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Aw: Ich lese zur Zeit...

Titel: Aw: Ich lese zur Zeit...
von Westwind am 11.01.2017 09:55:23

….

„Scham – die tabuisierte Emotion“ von Stephan Marks.

In dem Buch werden zunächst verschiedene Arten von Scham klassifiziert, beschrieben und anhand von Beispielen dargestellt, wie sie jeweils erlebt bzw. bewußt provoziert werden.

Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, in wie vielen Bereichen des Lebens Schamgefühle sowohl individuell als auch gesellschaftlich auftreten, bzw. in der Geschichte der Menschheit in verschiedenen Kulturen damit umgegangen wurde.
Beim letzten Teil des Buches bin ich noch nicht angelangt, aber laut Überschrift geht es um den konstruktiven Umgang mit Scham.

Gespickt mit sehr vielen Beispielen und Statistiken ist das Buch aus meiner Sicht sehr lesenswert. Der Autor scheint sich wirklich Mühe gegeben zu haben, Informationen aus so vielen unterschiedlichen Quellen gesammelt zu haben, hält sich aber mit eigenen Ansichten auch nicht zurück. Es entsteht leicht der Eindruck, daß Scham das dominierende Gefühl im menschlichen Zusammenleben sein könnte. Andererseits schimmern Aspekte der Psychologie in den Beispielen auch immer mit durch.

In einem Buch können nicht alle Themen behandelt und beschrieben werden. Mir fehlt bisher aber bei dem Thema Scham in dem Buch bisher aber komplett der Querverweis zum Thema Angst. Vielleicht vermisse ich es, weil ich erst vor kurzem Fritz Riemanns „Grundformen der Angst“ gelesen habe. Es hängt ja Vieles zusammen, und es ist aus meiner Sicht immer schwierig, aus allen Zusammenhängen ein Thema herauszufiltern, wie es hier geschieht. Es gibt zwar ein umfangreiches Quellenverzeichnis, aber es wird (bisher) nicht explizit auf andere Literatur verwiesen.

Wie auch immer, ich kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.


Noch ein Nachtrag zu „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad, was ich zuvor las. Das Buch werde ich eventuell nochmal lesen müssen, um es irgendwie schätzen zu können. Irgendwie finde ich da keinen Zugang. In die düstere Stimmung, die der Autor gefühlt in fast jedem dritten Satz aufzubauen versucht, kann ich mich nicht reinversetzen, die kommt bei mir einfach nicht an. Ich dachte immer noch, da passiert noch irgendwas an spannenden Dialogen oder Beschreibungen, wenn schon mal ständig vom „Grauen“ die Rede ist, aber irgendwann war dann einfach Schluss.

Gruß Georg


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