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Re: Geschichtenerzähler ... ein Nachtrag zum Thema

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Hallo, Wolfram !

Ich finde Deinen Beitrag im Wesentlichen schon zutreffend, aaaaaber...:

Versteh das jetzt bitte nicht als Kritik: Ich mußte erst mal wieder meinen Langenscheid aus dem Regal holen, weil mein Englisch im Laufe der Jahre doch ein wenig an "Strahlkraft" verloren zu haben scheint... :quoi:

Ich wäre echt happy, wenn Du bei vielleicht noch folgenden, englischen Texten möglichst eine Übersetzung beifügen könntest. Ich hätte dann mehr Zeit zum Antworten...

Liebe Grüße aus (noch) Lübeck,

ANDREAS.

(...der vielleicht auch mal wieder zur "Folks- High- Shool" gehen sollte, damit er sich hier nicht mehr so öffnen muß...)

Geschrieben: 04.11.2003
_________________
"But as long as I can see the morning,
in miracles, much more than I can say,
it´s enough to keep me still believing
in drifting hearts, so far away."

(''Book of golden stories''/ RUNRIG)
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Re: Bayrisches Fernsehen 1.11.03 von 0,30-5.55 Uhr Alpenrocknacht

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Hallo Frank,

Zitat:
Wer hat ebenfals die Sendung gesehen? Ich hoffe nur sie wird nochmal wiederholt- es lohnt sich sie aufzuzeichnen.

zufällig bin ich beim Zappen auf die Alpenrocknacht gestoßen, konnte mir aber leider nicht die Nacht um die Ohren schlagen, weil ich am Samstag auf die Autobahn musste.

Welche Sender empfängt man denn so in Gera? Ich bin auf Konstantin Weckers Website auf eine Information gestoßen, die mir nichts nützt, weil ich die entsprechenden Sender nicht bekomme, aber dem einen oder anderen ist vielleicht damit geholfen:

- Alpenrock -
Vierteilige Reihe über die Szene in Bayern, in Österreich und in der Schweiz
(Wiederholung vom Sommer 2003)
Konstantin wird zu seiner Karriere, zu anderen Interpreten und zur musikalischen Entwicklung interviewt, und er ist in einigen Musikausschnitten zu sehen und zu hören.

Sendetermine:

BR-Alpha:
26.12., 28.12.03, 1.1., 4.1., 6.1.04 jeweils 18:00 Uhr

ORF 2: 13.12. (23:10 Uhr), 20.12. (23:25 Uhr), 26.12. (23:50 Uhr), 03.01. (23:20 Uhr)

Warum die vierteilige Reihe auf BR-Alpha plötzlich fünf Teile hat, ist mir allerdings nicht so ganz klar.

Viele Grüße von Petra.



Geschrieben: 04.11.2003
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
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Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?

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Hallo Bianca,

Zitat:
Deine Fragen fordern einen ja regelrecht dazu auf, den Kopf einmal zu mehr zu benutzen als nur als Brillenhalter... *grins*

Dieser Satz von Andreas hat mir gut gefallen, er wird mir erlauben, dass ich mich dem anschließe.

Es beruhigt mich, wenn ich lese, dass auch andere mit dieser strengen Einteilung Probleme haben. Obwohl ich sehr wohl weiß, dass Musik eine Wissenschaft ist, hat sie für mich jedoch sehr viel mit Gefühl zu tun. Vor einiger Zeit kam im Fernsehen ein Beitrag anlässlich des 60. Geburtstages von Knut Kiesewetter, der leider fast erblindet ist. Ich kam ins Zimmer und fragte sofort: 'Was ist das? Geht es da um Liedermacher?' Dabei habe ich natürlich nicht lange überlegt, ob das, was ich da hörte, von dem Interpreten selbst komponiert und in Verse gefasst wurde, nein - es war einfach ein Gefühl, in diesem Fall ein gutes Gefühl. Ich hörte, dass es die Art Musik ist, die mir gefällt. Das Wort Liedermacher ist mir recht, weil ich damit ganz kurz beschreiben kann, in welche Richtung mein Musikgeschmack geht, aber ich möchte nicht zuteilen müssen.

Die Musik der 70er-Jahre habe ich nicht durch meine Eltern kennengelernt, sondern ich hatte selbst das Vergnügen. Die von Dir zitierte Alexandra habe ich geliebt, und wer noch ein schönes Lied von ihr kennenlernen will, dem empfehle ich den 'Traum vom Fliegen'. Das ist eine wunderschön erzählte Geschichte, aber wahrscheinlich gehört sie nicht ausgerechnet zu den fünf Liedern, die sie selbst geschrieben hat, wie ich weiter oben gelesen habe. Alexandra verunglückte tödlich, als ich 16 Jahre alt war, und auf der Suche nach 'meiner' Musik bin ich auf Reinhard Mey gestoßen, den ich nach wie vor sehr gerne höre. Aber auch Hannes Wader, den ich immer mehr schätzen lerne, zählt zu den Liedermachern, obwohl er viele Melodien übernommen, die Lieder also nicht alle selbst gemacht hat.

Zuletzt noch ein Wort zu Deinem Beitrag über das Kreativ-Forum: Wer selbst Musik macht, kommt wohl nicht umhin, neben dem Gefühl auch dem Handwerk Raum zu geben. Deine Idee finde ich schon interessant, aber da ich mich auf das Gefühl beschränken muss, schließe ich mich einfach Marcs Worten an. Er hat mir allerdings voraus, dass er wohl Gitarre spielen kann - nicht mal dazu reicht es bei mir. Für mich bleibt immer nur die Rolle des dankbaren Publikums, aber auch das hat ja seine Daseinsberechtigung.

Liebe Grüße von Petra, die froh ist, dass es so viele kreative Menschen :guitariste: gibt, die sich trauen.

Geschrieben: 02.11.2003
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Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?

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Hallo, Bianca !

Deine Fragen fordern einen ja regelrecht dazu auf, den Kopf einmal zu mehr zu benutzen als nur als Brillenhalter... *grins* Für mich selber mag ich aber diese Unterteilung garnicht so gern, denn ich bin zu der Überzeugung gelangt, daß es eine „Unterscheidung“ der Musik nur in GUTE oder SCHLECHTE Musik gibt. Nun ist dies sicherlich eine sehr subjektive Sichtweise, aber wenn etwas einen so tief im Inneren zu bewegen vermag wie Musik das schafft, MUSS das natürlich zwangsläufig subjektiv empfunden werden.

Ich weiß nicht, ob man tatsächlich starr die Kategorie „Liedermacher“ nur für jemanden reservieren sollte, der seine Texte und die Musik selber verfaßt. Wenn Du Dir die Reinhard Mey- LP „Ich wollte wie Orpheus singen“ anschaust, wirst Du merken, daß auch ein Herr Mey in der Anfangszeit nicht alle seine Texte selbst schrieb. War es deswegen „Schlager“ ? Genausowenig war das Arrangement der Stücke allein von ihm, ich erwähne hier nur den Namen Walter Richter. Und auf der anderen Seite: Schau Dir das Repertoire von Udo Jürgens an und nimm Lieder wie „Ein ehrenwertes Haus“, „Rot blüht der Mohn“ oder auch „Griechischer Wein“ – Schlager, Lieder, Chansons ??? Die Grenzen sind doch auch hier fließend...

Und geht man nach der Darbietung, wird´s noch verwirrender. Gefällige Orchestrierung, Unterteilung in gleiche Abschnitte („Strophen“), oftmaliges Wiederholen des Refrains – natürlich, das macht einen Schlager aus, gilt aber desgleichen für ein Lied wie „Über den Wolken“, das für mich persönlich zu den schönsten Stücken Musik gehört, die je geschrieben wurden. Ist es aber deswegen ein „Schlager“ ?

Und all dies gilt natürlich auch für Alexandras Text, den Du exemplarisch aufzählst. Genausogut hättest Du auch den den Text von „Zigeunerjunge“ posten können – auch dies ja Erzählung einer Geschichte...

Wer unbeweglich an dieser Kategorisierung festhält, der kommt bald in Erklärungsnöte, denn er muß ja nicht nur zwischen „Schlagern“, Liedern“ und „Chansons“ unterscheiden, er muß katalogisieren nach „sozialkritischem Schlager“, „trivialem Lied“ und „politischem Chanson“...und spätestens da kommt man dann mit der Einteilung in große ´Schwulitäten´... Zumal einem ja irgendwann sicherlich die Kategorien ausgehen werden.

Vielleicht sollte man tatsächlich sagen, daß es vielen (sicher nicht allen) Sängerinnen und Sängern gerechter werden würde, sie als „Storyteller“ zu bezeichnen, denn auch die Musikanten aus dem Bereich "Volksdümmliche Musik“ (die mir persönlich zuwider ist wie grüne Seife) erzählen doch letztlich in jedem ihrer Stücke eine Geschichte, mag sie auch noch so abstrus von heiler Welt o.ä. handeln.

Vielleicht ist´s ganz gut, daß sich für die Interpreten, denen wir zugeneigt sind, die Bezeichnung „Liedermacher“ eingebürgert hat, denn wenn man erst einmal beginnt, darüber nachzudenken, kommt man schnell vom Hölzchen auf´s Stöckchen. Und hat keine Zeit mehr, die Musik zu genießen. Gleichgültig, ob sie nun „Schlager“, „Lied“ oder „Chanson“ genannt wird. Und das wäre doch schade...

Liebe Grüße aus (noch) Lübeck,

ANDREAS.

(...der bei solch fast philosophischen Themen immer etwas länger für die Antwort braucht...)

Geschrieben: 02.11.2003
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Re: Bayrisches Fernsehen 1.11.03 von 0,30-5.55 Uhr Alpenrocknacht

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Hallo, Frank !

ICH habe sie gesehen – leider dieses Mal auch nur zufällig. Denn die Sendung „Alpenrock“ lief vor wenigen Wochen als mehrteilige Serie im Bayerischen Rundfunk und wurde im Wochenabstand Donnerstags ausgestrahlt. Da sie dann am Samstag morgen wiederholt wurde, sind die Chancen, sie baldigst noch einmal zu sehen, wohl eher als gering einzustufen. Vielleicht könnte ja eine Anfrage an den BR hier Klarheit bringen...

Die gleichnamige CD „Alpenrock“ lohnt sich wirklich. Sie bietet eine Live- CD mit den unterschiedlichsten Titeln sowie eine Studio- CD, u.a. so schöne Sachen wie „Da Hofer“ von Wolfgang Ambros oder die Geschichte vom Nackerten im Havelka von Georg Danzer. Wer sie kaufen möchte, sollte auf keinen Fall meinen Fehler wiedeholen, sie im BR- Shop zu bestellen. Man erhält sie mittlerweile wesentlich preiswerter, u.a. im „Club“ (vulgo: Bertelsmann) und daher – vermutlich – auch bei Amazon oder ähnlichen Online- Händlern. Dies als kleinen Tip am Rande...

Viele Grüße aus (noch) Lübeck,

ANDREAS.

(...der bei DIESER Bestellung viel zu hurtig war...)

Geschrieben: 02.11.2003
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Gast
Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?
Gast-Gast
Hallo,
die Diskussion ist ja so oder anders immer mal wieder geführt worden, auch schon hier im Forum. Aber ich finde es interessant und spannend, dass man das Problem immer wieder neu aufrollen kann und das es immer wieder gute Argumente gibt. Ich bin bei diesen Definitionssachen immer ein bisschen ratlos. Klar kann man es sich einfach machen und einfach sagen, ein "Liedermacher" ist halt jemand, der die Lieder die er singt, selber schreibt. Das sagt aber nichts über die Lieder selbst aus und darum ist es Bianca ja wohl auch gegangen.

Ich hab mich inzwischen damit abgefunden, dass man mit solchen Fragen irgendwie nicht richtig zum Ende kommt und für mich entschieden, dass es mir egal ist, wie ein Künstler sich nennt oder genannt wird, wenn's mir gefällt...

Aber doch noch mal kurz zu Marc und seinem Hinweis auf Biermann. Es stimmt, dass durch alle Lexika geistert, dass der Begriff "Liedermacher" von Wolf Biermann in Anlehnung an Bert Brechts Begriff "Stückeschreiber" geprägt wurde. Vor allem Biermann behauptet das selbst immer gerne. Wir dürfen das aber getrost als Teil seines Größenwahns sehen, denn der Begriff ist definitiv viel älter. Hätte sich einer von den klugen Lexikon-Redakteuren mal die Mühe gemacht und im Grimmschen Wörterbuch nachgeschaut (Band 6, L-M von 1885) hätte er Belege dieses Wortes bei Tieck und Wieland gefunden. Aber so ist es halt...

Michael

Geschrieben: 02.11.2003
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Gast
Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?
Gast-Gast
Hallo,
die Diskussion ist ja so oder anders immer mal wieder geführt worden, auch schon hier im Forum. Aber ich finde es interessant und spannend, dass man das Problem immer wieder neu aufrollen kann und das es immer wieder gute Argumente gibt. Ich bin bei diesen Definitionssachen immer ein bisschen ratlos. Klar kann man es sich einfach machen und einfach sagen, ein "Liedermacher" ist halt jemand, der die Lieder die er singt, selber schreibt. Das sagt aber nichts über die Lieder selbst aus und darum ist es Bianca ja wohl auch gegangen.

Ich hab mich inzwischen damit abgefunden, dass man mit solchen Fragen irgendwie nicht richtig zum Ende kommt und für mich entschieden, dass es mir egal ist, wie ein Künstler sich nennt oder genannt wird, wenn's mir gefällt...

Aber doch noch mal kurz zu Marc und seinem Hinweis auf Biermann. Es stimmt, dass durch alle Lexika geistert, dass der Begriff "Liedermacher" von Wolf Biermann in Anlehnung an Bert Brechts Begriff "Stückeschreiber" geprägt wurde. Vor allem Biermann behauptet das selbst immer gerne. Wir dürfen das aber getrost als Teil seines Größenwahns sehen, denn der Begriff ist definitiv viel älter. Hätte sich einer von den klugen Lexikon-Redakteuren mal die Mühe gemacht und im Grimmschen Wörterbuch nachgeschaut (Band 6, L-M von 1885) hätte er Belege dieses Wortes bei Tieck und Wieland gefunden. Aber so ist es halt...

Michael

Geschrieben: 02.11.2003
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Bayrisches Fernsehen 1.11.03 von 0,30-5.55 Uhr Alpenrocknacht

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Wer hat ebenfals die Sendung gesehen? Ich hoffe nur sie wird nochmal wiederholt- es lohnt sich sie aufzuzeichnen.Rückblickend durch die letzten Jahrzehnte wurden sehr viele Liedermacher und Liedermachergruppen durch Wort und Lieder vorgestellt.Es wurde auch Werbung für CD´s gemacht, die man im Internet über br-Shop sich anschauen und kaufen kann.Ich nenne mal schnell paar Namen weiß aber nicht ob sie richtig geschrieben sind,Georg Ringswand ,Willi Astor,STS Georg Danzer,Wolfgang Ampros, Reinhard Fendrich,Hans Söllner,Hans-Jürgen-Buchner(Haindling)Alf Poeir,EAV,Biermossler,Spider Murphy Gang,Hubert von Groisern,Zabine,Konstantin Wecker,Fredl Fessl,Rumpelstilz, Michly....und so weiter.Die meisten hatten ihren regionalen Dialekt doch aber auch riesige Fangemeinden sicherlich wäre es auch schön mal ihre Texte in hochdeutsch zu lesen.Mir hat das Gesehen gefallen und ich habe mich gefreut das diesen unterschiedlichsten Liedermachern soviel Sendezeit und so so ein guter Betrag gewidmet wurde.

Geschrieben: 01.11.2003
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Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?

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Hallo zusammen!

So viele Liedermacher es gibt, so viele Interpretationen und Definitionen gibt es wohl auch für diesen Begriff.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Ausdruck Liedermacher eine Wortschöpfung von Wolf Biermann ist? Er leitete den "Liedermacher" von dem "Stückeschreiber" Bertolt Brecht ab! Diese Info habe ich aus einem Lexikon entnommen. Außerdem erfährt man aus meiner Quelle:

Zitat:
Der inhaltlich diffuse Begriff „Liedermacher" stammt aus der deutschen Protestbewegung der sechziger Jahre. Er bezeichnet jemanden, der von ihm verfasste Lieder (meist auf Gitarre oder Klavier begleitet) selbst vorträgt. In der Regel vertritt ein Liedermacher ein Anliegen.


Dass der Begriff recht verschwommen ist, haben wir hier im Forum schon an anderer Stelle feststellen müssen -Ich erinnere mich zum Beispiel an unsere Diskussion über das "Schubladendenken"!

Unlängst habe ich irgendwo aufgeschnappt, dass Konstantin Wecker eher distanziert dem Begriff Liedermacher gegenübersteht und auch Reinhard Mey sich gern als Chansonnier bezeichnet.

Generell stimme ich mit den verschiedensten Lexika überein, dass ein Liedermacher ehrlich ist, oft politisch und im Gegensatz zum Pop- oder Schlagersänger nicht kommerziell ausgerichtet ist -Was in der heutigen Musikszene vielleicht schwerer glaubhaft ist, als in den 60ern.

Ich habe es an anderer Stelle im Forum schon mal getan, mache es in dieser Diskussion aber noch ein mal: Ich zitiere nämlich Reinhard Mey in einem Brief an die Deutschen Phono-Akademie, als er 1999 für den „Echo Pop“ in der Schublade "Künstler deutschsprachiger Schlager" nominiert wurde. Ich finde nach wie vor, dass der Brief sehr aufschlussreich für dieses Thema ist!

Schon mal viele Grüße von Marc

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

verblüfft habe ich heute aus dem „Musikmarkt“ erfahren, dass ich für den Echo Pop 1999 nominiert bin und zwar – es sträubt sich die Tastatur – in der Sparte „Künstler „deutschsprachiger Schlager“!

Solange ich hören kann, habe ich nach Auswegen aus dem Elend des deutschen Schlagers gesucht, dessen ewig gestriges internationalen Musiktrends Hinterherhinken und dessen peinliche Anspruchslosigkeit Schuld daran sind, dass deutsche Unterhaltungsmusik bei unseren Nachbarn und in der Welt – wenn überhaupt - mit Spott und mitleidigem Lächeln bemerkt sind. Solange ich denken kann, hat es mich nach sinnvolleren Texten gedürstet, habe ich mich nach einer anderen Musik gesehnt. Aus dieser Sehnsucht heraus verschreibe ich mein Herzblut in meinen Liedern mit dem Ziel, meinen Teil dazu beizutragen, diese andere Musik zu schaffen.

Seit mehr als drei Jahrzehnten gehe ich als Liedermacher durch das Land und bemühe mich, in der kargen Dürre der deutschen Musiklandschaft die seltene, schöne, zarte Blume „Chanson“ auszusäen, zu hegen und zu pflegen!

Ich arbeite zu hart und lustvoll an meinen Texten, suche zu sorgfältig die Inhalte und feile zu leidenschaftlich an der kleinsten Wendung meiner Lieder. Ich lege zu viel Liebe und Sorgfalt in meine Arbeit im Studio und auf der Bühne, und ich verspüre eine zu hohe Achtung und Verpflichtung für das Publikum, das sie empfängt, als dass ich es hinnehmen könnte, dass sie ein Schelm oder ein Ahnungsloser im Dunstkreis des deutschen Schlagers ansiedelt. Ich verlange von mir zu viel Gradlinigkeit, ich stelle de Anspruch an mich zu hoch und ich habe zu viel Idealismus und Kampfgeist, um mich in diese Schublade stecken zu lassen.

Vielleicht wäre das ein Anlass für die Phono-Akademie, über eine Sparte „Chanson/Singer-Songwriter/Liedermacher“ nachzudenken, um auch jenem Teil der deutschen Musikszene gerecht zu werden, der sich nicht unbedingt allein an der Masse messen lässt, aber dafür einen wichtigen, künstlerisch anspruchsvollen Kulturbereich unseres Sprachraums darstellt.

Ich bedanke mich für die Absucht, meine Arbeit, mein `98er Album und die „Flaschenpost“-Tournee zu würdigen, aber ich bitte Sie mit Nachdruck, meine Nominierung in der von ihnen vorgeschlagenen Rubrik zu streichen, ich empfinde sie als Beleidigung.


Geschrieben: 30.10.2003
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Geschichtenerzähler ... ein Nachtrag zum Thema

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Hallo Liedermacher-Freunde,
ich habe heute eine CD aus den USA bekommen, die im Booklet ein interessantes Vorwort hat. Passt eigentlich zu dem gestrigen Thema.

Text:
Storytellers...that's what singers are. And what a wonderful era in which to be a storyteller...with great stories, ageless stories, but with a new approach! Songs honoring the real unsung heroes, "everyday human beings". The struggle just to exist...

Meine Anmerkung:
Hier würde ich persönlich alle einordnen, die ihre Lieder nicht selbst geschrieben haben, aber anspruchsvolle Songs bekannter Liedermacher/Songwriter interpretieren. Ob als Song, Chanson oder Schlager. Beispiele gibt es viele. Betrachtet im deutschsprachigen Raum nur mal die Doppel CD "Hommage an Reinhard Mey". Im USA und GB Sektor gibt es noch viele andere Vergleiche. Songwriter wie Jim Webb, Neil Diamond, Johnny Cash, Lennon/McCartney, Elton John, Graham Nash usw. Eine Unzahl von Liedermachern hat Songs für andere geschrieben und sie nie selbst veröffentlicht. Leider!!!

Gruss aus Augsburg
Wolfram

Geschrieben: 30.10.2003
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Gast
Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?
Gast-Gast
Hallo Piet, Migoe, Maren und Dabblju,
schön, dass ihr mitdiskutiert!!

Aus euren Beiträgen lese ich, dass ihr alle mit dem ersten Teil der Liedermacher-Definition einverstanden seid; dem schließe ich mich an! Ich bin der Meinung, dass das die einzige objektive Definition ist, die man über das Liedermachergenre treffen kann.

Nun frage ich mich aber, was die Abgrenzung vom Schlager und Kunstlied in der Definition zu suchen hat und ich glaube, das liegt an der Vermischung verschiedener Dinge.

Wenn man sich dadurch unterscheidet, dass Text und Musik (größtenteils) aus eigener Feder stammen und man auch selbst vorträgt, dann trifft das auf den Schlager vielleicht zu (Udo Jürgens oder Peter Maffay sind zwei von euch genannte Beispiele, die es wiederum relativieren). Dann verstehe ich aber nicht, warum das Kunstlied bei der Definition auch genannt wird, denn laut Lexikon ist das Kunstlied:

Zitat:
Ein Lied, das von einem bestimmten Künstler geschaffen wird, im Unterschied zum anonym entstandenen Volkslied.


Aus der "Empörung" Marens, Alexandra sei Unrecht getan, wenn man sie in den Bereich Schlager einordnet oder auch deine Äußerung, Dabblju, es gäbe "eine Liste des anspruchsvollen Song, der wirklichen Liedermacher", entnehme ich, dass es euch bei der Einordnung von Liedern in das Genre auch um Qualität geht. Nun bin ich der Meinung, dass die Definition vom Liedermacher erst einmal gar nichts mit Qualität zu tun hat. (im Übrigen war das Lied: "Mein Freund der Baum" in den siebziger Jahren nach Definition durchaus ein Schlager! )

Migoe hatte schon recht, als er meinte, meine Frage nicht genau zu verstehen, denn im Grunde kann man einen Text oder auch ein Stück nicht dem Schlager- oder Liedermachergenre zuordnen.

In meinem Lexikon steht diese Passage über den Schlager und das Kunstlied nicht. Ich finde die Definition von dir, Migoe, gut gelungen:

Zitat:
Ein Liedermacher ist dadurch spezifiziert, daß er/sie die Melodien und Texte seiner Lieder meist selbst komponiert und in einer ihm/ihr eigenen Art selbst vorträgt - das kann mit oder ohne Instrument/Band sein. Die Identifikation des Liedermachers mit seinen Liedern ist sehr groß - deshalb sind die Anhänger von Liedermachern auch meist sehr treu...wenn sie Gefallen finden an den Liedern (vor allem den Aussagen der Texte!), dann wird der Werdegang des Liedermachers über Jahrzehnte verfolgt...


Eine Definition, die das Liedermachergenre qualitativ zwischen Schlager und Kunstlied ansiedelt, schränkt die Vielfalt und Möglichkeiten des Genres ein. (Und wo ist dann die Abgrenzung zum Hipphopp, Jazz, Folk, Rock, Pop, Heavymetal...?) Schon innerhalb des Genres gibt es eine Vielfalt von unterschiedlichen Audrucksmöglichkeiten, die man, wie ich finde, pflegen und ausbauen sollte.

Bianca

Geschrieben: 30.10.2003
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Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?

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Hallo Bianca,
mit Deinen beiden Zitaten habe ich ein Problem. Keiner der beiden Texte gehören zum Genre Schlager (Duden: "Tanzlied, das in Mode ist, etwas das sich gut verkauft, grossen Erfolg hat") .

Dein Zitat 1: Das ist der Text von Alexandras "Mein Freund der Baum". Alexandra hat diesen Titel 1968 geschrieben und auch interpretiert. Aber wer sprach schon 1968 in der Zeit der Beatles, Stones, Flower-Power etc. in Deutschland von "Liedermachern"?! Ich zähle sie durchaus zu Liedermachern und zwar zu einer interessanten der 60er Jahre.
Hier trifft doch die Definition zu: ""Sänger, die selbst Text und Musik eines Stückes schreiben, es meist allein interpretieren und sich in ihrer Gestaltung sowohl vom Schlager als auch dem anspruchsvolleren Kunstlied absetzen wollen..."

Dein Zitat 2: Interpretiert von Hannes Wader und Konstantin Wecker. Beide ohne Zweifel zwei der grössten in der Liedermacherszene. Hat nur einen kleinen Haken, der Originaltext und Musik ist von A.Taylor. Hannes Wader hat diesen Song nur übersetzt.
Also ganz spitzfindig gesagt Singer/Songwriter für A.Taylor und Liedermacher für Hannes Wader.
Streng genommen trifft bei diesem hochkarätigen Liedermacher oben genanntes Zitat nur bedingt zu.
Das Wort Liedermacher sagt ja aus, der Sänger hat dieses Lied auch gemacht. Wie singt Reinhard Mey so schön: "Ein Stück Musik von Hand gemacht".

Der Begriff Singer/Songwriter oder Liedermacher hat historisch betrachtet keine Geschichte. Die Plattenindustrie brachte die Bezeichnung Ende der 60er Jahre für die Bob Dylan Nachkommen ins Spiel und schuf damit ein werbeträchtiges Image das bis heute Gültigkeit hat.

Ich persönlich betrachte zum Beispiel auch Peter Maffay durchaus als Liedermacher der heutigen Zeit. Was er aber nicht immer war. Die in den späten 60er und Mitte der 70er Jahre veröffentlichten Titel gehörten ohne Zweifel zum Genre Schlager oder "Schnulzen".

Die Schlagerliste ist unendlich lang. Kurz dagegen - aber umso interessanter - die Liste des
anspruchsvollen Songs, der wirklichen Liedermacher. Gott sei Dank ist das so, stell Dir mal vor alle Menschen hätten den gleichen Geschmack. Und oh Greuel, man müsste sich in einem Forum der "Volkstümlichen Hitparade" treffen!

Ich glaube hier muss jeder selber entscheiden, was er persönlich vom Liedermachergenre und vom Schlager unterscheidet. Oftmals ist der Übergang fliessend und kaum endgültig zu definieren.
Fest steht für mich aber, dass der Interpret, der auch der Urheber von Text und Noten ist, zum Genre Liedermacher gehört. Ein "Stenchen" aber mit einem Liedchen von Anna Fragmichnicht mit einem Text von Egon Sowiso mit Sicherheit zum Genre Schlager gehört.

Soweit meine Gedanken dazu.
Gruss aus Augsburg,
Wolfram

Geschrieben: 29.10.2003
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Rezension von "Nedsulaud"

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Wer sich für eine Rezension zur neuen CD "Nedsulaud" von Wolfgang Buck interessiert sollte mal bei den News nachschlagen oder...

...diesem Link hier folgen...!

migoe

Geschrieben: 29.10.2003
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Ich denke, also bin ich...denk ich positiv, gewinn ich | thomas d....

Die Erfahrung lehrt, wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd | Reinhard Mey

www.liedermacher-forum.de | www.diekoerbers.de
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Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?

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Hallo Bianca.

Ich denke, mit der Einsortierung von Alexandra hast Du ihr sehr unrecht getan. Leider gab es damals das Genre "Liedermacher/in" noch nicht. Aber es hätte ihr gut zu Gesicht gestanden. Vielleicht wäre dann auch ihre Zerrissenheit nicht so gewaltig gewesen?? Wer weiß?

Schlager sind für mich eher so Sachen wie "Zwei kleine Italiener" um in der von Dir vorgegebenen Zeit zu bleiben oder "Ich vermiss Dich wie die Hölle" aus neuerer Zeit.

Die Liedermacherei unterscheidet sich für mich vom Schlager dadurch, daß die Texte sich halt nicht so schnell erschließen, daß sie bissiger oder hintergründiger daherkommen. Naja, so ungefähr.

Was die Umsetzung in Musik anbelangt, gibt es auch bei Liedermachern durchaus einige, die sich durchaus auch in der Schlagerschublade wiederfinden könnten. So manches Mal habe ich schon gedacht: Kitsch as Kitsch can!! Gut, daß es da dann noch den Text gibt.

Soviel erstmal zu einer provokanten aber erfrischend belebenden Frage

Maren

Geschrieben: 29.10.2003
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Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?

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Hallo Bianca,

ich verstehe die Frage nicht genau - aus welchem Grunde hast Du die beiden Texte hier gegenübergestellt? Warum gerade diese Texte und von welchen Autoren/Sängern sind sie - den zweiten Text kenne ich natürlich, aber ich erkenne keinen sinnvollen Zusammenhang.

Ein Liedermacher ist dadurch spezifiziert, daß er/sie die Melodien und Texte seiner Lieder meist selbst komponiert und in einer ihm/ihr eigenen Art selbst vorträgt - das kann mit oder ohne Instrument/Band sein. Die Identifikation des Liedermachers mit seinen Liedern ist sehr groß - deshalb sind die Anhänger von Liedermachern auch meist sehr treu...wenn sie Gefallen finden an den Liedern (vor allem den Aussagen der Texte!), dann wird der Werdegang des Liedermachers über Jahrzehnte verfolgt...

Demgegenüber steht der Schlagersänger bzw. die -sängerin, die i.d.R. nicht selbst die Autoren der Melodien und Texte sind sondern nur als "Sprachrohr" gelten. Meist sind nur Künstler mit besonders starker Ausstrahlung erfolgreich - die Inhalte der Lieder sind aber nicht ausschlaggebend für den Erfolg, vielmehr spielt die "Verpackung" (Melodie) eine große Rolle. Werden solche Künstler vom Verlag/Manager nicht mehr ausreichend unterstützt verliert die Öffentlichkeit oft sehr schnell das Interesse an ihnen und der Musik - bekannte Ausnahmen bestätigen die Regel.

Dazwischen gibt es natürlich viele Mischformen. Künstler, die sich selber als Schlagersänger sehen, aber prinzipiell auch als Liedermacher gelten könnten: z.B. Udo Jürgens...

Entscheidend ist auf jeden Fall, der Künstler, der hier auf dieser Seite als Liedermacher gehandelt werden will, muß Autor, Komponist und Sänger der eigenen Lieder in Personalunion sein!

Bei einer Diskussionen über Liedermacher oder nicht, Schlagersänger/in oder nicht sollte aber niemals der Fehler gemacht werden das eine oder andere qualitativ ÜBER das jeweilige andere Genre zu stellen. Eine Daseinsberechtigung haben aus meiner Sicht alle künstlerischen Ausdrucksformen - entscheidend für den Erfolg eines Liedes ist meiner Meinung nach immer, daß der Gesamteindruck anspricht und es eine Art "Einzigartigkeit" besitzt. Die Tatsache, daß hier auf diesem Forum einige Künstler wahrscheinlich nie eine Nische eingerichtet bekommen werden sollte nicht als negative Wertung betrachtet werden.

migoe, der hoffentlich nicht oberlehrerhaft rübergekommen ist

Geschrieben: 29.10.2003
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Re: Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?

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Hallo Bianca,

mit Definitionen ist es immer so eine Sache. Sie klopfen etwas fest, und die Wirklichkeit passt nicht immer haargenau in diese Definition.

Trotzdem würde ich bei Deinem konkreten Beispiel sagen:

Dieses Beispiel bestätigt die Definition!!

Du hast schöne Texte ausgewählt. Und den Text aus dem Schlagergenre würde man dort nicht vermuten. Das hat mich dazu veranlaßt, mir die Texte von dieser Sängerin mal näher anzusehen. Da sind schöne Texte dabei. Die Musik von einigen Liedern klingt immer noch in meinen Ohren.

Bei der Durchsicht von 69 Liedern dieser Schlagersängerin, gibt es nur fünf Lieder, von denen der Text UND die Musik von ihr stammen.

Ich möchte das nicht als Wertung für diese Sängerin verstanden wissen. Aber das unterscheidet sie nach der oben zitierten Definition von den Liedermachern/Songwritern/Chansoniers

Ich für mich kann sagen, das mich auch viele verschiedene Schlager immer wieder berührt haben. Das waren aber dann einzelne Lieder von einzelnen Sängern. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mir von diesen Sängerinnen/Sängern eine LP/CD zu kaufen.

Auf jeden Fall ein tolles Beispiel!

Grüße

Piet

Geschrieben: 29.10.2003
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Gast
Was unterscheidet das Liedermachergenre vom Schlager?
Gast-Gast
Liebe Liedermacherfreunde,

wer im Foren-Lexikon unter dem Begriff Liedermacher nachschaut, wird folgende Definition finden:
Zitat:
"Sänger, die selbst Text und Musik eines Stückes schreiben, es meist allein interpretieren und sich in ihrer Gestaltung sowohl vom Schlager als auch dem anspruchsvolleren Kunstlied absetzen wollen..."


Diese Definition möchte ich mit zwei Textzitaten in Frage stellen. Exemplarisch habe ich je einen Text aus dem Liedermacher- und einen aus dem Schlagergenre ausgesucht! (Ich habe durch meine Eltern ein unauslöschliches Schlagerwissen aus den 70er Jahren )

Zitat:
"Mein Freund der Baum ist tot,
er fiel im frühen Morgenrot.

Du fielst heut früh, ich kam zu spät,
du wirst dich nie im Wind mehr wiegen,
du mußt gefällt am Wege liegen,
und mancher, der vorüber geht,
der achtet nicht den Rest von Leben
und reißt an Deinen grünen Zweigen,
die sterbend sich zur Erde neigen.
Wer wird mir nun die Ruhe geben,
die ich in Deinem Schatten fand?
Mein bester Freund ist mir verloren,
der mit der Kindheit mich verband..."


Zitat:
"Nun, Freunde, lasst es mich einmal sagen:
Gut, wieder hier zu sein, gut, euch zu sehn.
Mit meinen Wünschen, mit meinen Fragen
fühl ich mich nicht allein, gut, euch zu sehn.

Wer daran glaubt, alle Gefahren
nur auf sich selbst gestellt zu überstehn,
muß einsam werden und mit den Jahren
auch an sich selbst zugrunde gehn.

Nun, Freunde, lasst es mich einmal sagen: ...

Und soll mein Denken zu etwas taugen
und sich nicht nur im Kreise drehn,
will ich versuchen, mit euren Augen
die Wirklichkeit klarer zu sehn.

Nun, Freunde, lasst es mich einmal sagen: ..."


Dann bin ich mal auf eure Argumentation gespannt...

Grüße aus Jena,
Bianca

P.S. Ideen für weitere (provokative) Fragen? Mailt mir!!

Geschrieben: 29.10.2003
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Gast
Re: Wie wär´s mit einem Kreativ-Forum?
Gast-Gast
Hallo Marc, hallo Scamp,

vielleicht sollte ich die Idee des Forums doch noch etwas konkretisieren...

Es gibt eine Art 5-Schritte-Plan, den man zu jedem Foren-Thema gehen könnte.

1. Das Thema
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: politisch, alltäglich, philosophisch, gesellschaftskritisch...
Z.B. "Zeit" Dazu könnte es als Einstieg ein Bild, einen Text geben (Lied, Prosa, Lyrik...); ich habe hier mal einen Liedtext von Hermann van Veen gewählt:

EINE KLEINE FRIST

Die Zeit tickt
dir eine kleine Frist,
tickt die Schärfe aus dem Zwist,
tickt dich hierhin,
tickt dich dahin.

Die Zeit tickt
dir Falten auf die Stirn,
manche Pläne aus dem Hirn,
tickt dich wund
und tickt dich zynisch.

Die Zeit tickt
dein Leben schnell vorbei,
tickt dich fest
und tickt dich frei,
und der Hahn kräht
" Guten Morgen".

Die Zeit tickt
die Ecken rund
und tickt dich gesund,
tickt die Dornen
von den Rosen.

Die Zeit tickt
die Lüge wahr,
tickt das Trübe klar
und macht die Dummen klüger.

Die Zeit tickt
die Sonne auf die Welt,
und wenn sie herunterfällt,
dann ist die Uhr
kaputt. (Van Veen)

2. Austausch
Das könnte eine Diskussionsphase sein, an der sich alle Forenteilnehmer beteiligen können.

3. Material sammeln
Auch hier können alle mitwirken (wieder Texte, Bilder, URLs...)

4. Erarbeitung
Jeder kann jetzt in seinem Stil an dem Thema arbeiten.

5. Ergebnisse
Ist natürlich auch wieder freiwillig . Die Texte oder auch Hörproben können im Forum vorgestellt werden.

Das Spannende ist für mich auf der einen Seite die unterschiedliche Umsetzung, auf der anderen, sich konzentriert mit einem Thema auseinander zu setzen, das ich vielleicht selbst gar nicht gewählt hätte oder auf das ich nicht gekommen wäre.

So, ich hoffe, ich habe euch mit meinen Ausführungen nicht zu sehr ermüdet :zzz:.

Bis bald,
Bianca

Geschrieben: 28.10.2003
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Re: Wie wär´s mit einem Kreativ-Forum?

Benutzerinformationen
Hallo Bianca,

Eine schöne Idee! Ich fürchte nur leider, dass sich gar nicht so viele Liedermacher in unserem Liedermacher-Forum tummeln. Ich persönlich zum Beispiel zähle mich eher zu den Passiven unter uns. Die eigenen Gedanken in Reime zu fassen bleibt ein großes Talent, das nicht jeder hat. Dazu musikalisch noch so fit zu sein, die eigenen Gedanken in Musik zu kleiden, ist vielleicht ein noch schwierigers und selteneres Talent.

Sicher -Es gibt auch diejenigen unter uns, die dieses Talent haben! Ich erinnere mich an schöne Zeilen von Clemens die man hier schon lesen konnte und natürlich höre ich in meinen Ohren auch noch den Nachklang der Lieder von Stephan. Auch "Carschti" hat schon oft auf sein Können hier im Forum hingewiesen.

Es gibt bestimmt auch noch andere in unseren eigenen Reihen, die ich jetzt leider vergessen habe. Oder die sich vielleicht noch gar nicht erkennbar gemacht haben! Der Teil derjenigen, ich nenne sie mal "passiven Liedermacher" hier, ist aber glaube ich größer. Ich selbst habe mich zwar auch schon ab und zu im Reimen versucht, aber die Zeilen möchte ich vorerst für mich behalten . Es gehört wie gesagt eine gewisse Portion Talent dazu! Vielleicht wird's bei mir noch mal was, wer weiß, ich bin ja noch jung ! Das mit der Gitarre klappt immerhin schon ganz gut...

Ich kann zu deiner Idee aus meiner Sicht vielleicht noch hinzufügen, dass ich es persönlich schwierig fände, meine eigenen Gedanken, Gefühle und Eindrücke zu einem Thema mit anderen zu be- und zu erarbeiten. Vielleicht auch teilen zu müssen oder zu sollen!? Ich weiß nicht, wie es da anderen geht!? Ich liebe es zu diskutieren und mich zu einem Thema zu äußern, aber das in Reime oder in Töne zu verpacken halte ich doch noch für eine ganz andere Art des Miteinander Redens. Ich denke, dass die "großen" Liedermacher ihre Lieder auch nicht in Gruppenarbeit "erarbeitern"!? Jeder hat sicher auch seinen eigenen Stil -Und verschiedene Schreibstile unter einen Hut (oder in ein Lied) zu bringen, halte ich auch noch für erschwerend.

Dennoch: Ich finde deine Idee gut und hoffe, dass du Talente oder Neugierige dafür findest. Ich stelle es mir aber schwer vor -Vielleicht könntest du noch weiter ins Detail gehen, bestimmt sehe ich dann manche Schwierigkeit und manches Hindernis nicht mehr so stark wie im Augenblick !

Viele Grüße von
Marc

Geschrieben: 28.10.2003
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Gast
Re: Wie wär´s mit einem Kreativ-Forum?
Gast-Gast
<P>Mein Leben ist wie ein Nilpferd <BR>das Wasser nicht leiden kann <BR>weil es zuviel getrunken hat <BR>als es zu dir ans Ufer schwamm </P>
<P>Mein Leben ist wie ne Pflanze <BR>die zu lange in der Sonne stand <BR>als sie irgendwann mal groß war <BR>da waren die schönsten Blüten schon verbrannt </P><A href="http://www.mp3.de/home/scamp?PHPSESSI ... c6617e3c16a96692d73" target=_blank>
<P>www.mp3.de/home/scamp<;/P></A>

Geschrieben: 28.10.2003
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Gast
Wie wär´s mit einem Kreativ-Forum?
Gast-Gast
Liebe Liedermacher und Liedermacherfreunde,

leider gab es ja zum Thema "Brauchen wir eine Liedermacher-Avantgarde?" keine besonders große Resonanz; vielleicht war das Thema für viele zu unspezifisch?! Der Hintergrund dieses Themas war u.a. auch, dass ich die Idee zu einem neuen Forum habe, einer Art kreativem Forum, an dem sich Liedermacher, aber auch Liedermacherfreunde beteiligen können. Ich versuche, es für euch kurz zu skizzieren.

Meine Vorstellung ist die, dass die Liedermacher des Liedermacher-Forums textlich und musikalisch gemeinsamen an verschiedenen Themen arbeiten (vielleicht vierteljährlich an einem Thema). Am Ende des gesteckten Zeitrahmens könnte man die unterschiedlichen Ergebnisse der Arbeit hier im Forum vorstellen.

Ich fänd es spannend, wenn dieses Forum zustande kommt, denn es wäre eine Möglichkeit ein Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven (musikalisch, textlich, gedanklich) zu beleuchten. Darüber hinaus könnten auch die anderen Forenteilnehmer an diesem Forum mitwirken, z.B. in Form von Themenvorschlägen oder auch Material zu bestimmten Themen.

Konzeptionell sage ich erst mal noch nicht so viel dazu, das kann ja bei entsprechendem Interesse später erfolgen.

Also, was haltet ihr davon? Ich hoffe auf eure Resonanz und bin gespannt!!

Viele Grüße aus Jena,
Bianca

Geschrieben: 27.10.2003
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Re: TV-Übertragung Mey/Wader/Wecker

Kein Avatar
Benutzerinformationen
Danke an alle für eure Antworten und Mühen!
Mh, schade, dass es keine Übertragung im TV vom Bielefelder Konzert gibt...
War wohl eine falsche Info, die mich da zunächst erreicht hat.

Liebe Grüße,

Snow

Geschrieben: 27.10.2003
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Re: Wer hat die Besseren?

Kein Avatar
Benutzerinformationen
Danke für die aufschlussreichen Antworten an Migoe, Piet und Andreas. Ihr habt recht, so einfach ist das nicht zu beantworten. In meiner Diskussion habe ich mich halt sehr für die österreichischen Liedermacher stark gemacht. Wahrscheinlich geht es mir wie Andreas, ich habe eine gewisse Affinität für die Österreicher.
Ja das ist richtig. es ist schön, dass es dieses Genre gibt. Egal ob aus D; A; CH.
Eigentlich mag ich sie ja alle.

Schöne Grüsse aus Augsburg
Wolfram ()

Geschrieben: 26.10.2003
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Re: Danke, Guten Morgen und Uhr umstellen nicht vergessen :)

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Hallo Micha.

Wir hben uns heute von einem (angeblich) funkgesteuerten Wecker wecken lassen. Leider hat der das mit der Zeitumstellung nicht so ganz gebacken gekriegt. Da haben wir halt um halb sechs gefrühstückt statt um halb sieben. Hatte aber auch was ()

Das mit der Einsamkeit kann ich sooo gut verstehen. Vor sieben Jahren ging es mir mit meinem Reinhard Mey auch noch so. Kein Mensch konnte mich verstehen. Alle fingen immer an mit: Das ist doch der, der über den Wolken schwebt??

Dann fand ich das Intercord-Forum. Da waren plötzlich enorm viele Leute, die den Barden so schätzten wie ich und zumeist aus den gleichen Gründen. Endlich hatte ich ein "zuhause". Tja und inzwischen bin ich schon so mit Moos besetzt, daß ich mich manchmal wundere, daß es schon so lange her ist.

Am Anfang (nach der unseligen Schließung von Hollys Seite) habe ich mich mit migoes Konzept nicht so recht anfreunden können: So viele verschiedene Richtungen der Liedermacherei. Alles für mich zu unübersichtlich und neu. Aber inzwischen freue ich mich über die vielen Leute, die sich hier eingefunden haben und auch darüber, daß sich mein Liedermacherhorizont immer mehr erweitert. Leider damit auch meine CD-Sammlung *seufz* was sich nicht soooo toll auf mein Haushaltsbudget auswirkt )

In diesem Sinne: Willkommen daheim

Maren

Geschrieben: 26.10.2003
_________________
"Laß die Zweifel in den Schuhen und begib Dich in Gefahr."Zodiak
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Danke, Guten Morgen und Uhr umstellen nicht vergessen :)

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Guten Morgen Ihr!
Guten Morgen Maren, Petra und Marc!:)

Jetzt bin ich erstmal in der ganzen Wohnung rumgeflitzt und habe alle Uhren (so hoffe ich zumindest) eine Stunde zurückgedreht
Der Liedertext ist ja super! Danke für die viele Arbeit. Danke auch für den Wiederholungstermin, Videorecorder ist schon programiert! ;)
Bin froh Euer Forum gefunden zu haben, weil dann fühlt man sich mit seinem Musikgeschmack nicht so "alleine" und kann sich sogar austauschen. Nochmal vielen lieben Dank und noch einen schönen, erholsamen Sonntag!

Shalom Micha:)

Geschrieben: 26.10.2003
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Re: Und zum Dritten - jetzt aber mit guten Nachrichten

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Hallo zusammen!

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und diesen tollen Liedtext von Konstantin Wecker während der Aufnahme mitgetippt. Viel Spaß daran, Micha!

Zitat:
Man kann als braver Bürger zur Urne schreiten,
und dann noch was bewirken und verändern.
Man kann als Protestierer die Wahl bestreiten,
vor allem in den meinungsfreien Ländern.
Man kann als Widerständler im Untergrunde,
die Pläne schmieden für das Niedermachen.
Doch gingen die Extremen vor die Hunde,
nichts war je so erfolgreich wie das Liedermachen!

Denn unsere Feinde singen unsere Lieder,
und wenn man Pech klatschen Sie sie mit,
denn irgendwie sind wir doch alle Brüder,
im Geiste teils, teils im Profit.
Sie kennen kein Erbarmen, kein Umarmen,
sie finden ältere Herren noch talentiert,
man hört sie gütigst loben statt zu toben,
halten sie sich noch selbst für engagiert.
Denn unsere Feinde kennen unsere Reime,
und wenn du zitierst wirst, wird dir Angst und Bang.
In den Gesprächen schwimmen sie im Schleime,
und ziehen doch am selben Strang!

Man kann als alter Recke die Wunden lecken,
siege werden dadurch nicht noch glorioser.
Man kann sich Ehrenkreuze an Krägen stecken,
das Heldentum wird deshalb nicht grandioser.
Man kann auf "Brettelbrettern" Karriere starten,
ich würd es immmer, immer wieder, wieder machen!
Ich würd die Lieder schreiben, die tödlich harten,
nichts ist so erfolgreich wie das Liedermachen!

Denn unsere Feinde singen unsere Lieder,
Und wenn man Pech hat klatschen Sie sie mit,
denn irgendwie sind wir doch alle Brüder,
im Geiste teils, teils im Profit!
Sie kennen kein Genieren beim Applaudieren,
sie wissen wer ein großer Könner ist,
da gibt es kein sich Zieren beim Tolerieren,
damit die Welt sieht wer ein Gönner ist!
Und unsere Feinde kennen unsere Reime,
Wenn du zitierst wirst, wird dir Angst und Bang.
In den Gesprächen schwimmen sie im Schleime,
und hängen doch am selben Strang!

Das könnte jetzt ein Grund sein alles aufzugeben,
wozu denn alles nur in Luft geblasen?
Man könnte doch genüsslich ganz anders leben,
man zitiert den Liedertext als Phrasen.
Ja, alles kann ein Grund sein Kommerz zu machen,
am Besten gehen doch immer noch die Zoten!
Das könnte auch ein Grund sein auf Herzschmerz zu machen,
doch wir sind keine Volksmusikidioten!

Denn unsere Feinde singen unsere Lieder,
doch bleibt die Hoffnung, dass wer dran erstickt!
Vielleicht auch kauen sie die Lieder wieder,
weil deren Geist im Magen drückt!
Denn sie können nicht sprechen beim Erbrechen,
dann fühlen sie sich in den Knien weich.
Sehr schwierig ist das Protzen während Kotzen,
und ihren fetten Backen sind putzbleich.
Und deshalb Reimen wir die alten Reime,
wer keine Qual hat, hat keine Wahl.
Und deshalb träumen wir die alten Träume
schon heute Nacht das nächste Mal!

Und deshalb träumen wir die alten Träume
schon heute Nacht das nächste Mal!




Geschrieben: 24.10.2003
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Und zum Dritten - jetzt aber mit guten Nachrichten

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Endlich habe ich Erfolg gehabt:



Di 11. November 2003


23.05 RBB Scheibenwischer-Finale Kabarett


Also Videorecorder einheizen

Maren



Geschrieben: 23.10.2003
_________________
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Re: Danke Euch Beiden! :-)

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Noch ein Nachtrag:

Ich habe gerade beim Stöbern entdeckt, daß der letzte Scheibenwischer anscheinend nochmal wiederholt wird und zwar:
Wiederholung einer Scheibenwischer Folge am 26.10.2003 ab 01.00 Uhr in RBB Berlin
Der RBB Berlin wiederholt seit dem 30.05.03 jede Freitagnacht nach "Zimmer frei" eine Scheibenwischer Folge aus den vergangenen 23 Jahren. Scheibenwischer, der Klassiker zur Nacht.

Wiederholungen:

Samstag, 26.10. um 1.00 Uhr
Samstag, 01.11. um 1.00 Uhr
Samstag, 08.11. um 1.00 Uhr
Samstag, 15.11. um 1.00 Uhr
Samstag, 22.11. um 1.00 Uhr
Samstag, 29.11. um 1.00 Uhr


Ich fand es leider nicht so ganz eindeutig, ob es sich dabei um die letzte Sendung handelt. Aber vielleicht seht Ihr ja mehr auf
http://www.berlin.rbb-online.de/fernsehen/scheibenwischer/

Und wenn es die letzte ist: Wer kann es aufnehmen???

Maren

Geschrieben: 23.10.2003
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Re: Danke Euch Beiden! :-)

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Hallo, Ihr drei.

Das ist ja eine interssante Diskussion. Ich habe die Sendung an dem Punkt eingeschaltet, an der Wecker genau das angesprochene Lied gesungen hat. Es hat mir auch gut gefallen. (Ganz im Gegensatz zu seiner Brille!!! *grins*) und ich meine im Ohr zu haben, daß er gesagt hat, das Lied sei zu diesem Anlass entstanden. Vielleicht gibt es demnächst ja wirklich was bei Wecker dazu zu lesen? Wäre schön.

Maren, die fesstellt, daß sie zur Zeit immer weniger RM hört. ()

Geschrieben: 23.10.2003
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Re: Danke Euch Beiden! :-)

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Hallo Micha,

Zitat:
Bis vor kurzem war ich reiner Reinhardt Mey Begeisterter, doch seit dem Zusammenspiel der Drei auf der Berliner Demonstation, bin ich auf Weckert und Wader erst so richitg aufmerksam geworden.

Auch ich komme aus der Reinhard-Mey-Ecke. Als ich im letzten Jahr zu dem Konzert anlässlich Hannes Waders 60. Geburtstag nach Bielefeld gefahren bin, wusste ich nicht einmal, wie er aussieht. 'Heute hier, morgen dort' habe ich auch gekannt, aber nicht gewusst, dass es von Hannes Wader ist. Konstantin Wecker war mir schon eher ein Begriff. Die beiden haben mir so gut gefallen, dass ich Ende Juni zum ZMF nach Freiburg gefahren bin, um sie noch einmal zu erleben.

Zitat:
Habe nochmal im Netz geforscht und mit der Zeile "Denn unsere Feinde singen unsere Lieder...." noch den Zusatz gefunden "...Und wenn man Pech hat, klatschen sie mit."

Weiter bin ich auch nicht gekommen. Wenn das Lied Dir und Marc so gut gefallen hat, frage ich mich, warum ich mich nicht daran erinnern kann. Wer mich da wohl wieder abgelenkt hat? Ich habe zwei Söhne und einen Ehemann - irgendeiner wird es schon gewesen sein. Bei Google konnte ich den Text nicht finden. Ob Wecker das Lied extra für das Scheibenwischer-Finale geschrieben hat? Vielleicht kann Marc noch etwas dazu sagen, der sich hier so langsam als KW-Spezialist herauskristallisiert. Vielleicht beobachtest Du auch einfach mal eine Weile Weckers Website http://www.Wecker.de.

Viele Grüße von Petra

Geschrieben: 23.10.2003
_________________
Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
Es braucht die Flinte nicht ins Korn zu werfen,
wer sie beizeiten an den Nagel hängt!
(Christian Grote - Chrizz)
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