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Aw: Hannes und die Moorsoldaten

Titel: Aw: Hannes und die Moorsoldaten
von Viktor am 10.10.2017 08:06:09

Hallo olliwutzi,

also, ich kann es dir nicht direkt beantworten. Allerdings - falls es dich beruhigt: Ich habe mir diese Frage irgendwann auch schon einmal gestellt und kann entsprechend immerhin mit ein paar Überlegungen dazu dienen.

Kennst du Hannes' Erzählungen (~2008/2009), wie er das Lied ursprünglich kennengelernt hat? Erstaunlicher Weise nicht über einen Deutschen, sondern über Pete Seeger, der sich bekanntermaßen aller möglicher internationaler Volkslieder annahm, sie teils im Original, teils in Übersetzungen sang (man denke auch an Die Gedanken sind frei). D.h. Hannes' erster Kontakt wird definitiv mit einer Kurzfassung gewesen sein, denn Seeger hat wohl auch nur verkürzte Versionen gesungen, zumal die gängige englische Übersetzung ohnehin nur drei Strophen hat.

Zitat:
Ein Grund könnte natürlich sein dass das Lied dadurch zu lang würde, aber das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen.

Ich schon!
Auch hier beweisen Übersetzungen: Sechs Strophen sind vielleicht zu lang für manche. Wie ich es verstehe, gibt es auf Französisch immerhin 4 statt nur englische 3, aber ist immer noch kürzer als Hannes' 5er-Version.

Ich erinnere mich, dass Hannes sogar im eigenen Werk nicht davon zurückschreckt, zu kürzen, denn Wieder eine Nacht habe ich bislang z.B. nur in Kurzfassung live gehört. Daher finde ich es also nicht so abwegig, dass es mit der Langatmigkeit zusammenhängen mag.

Und ganz ehrlich: Wenn ich etwas streichen müsste, würde ich auch die "Heimwärts, heimwärts"-Strophe nehmen, weil die vorige schon auf dem Heimat-Motiv geendet hat.
Ich habe auch schon einmal überlegt, ob die Wortwahl mit dem "Weib" etwas zur Sache spielen könnte, weil man das ja heutzutage nicht mehr sagen würde. Allerdings ist der Song ja ohnehin ein geschichtliches Zeugnis und das dürfte wohl nichts ausmachen, wenn man wollte.

Du hast natürlich recht, bei Neue Bekannte wäre es eine Gelegenheit gewesen, vielleicht einmal zurück zum vollständigen Original zu gehen. Aber da ist Hannes wahrscheinlich zu sehr Gewohnheitstier?

(Falls man dagegen argumentieren wollte, dass er auch aus seiner Gewohnheit herausbrechen kann, würde sich vielleicht das Bürgerlied anbieten, bei dem er in der alten Aufnahme die "Ob im Kopfe etwas Grütze"-Strophe wegließ, aber jüngst doch mit einschloss. Allerdings erfuhr dieses Lied - anders als Die Moorsoldaten - wahrscheinlich eine so lange Pause, dass man eher von frischem Rückbesinnen sprechen muss als von Gewohnheit; man denke auch an den 5/4-Takt.)

Ich bleibe dabei: Die Gründe liegen in einer Mischung aus Kennenlernstory, Zeitersparnis und Gewohnheit.

Schöne Grüße
Viktor
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