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Hinter den Schlagzeilen - Infoportal

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Das politische Engagement von Konstantin Wecker war ja schon immer ein besonders ausgeprägtes, doch im Moment ist er politisch aktiv wie selten zuvor.
Seit heute gibt es ein neues, von ihm und seiner Frau geführtes Infoportal "Hinter den Schlagzeilen". Thema der Seite: Hintergründe zu dem momentanen Irak-Konflikt.

Wer Konstantin Wecker kennt, weiß, daß er alles was er tut mit einer gewissen "Bessesenheit" tut. In den vergangenen Monaten war er ja schon einige Male in den Medien wegen seiner Irak-Reise und seinen Aktionen gegen einen möglichen Irak-Krieg. Wer mehr über die Hintergründe dieser Aktionen und natürlich auch Konstantin Wecker selber wissen ist auf dieser Seite genau richig aufgehoben.

migoe

Geschrieben: 27.02.2003
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Re: Klaus Hoffmann: INSELLIEDER live

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Hallo Nordlicht,

Danke erst mal für den Tipp.

Mit Klaus Hoffmann ist das bei mir so eine Sache.
Einerseits liebe ich seine "Ciao bella" und auch die "Melancholia" sehr. Aber zu den "Inselliedern" habe ich bisher nicht so den rechten Zugang gefunden. Dafür mag ich seine alten Platten "Was fang ich an in dieser Stadt" und "Ich will Gesang, will Spiel und Tanz" wiederum.
Mal mag ich seine Sachen, mal habe ich echte Schwierigkeiten nachzufühlen, was er meint. Oder was ich daraus hören kann.
Ich habe Afghana angefangen zu lesen. Aber es war sehr verwirrend für mich. Da kann ich ihm selber aber wunderbar zuhören. Vielleicht kommt er ja mal und liest mir sein Buch ganz vor? Jaha, danke, Carsten, ich habe die CD mit der Lesung. Aber das sind ja nur Auszüge.

Jetzt werde ich Essen machen und mir die CD dabei nochmal anhören. Vielleicht "muß [es] aus Liebe sein" und ich höre mich ja rein?

Maren, die immer mal wieder Neues für sich entdeckt

Geschrieben: 27.02.2003
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Fragen an Bush

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Hallo.

Manchmal bleibt einem bei einem Witz das Lachen im Halse stecken. Manchmal sind sie so gut, daß man einfach nicht mehr lachen kann.

Den hier habe ich schon mal per Mail bekommen und in der letzten Woche stand er auch im Stern.

Auf einer Propaganda-Tour durch die USA besucht Präsident George W. Bush eine Schlue und erklärt seine Regierungspolitik. Danach bittet er die Kinder, Fragen zu stellen. Schüchtern erhebt sich der kleine Bob: "Herr Präsident, ich habe drei Fragen:

1. Wie haben Sie, obwohl Sie bei der Stimmenauszählung eigentlich verloren haben, die Wahl trotzdem gewonnen?
2. Warum wollen Sie den Irak ohne handfeste Beweise angreifen?
3. Denken Sie nicht, daß die Bombe auf Hiroshima der größte Terroranschlag aller Zeiten war?"

In diesem Moment läutet die Pausenklingel. Alle Schüler laufen aus dem Klassenzimmer. Als sie zurückkommen lädt Bush erneut ein, Fragen zu stellen. Diesmal ergreift Joey das Wort: "Herr Präsident, ich habe fünf Fragen:

1. Wie haben Sie, obwohl Sie bei der Stimmenauszählung eigentlich verloren haben, die Walh trotzdem gewonnen?
2. Warum wollen Sie den Irak ohne handfeste Beweise angreifen?
3. Denken Sie nicht, daß die Bombe auf Hiroshima der größte Terrorangriff aller Zeiten war?
4. Warum hat die Pausenklingel heute 20 Minuten früher als sonst geläutet?
5. Wo ist Bob????"

Da mußte ich an Wecker und seinen Willi denken. Und ich finde, es kann nicht gut sein, mit der Fragerei aufzuhören. Da reicht es nicht nur, nein zu sagen, so wichtig, wie das ist. Nur: Wen kann man fragen? Wer gibt Antworten? Sind wir nicht alle so abhängig von den manipulierten Medien, daß uns die Fragen inzwischen fehlen?
Und lassen wir uns nicht enorm schnell einlullen?
Was bedeutet es, daß jetzt wohl ein Deutscher Architekt die zweifelhafte Ehre haben wird, das WTC wieder aufbauen zu dürfen? Wer biedert sich bei wem an?

Maren, die sich manchmal was fragt.

Geschrieben: 27.02.2003
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Klaus Hoffmann: INSELLIEDER live

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Aufgemerkt, Freunde von KH !

Vielleicht hat es sich noch nicht allgemein herumgesprochen, daher hier eine Info von der offiziellen KH- Website:


<font color=blue>Die Insellieder-Tour auf CD:

Voraussichtlich ab dem 14. April 2003 wird eine neue CD von Klaus Hoffmann auf den Markt kommen:
"Da wird eine Insel sein. Insellieder Tour 2002/2003" ist der Live-Mitschnitt seines aktuellen Tourprogramms.</font>

April ist ja bald - jetzt hat man wenigstens was, um sich drauf zu freuen...

ANDREAS.

(...der dann wieder in den CD- Laden muß...)

Geschrieben: 27.02.2003
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in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
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Re: Dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

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Hallo, Ihr Lieben !

Ich habe viel getippt, um meine Empfindungen zur Lage zwischen den USA und dem Irak auszudrücken. Seitdem habe ich Zeitungsartikel gelesen und ferngesehen, und es schaut von Tag zu Tag mehr danach aus, daß die USA zum militärischen Eingreifen eisern entschlossen sind, und das unabhängig davon, daß sich täglich mehr Menschen gegen den Krieg aussprechen. Was sagte Bush in seinem Eifer ? Man könne in der Politik nicht immer auf die Menschen hören, sondern müsse seine Überzeugungen vertreten. Derhaft dummbolzenhaftes Gerede vom mächtigsten Mann der mächtigsten Macht der Erde in einer solch existenziellen Frage, da kommt einen das Kotzen an.

In meinem Beitrag „Dann gibt es nur eins !“ habe ich mich auf die Äußerung von Konstantin Wecker bezogen, der Soldaten aufgefordert hat, immer dann den Dienst zu verweigern, wenn die Aktion der Unterstützung dieses sinnlosen Krieges dient. Dafür hat er sich ein Ermittlungsverfahren wegen „Aufforderung zur Fahnenflucht“ eingehandelt.

<font size=5><b>Im Bewußtsein dessen und trotz (...oder gerade wegen...) der möglichen Auswirkungen schließe ich mich an dieser Stelle Weckers Ausführungen ausdrücklich und vollinhaltlich an !</b></font>

Wenn dies alle Leute tun, dann könnte der schöne Sponti- Spruch doch noch wahr werden:
<font size=5>STELL DIR VOR, ES IST KRIEG UND KEINER GEHT HIN !</font>

So es denn wirklich irgendeine „höhere Macht“ gibt, dann hoffe ich darauf, daß sie uns schnellstmöglich von Holz- und Betonköpfen der Sorte Bush, Blair, Rumsfeld, Cheney, Rice und wie diese (in meinen Augen) Verbrecher alle heißen mögen, befreit !

Wenn ich in die Welt gucke, dann möchte ich schreien. Liebe Grüße von

<font face=“cursive“ color=red size=5>ANDREAS.</font>

(...der an dieser Stelle auch mal den Herren Schröder und Fischer danken möchte, obwohl sie ansonsten nicht unbedingt und immer seine Meinung vertreten, sich in dieser Hinsicht aber (noch) völlig richtig verhalten...)

Geschrieben: 27.02.2003
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Neu entdeckt.

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Guten Abend, Ihr Lieben,

ich habe vor kurzem einem Kollegen die CD von Bodo Wartke geliehen. Er war angetan vom Humor und dem Klavierspiel des Mannes (wie ja auch nicht anders zu erwarten war *grins*) und hat mir im Gegenzug eine CD von seinem derzeitigen Favoriten geliehen.
Der Name sagte mir erst mal nichts. Aber als ich dann das Stück "Künstler sind nicht überflüssig" hörte, klingelte es bei mir.
Ich kann nur jedem, der schrägen Humor mag und auch mal Verständnis für Nonsens hat, Funny van Dannen empfehlen.
Als ich die CD beim Küche aufräumen hörte und sie bei "Saufen" angelangt war, meinte meine Tochter, daß er das ja wohl eindeutig bei den Toten Hosen geklaut hätte.
Im internet fanden wir dann nicht das Besäufnis Lied, aber mit den Toten Hosen hat Funny van Dannen schon zu tun:
Die Toten Hosen haben von ihm die Lieder "Frauen dieser Welt", "Bayern" und "Schön sein" aufgenommen.

Warum ich das erzähle??? Weiß ich doch nicht!!!

Aber vielleicht gibt es ja jemanden, den das interessiert.

<font face="cursive" size=5 color=8B008B>Maren</font>, die gespannt ist auf Eure Reaktionen

Geschrieben: 26.02.2003
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Re: Dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

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Ich möchte mich anschließen
und teile die Meinung:
"NICHTS!!! rechtfertigt Krieg, wo auch immer."

Ich habe Hochachtung vor Männern wie Graf von Stauffenberg. Auch, wenn dieser einen Mord geplant hatte. Aber ich habe keinerlei Achtung vor Männern wie Bush oder Blair, die aus ihren extrem gesicherten Samtsesseln unsere Kinder zu Mördern an unzähligen unschuldigen Menschen im Irak (wie in Afghanistan vorgeführt)machen wollen.
Es ist mir egal, ob sie es um Öl oder politischer Macht Willen wollen.
Es wäre auch eine Sache für sich zu fragen, woher diejenigen, welche den irakischen Diktator als Kampfschild gegen den Iran missbraucht, und sein Land dazu mit Gift und Waffen überschüttet haben, jetzt die Frechheit nehmen ihre "Geschenke" zurück zu fordern. Und warum hierzulande niemand den Mut aufbringt die Kontrolle der Labors zu fordern, aus denen die einzigen nachweislich aufgetauchten Milzbrandbakterien wirklich stammten.
Aber unabhängig von der Einschätzung von Ursache und Wirkung, von Beweis oder Unterstellung -
NICHTS rechtfertigt einen Krieg.
Ich hoffe mit Andreas, Michael und wohl vielen Menschen.

liebe Grüße von Clemens

Geschrieben: 24.02.2003
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Re: Willkommen auf diesem Forum

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He (migoe) Freunde lasst mich das einmal sagen:
"Schön wieder hier zu sein, schön Euch zu sehn!!!"
liebe grüße von Clemens

Geschrieben: 24.02.2003
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...gebt mir einen Pass, wo „Erdenbewohner“ drin steht. Einfach nur „Erdenbewohner“ ... (Dota Kehr)

Was Du verschenkst, Momo, bleibt immer Dein Eigen; was du behältst, ist für immer verloren! (Eric-Emmanuel Schmitt)
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Re: Dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

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Liebes Nordlicht,

vielen Dank für diesen Text. Als im Januar 1991 die USA schon einmal einen Krieg gegen den Irak starteten wurde in Rothenburg eine große Demo, an der alle Schulen und viele unterschiedliche Organisationen teilnahmen durchgeführt. Die evangelische Jugend war auch dabei - und eine der damaligen Jugendleiter las diesen Text vor. Schon damals ging mir der Text sehr nah.

Gerhard Schröder sagte in einer Erklärung, daß Deutschland, Frankreich und Rußland in einer Sache wirklich zum "alten Europa" gezählt werden könnten, nämlich bei den Erfahrungen mit Krieg und den Folgen daraus. Wolfgang Borchert sprach nach dem letzten Weltkrieg genau das aus, was gesagt werden sollte - leider hören nicht immer alle entscheidenden Personen auf diese Worte.

Trotzdem bin ich jemand, der den Spruch "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" auf einem T-Shirt tragen könnte...

migoe

Geschrieben: 24.02.2003
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Dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

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Liebe Liedermacher- Liebhaber !

Wer die Nachrichten verfolgt, dem wird immer offenbarer, daß die USA nunmehr wohl fester denn je entschlossen sind, militärisch gegen den Irak vorzugehen. Es mag verständliche Gründe für diesen Plan geben; jeder muß letztlich für sich selbst entscheiden, wie er die angeblichen „Beweise“ von USA und Groß- Britannien bewertet. Aber wie man sich auch immer entscheidet, klar sollte sein: Krieg, zumal in den Zeiten der heutigen Hochrüstung, ist die größte Katastrophe, die überhaupt nur vorstellbar ist.

Bereits kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges schrieb ein junger Mann namens Wolfgang Borchert eines seiner bekanntesten Werke unter dem Titel „Dann gibt es nur eins !“. Und obwohl es vielleicht nicht ganz in diesen Rahmen paßt, möchte ich es, am Vorabend eines Irak- Feldzuges, doch noch einmal an diesen Ort stellen, um in Erinnerung zu rufen, was uns – und noch vielmehr den Menschen im Irak, aber auch den GI´s und deren Verbündeten – bevorstehen könnte. Und denkt man an den wilden Aktionismus, den ein übereifriger Staatsanwalt gegen Konstantin Wecker wegen einer angeblichen „Aufforderung zur Fahnenflucht“ an den Tag legt, dann ist das hier vielleicht DOCH der richtige Platz.

Anfügen möchte ich noch, daß bei der Einstellung des Textes auf die Authenzität Wert gelegt wurde, insofern sind Synthax, Grammatik und Interpunktion werkgetreu.



DANN GIBT ES NUR EINS !

Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Liebeslieder, du sollst Haßlieder singen, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst die Männer kriegstauglich schreiben, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keinen Weizen mehr fahren – sondern Kanonen und Panzer, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Pilot auf dem Flugfeld. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Bomben und Phosphor über die Städte tragen, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Schneider auf deinem Brett. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Uniformen zuschneiden, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Richter im Talar. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst zum Kriegsgericht gehen, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst das Signal zur Abfahrt geben für den Munitionszug und für den Truppentransporter, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins: SAG NEIN !

Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo – Mütter in allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins: SAGT NEIN ! Mütter, SAGT NEIN !

Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann: dann:

In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang und muschelüberwest, den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben –

die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen –

eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam –

der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken –

in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln –

in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen – das Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelaufene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln – zerbröckeln – zerbröckeln –

dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend – und seine furchtbare Klage: WARUM ? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch –

all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute nacht schon, wenn – wenn – wenn ihr nicht NEIN sagt.

(Wolfgang Borchert ; *20.05.1921 / Hamburg – +20.11.1947 / Basel)



Ich habe die wahnwitzige Hoffnung, daß der eine oder andere Verantwortliche sich vor dem Erstschlag an dieses Werk erinnern wird. Manchmal bin ich eben sehr naiv...

ANDREAS.

(...dem hierzu nichts, aber auch wirklich nichts erheiterndes einfällt...)





Geschrieben: 24.02.2003
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Re: Nachruf auf Ulrich Roski...

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Schade das er von uns gegangen ist! Ich habe sehr sehr seinen bissigen Humor gemocht! Bein Beileid seinen Angehörigen und Freunden!

Klaus Gronenborn

Geschrieben: 23.02.2003
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Nachruf auf Ulrich Roski...

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Der Liedermacher Ulrich Roski ist tot

Berlin (dpa)- Der Liedermacher Ulrich Roski ist nach langer Krankheit in der Nacht zu gestern mit 58 Jahren in Berlin gestorben. Das teilte seine Tochter mit. Der 1944 geborene Roski galt in den 70er Jahren als einer der profiliertisten deutschen Vertreter seines Genres. In seinen Songs beschrieb er mit einer Mischung aus lakonischem Humor und Wortwitz die Tücken des Alltags. Zu seinen Hits zählten „Der kleine Mann von der Straße“ und „Des Pudels Kern“. Roski veröffentlichte mehr als 20 Platten und CD´s.

Weggefährten des Liedermachers zollten ihm gestern Tribut: „In der Musik beherrschte er alles aus dem Effeff“, sagte Reinhard Mey. Der Berliner Liedermacher Klaus Hoffmann verliert mit dem Tod von Ulrich Roski einen „Weggefährten meiner ersten Jahre“ in der Berliner Folkszene Ende der 60er Jahre. „Uli war der sprachbesoffenste von uns allen. Er war ein sprachlich begnadeter, philosophisch angehauchter Künstler.“

Der in Berlin- Wedding aufgewachsene Roski hatte schon früh Kontakt zur Musik. Er studierte in Berlin Germanistik und Philosophie. Nebenbei verdiente er sich ein Zubrot als Sänger, Gitarrist und Klavierspieler in Musik- und Kabarettclubs. 1970 unterschrieb er seinen ersten Schallplattenvertrag. Den Durchbruch erlebte er ein Jahr später mit der zweiten Platte „Das macht mein athletischer Körperbau“. Titel wie der Pilzsuchersong „Des Pudels Kern“ und „I´m a lonesome rider“ kamen in die Hitparaden.

In den 70er Jahren ging es weiter aufwärts. Roski trat unter anderem in der Hamburger Musikhalle und der Berliner Philharmonie auf. Später kehrte er wieder auf Kabarett- und Kleinkunstbühnen zurück. Neben Liedern und Bühnentexten verfaßte Roski auch Sketche und Kurzhörspiele für Rundfunk und Fernsehen. Als Kinderbuchautor schrieb er Reiseführer, die Eltern und Kindern den Umgang mit Bildungsreisen erleichtern sollen. Mit dem Programm „Man darf das alles nicht so verbissen sehn“ war Roski zuletzt mit dem Münchener Duo „Unsere Lieblinge“ auf der Bühne.

< CD- Tip: Ulrich Roski, „Rückblick“ (Conträr/Indigo)>



(Quelle: „Lübecker Nachrichten“ vom 20.02.2003)

Geschrieben: 22.02.2003
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dpa Meldung

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Hallo!

Ich kenne leider auch nur wenig von Ulrich Roski, aber das mochte ich immer sehr. Wusstet ihr eigentlich, dass er zusammen mit Reinhard Mey hier in Berlin aufs Französische Gymnasium gegangen ist?
Hier ist ein link zur dpa Meldung von gestern:

http://portale.web.de/Schlagzeilen/News/?msg_id=2634633

Diana

Geschrieben: 21.02.2003
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Re: Der Liedermacher Ulrich Roski ist tot

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Oh je,

das ist fürwahr eine sehr traurige Nachricht - obwohl oder gerade weil ich Migoe da einiges voraus habe, denn ich kenne und schätze Roskis Musik und ich liebe seinen ausgeprägten Sprach- und Wortwitz und seinen oft recht skurrilen Humor. Und trotz seiner schweren Krebs- Erkrankung war Roski in der Vergangenheit ja wieder gerngesehener Gast in der sog. "Kleinkunstszene", sodaß man denken konnte, die Krankheit wäre überwunden. Dem war wohl nicht so. Und obwohl viele heutzutage mit seinem Namen nicht mehr viel anfangen können, kann man mit Fug und Recht sagen: Mit Roski ist einer der großen gegangen...

ANDREAS.

(...der vieles von Roski besitzt, sich gern austauscht und natürlich auf Wunsch auch Texte zur Verfügung stellen kann...)


Geschrieben: 21.02.2003
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Der Liedermacher Ulrich Roski ist tot

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Auf der Fahrt nach Hause habe ich heute im Radio bei B5 Aktuell folgende Meldung gehört:

Zitat:
Liedermacher Ulrich Roski gestorben
Berlin: Der Liedermacher Ulrich Roski ist tot. Er starb im Alter von 58 Jahren in Berlin nach langer Krankheit. Der Autor von Songs wie "Des Pudels Kern" und "Der kleine Mann auf der Straße" kam in den 70er Jahren in die Hitparaden. Der gebürtige Berliner veröffentlichte mehr als 20 Schallplatten und CDs, außerdem verfasste er Bühnentexte, Sketche und Kurzhörspiele.


Zu finden ist die Nachricht unter: Liedermacher Ulrich Roski mit 58 Jahren an Krebs gestorben

Reaktionen dazu gibt es bereits im Forum von Kristin: Ulrich Roski tot

Die offizielle Webseite von Ulrich Roski: www.uroski.de

Leider hatte ich bisher noch nicht die Möglichkeit, die Musik von Ulrich Roski kennenzulernen. Doch ich denke, das werde ich schon bald nachholen - schade, daß es nun keine Möglichkeit einer Fortsetzung gibt.

migoe

Geschrieben: 20.02.2003
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Re: Willkommen auf diesem Forum

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Hallo alle die sich hier gefunden haben!

Erst mal ein Kompliment an Migoe!! Danke!!

Ich hoffe doch hier einige "alte Bekannte"
wiederzusehen.

Es grüßt aus Krefeld
Klausi!

Geschrieben: 19.02.2003
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Re: Willkommen auf diesem Forum

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Hallo Nordlicht!

Sag doch nicht "Plaudertäschchen" zu Maren, den Titel muß sie sich hier erst wieder erarbeiten, im Moment ist sie auch ein "Stilles Wasser" wie du und ich.

Für die kurze Zeit hat Migoe einiges auf die Beine gestellt. Meine Hochachtung!

Wollte auch noch erwähnen, daß ich überhaupt die erste war, die Migoe dazu etwas geschrieben hat, allerdings hab ich das Gästebuch vorgezogen.

Liebe Grüße aus dem tiefverschneiten und frostigen Österreich

Ulli (Serafina)

Geschrieben: 18.02.2003
_________________
Wer will, findet Möglichkeiten; wer nicht will, findet Gründe.
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Re: Willkommen auf diesem Forum

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Teufel auch,

da war ich endlich mal schneller beim Registrieren, und nun schlägt mich Plaudertäschchen doch tatsächlich mit dem ersten Beitrag. Jetzt bin ich frustriert. Aber trotzdem, ich jetzt auch: ´s wird schon, bislang kommt´s doch recht gut ! Also, mal wieder auf ein Neues. Seid bis bald gegrüßt aus dem Frostkeller Lübeck,

ANDREAS.

(...der DIESE Tradition hier unbedingt fortsetzen möchte und wird...)

Geschrieben: 18.02.2003
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Re: Willkommen auf diesem Forum

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Hallo migoe,

erst Mal herzlichen Glückwunsch zur neuen Seite und Hut ab davor, daß Du "wier da" bist.

Mal sehen, wie sich Dein neuestes Baby so entwickeln iwrd.

Maren

Geschrieben: 17.02.2003
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Willkommen auf diesem Forum

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Liebe Besucher,

ich begrüße Sie recht herzlich auf dem neuen Forum des neuen Webportals "www.liedermacher-forum.de". Hier erfahren Sie in Zukunft allerlei interessante Neuigkeiten über die verschiedensten Liedermacher und Songwriter.

migoe

Geschrieben: 11.02.2003
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