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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#61

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Boah!
Was für eine umfassende Antwort, vielen Dank dafür!
Da muss ich mich erst mal intensiv durchlesen und nachdenken bis ich das alles (hoffentlich) verstanden habe.
Ein sehr spannendes Thema für mich, bei dem ich auch nichts falsch machen möchte.
Nehme mir gerne oft fremde Lieder und versehe sie mit meinem neuen Text und führe das auch öffentlich auf.
Allerdings ohne dafür Geld/Eintritt zu verlangen und verdiene damit auch absolut kein Geld.
Möchte aber ungern in irgendwelchen Fallstricken hängen bleiben!
In der Regel frage ich auch die Original-Urheber um Erlaubnis.
Habe aber noch nie von jemanden jemals eine Antwort bekommen...
Ich deute das dann immer als Ja, möchte aber natürlich auch keinen Besuch von irgendeinem Anwalt bekommen!

Nochmals Danke erstmal!
Und Tschuldigung wenn dieser Thread jetzt einen anderen als ursprünglich gedachten Inhalt erhielt.
Aber das Löschen von Viktors Beitrag hat mich da aufgeschreckt...

Olliwutzi

Geschrieben: 13.04.2017 20:43
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#62

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Zitat:

olliwutzi schrieb:
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?

Weil bei jeder öffentlichen Veranstaltung (man darf davon ausgehen, daß es sich um eine öffentliche Veranstaltung handelt, wenn man Eintritt verlangt) die GEMA die Hand aufhält. Die GEMA, also die Verwertungsgesellschaft der (Musik)Urheber, erhält neben dem Geld auch noch eine Liste mit Liedern, die an diesem Abend gespielt wurden (oder ordentlicher: "gespielt werden sollen", denn die Liste ist eigentlich im Vorfeld abzugeben), und verteilt dann ihre Einnahme nach Abzug einer Pauschale an die einzelnen Urheber. Mit dieser Zahlung ist gewissermaßen die Lizenzierung erfolgt und die Aufführung erfolgt mit Erlaubnis der Vertreter des Urhebers.

Reine Theorie übrigens. In der Praxis läuft's etwas komplexer, aber für den Einstieg ...

Und noch nebenbei, zur Sicherheit: es gab auch schon den Fall, daß mir einige Leute erzählt haben, sie hätten als Interpreten an die GEMA gezahlt/zahlen müssen, um bestimmte Lieder da und dort aufführen zu können. Die Zahlung an die GEMA bei einer Veranstaltung ist die Sache desjenigen, der den Eintritt kassiert oder die Veranstaltung aus anderen Gründen ausrichtet, und das ist im Regelfall der Veranstalter, nicht der Interpret.

Zitat:
Nun, so habe ich mal gehört, aufführen darf ich alles ungefragt wenn ich es nicht verändere an Text oder Melodie.

Korrekt.
Eine Übersetzung gilt übrigens als Bearbeitung.

Zitat:
Nur selber veröffentlichen darf ich es nicht, weil es ja nicht meine eigenen Lieder seien. Aha!

Veröffentlichen darfst Du es schon, Du solltest halt nicht unbedingt sagen, daß das Lied von Dir stammt. Und wenn Du es veröffentlichst, müssen halt die Lizenzen geklärt sein.

Zitat:
Und was ist denn nun mit Heino und seinen "freundlichen Grüßen?"
Da singt er doch auch ungefragt fremde Lieder, und sie wurden sogar veröffentlicht auf Tonträger.
Wie ging das und wie geht das?
Oder hat das eine nichts mit dem anderen zu tun?

Im Prinzip genau dasselbe. Auch bei der Vervielfältigung eines Tonträgers steht die GEMA Gewehr bei Fuß und erteilt die notwendigen Lizenzen für die Verwendung der Lieder, in diesem Fall an das produzierende Label. Also - ein Farin Urlaub als Verfasser von "Junge" verdient an dem Heino-Album ebenfalls mit. Und da Heino den Text nicht verändert hat, kann's sein, daß Farin Urlaub bis zuletzt nichts von dieser Idee mitbekommen hat.
Dasselbe in Grün übrigens bei einem gewissen rechten Liedermacher, der sich an Werken von Hannes Wader oder Reinhard Mey vergriffen hat, ohne die Texte zu verändern. Kann man machen. Hat halt ein Geschmäckle, aber - geht. Die Verfasser haben kaum eine Chance, etwas dagegen zu unternehmen, solange ihr Werk nicht verändert wird (und bei jeder Neuauflage der betreffenden Alben die Zahlungen an die GEMA erfolgen).

Zitat:
Mir ging es darum ohne Erlaubnis des Komponisten/Textdichters Lieder singen zu dürfen versus ein paar Sätze zu zitieren zwecks Akkordanalyse wie von Viktor geschehen.

Im Grunde ist es fast genauso wie beim Singen des Liedes: für eine öffentliche Wiedergabe bzw. Verwendung urheberrechtlich geschützten Materials steht dem/den Urheber/n ein Obolus zu. Das betrifft natürlich nicht nur komplette Werke, sondern auch einzelne Bestandteile daraus (also z. B. Samples oder halt Textproben). Unterschiede gibt's höchstens bei der Organisation. Aufführung/mechanische Vervielfältigung ist Sache der GEMA, Textauszüge wohl eher Angelegenheit der VG Musikedition.
Bei den Textauszügen gibt's noch ein paar zusätzliche Möglichkeiten, indem man sie als Zitate nutzt. Dazu muß aber der Rest des Beitrags, wie der Richterlichkeit eingefallen ist, "eine eigene Schaffenshöhe" aufweisen. Man kann also nicht sagen "Hier der gewünschte Text", sondern man muß das Zitat so einbinden, daß es nicht in der Luft hängt. Also beispielsweise, wenn man eine Geschichte erzählt, die man mit Installateuren erlebt hat, kann Reinhard Mey als Verfasser gar nichts dagegen machen, wenn ein paar Zeilen von "Ich bin Klempner von Beruf" eingeflochten werden, selbst wenn er wöllte. Für die Verwendung als Zitat steht ihm auch kein Obolus zu. Er bzw. Anwälte sähe/n es allerdings höchstwahrscheinlich ganz gerne, wenn diese Passagen auch mit Urheberangabe bzw. Quellenverweisen versehen werden. "Zitat" meint übrigens "Textauszug". Komplette Liedtexte sind tabu bzw. höchstens in ganz wenigen Zusammenhängen in Ordnung, meist auf elitär-universitärer Ebene.
Nebenbei noch: neben dem Text ist natürlich auch die Melodie urheberrechtlich geschützt. Ich weiß von Abmahnungen, weil eine Melodie oder genauer: die Griffe auf einer Gitarre zur Wiedergabe einer Melodie, wiedergegeben wurde. Die Einzeltöne ("sach ma, auf was für einem Ton endet denn die Melodie in Zeile 4?"), Rhythmen, Pausenzeichen und die Akkorde bzw. Akkordfolgen oder sonstige Einzelschicksale dagegen sind nicht schutzfähig. Nach deutschem Urheberrecht, wie's anderswo ausschaut, weiß ich nicht (zuverlässig).

Gruß
Skywise

Geschrieben: 13.04.2017 14:51
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#63

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Hallo Georg!

Das Thema GEMA habe ich hier bewusst weggelassen, das ist noch mal was anderes, finde ich.
Mir ging es darum ohne Erlaubnis des Komponisten/Textdichters Lieder singen zu dürfen versus ein paar Sätze zu zitieren zwecks Akkordanalyse wie von Viktor geschehen.

Die Olliwutz

Geschrieben: 13.04.2017 13:38
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#64

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Zitat:

olliwutzi schrieb:
...
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?
Die berühmten Coverversionen, die wohl jeder kennt.
...
Fragt die Olliwutz


Ohne mich in den Details auszukennen, kann ich sagen, daß das so nicht korrekt ist.

Bei öffentlichen Veranstaltungen, wo also jeder hingehen kann und teilweise sogar Eintritt dafür bezahlt, muß der Veranstalter bei der GEMA eine Gebühr für die gespielten Coverversionen (die GEMA-gebührenpflichtig sind) entrichten, kann sogar sein, daß die Songliste eingereicht werden muß, wenn aufgrund regelmäßiger Veranstaltungen kein Pauschalbetrag vereinbart wurde. Bei Privatveranstaltungen wie Geburtstagen ist dies weniger kritisch, bei Straßenmusik wird es toleriert.

Wenn jemand genauer Bescheid weiß, lasse ich meine Ausführungen gerne korrigieren oder ergänzen.

Ich glaube, das Thema wurde hier im Forum auch schon mehrfach besprochen. Mal wieder ein Grund, (auch für mich , ) die Suchmaschine mal wieder zu benutzen.

Gruß
Georg

Geschrieben: 13.04.2017 13:07
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[Herbert von Karajan]
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#65

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Hallo!

So ganz habe ich das ja immer noch nicht kapiert mit dem (deutschen) Urheberrecht. Wenn ich hier also einen fremden Text niederschreibe, weil ich erläutern möchte welchen Akkord ich an einer bestimmten Stelle meine rauszuhören, dann ist das nicht in Ordnung. Soweit klar.
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?
Die berühmten Coverversionen, die wohl jeder kennt.
Nun, so habe ich mal gehört, aufführen darf ich alles ungefragt wenn ich es nicht verändere an Text oder Melodie. Nur selber veröffentlichen darf ich es nicht, weil es ja nicht meine eigenen Lieder seien. Aha!
Und was ist denn nun mit Heino und seinen "freundlichen Grüßen?"
Da singt er doch auch ungefragt fremde Lieder, und sie wurden sogar veröffentlicht auf Tonträger.
Wie ging das und wie geht das?
Oder hat das eine nichts mit dem anderen zu tun?

Fragt die Olliwutz

Geschrieben: 13.04.2017 12:16
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#66

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Zitat:

Janek schrieb:
Wie kann ein Text, der an zig Ecken öffentlich ist, eine Urheberrechtsverletzung sein?

Nun ja, der Verfasser des Lieds liegt noch keine siebzig Jahre unter der Erde, insofern sind Melodie und Text nicht gemeinfrei, also gelten noch die Bestimmungen des Urheberrechts. Und da im Urheberrecht nichts geregelt ist im Sinne von "sobald genügend Leute auf das Recht eines Urhebers ihren Haufen gesetzt haben, spielt's ohnehin keine Rolle mehr, ob sich noch jemand daran hält", wäre derjenige, der eine urheberrechtlich geschützte Passage veröffentlicht (d. i. der Betreiber dieses Forums), gehalten, sich entweder an die Vorgaben des Zitatrechts zu halten oder, sofern nicht möglich, mit dem Urheber oder seinem Stellvertreter (dem Verlag beispielsweise) über die Veröffentlichung zu einigen. Geschieht das nicht, kann im Grunde genommen jeder Rechtsgelehrte, der einen Verstoß gegen das Urheberrecht findet, eine Abmahnung schreiben.
Und weil eine solche Einigung mit dem Rechteinhaber nach Wissen der Mods nicht existiert, sie aber ihren Forenbetreiber ganz dolle lieb haben, wollen sie ihn vor solcher Post bewahren.

Es ist sicher richtig, daß in der jüngeren Zeit verschiedene Gerichte den gescholtenen "Abmahnanwälten" einen Riegel vorgeschoben haben, der dieses Vorgehen deutlich erschwert, aber damit haben sie natürlich nicht die Regelungen des Urheberrechts außer Kraft gesetzt, also ...

Zitat:
Leude leude, man kanns auch übertreiben.

Stimmt. Aber man muß den Ärger auch nicht heraufprovozieren. Anwälte und Richter können während ihrer Arbeitszeit fürchterlich humorlos sein.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 12.04.2017 23:31
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#67

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Danke für die Mühe. Leider seh ich nichts mehr.

Wie kann ein Text, der an zig Ecken öffentlich ist, eine Urheberrechtsverletzung sein? Und wenn jemand seine Akkordvorschläge ranbringt - wo ist da die Urheberrechtsverletzung?

Leude leude, man kanns auch übertreiben.




Geschrieben: 12.04.2017 19:47
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#68

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Hallo zusammen,

Zitat:

Viktor schrieb:
[...]
Ich weiß nicht, ob sie in irgendeinem Songbook veröffentlicht sind,[...]

Viele Grüße,
Viktor


Vielleicht hilft folgende Information:

Das Lied "Victor Jara" ist im Liederbuch -> "Lieder 2000-2005" erschienen.

Viele Grüße,
Georg

Geschrieben: 11.04.2017 12:43
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#69

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Liebe Luise

Deine Entschuldigung ist absolut überflüssig. Meine Antwort war -wie deine Bemerkung- spaßhaft gemeint.
Ich bin ja selber schuld, wenn ich mich ab und zu (nicht "ewig" wie mir fälschlicherweise unterstellt wird) selbst in die Atheistenschublade stecke.
Um alles richtig zu stellen, war ich sogar bereit, etwas preiszugeben, was eigentlich meine Privatangelegenheit ist.

Das Teufelchen als mein Smilie hab ich mir gewünscht, weil der Papst sagte, der Teufel sei der bester Theologe.

Gruß
Helmut

Geschrieben: 10.04.2017 08:58
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#70

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...ich glaube,ich halte in Zukunft besser meine Klappe-entschuldige bitte Helmut-und eigentlich war es ja auch eher spaßig gemeint,aber ich weiß schon,warum ich mir diese Signatur ausgesucht habe
liebe Grüße von
LUISE.

Geschrieben: 09.04.2017 22:20
_________________
Und wo immer auch ein Fettnapf steht,da tapp`ich voll hinein...
R.M.
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Aw: neues Projekt von Dirk Zöllner
#71

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Auf Radio Berlin 88,8 ein Interview mit Zöllner zur Entstehung der CD


Geschrieben: 09.04.2017 20:48
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Aw: "Acting while singing" - Meisterkurs mit der "Wort-Frontfrau" Sandra Kreisler in Arosa (Schweiz)
#72

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Hallo zusammen,

das ist klasse, wenn Sandra Kreisler ihre Gabe und ihr Wissen weitergibt.
Ihre Bühnenpräsenz ist wirklich beeindruckend, spontan fällt mir dazu ihre Interpretation des Liedes "Sonja" ein.

Was mir zu dem Thema aber auch einfällt, ist ein Buch von ihr, das bei einem Wortfront Konzert am Verkaufstisch angeboten wurde, wo es auch genau um dieses Thema ging. Es ersetzt sicherlich kein mehrtätiges Seminar, aber für den kleinen Geldbeutel oder als Einstieg in das Thema sicherlich eine Option. Ich hielt es längere Zeit in der Hand, habe es dann aber nicht gekauft, weil ich ja kaum auftrete.

An den Titel kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber es handelt sich vermutlich um das Buch: "Das Chansonbuch – Interpretation und Bühnenpräsentation".

Viele Grüße
Georg

Geschrieben: 09.04.2017 11:04
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"Acting while singing" - Meisterkurs mit der "Wort-Frontfrau" Sandra Kreisler in Arosa (Schweiz)
#73

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Liebe Freunde und Interessierte!
Der Titel "Acting while singing" entspricht wohl am ehesten dem Wort "Interpretation". Sandra bietet diesen Kurs im Rahmen der Musikkurswochen Arosa an. Sie schreibt mir dazu selbst:

Zitat:
Im Sommer, genauer von 30 Juli bis 5 .August, gebe ich eine Meisterklasse "Acting while Singing" bei den renommierten Musikfestwochen in Arosa. Genaueres hier: http://musikkurswochen.ch/de/kurse/detail/301
Ich kann auch ein Stipendium vergeben, der Kurs ist nicht ganz billig, zwischen 500 und 700 Euro (bissel kompliziert, steht auf der Seite) und wohnen muss man ja auch. Aber letztlich zahlt man dann 100 Euro pro Tag und hat am Tag auch die Möglichkeit, 8 Stunden lang über Chansons zu lernen. ...
Jetzt würde ich mich freuen, wenn der Kurs auch ein wenig bei den Deutschen Interessierten Menschen bekannt gemacht werden könnte.


Natürlich weiß ich, dass die meisten von uns wegen der Kosten passen werden (müssen). Aber vielleicht kennt ja Jemand Jemand, der Jemanden kennt, von dem Letzterer weiß...
Ich möchte einfach der Bitte um Bekanntmachung, an diesem dafür geeigneten Platz, Folge leisten. Wenn das tatsächlich zu einem Besuch des Kurses führt, würde ich mich über eine Rückmeldung in Form eines Berichtes sehr freuen.

Geschrieben: 09.04.2017 01:38
_________________
...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#74

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Liebe Anne,
mir gefällt Deine Rezension von Uwes neuer CD!
Lieber Uwe,
mir gefällt Deine neue CD!
Liebe Luise, lieber Helmut,
"Christlicher Liedermacher"? Jawoll oder Pfui? Klar ist Uwe bekennender Christ und Liedermacher, er tritt überwiegend in Kirchen oder christlichen Gemeinden auf, das ist bekannt... Aber seine neue CD finde ich jetzt nicht besonders christlich oder unchristlich...
Und Uwes Lieder hätten ein weitaus breiteres Publikum verdient als das, was er derzeit (in seinem christlich-evangelikalen Umfeld) bespielt, finde ich...
Aber das liegt an ihm...
LG cARSCHti

Geschrieben: 09.04.2017 00:58
_________________
"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#75

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Hallo Janek,

Zitat:
Frage: Kann mir jemand die Akkorde zu "Victor Jara" rüberreichen?

Ich weiß nicht, ob sie in irgendeinem Songbook veröffentlicht sind, aber ich habe mal schnell aufgeschrieben, wie es für mich klingt - ganz grob(!)

===
Textauszug und Akkorde aus urherrechtlichen Gründen entfernt. Petra - Webmaster.
===

Für die Feinheiten müsstest du am besten ein bisschen rumprobieren. Beim E wird oftmals E7 eingestreut werden, denke ich. Beim abschließenden A-Dur, glaube ich, auch mal kurz Asus4. Solche Späßchen halt
Evtl. bietet es sich auch an, es mit Capo im 5ten Bund und entsprechend e/E-Form zu spielen.

Vielleicht hilft es dir ja als erster Ansatz weiter.

Viele Grüße,
Viktor

Geschrieben: 08.04.2017 18:21
_________________
...
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#76

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Liebe Anne,

Noch einmal ganz ganz herzlichen Dank für die feine Besprechung.
Das fühlt sich ganz schön an...

Alle die gerne eine CD hätten aber doch lieber zum Konzertpreis plus Porto (10€+2€=12€) dürfen mich gerne anschreiben (Uwe.X@me.com) und ich leite es gern in die Wege.

Als Download bekommt man das Album bei jeder bekannten Plattform von Amazon bis Itunes.

Danke für das Interesse und alles Liebe

Uwe X.

Geschrieben: 08.04.2017 00:05
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#77

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Zitat:

Luise schrieb:
der Helmut würde jetzt sicher sagen, da muß ich wohl erst in die Kirche eintreten, um das lesen zu dürfen ,stimmt`s.


Liebe Luise,
leider stimmt da gar nichts.

Um gegen etwas argumentieren zu können, muss man sich mit der Gegenseite beschäftigen.
Dazu muss ich aber nicht in die Kirche eintreten, geht auch gar nicht, weil ich drin bin.
Ich darf alles, weil ich keine Tabus kenne.

Nix für ungut

Gruß
Helmut, der mit dem tanzt



Geschrieben: 07.04.2017 19:06
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader? Hier lang!
#78

Kein Avatar
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Servus Leute,

ich hol mal diesen Faden hoch.

Nachdem ich ihn nun (endlich) mal live erlebt habe, möchte ich mir das eine oder andere Stück von Hannes raufschaffen.

Gleiches Problem wie bei Gundi - man findet viel, aber meist nicht das was man sucht.

Frage: Kann mir jemand die Akkorde zu "Victor Jara" rüberreichen?

Danke und Grüße

J.

Geschrieben: 07.04.2017 17:59
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Aw: Neu hier...
#79

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Hallo Anne,
danke danke...
Hab es mir überlegt doch eine Strecke mit dem Zug koste zw. 110 und 170 Teuro....
aber vielleicht fahren Leute aus Wien mit dem Auto...??
Interessieren würde es mich schon...
Gerne stelle ich einen Link von meinem Liederabend hier rein...
schönes Wochenende
Zoltán

Geschrieben: 07.04.2017 17:35
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Aw: Neu hier...
#80

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Sehr schön, gefällt mir, hab gleich in ein paar Lieder/ Videos reingehört. Nach Wien kann ich so ohne weiteres nicht, zumal zu diesem Datum bei uns die Ferien enden, aber wenn du eine CD oder einen Konzertmitschnitt oder so etwas hättest, könnte ich dir gerne eine Rezension schreiben...
Vielleicht wäre auch das Liedertreffen was für dich???

Viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 07.04.2017 15:36
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#81

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Liebe Luise,

freut mich sehr, dass dir die Besprechung gefällt! Mein CD-Exemplar könnte ich auf jeden Fall zum LT mitbringen, aber vielleicht meldet sich Uwe ja auch noch an...

In dem Thread der christlichen Liedermacher stand genau die gleiche Rezension. Dort hatte ich sie zuerst gepostet. Dann hatte mich Uwe selbst gebeten, sie zu "verschieben", wozu ich aber nicht die nötigen Rechte hatte. Also hab ich sie noch einmal gepostet mit dem Hinweis, dass der alte Thread gelöscht werden dürfte, was Georg auch prompt erledigt hat - danke dafür!
Es ist also Absicht, dass sich der alte Thread nicht mehr öffnen lässt - denn da steht jetzt nix mehr drin.

Bis ganz bald und viele liebe Grüße,
Anne

Geschrieben: 07.04.2017 15:22
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#82

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Oh,da hast Du Dir aber wieder eine Arbeit gemacht,liebe Anne !!
da habe ich gleich Lust bekommen,da mal rein zu hören .
Leider steht er ja nicht mit auf der Anmeldeliste,da könnte er gleich paar CD`s mitbringen...
Was ich nicht ganz verstehe,Du hast ja das gleiche Thema nochmal unter dem Forum " christliche Liedermacher "eingestellt,da habe ich aber kein Recht dies zu lesen ,obwohl ich eingeloggt bin. Geht das anderen vielleicht auch so ? Was steht da anderes drinne,dass ich es nicht lesen darf ??? ( der Helmut würde jetzt sicher sagen,da muß ich wohl erst in die Kirche eintreten,um das lesen zu dürfen ,stimmt`s )aber das kann es ja bei mir nicht sein
Viele liebe Grüße von
LUISE.

Geschrieben: 07.04.2017 11:50
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Und wo immer auch ein Fettnapf steht,da tapp`ich voll hinein...
R.M.
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Aw: Neu hier...
#83

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HAllo, da bin ich wieder....
Ja, ich schreibe selber und spiele ab und an in Wiener Cafe's....
so am 24.4. 2017 im Cafe Bendl, Landesgerichtstraße 6, 1010 Wien...
Hier kann man sich einige meiner Sachen anhören und ansehen:
www.dailymotion.com/egoichen
lg
aus Wien
Zoltàn

Geschrieben: 07.04.2017 09:24
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Aw: "Poesie und Widerstand" erscheint am 26. Mai 2017 (CD / limitiertes Box-Set)
#84

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Zitat:

Viktor schrieb:
- Sage Nein (Bonus Version) (feat. Pippo Pollina [Gesang], ASP [Gesang], Conchita Wurst [Gesang], Cetin Oranger [Gesang])


"Asp". Zur Unterscheidung: die Band schreibt sich selbst ASP in Großbuchstaben, Gründer, Vorturner und Sänger Alexander Spreng als Person schreibt sich "Asp". Da ich davon ausgehe, daß nicht die komplette Band mitsingt, sind ein paar Großbuchstaben weniger wohl richtiger

Gruß
Skywise

Geschrieben: 06.04.2017 17:49
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Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: "Poesie und Widerstand" erscheint am 26. Mai 2017 (CD / limitiertes Box-Set)
#85

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So, Leute, ich nutze diesen Thread einfach mal weiter, um die Entstehungsgeschichte zu verfolgen, lasst euch von meinem Selbstgespräch nicht stören

Vorgestern wurde die endgültige Reihenfolge der Lieder bzw. überhaupt die Aufteilung der zwei CDs bekanntgegeben. Brauche ich hier ja nicht für die Ewigkeit festhalten - siehe Verlag. Tippfehler / exakte Songtitel wurden auch verbessert...
Persönliche Anmerkung: Zwei Versionen von "Sage nein" auf derselben CD finde ich seltsam. Eine pro CD hätte sich doch förmlich angeboten! Aber ich lasse mich gerne überzeugen.

Gestern sind dann noch weitere Gastsänger-Anmerkungen hinzugekommen:
- Ich singe, weil ich ein Lied hab' (feat. Gaby Moreno [Gesang])
- Gracias a la Vida (feat. Gaby Moreno [Gesang]), Pablo Miro [Gesang, Gitarre])
- Sage Nein (Bonus Version) (feat. Pippo Pollina [Gesang], ASP [Gesang], Conchita Wurst [Gesang], Cetin Oranger [Gesang])

Viele Grüße,
Viktor

Geschrieben: 05.04.2017 21:24
_________________
...
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Aw: Degenhardt auf englisch
#86

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Hallo Marc,

ich hab mir das Buch inzwischen zugelegt - einfach weil's irgendwie dazugehört - aber ich frage mich auch, für wen das gemacht sein soll. Wenn Degenhardt im anglo-amerikanischen Raum niemand kennt, warum dann die Übersetzung? Aber das soll ja nicht mein Problem sein. Die Übersetzungen scheinen mir recht gelungen zu sein. Ich hab nur kursorisch gelesen, aber die Texte sind sowohl singbar als auch nah am Original und das ist ja schon mal eine Leistung. Manche Zeilen sind sicher sehr schwer zu übertragen und vieles wäre nur mit einem vernünftigen Fußnoten-Apparat verstehbar (auch für Deutsche), aber alles in allem ist das eine bewundernswerte Arbeit.

Vielleicht wäre es sinnvoller, wenn man die deutsche Liedermacher-Szene im anglo-amerikanischen Raum bekannt machen will, eine Anthologie mit Übersetzungen zu schaffen, in der auch Biermann, Wecker, Wader, Mey usw. vorkommen. Dann könnte man auch die Bedeutung deutlicher machen. Auch das wäre sicherlich eine ziemlich akademische Angelegenheit, aber geisteswissenschaftliche Anregungen können die Amerikaner ja im Moment nicht genug bekommen.

Liebe Grüße, Michael

Geschrieben: 05.04.2017 10:52
_________________
Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.

Franz Josef Degenhardt
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Aw: Degenhardt auf englisch
#87

Benutzerinformationen
Hallo Michael,

als ich Deinen Hinweis Ende Januar las, erinnerte ich mich zwar daran, dass ich kurz zuvor eine Rezension zu dem Buch gelesen hatte, wusste aber nicht mehr genau, wo. Ich durchblätterte die letzten Ausgaben des Folkers, fand aber nichts. Nun ist die neue Ausgabe des Köpfchens der AG Burg Waldeck erschienen... und die Erinnerung ist wieder da: Die Ausgabe 4/2016 berichtete auf S. 22. >>Hier der direkte Link zum Download der pdf.

Hast Du Dir das Buch mittlerweile zugelegt?

Lieben Gruß!
Marc

Geschrieben: 04.04.2017 19:15
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Aw: Straßenmusik
#88

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Danke, Georg!
Du hast Dir einen Wunsch erfüllt, den ich mir auch eines Tages noch erfüllen möchte!
Ich habs im vergangenen Jahr wenigstens nach Dublin geschafft, allerdings nur als Zuschauer... - bei einer tollen Open Stage im Mother Reilly's im Außenstadtteil Rathmines, aber vor allem auch bei den unzähligen tollen Straßenmusikern an der (am?) Temple Bar (und Umgebung)...
Jedenfalls hab ich mir letztes Jahr vorgenommen, beim nächsten Mal sollen es auch weitere Ziele in diesem tollen Land sein, z. B. auch Galway oder Limerick...
LG cARSCHti

Geschrieben: 04.04.2017 00:01
_________________
"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Straßenmusik
#89

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Straßenmusik in Galway

HURRA !

Ich habe mir einen Wunsch erfüllt und etwas Straßenmusik in Galway gemacht. Es waren zwar nur sechs Lieder, aber somit konnte ich einige Lieder meines Repertoires nun auch endlich mal in Irland singen.

Die Haupt-Fußgängerzone in Galway erstreckt sich vom Spanish Arch kurz vor der Brücke über den Corrib bis kurz vor dem Eyre Square über eine Länge von gut 400 Meter. Sogar jetzt Ende März tummelten sich da von mittags bis spät abends regelmäßig Straßenmusiker, manchmal nur im Abstand von ca. 50 bis 100 Meter zueinander. Da sie teilweise mit Verstärker spielen, kommt es vor, daß sie sich sogar gegenseitig stören. Was mich aber wirklich erstaunt hat, ist, daß selbst Regen kaum einen Musiker abschreckt, weiterzuspielen.

An der Westküste Irlands muß man ja immer mal mit kurzen Schauern rechnen, aber selbst bei durchgängig regnerischem Wetter spielen ein paar Straßenmusiker tatsächlich unverdrossen weiter. Klar, wenn möglich, wird - vor allem abends nach Ladenschlußzeiten - der überdachte Eingangsbereich eines Ladens bevorzugt, aber es gibt auch solche, die weder sich noch ihre Instrumente schonen und im Regen weiterspielen, so daß neben den Gitarren auch die Gitarrentaschen mit den erspielten Münzen weit über vereinzelte Tropfen hinaus richtig nass werden. Ich habe in Deutschland die Erfahrung gemacht, daß die Aufmerksamkeit der Passanten für meine Darbietungen bei Regen gegen Null geht, die Einnahmen somit natürlich auch.

Letzten Donnerstag wollte ich nach dem Essen im "The Quays" gegen 20:30 Uhr Ortszeit noch in einen bestimmten anderen Pub am Eyre Square. Da es den ganzen Abend über mindestens tröpfelte und teilweise regnete, bin ich in Regenjacke relativ zügig die Shop Street entlang gegangen, als ich tatsächlich jemanden mit einer Konzertgitarre sah. Meistens werden für Straßenmusik und für Livemusik in Pubs Westerngitarren verwendet, diese werden meistens mit Schlagtechnik gespielt, auch bei eher leiseren Liedern. Ich bevorzuge als Begleitung ja eher Fingerpicking; Schlagtechnik und Westerngitarre nehme ich eher, wenn ich Krach machen will . Wie auch immer, unverstärkte klassische Gitarren sind normalerweise für die Straßenmusik zu leise, daher suche ich meistens eher enge Bereiche von Fußgängerzonen.

Nun, der Gitarrist spielte ein paar einzelne Töne vor sich hin, ohne Gesang, wurde aber kaum beachtet, weil er saß und zudem zu leise war. Nicht ganz ohne Hintergedanken habe ich ihm einen Euro auf seine Tasche gelegt und das Gespräch gesucht. Er kam aus Spanien und hieß Gabriel. Bei dem Instrument handelte es sich um eine Flamenco-Gitarre. Ich hatte ihn gefragt, ob er für ein paar Euro bereit wäre, mir seine Gitarre zu leihen, aber er wollte kein Geld. Er lieh mir tatsächlich für ein paar Lieder seine Gitarre. Nach dem zweiten Lied gab er mir den einen Euro sogar zurück und hat mir so sehr vertraut, daß er meinte, daß ich ruhig weiterspielen könne, und er die Pause jetzt mal nutzt, um aufs Klo gehen zu können.

Ich spielte folgende Lieder:
- "Fields of Athenry" (von Pete St.John, am bekanntesten ist die Version von Paddy Reilly)
- "Isle of Hope" (von Brendan Graham)
- "Green among the gold" (von Steve Barnes, bekannt geworden durch Sean Keane)
- "Caledonia" (von Dougie MacLean)
- "Green Fields of France" (auch "No Man's Land" - von Eric Bogle)
- "The Boxer" (von Simon / Garfunkel)

Allzuviel Aufmerksamkeit hatte ich bis auf den ein oder anderen nach oben gereckten Daumen zwar auch nicht, obwohl ich gegenüber einem Pub spielte, wo ein paar Leute draußen unter der Markise saßen, um zu rauchen. Das Wetter war eben schlecht und die Gitarre vermutlich zu leise. Aber es gab auch keine ablehnenden Worte, Blicke oder Gesten, und Spaß gemacht hat es allemal .

Nachdem ich 2012 in einem Pub in Doolin schon mal ein Lied singen durfte, war dies für mich - dank Gabriel - eine weitere musikalische Wunscherfüllung in Irland.

Georg

Geschrieben: 02.04.2017 14:05
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"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
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CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#90

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„An mir liegt's nicht“ - vielleicht aber am „Meinungsbunker“ oder an „Rita Lynn“?!

Uwe X bewegt mit seinem neuen Album frisch aus dem Release-Konzert (11.02.2017)

Zugegeben, wenn man die starken neuen Lieder von Uwe X. (Schäfer) nicht erst auf dem Release-Konzert, sondern bereits bei einem Release-Release-Konzert Mitte Januar genießen durfte, wäre es wohl kaum zu viel verlangt, dass die CD-Besprechung wie geplant zur Veröffentlichung fertig ist...war sie aber eben leider nicht!
Die Entschuldigung dafür liefert – praktischerweise – direkt der Albumtitel „An mir liegt's nicht“ - dann schon eher am Alltagsstress und an Zeitmangel. Doch was lange währt, wird endlich gut – und zum Glück haben Lieder und CDs ja kein Verfallsdatum!

Auch in seinem fünften Album bleibt der engagierte Pfarrer und Liedermacher seinem individuellen Stil treu: einer Mischung aus Blues, Folk und Rock, aussagekräftigen Texten, einer guten Prise Humor, den Instrumenten, die er selbst spielt (Gitarre, Irische Bouzouki, Bluesharp, Footpercussion), sowie seinem Bandkollegen Jojo Walter am Bass. Neu sind Hanjo Gäbler am E-Piano sowie die Stimme von Hannah Tinkybell in mehrstimmigen Passagen, und es gibt erstmals ein Cover unter den zehn neuen Songs, was sonst eigentlich gar nicht Uwe X.'s Ding ist (man erinnere sich nur an „Hömma, wenn ich du wär, dann wär ich lieber ich!“): Doch bei Carsten Cullas „Verlorene Söhne“ (oder wie es im Heimatdialekt des Ennepetalers so schön hieße „Wechgekommene Blagen“) stimmt einfach die Identifikation zu 100 Prozent - „Genau so hätte ich über das Thema auch geschrieben, ein großartiges Lied von Carschti!“, kommentiert Uwe X seine Wahl. Inhaltlich handelt es von dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Sohn, allerdings eher noch aus „psychologischer“ Perspektive.
Religiösen Bezug, wahrscheinlich schon von Berufs wegen, haben dann noch zwei weitere Songs: das ruhige und stimmungsvolle „Bei Dir zuhause“, das die Dankbarkeit, sich bei Gott geborgen zu fühlen, ausdrückt, und das rockige und selbstironische Titelstück „An mir liegt's nicht“, das an die Haltung des betenden Pharisäers gegenüber dem Zöllner angelehnt ist. Frei nach dem Motto: Die Welt könnte so viel schöner sein, wenn alle so wären und sich so korrekt verhalten würden wie ich!

Mit viel Schwung und mal mehr, mal weniger Country-Stil, aber immer sehr eingängig, kommen „Rita Lynn“, eine ironisch-witzige Lobeshymne auf das wohl bekannteste Beruhigungsmittel bei ADHS, und „Nach leer kommt implodier'n“ daher. Letzteres hat eine sehr gute und lebensnahe Message, gerade bei Workaholics oder Menschen mit Helfersyndrom: „Mehr geben, als man hat, nein, das kann nicht funktionier'n // denn nach voll kommt leer, und nach leer kommt implodier'n!// Was and're von dir woll'n, das ist lange keine Pflicht, // gib fröhlich, was du kannst, doch vergiss dich dabei nicht!“ Auf das Implodieren kam Uwe Schäfer laut Ansage übrigens durch sein persönliches Unwort des Jahres: „Leergut – na, wenn meine Flasche Bier leer ist, dann ist das gar nicht gut! Doch dann hab ich überlegt, was wohl passieren würde, wenn ich versuchte, aus der leeren Flasche immer weiter zu trinken – die würde implodieren, also ist es dann doch gut, wenn ich merke, wann sie leer ist!“

Im Kontrast zu diesen sehr humorvollen Stücken stehen „Gnadenloser Richter“, ein Blues mit hervorstechender Basslinie und Bluesharp im Zwischenspiel, das sich mit dem Auflehnen gegen den eigenen, inneren Richter und Zensor befasst und diesen letztlich rauswirft, und „Meinungsbunker" , das sich dann mehr den schädlichen Einflüssen von außen zuwendet: Es plädiert für mehr Toleranz im Gegensatz zu starren, festgezurrten Meinungen und Haltungen, die absolut gesetzt werden und damit ausgrenzen. Man sollte sich nicht in solche Meinungsbunker zurückziehen, und vor allem anderen, die sich daraus befreit haben, nicht die Luft zum Atmen nehmen. Hinterfragen, reflektieren, sich weiter entwickeln, Fragen zu lassen, wäre die sinnvolle Alternative.

Auch Liebeslieder dürfen auf dem neuen Album nicht fehlen: „Sinn gehabt“ beschäftigt sich humorvoll mit der Frage, was denn geworden wäre, wenn man denn Maler, Barde, Eismann oder Erfinder wäre und in jeder Rolle seine Liebste verwöhnte – was allem gemeinsam ist: „Ich hätte nicht umsonst gelebt, denn mein Leben hätte Sinn gehabt.“ Die Situation, wenn einen die Liebe schlagartig, wie ein Blitz überkommt, beschreibt die Rockballade „Schmetterling“, die analog zum „Feel-good-Movie“ als „Feel-Good-Song“ bezeichnet werden könnte, textlich wie musikalisch: „Schmetterlinge aus dem Paradies // starten durch, wenn der Amor seine Pfeile verschießt, // wenn die Sehnsucht kommt, alle Tränen vergießt, // wenn man überfließt und es so genießt!“

„Wenn du traurig bist“ spendet durch seinen Refrain Trost und die Gewissheit, nicht allein zu sein. Musikalisch setzt Uwe X dies durch unterschiedliche Tonarten und Rhythmen in Strophen und Refrain um. Als Bonustrack hat der Liedermacher „Tanzen auf Scherben“ ausgewählt und neu aufgelegt. Ein tiefgründiger Song, der auf jeden einzelnen, insbesondere aber sicherlich auf die Schutzsuchenden anwendbar ist: die Kinder und Mädchen, die Uwe X zusammen mit Schlussstrich e.V. aus der Kinderprostitution bringen will. Das gesamte Album widmet er daher Triveni Acharya, einem „Engel der Barmherzigkeit. Gemeinsam mit ihrem mutigen Team rettet sie Tausende von Mädchen aus der Zwangsprostitution und ermöglicht ihnen ein neues Leben.“

Wer ein Konzert von Uwe X besucht oder eine CD kauft, tut damit gleichzeitig ein gutes Werk, da der Erlös Schlussstrich e.V. zugute kommt, und sowohl bei organisatorischen Aufgaben der ehrenamtlich wirkenden Mitglieder sowie ganz konkret für Maßnahmen vor Ort und in Einzelfällen benötigt und eingesetzt wird.
Alle Texte zum neuen Album sowie Konzerttermine finden sich, wie gewohnt, auf der Website www.uwex-musik.de

Anne Drerup




Geschrieben: 01.04.2017 17:47
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