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Aw: Zwickt's mi - zwei Versionen vom Ambros

Titel: Aw: Zwickt's mi - zwei Versionen vom Ambros
von Nordlicht am 24.09.2010 09:53:36

Hallo, Marianne !

Du schreibst

Zitat:
“Kaum gibt es das Lied seit 35 Jahren, habe ich festgestellt, dass es von "Zwickt's mi" zwei Versionen gibt und dass beide vom Ambros sind…


und bestätigst damit doch nur die alte Weisheit, daß gut Ding Weile haben will…

Daß Künstler doppelte Versionen von Titeln aufnehmen ist gar nicht einmal so selten, auch und gerade im deutschen Sprachraum. Um nur ein Beispiel zu geben, führe ich ein Lied auf, daß gerade in Deutschland ungleich erfolgreicher war als „Zwickt´s mi“ vom Wolferl: Es handelt sich dabei um „Die kleine Kneipe“, 1976 interpretiert von Peter Alexander. Auch von diesem Titel gibt, je nach Vertriebsort, unterschiedliche Versionen.

Zitat:
DAS KLEINE BEISL (1976)
(Musik: Pierre Kartner / Text: Michael Kunze)

1.:
Der Abend senkt sich auf die Dächer der Vorstadt,
Die Kinder am Hof müssen heim.
Die Greißlerin wascht das Trottoir vor dem Laden,
Ihr Mann tragt die Obstkisten rein.
Der Tag ist vorüber, die Menschen sind müde,
Doch viele gehen nicht gleich nach Haus,
Denn drüben klingt aus einer offenen Türe
Musik auf den Gehsteig hinaus.

R.:
Das kleine Beisl in unserer Straßen,
Da, wo das Leben noch lebenswert ist,
Dort in dem Beisl in unserer Straßen,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

2.:
Die Postkarten dort, an der Wand in der Ecke,
Das Foto vom Fußballverein,
Das Stimmengewirr, die Musik aus der Jukebox,
All das ist ein Stückchen daheim.
Du wirfst einen Schilling in den Automaten,
Schaust andern beim Kartenspiel zu,
Und stehst mit dem Bier in der Hand an dem Schanktisch,
Und bist gleich mit jedem per Du.

R.:
Das kleine Beisl in unserer Straßen,
Da wo das Leben noch lebenswert ist.
Dort in dem Beisl in unserer Straßen,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

3.:
Man redet sich heiß und spricht sich von der Seele,
Was einem die Laune vergällt,
Beim Wein und beim Bier findet mancher die Lösung
Für alle Probleme der Welt.
Wer Hunger hat, der bestellt Würstl mit Saft,
Weil es andere Speisen nicht gibt.
Die Rechnung, die steht auf dem Bierdeckel drauf,
Doch beim Wirt hier hat jeder Kredit.

R.:
Das kleine Beisl in unserer Straßen,
Da wo das Leben noch lebenswert ist,
Dort in dem Beisl in unserer Straßen,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.


Im Vergleich dazu dann:

Zitat:
DIE KLEINE KNEIPE (1976)
(Musik: Pierre Kartner / Text: Michael Kunze)

1.:
Der Abend senkt sich auf die Dächer der Vorstadt,
Die Kinder am Hof müssen heim.
Die Krämersfrau fegt das Trottoir vor dem Laden,
Ihr Mann trägt die Obstkisten rein.
Der Tag ist vorüber, die Menschen sind müde,
Doch viele gehen nicht gleich nach Haus,
Denn drüben klingt aus einer offenen Türe
Musik auf den Gehsteig hinaus.

R.:
Die kleine Kneipe in unserer Straße,
Da, wo das Leben noch lebeswert ist,
Dort in der Kneipe in unserer Straße,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

2.:
Die Postkarten, dort an der Wand in der Ecke,
das Foto vom Fußballverein,
Das Stimmgewirr, die Musik aus der Jukebox,
All das ist ein Stückchen daheim.
Du wirfst eine Mark in den Münzautomat,
Schaust andern beim Kartenspiel zu,
Und stehst mit dem Pils in der Hand an der Theke
Und bist gleich mit jedem per Du.

R.:
Die kleine Kneipe in unserer Straße,
Da, wo das Leben noch lebeswert ist,
Dort in der Kneipe in unserer Straße,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.

3.:
Man redet sich heiß und spricht sich von der Seele,
Was einem die Laune vergällt.
Bei Korn und bei Bier findet mancher die Lösung
Für alle Probleme der Welt.
Wer Hunger hat, der bestellt Würstchen mit Kraut,
Weil es andere Speisen nicht gibt.
Die Rechnung, die steht auf dem Bierdeckel drauf,
Doch beim Wirt hier hat jeder Kredit-

R.:
Die kleine Kneipe in unserer Straße,
Da, wo das Leben noch lebeswert ist,
Dort in der Kneipe in unserer Straße,
Da fragt Dich keiner, was Du hast oder bist.


Ich glaube, es ist müßig darauf hinzuweisen, welche Version nun letztlich wo vertrieben und auch heute noch so gespielt wird. Sicherlich sind die Unterschiede zwischen den beiden Versionen nicht gewaltig, aber doch aufschlußreich genug. Immerhin zeigt es, daß selbst Menschen, die die gleiche Sprache sprechen, teilweise aneinander vorbei reden können. (Übrigens, doch das nur nebenbei: Der Komponist Pierre Kartner dürfte unter seinem Pseudonym „Vadder Abraham“ geläufiger sein. Der Titel ist mittlerweile in mehr als 200 Versionen weltweit erschienen und war in einer französischen Version von Joe Dassin u.a. in Australien und Neuseeland auf Platz 1. Es wäre interessant zu erfahren, ob die in andere Sprachen übersetzten Textzeilen auch einen vermehrt regionalen Bezug aufweisen…)

In diesem Sinne viele Grüße aus Ober- von

ANDREAS.



(…der vor 10 Jahren auch nicht wußte, was „Beisl“ und „Greißlerin“ bedeuten…)

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