Danke, liebe Rike, hab es gleich mal an den "Freundeskreis" (ehemals Fanclub) von Katja weitergeleitet. Schön, dass gerade so viel Aktuelles von ihr gesendet wird! Wir telefonieren mal wieder, wenn ich aus den Ferien zurück bin, ja?

Alles Liebe,
deine Anne

Geschrieben: 05.01.2017 11:47
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Aw: guten rutsch ins jahr 2017
#19

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Hallo, ihr Lieben!

Wünsche Euch ebenfalls alles, alles Gute für 2017! Tolle Liedtexte, würde ich gerne mal vertont hören!
@Gerd: War aus Zeitmangel nicht so häufig im Forum in letzter Zeit, daher bin ich noch nicht nachgekommen, alle Beiträge zu lesen. Interessiert mich aber, insbesondere, wenn es Liedtexte sind!
@ Nicky: Wunderbar, ein Lied über Sylt - ich habe gerade eines über Amrum geschrieben, aber weil der Inhalt beim nächsten Liedertreffen für Lacher sorgen soll, werde ich den Text vorher nicht posten... Ein zweites ist fertig zu der Melodie von Meys "Danke, liebe gute Fee", allerdings mit traurigem Anlass: Amrums Urgestein, Fee Felmy, ist im Herbst ziemlich plötzlich gestorben. Mit 98 Jahren - sie war im Sommer aber noch so fit, dass ich mir ganz sicher war, sie nächsten Sommer wieder zu treffen - zumal ihr in einer indischen Palmblattbibliothek prophezeit worden war, 106 Jahre alt zu werden...
@ Carschti: Hättest du beim nächsten LT Lust, mit mir zweisprachig "So lange man singt, dokut ze spiva" zu singen? Hab den tschechischen Text ein paar mal mitgesungen, bis zum Mai könnte das klappen.

Musik ist so eine Universalsprache! Hab ich jetzt auch bei meiner Vertretungsstelle erfahren, als wir im Unterricht Lieder gesungen haben - ein Flüchtlingsjunge aus der ersten Klasse, der noch nicht so viel Deutsch spricht, war immer ganz dabei und konnte sogar als einziger heraushören, welches Lied ich gerade auf der Gitarre angestimmt hatte. So schön!

Viele liebe Grüße,
eure Anne

Geschrieben: 30.12.2016 22:27
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Aw: Konzertbericht über die Haiti-Konbit (8.10.2016)
#20

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Guten Morgen, ihr Lieben!

Nachträglich noch ein schönes Gruppenfoto von der Haiti Konbit:
TiCorn (in der Mitte) mit Chantal Guerrier, Renès BBWI (links) , Don Pelo und Deyo Daniel (vorne), Dr. Bataille (rechts) und weiteren Gästen...

Viele liebe Grüße,
Anne

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jpg  Gruppenbild Haiti Konbit 2016. klein.jpg (127.30 KB)
2160_581051828c299.jpg 702X469 px

Geschrieben: 26.10.2016
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Aw: Welche Liedermacher findet man an häufigsten in euren Regalen?
#21

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Hallo, ihr Lieben!

Meine Top 3 sind:

1) Katja Ebstein

2) Reinhard Mey

3) TiCorn

(wobei ich bei Platz 3 allerdings als einziges sagen kann, dass ich wirklich ALLE Tonträger habe - also wäre das in Sachen Vollständigkeit Platz 1 )

Viele liebe Grüße,
Anne

die auch noch viele andere großartige Liedermacher kennt, die gerne noch weitere CDs rausbringen sollen!

Geschrieben: 16.10.2016
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Konzertbericht über die Haiti-Konbit (8.10.2016)
#22

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Karibisches Oktoberfest in Düsseldorf

Meine Impressionen von der „Haiti Konbit“ mit TiCorn & Friends
(die Haiti Konbit ist ein jährliches Fest organisiert von der Haiti-Med. e.V. für Haitianer und Haitifreunde)


Foto: TiCorn & Friends auf der Bühne

Es ist Samstag, der 8. Oktober 2016: Mit vielen schönen Erinnerungen an die Haiti-Konbit der vergangenen beiden Jahre mache ich mich auf den Weg nach Düsseldorf – diesmal in Begleitung einer Freundin, die extra dafür aus Frankfurt angereist ist: Sie ist sehr gespannt, die haitianische Kultur, vor allem die Musik, auf diesem besonderen Event kennenzulernen.


Als wir in Düsseldorf-Eller am liebevoll geschmückten Saal ankommen, werden wir gleich herzlich begrüßt. Ich sehe einige bekannte, aber auch neue Gesichter, und stelle fest, dass mancher eine noch viel längere Fahrt als wir mit unseren 2,5 Stunden auf sich genommen hat, um an diesem Fest teilzunehmen – beispielsweise Freunde aus Hamburg oder Dr. Bataille, ein Vertreter der haitianischen Botschaft aus Berlin. Schnell entwickeln sich anregende Gespräche und es treffen immer weitere Gäste ein.


Das Programm wird eröffnet von einer haitianischen Trommelgruppe und dem „Schrei der Muschel“ als Signal für das Publikum, sich einen Platz zu suchen. Nach einer persönlichen Ansprache beginnt das Konzert der haitianischen Singer/Songwriterin TiCorn („petite Cornelia“ Schütt, deutsche Abstammung) in Begleitung von Multi-Instrumentalisten Brahm Heidl und Percussionisten Donald Holtermanns.


Die aktuellen Meldungen über den tropischen Wirbelsturm Matthew übermitteln zu diesem Zeitpunkt noch nicht das volle Ausmaß der Zerstörung der Südspitze Haitis. Doch Betroffenheit und Mitgefühl verbinden sich bereits mit dem Wunsch, durch Solidarität und tatkräftiger Unterstützung die Not zu lindern, die diese Naturkatastrophe auslöst. Trotz der Schicksalsschläge und dem Elend, die der Bevölkerung Haitis zum wiederholten Male widerfahren (auf das verheerende Erdbeben von 2010 verwüstet nun der Hurrikan den Süden der Insel), sei es wichtig, an den positiven Seiten der Kultur festzuhalten, daran zu glauben und mitzuwirken, Haiti wieder aufzubauen, heißt es in der Begrüßungsrede von Dr. Bataille. Auch bei den Künstlern ist großes Engagement zu spüren. TiCorn erklärt: „Wir haben unser Programm kurzfristig geändert. Die Hymne „Sous le ciel d'Haiti“ von Marcel O. Gilles drückt die Liebe aus, die wir für unsere Heimat empfinden. Meine Gebete sind bei den Menschen in Jérémie mit „Pelerèn“ („der Pilger“), ein Lied, das aus dieser Region Haitis stammt.“


Ihre Chansons und kreolischen Texte sind bewegend wie facettenreich: Es folgt ein Duett mit Brahm Heidl der beliebte Hochzeitssong „Deklarasyon“ aus der Feder des bekannten Poeten Jean-Claude Martineau (Koralen). Wie sich das Thema der Gleichberechtigung und gegenseitigen Achtung zweier Liebenden in den warmen Timbres der Stimmen und den ineinander fließenden Melodien widerspiegelt, ist faszinierend.


TiCorn & Friends – das bedeutet in diesem Jahr ganz besonders viele Überraschungs-gäste! Für die Ballade „Pa kriye Anita“ aus dem preisgekrönten Kinderfilm „Anita“ (1980), hat die Sängerin die damalige Hauptdarstellerin, Chantal Guerrier (Anita), zum Mitsingen eingeladen. TiCorn spielte die Meeresgöttin Simbi, die das Restavek Anita (= junge Mädchen, die bei anderen Familien als kleine Dienstboten unterkommen) tröstet und ihm Hoffnung gibt.

Foto: Chantal Guerrier und TiCorn


Von dem aktuellen Album „12 Voices of Haiti“ (12 Singer/Songwriter mit haitianischen Wurzeln, die in Europa leben, präsentieren ihre Musik und Kultur mit jeweils einem Song), das es gleich bei der Veröffentlichung auf Platz 7 der europäischen Weltmusik-Charts geschafft hat, kann das begeisterte Publikum gleich zwei Lieder hören: TiCorns schwungvolles „Songe mon yo“ („Erinnere die Berge“), das die Abholzung beklagt und alle Bäume aufzählt, die es auf Haiti zu erhalten gilt – und den Troubadour Renès BBWI (aus London) mit seiner Ballade „Choubidou“, die er in Dankbarkeit seinen Eltern widmet. Die Künstler bedanken sich bei Dr. Yves Polynice - die Haiti Konbit war der Auslöser zu diesem Album.



Die Bühne füllt sich mehr und mehr, denn die Künstler unterstützen sich gegenseitig bei ihren Auftritten mit Trommeln, Rasseln und Tanzeinlagen. So verwundert es kaum, dass auch die Zuhörer bald klatschend in den jeweiligen Rhythmus mit einsteigen und nur zu gerne den Refrain von „Plakatap Bourikman“ mitsingen: „Plakatap, plakatap, bourikman. Sak prese – pran devan“ („Schritt für Schritt,wie ein Esel, hast du es eilig , überhole doch!“). Der Aufforderung zum Tanzen kommen jedoch zunächst nur ein paar Kinder nach, die sich zu „Fet Champete“ (Dorffest) auf der Tanzfläche drehen.


Zwei weitere musikalische Gäste, Don Pelo und Deyo Daniel, die laut eigener Ansage „Soul Brothers“ sind, sorgen mit ihren engagierten Beiträgen „ Be patient“ und „Jah, Jah protect us“ ebenfalls für energiegeladene Stimmung – spontan getragen von der Band und zahlreichen Rhythmusinstrumenten.


„Wer singt mit mir „Haiti Chérie“?“, fragt TiCorn zum Konzertfinale. Als sich Dr. Bataille auf die Bühne begibt, trauen sich schließlich auch einige weitere Haitianer zu TiCorn & Friends an die Mikrofone. Mit dieser Liebeserklärung an die Heimat endet das Konzert, das gerne noch länger hätte gehen dürfen. Andererseits soll ja auch noch genügend Zeit für weitere großartige Tanzdarbietungen (u.a. Zsuzsa Parrag und Jennie Clérette), Gespräche, das köstliche Abendessen und gemeinsame Tanzsession mit DJ Fedor sein.


Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Haiti Konbit, die ich auf keinen Fall versäumen möchte. Vielen Dank an alle engagierten Mitglieder der Haiti-Med. e.V., die dieses Fest und die Begegnung überhaupt möglich machen und so wunderbar organisieren! Natürlich hoffe ich, dass Haiti nun gerade in dieser schweren Zeit nicht vergessen wird und die dringend notwendige Hilfe bekommt, die es jetzt – mehr denn je –braucht. Als Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird, baut die Musik Brücken zueinander. Danach liegt es an jedem einzelnen von uns, diese Brücken auch zu betreten und zu gehen.

PS: Für alle Interessierten, die nicht ein ganzes Jahr warten möchten: Am 13. November 2016 geben TiCorn & Friends ein Benefizkonzert in der Lätarekirche in München.
http://www.silenzio.com/WebRoot/Store ... /Eventkalender-Ticorn.pdf

Anne Drerup, freie Autorin und Rezensentin beim Online- Kleinkunstmagazin „Ein Achtel Lorbeerblatt“, Copyright Oktober 2016

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jpeg  Gruppenfoto Haiti Konbit.jpeg (85.67 KB)
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jpg  TC & Anita blue - cut jpg.jpg (73.58 KB)
2160_58007b420afad.jpg 553X457 px

Geschrieben: 14.10.2016

Bearbeitet von Anne1986 am 25.10.2016 21:12:09 Grund (optional): Ergänzung
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Aw: Dritte Wahl - Zu wahr um schön zu sein
#23

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Danke fürs Teilen, Carschti - hab's mir auch gerade angehört und es gefällt mir!

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 13.10.2016
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Aw: Wenn ich ein Gott wäre...
#24

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Hallo Helmut,

genau der eine Begriff war es ja, der mich fragen ließ, ob damit ausschließlich Israel gemeint sein sollte (der jüdische Glaube ist doch auf der ganzen Welt verteilt, wenn auch in unterschiedlicher Größenordnung und, ich nenne es jetzt mal "Strenge"). Dieses Gefühl des Auserwähltseins kenne ich noch aus dem Kontext von Sekten (und da nicht wenig, ob sie jetzt weitere Menschen missionieren oder nicht), und ich hatte auch direkt die Assoziation des amerikanischen Überlegenheitsgefühls (liegt vielleicht daran, dass ich vor knapp einer Woche die Veranstaltung "literarische Reise durch die USA" von meiner Mutter besucht habe). So hatte ich also die Strophe verstanden und gar nicht gemünzt auf Israel/Israels Politik (wobei dies sicherlich als Paradebeispiel dort mit hineinfällt!). Ist schwierig, vielleicht sollte man, um jegliches Missverständnis auszuschließen, einen der beiden Begriffe austauschen (also entweder "das bessere/höherwertige Volk" oder "die von mir Auserwählten" - wenn es aus der Perspektive irgendeines Gottes geht, dann trifft es auch auf jede monotheistische Religion zu). Hab ich es jetzt so erklärt, wie ich es tatsächlich meine? Ich weiß es nicht, aber ich hab's versucht.

Liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 05.10.2016
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Aw: David Lübke aus Lemgo
#25

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Hallo Dirk,

danke für den Hinweis! Schön, weitere Liedermacher-Newcomer zu sehen! Beim ersten Hören ist die Stimme nicht ganz mein Fall, aber so lange die Texte stark sind, sehe/höre ich gerne darüber weg! Kennst du noch weitere Lieder/ hast du das Album?

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 05.10.2016
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Aw: Wenn ich ein Gott wäre...
#26

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Hallo Victor, hallo Helmut,

habe mir gerade noch mal das Ursprungsvideo (YouTube) angehört, um ganz sicher zu gehen, wie ich die erwähnte "umstrittene Strophe" verstanden habe und weiterhin verstehe: Ich kann da keine isolierte Israel-Kritik feststellen, sollte sich das an dem Ausdruck "auserwähltes Volk" festmachen??? Das würde aber genauso für Fundamentalisten anderer Religionen gelten, die sehen sich als auch als "die Auserwählten" und der Rest ist Abschaum und kann ausgerottet werden. Dass Friedensbemühungen boykottiert werden, geschieht ebenfalls nicht nur in Israel, da gibt es zahlreiche weitere Beispiele weltweit... Ich denke, meine Entscheidung wäre gewesen, die Strophe nicht zu verändern, aber mit denjenigen, die sich daran stoßen/ diese missverstehen, ins Gespräch zu kommen. Irgendwo auch ziemlich entlarvend, wenn jemand solch eine allgemeine Kritik nur auf sich selbst bezieht... bzw. hochmütig/selbstgerecht von allen anderen, die meinen, nicht sie oder ihr Volk, sondern ausschließlich Israel wäre damit gemeint...

Nachdenkliche Grüße,
Anne

Geschrieben: 05.10.2016
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Konzerte in Deutschland diesen Herbst :-)
#27

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Moin, ihr Lieben!

Heute möchte ich euch auf die nächsten Deutschland-Konzerte von TiCorn hinweisen (von der ich beim letzten Liedertreffen ja auch das Voodoolied "Agohé" gesungen habe ):

Am 8.10.2016 in Düsseldorf bei der Haiti Konbit (hier würden wir uns auch treffen) und am 13.11. in München, in der Lätare-Kirche.

Hier die Links mit allen wichtigen Informationen:

https://www.facebook.com/events/866777 ... ra_data%22%3A%5B%5D%7D%5D

https://www.facebook.com/events/873922 ... ra_data%22%3A%5B%5D%7D%5D

Bis zur Tour des "Meysters" müssen wir ja noch ein Jahr warten, aber darauf freue ich mich natürlich auch!

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 30.09.2016
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Aw: Änderung auf der Startseite
#28

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Ihr Lieben,

ich hatte bislang darauf nichts kommentiert, weil ich dachte, dass ich bei meinem Laptop (ohne Maus) SELBER auf eine Umschaltung gekommen war, sodass sich plötzlich etwas anderes zeigte als die Forumsübersicht. Demzufolge habe ich die "Änderung" der Startseite bislang gar nicht richtig wahrgenommen...

Dein Engagement in allen Ehren, migoe - und Ausprobieren ist ja erst mal auch gut, finde ich - aber mach's nicht zu kompliziert! Ich denke, es ist besser, wenn jeder User selbst entscheiden kann, ob und wann er auf etwas anderes schaltet, und wäre dafür, man käme und bliebe automatisch auf der Forumsseite mit den aktuellen Beiträgen, wenn man sich einloggt!

Danke aber trotzdem für die ganzen Überlegungen, um das Forum interaktiver zu gestalten und zu beleben - ich denke, sobald es ans Buchen der Mey-Tickets geht, ist hier wieder richtig viel los! Und dann kommt ja auch das nächste LT...

Herzliche Grüße,
Anne

Geschrieben: 28.09.2016
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Aw: Abschied
#29

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Liebe Heide,

die traurige Nachricht habe ich schon vor ein paar Tagen gelesen, aber da war die Zeit bei mir immer so knapp, zu schreiben... Diese nehme ich mir aber jetzt! Hoffentlich hattest und hast du liebe Menschen um dich, die die Trauer mildern. Zögere nicht, dich bei uns LT-Freunden zu melden, wenn dir danach ist!

Was Annette über die Farben am Himmel geschrieben hat, hat mir sehr gefallen. Ich habe Erich leider nicht persönlich kennengelernt, aber vielleicht habe ich ihn doch schon gesehen...

Viele liebe Grüße und eine Umarmung sendet dir
deine Anne

Datei anhängen:



jpg  Himmel am Meer.jpg (67.61 KB)
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jpg  Himmel für Heide.jpg (72.27 KB)
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jpg  Sonnenuntergang am Meer.jpg (75.63 KB)
2160_57cc0b3bd0d26.jpg 800X450 px

Geschrieben: 04.09.2016
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Aw: A Star is born
#30

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Liebe Petra, lieber Wolfgang, liebe Cordula,

herzlichen Glückwünsch und ganz viel Freude mit euren Enkelkindern! Schön, dass ihr diese guten Nachrichten mit uns Forumlern teilt!

Etwas in Eile, aber ganz herzlich grüßt
eure Anne

Geschrieben: 29.08.2016
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