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Aw: 5. Thomsdorfer Liederfestival
#31

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Hallo

das Thomsdorfer Liederfestival ist vorbei. Ich war am Freitag da, weil´s mir der interessantere Programmtag war. Der am Sonnabend als Hauptact spielende Axel Prahl und Band - nö, musste ich nicht haben. Aber ich wollte mir nicht die Gelegenheit
entgehen lassen, Johann Meijer zu sehen und zu hören. Ab und an lausche ich ja seiner Sendung im Fliedertee-Radio und das eine oder andere Lied gibt´s immer mal wieder im Plattenbau zu hören, was gut in meine Ohren ging.

Den Auftakt machte eine Nachwuchssängerin aus der Region, die eigene Lieder und Coverversionen zu Gehör brachte. Ich sag mal, war nicht soooo schlecht, mir klang die Klampfe etwas blechern aber wer nicht während des Singens und Spielens in der Lage ist, wenigstens ab und an ins Publikum
zu gucken, sitzt irgendwie auf verlorenem Posten. Mit zunehmender Dauer verspielte sie sich öfter aber nichtsdestotrotz finde ich´s gut, wenn jungen Leuten eine so relativ große Auftrittsmöglichkeit geboten wird. Gleich nach ihr noch am frühen Abend war schon Johann Meijer dran - und der zeigte, wie´s geht.
Jo, mich kann ja bekanntermaßen nichts so leicht beeindrucken aber da waren vom ersten Ton und Wort meine Ohren weit auf Empfang gestellt. Weiß gar nicht wo ich da mit meiner Lobhudelei anfangen soll , hm ... ich kürze am besten ab: auf jeden Fall sehr hörenswerte Lieder, klasse Texte und neben Johann nicht zu vergessen, sein Geiger Jos Koning - also das Duo Grenszland.
Nach dem Konzert habe ich- entgegen meiner Natur, schüchtern wie ich nun mal bin - vom Johan direkt eine CD gekauft und signieren lassen und wir haben noch ein geplauscht. Bin dann mit 2 CDs , der "Dazumal" und "Kirschen teilen" nach Hause. Besser konnte es den Abend nicht werden und mein Ausgang war leider eh zeitlich begrenzt.

Beide CDs lassen sich gut durchhören, Dazumal mit den internationalen Liedern und deutschen Texten geht ja eh gut in mein Ohr, ich bin drauf und dran, mehr aus der Reihe Europeana hören zu wollen.

Am Sonnabend war´s rappelvoll vor der Bühne. Freut mich für den Veranstalter, der mit dem mehrtägigen Festival für Liedermacher eine sehr schöne Veranstaltung etabliert hat.

... muss jetzt rüber zum Plattenbau

LG
Rex2005





Geschrieben: 03.08.2017 21:18
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Aw: Johan Meijer - Dazumal
#32

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ich hab die CD jetzt auch und sogar mit Autogramm Hier geht's weiter

Geschrieben: 03.08.2017 21:18
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#33

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Hallo Nicky,

über den Begriff 'Bardentreffen' wurde auch in vergangenen Jahren schon diskutiert. Vor 41 Jahren wurde es so genannt und ich denke, man mag sich von dem Namen nicht mehr trennen. Früher werden es wohl schon mehr Barden gewesen sein, heute treten ja fast alle mit Band auf. Ich bin immer froh, wenn ich mal eine Darbietung ohne Schlagzeug erwische, das ansonsten die Texte mehr oder weniger tot schlägt. Mein Bruder dachte gar, es handele sich um so ein mittelalterliches Treffen mit der entsprechenden Kostümierung.

Beim Motto fand ich schon in den vergangenen Jahren, dass man nicht allzu viel davon merkt. Ein Mal war es '175 Jahre Eisenbahn'. Meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, bis ich mal irgendwann ein Lied zum Thema zu hören bekam. (Auch Reinhards 'Eisenbahnballade' hat jemand vorgetragen, aber in der Mitte aufgehört – weil das Lied so lang ist – und später im Programm die zweite Hälfte gesungen. Das hat richtig weh getan.) Ein Mal war das Motto 'Finnland'. Einige wenige finnische Beiträge gab es, aber zugegeben – so viele finnische Gruppen gibt es wahrscheinlich nicht, die man da einladen könnte. In dem Jahr, als das Motto 'Schweiz' war, waren allerdings schon ein paar mehr Schweizer da, die Anreise ist einfach nicht so langwierig.

Das Motto Gegenwind meint übrigens nicht die hier relativ negativ besetzte 'Blasmusik', sondern die meist sehr seriösen 'Blasinstrumente'. Wie man gerade auf 'Gegenwind' kam, kann ich auch nicht sagen. Die Beschreibungen der Gruppen im Programmheft werden ja sicherlich nicht vom Veranstalter geschrieben, die liefern doch wahrscheinlich die Künstler selbst. Und da finde ich bei der spanischen Gruppe 'Bufa y Sons' die Kurzüberschrift 'Gegenwind mit Krücke, Backstein und Absperrgitter'. Derartige Dinge wie auch Schläuche, Gießkannen und Fahrradlenker nutzen diese Musiker als Instrumente.

Hier ein Auszug aus dem Programmheft:
Zitat:

… ermöglicht unser diesjähriges Festivalmotto natürlich auch den dezenten Verweis auf Künstler, die von Windschlüpfrigkeit wenig halten, sondern Position beziehen. Und solche Stimmen sind – wie der Blick ins Programm zeigt – erfreulicherweise auch im Jahre 2017 keine Seltenheit und keine Frage des Alters beziehungsweise des Jungseins.

Als Beispiel werden der Tibet-Mahner Porok Karpo, der fränkische Jungfrechdachs Heiner Bomhard und der Bayern-Spötter Stephan Zinner genannt. Im Programmheft haben 17 der 73 Formationen einen Gegenwind-Stempel. Das sind aber alles Gruppen, die mit Blasinstrumenten arbeiten, die drei Beispiele für kritische Beiträge haben diesen Stempel nicht. Es ging also wohl tatsächlich hauptsächlich um die Blasinstrumente.

Um noch kurz auf Rudolstadt einzugehen: Meine Schwester war in diesem Jahr zum ersten Mal dort. Schwerpunkt sollte Schottland sein. Schottland war vertreten, es wurden schottische Tänze gezeigt, was ihr besonders gefiel, weil sie selbst in einer schottischen Tanzgruppe ist. Und es wurde schottische Musik gespielt. Aber auch dort waren die Beiträge zum Thema Schottland nur ein kleiner Bestandteil des riesigen Angebotes.

Viele Grüße von Petra

Geschrieben: 03.08.2017 00:03
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
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Liederwerkstatt im Kulturbahnhof Biesenthal
#34

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Ich hoffe, ich bin nicht wieder im falschen Unterforum gelandet und mache den AdministratorInnen (schreibt man das so?) jetzt nicht zu viel Arbeit, Georg...
Hier zu einem zu Link zu einem Liederwerkstatt-Konzert, einer Konzertreihe, die sich hier im Osten seit Jahren etabliert hat:
Liederwerkstatt im Kulturbahnhof Biesenthal
Nicht nur im Kulturbahnhof Biesenthal, sondern auch an zashlreichen anderen Orten im Osten (bevor der Westen dann so richtig rockt...)

Geschrieben: 02.08.2017 23:14
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Sarah "Chansonedde" Lesch - Da draußen
#35

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... und hier geht's zur zweiten Single "Reise Reise Räuberleiter".

Schöne Grüße von
Viktor

Geschrieben: 02.08.2017 12:23
_________________
...
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#36

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Lieber Georg,
danke für den Hinweis zu dem Thema Blasmusik. Ich hatte das in dem Zusammenhang mit dem Motto überhaupt nicht in Verbindung gebracht. Vermutlich auch, weil Blasmusik nicht so ganz meins ist, außer vielleicht ein dezentes Saxophon im Hintergrund......

Was mich bei dieser Art Treffen oder auch bei der von mir beschriebenen Demo besonders stört, ist, dass ich dabei das Gefühl eines „Etikettenschwindels“ habe.
Die Bezeichnung „Bardentreffen“ lässt mich an eine Zusammenkunft von „Barden“ denken, die ich immer singender weise in meinem Kopf habe. Mit dem Motto „Gegenwind“ verbinde ich dann Texte gegen die momentane Situation. Sei sie politisch oder auch anderer Art. Aber vielleicht denke ich da auch einfach nicht groß genug.......

…..oder kann einige „Gegenwind“-Beiträge auch gar nicht als solche erfassen, weil sie in den jeweiligen Landessprachen der Künstler präsentiert werden. Mein Englisch reicht dafür vielleicht noch. Aber „Gegenwind“ oder auch Protest aus russisch, polnisch oder chinesisch herauszuhören fällt mir schwer. Genauso wie „Gegenwind“ aus einem Didgeridoo herauszuhören.

Ich kann natürlich gut verstehen, das die Strassenkünstler (egal was sie singen oder spielen) das Bardentreffen nutzen um eine Plattform zu finden und sich zu präsentieren. Genau das gefällt mir auch an Nürnberg. Die vielen kleinen Beiträge am Rande in ihrer Vielfalt. Aber auf den großen und kleinen Bühnen hatte ich einfach etwas anderes vom Veranstalter erwartet.
Man könnte das ganze ja sonst auch einfach „Musikertreffen in Nürnberg – ohne Motto“ nennen. Dann wären meine Erwartungen andere.

Alles in allem waren es wieder schöne Tage in Nürnberg und ich bin mir sicher, dass es mich auch in den nächsten Jahren wieder dorthin ziehen wird. Aber eben mit gedämpften Erwartungen....

Liebe Grüße
Nicole

Geschrieben: 02.08.2017 11:27
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Annett Kuhr nimmt Vorbestellungen entgegen
#37

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"Von einfachen Dingen" soll das neue Album von Annett Kuhr heißen, das am 6. Dezember auf das Volk losgelassen wird. Vorbestellungen sind bereits jetzt möglich.
Gang zur Kuhr

Ob das nachfolgende Stück darauf landen wird, halte ich für fraglich, allerdings war es in den letzten Monaten offenkundig fester Bestandteil ihres Konzertrepertoires.
Moorpackung

Gruß
Skywise

Geschrieben: 02.08.2017 09:28
_________________
"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"
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Nachhören: Wecker-Konzert Live-Mitschnitt im Deutschlandfunk
#38

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Liebe Leute,

meine Hörempfehlung:


Lieder aus dem "schrecklich schönen Leben" des Konstantin Wecker

Am 2. Juli im Schlosspark zu Neuhardenberg gab Konstantin Wecker im Trio ein Open Air-Konzert, bei dem die Poesie im Vordergrund stand. Vor über 700 Zuschauern erklangen dabei auch Lieder, die eine ganze Generation prägen sollten.

Aufzeichnung vom 02.07.2017
Neuhardenberg, Sommergarten - abrufbar bis 30.08.17 -


Hier geht's lang --> Wecker- Trio - Konzert

Ich freue mich schon auf das Wecker-Konzert im März (fast) in meiner Nachbarschaft, die Tickets hängen schon seit einigen Wochen an meiner Pinnwand.

Liebe Grüße

Doro


Geschrieben: 02.08.2017 09:13
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"Alles was sein kann, ist so einfach
wenn Du leicht bist,
nicht wenn Du's dir leicht machst"
(Höchste Eisenbahn)
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#39

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Zitat:

Gesch schrieb:
[...]
und ich räume ein, wohl in meiner phantasie überfordert gewesen zu sein, denn mir wäre nicht im traum eingefallen, einen zusammenhang zwischen "gegenwind" und "blasmusik" zu vermuten - was vielleicht bei einem liedermacher nicht verwunderlich ist, der seinen stärkeren akzent eher auf inhalte/texte als auf musik legt.

mir wäre auch neu, dass blasinstrumente vorrangig "gegen wind" geblasen werden. und falls doch: zu welchem zweck?


Lieber Gerd,

ja, ich habe beim Motto "Gegenwind" auch zuerst ausschließlich an kritische Texte gedacht.

Aber ich finde den Brückenschlag zu "Blasinstrumenten" gelungen.

Unter dem Begriff "Blasmusik" würde ich vermutlich auch kaum an Liedermacherei denken, aber es ging ja um die Instrumente, nicht um das Genre, und selbst Bob Dylan hat mit seiner Mundharmonika letztendlich sehr oft und eindringlich ein Blasinstrument benutzt, was seinen Liedinterpretationen aus meiner Sicht eher zugute kam als geschadet hat.

"Gegen den Wind" zu blasen ist natürlich schon eine gewagte Hypothese, aber ich sehe das eher metaphorisch.
Aus den Darbietungen der "Red Hot Chilly Pipers" habe ich jetzt zugegebenermaßen aber auch nicht soviel Protest rausgehört

Ich vermute aber, daß sich beim BT eben auch Formationen bewerben, denen das Motto nicht so wichtig ist. Und andersrum Formationen ausgewählt werden, wo vorher eigentlich schon bekannt ist, daß ihre Darbietungen nicht unbedingt etwas mit dem Motto zu tun haben.

Beim tff in Rudolstadt gibt es ja jährlich auch ein Motto. Ich war leider noch nie dort und frage mich, wie konsequent dort das jeweilige Motto eingehalten wird.

Viele Grüße,
Georg

Geschrieben: 01.08.2017 23:37
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"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#40

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lieber georg,

bevor ich mich für das bardentreffen beworben habe, stach mir das "gegenwind"-motto ins auge und schien mir, insbesondere für mich und meine thematischen liederzugänge, ausgesprochen einladend, wenn man nicht gar auffordernd zu sein.

ich muss zugeben, wohl etwas oberflächlich in der recherche gewesen zu sein, was denn mit dem motto "gegenwind" gemeint und umfasst war.

und ich räume ein, wohl in meiner phantasie überfordert gewesen zu sein, denn mir wäre nicht im traum eingefallen, einen zusammenhang zwischen "gegenwind" und "blasmusik" zu vermuten - was vielleicht bei einem liedermacher nicht verwunderlich ist, der seinen stärkeren akzent eher auf inhalte/texte als auf musik legt.

mir wäre auch neu, dass blasinstrumente vorrangig "gegen wind" geblasen werden. und falls doch: zu welchem zweck?

ein alternatives motto hätte insofern für geblasene musik auch "pustekuchen" lauten können. das wäre dann sicherlich auch kein etikettenschwindel gewesen...

aber es mag ja ein fehler sein, an ein explizit herausgestelltes motto fokussierte erwartungen zu knüpfen. sowas nennt man dann wohl "lehrgeld". aber auf falsche fährten lass ich mich eigentlich auch ungern locken. aber letztlich war ich auch mit dem eingeschränkten angebot an "gegenwind-liedern" zufrieden....

herzlich
gerd

Geschrieben: 01.08.2017 23:12
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Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#41

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Zitat:

Nicky schrieb:
[...]
Es gab ja das Festivalmotto „Gegenwind“. Aber abgesehen von deinem Auftritt ist mir kein Künstler aufgefallen, der zu dem Thema etwas zu sagen/singen hatte.....teilweise noch nicht mal laue Lüftchen oder ein kleiner Puster.
Warum schreibt man sich so ein Motto auf die Fahne und lässt auf den großen Bühnen dann Künstler singen, die zum Thema nichts beizusteuern haben?
[...]


Liebe Nicole,

die Frage ist sicherlich nicht ganz unberechtigt, aber mit "Gegenwind" waren laut Programmheft nicht nur kritische Lieder und Künstler gemeint, sondern auch Blasinstrumente, und davon waren in diesem Jahr eine Menge auf den Bühnen zu belauschen und zu bestaunen.

Alle Konzerte und Lieder kann man nun mal nicht verfolgen, aber ein bißchen bekommt man schon mit, sei es durch die Informationen aus dem Programmheft, oder eben wenn man den Künstlern selbst zuhört.

Im Programmheft ist zum Beispiel ein sehr interessantes Kurzinterview mit Loten Namling, der sich schon jahrzehntelang für mehr Rechte der einheimischen Bevölkerung im von China annektierten Tibet einsetzt. Mit seiner Band Porok Karpo hat er auch gespielt, wenn auch nicht unbedingt auf einer der größten Bühnen.

Gerd redet meistens Klartext in seinen Liedern und nennt die Dinge beim Namen. Es gibt aber auch genug Künstler, bei denen eher in den Zwischentexten als in den Liedern deutliche Worte gewählt werden.

Und dann gibt es Künstler wie Heiner Bomhard, der seine bissigen Texte teilweise direkt ausspricht, teilweise aber gekonnt in einen Bereich zwischen Satire, schwarzen Humor und Zynismus packt.

Daß auf den großen Bühnen dann aber der Gegenwind eher durch Blasinstrumente entsteht, möchte ich nicht unbedingt bestreiten, aber zum Glück bietet das Bardentreffen ja genug Auswahlmöglichkeiten und es gibt genug kritische Lieder zu hören.

Und das Motto "Gegenwind" war aus meiner Sicht gut durch Worte und Töne vertreten, und sei es durch die Didgeridoo-Truppe "Die 3 Herren" vor St.Lorenz.

Viele Grüße,
Georg

Geschrieben: 01.08.2017 20:17
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Manfred Maurenbrecher - flüchtig
#42

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Am 06.10.2017 veröffentlicht Manfred Maurenbrecher sein neues Album flüchtig. Hier ein Link dazu:
http://28if.net/maurenbrecher.html
Das Cover gefällt mir schon mal sehr gut, und ich bin ehrlich gespannt...

Geschrieben: 31.07.2017 22:36
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Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Neues Lied online
#43

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Lieber Chrizz,
Danke für den Link!
Mir gefällt's, wenn Menschen - besonders Liedermacher - nicht immer auf alles eine Antwort haben, sondern die richtigen (wichtigen? ...ups, ein Reim) Fragen stellen!
Und Du alleine da auf der Bühne (hinter Dir ein fettes Schlagzeug, da war bestimmt auch eine oder mehrere Bands vor oder nach Dir am Start), Du schaffst es, das Publikum (das vielleicht nicht unbedingt wegen Dir gekommen ist) zu DEINEM Publikum zu machen. Das ist beeindruckend!
Liebe Grüße
cARSCHti

Geschrieben: 31.07.2017 22:13
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Aw: persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#44

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Lieber Gerd,
da muß ich doch einen kleinen Einspruch einlegen.
Das Manko war meiner Meinung nach nicht der Klang aus den Boxen, (Ich fand die Verstärkung absolut ausreichend, wer schlecht gehört hat, hätte ja auch 1-2 Schritte näher an die Bühne ran gehen können), sondern eher die kurze Spielzeit. Eine knappe Stunde war einfach viel zu wenig für das, was du zum Thema zu singen hattest
So bin ich froh, dass ich euch am Samstag in der Früh bei eurer öffentlichen Probe in der Nürnberger Innenstadt schon zuhören konnte und noch ein paar Lieder mehr „abstauben“ konnte.

Was mir aber auf jeden Fall noch wichtig ist zu erwähnen, ist meine Verwunderung darüber, wie der Veranstalter die Auswahl der Künstler trifft. Es gab ja das Festivalmotto „Gegenwind“. Aber abgesehen von deinem Auftritt ist mir kein Künstler aufgefallen, der zu dem Thema etwas zu sagen/singen hatte.....teilweise noch nicht mal laue Lüftchen oder ein kleiner Puster.
Warum schreibt man sich so ein Motto auf die Fahne und lässt auf den großen Bühnen dann Künstler singen, die zum Thema nichts beizusteuern haben?

Ähnliches ist mir auch schon auf verschiedenen Demos aufgefallen. Vor knapp 2 Jahren in Berlin, bei einer riesigen Anti Titip Demo, stand Dota auf der großen Bühne. Mag ja sein, dass es viele Leute gibt, bei denen der Name Dota eine gewisse Anziehungskraft ausübt, aber zum Thema zu singen hatte sie mal so gar nichts. Warum sucht man sich da nicht Künstler, die auch musikalisch etwas beizusteuern haben, was eine Aussagekraft zum Thema hat?

Was deine Liedauswahl zu dem Thema anging, fand ich die Setlist sehr gelungen. Aber das hat dir ja vermutlich auch die große Zustimmung vom Publikum in Form von Applaus und „Zugabe-Rufen“ gezeigt.

War auf jeden Fall mal wieder schön, einen Auftritt von dir und auch Chris zu sehen.

Liebe Grüße
Nicole

Geschrieben: 31.07.2017 18:53
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...sag nichts, ich seh's dir an, Kinder erkennen sich am Gang...
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Neues Lied online
#45

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Hallo ihr Lieben!

Freu mich, dass ich wieder mal ein Lied bei YouTube hochladen konnte.

Hier geht's lang: https://www.youtube.com/watch?v=Dfl2070dpks&t=62s

Viel Spaß

Chrizz

Geschrieben: 31.07.2017 17:30
_________________
Viele Sprüche mag es geben.
DIESEN mag ich ungemein:
Was nicht gratis ist im Leben,
sollte nie umsonst sein!
Chrizz
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persönliche Bilanzierung meines Auftritts beim Bardentreffen
#46

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Ihr Lieben,

gleich vorweg: ich hab mich sehr über alle Forumsmitglieder gefreut, die am Samstag zum meinem Auftritt auf der Straßenbühne in der Karolinen Straße gekommen sind. Bekannte Gesichter vermitteln immer so ein wenig den Eindruck eines Heimspiels, was bei einer Nervosität, die ja immer da ist, auch wenn sie nicht sichtbar ist, beruhigend wirken kann.

Meinen vierten Auftritt bei einem Bardentreffen (nach 2013, 2014 angekündigt als Solist, und 2015 mit den Kanuten) halte ich nun für meinen erfolgreichsten. Ich habe mit dem „Kanuten“ Chris Biederwolf als musikalischen Begleiter an der Mandoline auf der Bühne viel Spaß gehabt. Das nach unserem Eindruck vergleichsweise große Interesse an unserem Konzert, das ja erst sehr spät detailliert angekündigt wurde (weil das Programm Straßenmusikbühne nicht im gedruckten Festivalprogramm zu finden ist, sondern nur auf einem Beiblatt steht) hatte uns sehr überrascht. Vielleicht lag es ja auch nur daran, dass die Auftrittszeit 18 Uhr am Samstag offenbar optimal gewesen sein muss, weil es wenig Überschneidungen mit attraktiveren Programmangeboten gab.

Ob sich nun 40, 60, 80 oder 100 Leute eingefunden hatten und diese überwiegend sogar die ganze 45-minütige Auftrittszeit dabei geblieben waren, kann ich nur schwer abschätzen und möchte mich auch nicht festlegen. Ich nehme an, dass eher eine niedrigere Zahl zutreffend ist. Entscheidender war für mich das offensichtliche Interesse der Anwesenden an meinen Liedern, die ich bewusst zum Festivalmotto „Gegenwind“ ausgesucht hatte. Und ich habe auch den Eindruck, dass meine Auswahl richtig gewesen ist. Diesen Rückschluss erlauben jedenfalls das registrierte Echo und die nachdrücklich verlangte Zugabe.

Wir haben folgendes Programm gespielt:
01 Das Dobrind (über Verkehrsminister Dobrind von der CSU, der – wenn sie denn tatsächlich kommen sollte - nicht nur als „Erzwinger“ der Maut in die Analen eingehen dürfte, sondern auch als äußerst fürsorglicher Schutzengel der betrügerischen Automobilindustrie)
02 Bescheuert (über Dobrinds Nachfolger im Amt des CSU-Generalsekretärs, Andreas Scheuer, und dessen Phobie vor Fußball spielenden ministrierenden Senegalesen)
03 Müller (über den Regensburger Dompfaffen, der es in Rom mit Benedikts Hilfe bis zum Leiter der Glaubenskongregation brachte, obwohl er gewiss als Schutzpatron von Kindesmisshandlern im Umfeld der Regensburger Domspatzen eine vielversprechende Zukunft in der Scheinheiligenriege vor sich haben dürfte).
04 Wenn die Mehrheit schweigt (über Pegida und die Pegida-Versteher, die Vorbehalte haben, den „besorgten Bürgern“ mit klarem Widerspruch auf die braunen Zehchen zu treten)
05 Geh, Flüchtling, geh (meine Übertragung des Woody Guthrie-Liedes „Deportee“ mit inhaltlicher Verlagerung des besungenen Problems von Kalifornien nach Afrika, bzw Europa)
06 Der getürkte Putsch (über türkische Putscherfahrungen, -mutmaßungen und –wahrnehmungen)
07 Wahrheiten (über ausufernde Gutgläubigkeiten)
08 Die alte Leier (über den Vorwurf des Antiamerikanismus, der von Trump-Verteidigern reflexartig geäußert wird, sobald sie Kritik an ihrem Idol vernehmen…)
09 Momente (zur Ermutigung, sich auch nicht durch Terror den Lebensmut und die Lebensfreude nehmen zu lassen)
Zugabe: Wiedersehen (zur Hoffnung, sich wiederzusehen)

Ich habe mir erlaubt, bei den Festivalplanern im Kulturdezernat des Stadt Nürnberg mit der Bitte anzuklopfen, ob ich für einen nächsten Auftritt nicht die Chance erhalten könnte, auf einer Bühne mit Stromversorgung und professioneller Verstärkeranlage zu spielen, da in der suboptimalen Verstärkung ohne Stromversorgung auf der Straßenbühne aus meiner Sicht das einzige Manko meines Auftritts lag.

Alles in allem aber war es für mich ein gelungenes Konzert.
Falls jemand ergänzende oder auch andere Eindrücke gewonnen haben sollte, würde ich sie hier gerne lesen…

Herzlich
Gerd



Geschrieben: 31.07.2017 13:17
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denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#47

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Zitat:

Barde schrieb:
[quote] Im Grunde genommen wird ihm wohl der Boden unter den Füßen weggezogen, wenn's mal legal wird, dann braucht er ein anderes Thema, um sich unterdrückt zu fühlen.

Genau! Wenn sich der Söllner-Hans, der "Promi", jetzt in einem Boulevard-Blatt wie der Münchner TZ einem anderen Thema wie dem Impfen (oder Nicht-Impfen) zuwendet, dann deutet dies doch darauf hin, dass der Konsum von Cannabis demnächst legal werden wird, nicht nur für Parkinson-Patienten wie Hans Beimer (Lindenstraße), sondern für alle... Also auch für jene, die bis jetzt in bayerischen CSU-Bierzelten nur der deutschen Alkohol-Leit(d)-Kultur frönen durften...
So etwas kann im Wahlkampf dieses "bösen Staats" übrigens sehr schnell gehen, siehe "Ehe für alle"...

Geschrieben: 31.07.2017 03:49
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#48

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Zitat:
In Deutschland scheint (!) eine Impfpflicht noch fern zu sein


Ich hoffe sehr, dass diese so bald wie nur irgendmöglich eingeführt wird. Aber die deutsche Gesetzgebung ist ja leider schon immer sehr träge gewesen.

Zitat:
Man muß Hans Söllner wirklich sehr danken, da es nur wenige Promis gibt, die keine Mitläufer sind und über großen Mut verfügen


Vielleicht bringt er ja noch den "Mut" auf, über die Chemtrails und die flache Erde zu singen. Idiotische Themen um sich zu profilieren, gibt es mehr als genug. Je schräger, desto mehr Aufmerksamkeit, scheint heutzutage die Devise zu sein.

Carschti, ich bin gleichfalls kein Freund von Beckstein, CSU und Konsorten und die Verteufelung von Cannabis durch die Konservativen gleicht oft einer Hysterie, da sind wir einer Meinung. Da werden dann die Sonntagsreden gegen die "bösen Drogen" in den Festzelten geschwungen, während sich die CSU-Wähler nebenher am Biertisch mit Weißbier volldröhnen. Aber Söllner leistet der Legalisierungskampagne einen Bärendienst, weil er für mich ein Musterbeispiel eines Menschen ist, der den Drogenkonsum zur quasi sakralen Handlung erklärt. Das ist genauso lächerlich, wie wenn ein Alkoholiker mit Sendungsbewusstsein über seinen tollen Rausch spricht und demonstrativ die Bierflasche herumzeigt. Wenn er privat kiffen will, ist dies doch ok, aber er macht einen öffentlichen Kult draus und findet sich dabei sogar noch toll. Im Grunde genommen wird ihm wohl der Boden unter den Füßen weggezogen, wenn's mal legal wird, dann braucht er ein anderes Thema, um sich unterdrückt zu fühlen.

Geschrieben: 30.07.2017 23:50
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Ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was du verstehst.
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#49

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Man muß Hans Söllner wirklich sehr danken, da es nur wenige Promis gibt, die keine Mitläufer sind und über großen Mut verfügen. In Deutschland scheint (!) eine Impfpflicht noch fern zu sein, aber z.B. in Italien, Frankreich, Polen und Rumänien geht´s tüchtig rund, und man erfährt wohl in den Massenmedien zuwenig über die großen Protestbewegungen in diesen Ländern.

Geschrieben: 30.07.2017 22:58
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Aw: das Herz einer Frau
#50

Kein Avatar
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Hi Carschti,

Danke fürs Feedback. Offensichtlich ist die Ironie des Liedes nicht ganz zu Dir durchgedrungen, oder du interpretierst es anders aus deiner Erfahrung heraus. In meiner Beziehung läuft es ehrlich gesagt ganz gut :)
Meine Frau hat zu dem Lied den Satz gesagt:" Frauen können halt auch mal über sich selber lachen, im Gegensatz zu Männern" :)
Ich denke das trifft es ganz gut.

Viele Grüße

Oliver

Geschrieben: 30.07.2017 18:42
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Aw: das Herz einer Frau
#51

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Hallo Oliver,
ich finde mich durchaus in deinem Lied wieder, denn ich fühle mich an die Trennung von meiner Ex-Frau erinnert. All das, was Du singst, hätte ich damals auch über sie singen können.
Aber ich hoffe ehrlich gesagt, Du singst dieses Lied nicht Deinem Sohn vor. Was immer zwischen Deiner Partnerin und Dir schieflaufen mag, es ist EUER Beziehungsproblem, und ihr beide solltet es nicht noch mehr zu SEINEM machen, indem Ihr negativ übereinander redet.
LG cARSCHti

Geschrieben: 30.07.2017 18:31
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#52

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Ach ja, der Söllner-Hans...
Hatte ihn schon fast vergessen, und ich war - zugegeben - nie sein Fan, eher im Gegenteil... Anfang der 2000er war ich mal bei einem Open-Air-Konzert von ihm auf der Marburger Schloßparkbühne, schöne Location übrigens, wenn's nicht regnet... Leider fing es aber schon während der 1. Hälfte des Konzerts ziemlich heftig an zu regnen, und ich bin dann in der Pause gegangen, nicht nur um mir eine Grippe(impfung) zu ersparen, sondern auch, weil ich ziemlich angenervt von seinem Programm war...
Man kann ja unterschiedlicher Meinung zum Thema Cannabis sein, ich persönlich bin dafür, es zu legalisieren, obwohl ich selbst nicht kiffe, und es gibt durchaus unterhaltsame Liedermacher-Werke (z. B. von Joint Venture), die sich für die Legalisierung von Cannabis stark machen und die sehr mag: z. B . Joint Venture - Hank starb an ner Überdosis Hasch - live 1999...
Aber der Söllner-Hans hatte bis zu Pause (mehr als 1 Stunde) kein anderes Thema drauf gehabt, als zu bekunden, dass er für Freigabe von Hasch sei, und als Opfer der staatlichen Kriminalisierung des/seines Cannabis-Konsums versuchte er witzig zu sein, indem er seinen Lieblingsfeind Manfred Beckstein (damals CSU-Hardliner und bayerischer Innenminister) permanent "Arsch mit Ohren" nannte...
Ich war und bin kein Beckstein-Fan (ebensowenig wie die anderen anwesenden Zuschauer übrigens), aber das war mir dann doch alles zu platt.. Und so bin ich halt in der Pause gegangen und hab mich danach auch nicht weiter mit dem Söllner-Hans beschäftigt...

Ach ja, der Söllner-Hans...
Ich hatte ihn fast vegessen, und nun äußert er sich in einem Boulevard-Blatt zum Thema "Impfen". Und ich werde hier im Liedermacher-Forum darauf aufmerksam, weil soich jemand darüber aufregt, weil er anderer Meinung ist...
Das Impfenlassen (sich selbst oder die Kinder) ist in diesem Staat keineswegs Pflicht. Ob man sich (oder seine Kinder) impfen lässt oder nicht, ist nach den Gesetzen dieses Staates jedem selbst überlassen, insofern sollte sich der Söllner-Hans (berühmter? Liedermacher hin oder her) mal nicht so weit aus dem Fenster lehnen, finde ich...
Ob Impfen sinnvoll ist, und wenn ja, wann? wie? wogegen? wofür?... Dazu gibt es jede Menge unterschiedlicher Ansichten, und die Mainstream-Meinung dazu war in meinem über 50jährigen Leben auch nicht immer gleich...
Als ich Kind war, wurde ich gegen Kinderlähmnung und Pocken geimpft, die meisten Kinderkrankheiten (Masern, Röteln, Windpocken, Mumps) hatte ich und war danach dagegen immun. Keuchhusten hatte ich nicht und war wohl auch nicht dagegen geimpft worden.
Als mein Sohn vor ca. 20 Jahren Kind war, war die Mainstream-Meinung einerseits, man müsse möglichst viel und gegen alles impfen, und die alternative Meinung meiner damaligen Frau (Ärztin) war, dass zu viele Impfungen eher schaden. Mein Sohn wurde ziemlich umfassend geimpft (ich hab mich durchgesetzt), aber die Skepsis meiner Ex-Frau war durchaus nicht unbegründet...
Heute höre ich oft die Forderung, eine Impfpflicht einzuführen, gerade dann, wenn wieder bekannt geworden ist, dass ein Kind z. B. an Masern gestorben ist, was dann heute in den Boulevardmedien natürlich jeweils auch eine ganz andere Aufmerksamkeit findet als früher...

Geschrieben: 30.07.2017 18:17
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"Wenn man als junger Mensch aussah wie ein Hippie und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man als alter Sack halt aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer."
Harry Rowohlt (1945-2015)
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das Herz einer Frau
#53

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Hallo ihr alle,

nach langer Abstinenz wieder mal etwas Neues von mir. Vielleicht findet sich der ein oder andere ja in diesem Lied wieder :)

https://www.youtube.com/watch?v=aNgCJA3jxJI

Viele Grüße

Oliver

Geschrieben: 30.07.2017 16:34
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#54

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Fehlerteufel

Zitat:
Ich finde, es ist wie überall, man muss selber denken und abwegen.


Es muss natürlich heißen abwÄgen. Wenn für dich Grippe-Impfung Vorteile bringt, ist es klar, dass du dich impfen lassen sollst. Ich dagegen, habe mich noch nie dagegen impfen lassen und weiß nicht, wann ich das letzte Mal eine Grippe hatte. Vielleicht hatte ich auch nur Glück.

Aber ich bin grundsätzlich für das Impfen gegen Kinderkrankheiten usw. Aber das hatte ich ja schon geschrieben.

Ja, es ist traurig. Und wenn es so bleibt, wird es diese Kindergeneration vielleicht nicht so merken und die Eltern werden sich bestätigt fühlen. Manche Krankheiten gelten auch als ausgerottet. Aber über die Jahre und Jahrzehnte werden sich die Krankheiten vielleicht wieder ausbreiten und die Menschheit fängt von vorne an.

Ich kann mich noch gut an gewisse Slogans erinnern "Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam" zum Beispiel.

Liebe Grüße, Marianne

... der es draußen gerade zu heiß geworden ist.

PS: Gestern beim Bardentreffen gelesen:

Zitat:
Kurzer Witz: ...geht ein Barde an der Bar vorbei...

Geschrieben: 30.07.2017 15:55
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#55

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Liebe Marianne,

Zitat:
Aber ehrlich gesagt, wen interessiert schon, was Söllner vom Impfen hält!


Für mich stellt es ein Problem dar, da jeder, der einen gewissen Einfluss auf seine Kreise hat, auch eine Verantwortung für das trägt, was er da von sich gibt. Wenn sich Söllner das Hirn wegkifft, dann ist es seine Sache. Und jeder, der ihm dabei folgt, ist schon alt genug, dies für sich entscheiden zu können. Aber dieses "moderne" Verhalten der wachsenden Impfgegnerschaft bringt mich auf die Palme, weil es Kinder gefährdet, die dem unvernünftigen Verhalten ihrer Eltern hilflos ausgeliefert sind.

Und Söllners Argumentationskette ist so was von hohl und primitiv:

Es wird vom Staat empfohlen (oder womöglich in Zukunft angeordnet) - Der Staat ist eh Scheiße und muss bekämpft werden - Ergo ist auch das vom Staat und seinen Behörden empfohlene (oder erzwungene) Impfen Scheiße - Also lehne ich jede Impfung ab.

Hab schon Genickschmerzen vom vielen Kopfschütteln. Söllner ist für mich ein Musterbeispiel des berühmten Pawlow'schen Hundes.

Zitat:
Umgekehrt habe ich mich noch nie gegen Grippe impfen lassen. Viele, die das machen, sind erst recht krank. Auch die Impfungen damals, gegen die Schweinegrippe, habe ich als unnötig und Geldmacherei angesehen.


Über Details und den Sinn einzelner Impfungen kann man durchaus diskutieren, da gebe ich Dir recht. Die Frage ist natürlich ob man grundsätzlich den Sinn in Impfungen erkennen kann oder nur Schwarzweißdenken beherrscht.
Apropos: Gegen Grippe lasse ich mich jedes Jahr impfen, weil ich immunsuppressive Medikamente nehmen muss und eine Grippe mich noch heftiger treffen würde, als es bei anderen der Fall ist.

Für mich ist diese ganze Thematik auch noch so emotional besetzt, weil sie im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung steht, die uns Sorge bereiten muss. Immer mehr Leute leben in einer Filterblase und glauben an Chemtrails, die Bilderberger-Verschwörung, die Nichtexistenz des deutschen Staates (Stichwort: Reichsbürger) usw. usw ... und in diesem Umfeld ist die Ablehnung des Impfens obligatorisch. Dazu kommen die Öko-Eltern, die eh schon immer gegen das Impfen waren, weil Kinderkrankheiten ja so "natürlich" sind.
Interessant ist auch, dass es auch zustimmende Kommentare auf Söllners Facebook-Seite gibt, von Leuten, die dann gegen die Flüchtlinge loswettern, die ach so viele Krankheiten mit sich bringen. Und Söllner hat ja ach so recht, weil "Mutti Merkel" ja das eigentliche Problem darstellt ... Vergesst es: die Logik dieser Argumentation habe ich auch nicht verstanden.

Wer sich den Tag verderben will, oder Futter für seinen Sarkasmus braucht, dem empfehle ich mal die Facebookseite "Dinge, die Impfgegner sagen".

https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

Genug für heute. Die Sonne scheint mal wieder und ich muss raus, dies ausnutzen.

Liebe Grüße

Barde





Geschrieben: 30.07.2017 12:53
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#56

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Hallo Barde,

ich muss dir zustimmen. Aber ehrlich gesagt, wen interessiert schon, was Söllner vom Impfen hält!

Ich finde, es ist wie überall, man muss selber denken und abwegen.

Ich habe meinen Sohn gegen Keuchhusten impfen lassen, weil meine Eltern mir erzählt haben, wie schlimm es war, als meine ältere Schwester Keuchhusten hatte. Dass sie blau angelaufen ist und nur noch nach Luft gerungen hat.

Nachdem unser Sohn nach der Impfung hohes Fieber bekommen hat, haben mich manche schon kritisiert. Aber nachdem ein paar Monate später der Keuchhusten im Kindergarten rum ging, war ich wieder froh. Diese Krankheit muss schrecklich sein und dauert sehr lange. Nur weil viele ihre Kinder impfen lassen, wurde sie dezimiert. Und nur weil viele Krankheiten durch Impfungen dezimiert oder ausgerottet wurden, ist unsere durchschnittliche Lebenserwartung überhaupt gestiegen.

Desweiteren bin ich für die üblichen Impfungen wie z. B. Masern, Röteln und so weiter. Umgekehrt habe ich mich noch nie gegen Grippe impfen lassen. Viele, die das machen, sind erst recht krank. Auch die Impfungen damals, gegen die Schweinegrippe, habe ich als unnötig und Geldmacherei angesehen.

Jeder muss selber denken und was Söllner sagt, ist nicht wichtig. Wird auch die meisten nicht interessieren. Die Presse braucht halt was zum Schreiben.

Liebe Grüße, Marianne




Geschrieben: 30.07.2017 11:31
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Leonard Cohen
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Aw: Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#57

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Eieiei, Michael, du hast absolut recht.

Dein primitiver, obrigkeitshöriger, mitlaufender Namensvetter

Geschrieben: 30.07.2017 09:44
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Und vielleicht gibt es morgen ja schon den Crash,
dass die Kurse und Masken fallen.
Also laßt uns freuen und träumen davon,
wie die Racheposaunen erschallen.

Franz Josef Degenhardt
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Hauptsache rebellisch, auch wenn's Blödsinn ist
#58

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Es gibt Momente, da muss ich mich bemühen, die Etikette zu wahren. Ihr wisst ja, dass ich recht freche Bemerkungen machen kann. Und oft wird's auch mal sehr sarkastisch bei mir. Als ich Folgendes heute las, ist mir nun mal wieder fast die Hutschnur hoch gegangen und ich spüre heute wieder ganz deutlich, warum ich Hans Söllner schon immer für einen ziemlich bemitleidenswerten "Berufsrebellen" gehalten habe, der sich krampfhaft in seiner Pubertät festkrallt und an seinen Autoritätskomplex wohl ewig festkleben wird.

Söllner hat sich als Impfgegner geoutet und hält Impfbefürworter für "obrigkeitshörige Mitläufer"

tz-München - Hans Söllner bekennt sich als Impfgegner

Ist der THC-Gehalt im Shit weiter angestiegen, dass er so einen Senf von sich gibt?

Da fällt mir noch so nebenbei ein, dass meine jüngste Schwester als Baby fast am Keuchhusten gestorben wäre und wochenlang auf der Intensivstation lag, was zur Folge hatte, dass unsere Töchter als erste Impfung gleich die Keuchhustenimpfung bekamen. Ich habe nie die verweinten Augen meiner Mutter vergessen.

Ich weiß, dass es hier einige Söllner-Fans gibt, denke aber, dass Ihr diese Kritik aushalten könnt (und müsst). Und potentielle Impfgegner in unseren Reihen dürfen auch gerne loswettern. Hab einen breiten Buckel.

Gruß vom Barden


Geschrieben: 29.07.2017 21:49
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Gurrumul
#59

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Gurrumul
verstummt am 24. Juli im Alter von 46 Jahren.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 26.07.2017 21:44
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"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: R.I.P. Polo Hofer
#60

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Hallo zusammen,

ich bin durch einen Beitrag von Stephan Sulke auf Facebook auf den Tod Hofers, dessen Werk ich nicht kenne, aufmerksam gemacht worden. Sulke schreibt:

Zitat:

Polo Hofer, noch einer, der abgehauen ist.

In Deutschland kennt ihn kein Mensch, aber in der deutschen Schweiz jeder. Er war so eine Art Berner Niedecken. Ich hab oft im selben Studio in Bern aufgenommen, wie er. Wir sangen mal bei Bern - in der Mühle Hunziken - gemeinsam. Er total - ich ein bisschen - betrunken. Er schrieb 200 berndeutsche Lieder, fast alle erfolgreich, ich schrieb ein gutes Dutzend auf Berndeutsch, davon drei erfolgreich, die andern nicht mal veröffentlicht.

Das ist Schnee von seinerzeit. Aber anderer Schnee ist geblieben: mein Song "dusse schneits" (draussen schneits), den nahm er vor einigen Jahren auf - ohne mich zu fragen, ohne mir was zu sagen - und führte mich so als Autor nochmals hoch hinaus in die Schweizer Hitparade.

Ok, Polo, sing drüben weiter - auch meinen Song. Und ich widme Dir hier die Originalversion, kannst Du Dich erinnern? War in der Mühle Hunziken, bei Bern. Du's wird langsam einsam hier, und irgendwann zuckel ich Dir hinterher...

Link zum Video bei YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=8-GiSiTwK98

Stephan Sulke auf Facebook, 24. Juli 2017


Lieben Gruß!
Marc

PS: Nebenbei bemerkt: Sulke hat kürzlich ein neues Album heraus gebracht: "Liebe ist nichts für Anfänger", einzelne Musik-Videos sind bei YouTube zu finden.

Geschrieben: 25.07.2017 16:52
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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