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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#1

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Hallo cARSCHti,

Zitat:
Ich denke mal, Geldverdienen ist schon lange nicht mehr Hannes Waders Hauptmotiv, auf Tournée zu gehen. Und dank seines Managements kann er es sich jetzt mit fast 75 Jahren auch leisten, künftig nicht mehr auf Tounée zu gehen, was ich ihm von Herzen gönne... Andere sind froh, mit 65 oder 67 Jahren in Rente gehen zu können...


ich gönne es ihm auch, wenn er in den Ruhestand gehen kann. Ich denke aber, dass sein Hauptmotiv, weiterhin auf Tour zu gehen, doch der schnöde Mammon ist/war.

Warum ich das denke?

In einem Interview mit der ZEIT vom 03 März 2007 hat er sich folgendermaßen geäußert:

Zitat:
ZEIT online: Aber es geht nicht nur um Altersvorsorge, wenn Sie auf Tour gehen?

Wader: Zu 50 Prozent geht es um Altersvorsorge. Ich habe lange Zeit schlecht gewirtschaftet. Als echter Achtundsechziger – als der ich mich empfand – war das Geld für mich bähbäh, etwas, das abgeschafft gehörte. Ich habe immer an dem Dilemma genagt, dass Ruhm nicht ohne Reichtum zu bekommen ist. Man kann nicht bekannt werden, ohne dass sich das Konto füllt. Selbst als Serienvergewaltiger kann man das nicht, dann kommen der Stern oder die Bunte und kaufen die Geschichte. Und schon ist man reich, ganz gleich was man macht. Für irgendjemanden hat der Name in der Öffentlichkeit immer einen merkantilen Wert, so ist das im Kapitalismus.

ZEIT online: Der Glaubwürdigkeit halber musste das Geld schnell weg?

Wader: Genau, die Kohle goss sich in Höllenströmen über mir aus. Jedenfalls für meine Verhältnisse. Und das musste weg. Und irgendwann hat das Geld mir das übel genommen, und ich stand plötzlich da mit zweieinhalb Millionen Schulden. Die habe ich inzwischen abbezahlt. Ich habe eine junge Familie, ich muss gesund bleiben und noch lange, lange singen. Aber es geht wirklich nicht nur darum. Ich freue mich auf meine Auftritte, wie ein Pferd, das lange im Stall gestanden hat. Das ist schön. Die positive Resonanz macht es einfach, ich hoffe, es bleibt so. Ich muss noch mindestens zehn Jahre am Ball bleiben.


In diesem Interview hatte er auch gesagt, dass er es sich nicht leisten könne die Gage mit anderen Musikern zu teilen und auch aus diesem Grund solo auf Tour zu gehen.

http://www.zeit.de/online/2007/11/interview-hannes-wader

Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen


Das Interview ist auf 3 Bildschirmseiten verteilt, die entsprechende Stelle findet sich auf Seite 3...

Man kann ihm und seiner Familie nur wünschen, dass er sein Ziel erreicht zu haben und in den letzten 10 Jahren ausreichend Geld zur Seite legen konnte, um den (hoffentlich noch langen) Rest des Lebens genießen zu können.

migoe

Geschrieben: 16.05.2017 09:09
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#2

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Ich denke mal, Geldverdienen ist schon lange nicht mehr Hannes Waders Hauptmotiv, auf Tournée zu gehen. Und dank seines Managements kann er es sich jetzt mit fast 75 Jahren auch leisten, künftig nicht mehr auf Tounée zu gehen, was ich ihm von Herzen gönne... Andere sind froh, mit 65 oder 67 Jahren in Rente gehen zu können...
Die Eintrittspreise im Tempodrom oder der UdK sind nun mal so (auch bei anderen Künstlern). Die Frage wäre, welche Location geeignet wäre, um ein letztes Abschiedskonzert mit 5€ Eintritt zu realisieren. Olympiastadion wäre zu groß und wäre trotz nur 5€ Eintritt und Hannes Wader nicht zu füllen, kleine Locations wären in Nullkommanix ausverkauft, und der Schwarzmarkt würde florieren (vonwegen 5€ Eintritt)...
Ich denke, Hannes Waders Management macht das schon ganz gut, und er selbst ist bestimmt froh, dass er sich seit Jahren um diesen Scheiß nicht mehr kümmern muss und demnächst seinen Lebensabend genießen darf...

Geschrieben: 16.05.2017 01:33
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#3

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Zitat:

Worum geht es da? Bestimmt nicht ums Geldverdienen.


Naja, dem Veranstalter wird es wohl immer ums Geldverdienen gehen, das ist sein Job. Aber vielleicht ist er ja ein guter Mensch und nutzt diese Chance zum Geldverdienen dafür, einem unbekannten Künstler eine Chance zu geben, der das Publikum nicht so sehr anzieht und nicht als Gelddruckmaschine genutzt werden kann. ... ähm, Tempodrom ... zugegebeben, da wird wahrscheinlich kein unbekannter Künstler unterkommen....

LG Petra

Geschrieben: 15.05.2017 20:51
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Man würde nie mehr Waffen schärfen,
wenn man folgendes bedenkt:
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#4

Kein Avatar
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Hallo Viktor und der Rest!

Man hätte es natürlich auch ganz anders aufziehen können.
Man hätte sagen können:
Hey, das letzte Konzert, extra rangehangen an die Abschiedstournee.
Worum geht es da? Bestimmt nicht ums Geldverdienen.
Also: 5 Euro Eintritt auf allen Plätzen.
Damit auch die mal wieder in ein Konzert gehen können, die sich das schon lange
nicht mehr leisten können.
Wie viele Waderfans mag es geben, die schon längst abgehängt sind vom Kulturbetrieb wegen Arbeitslosigkeit, Billiglohn und überteuerter Mieten?

Zu naiv gedacht?
Macht nix!
Naives Denken ist meine Spezialität!

Aber es stimmt schon, lasst uns den Sommer genießen, speziell den schönen Mai!

Was fällt mir zum Mai alles ein?

Lang ist das Leben aber kurz die Maienzeit (Löhns)
Wie schön blüht uns der Maien, der Sommer fährt dahin (Wader)
Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün (Overbeck)

Olli

Geschrieben: 15.05.2017 14:37
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Ruben Wittchow - Stern
#5

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Mal wieder ein Lied, das ich grad gehört hab:
https://www.youtube.com/watch?v=91eRsy3kZCc&feature=youtu.be

Geschrieben: 12.05.2017 23:18
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#6

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Moin moin olliwutzi,

ja, als die Tickets in den Verkauf gingen, hatte ich noch deinen Beitrag vom letzten Jahr in Erinnerung, als du die teuren Tickets in der UdK ansprachst - und deshalb hatte ich mich auch schon auf solche Beträge eingestellt und damit abgefunden. Es sind in meiner zwölfjährigen Konzertbesucher-Karriere bei Hannes zum Abschluss noch einmal die teuersten, die mir je untergekommen sind. Aber damit kann ich gut leben. (Kritisch wird es für meinen Geschmack ab der €70-Marke, die von K. Wecker bisweilen geknackt wird.)

Zitat:
olliwutzi schrieb:
(...) dieses Konzert, was hoffentlich kein spezielles sein wird. Ein ganz normales, das würde mir schon reichen.
Brauche kein "ganz besonderes letztes Konzert", wie solle das auch aussehen?
Besondere (Überraschungs)-Gäste, besondere Lieder, besondere Aktionen?
Brauche ich alles nicht.

Das sehe ich ähnlich: Ich erwarte keine großen Überraschungen im Programm gegenüber der regulären Tour. (Gegen eine zusätzliche Zugabe o.ä. hätte aber sicher niemand etwas.)
Eine große Besonderheit ist für mich einfach die Tatsache, dass dieses Konzert überhaupt "nachgeschoben" wurde. In all diesen Tournee-Abschieds-Entwicklungen hatte ich mir nämlich ursprünglich fest überlegt, zum letzten Konzert zu reisen, aber konnte mich im Falle von Hofgeismar mit seiner wenig einladenden Stadthalle und mittelprächtigen Zug-Anbindung doch nicht dazu durchringen. Da ist die große Halle in der Hauptstadt einfach der Sache angemessener, finde ich

Zur Tour ist es ja noch eine ganze Weile hin. Genießen wir erst einmal den Sommer!

Viele Grüße
Viktor

Geschrieben: 11.05.2017 13:21
_________________
...
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Aw: Hannes verabschiedet sich vom Tourneeleben
#7

Kein Avatar
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Upps!

Ich habe zwar keinen Koffer in Berlin, aber noch ein paar liebe Freunde.
Und da habe ich quasi aus Spass gesagt, wenn die da hingehen, dann sollen sie mir doch bitte eine Karte mitkaufen. Hatte ich gar nicht so sehr als echten Wunsch geäussert. Aber sie haben es tatsächlich gemacht, nun bin ich also da auch noch dabei. Mein Abschied von Hannes' Tourneeleben wird nun noch einmal verlängert. Aber wie schon beim letzten Berlin-Konzert 2016 folgte gleich der Schock: Gesalzene Preise!
Will mich hier wieder nicht beklagen. Soweit ich das inzwischen verstanden habe machen die Preise die Veranstalter, nicht die Künstler.
Aber 20 Euro mehr als in Gelsenkirchen ist für mich schon weit jenseits der Schmerzgrenze. Nicht mal für Motörhead habe ich jemals soviel hinblättern müssen. Da will nochmal jemand Kasse machen, das ist für mich ganz eindeutig.
Das soll ja im Tempodrom sein, das habe ich leider in seiner Glanzzeit nie erlebt. Aber eine alternative Spielstätte sollte es sein (und war es sicher auch). Aber bei den Preisen ist es wohl nur noch ein Kommerztempel.
Nichtsdestotrotz freu ich mich natürlich auch auf dieses Konzert, was hoffentlich kein spezielles sein wird. Ein ganz normales, das würde mir schon reichen.
Brauche kein "ganz besonderes letztes Konzert", wie solle das auch aussehen?
Besondere (Überraschungs)-Gäste, besondere Lieder, besondere Aktionen?
Brauche ich alles nicht.
Bin ja nun eher nur durch Zufall dabei, eben weil ich keinen Koffer in Berlin habe.

Jedoch: Berlin ist arm aber sexy? Nee...nicht für mich!

Gruß von der Olliwutz

Geschrieben: 10.05.2017 16:56
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Aw: Wecker im Fernsehen - natürlich im BR ;-)
#8

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Hallo Migoe,

Danke für die Info. Hätte ich sonst sicher verpasst.

lg
Heinz

Geschrieben: 08.05.2017 17:05
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Wecker im Fernsehen - natürlich im BR ;-)
#9

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Pünktlich zum 70.Geburtstag gibt es im BR Fernsehen am 28.05.2017 ab 22:00 Uhr die Sendung "Lebenslinien - Konstantin Wecker - Mit Wut und Leidenschaft" von Ute Casper in dem der Musiker gelassen auf sein Leben zurück blickt. Der Film erzählt von der Mutter, die in ihm die Liebe zur Poesie erweckte, und vom Vater, der Opernsänger und Maler war.

Im Anschluss an die Dokumentation wiederholt das BR-Fernsehen außerdem zwei Konzertaufzeichnungen: Um 23.00 steht mit „Heimatsound Concerts - Konstantin Wecker“ ein einstündiger Mitschnitt aus dem Passionstheater in Oberammergau auf dem Programm, gefolgt von „Konstantin Wecker - Alles das und mehr.“ um 0.00 Uhr. Vor zehn Jahren, anlässlich seines 60. Geburtstags, stand Wecker mit Weggefährten und Künstlern wie Willy Michl, Hannes Wader, Pippo Polina, Willy Astor, Ottfried Fischer und Andreas Giebel auf der Bühne des Münchner Circus Krone.

Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen


Am Dienstag, 30. Mai, 0.00 Uhr, zeigt das BR-Fernsehen schließlich den Dokumentarfilm „Wader Wecker Vater Land“ (2011), der Wecker und seinen Musikerkollegen Hannes Wader auf einer gemeinsamen Konzertreise begleitet.

In Zeiten von Internet und Mediatheken ist es zum Glück möglich, solche Sendungen nachzuschauen, zumindest bei den vom Sender produzierten Sendungen. Ich habe in der Mediathek des BR folgende Sendungen mit Konstantin Wecker gefunden:

LIDO - Ein Tag im Leben des Konstantin Wecker (44:00 Minuten)


Alpha-Forum - Gespräch mit Konstantin Wecker, Liedermacher (43:00 Minuten)


Songs an einem Sommerabend 2016 (89:00 Minuten)


Viel Spaß beim Schauen.

migoe

Geschrieben: 07.05.2017 19:01
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7 Tage - 7 Songs von Konstantin Wecker
#10

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Unter dem Hashtag #7Tage7Songs geben Prominente im Magazin der Süddeutschen Zeitung ihre 7 Songs bekannt, die ihnen besonders viel bedeuten und am 26.03.2017 wurde auf der Seite des Magazins die Liste der 7 Lieblingssongs von Konstantin Wecker veröffentlicht.

Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen


Zu jedem Lied gibt der Künstler ein paar Zeilen persönliche Widmung dazu und eingebunden werden die Songs über YouTube.

Viel Spaß beim Hören/Schauen

migoe

Geschrieben: 07.05.2017 12:02
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#11

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"Edelweißpiraten" von Fritz Theilen aus dem Jahr 1984.

Das Buch habe ich vor ca. 15-20 Jahren irgendwann mal gelesen, und nun in einem Antiquariat wiederentdeckt.

Fritz Theilen beschreibt in dem Buch seine Zeit als Jugendlicher in Köln zur NS-Zeit. Die Hitlerjugend rigoros ablehnend und bereits aus dem Deutschen Jungvolk rausgeworfen, fand er Gleichgesinnte, mit denen er sich regelmäßig traf. Einige der Gruppen bzw. deren Angehörige nannten sich "Edelweißpiraten", sie entstammten ideologisch der 1933 verbotenen Bündischen Jugend. Im November 1944 wurden einige Mitglieder der "Ehrenfelder Gruppe" ohne Gerichtsurteil in Köln-Ehrenfeld öffentlich gehenkt.

Die Edelweißpiraten kämpften jahrzehntelang nach dem Krieg um öffentliche Anerkennung ihrer Rolle als Widerstandskämpfer. Von den Behörden und auch von weiten Teilen der Bevölkerung wurde ihr Handeln allerdings kritisch beäugt. Um nicht von der Gestapo geschnappt, verhört und gefoltert zu werden, lebten einige in der Illegalität. Um zu überleben, klauten sie demzufolge auch Lebensmittel. Sie halfen Juden, desertierten Soldaten und geflohenen Zwangsarbeitern, sie verteilten Flugblätter und versuchten, Nachschubtransporte für die Front zu sabotieren.

Seit den 80er Jahren wurden sie nach und nach rehabilitiert. Als Widerstandskämpfer wurden sie zwar teilweise anerkannt, dennoch gab es dazu immer wieder Diskussionen, ob sie wirklich Widerstandskämpfer oder eher Kriminelle waren. Zu dieser Zeit schrieb Rolly Brings das Lied "Edelweißpiraten", welches durch die Bläck Fööss in einer gekürzten Form und mit veränderter Melodie zu höherer Bekanntheit gelangte. Die offizielle Anerkennung als Widerstandskämpfer erfolgte letztendlich erst im Jahr 2005.

Franz-Josef Degenhardts Lied "Die Ballade vom Edelweißpiraten Nevada-Kid" befasst sich ebenfalls mit diesem Thema.

Im Jahr 2004 kam ein Film mit dem Titel "Edelweißpiraten" von Niko von Glasow ins Kino. Edelweißpirat Jean Jülich begleitete die Arbeiten an Drehbuch und Film. Ich fand es klasse, daß das Thema auch in einem Film aufgenommen wurde, jedoch fand ich die Umsetzung des Films sehr schlecht. Im Vordergrund des Films stand eher eine Liebes-Dreiecks-Geschichte. Die Motive und die Handlungen der Edelweißpiraten rückten dabei stark in den Hintergrund. Wirklich schade, wie ich finde. Das Thema ist so vielschichtig, daß da viel mehr geschichtliche Aspekte und sogar Fakten hätten beleuchtet werden können.

Fritz Theilen überlebte unter anderem, weil ihm keine unmittelbare Zugehörigkeit zu den Edelweißpiraten nachgewiesen werden konnte. Andere Edelweißpiraten fürchteten nach dem Krieg Repressalien und verschwiegen ihre Zugehörigkeit. Erst in den 70er Jahren begann eine mediale Aufarbeitung der Geschehnisse um die Edelweißpiraten. Fritz Theilen gehörte zu den Ersten, die sich in der Öffentlichkeit dazu äußerten.

In der Berliner Zeitung gibt es einen zusammenfassenden Artikel: =>Berliner Zeitung - Edelweißpiraten

Georg

Geschrieben: 04.05.2017 10:56
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"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
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Manfred Maurenbrecher zum 67sten
#12

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Heute ist Manfred Maurenbrechers 67. Geburtstag, herzlichen Glückwunsch und alles Gute ihm!

Vor 30 Jahren machte mich eine Kommilitonin auf ihn aufmerksam, ich kaufte mir seine Platte und verliebte mich in das Lied Hafencafé, das bis heute eines meiner Lieblingslieder ist. Vor fast 10 Jahren durfte ich ihn bei der Hoyschrecke, wo er u. a. eben dieses Lied sang, persönlich kennenlernen, und seit ich seit 4 Jahren in Berlin lebe, begegnen wir uns manchmal bei diversen Verstanstaltungen und quatschen auf Augenhöhe miteinander...

Und vorletzte Woche war ich dann endlich auch zum ersten Mal am Rüdesheimer Platz in Wilmersdorf, dem er das Lied Paradies Rüdi gewidmet hat...

Geschrieben: 02.05.2017 23:41
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Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#13

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ihr lieben,

ein wirklich amüsanter disput...

zu uwes link: steve martin und die steep canyon rangers, eine fulminante newgrass band, haben ein witziges satirisches lied über die angebliche unfähigkeit von atheisten geschrieben, ihren nicht-glauben zu besingen.

ich merke bei sporadischen kirchgängen (aus familiären zwangsverpflichtungen, denen sich ja mancher bei bestimmten herausgehobenen anlässen um des lieben friedens willen unterwirft), dass ich selbst bei latent vorhandener sangesfreude nicht nur wegen der für mich unsingbaren tonarten kaum in der lage bin, zur ergänzung der orgel in einen lobgesang miteinzustimmen. aber ich hab eigene agnostische bekenntnislieder, die mehr meiner tonlage entsprechen:

ich setz mal ein paar links:

die macht des glaubens
https://youtu.be/kHhzJ5TGu9k

hirnregen
https://youtu.be/2pf0CzkDTEY

die konklavinen
https://youtu.be/UFw9carp0mk

abweisung
https://youtu.be/_7nZkSFlswk

pater der marter
https://youtu.be/8ss6-0LCae8

beinah hätt ich mich jetzt kaum getraut, "grüss gott" zu schreiben...

herzlich
gerd

Geschrieben: 02.05.2017 12:05
_________________
Damit was geschieht, muss zunächst was passiern.
Muss man, eh sich was ändert, denn erst was verliern?
Eh man sich erholt, bleibt keine Zeit auszuruhn,
denn eh sich was tut, muss man selber was tun.
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Aw: Konstantin Wecker wird 70 - Interviews mit TZ und Luzerner Zeitung
#14

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Lesenswertes Interview, Danke Migoe!

Geschrieben: 01.05.2017 20:23
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Konstantin Wecker wird 70 - Interviews mit SZ, TZ und Luzerner Zeitung
#15

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Konstantin Wecker wird am 01.06.2017 seinen 70. Geburtstag feiern und ist auch 2017 ständig auf Tour durch Deutschland. Seine Konzerte sind immer noch regelmäßig ausverkauft und seine Meinung ist gefragt (und umstritten!) wie nie zuvor.

Ich bin über Google Alerts auf diese Interviews zum aktuellen Anlass aufmerksam geworden die ich hier gerne weiterempfehle:

Interview mit Lars Langenau: "Ich habe gehofft, ich erleide einen Herzinfarkt oder ein Krieg beginnt"
Erschienen am 10.04.2017 auf www.sueddeutsche.de

Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen


Großes Interview mit Konstantin Wecker in der TZ: Graut Ihnen vor der 70?
Erschienen am 15.04.2017 auf www.tz.de

Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen



Konstantin Wecker im Gespräch mit Susanne Holz: «Auf den 70. freue ich mich richtig»
Erschienen am 16.04.2017 auf www.luzernerzeitung.ch

Anklicken, um das Original-Bild in einem neuen Fenster zu sehen


Ich hoffe, Ihr habt genauso viel Spaß beim Lesen wie ich.

migoe

Geschrieben: 01.05.2017 14:43

Bearbeitet von migoe am 01.05.2017 21:20:27 Grund (optional): Interview aus der Süddeutschen Zeitung hinzugefügt
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Hannes Wader im SWR
#16

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Hallo,

gerade bin ich beim SWR vorbeigezappt: 50 Hits in deutscher Sprache. Und da fing auch schon Hannes Wader an Heute hier, morgen dort zu singen. Stefanie Tücking gab als Kommentar dazu ab: "Liedermacher nannte man das damals, irgendeinen Namen musste man ja dafür haben." Anschließend kamen Juliane Werding mit Am Tag, als Conny Kramer starb und Vicky Leandros mit Theo, wir fahr'n nach Lodz. Auch Udo Jürgens kam noch mit Griechischer Wein und natürlich Reinhard Mey mit dem 'Mitsingklassiker' Über den Wolken. So geht das noch weiter bis 0:55 h, aber nicht mit mir.

Grüße aus der Nacht von Petra.

Geschrieben: 30.04.2017 23:59
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#17

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Schade, leider zu spät gesehen, Uwe war heute in Darmstadt. Das ist ja grade um die Ecke von uns.

Geschrieben: 30.04.2017 23:02
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A bas les armes!
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#18

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Lieber Uwe

Ich hab lange darüber nachgedacht, was du mir mit diesem Lied sagen willst. Und weil ich so lange nachgedacht habe, sind mir so viele Gedanken gekommen, die ich loswerden muss. Du weiß ja, alles nur Spaß:

1. Es gibt sehr wohl Lieder von Atheisten, das Problem ist nur, dass sie ihre Überzeugung für sich behalten. Vielleicht auch aus der begründeten Angst, dass im anderen Fall ihre Lieder, besonders in Amerika wo Paulin und Trump gewählt werden, nicht mehr gespielt werden.

2. Vielleicht sind auch die Atheisten die toleranteren Menschen, die der Meinung sind, dass Glaube Privatsache ist und nicht ständig wie ein Bauchladen vor sich hergetragen werden muss.

3. Philatelisten schreiben Bücher über Briefmarken. Nicht Briefmarkensammler schreiben keine Bücher übers Nichtbriefmarkensammeln. Genauso wenig kommt ein Atheist auf die Idee ein Lied über den nicht existierenden Gott zu schreiben.

4. Über Märchen und Mythen kann man Lieder schreiben. Wer schreibt aber schon ein Lied über den Nicht-Hobbit?

Nix für ungut.
Schöne Grüße
Helmut


Geschrieben: 30.04.2017 18:50
_________________
Nicht vergessen: Das Liedertreffen hängt am Liedermacher-Forum.
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Brecht "Friedenslied"
#19

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Hallo

Jedes Jahr zum Tag der Erde gibt es im Kirchlein im Grünen ein Konzert, dieses Jahr wieder mit Tino Eisbrenner.
Neben seinen Songs, begleitet von Alejandro Soto Lacoste und Ernesto Villalobos Salamanca rezitierte er Brechts "Friedenslied".
Die meisten Konzertbesucher sprachen den Text lautlos mit. Es gibt nicht viele Gedichte, die auch nach Jahrzehnten so aktuell und bekannt sind.

Friedenslied - gesungen von Gisela May, passend auch zum zum 1. Mai

LG
Rex2005

Geschrieben: 28.04.2017 23:26
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Aw: CD-Rezension Uwe X: "An mir liegt's nicht" (2017)
#20

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Hallo lieber Helmut,

Bei diesem Lied dass mir zufällig über den Weg lief musste ich an Dich denken und ich dachte ich teil es mal mit Dir.. Alles nur Spaß alter Freund, ok?

Alles Liebe
Bruder Uwe

https://www.youtube.com/watch?v=wogta8alHiU

Geschrieben: 28.04.2017 13:43
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Aw: Straßenmusik
#21

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Ihr Lieben,

ich hab mich gerade für das Straßenmusikfest Goldene Säge in Osnabrück am Sa 05.08.2017 angemeldet. Vielleicht gibt es hier ja Menschen, für die das auch was wäre...

Ich habe daran bereits 2007, 2009, 2010 und 2011 teilgenommen und kann es nur empfehlen. Man bekommt einen Fahrtkostenzuschuss, ein kostenloses Abendessen (Gegrilltes), einige Freigetränke und kann (wenn einem Schlafsack & Isomatte genügen) kostenlos übernachten. Es gibt auch Geldpreise, aber auf die sollte man als Liedermacher lieber nicht spekulieren, wenn man nicht enttäuscht werden will...

Was mich jedoch jedes Mal beeindruckt hat, ist die freundliche und solidarische Atmosphäre, die dort vorherrscht, und die Offene Bühne vor der Preisverleihung am Abend ist eine schöne Gelegenheit, seinem aufgeschlossenen Publikum neben Gegrilltem dann auch noch mal einen leckeren Hühnernudeltopf servieren zu dürfen...

Liebe Grüße
cARSCHti

Geschrieben: 25.04.2017 18:01
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Harry Rowohlt (1945-2015)
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#22

Benutzerinformationen
Großartig, Viktor!

Geschrieben: 25.04.2017 14:45
_________________
So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt,
dass nichts bleibt,
wie es war.


Hannes Wader
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#23

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Gruß
Skywise

Geschrieben: 25.04.2017 14:05
_________________
"Ist wirklich wahr - ich hab's in meinen Träumen selbst geseh'n ..."
Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#24

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Ihr Lieben,

ich glaube, ich habe die perfekte Lösung gefunden, um Janek öffentlich im Forum meine Akkordskizze mitzuteilen!


[am] ... Keine Frage, deiner [/]Bitte - der komm' [E]ich, Viktor, na klar
Gerne nach, ein paar Akkorde für dich aufs Papier zu br[am]ingen
Dann schreib' ich eben ziemlich viele leere [E]Worte, wunderbar
Sie soll'n der Vorlage doch letztlich nur genügend ähnlich [am]klin[E]gen

"Der [dm]Zorn, die Trauer, das Entsetzen"? [am]Gänsefüßchen-[E]Zeit!
Gut mar[am]kiert ist es so nämlich als Zi[E]tat korrekt ge[A]schrie[D]ben
Die [hm]Quelle nicht vergessen: Stammt von [A]Wader - weißt be[E]scheid
Gibt kein' [A]Brief vom Anwalt - [D]Skywise weiß, wie [A]wir das Forum [E]lie[A]ben

Viktor war [am]da und teilte [dm]hier im Forum öffentlich mal [E]eben
Akkorde und 'nen Spaßtext: Gleiches Versmaß, das tut [am]not
Um dir beim Nachspiel'n, Janek, auch Struk[E]turhilfe zu [A]ge[D]ben
Ist [A]rechtlich ganz pro[D]blemlos: Nicht, dass [A]wieder [E]Ärger [A]droht.



...Okay, vielleicht solltest du dir doch das erwähnte Songbook kaufen

Viele Grüße,
Viktor

Geschrieben: 25.04.2017 13:14
_________________
...
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#25

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Zitat:

Janek schrieb:
Texte sind eh klar, weil zu hören und zig mal veröffentlicht, die kompletten Stücke meist auf YT ...

Schöne neue Welt ...
Also, jetzt mal abgesehen davon, daß ein gigantischer Brocken Texte und Musikstücke sich nicht im Internet finden läßt, da eine große Menge Interpreten, gerade aus der Liedermacher-Szene, dem Vergessen anheimgefallen sind: Youtube soll ja seit einer Einigung mit der GEMA an die Urheber und Interpreten zahlen, und die meisten Liedtextsammlungen liegen auf Seiten bzw. Servern außerhalb der Reichweite des deutschen Urheberrechts.

Zitat:
Und muß nicht ein Abmahner, der sich darauf beruft, einen solchen Schaden nachweisen?

Schaden - nein. Den braucht man, wenn eine Schadenersatzklage angestrebt wird. Ohne Schaden keine Entschädigung und so.
Eine Abmahnung ist eigentlich nichts Anderes als ein mahnender Zeigefinger: "Ey, ich hab' mitbekommen, daß Du einen Rechtsverstoß begangen hast! Mach das weg oder ich fahre schwerere Geschütze auf!"
Für dieses nette Schreiben berechnet der Anwalt eine entsprechende Pauschale als Bearbeitungsentgelt und gut ist.

Und eine öffentliche Wiedergabe eines urheberrechtlich geschützten Textes außerhalb der Regelungen und ohne Rückendeckung ist nun mal ein Rechtsverstoß.

Zitat:
Gesetze müssen doch irgendwem dienen, sonst würden sie nicht gemacht. Wem dient dieses?

Den Urhebern. Deutschland ginge es wirtschaftlich ziemlich dreckig, wenn das Geistige Eigentum nicht wäre, schließlich hat unser Heimatland nicht so viel anzubieten außer schnödem oder angewandtem Know-How, also genießt es besonderen Schutz.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 25.04.2017 00:30
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Herman van Veen - "Die Clowns"
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#26

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Hey Skywise,

das hatt ich ja beim ersten mal auch verstanden. Aber was in deinem Text nicht steht: Wo genau ist der Schaden für den Urhheber, wenn ein paar Hobby-Musiker die Lieder eines Musikers singen wollen und sich zu diesem Zweck über die Akkorde austauschen??

Texte sind eh klar, weil zu hören und zig mal veröffentlicht, die kompletten Stücke meist auf YT ... ..

.. nochmal ganz einfach: Ich seh dem Urheber keinen Schaden entstehen, wenn man seine Lieder singt. Und muß nicht ein Abmahner, der sich darauf beruft, einen solchen Schaden nachweisen?

Gesetze müssen doch irgendwem dienen, sonst würden sie nicht gemacht. Wem dient dieses?



Geschrieben: 24.04.2017 20:27
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Aw: Auf der Suche nach Akkorden von Hannes Wader...
#27

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Zitat:

Janek schrieb:
Wo genau werden Hannes´ Rechte verletzt, wenn ein paar Zeilen aus einem seiner Stücke mit Quellenangabe hier zitiert werden?

Wenn sie korrekt zitiert werden, werden die Rechte gar nicht verletzt.
Aber wenn der Rest des Beitrags keine eigene Schaffenshöhe aufweist, handelt es sich um ein "falsches Zitat".
Das Zitat kann meinetwegen als Beleg gebraucht werden ("ich stelle folgende These auf, und wie ich bei Hannes Wader gesehen habe, scheine nicht nur ich dieser Meinung zu sein, siehe hier ..."), zur Erläuterung des Inhalts oder - das ist wiederum Richtersprech - "als Ausdruck der geistigen Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk" ("Manfred Maurenbrecher spielt in dem Text auf folgende historische Ereignisse an: ..."), gerne auch als kleiner Verweis/als augenzwinkernde Anmerkung innerhalb einer eigenen Erzählung ("und dann habe ich mich gefühlt wie in einem Lied von Reinhard Mey, in dem er ebenfalls ..."), und man kann ein Zitat auch als künstlerisches Mittel verwenden, aber bei letzterem sind die Vorgaben und Ideen derart schwammig formuliert, daß ich's nicht drauf ankommen lassen würde.
Ein paar Textzeilen und die dazugehörigen Akkorde sind nach meiner Einschätzung nicht abgedeckt.

Zitat:
Und dann dazu ein Vorschlag, wie das akkordmäßig zu begleiten wäre?

Die Akkorde selbst sehe ich nicht unbedingt als Problem an; ich bezweifle nur, daß die Akkordfolge eine ausreichende "Eigenleistung" darstellt, um ein Zitat auf sichere Beine zu stellen.

Zitat:
Wo genau ist der Schaden für den Urheber?

Na ja, wenn ein urheberrechtlich geschütztes Werk (oder ein Teil davon) in der Öffentlichkeit verwendet wird, werden automatisch die Rechte des Urhebers wenigstens berührt. Um keinen Schaden anzurichten, sollte man sich an die rechtlichen Voraussetzungen halten (Zitat korrekt verwenden), den Urheber/den Verlag um Erlaubnis fragen und/oder darüber nachdenken, sich über die jeweilige Verwertungsgesellschaft das Okay abzuholen. Kommt auf die jeweilige Situation an.

Gruß
Skywise

Geschrieben: 24.04.2017 01:36
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Sry,

trotz der langen Erklärung muß ich nachhaken:

Wo genau werden Hannes´ Rechte verletzt, wenn ein paar Zeilen aus einem seiner Stücke mit Quellenangabe hier zitiert werden?

Und dann dazu ein Vorschlag, wie das akkordmäßig zu begleiten wäre?

Wo genau ist der Schaden für den Urheber?

Geschrieben: 23.04.2017 23:03
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#29

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Zitat:

olliwutzi schrieb:
Hallo!

So ganz habe ich das ja immer noch nicht kapiert mit dem (deutschen) Urheberrecht. Wenn ich hier also einen fremden Text niederschreibe, weil ich erläutern möchte welchen Akkord ich an einer bestimmten Stelle meine rauszuhören, dann ist das nicht in Ordnung. Soweit klar.
Aber wieso darf ich dann, ohne den Texter und/oder den Komponisten zu fragen, fremde Lieder singen und sogar gegen Eintritt aufführen?

Fragt die Olliwutz


Hier wäre vielleicht der eigene Anteil. Man singt selber.

Dennoch ... (muß erst nochmal nachlesen...)

Geschrieben: 23.04.2017 22:55
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Aw: Ich lese zur Zeit...
#30

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Zitat:

Charlotte schrieb:
Hallo Westwind,

dann würde ich dir ,,In eisigen Höhen" von John Krakauer empfehlen. Ich glaube, das würde dir dann auch gefallen. Das Buch war die Vorlage für den Film ,,Everest", ist aber, wie meistens bei einer Verfimung" besser.

LG Charlotte, die gerade mit der Familiensaga ,,Das achte Leben (für Brilka)" geistig in Georgien unterwegs ist.


Ich las neulich besagtes Buch "In eisige Höhen" von Jon Krakauer. Es war sehr beeindruckend.

Der Journalist und Bergsteiger Jon Krakauer nahm 1996 an einer von mehreren zeitgleich stattfindenden Expeditionen auf den Mount Everest teil und wurde Zeuge der dramatischen Umstände, unter denen einige Bergsteiger ums Leben kamen.

Neben den erschütternden Ereignissen umreißt Krakauer aber auch die Geschichte der ersten Everest-Besteigungen. Die abgedruckten Photos lassen einen Flachland-Tiroler wie mich nur erahnen, um welche Dimensionen es sich handeln mag, in die sich die Bergsteiger vorwagen.

Der Ausgang der Katastrophe ist bekannt, der 2015 erschienene Film "Everest" war ein kommerzieller Erfolg und belebte noch mal die Verkaufszahlen des Buches.

Krakauer beschreibt die kommerziellen Expeditionen, bei denen auch unerfahrene Bergsteiger, die physisch und psychisch den Herausforderungen teilweise nicht gewachsen sind, von Bergführen möglichst bis auf den Gipfel begleitet werden, zwar mit einer gewissen journalistisch kritischen Distanz, aber er kann sich der Faszination der Bergwelt doch nicht entziehen.

Ich fand das Buch sehr beeindruckend. Mit der Bergsteigerei in solchen Höhen kann ich selber nicht viel anfangen, aber ich kann ansatzweise nachvollziehen, was manche Menschen antreibt, solche Herausforderungen anzugehen und die eigenen Grenzen auszuloten. Mir persönlich reichte es vollkommen, mal auf den Gran Cir am Grödner Joch in Südtirol "geklettert" zu sein. Und wenn ich dann den ein oder anderen Hügel mit dem Rad erklimme, genieße ich auch das Gefühl, den Berg ohne abzusteigen erklommen zu haben .

Den Film werde ich mir nicht anschauen. Da habe ich mir den Trailer angeschaut, und das war für mich abschreckend genug.

Das Buch hingegen kann ich - auch bzw. insbesondere auch für Nicht-Bergsteiger - empfehlen.

Georg

Geschrieben: 22.04.2017 13:08
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"Jede künstlerische Leistung ist ein Sieg über die menschliche Trägheit."
[Herbert von Karajan]
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