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Aw: Straßenmusik
#1

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Ihr Lieben,

ich hab mich gerade für das Straßenmusikfest Goldene Säge in Osnabrück am Sa 05.08.2017 angemeldet. Vielleicht gibt es hier ja Menschen, für die das auch was wäre...

Ich habe daran bereits 2007, 2009, 2010 und 2011 teilgenommen und kann es nur empfehlen. Man bekommt einen Fahrtkostenzuschuss, ein kostenloses Abendessen (Gegrilltes), einige Freigetränke und kann (wenn einem Schlafsack & Isomatte genügen) kostenlos übernachten. Es gibt auch Geldpreise, aber auf die sollte man als Liedermacher lieber nicht spekulieren, wenn man nicht enttäuscht werden will...

Was mich jedoch jedes Mal beeindruckt hat, ist die freundliche und solidarische Atmosphäre, die dort vorherrscht, und die Offene Bühne vor der Preisverleihung am Abend ist eine schöne Gelegenheit, seinem aufgeschlossenen Publikum neben Gegrilltem dann auch noch mal einen leckeren Hühnernudeltopf servieren zu dürfen...

Liebe Grüße
cARSCHti

Geschrieben: 25.04.2017 18:01
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#2

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Großartig, Viktor!

Geschrieben: 25.04.2017 14:45
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#3

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Gruß
Skywise

Geschrieben: 25.04.2017 14:05
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"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#4

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Ihr Lieben,

ich glaube, ich habe die perfekte Lösung gefunden, um Janek öffentlich im Forum meine Akkordskizze mitzuteilen!


[am] ... Keine Frage, deiner [/]Bitte - der komm' [E]ich, Viktor, na klar
Gerne nach, ein paar Akkorde für dich aufs Papier zu br[am]ingen
Dann schreib' ich eben ziemlich viele leere [E]Worte, wunderbar
Sie soll'n der Vorlage doch letztlich nur genügend ähnlich [am]klin[E]gen

"Der [dm]Zorn, die Trauer, das Entsetzen"? [am]Gänsefüßchen-[E]Zeit!
Gut mar[am]kiert ist es so nämlich als Zi[E]tat korrekt ge[A]schrie[D]ben
Die [hm]Quelle nicht vergessen: Stammt von [A]Wader - weißt be[E]scheid
Gibt kein' [A]Brief vom Anwalt - [D]Skywise weiß, wie [A]wir das Forum [E]lie[A]ben

Viktor war [am]da und teilte [dm]hier im Forum öffentlich mal [E]eben
Akkorde und 'nen Spaßtext: Gleiches Versmaß, das tut [am]not
Um dir beim Nachspiel'n, Janek, auch Struk[E]turhilfe zu [A]ge[D]ben
Ist [A]rechtlich ganz pro[D]blemlos: Nicht, dass [A]wieder [E]Ärger [A]droht.



...Okay, vielleicht solltest du dir doch das erwähnte Songbook kaufen

Viele Grüße,
Viktor

Geschrieben: 25.04.2017 13:14
_________________
...
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#5

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Zitat:

Janek schrieb:
Texte sind eh klar, weil zu hören und zig mal veröffentlicht, die kompletten Stücke meist auf YT ...

Schöne neue Welt ...
Also, jetzt mal abgesehen davon, daß ein gigantischer Brocken Texte und Musikstücke sich nicht im Internet finden läßt, da eine große Menge Interpreten, gerade aus der Liedermacher-Szene, dem Vergessen anheimgefallen sind: Youtube soll ja seit einer Einigung mit der GEMA an die Urheber und Interpreten zahlen, und die meisten Liedtextsammlungen liegen auf Seiten bzw. Servern außerhalb der Reichweite des deutschen Urheberrechts.

Zitat:
Und muß nicht ein Abmahner, der sich darauf beruft, einen solchen Schaden nachweisen?

Schaden - nein. Den braucht man, wenn eine Schadenersatzklage angestrebt wird. Ohne Schaden keine Entschädigung und so.
Eine Abmahnung ist eigentlich nichts Anderes als ein mahnender Zeigefinger: "Ey, ich hab' mitbekommen, daß Du einen Rechtsverstoß begangen hast! Mach das weg oder ich fahre schwerere Geschütze auf!"
Für dieses nette Schreiben berechnet der Anwalt eine entsprechende Pauschale als Bearbeitungsentgelt und gut ist.

Und eine öffentliche Wiedergabe eines urheberrechtlich geschützten Textes außerhalb der Regelungen und ohne Rückendeckung ist nun mal ein Rechtsverstoß.

Zitat:
Gesetze müssen doch irgendwem dienen, sonst würden sie nicht gemacht. Wem dient dieses?

Den Urhebern. Deutschland ginge es wirtschaftlich ziemlich dreckig, wenn das Geistige Eigentum nicht wäre, schließlich hat unser Heimatland nicht so viel anzubieten außer schnödem oder angewandtem Know-How, also genießt es besonderen Schutz.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 25.04.2017 00:30
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Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#6

Kein Avatar
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Hey Skywise,

das hatt ich ja beim ersten mal auch verstanden. Aber was in deinem Text nicht steht: Wo genau ist der Schaden für den Urhheber, wenn ein paar Hobby-Musiker die Lieder eines Musikers singen wollen und sich zu diesem Zweck über die Akkorde austauschen??

Texte sind eh klar, weil zu hören und zig mal veröffentlicht, die kompletten Stücke meist auf YT ... ..

.. nochmal ganz einfach: Ich seh dem Urheber keinen Schaden entstehen, wenn man seine Lieder singt. Und muß nicht ein Abmahner, der sich darauf beruft, einen solchen Schaden nachweisen?

Gesetze müssen doch irgendwem dienen, sonst würden sie nicht gemacht. Wem dient dieses?



Geschrieben: 24.04.2017 20:27
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#7

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Zitat:

Janek schrieb:
Wo genau werden Hannes´ Rechte verletzt, wenn ein paar Zeilen aus einem seiner Stücke mit Quellenangabe hier zitiert werden?

Wenn sie korrekt zitiert werden, werden die Rechte gar nicht verletzt.
Aber wenn der Rest des Beitrags keine eigene Schaffenshöhe aufweist, handelt es sich um ein "falsches Zitat".
Das Zitat kann meinetwegen als Beleg gebraucht werden ("ich stelle folgende These auf, und wie ich bei Hannes Wader gesehen habe, scheine nicht nur ich dieser Meinung zu sein, siehe hier ..."), zur Erläuterung des Inhalts oder - das ist wiederum Richtersprech - "als Ausdruck der geistigen Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk" ("Manfred Maurenbrecher spielt in dem Text auf folgende historische Ereignisse an: ..."), gerne auch als kleiner Verweis/als augenzwinkernde Anmerkung innerhalb einer eigenen Erzählung ("und dann habe ich mich gefühlt wie in einem Lied von Reinhard Mey, in dem er ebenfalls ..."), und man kann ein Zitat auch als künstlerisches Mittel verwenden, aber bei letzterem sind die Vorgaben und Ideen derart schwammig formuliert, daß ich's nicht drauf ankommen lassen würde.
Ein paar Textzeilen und die dazugehörigen Akkorde sind nach meiner Einschätzung nicht abgedeckt.

Zitat:
Und dann dazu ein Vorschlag, wie das akkordmäßig zu begleiten wäre?

Die Akkorde selbst sehe ich nicht unbedingt als Problem an; ich bezweifle nur, daß die Akkordfolge eine ausreichende "Eigenleistung" darstellt, um ein Zitat auf sichere Beine zu stellen.

Zitat:
Wo genau ist der Schaden für den Urheber?

Na ja, wenn ein urheberrechtlich geschütztes Werk (oder ein Teil davon) in der Öffentlichkeit verwendet wird, werden automatisch die Rechte des Urhebers wenigstens berührt. Um keinen Schaden anzurichten, sollte man sich an die rechtlichen Voraussetzungen halten (Zitat korrekt verwenden), den Urheber/den Verlag um Erlaubnis fragen und/oder darüber nachdenken, sich über die jeweilige Verwertungsgesellschaft das Okay abzuholen. Kommt auf die jeweilige Situation an.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 24.04.2017 01:36
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Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#8

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Sry,

trotz der langen Erklärung muß ich nachhaken:

Wo genau werden Hannes´ Rechte verletzt, wenn ein paar Zeilen aus einem seiner Stücke mit Quellenangabe hier zitiert werden?

Und dann dazu ein Vorschlag, wie das akkordmäßig zu begleiten wäre?

Wo genau ist der Schaden für den Urheber?

Geschrieben: 23.04.2017 23:03
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#9

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Zitat:

olliwutzi schrieb:
Hallo!

So ganz habe ich das ja immer noch nicht kapiert mit dem (deutschen) Urheberrecht. Wenn ich hier also einen fremden Text niederschreibe, weil ich erläutern möchte welchen Akkord ich an einer bestimmten Stelle meine rauszuhören, dann ist das nicht in Ordnung. Soweit klar.
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?

Fragt die Olliwutz


Hier wäre vielleicht der eigene Anteil. Man singt selber.

Dennoch ... (muß erst nochmal nachlesen...)

Geschrieben: 23.04.2017 22:55
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#10

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Zitat:

Charlotte schrieb:
Hallo Westwind,

dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.

LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.


Ich las neulich besagtes Buch "In eisige Höhen" von Jon Krakauer. Es war sehr beeindruckend.

Der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer nahm 1996 an einer von mehreren zeitgleich stattfindenden Expeditionen auf den Mount Everest teil und wurde Zeuge der dramatischen Umstände, unter denen einige Bergsteiger ums Leben kamen.

Neben den erschütternden Ereignissen umreißt Krakauer aber auch die Geschichte der ersten Everest-Besteigungen. Die abgedruckten Photos lassen einen Flachland-Tiroler wie mich nur erahnen, um welche Dimensionen es sich handeln mag, in die sich die Bergsteiger vorwagen.

Der Ausgang der Katastrophe ist bekannt, der 2015 erschienene Film "Everest" war ein kommerzieller Erfolg und belebte noch mal die Verkaufszahlen des Buches.

Krakauer beschreibt die kommerziellen Expeditionen, bei denen auch unerfahrene Bergsteiger, die physisch und psychisch den Herausforderungen teilweise nicht gewachsen sind, von Bergführen möglichst bis auf den Gipfel begleitet werden, zwar mit einer gewissen journalistisch kritischen Distanz, aber er kann sich der Faszination der Bergwelt doch nicht entziehen.

Ich fand das Buch sehr beeindruckend. Mit der Bergsteigerei in solchen Höhen kann ich selber nicht viel anfangen, aber ich kann ansatzweise nachvollziehen, was manche Menschen antreibt, solche Herausforderungen anzugehen und die eigenen Grenzen auszuloten. Mir persönlich reichte es vollkommen, mal auf den Gran Cir am Grödner Joch in Südtirol "geklettert" zu sein. Und wenn ich dann den ein oder anderen Hügel mit dem Rad erklimme, genieße ich auch das Gefühl, den Berg ohne abzusteigen erklommen zu haben .

Den Film werde ich mir nicht anschauen. Da habe ich mir den Trailer angeschaut, und das war für mich abschreckend genug.

Das Buch hingegen kann ich - auch bzw. insbesondere auch für Nicht-Bergsteiger - empfehlen.

Georg

Geschrieben: 22.04.2017 13:08
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"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#11

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Danke, Marc, für den Tipp!
Aber ich (in Berlin lebend) werde wohl nicht hingehen, denn ich habe mein persönliches Hannes-Wader-Abschiedskonzert bereits im vergangenen Jahr in Marburg erleben dürfen, bin mit dem Gefühl herausgegangen, ja, jetzt ist alles gesagt, Bilanz gezogen, dem ist eigentlich nicht mehr hinzuzufügen, sehr beeindruckend...
Dass Hannes Wader ausgerechnet Berlin als Ort für sein letztes Konzert gewählt hat, kann ich jedoch nachempfinden, und wenn es eine Zeitmaschine gäbe und ich gefragt würde, in welche Zeit und an welchen Ort ich gebeamt werden möchte, fiele mir (mit) als erstes das Go In in Berlin-Charlottenburg Ende der 60er/Anfang der 70er ein, wo nicht nur Hannes Wader sondern auch Reinhard Mey, Klaus Hoffmann, Ulrich Roski und viele andere ihr künstlerischen "Wohnzimmer" hatten.
Doch das sind vegangene Zeiten, das Go In gibt es schon lange nicht mehr, und ein Konzert im Tempodrom wird wird mit Sicherheit nicht an das heranreichen können, was ich mit den Hannes Wader-Liedern aus seiner Berlin-Zeit emotional verbinde...
LG cARSCHti

Geschrieben: 22.04.2017 00:35
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Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#12

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Zitat:

Marc schrieb:

überraschender Weise wird es nun doch noch ein besonderes Abschlusskonzert geben, nämlich am 30. November im Berliner Tempodrom. Der Vorverkauf hat heute begonnen.


Lieber Marc,

danke für den Hinweis. Ich war drauf und dran, mich um Karten zu kümmern, aber leider ist der 30.11. ein Donnerstag. Da müßte ich vermutlich Urlaub nehmen, um nach Berlin zu fahren.

Andererseits ist es schon irgendwie verlockend, daß das Abschiedskonzert ausgerechnet in Berlin stattfindet.

Vielleicht überlege ich es mir doch nochmal, auch wenn ich die erste Reihe erstmal sausen lasse...

Viele Grüße,
Georg


Geschrieben: 21.04.2017 23:56
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#13

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Ihr Lieben,

überraschender Weise wird es nun doch noch ein besonderes Abschlusskonzert geben, nämlich am 30. November im Berliner Tempodrom. Der Vorverkauf hat heute begonnen.

Zitat:
Abschiedskonzert in Berlin am 30.11.17

Den Schlusspunkt seiner Tourkarriere setzt Hannes Wader mit einem Konzert am 30. November im Berliner Tempodrom, das auf speziellen Wunsch des Künstlers der Herbsttournee noch ergänzend hinzugefügt wird.

Mit diesem Abschiedskonzert in Berlin schließt sich für Hannes Wader ein Kreis: In dieser Stadt, die nach eigener Aussage „immer gut zu mir“ war, hat er in den 60er Jahren seine musikalische Laufbahn begonnen. Hier schrieb er seine ersten Lieder wie z.B. „Die Blumen des Armen“ und „Begegnung". Hier gab er die ersten Konzerte in den kleinen Clubs, hier lernte er neben vielen anderen seinen Freund Reinhard Mey kennen, mit dem zusammen er auch 1967 seine erste Tour überhaupt machte.

Der Vorverkauf beginnt am Freitag, 21. April.

Quelle: www.hanneswader.de, 19.04.2017


Vielleicht sehen wir uns ja dort!

Lieben Gruß,
Marc


Geschrieben: 21.04.2017 10:11
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So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Aw: Инна Ищенко - Плине кача (Inna Ishchenko - Das Entlein schwimmt)
#14

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zu dem Thema passt dieses Video Переведи меня через майдан
Das Lied entstand lange vor 2013/2014

"Bringt mich über´n Maidan", - von Tino Eisbrenner, der mit seinen Übersetzungen immer dicht am Originaltext bleibt.



Geschrieben: 19.04.2017 19:52
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Инна Ищенко - Плине кача (Inna Ishchenko - Das Entlein schwimmt)
#15

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Ich weiß nicht, wem Euromaidan (noch) etwas sagt. Unter diesem Begriff faßte man die Bürgerproteste in der Ukraine Ende 2013/Anfang 2014 zusammen, die sich vor allem gegen die Regierung, insbesondere Präsident Wiktor Janukowytsch, richteten.
Ich will keine Geschichtsstunde abhalten; die Angelegenheit ist ohnehin komplex genug und die Lawine, die mit diesen Ereignissen losgetreten wurde, ist noch nicht zum Stillstand gekommen. Da gibt's also qualifiziertere Leuts als mich. Und wahrscheinlich auch solche, die genügend Abstand mitbringen und neutralere Bemerkungen fallen lassen, insbesondere über die glorreichen Leistungen der EU und nicht zuletzt Deutschlands in diesem Zusammenhang.
Vielleicht sind auch noch einige blutrote Bilder im Gedächtnis geblieben. Bei den Protesten kam es zu über 100 Todesopfern, insbesondere auf Seite der Demonstranten, aber auch Polizisten kamen ums Leben. Unschön auch, daß sogar Scharfschützen die Menschen aufs Korn nahmen. Über die Anzahl derjenigen, die mit Einschüssen oder anderen Verletzungen davon kamen, reden wir besser nicht. Einige Demonstrationsteilnehmer verabschiedeten sich von ihren toten Mit-Demonstranten, den "Himmlischen Hundert", am 21. Februar 2014 mit einem Volkslied: "Плине кача по Тисині", Das Entlein schwimmt auf dem Theiß (Theiß is'n Fluß, ukrainisch "Тиса", also Tyssa - "Тисині" ist genau genommen eine Verkleinerung). Was so goldig klingt, ist ein Dialog zwischen Mutter und Sohn, letzterer verabschiedet sich gerade in den Krieg.

Mal grob, aber unsauber übersetzt (die Übersetzung orientiert sich eher an einer englischen Fassung als am Original, aber eine halbwegs sinnvolle deutsche Übersetzung ist mir nicht über den Weg gelaufen und in der Not und so ... verläßliche Übersetzungen aus dem Ukrainischen werden gerne gesehen):
"Das Entlein schwimmt auf dem Theiß,
das Entlein schwimmt auf dem Theiß,
oh Mutter, schelte mich nicht.
Oh Mutter, schelte mich nicht.

Oh, wenn du mich zur dunklen Stunde schimpfst,
wenn du mich zur dunklen Stunde schimpfst,
weiß ich nicht, wo ich sterben werde,
weiß ich nicht, wo ich sterben werde.

Oh, ich werde im fremden Land sterben,
ich werde im fremden Land sterben,
wer wird mein Grab für mich bereiten?
Wer wird mein Grab für mich bereiten?

Oh, andere Leute werden es bereiten.
Fremde werden es bereiten.
Wirst du das nicht bedauern, Mutter?
Wirst du das nicht bedauern, Mutter?

Oh mein Sohn, wie könnte ich das nicht bedauern?
Wie könnte ich das nicht bedauern?
Du liegst mir im Herzen.
Du liegst mir im Herzen."

Dieses Lied wurde daraufhin eines, das in der Ukraine mit den Protesten und nicht zuletzt mit den Todesopfern in Verbindung gebracht wird.

Ich glaube, diese Informationen braucht man nicht, um die Aussage des Lieds zu verstehen.
Aber wahrscheinlich braucht man sie, um die Reaktionen nachvollziehen zu können.

*klick*

Gruß
Skywise

Geschrieben: 19.04.2017 03:14
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Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: Matula - Auferstehung am Karfreitag!!!
#16

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ihr lieben,
ich wünsche vorösterlichen eierschaum,
.... jetzt krieg ich auch ne vorstellung davon, was ein "heidenspaß" sein könnte....

in zünftiger feiertagsstimmung,
wem auch immer zu verdanken

herzlich
gerd

Geschrieben: 15.04.2017 14:00
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: Matula - Auferstehung am Karfreitag!!!
#17

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Lieber Carschti

Deine Zusammenstellung belegt nur, dass die Kirchen mit ihren Feiertagen bezügliche ihrer Mitgliederzahl (etwa 60%) überrepräsentiert sind. Die meisten Menschen wissen eh nicht mehr, warum sie an Weihnachten oder Ostern nicht arbeiten müssen oder sich an Himmelfahrt besaufen dürfen.
Grund genug, sie abzuschaffen.

Bisher haben die Gewerkschaften in der Zeit, in der ein kirchlicher, arbeitsfreier Tag abgeschafft wurde, ein Vielfaches an Urlaubstagen erstritten. Wenn du dich über den freien Karfreitag freust, verzichtest du folglich auf drei Urlaubstage. Ich als Open-End-Urlauber kann das ganz gelassen sehen, solange es an Himmelfahrt das LT gibt, aber vielleicht könnte ja der Tag umgewidmet werden für die Opfer der Christenverfolgung (Verfolgung durch die Christen!)

Herzlich
Helmut

Geschrieben: 15.04.2017 08:56
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: Matula - Auferstehung am Karfreitag!!!
#18

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Lieber Helmut,
gestern hatte ich frei wegen Karfreitag, einem christlichen Feiertag, übermorgen werde ich ebenfalls frei haben wegen Ostermontag, einem ebenfalls christlichen Feiertag. Dann werde ich am 1. Mai (dieses Jahr ein Montag) frei haben (zugegeben eine Errungenschaft der Arbeiterbewegung), und schließlich kommt dann am 25. Mai Christi Himmelfahrt (in der ehemaligen wie heutigen DDR "Herrentag" genannt), den ich angemessen in einem katholischen Jugendbildungsheim begehen und damit für mich das LT 2017 einläuten werde...
Hinterher kommt dann noch Pfingsten, aber danach außer dem 3. Oktober und dem (einmaligen) Reformationstag bis Weihnachten nix...
Bei Dir, Helmut, in Bayern kommen bis Weihnachten immerhin noch Frohnleichnam, Maria Himmelfahrt und Allerheiligen hinzu. Das belegt, was vor allem die bayerischen Arbeiterbewegung (besonders die bayerische SPD) im bundesweiten Vergleich für die Reduzierung die durchschnittlichen jährlichen Arbeitszeit geleistet hat...
Und wenn Horst Seehofer endlich von Martin Schulz abgelöst werden würde, dann hättet Ihr in Bayern das ganze Jahr frei, oder?
LG cARSCHti

Geschrieben: 15.04.2017 01:33
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Aw: Matula - Auferstehung am Karfreitag!!!
#19

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Lieber Carschti

Der Schalk im Nacken lässt mir keine Ruhe (vielleicht auch, um dem Vorwurf „ewig“ Rechnung zu tragen):

Zitat:
Karfreitag, und wir gedenken einer grausamen Hinrichtung .

Wenn eine „grausame Hinrichtung“ schon einen Feiertag wert ist, wäre es doch an der Zeit, für all die zahllosen, grausam hingerichteten Ketzer und Hexen einen Feiertag zu installieren. Konsequenterweise blieben an diesem Tag die Kirchen geschlossen und öffentliches Beten wird verboten.

Zitat:
Jenen Gläubigen verdanken auch nicht zuletzt viele Ungläubige etliche Feiertage im Jahr, oder?

Das "oder" schreit nach einer Richtigstellung. Innerhalb der letzten 200 Jahren hat sich die jährliche Arbeitszeit von geschätzten 4000 auf 1600 Stunden mehr als halbiert. Und das haben wir nicht den Kirchen sondern den Gewerkschaften zu verdanken. Da spielen doch die kirchlichen Feiertage eine sehr unbedeutende Rolle. Der obige Vorschlag wäre wenigstens ein Feiertag für die Konfessionslosen, die in Deutschland inzwischen zahlenmäßig mehr sind, als jede Konfession.

Nix für ungut

Liebe Grüße
Helmut





Geschrieben: 14.04.2017 09:29
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Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: Matula - Auferstehung am Karfreitag!!!
#20

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lieber carschti,
da hast du das lied zu dem ja einentlich schon fertig...

matula, matula
war erst weg, jetzt wieder da
anwälte, die komm' und gehn
wer will die schon lange sehn
einer aber bleibt ganz klar :
matula

herzlich
gerd

Geschrieben: 14.04.2017 00:52
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Matula - Auferstehung am Karfreitag!!!
#21

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"Totgesagte leben länger...", behaupten jene, die daran glauben, und jenen Gläubigen verdanken auch nicht zuletzt viele Ungläubige etliche Feiertage im Jahr, oder?
Morgen ist Karfreitag, und wir gedenken einer grausamen Hinrichtung, zwei Tage später (am Ostersonntag, also dem dritten Tag) gedenken wir der Auferstehung dieses grausam Hingerichteten, so ist es nun mal Tradition, und ich habe es von klein auf nicht anders gelernt...
Das ZDF bricht nun nach 2.000 Jahren mit dieser Tradition und strahlt bereits am Karfreitag (21.15 Uhr) die Auferstehungsgeschichte des Hermann Josef Matula aus.
Hermann Josef Matula wurde zwar nicht gekreuzigt, aber nach nur 32 Jahren, nur 300 Folgen und nach dem Verschleiß von nur 4 Rechtsanwälten abge- und durch einen Jünger(en) ersetzt, also sowas von totgesagt...
Morgen ist er wieder da (also im ZDF), diesmal ohne Rechtsanwalt an seiner Seite, sondern mit Hund, was Menschenfreunde freuen wird... 2018 wird er dann vermutlich nur noch im Schafswollpullover unterwegs sein, um sein vegetarisches Publikum nicht zu verschrecken, und 2019 wird er Bernd das Brot als Partner an seiner Seite haben, damit das ZDF-Programm endlich vegan wird...
Wie gesagt, Totgesagte leben länger, aber sie müssen sich dafür wohl auch dem jeweiligen Zeitgeist anpassen...

Geschrieben: 13.04.2017 22:07
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Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#22

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Boah!
Was für eine umfassende Antwort, vielen Dank dafür!
Da muss ich mich erst mal intensiv durchlesen und nachdenken bis ich das alles (hoffentlich) verstanden habe.
Ein sehr spannendes Thema für mich, bei dem ich auch nichts falsch machen möchte.
Nehme mir gerne oft fremde Lieder und versehe sie mit meinem neuen Text und führe das auch öffentlich auf.
Allerdings ohne dafür Geld/Eintritt zu verlangen und verdiene damit auch absolut kein Geld.
Möchte aber ungern in irgendwelchen Fallstricken hängen bleiben!
In der Regel frage ich auch die Original-Urheber um Erlaubnis.
Habe aber noch nie von jemanden jemals eine Antwort bekommen...
Ich deute das dann immer als Ja, möchte aber natürlich auch keinen Besuch von irgendeinem Anwalt bekommen!

Nochmals Danke erstmal!
Und Tschuldigung wenn dieser Thread jetzt einen anderen als ursprünglich gedachten Inhalt erhielt.
Aber das Löschen von Viktors Beitrag hat mich da aufgeschreckt...

Olliwutzi

Geschrieben: 13.04.2017 20:43
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#23

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Zitat:

olliwutzi schrieb:
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?

Weil bei jeder öffentlichen Veranstaltung (man darf davon ausgehen, daß es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt, wenn man Eintritt verlangt) die GEMA die Hand aufhält. Die GEMA, also die Verwertungsgesellschaft der (Musik)Urheber, erhält neben dem Geld auch noch eine Liste mit Liedern, die an diesem Abend gespielt wurden (oder ordentlicher: "gespielt werden sollen", denn die Liste ist eigentlich im Vorfeld abzugeben), und verteilt dann ihre Einnahme nach Abzug einer Pauschale an die einzelnen Urheber. Mit dieser Zahlung ist gewissermaßen die Lizenzierung erfolgt und die Aufführung erfolgt mit Erlaubnis der Vertreter des Urhebers.

Reine Theorie übrigens. In der Praxis läuft's etwas komplexer, aber für den Einstieg ...

Und noch nebenbei, zur Sicherheit: es gab auch schon den Fall, daß mir einige Leute erzählt haben, sie hätten als Interpreten an die GEMA gezahlt/zahlen müssen, um bestimmte Lieder da und dort aufführen zu können. Die Zahlung an die GEMA bei einer Veranstaltung ist die Sache desjenigen, der den Eintritt kassiert oder die Veranstaltung aus anderen Gründen ausrichtet, und das ist im Regelfall der Veranstalter, nicht der Interpret.

Zitat:
Nun, so habe ich mal gehört, aufführen darf ich alles ungefragt wenn ich es nicht verändere an Text oder Melodie.

Korrekt.
Eine Übersetzung gilt übrigens als Bearbeitung.

Zitat:
Nur selber veröffentlichen darf ich es nicht, weil es ja nicht meine eigenen Lieder seien. Aha!

Veröffentlichen darfst Du es schon, Du solltest halt nicht unbedingt sagen, daß das Lied von Dir stammt. Und wenn Du es veröffentlichst, müssen halt die Lizenzen geklärt sein.

Zitat:
Und was ist denn nun mit Heino und seinen "freundlichen Grüßen?"
Da singt er doch auch ungefragt fremde Lieder, und sie wurden sogar veröffentlicht auf Tonträger.
Wie ging das und wie geht das?
Oder hat das eine nichts mit dem anderen zu tun?

Im Prinzip genau dasselbe. Auch bei der Vervielfältigung eines Tonträgers steht die GEMA Gewehr bei Fuß und erteilt die notwendigen Lizenzen für die Verwendung der Lieder, in diesem Fall an das produzierende Label. Also - ein Farin Urlaub als Verfasser von "Junge" verdient an dem Heino-Album ebenfalls mit. Und da Heino den Text nicht verändert hat, kann's sein, daß Farin Urlaub bis zuletzt nichts von dieser Idee mitbekommen hat.
Dasselbe in Grün übrigens bei einem gewissen rechten Liedermacher, der sich an Werken von Hannes Wader oder Reinhard Mey vergriffen hat, ohne die Texte zu verändern. Kann man machen. Hat halt ein Geschmäckle, aber - geht. Die Verfasser haben kaum eine Chance, etwas dagegen zu unternehmen, solange ihr Werk nicht verändert wird (und bei jeder Neuauflage der betreffenden Alben die Zahlungen an die GEMA erfolgen).

Zitat:
Mir ging es darum ohne Erlaubnis des Komponisten/Textdichters Lieder singen zu dürfen versus ein paar Sätze zu zitieren zwecks Akkordanalyse wie von Viktor geschehen.

Im Grunde ist es fast genauso wie beim Singen des Liedes: für eine öffentliche Wiedergabe bzw. Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials steht dem/den Urheber/n ein Obolus zu. Das betrifft natürlich nicht nur komplette Werke, sondern auch einzelne Bestandteile daraus (also z. B. Samples oder halt Textproben). Unterschiede gibt's höchstens bei der Organisation. Aufführung/mechanische Vervielfältigung ist Sache der GEMA, Textauszüge wohl eher Angelegenheit der VG Musikedition.
Bei den Textauszügen gibt's noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten, indem man sie als Zitate nutzt. Dazu muß aber der Rest des Beitrags, wie der Richterlichkeit eingefallen ist, "eine eigene Schaffenshöhe" aufweisen. Man kann also nicht sagen "Hier der gewünschte Text", sondern man muß das Zitat so einbinden, daß es nicht in der Luft hängt. Also beispielsweise, wenn man eine Geschichte erzählt, die man mit Installateuren erlebt hat, kann Reinhard Mey als Verfasser gar nichts dagegen machen, wenn ein paar Zeilen von "Ich bin Klempner von Beruf" eingeflochten werden, selbst wenn er wöllte. Für die Verwendung als Zitat steht ihm auch kein Obolus zu. Er bzw. Anwälte sähe/n es allerdings höchstwahrscheinlich ganz gerne, wenn diese Passagen auch mit Urheberangabe bzw. Quellenverweisen versehen werden. "Zitat" meint übrigens "Textauszug". Komplette Liedtexte sind tabu bzw. höchstens in ganz wenigen Zusammenhängen in Ordnung, meist auf elitär-universitärer Ebene.
Nebenbei noch: neben dem Text ist natürlich auch die Melodie urheberrechtlich geschützt. Ich weiß von Abmahnungen, weil eine Melodie oder genauer: die Griffe auf einer Gitarre zur Wiedergabe einer Melodie, wiedergegeben wurde. Die Einzeltöne ("sach ma, auf was für einem Ton endet denn die Melodie in Zeile 4?"), Rhythmen, Pausenzeichen und die Akkorde bzw. Akkordfolgen oder sonstige Einzelschicksale dagegen sind nicht schutzfähig. Nach deutschem Urheberrecht, wie's anderswo ausschaut, weiß ich nicht (zuverlässig).

Gruß
Skywise

Geschrieben: 13.04.2017 14:51
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#24

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Hallo Georg!

Das Thema GEMA habe ich hier bewusst weggelassen, das ist noch mal was anderes, finde ich.
Mir ging es darum ohne Erlaubnis des Komponisten/Textdichters Lieder singen zu dürfen versus ein paar Sätze zu zitieren zwecks Akkordanalyse wie von Viktor geschehen.

Die Olliwutz

Geschrieben: 13.04.2017 13:38
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#25

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Zitat:

olliwutzi schrieb:
...
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?
Die berühmten Coverversionen, die wohl jeder kennt.
...
Fragt die Olliwutz


Ohne mich in den Details auszukennen, kann ich sagen, daß das so nicht korrekt ist.

Bei öffentlichen Veranstaltungen, wo also jeder hingehen kann und teilweise sogar Eintritt dafür bezahlt, muß der Veranstalter bei der GEMA eine Gebühr für die gespielten Coverversionen (die GEMA-gebührenpflichtig sind) entrichten, kann sogar sein, daß die Songliste eingereicht werden muß, wenn aufgrund regelmäßiger Veranstaltungen kein Pauschalbetrag vereinbart wurde. Bei Privatveranstaltungen wie Geburtstagen ist dies weniger kritisch, bei Straßenmusik wird es toleriert.

Wenn jemand genauer Bescheid weiß, lasse ich meine Ausführungen gerne korrigieren oder ergänzen.

Ich glaube, das Thema wurde hier im Forum auch schon mehrfach besprochen. Mal wieder ein Grund, (auch für mich , ) die Suchmaschine mal wieder zu benutzen.

Gruß
Georg

Geschrieben: 13.04.2017 13:07
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#26

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Hallo!

So ganz habe ich das ja immer noch nicht kapiert mit dem (deutschen) Urheberrecht. Wenn ich hier also einen fremden Text niederschreibe, weil ich erläutern möchte welchen Akkord ich an einer bestimmten Stelle meine rauszuhören, dann ist das nicht in Ordnung. Soweit klar.
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?
Die berühmten Coverversionen, die wohl jeder kennt.
Nun, so habe ich mal gehört, aufführen darf ich alles ungefragt wenn ich es nicht verändere an Text oder Melodie. Nur selber veröffentlichen darf ich es nicht, weil es ja nicht meine eigenen Lieder seien. Aha!
Und was ist denn nun mit Heino und seinen "freundlichen Grüßen?"
Da singt er doch auch ungefragt fremde Lieder, und sie wurden sogar veröffentlicht auf Tonträger.
Wie ging das und wie geht das?
Oder hat das eine nichts mit dem anderen zu tun?

Fragt die Olliwutz

Geschrieben: 13.04.2017 12:16
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#27

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Zitat:

Janek schrieb:
Wie kann ein Text, der an zig Ecken öffentlich ist, eine Urheberrechtsverletzung sein?

Nun ja, der Verfasser des Lieds liegt noch keine siebzig Jahre unter der Erde, insofern sind Melodie und Text nicht gemeinfrei, also gelten noch die Bestimmungen des Urheberrechts. Und da im Urheberrecht nichts geregelt ist im Sinne von "sobald genügend Leute auf das Recht eines Urhebers ihren Haufen gesetzt haben, spielt's ohnehin keine Rolle mehr, ob sich noch jemand daran hält", wäre derjenige, der eine urheberrechtlich geschützte Passage veröffentlicht (d. i. der Betreiber dieses Forums), gehalten, sich entweder an die Vorgaben des Zitatrechts zu halten oder, sofern nicht möglich, mit dem Urheber oder seinem Stellvertreter (dem Verlag beispielsweise) über die Veröffentlichung zu einigen. Geschieht das nicht, kann im Grunde genommen jeder Rechtsgelehrte, der einen Verstoß gegen das Urheberrecht findet, eine Abmahnung schreiben.
Und weil eine solche Einigung mit dem Rechteinhaber nach Wissen der Mods nicht existiert, sie aber ihren Forenbetreiber ganz dolle lieb haben, wollen sie ihn vor solcher Post bewahren.

Es ist sicher richtig, daß in der jüngeren Zeit verschiedene Gerichte den gescholtenen "Abmahnanwälten" einen Riegel vorgeschoben haben, der dieses Vorgehen deutlich erschwert, aber damit haben sie natürlich nicht die Regelungen des Urheberrechts außer Kraft gesetzt, also ...

Zitat:
Leude leude, man kanns auch übertreiben.

Stimmt. Aber man muß den Ärger auch nicht heraufprovozieren. Anwälte und Richter können während ihrer Arbeitszeit fürchterlich humorlos sein.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 12.04.2017 23:31
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#28

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Danke für die Mühe. Leider seh ich nichts mehr.

Wie kann ein Text, der an zig Ecken öffentlich ist, eine Urheberrechtsverletzung sein? Und wenn jemand seine Akkordvorschläge ranbringt - wo ist da die Urheberrechtsverletzung?

Leude leude, man kanns auch übertreiben.




Geschrieben: 12.04.2017 19:47
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#29

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Hallo zusammen,

Zitat:

Viktor schrieb:
[...]
Ich weiß nicht, ob sie in irgendeinem Songbook veröffentlicht sind,[...]

Viele Grüße,
Viktor


Vielleicht hilft folgende Information:

Das Lied "Victor Jara" ist im Liederbuch -> "Lieder 2000-2005" erschienen.

Viele Grüße,
Georg

Geschrieben: 11.04.2017 12:43
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#30

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Liebe Luise

Deine Entschuldigung ist absolut überflüssig. Meine Antwort war -wie deine Bemerkung- spaßhaft gemeint.
Ich bin ja selber schuld, wenn ich mich ab und zu (nicht "ewig" wie mir fälschlicherweise unterstellt wird) selbst in die Atheistenschublade stecke.
Um alles richtig zu stellen, war ich sogar bereit, etwas preiszugeben, was eigentlich meine Privatangelegenheit ist.

Das Teufelchen als mein Smilie hab ich mir gewünscht, weil der Papst sagte, der Teufel sei der bester Theologe.

Gruß
Helmut

Geschrieben: 10.04.2017 08:58
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Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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